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Archive for Oktober 2007

Ehrlich gemeinte Komplimente


Da steht man dann da. Wird rot. Trippelt verlegen von einem Fuß auf den anderen. Bringt keinen Ton mehr heraus und stottert sich im letztmöglichen Moment ein leises "Danke" ab.

Puh. Jau, das hat mich umgehauen. Als eine liebe Kollegin mir gestern nachträglich zum Geburtstag gratulierte und mit voll ernstem Blick und Überzeugungskraft in der Stimme "zum Dreißigsten" hinzufügte, obwohl sie ganz genau wusste, dass ich 40 geworden bin.

Lieben Dank, Dani. Dafür gibts zwar kein Fleißkärtchen aber ein paar Schmeichelpunkte :-)

Kategorien:Alltag

Sean King in Action?


"Im Bruchteil der Sekunde" war ein spannungsgeladener Thriller aus der Feder von David Baldacci. Sean King, Ex-Secret Service Agent, und Michelle Mawell, damals noch aktive Agentin, lösten gemeinsam einen hochbrisanten Fall.

Nun, der Erfolg des Romans verlangte nach eine Fortsetzung, sodass Baldacci sich einmal mehr hinter seine Tasten klemmte und ein Abenteuer des Gespanns King/Maxwell zum Besten gab. Oder eher gesagt, zum Besten geben wollte.

In Wrightsburg, einer amerikanischen Kleinstadt, haben sich Sean King und Michelle Maxwell als Privatdetektive niedergelassen. Als eine Reihe von Morden einem Serienmörder zugeschrieben wird, zieht der örtliche Sheriff die beiden Ex-Agenten hinzu, um den Fall zu lösen.

Was Baldacci mit dem ersten Roman brillant in Szene gesetzt hat, vermasselt er geradezu mit dem Nachfolgewerk "Mit jedem Schlag der Stunde". Was spannend beginnt, entpuppt sich in weiten Strecken als Kleinstadtthriller, bei dem Thrill jedoch oft vergeblich zu suchen ist. Ermüdende Ermittlungsgespräche und eine verworrene Geschichte um Verdächtige, lassen den Leser oft genug wünschen, es möge endlich zu Ende gehen. Nur die Frage nach dem wahren Mörder hält einen hier noch bei der Stange. Man könnte aber getrost zweihundert Seiten vorblättern und sich dann das Ende durchlesen, um auf den neuesten Stand gebracht zu werden.

Und ist der Mörder endlich gestellt, muss Baldacci noch die restlichen 70 Seiten nutzen, um ihn noch einmal entkommen zu lassen, damit die Quoten-Action-Szene ans Ende gesetzt werden kann. Das liest sich leider alles viel zu aufgesetzt. Er kann das besser.

Zugute halten möchte ich dem Roman, dass ich ihn nicht abgebrochen habe. Zumindest ist er flüssig geschrieben und man kann ein wenig in Wrightsburg abtauchen.

Kategorien:Mein Nachttisch

Wir sollten wissen, dass wir nichts wissen


Unter dem Titel "What the ?$!# do we (k)now?" oder auch "What the bleep do we (k)now?" wurde 2004 ein Dokumentarfilm zum "Wachrütteln" produziert.

Worum geht’s? Zusammenfasst um neue Erkenntnise der Quantenphysik nach denen Materie nur eine von unserem Gehirn erzeugte Begleiterscheinung eines großen Nichts darstellt und die Realität nur das widerspiegelt was unsere Gehirne erzeugen.

Was macht der Film? Anhand von Berichten, Interviews und einer gespielten Handlung mit der taubstummen Oscarpreisträgerin Marlee Matlin wird dem Zuschauer gezeigt, wie die Wirklichkeit tatsächlich funktioniert – oder nach Ansicht einiger Wissenschaftler funktionieren soll.

Für wen ist der Film? Menschen, die offen für Neues sind und bereits sind in sich zu gehen und nachzudenken.

Für wen ist der Film nichts? Menschen, die an dem Hier und Jetzt festhalten und das als gegeben hinnehmen, das sie sehen.

Wem bringt der Film keine neuen Erkenntnisse? Menschen, die sich bereits damit befasst haben mögen sich in ihren bisherigen Dogmen bestätigt sehen und nicht wirklich Neues aus dem Material des Films schöpfen.

Kategorien:Filme

Gesehen: The Marine


Actionkino der 80er gefällig. Bitte sehr. Gibt es noch.
John Cena schlüpft in die Rolle des Marine John Triton, der unehrenhaft aus der U.S. Army entlassen wurde und nichts mit seinem Leben anzufangen weiß. Denn alles, was er je gelernt hat, in das er sein Herzblut gesteckt hat, ist die Army.

So vermasselt er auch seinen neuen Job als Wachmann gleich am ersten Tag. Als er jedoch mit seiner Frau rausfährt, gehen sie ausgerechnet dem Kriminellen Rome und seiner Gang auf den Leim. Rome ist nicht zimperlich und erschießt auf der Flucht nach einem Juweliersraub Passanten und Polizisten und entführt obendrein John Tritons Frau Kate.

