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Live Update: Dies und jenes
Mal ein bisschen kreuz und quer:
Gestern kam ich nach einer zweitägigen Tagungs aus dem schönen Rheinstädtchen Eltville spätabends nach Hause und musste feststellen, dass irgendwelche Idioten mein Namensschild vom Briefkasten geknibbelt haben. Da sich in den zwei Tagen auch keine Post angesammelt hat, gehe ich davon aus, der Zusteller hat alles wieder mitgenommen. Super.
Heute erhielt ich “Punktepost” von Payback mit meinem Punktestand vom 08.04.2013. Hallo? Spart euch doch die Schneckenpost, ich sehe meinen aktuellen Punktestand online und nicht mit 1 1/2 Monaten Verspätung.
Dieses Jahr sieht es wirklich sehr mau aus mit meinem Lesestand. Ich habe bis dato ein Buch gelesen und vom zweiten noch knapp 100 Seiten übrig. Und das im Mai. Ich verzichte aus Zeitgründen auf weitere Buchbesprechungen und liste unter der Rubrik “Mein Nachttisch” demnächst nur noch die Bücher auf, die ich lese. Sinnvoller wäre es sicherlich eine Rubrik “Mein Nachtisch” einzuführen. Die wäre fülliger
Insgesamt könnte es besser mit der Schreibereit laufen. Mein Hauptberuf lässt momentan nicht viel mehr zu und durch längere Pausen beginne ich Dinge durcheinander zu werfen und mich zu verzetteln. Da muss im dritten Eileen-Hannigan-Roman von meiner Seite aus noch dringend nachgebessert werden, ehe ich den ins Lektorat geben kann.
Und sonst: Der neue Google Play Store ist noch immer nicht auf meinem Nexus 4 angekommen. Das MBP 13,3″ Retina ist zum Verlieben schön und gut. Vampire Diaries 1. Staffel fast zu Ende gesehen, besser als erwartet und vor allen Dingen wesentlich besser als der Stephanie Meyer Schwachsinn. Iron Man 3 hätte besser sein können und kommt mir nur 7/10 Punkten bei mir weg. Dafür haut G.I. Joe 2 mit 10/10 Punkten rein (11/10 Punkten habe ich dem ersten Film gegeben; das reichte beim zweiten nicht ganz, denn hier fehlt eindeutig das Paris-Szenario).
Soweit von hier. Zurück ins Studio.
Gelesen: Kill Zone
Ich muss gestehen, dass mich der Titel des Action-Thrillers zuerst daran gehindert hat, das Buch zu lesen, da ich auf den Gedanken kam, es handele sich dabei um ein Tie-in zu dem Playstation 3-Spiel Killzone. Aber ich wurde schnell eines Besseren belehrt.
Worum geht’s?
Kyle Swanson ist Scharfschütze bei den Marines und übernimmt hin und wieder Tötungsaufträge der CIA. Nachdem sein letzter Auftrag für einigen Wirbel im Pentagon gesorgt hat, heuert die CIA ihn für eine äußerst delikate Black-OPS an: Er soll ein Rettungsteam, dass den Marine-General Middleton aus syrischer Gefangenschaft befreien soll, begleiten. Sollte es den Marines nicht möglich sein, Middelton zu befreien, hat Swanson den Befehl, den General zu töten. Man glaubt, dass er damit kein Problem haben wird, denn Middleton und Swanson sind alte Bekannte aus früheren Marine-Tagen. Middleton hat Swanson für dienstuntauglich erklärt und eine Zeitlang aufs Abstellgleis gelegt.
Der General wird eigentlich in Washington erwartet, um vor dem Kongress seine Aussage zur Privatisierung der Armee zu machen. Doch eben jene Befürworter einer Privatarmee haben hier ihre Finger im Spiel.
Die Rettungsmission entpuppt sich rasch als Hinterhalt einer Terrororganisation. Beide Hubschrauber stürzen in der Landezone ab. Nur Swanson überlebt. Doch statt seinen Auftrag auszuführen, den General zu töten, beginnt er einen Plan auszuarbeiten, ihn zu retten.
Wie ist es geschrieben?
Am Anfang holpert es etwas, pendelt sich jedoch rasch ein, sowohl inhaltlich als auch stilistisch. Bahnbrechende Formulierungen sollte man nicht erwarten, sondern einfach nur rasante und spannende Unterhaltung.
