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Archive for Oktober 2011

Netter Versuch, kläglich gescheitert – Thier Galerie Dortmund

31. Oktober 2011 4 Kommentare

Ich weiß schon, warum ich Amazon zu meinem Stammeinkaufshaus erkoren habe. Bequemlichkeit, Sorglosigkeit, Entspannung.

Zur Abwechslung hab ich mich nach langer Zeit mal wieder in die Dortmunder City gewagt. Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Projekt Thier Galerie der Öffentlichkeit Preis gegeben und zumindest einmal dagewesen wollte ich sein. Der Hinweg war mörderisch. Alle Straßen verstopft. Stau über Stau. Dann die Parkplatzsuche.

Als wir endlich dieses neue meisterliche Bauwerk betraten … aber der Reihe nach. Die Thier Galerie ist ein Einkaufszentrum, das den amerikanischen Malls nachempfunden wurde. Ähnlich wie das Centro in Oberhausen oder das Hassenichgesehen in Berlin (mir ist der Name entfallen). Über mehrere Ebenen in Galeriebauweise reiht sich Laden an Laden, vornehmlich Bekleidungsshops, ein paar Schuhgeschäfte, Parfümerien, Friseure, Nagelstudios, Handyläden usw. usw.

Was in Oberhausen noch wie eine gelungene Miniaturausgaben amerikanischer Malls wirkt, erscheint in Dortmund allerdings nicht über das Versuchsstadium hinausgelangt zu sein. Okay, ich muss dazu sagen, dass ich in der Beziehung etwas verwöhnt wurde, da ich die weltgrößte Mall, die Sawgrass Mills Mall in Florida, besucht habe, bei denen eine der zwei “Fressmeilen” bereits den doppelten Umfang jener des Centros hat. Das Ding ist einfach gigantisch und es reicht ein Tag nicht aus, um alles gesehen zu haben.

In Dortmund f0lgt nach dem Betreten erst einmal die Ernüchterung. Wegweiser? Gibt es, allerdings in eher plakativer Form. Wo sind denn die kleinen elektronischen Helfer geblieben? Die Infobildschirme, auf denen man eine Suchanfrage starten kann, um dann zum gewünschten Shop gelotst zu werden? Etwas archaisch im Thier Haus. Und was ist mit der Bepflanzung? Sitzoasen im Grünen, die zum gemütlichen Verweilen einladen? Tja, sucht man ehrlich gesagt vergebens. Zwar gibt es couchähnliche Sitzgelegenheiten mitten im Gang, doch was da an Pflanzenkübeln aufgetischt wird, ist eher lachhaft. Drei Säulchen mit drei Pflänzchen, während man in Oberhausen gigantische Pötte mit Kleingärten und Farnwedeln wiederfindet. Liegt aber wohl auch daran, dass die Gänge in Oberhausen komplett licht sind und nicht von einer Decke begrenzt werden, sondern das Hallendach gläsern ist. Dies findet man in Dortmund nur in bestimmten Bereichen.

Und wie bekommt man Besucher dazu, länger verweilen zu lassen, um mehr  einzukaufen? Richtig, Einkäufe gehen wie Liebe durch den Magen. Wer Hunger hat und bedient wird, der bleibt. Daher gehören Food Oasen ins Erdgeschoss, gleich irgendwo, wo man leichten Zugang zu ihnen hat. Die Amerikaner wissen das. Die Oberhausener haben es nachgemacht. Nur in Dortmund verbannt man die kullinarischen Genüsse nach ganz oben in das zweite Obergeschoss, in das man sich nur vom vorderen Eingangsbereich aus hin verirren kann.

Die Bekannten, die ich fragte, ob sie schon in der Thier Galerie waren, wussten nicht mal etwas von der Fressmeile im Obergeschoss, bis dahin waren sie gar nicht vorgedrungen.

Und was bitteschön ist an so einer Mall mitten in der City jetzt anders? Ob ich nun Apollo Optik, den New Yorker oder die Parfümerie Douglas auf dem Westenhellweg aufsuche oder nun ein paar Schritte weiter in der Thier Galerie? Da bevorzuge ich doch lieber den Hellweg, denn der ist leerer, als das dichte Gedränge im neuen Shopping Center.

