Für mich entdeckt: Spotify

16. April 2012 1 Kommentar

Es ist nicht so, dass ich alles mitmachen muss, was neu ist, auch wenn es oft den Anschein hat. Ich schaue mir die Sachen an, prüfe, betrachte sie kritisch, lasse sie manchmal links liegen und komme dann irgendwann doch auf den Trichter etwas zu benutzen. Wenn ich das also hier kundtue, haben Produkte gleich welcher Art bereits einen langen Abwägeweg der Pro und Cons und Brauchichdasüberhaupt hinter sich.

So geschehen bei Evernote und Dropbox. Beide Programme liefen zunächst in der Free-Version bei mir und ich nutzte sie nur sporadisch. Bis ich immer mehr Dinge fand, die ich verwalten konnte. Heute bin ich Evernote Premium Nutzer und habe 50 GB Cloudspace bei Dropbox gebucht, von denen ich immerhin schon 15 GB permanent nutze.

Genauso ging es mir mit Spotify. Als die Meldung durchs Netz geisterte, dass der schwedische Dienst nun auch seine Pforten in Deutschland öffnete, las ich das nur mit halbem Interesse. Musik hören. Na und? Als das Gerede über Spotify nicht nachließ, schaute ich mir die Webseite an und dachte darüber nach, was für Vorteile mir dieser Dienst bringen könnte. Nun muss ich erwähnen, dass ich schon seit mindestens 2005 keine CD mehr gekauft habe und Alben oder Singles ausschließlich im mp3-Format (bzw. MPEG) bei Apple iTunes und heute bei Amazon kaufe.

Auf Booklets lege ich keinen Wert. Mangels Pinch-to-zoom kann ich die kleingedruckte, farbige Schrift darin auch nicht lesen (man wird halt älter). Jewel Cases gehen bei mir ständig kaputt, CDs verstapel oder verlege ich und verliere sie aus den Augen und aus dem Sinn. Und wenn man sich dann erinnert, dass man mal eine CD XY besaß, dann findet man sie nicht wieder. Ich habe lieber meine komplette Musik an einem Ort, wo ich sie jederzeit abrufen kann, entweder nach Alben, einzelnen Stücken oder neu arrangiert zu einer Playlist.

Was kann mir also Spotify bieten. Die Lösung war greifbar nahe, als ich mir die Funktionen des Dienstes näher anschaute. Dass weder der kostenlose Zugang (beschränkt auf 10 Stunden Musik im Monat, inkl. Werbeunterbrechung und nur auf dem PC nutzbar) als auch der Ultimate Account (4,99 im Monat, grenzenlos Musik, aber auf den Desktop PC beschränkt) in Frage kamen, war mir klar. Mich interessierte hier eher der Premium-Zugang für 9,99 Euro im Monat. Für einen knappen 10er im Monat soviel Musik hören, wie nur geht. Kauft man im Monat 2 CDs hat man den Beitrag schon wieder raus. Und bei Spotify geht es nicht darum, nur zwei CDs im Monat zu kaufen, sondern man kann wahllos aus über 16 Mio. Songs wählen, jede Musikrichtung inklusive.

Der Clou noch dazu: Die Musik lässt sich in Playlists arrangieren, diese lassen sich offline nutzen (von Vorteil, wenn man unterwegs Musik hört) und die iTunes Musikbibliothek fügt sich nahtlos in die Spotify-Anwendung ein.

Das hat mich völlig überzeugt. Einzelne Musik käuflich zu erwerben gehört für mich daher der Vergangenheit an. Ich entrichte meine monatliche Gebühr und habe meine eigene Musikflat, wohlgemerkt wo immer ich mich auch aufhalte, denn mein Smartphone nutzt den Dienst ebenfalls und hat die komplette Bibliothek verfügbar, entweder als Online-Stream oder als vorher heruntergeladene Offline-Playlist.