Will ich mehr?
Auch wenn Jack Coughlin und Donald A Davis nicht unbedingt mit meinen derzeitgen Favoriten Tom Cain und Tom Wood mithalten können, ist den beiden dennoch ein ordentlicher Military-Thriller gelungen, der durchaus Lust auf mehr macht. Der Folgeroman “Dead Shot” steht bereits auf meiner Wunschliste.
Kobo Glo Sleep Cover vs. Amazon Kindle Paperwhite Hülle
Man braucht sie ja doch, die Schutzhülle für den E-Ink-Reader. Allein, wenn man mit dem Gerät unterwegs ist.
Offen gestanden sieht meine Hülle für den Kindle 4 auch entsprechend aus. Das Gerät liegt in meinem Business-Rucksack, wird hin und her geschüttelt und geschrappt und bekommt so einiges mit. Dementsprechend beginnen sich langsam auch die Nähe an der Lederhülle zu lösen und im Kunststoff ist eine kleine Macke zu sehen. Dafür ist der Kindle selbst frei von Gebrauchsspuren, das lob ich mir.
Originalzubehör ist oft überteuert, aber im Idealfall auch das einzig Wahre, das ich meinem Gerät zumute. In vielen Fällen bieten Drittanbieter Hüllen mit Gummibandüberzeug oder Einfassrahmen an. Beides nicht mein Fall. Ich hätte da gerne etwas Passgenaues, eben wie Amazon es für den Kindle und Kobo für den Glo anbietet.
Die Lederhülle für den Paperwhite passt nun auch wie angegossen und ist umschlagbar, fasst das Gerät schön ein, schützte das Display und hat als Clou einen Magneten eingebaut. Statt den Kindle Paperwhite umständlich einschalten zu müssen, reicht es, den Coverdeckel zu öffnen. Der PW springt sofort an und ist startklar. Für 34,99 Euro sicherlich kein Schnapp, aber nützlich.
Heute kam die bisher kaum zu kriegende Hülle für den Kobo Glo an. Originalzubehör, ein sogenanntes Sleep Cover, ihr ahnt schon, auch hier mit Magnetverschluss, der dafür sorgt, dass das Gerät anspringt, sobald man den Deckel öffnet. Der Preis liegt hier bei 40 Euro, ich habe ein letztes Exemplar bei Avides via Amazon ergattert.
Nun kommt’s: Das Material ist kein Leder, nicht mal Kunstleder, sondern irgend ein superglatter Plastikoberflächenrotz, der kaum Grip bietet. Zugehalten wird das Cover nicht über den Magneten, sondern mit einem Gummiband, das man über die Hülle zieht (siehe Original-Amazon-Hülle für den Kindle Keyboard). Die Plastikhalterungen fassen den Glo innen zwar korrekt ein, aber die Hülle an sich ist einen Titsch zu groß geraden. Das Umschlagen des Deckels auf den Rücken der Hülle ist zwar möglich, hinterlässt jedoch beim Buchrücken eine Luftwölbung, sodass das Gerät beim Legen auf eine flache Oberfläche leicht zur Seite gekippt liegt. Die Handlichkeit bleibt dabei auf der Strecke.
Dabei wird auch schnell klar, warum man den Gummizug benötigt. Einmal komplett umgeschlagen ist der Deckel bereits dermaßen ausgeleiert, dass er nur mit einem Magneten gehalten gar nicht mehr schließen will, sondern widerspenstig wieder in eine aufgeklappte Stellung schnellt. Ohne das Gummiband ist kein Schließen mehr möglich.
Zwar funktioniert das Aufwecken des Gerätes aus dem Ruhemodus, doch seltsamerweise jucken die Energieeinstellungen das Sleep Cover nicht. Ich habe 10 Minuten eingestellt, ehe der Glo sich in den Ruhemodus begeben soll. Das tut er auch, wenn ich das Gerät manuell einschalte. Wird es über das Sleep Cover geweckt, verfällt es bereits nach 1 Minute schon wieder in den Schnarchzustand.
Holy shit! So gut der E-Reader an sich ist und so gut er in der Beleuchtung den Kindle Paperwhite aussticht, umso erbärmlicher ist hier das Originalzubehör geraten. Sorry, Kobo, aber daran müsst ihr noch arbeiten.