Nun ja, muss jeder selbst wissen, wo er einkauft. Mir haben 1 1/2 Stunden Dortmund City jedenfalls drei erholsame Urlaubstage wieder ruiniert. Das ist Stress pur. Nix für mich alten Mann ;-)

 

 

Kategorien:Alltag

Tentakelsex

Es gibt eine grandiose Military SF Trilogie meines Freundes Dirk van den Boom, die unter dem einschlägigen Titel TENTAKELKRIEG im Atlantis Verlag veröffentlicht wurde. Die Romane haben alles, was ein guter SF-Plot haben sollte (zumindest nach Ansicht von Dirk): Raumschiffe, Titten, Aliens/Tentakel (letzteres ist beliebig auszutauschen).

Doch an eine Sache hat sich Dirk nicht herangetraut: Feuchten, schlüpfrigen, ekeligen, hirnverbrannten und kranken Tentakelsex.

Das hole ich jetzt nach.

Wo? Wann? Wobei? Die Fragen beantworte ich morgen … :-)

Kategorien:Romane

Fertig: Cover zu »Das Vigilante Prinzip«

28. Oktober 2011 1 Kommentar

Ich bin richtig in Coverstimmung. Auch das Titebild für das Amazon Kindle Experiment »Das Vigilante Prinzip« ist jetzt fertig und unter Dach und Fach.

Meinen herzlichen Dank an Thomas Knip. Ich musste ihm … äh Tentakelsex dafür versprechen. Was es mit dieser ominösen Andeutung auf sich hat, dazu später mehr … ;-)

Vigilante 1

Das Vigilante Prinzip

Kategorien:Romane

Fertig: Cover zu »Kalte Spuren«

27. Oktober 2011 3 Kommentare

Holladiewaldfee!

Endlich kann und darf ich es euch präsentieren. Das Cover zu meinem Actionthriller, der im Frühjahr 2012 im Atlantis Verlag erscheint.

Wie bereits zuvor erwähnt, zeichnet Mark Freier für das Bild und die Gestaltung verantwortlich. Die Stimmung des Szenarios auf Devon Island wird hier hervorragend eingefangen, ein Bild, das mir auf Anhieb gleich in der ersten Entwurfsfassung sehr gefallen hat. Ich erinnere mich noch, als mir mein Verleger Guido Latz den ersten Entwurf zuschickte und die Worte “Du darfst dich jetzt nicht erschrecken” voranstellte.

Vorab für euch:

Kalte Spuren

Kalte Spuren

Kategorien:Romane

Künstler gefunden! – Vigilante freut sich

Dankeschön, dankeschön und dankeschön.

Mein Aufruf nach einem Illustrator und Grafiker hat großen Anklang gefunden. Ein Vorteil des Internets und der sozialen Netzwerke. Herzlichen Dank an alle, die sich gemeldet haben, die Ideen beisteuerten und die bei der Auswahl geholfen haben.

Inzwischen ist ein Cover für »Das Vigilante Prinzip« gefunden und sogar schon fertig. Verantwortlich zeichnet dafür Thomas Knip. Ich werde es demnächst hier veröffentlichen, sobald die Formalitäten geklärt sind.

Dann fehlt nur noch der Roman. Zwei Korrektoren haben bereits ihre Fehlersuche abgeschlossen. Fehlt noch die meiner Schwester, die aber noch bis zum Ende in Schottland weilt und vermutlich erst danach ihre Arbeit wieder aufnehmen wird.

Ich halte euch informiert, denn Vigilante soll noch vor Weihnachten auf dem Kindle erscheinen.

Kategorien:Romane

Vorfreude = schönste Freude: Cover zu »Kalte Spuren« im Feinschliff

Es ist schon ziemlich aufregend für mich zu wissen, dass gerade Mark Freier an meinem Cover den letzten Feinschliff ansetzt und das Titelbild zu »Kalte Spuren« bald fertig sein wird.

