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»Ich bin Batman«
Toller Film! Ich war nie mit Michael Keaton als Batman zufrieden. Es war für mich nicht vorstellbar, dass er unter dem Kostümpanzer stecken sollte. Dennoch habe ich mich damals bei »Batman« gut unterhalten. Im Nachfolger »Batman Returns« flachte es aber schon ab. Er lief unter der Rubrik Kann man sich noch angucken, während die beiden weiteren Filme »Batman Forever« und »Batman & Robin« in eine reinste Katastrophe ausarteten. Statt finsterer Geschichten um den Dunklen Ritter gab es Slapstickklamauk, der einfach nicht mehr zum Aushalten war.
»Batman begins« hat aber nun den Dunklen Ritter zurückgebracht. Endlich ein Batman fernab der Psychopathenverfilmungen (in den Burton + Schumacher Filmen liefen nur Irre über die Leinwand) oder der Adam West Comic Strips mit Zoink! Bumm! und Kladusch!-Einblendungen.
Batman lebt. Und ich hoffe, es werden noch ein paar schöne Filme mit Christian Bale im Fledermauskostüm folgen.
Deleted Scenes
Gibt es sowas auch in Romanen? Bestimmt. Sage ich mal. Sicherlich hat der eine oder andere Autor bei der Überarbeitung schon einmal ganze Passagen oder Kapitel gestrichen. Ich weiß von einer befreundeten Autorin, dass sie bereits einmal einen Roman gnadenlos zusammengekürzt hat.
Selbst bin ich noch nicht in Verlegenheit gekommen, Kapitel komplett zu streichen, aber zwei gedankliche deleted scenes kommen auch in »Das Blutreich« vor. Gedanklich deshalb, weil ich vorhatte, sie zu schreiben, es aber jetzt aus dramaturgischen Gründen doch nicht tue. Die Szenen tragen nicht wirklich zum Inhalt bei und würden den Spannungshöhepunkt im letzten Kapitel zu sehr in die Länge ziehen, dass er ermüdend wirken würde.
Kopfschmerzen
Nichtsdestotrotz geht es weiter auf Schloss Opherdicke. Das Finale wird größer als geplant. Damit schlägt erneut die typische Hohlbeinsche Verselbstständigung der Story zu, oder mit ‘Howling Mad’ Murdocks Worten »I swear, I did not request those script changes.«
»Hyundai Fortune« – Ein Albtraum auf See
Was mit den Containern am Bug, von denen offensichtlich viele vom Feuer verschont blieben, geschieht, ist derzeit noch nicht geklärt. Vermutlich wird die »Hyundai Fortune« in eine Werft geschleppt und die noch intakten Container werden mit dem nächstmöglichen Schiff zu ihren Bestimmungshäfen transportiert. Aber das ist nur meine Vermutung. Möglicherweise wird auch die komplette Ladung erst einmal gesichert, um die genaue Ursache des Brandes herauszufinden. Bisher gibt es vage Vermutungen, jedoch noch keine definitiven Bestätigungen. Einen Terrorakt schließt die Hyundai Merchant Marine jedoch aus.
Zum Mittagessen nicht geeignet
Entgegen meiner Behauptung, sie bekäme heute Mittag keinen Extrakt meines zweifelhaft literarischen Schaffens, habe ich ihr dann doch einen Auszug aus der aktuellen Szene zu »Das Blutreich« geschickt. Die Passage, in der Elmar und Jannica auf der Flucht vor einer Vampirin sind und in der Sackgasse einer Kellertoilette landen. Es wurde nicht nur blutig, sondern richtig unappetitlich.
Entschuldige, Jessie, das nächste Mal schicke ich dir den Auszug in dem der noble Prinz auf einem weißen Schimmel dahergetrabt kommt und das auf seiner Lanze aufgespießte Taschentuch seiner Angebeteten zurückbringt. Nur … in welchem Roman soll das vorkommen?
Stanislaw Lem ist tot
Lem schrieb unter anderem Werke wie »Solaris« und »Also sprach Golem«. Eine seiner wiederkehrenden Charaktere ist Ijon Tichy, der unglaubliche Abenteuer auf fremden Welten erlebt. Lem war nicht nur ein großer SF-Schriftsteller, sondern galt auch als Kritiker derselbigen.
Phönix ist da!
Der Verlag Peter Hopf, vornehmlich auf Ebooks jedweder Form spezialisiert, bringt den Roman nun in allen gängigen elektronischen Medien zu einem äußerst günstigen Preis heraus. Das Titelbild stammt von Thomas Knip, der für die meisten der IKARUS-Ebook-Cover verantwortlich zeichnet. Klaus Schimanski entwarf damals das ursprüngliche Cover für die Printversion.
Ein Kapitel ist zu Ende, wenn es zu Ende ist
Es gibt Autoren, die schreiben überhaupt keine Kapitel. Sie beginnen den Roman und schreiben ihn in einem Guss durch, nur mit Absätzen gewürzt, damit der Leser (und wohl auch der Autor) zwischendurch mal Luft holen oder das Buch an die Seite legen kann. Ich kann es ehrlich gesagt auch nicht haben, wenn ein Kapitel endlos lang ist. Natürlich sind dreißig Seiten kein Problem, wenn zwischendurch auch einmal ein Absatz gemacht wird, um das Buch notfalls an die Seite legen zu können. Denn mitten auf einer Seite einfach mit dem Lesen aufzuhören, ist nicht ganz mein Fall.
Eigentlich befinde ich mich in Kapitel Vierzehn, dem letzten Kapitel meines Romans »Das Blutreich«. Doch ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich eine Entscheidung hinsichtlich Lesbarkeit und Dramaturgie treffen muss. Vergleichen wir Kapitel Vierzehn mit der Tomatensuppe vor dem Hauptgericht. Sie ist köstlich, bekömmlich und soll Appetit auf den zweiten Gang machen. Wenn der aber serviert wird, gerade da man den letzten Löffel aus der Suppentasse gekratzt hat, ist der Sinn der Vorspeise irgendwie verloren gegangen, und sich ohne Pause auf das Gericht zu stürzen, mutet eher wie ein misslungenes Dinner an.
Kapitel Vierzehn wird also die Vorspeise sein – und das Feuerwerk lasse ich im darauf folgenden Abschnitt abbrennen. Vielleicht gibt es noch ein Dessert … wer weiß?
Zwischendurch ein paar Filme
Ebenfalls angeschaut habe ich mir »Wächter der Nacht« nach dem gleichnamigen Buch von Sergej Lukianenko. Ehrlich gesagt, von dem Film habe ich mir mehr versprochen, und hoffentlich habe ich mir jetzt nicht die Lust auf das Buch genommen. Vielleicht bin ich auch nur zu sehr Hollywood-verwöhnt, denn im Vergleich zu einem Film mit ähnlicher Thematik, fand ich den amerikanischen »Constantine« unterhaltsamer und besser.
Perry-Kay
Nun, meine Mitarbeit an der SF-Serie Rettungskreuzer Ikarus macht es jetzt doch möglich. Anlässlich des 25. Heftjubiläums mit meinem Roman »Kaisersturz« hat die Perry Rhodan Redaktion einen entsprechenden Newseintrag hinterlassen.
Dankeschön, VPM, das ist mal eine schöne Geste!