Endlich komplett als Ebook: Honor Harrington
Seit einigen Monaten klicke ich mich immer wieder durch meinen Wunschzettel “Kindle Ebooks” um zu schauen, ob die fehlenden Honor Harrington Romane nun als Ebooks erhältlich sind. Gerade bei den Bänden 1 – 10 klafften mitten drin noch einige Lücken.
Zuletzt war es nur noch Band 2, der ausschließlich als Taschenbuch lieferbar war. Meine heutige Klickerei veranlasste mich aber zu einem tiefen Seufzer: Honor Harrington ist nun von Buch 1 bis Buch 27 komplett als Kindle Ebooks lieferbar.
Das wird auch Zeit!
Hands on des Kobo Glo – E-Ink mit Touchscreen und Lichtgitter
Am 22. November erscheint in Deutschland der neue E-Reader von Amazon, der Kindle Paperwhite.
Statt revolutionärer E-Ink-Technologie wird ein papierweißes Blatt jedoch nicht durch ein neuartiges Display erreicht, sondern schlicht und einfach, doch eine Beleuchtungsvariante. Das gleiche Prinzip verwendet das Konkurrenzprodukt aus Kanada, der Kobo Glo.
Die Spezifikationen des Kobo Glo und des Kindle Paperwhite sind vergleichbar. Beides 6″ Geräte mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln. Die Auflösung, das nehme ich gleich vorweg, ist aber kein Kauf- oder Umstiegsgrund, wenn man bereits ein E-Ink Gerät mit Pearl-Display und 800 x 600 sein eigen nennt, denn sie macht sich im Schriftbild so gut wie nicht bemerkbar. Einzig Schwarzweiß-Zeichnungen oder Coverbilder sind schärfer und feiner abgebildet, als auf den Geräten mit niedriger Auflösung.
Für den Kobo Glo kann man ein Kobo-Konto einrichten, um direkt im Kobo Shop Bücher zu kaufen. Muss man aber nicht. Ich verwende das Gerät, da ich noch über 20 ungelesene Epub-Bücher habe. Durch den Kindle mit 6″ Display verwöhnt, ist es eine Qual die Epubs auf meinem alten 5″ Sony Reader zu lesen. Da macht ein 6″ Display einfach viel mehr Spaß. Die Anschaffung des Glo ist günstiger, als die Bücher noch einmal für den Amazon Kindle nachzukaufen. Wer keine Bücher über Kobo kaufen will, kann dies bei dem Epub-Händler seines Vertrauens (Libri, BOL, Thalia, Beam Books etc) tun und die Bücher per Adobe Digital Editions auf den Glo übertragen.
Kommen wir zum Gerät selbst. Wie schon der Kobo Touch verwendet auch der Glo ein Touchdisplay, das ähnlich wie das des Sony Readers reagiert. Verwendet wird hier die Infrarotgittertechnologie (im Gegensatz zum Kindle PW; hier setzt Amazon auf ein kapazitives Display). Da Kobo keine Glasschicht über dem Display nutzt (bei Infrarot nicht notwendig) fühlt sich die Oberfläche des Displays nicht glasglatt sondern leicht angeraut an. Der Touchscreen reagiert flott und zügig.
Mit komplett abgeschaltetem Licht liest es sich auf dem Glo wie auf einem herkömmlichen Kindle. Es stehen 11 Schriftarten zur Verfügung, deren Buchstaben- und Zeilenabstandgröße stufenlos zoombar ist. Ebenso lassen sich die Ränder des Displays justieren, ein Block- oder Flattersatz erzwingen, je nachdem wie man es gerne hat. Analog zum Kindle kann man Sammlungen auf dem Gerät anlegen. Hier werden sie Regale genannt. Für mich immer ganz praktisch, da ich gerne Bücher in die Kategorien “Ungelesen”, “Nachttisch” und “Gelesen” verschiebe.
Der Kobo-Shop ist direkt im Gerät integriert und bei eingeschaltetem WLAN anwählbar.