Gerade erhielt ich eine E-Mail von meinem Verleger mit dem Betreff »Kalte Spuren« – mein Herz erwachte aus dem Standby von 40 Schlägen die Minute in den Supersprintmodus mit geschätzten 290 Beats per Second. In Erwartung, das fertige Cover zu sehen, ließ sich alles stehen und liegen und öffnete sofort die Mail.

Pech gehabt, lieber Kay, es war nur noch einmal die Vergewisserung, ob wir Variante A oder B des Covers nehmen.

Nun gut, ich über mich in Geduld.

Kategorien:Romane

Ich habe mir ein Buch gekauft

Ich habe mir ein Buch gekauft. Ich! ICH! Man stelle sich das mal vor.

Ein Buch aus totem Holz, schändlich gebleicht und mit allerlei Chemie behandelt. Ein gedrucktes Buch, so richtig zum Anfassen.

Ich! Unglaublich, aber wahr. Und das, obwohl ich gar kein Platz mehr in meinen Bücherregalen habe, obwohl es sperrig und unhandlich ist und schwerer als ein elektronisches Lesegerät.

Aber, was will man machen: Die Taschenbuchversion ist aus dem Jahr 2008. Eine Ebook Variante gibt es nicht. Ich habe dafür Verständnis, aber wofür ich kein Verständnis habe ist, dass aktuelle Bücher nicht als Ebooks erhältlich sind.

Gayle Lynds “Buch des Verrats” ist im Juni 2011 herausgekommen. Kein Ebook in Sicht.

J.R. Wards “Dämon” ist schon seit Frühjahr auf dem Markt. Kein Ebook in Sicht, obwohl der Vorband als Ebook erhältlich ist. Was ist denn da los bei Heyne?

Gleiches könnte ich aber auch Bastei Lübbe fragen. Während Eschbachs “Der Herr aller Dinge” parallel zum Hardcover als auch (5 Euro günstigeres!) Ebook auf den Markt kam, ist von einer Ebook Variante des neuen Tom Cain Thrillers “Collateral” nichts in Sicht.

Das ist nicht schön.

Tut bitte was! Füttert mir die Lesegeräte und belegt nicht meine überfüllten Regale!

Dankeschön.

Aufruf: Zeichner/Illustrator gesucht!

19. Oktober 2011 2 Kommentare

Es geht auf Weihnachten zu. Eigentlich sollte bis dahin mein Kindle-Ebook-Experiment »Das Vigilante Prinzip« als Download erhältlich sein.

Zwar ist die Korrektur noch nicht abgeschlossen, aber ich bin guter Dinge, dass es noch klappen wird.

Doch was noch fehlt, ist ein schmissiges, aussagekräftiges Cover. Ich bin mehrere Möglichkeiten durchgegangen und die wünschenswerteste wäre, wenn ein Künstler die Sache in die Hand nimmt.

Falls sich jemand von euch berufen fühlt, ein Bild zu zeichnen, zu malen, ganz gleich ob mit Tusche oder auf dem Grafiktablett, ob es in DAZ Fotostudio oder Bryce gerendert wird oder traditionell auf Leinwand in Öl gepinselt wird, dann meldet euch einfach über das Kontaktformular dieser Website.

Gesucht wird ein Bild für einen Actionthriller. Wie und was darauf zu sehen sein wird, lässt sich nach euren Neigungen abstimmen (manchen liegen Personen, andere zeichnen lieber Objekte).

Ein Honorar kann ich vorerst nicht zahlen. Euer Name wird selbstverständlich im Impressum des Buches erwähnt.

Sollte der Roman wider Erwarten zu einem Bestseller avancieren, wird natürlich ein Honorar nachträglich verhandelt.

Kategorien:Romane

Von meinem Schreibtisch: »Überrannt« gefällt bisher

Zumindest meiner Testleserin und ersten Korrekteuse Sandra.