Und damit haben wir auch schon den Plot: John Triton versucht als Einmann-Armee alles, um seine Frau lebendig wieder zurück zu bekommen. Ein Actionfeuerwerk ohnegleichen ist vorprogrammiert.

Was in den 80ern mit Stallone, Schwarzenegger, Norris, van Damme und Lundgren optimal funktionierte kommt heute nicht mehr so gut an, wenn … wenn sich der Film The Marine ernst nehmen würde. Tut er aber nicht. Die Gags zielen darauf ab, sich hochzunehmen. Man weiß als Zuschauer sofort, dass es nur um den Spaß geht ein rasantes Actionspektakel völlig ohne Anspruch zu inszenieren. Und nur so funktioniert der Film auch.

Einziger Wermutstropfen: John Cena. Warum glaubt eigentlich jeder Wrestler, er könne seinen gestählten Körper auch in eine Filmkamera halten und gleich als Schauspieler gelten? Cena macht dabei ein dümmliches Gesicht wie The Rock, Hulk Hogan und Mr T zusammen. Nope, die Hauptrolle hätte man getrost mit jemand anderem besetzen können. Dafür gibt Robert Patrick ein selbstironisches Bild ohnegleichen zum Besten und fürs Auge ist Kelly Carlson mit von der Partie.

Kategorien:Filme

Vorsicht K(G)laas

Und dieser Eintrag ist für dich, Klaas!

Alles Gute noch einmal zur vollendeten 30 und herzlichen Dank für die Einladung und die tolle Party. Für manch einen war es ja one hell of a party wenn ich mich recht entsinne.
Wir hatten jeweils mächtigen Spaß, wie das Foto zeigt Smiley mit geöffnetem Mund

Auf der Geburtstagsfeier des einzig wahren Klaas Thorald Kurz, mein wandelnder Atlas, wenn es um die Recherche meiner Romane geht.(v.l.n.r. Annukka, meinereiner und Klaas – ganz unfreiwillig im BVB Trikot, obwohl er eigemtlich FC Köln Fan ist)

Kategorien:Alltag

Arme Maus


Annukka, dieser Eintrag ist für dich.
Du hast mein Mitgefühl, ehrlich.
Und mach dir keine Gedanken, alles halb so wild.
Auch ehrlich Smiley
Kategorien:Alltag

Eine unbequeme Wahrheit – Friedensnobelpreis für Gore


Wer ist Al Gore?
Sicherlich kennen Sie den US-Politiker als Vizepräsident der Vereinigten Staaten, der 2000 die Wahl gegen seinen Gegner George Bush verloren hat.
Vor und auch während seiner politischen Laufbahn hat sich Gore jedoch stark für den Umweltschutz, insbesondere dem Klimaschutz im Hinblick auf eine globale Erwärmung gemacht. Er hielt Präsentationen, Diashows, Vorträge und reiste rund um die Welt, um den Menschen das Bewusstsein für die Welt, in der wir Leben zu öffnen.

Ich habe mir den Film Eine unbequeme Wahrheit, der aus den Diavorträgen und Präsentationen hervorgegangen ist und der unter anderem mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, vor zwei Wochen angeschaut und war beeindruckt, wenn auch nicht überrascht. Viele der Thesen sickerten bereits im Laufe der letzten Jahre durch, sodass der Film nur eine Zusammenfassung bekannter Dinge war, angereichert mit einigen neuen Sachen. Auch wenn Kritiker dem Film vorwerfen, er wäre nicht der Weisheit letzter Schluss, weil er zu wenig wissenschaftlich fundierte in Bezug auf bisher aufgetretene Einmalereignisse und zu wenig Lösungsansätze bietet, zeigt er doch den aktuellen Stand der heutigen Klimaforschung auf. Jeder, der sich mit der Thematik noch nicht befasst hat, bekommt einen guten Überblick – und vielleicht denkt der eine oder andere darüber nach, inwieweit er oder sie selbst mit dazu beitragen können, die globale Erwärmung zu reduzieren.

Al Gore ist diesen Monat mit dem Friedensnobelpreis für seine Bemühungen im Klimaschutz ausgezeichnet worden.

Kategorien:Filme

Und noch drei Filme


Machen wir es mal in einem Abwasch.

1. Der Wixxer.

Oliver Kalkofe (ach, Achim, hat dir schon mal jemand gesagt, dass du eine gewisse äußerliche Ähnlichkeit zu dem hast?) und Bastian Pastefka in einer ulkigen Hommage an Edgar Wallace Filme. Sehr schön in Szene gesetzt mit einigen kräftigen Lachern und Kalauern. Doch, doch, hat mir gefallen. Und Stromberg als Diener Adolf zu sehen, war eine kleine Köstlichkeit für sich.