Kommen wir nun zum Glo(w)-Effekt. Wie beim Amazon-Pendant Paperwhite verwendet auch der Glo eine Lichtgittertechnologie, bei der durch LEDs emittiertes Licht gleichmäßig über das Display verteilt wird und so einen Effekt hervorruft, der an Tageslicht erinnern soll. Soll, wohlgemerkt, denn dass hier Leuchten im Spiel sind merkt man sehr wohl. Im Gegensatz zu einer externen Leselampe reagieren die Augen auch ganz anders auf das Lichtnetz. Es ist zunächst ungewohnt auf das Lichtdisplay zu sehen. Auch wenn das Licht nicht aus dem Hintergrund des Bildschirms (wie beim LCD) kommt, sondern sich von außen darüber legt, hat man das Gefühl, der Bildschirm leuchtet den Betrachter an.
Ob dieser Effekt die Augen ebenso ermüdet wie ein LCD, wird der Praxistest zeigen.
Sehr nervig beim Kobo Glo ist die Lichtsteuerung. Im Gegensatz zum Paperwhite lässt sich mittels Hardbutton das Licht komplett abschalten. Pluspunkt für den Glo. Aber: Bei aktiviertem Licht wird permanent ein schwarzer Balken im unteren Bildschirmrand eingeblendet, über den man die Lichtsteuerung aufrufen kann. Der Balken kaschiert wohl die Lichthöfe, die beim Paperwhite bemängelt wurden, aber beim Lesen stört mich dieser Balken mit dem Glühlampensymbol. Wie alle übrigen Steuerelemente hätte man ihn einfach ausblenden und bei Bedarf einblenden lassen können.
Der Glo liegt als Gleichgewicht gut in der Hand. Rückseite und Seitenränder fühlen sich leicht gummiert an, sind allerdings zumindest in schwarzer Farbe hochgradig fingerfettempfindlich. Möglicherweise verschafft ein Gerät in Weiß hier Abhilfe, aber Achtung, nur die Rückseite des Gerätes ist dann weiß. Die Front ist weiterhin in schwarzem Rahmen gehalten.
Der Kobo Glo wartet mit einigen Einstellmöglichkeiten auf, die über das simple Aktiveren oder Deaktivieren von WLAN oder Licht hinausgehen. So lässt sich bestimmen, wann das Licht bei Inaktivität ausgehen soll, wann sich das Gerät in den Ruhemodus (Standby) legen oder komplett herunterfahren soll. Auch lässt sich das aktuelle Buchcover (so fern der Verlag es für nötig hält, das Cover mit ins Ebook einzubinden) als “Bildschirmschoner” aktivieren, sodass bei ausgeschaltetem Gerät oder im Standby statt eines leeren Schirms das Cover auf dem Display abgebildet wird.
Kobo bietet wie Amazon als Zubehör ein Sleepcover ein. Auch diese Einstellung lässt sich einrichten. Verwendet man das Sleepcover wacht der Glo bei öffnen des Coverdeckels automatisch aus dem Standby auf und versetzt sich in den Standby sobald man den Deckel schließt. Analog zu den Magnetcovern, die man bereits von Tablets wie iPad, Nexus 7 und Kindle Fire kennt.
Kaufempfehlung für den Glo? Wer oft im Dämmerlicht oder im Bett liest und durch eine externe Beleuchtung niemanden stören will, der mag die integrierte Beleuchtung zu schätzen wissen. Wer darauf verzichten kann, ist aber auch mit dem günstigeren Kobo Touch (99 Euro) gut bedient. Wer sich lieber Sony anvertraut, kann auch hier zugreifen, denn Ebooks.de (vormals Libri.de) bietet den brandneuen Sony PRS T2 für den gleichen Preis wie den Kobo Touch an. Der Sony Reader verfügt zusätzlich über Blätterhardwaretasten, allerdings hat Sony seit den letzten drei E-Reader-Generationen nicht begriffen, an welcher Stelle des Gerätes Blättertasten untergebracht sein müssen. Statt seitlich am Rand befinden sie sich im unteren Gerätebereich auf der Front, sodass einhändiges Lesen unmöglich wird.
Wer komplett auf Epub verzichtet und sich lieber Amazon anvertraut ist hier mit dem Kindle für 79 Euro bestens bedient. Die Displaytechnologie E-Ink hat sich nicht nennenswert verbessert (was auch für den Paperwhite) gilt und für 79 Euro ist der Kindle ein echter Schnapp (vor allem vor dem Hintergrund, dass vor zwei Jahren E-Ink Geräte von Sony noch 299 Euro gekostet haben!).