Sie hat das zweifelhafte Vergnügen meine schriftlich-geistigen Ergüsse Häppchenweise zu lesen und zu korrigieren. Das ist natürlich nicht die ideale Lösung, da sie oft Textpassagen bekommt, die mitten in der Szene aufhören oder selbst wenn sie an einem Absatz oder Kapitel enden, dazu neigen, in einen bösen Cliffhanger überzugehen.

Das ist gemein. Ich weiß. Und gerade deswegen danke ich Sandra so sehr, dass sie diese Tortur auf sich nimmt. Statt mich für meine Gemeinheit zu bestrafen, belohnt sie mich sogar noch, indem sie MEHR fordert.

Bisher fielen als Lob Worte wie “Der Hammer”, “Cooool”, “echt spannend”, “Hab Ariane gerade ins Herz geschlossen.”

Meine Güte, was will ich da noch mehr?

Und ihr bekommt auch etwas. Nämlich einen kleinen Arbeitsabschnitt, noch unkorrigiert. Viel Spaß!

 Das Öffnen der Fahrertür ließ Ariane zusammenzucken. Ella machte Anstalten auszusteigen.

„Wohin …?“

„Der Skipper kommt zurück.“

Ariane sah den Mann in seinem Ölmantel den Anlegesteg herauf humpeln. Er zog das linke Bein nach. Hinter ihm schüttelte ein Mann an der Anlegestelle den Kopf und scheuchte mit einer Handbewegung eine Frau ins Haus zurück.

Ella rief etwas auf Schwedisch.

Anscheinend war der alte Skipper auch ihr gegenüber nicht gesprächiger. Er antwortete in der Ariane gewohnten Weise.

„Hm.“

„Was hat er gesagt?“ Ariane biss sich auf die Zunge. Wie doof von mir.

Ella sah sie an, als zweifele sie an ihrem Verstand. Sie wiederholte die Frage, diesmal auf Englisch.

„Gibt es Probleme?“

Der alte Mann erreichte den Bootsrand und deutete mit dem Daumen nach hinten. „Sie wollen uns nicht. Die Anlegestelle wäre wegen der Epidemiewarnung in Luleå gesperrt und müsse für Rettungskräfte freigehalten werden. Wir fahren weiter nach Norden. In Råneå gibt es noch eine Möglichkeit, anzulegen. Von dort gelangt ihr genauso auf die Autobahn.“

Ella runzelte fragend die Stirn.

„Tornio“, sagte Ariane. „Er meinte, es wäre das Beste, wenn wir von dort aus nach Helsinki fliegen.“

„Hm.“

„Hm?“, hakte Ariane nach, schaffte es aber nicht, seinen brummenden Tonfall zu imitieren.

„So habe ich das nicht gesagt.“

„Egal ich …“

Ella schrie auf und deutete den Steg entlang. Am Ufer stürzte jemand mitsamt seinem Fahrrad um. Ein Scheppern war zu hören, als ein kleiner Fiat in ein Haus neben dem Anlegesteg krachte. Weiter hinten in der Bucht sah Ariane zwei Menschen, die eben noch am Strandufer mit einem Hund Spazieren gingen, einfach umkippen. Der Hund rannte, blieb plötzlich stehen, schnüffelte und fiel seitwärts zu Boden. Er rührte sich genauso wenig, wie die Menschen.

Ariane spürte, wie ihr das Blut in den Adern zu gefrieren schien. Entsetzt sah sie mit an, wie der Mann am Anlegesteg zusammenbrach. Aus dem Haus war ein Klappern und Poltern zu hören.

„Mein Gott, es ist hier!“, rief Ella.

Der Skipper hob die Brauen und legte den Kopf schief. „Hm?“

Eine Sekunde darauf schlug er hart auf dem Deck seiner Fähre auf.

Tot.

Ariane wusste, was als nächstes kam. Nur noch sie und Ella waren übrig. Mit einer Mischung aus Panik, Angst und der stillen Gewissheit, dass alles in den nächsten Augenblicken zu Ende sein würde, ergab sie sich ihrem Schicksal.

Ellas Kopf fuhr herum. Mit weit aufgerissenen Augen starrte sie Ariane an. „Was war das?“

Was war das, dachte Ariane.