2. D.O.A. – Dead or Alive

Jau! Es gibt Spiele, die haben es einfach in sich. So beispielsweise Dead or Alive 3 auf der X-Box oder Teil 4 auf der Nachfolgekonsole X-Box360. Es macht einfach Spaß mit den schön animierten Kämpfern zu taktieren, sich zu verprügeln und zuzuschauen, wie die Haare im Wind flattern oder … na gut, geben wir es zu, überdimensionierte Brüste, eingeschnürt in enge Korsagen, bei jedem Schlag ("Move" in der Videospielsprache eines Beat’em Up) auf und niederzuhüpfen.

Das dachten sich wohl auch die Filmbosse und schenkte dem (neben Tekken und Virtua Fighter) bekanntesten Prügelspiel einen ganzen Spielfilm. Und da geht es dann auch um die holden Maiden. Ganz gleich ob die Ninjabraut Kasumi oder die Auftragsmörderin Christie (nachempfunden der Tekken-Kämpferin Nina Williams und im Film hervorragend schnuckelig von der Sängerin Holly Valance gespielt) oder die Wrestlerin Tina – wie würde Dirk van den Boom sagen: Er steht auf wohlproportionierte, schwitzende Frauen in engen Klamotten.

So muss das :-)

3. The Covenant – Der Pakt

Ist Geschmacksache, aber ich steh auf sowas. Vor Jahrhunderten schlossen sich vier Familien, deren männliche Mitglieder (die Erstgeborenen) magische Fähigkeiten (Die Gabe) besaßen, einen Pakt, der dafür sorgte, dass die Familien unerkannt unter den Menschen leben konnten. Nur eine fünfter Clan wollte mehr Macht und wurde ausgestoßen.

In der Gegenwart schlummert diese Macht in vier Jugendlichen, von denen einer davor ist "aufzusteigen" und die vollen Fähigkeiten an seinem 18. Geburtstag zu erlangen. Doch so gut die vier auch versuchen, ihre Macht vor den Menschen verborgen zu halten, sie haben nicht mit dem fünften Mächtigen gerechnet, der ihre Kräfte den seinen hinzufügen will, um der Mächtigste von allen zu werden.

Viel Action, viel Magie, schöne Duelle im "Jedi-Stil" – doch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es letztendlich nur ein Teenie-Film à la Scream, IKWYDLS, Urban Legends und all die anderen ist. Na ja, eher ein Angel/Buffy oder Charmed verschnitt, ohne all die Albernheiten. Gewürzt mit einer Prise Final Destination. Hat was.

Kategorien:Filme

BuCon contra Shorty


Es sollte eine Hit and Run-Aktion werden, aber jetzt lassen wir es lieber bleiben. Der kommende Samstag ist verplant. Mein Kollege Major Claus Kurtz (Caine – Der dunkle Prophet), bzw. Klaus Reschke (Vampir Gothic) auch bekannt unter seinem bürgerlichen Namen Klaas Thorald Kurz feiert seinen 30. Geburtstag. Da muss man einfach hin. Alle, die er nicht eingeladen hat, sollten sich schleunigst noch selbst einladen und ihn an seinem Ehrentag beglückwünschen. Da die Party bereits um 18 Uhr steigt, klappt das nicht ganz mit dem BuCon. Wäre gerne dorthin gekommen, aber für zwei Stündchen lohnt sich eine 5stündige Hin- und Rückfahrt nicht wirklich – auch wenn Sascha und ich solche Dönekes schon mal gemacht haben ;-)

Da mein Freund Dirk van den Boom noch in der Mongolei weilt und der Literaturpapst Oliver Naujoks gerade im Oliblog verkündet, auch beim BuCon passen zu müssen, bleiben wohl von den üblichen Verdächtigen nicht mehr viel übrig, die tatsächlich noch auflaufen.

Nun, Klaas’ Feierlichkeiten gehen vor. Und außerdem kommt meine kleine Waldbeere auch zur Party. Das wird dann eine Mordsgaudi Smiley mit geöffnetem Mund

Kategorien:Alltag

We are invincible, God is the king!


Ich liebe die Legenden um die Kreuzzüge. So war es für mich klar, dass ich mir unbedingt Königreich der Himmel von Riddley Scott ansehen musste. Nein, sicherlich hab ich mir den Film nicht wegen Orlando Bloom angeschaut ;-)

Aber es sollte schon der Director’s Cut sein. Was soll ich sagen? Die knapp 3 Stunden vergingen wie im Flug. Ich habe mich selbst gewundert, als der Film zu Ende war, ohne dass ich mich an irgendeiner Stelle gelangweilt hätte. Er hat zwar seine ruhigen Momente, doch auch diese sind so interessant, dass sie es verstehen, den Zuschauer bei der Stange zu halten.

Mehr von solchen Filmen bitte.

Wer nicht gleich drauf kommt: Der Text in der Titelzeile stammt aus dem Song "Crusader" von Chris de Burgh.

Closer they came, the army of Richard the Lionheart
Marching by day and night, with soldiers from every part
And when the crusaders came over the mountain and they saw Jerusalem
They fell to their knees and prayed for her release.

They started the battle at dawn
Taking the city by storm
With horsemen and bowmen and engines of war
They broke through the city walls

And Saladin ran when he heard their victory song

We are invincible, God is the King
We are invincble and we will win!

Kategorien:Filme
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