Fröhliches E-Reading
Rüge an den Bastei-Lübbe-Verlag
Wenn ein elektronisches Buch 7,49 Euro kostet (was immerhin DM 14,65 sind, falls das jemandem noch etwas sagt), dann sollte man auch eine gewisse Qualität erwarten.
Die Setzer von Bastei Lübbe scheinen das nicht unbedingt so zu sehen und betrachten Ebooks vielleicht nur als Restverwertung oder Ramsch, denn nur so lässt sich erklären, warum die Ebook-Version von KILL ZONE von Jack Coughlin dermaßen verhunzt wurde, dass ein Lesen nicht wirklich Spaß macht.
Das Buch kommt in viel zu kleiner Schrift daher, sodass man die Standardeinstellungen hochsetzen muss. Das ist aber für gewöhnlich schon wieder ein Tacken zu viel. Zu wenig Text auf der Seite, zu große Buchstaben. Erschwerend kommt hinzu, dass hier offenbar das übersetzte Manuskript, statt das redigierte Skript für den Upload ins Ebook-Format freigegeben wurde, denn der Text befindet sich im Flattersatz.
Und wie das aussieht, sehr ihr auf der Fotografie unten. Dafür 7,49 Euro. Für dieses lieblose Hingeschludere? In Schulnoten bewertet ist das eine glatte sechs.
Meine Beobachtung bezieht sich auf die Kindle-Version im AZW-Format. Ob sich die Epub-Version davon unterscheidet, vermag ich nicht zu sagen. Am Kindle selbst liegt es jedenfalls nicht, denn auch die Darstellung in Kinde Apps zeigt den gleichen Buchstabenmüll.
Gelesen: Victor
Tom Wood hat mit Codename Tesseract (engl. The Killer in Eigenveröffentlichung, später The Hunter in Verlagsveröffentlichung) ein hervorragendes Thrillerdebüt hingelegt.
Mit VICTOR (engl. Bad luck in Berlin) präsentiert Wood einen 84-seitigen Kurzroman,der zeitlich vor dem zweiten offiziellen Victor-Buch (Zero Option; engl. The Enemy) angesiedelt ist.
Was geht?
Victor, der notgedrungen für die CIA Auftragsmorde durchführen soll, wurde beauftragt den Rumänen Farkas auszuschalten. Als geeigneter Ort soll Berlin dienen. Da niemand weiß wie Farkas aussieht, noch wo er in der deutschen Hauptstadt absteigen wird, fliegt Victor einige Wochen vor der geplanten Ankunft Farkas’ nach Berlin, um dort dessen Handlanger Déak zu beschatten, der entsprechende Lokalitäten für seinen Boss in Augenschein nehmen soll.
Doch Déak wird von drei Deutschen verfolgt und dann ist da noch der mysteriöse Fremde, der in einer Kasinobar sitzt und den Victor eindeutig als Auftragsmörder identifiziert. Ist er auch hinter Déak her?
Wie ist es geschrieben?
Spannend, allerdings ohne die viele Action, die man aus dem Debütroman kennt. Wood hat hier eine klassische Novelle geschrieben, die sehr unterhaltsam ist und Lust auf den nächsten großen Roman macht.
Mehr?
Immer doch
VICTOR ist ausschließlich als Ebook erhältlich und erschien im Goldmann Verlag. Der 84-seitige Kurzroman kostet EUR 1,99.
Amazon: Erste Lieferengpässe beim Kindle Paperwhite
Wer mit dem Gedanken spielt, einen Kindle Paperwhite unter den Gabentisch zu legen, der sollte sich sputen!
Wegen der bisherigen hohen Nachfrage, gerät Amazon für die Vorbestellungen zum 22. November bereits jetzt in Liefernot. Für alle, die nun den Paperwhite bestellen, wird bereits der 10. Dezember als Versandtermin genannt.
Gelesen: Collateral – Sam Carver wieder im Spiel
Seit über einem Jahr stand der Thriller COLLATERAL (orig. Dictator) von Tom Cain als Taschenbuch in meinem Regal. Ich brachte es nicht über mich, ihn zu lesen, weil ich … gar nicht mehr weiß, wann ich tatsächlich das letzte Mal ein gedrucktes Buch gelesen habe. Die Annehmlichkeiten des E-Readings haben mich komplett überzeugt und momentan lese ich nur, was ich auch als Ebook bekommen kann.