Die mobile Musik wird mit 160 Kbit/sec gestreamt, völlig ausreichend fürs Hören über ein Autoradio oder über In-Ear-Kopfhörer. Die Desktop-Variante streamt mit 320 Kbit/sec, also in CD-Qualität, das ist mehr, als Apple und Amazon im Downloadbereich (= 256 kbit/sec) bieten!

Leider versagt die Android-App derzeit noch unter Ice Cream Sandwich. Unter Gingerbread läuft sie tadellos. Und wer keinen Windows-PC nutzt wird auch bei Linux und MacOS fündig.

Der Premium-Zugang lässt sich zwei Tage kostenlos testen, wenn man sich anschließend mit Zahlungsdaten anmeldet, kann man noch weitere 30 Tage kostenfrei Musik unter Premium-Bedingungen hören. Erst danach wird die Zahlung der 9,99 Euro fällig, falls nicht vorher gekündigt wird.

Einziger Pferdefuß in Deutschland ist, dass man über ein Facebook-Konto verfügen muss, um Spotify zu nutzen. Das war in anderen Ländern, in denen Spotify bisher lief, nicht der Fall. Facebook ist vor dem Deutschlandstart jedoch eine Partnerschaft mit Spotify eingegangen, sodass die Registrierung via FB nun unumgänglich ist. Wem das nichts ausmacht, der sollte einfach mal reinhören und zumindest die 48 Stunden Premium nutzen, die zu nichts verpflichten.

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Carrie Underwood für Eileen

Da stieß ich bei Spotify (dazu in einem anderen Artikel mehr) über die neue Single von Carrie Underwood mit dem Titel “Good Girl”.

Die gute Carrie bringt ja eher New Country Sachen heraus und ihr Debütalbum von 2005 “Some Hearts” war eher ein seichter Countrymix.

Good Girl geht dafür aber schon etwas rockiger ab, zwar sind Countryklänge noch bemerkbar und sicherlich wird man in Nashville dem Song nicht ganz abgeneigt sein, aber die rockigen Klänge scheinen auch meiner Eileen zu gefallen. Als Gwendolyn Stylez (die übrigens frappierende äußerliche Ähnlichkeit mit Carrie Underwood hat, obwohl diese nicht Pate für Gwen gestanden hat) den Song auflegte, war Eileen genauso begeistert wie ich und lässt die Scheibe momentan rauf und runter spielen, während sie in ihrem brandneuen Lamborghini mit offenem Dach über die Route 66 brettert.

Den Lamborghini wird sie rasch wieder loswerden müssen, denn für Eileen und Gwen gilt immer noch, nichts lange behalten, nie länger als zwei Tage an einem Ort aufhalten. Aber der Song von Carrie bleibt.

Hier für euch, Good Girl:

Kategorien:Musik, Romane

Ein kleines Ping

Grundgütiger, es ist ja schon der 13. April und es gab erst einen Eintrag im Blog. Entsetzt muss ich feststellen, dass der auch noch vom 01. April ist, aber seid versichert, das war kein Aprilscherz.

Da ich momentan viel um die Ohren habe, kommen einige Dinge zu kurz.

Bei DUST 4 bewege ich mich langsam auf die Fertigstellung des zweiten Drittels zu.

»Kalte Spuren« ist auch noch einmal ein Thema geworden, denn der gute Setzer macht auch noch ein Abschlusskorrektorat und hat noch einiger Fehler entdeckt, die ausgemerzt werden müssen. Ich muss das Ganze noch einmal zum Durchwinken oder Veto einlegen lesen. Da dieses Wochenende in München verplant ist, wird das erst ab Anfang nächster Woche etwas.

Alle Welt fiebert der Vorstellung des Samsung Galaxy S3 entgegen und setzt die Messlatte an Erwartungen dermaßen hoch, dass der eine oder andere sicherlich böse enttäuscht sein wird, falls Samsung nicht so schnurrt. Da HTC mit dem One X bereits vorgelegt hat, sollte man hier zumindest gleichziehen, also rechne ich mit einer Quadcore CPU, einer HD Auflösung, ein Super Amoled + Display und einer Bildschirmdiagonale von 4,7″. Was darunter liegt wäre beschämend und “outdated”.