Ella fiel. Wie in Zeitlupe.

Ihre Knie knickten weg. Sie sackte in sich zusammen, prallte auf die Planken neben dem Volvo. Sie war nicht sofort tot wie die anderen. Ihr Körper wand und verkrampfte sich in rasanten Zuckungen.

Dann nahm Ariane etwas am Rande ihres Bewusstseins wahr. Einen Reflex. Sie konnte ihn nicht genau zuordnen. War es ein Funke? Ein Geräusch? Ein Gefühl?

Was war das?, fragte sie sich und erinnerte sich an Ellas Worte und dem schlichten „Hm?“ des Skippers, ehe er zusammenklappte und starb.

Ein Schwindelgefühl kam über sie. Sie sah doppelt. Wankte. Streckte eine Hand aus und hielt sich an der Dachkante des Volvos fest.

Komm schon, bring es zu Ende.

Ein schwarzes Tuch wurde über Ariane geworfen. Die plötzliche Dunkelheit wirkte beklemmend und riss die Journalistin in einen tiefen Schlund. Sie merkte nicht, wie sie fiel.

Und fiel.

Tiefer.

Der Sturz dauerte scheinbar endlos. War haltlos. Schnürte ihr die Kehle zu. Ihr gellender Schrei klang wie ein Tosen in ihren Ohren. Die Lungen brannten. Ihre Zunge wurde trocken. Die Augen tränten.

Dann war da nichts mehr.

 

*

 

Sie hatte diesen Song im Ohr. Eine engelsgleiche Stimme, die zu Gitarrenklängen sang. Ein Ohrwurm. Sie konnte sich noch gut an das Konzert der Band erinnern, die ihre eigene Interpretation von Mocheebas Enjoy the ride zum Besten gab.

Colours and dreams, dachte sie und lächelte.

Wenn sie gekonnt hätte, hätte sie zum Takt der Musik, die in ihren Gedanken so lebendig spielte, als würden Sängerin und Gitarrist direkt neben ihr stehen, mitgewippt.

 

With the moonlight to guide you

Feel the joy to be alive

The day that you stop running

Is the day that you arrive

 

And the night that you got locked in

Was the time to decide

Stop chasing shadows

Just enjoy the ride

 

Ariane Hellenberg konnte nicht wippen. Soweit es sie betraf, war sie gerade gestorben. Noch während sie darüber nachdachte, welchen Zeitraum das Wort gerade umfasste, sinnierte sie darüber nach, ob sich der Tod richtig anfühlte. Es war finster. Kalt. Sie hatte Schmerzen.

Du bist tot.

Stop chasing shadows.

Aber sie dachte. Sie atmete. Wenn das der Tod war, schien er nichts zu gleichen, wovon man unter den Lebenden berichtete. Keine Höllenhitze. Kein lichtes Paradies. Keine ewige Dunkelheit.

Ein Husten riss sie aus den Überlegungen. Es war ihr eigenes. Sie schmeckte Erbrochenes, gemischt mit Blut. Ariane wurde übel. Gedanklich schüttelte sie den Kopf.

Das war nicht der Tod.

Das war das beschissenste Leben, das sie sich vorstellen konnte.

Sie schlug die Lider auf und wünschte sich sofort, sie hätte es nicht getan. Der eiskalte Blick des Skippers starrte sie direkt an. Seine Zunge hing aus den Mundwinkeln. Die Pupillen waren trüb. Etwas seitwärts von ihm, direkt neben dem Wagen auf der Fährladefläche lag Ella. Sie zuckte noch immer in Krämpfen. Ihr Körper bebte, bockte auf, schlug wieder auf den Boden. Der Kopf wand sich hin und her. Aus dem Mund spritzte unkontrolliert Speichel, und die weißblonden Haare waren klatschnass.

Ariane hob leicht den Kopf. Ihre Wange löste sich aus einer Pfütze Erbrochenem. Angewidert strich sie sich über die Haut und das Haar und stellte fest, dass es völlig verklebt war. Sie würgte. Spätestens jetzt akzeptierte sie, dass sie noch lebte.