Dann brachte Bastei ein halbes Jahr nach der VÖ des TBs die Ebook-Version heraus. Toll. Ich war echt sauer. Warum machen die das nicht zeitgleich?
Nach dem zweifelhaften Konsum des letzten Alex Berenson stand eigentlich ein McCoughlin auf der Leseliste, doch dann dachte ich an die guten alten Zeiten mit Tom Cains Samuel Carver zurück, dem Auftragskiller, der Lady Dis Leben auf dem Gewissen hatte … nun, einen Versuch war es wert, auch wenn die beiden Nachfolgebücher nicht an den ersten heranreichten. Doch als Buch lesen? Mit beiden Händen halten? Verknicktes im Rucksack? Im Bett nicht die richtige Liegeposition zum Halten des Buches finden?
So verrückt es sich anhört, ich kaufte Collateral vor zwei Wochen noch einmal als Ebook nach. Und begann sofort mit dem Lesen.
Was geht?
Im vierten Roman führt es Samuel Carver zunächst nach Mosambik, wo er die Tochter Zalika Stratten aus den Händen eines malembischen Entführers befreien soll. Die Aktion gelingt, der Entführer bleibt jedoch ungewollt am Leben. 10 Jahre nach dem Einsatz erinnert sich Zalikas Onkel Wendell Klerk der Dienste Carvers und bittet ihn erneut um Hilfe. Seine Nichte hat einen Plan ersonnen, den Tyrannen Malembas zu beseitigen, um in einem sanften Staatsstreich die Regierungsgeschicke in die Hände des Demokraten Patrick Tshongas zu legen.
Zunächst lehnt Carver den Auftrag ab. Was hat er mit einem Putsch zu tun. Als ihn aus Malemba jedoch die Nachricht erreicht, dass ein Freund und dessen Kinder inhaftiert worden seien, nimmt Carver an und das Schicksal seinen Lauf. Die anfangs gut geplante Operation endet jäh in einem Fiasko, denn der frühere Entführer Zalikas ist jeder Aktion um mindestens einen Schritt voraus.
Und der Stil?
Wie immer bei Tom Cain flüssig und unterhaltsam. Übersetzungspatzer von Angela Koonen sind mir nur wenige aufgefallen. Bitte, Frau Koonen, auch Sie und alle anderen Mitarbeiter bei Bastei Lübbe müssen wissen, dass es das Wort “schliddern” in der deutschen Sprache nicht gibt, auch wenn das Internet etwas anderes behauptet. Sobald der Duden es aufgenommen hat, dürfen sie es verwenden, aber lassen Sie es doch bis dahin bei einem “schlittern”, das klingt weniger umgangssprachlich und fachlich korrekt. Über die in meinen Augen schmerzenden, physikalisch-mathermatisch völlig unsinnigen “Stundenkilometer” muss ich schon wohlwollend hinwegsehen, denn die sind mittlerweile im Duden fest verankert, auch wenn sich mir dabei nicht nur die Zehnägel hochrollen.
Mehr von Carver?
Klar, immer her damit. Im März kommt das 5. Abenteuer in der deutschen Übersetzung heraus. Diesmal ist das Ebook gleich mit angekündigt (na bitte, geht doch!).
Überraschung vor Weihnachten: Amazon bringt den Kindle Paperwhite nach Deutschland
Da brat mir doch einer einen Storch. Experten haben gedacht, dass Amazon nach der ausbleibenden Ankündigung nach dem Event in Kalifornien erstmal mit dem Kindle Paperwhite für Deutschland auf sich warten lässt. Grobe Schätzung war ein halbes Jahr nach U.S. Start.
Doch was sehen meine entzündeten Augen heute auf der Amazon Homepage? Die Ankündigung und Vorbestellmöglichkeit des Kindle Paperwhite.
Erscheinungstermin für Deutschland ist der 22. November 2012. Preislich liegt der neueste Wurf aus Seattle bei erwarteten 129 Euro und zieht damit gleichauf mit der Konkurrenz aus Kanada, dem Kobo Glo, der Mitte Oktober in Deutschland verfügbar sein wird.
Alternativ gibt es noch die 3G Version des Paperwhite für 189 Euro.