Trotz des Fieberwahns jammern immer noch viele Leute über die Akkuzeiten ihrer Samsung-Geräte.

Heute mal wieder ein aktueller Vergleich von mir:

Gestartet um 7:00 Uhr mit:

Galaxy S2 – 100%

Galaxy Note – 50%

Das S2 befand sich schlummernd in meiner Jackentasche und wurde erst gegen 14:15 Uhr von mir geweckt. Da hatte es noch 97%. 4 Stunden Einsatz mit GPS, Dauerdisplay an und Offline-Kartennavigation. Am Ende des Tages noch bei 32%. Das Display im Dauereinsatz verschlingt hier natürlich einiges an Saft. Für längere Fahrten sollte man auf jeden Fall ein Ladekabel für das Autobordnetz dabei haben.

Das Note wurde 1/2 Stunde zum Musikhören benutzt (Autofahrt), 5 Bilder geknipst, WLAN an, Bilder zum Dropboxserver hochgeladen.

Ab 14:15 Uhr (bei 45%) Bluetooth aktiviert, Kopplung mit dem Autoradio, 2 Stunden Musik gehört, fünf Bilder geknipst, ein Telefonat geführt, weitere 2 Stunden Musik gehört (via Bluetooth-Kopplung mit dem Autoradio). Das Note liegt noch bei 27% Akkuleistung.

Wollte noch irgendwer meckern?

 

Im Kasten

Gestern habe ich mit meinem Sohn die letzten drei Aufnahmen für das geplante Videointerview mit Dirk van den Boom abgedreht.

Nach einem zweimal vergeigten Take, habe ich als Regisseur entschieden “das schneiden wir hinterher raus”, nachdem mich mein Knirps darauf aufmerksam machte, dass sich auch in anderen Videos Leute versprechen, ohne neu zu drehen oder zu schneiden. Mein Versprecher war allerdings ein Rennen gegen die Wand, denn ich hatte völlig den Faden verloren.

Bei der Nachbearbeitung der entsprechenden Szene kam aber die nächste Hürde. Die Videotakes sind mit meiner Digitalkamera in HD aufgenommen und werden von der Cam im MOV-Format gespeichert. Die Videobearbeitung lässt bei höchster Auflösung jedoch nur ein Speichern im WMV-Format zu und verkleinert automatisch das Bild vom Fullscreen herunter auf einen Halbscreen. Das bedeutet, ich muss auch die anderen Takes einmal durch die Bearbeitung laufen lassen.

In letzter Instanz ist das aber nicht schlimm, da Dirk das gleiche Bearbeitungsprogramm nutzt und auch seine Videoblogs nur im Halbscreen gezeigt werden. So haben wir letzten Endes keinen Formatwechsel zwischen Frage und Antwort, wie es im letzten Interview mit Wilfried A. Hary der Fall gewesen ist.

Das Interview wird zum Start von KALTE SPUREN Ende Mai online gehen. Ich halte euch informiert.

Revolution im Androidenland: Jetzt kann man arbeiten

Bobby Singer sagte in Supernatural “Die Informationen habe ich dank dieses Dings hier, ich wollte eigentlich einen PC.”

Worauf Sam Wincherster antwortet: “Das ist ein PC, ein Tablet-PC.”

Bobby wehrt ab “Arrg… ein PC hat Tasten!”

Nun, die hat ein Tablet-PC auch, wenn auch nur virtuell auf dem Bildschirm. Was bisher einer ordentlichen Produktivität von Android-Tablets im Wege stand, war eine korrekte Office-Lösung. Das auf einigen Geräten vorinstallierte Polaris Office war für den Anfang schön und gut, bot aber zahlreiche Schwächen. Hinzu kommt die mangelhafte Updatefähigkeit, da das Programm nicht über den PlayStore erhältlich ist, sondern allerhöchstens durch Betriebssystemupdates auf den neusten Stand gebracht wurde.