Sie und Ella. Als Einzige. Ariane blickte zum Ufer hinüber. Sundom war tot. Die gesamte Gemeinde war innerhalb weniger Sekunden gestorben. Aber was bedeutete es, dass sie überlebt hatte? War sie immun gegen das Virus? War es überhaupt ein Virus?

 

Kategorien:Romane

Namco bekommt einen Daumen noch: Ace Combat Assault Horizon rockt

Während ich noch auf Battlefield 3 warte, erschien dieser Tage das neueste Spiel aus der Ace Combat Reihe (ich weiß gar nicht, welche Nummer das jetzt ist. Nummer 7?) – Namco hat wohl auch aufgehört zu zählen.

Unter dem Titel Ace Combart: Assault Horizon geht die japanische Softwareschmiede alte und neue Wege.

Nicht ganz neu ist es, die Mission durch eine epische Spielfilmhandlung zu untermalen, die jedoch nicht in Asien spielt, sondern in westlichen Gefilden. Während im Vorgänger Ace Combat: Fires of Liberation noch das fiktive Land Emmerian (in Anlehnung an Amerika) von den bösen Staat Estavekia (unverkennbar Russland) angegriffen wird, verlagert sich der Schauplatz nun auf den afrikanischen Kontinent. Amerikanische, russische und britische Einheiten befinden sich in einer Fehde mit rebellischen Streitkräften.

Neu ist hierbei, dass auch in der deutschen Spielversion die Sprachausgabe komplett und professionell synchronisiert wurde. Die Darstellung der Zwischensequenzen ist CGI-Filmreif.

Aber auch im Spiel selbst gibt es viele Neuerungen. Wo man bisher nur in Jets und Bomber steigen konnte, eröffnet sich in Assault Horizon ein völlig neues Spielfeld. Neben Missionen in Jagd-, Multizweckkampfflugzeugen und Bombern, gibt es jetzt Level in denen man als Bordschütze in einem Black Hawk sitzt, als Pilot einen Apache Longbow Kampfhelikopter kommandiert oder als Richtschütze an Bord einer fliegenden Festung Ziele auf dem Boden eliminiert.

Während bei den Jeteinsätzen die grafische Leistung zwar besser als beim Vorgänger, jedoch auf Details am Boden ebenso verzichtet wurde (Wolkenkratzer und Brücken und größere Gebäude sind detailgetreu in 3D gebaut,  kleinere Gebäude, Waldgebiete, Straßen sind einfach nur platte 2D Darstellungen) hat man sich beim Helikoptereinsatz für eine komplette, detailgetreue Darstellung entschieden, die manch Egoshooter das Wasser reichen kann. Da rockt es schon mit dem Apache über eine nordafrikanische Stadt zu heizen und sowohl die Bordkanone  als auch die Hellfire-Raketen sprechen zu lassen, während man gegnerischen Bazooka- und Panzerangriffen mit gekonnten Manövern ausweicht, nur um anschließend Rebellen-pick-ups aus den Straßenschluchten zu radieren.

Die Missionen sind wie gewohnt lang und man freut sich bei den schwierigen Einsätzen, einen Checkpoint erreicht zu haben, von dem aus man weiter spielen kann, sollte der Heli oder das Flugzeug einmal abgeschossen worden sein.

Die Limited Edition ist derzeit bei Amazon zum erschwinglichen Preis im Angebot und sogar wesentlich günstiger als die Standard Edition. Sie beinhaltet ein zusätzliches Flugzeug, einen Notizblock (getrost Dinge auf die man verzichten kann) aber als echtes Highlight den kompletten Soundtrack des Spiels.

Und der rockt wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Instrumentale Orchestereinlagen, gemischt mit exotischen Klängen des afrikanischen Kontinents und harten E-Gitarren katapultieren den Zuhörer wie im Schleudersitz aus dem Cockpit.

Das heroische Main Theme des Vorgängers wird dabei an einigen Stellen mit verarbeitet. Grandios. Geht unter die Haut.

Kategorien:Spiele
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