Einige Bezahlprogramme tummeln sich im Play Store, unter anderem das unsagbar schlechte Quick Office, dem man nicht mal einen Blick gönnen kann und das recht ordentliche Documents to Go von DataViz. Letzteres ist aber eher für mobile Handgeräte konzipiert, denn für Tablets, die schon wieder in die Kategorie Mininotbooks fallen würden. Sicherlich lässt sich mit Documents to Go arbeiten, immerhin entstand meine Rettungskreuzer Ikarus Kurzgeschichte “Am Rander der Ewigkeit” komplett am Tablet mit Word to Go verfasst. Aber es fängt schon mit Kleinigkeiten wie Seitenumbrüchen und vernünftigen Anführungszeichen an (die bisher unter Android nur oben zu setzen waren). Die Bildschirmtastatur verdeckt den größten Teil des Displays, sodass man nur noch drei oder vier Zeilen zum Schreiben hat und lesen kann. Das ist zu wenig für jemanden, der intensiv mit einem Text bearbeitet und ein oder zwei Absätze im Blick haben muss ohne ständig hoch- und runterscrollen zu müssen.

Nun erscheint ein neuer Stern am Androidenhimmel. Die Firma Softmaker, bekannt durch ihre Softmaker Office Lösungen hat auf dem Android-Markt Fuß gefasst und heute die Open Beta zum Softmaker Office 2012 for Android herausgegeben. Man kann die entsprechende APK-Datei nach Registrierung kostenlos von der Webseite herunterladen und installieren. Dabei kann man sich zwischen Textmaker (= Textverarbeitung à la Word), PlanMaker (Tabellenkalkulation) und Softmaker Presentations (PowerpointApp) entscheiden. Die drei Versionen werden im Release als drei getrennte Programme angeboten, vermutlich zum Preis von jeweils 9,90 Euro im Android Play Store. Für mich kommt hier nur TextMaker in Frage, da mir die Tabellenkalkulationsprogramme von DataViz und Polaris völlig genügen. Umfangreiche Kalkulationen mache ich am Tablet nicht, dafür schreibe ich umso längere Texte.

Auf den ersten Blick … ist die Beta von TextMaker gleich abgeschmiert. Das Programm war geöffnet und ich wollte eine Word-Datei aus der Dropbox öffnen. TextMaker bietet eine Dropbox-Integration, man kann dort Benutzernamen und Passwort hinterlegen, um aus TextMaker eine Clouddatei zu öffnen. Das wollte ich allerdings nicht und startete die DropBox um die Datei von dort zu öffnen. Wie gewohnt poppte ein Hinweisfenster auf mit der Frage, welches Programm ich zum Öffnen der Word-Datei nutzen wolle (in Frage kamen Word to Go, Polaris Office oder TextMaker). Nach der Wahl von TextMaker blieb der Bildschirm schwarz. TextMaker reagierte nicht mehr und musste beendet werden. Gut, ist ja eine Beta.

Also das Programm gekickt, auch aus der Taskleiste. Nach einer erneuten Wahl der Datei aus der Dropbox klappte der Start diesmal.

Ein paar Icons am unteren Rand, ein Kontextmenü, ansonsten nur Text. Auf den ersten Blick wirkt TextMaker wie Documents to Go. Über das Menü “Bearbeiten” und “Gehe zu” kann man auch  schnell zur letzten Seite springen (eine Funktion, die ich bei Polaris schmerzlich vermisse). Ansonsten wirkt das Dokument so, wie von Documents to Go gewöhnt. Die Layoutansicht mit Seitenumbrüchen fehlt, Anführungsstriche lassen sich zunächst nur oben setzen. Und bei ausgefahrener Bildschirmtastatur schrumpft der Text auf nur vier Zeilen zusammen, zu wenig, um sinnvoll zu arbeiten. Ohne Hardwaretastatur (im Falle des Transformers per Keyboarddock, bei anderen Tablets mittels Bluetooth-Tastatur) geht hier nichts.

Die Beta-Version ist bis 30.04. freigeschaltet. Ich werde mal ein wenig tippen und den täglichen Umgang mit TextMaker üben.

Und es ist … ein Kindle! Amazon bringt die Touch Edition nach Deutschland

28. März 2012 2 Kommentare

Mein lieber Herr Gesangsverein, my dear Mister singing club,

da staunte ich nicht schlecht, als ich heute Morgen eine Mail von Sascha Hausberg las, der direkt aus dem Keramikstudio  schrieb, wie geil doch der Kindle Touch wäre. Da ich bereits auf dem Weg zur Arbeit war, kam ich nicht dazu, selbst nachzuschauen, also rief ich ihn von unterwegs kurz an. Der Touch? Wie kommt er denn darauf?

Na, ich als Geek  müsste das doch wissen.

Nee, ich wusste nichts, bis heute Morgen zumindest. Über Nacht hat Amazon seine Startseite auf den neuesten Stand gebracht und stellt die beiden neuen Mitglieder der Kindle Familie, den Kindle Touch sowie den Touch 3G vor, die bereits seit dem Marktstart des neuen Kindle in USA zu haben sind.

Gegenüber dem normalen Kindle kosten beide Touch-Versionen etwas mehr. 129 Euro soll der WiFi-Bruder wert sein, die 3G-Galoppe für 189 Euro.

Allerdings nicht passend zum Ostergeschäft, das hat Amazon mal gründlich verbaselt, denn die neuen Geräte gibts erst ab dem 27.04.2012. Das scheint dem Bestellwahn der Ebook-hungrigen allerdings keinen Abbruch zu tun, denn sowohl der Touch als auch der Touch 3G belegen seit heute die Plätze 2 und 3 der meistverkauften Amazon-Artikel und haben mal eben die drei Samsung Smartphones S5230, Galaxy Ace und Galaxy S II abgehängt, die seit Monaten auf diesen Plätzen rangieren. Gekrönter Spitzenreiter bleibt weiterhin der herkömmliche Kindle.

Nun werdet ihr euch fragen, ob die 30 Euro mehr Investition sich lohnen, wenn man noch keinen Kindle hat. Und sicherlich werden sich jene, die bereits einen Kindle Keyboard oder einen Kindle besitzen, fragen, ob sie vielleicht auf den Touch umsteigen sollen.

Schauen wird uns die Geräte mal an. Was sind die nennenswerten Vorteile des Touch gegenüber dem normalen Kindle.

Nein, nicht der Touchscreen, wie viele jetzt denken werden, denn der ist wirklich nicht der Rede wert. Überlegt doch einmal: Ihr habt ein reflexionsarmes Display. Da die Erfindung von reflexionsarmem Glas noch nicht ausgereift ist, kommt das Kindledisplay ohne Glasplatte daher. Ohne Glasplatte arbeitet das Display nicht kapazitiv, sondern über ein Infrarotfeldgitternetz. Die Technologie dahinter ist wirklich was Feines und auf jeden Fall dem resistiven Display vorzuziehen, allerdings streicht ihr, wie gesagt, mit dem Finger nicht über Glas, sondern über eine spürbar leicht angeraute Fläche. Das Hautfett der Fingerkuppen zeigt sich nicht sofort auf diesem Display, aber je öfter ihr über dieselbe Stelle streicht (beim Blättern, und das werdet ihr, glaubt mir) desto mehr nutzt sich das Display an dieser Stelle ab. Ihr habt alsbald eine sichtbar glattere Stelle dort wo ihr häuftig mit dem Finger drüber streicht. Ähnlich wie glänzende, abgenutzte Tasten auf euren Computerkeyboards. Bei einer Glasscheibe passiert sowas nicht, aber Glas reflektiert das Licht enorm, sodass es die Funktion eines E-Readers, der bei Sonnenlicht lesbar sein soll, ad absurdum führen würde.

Also, Touch bei einem E-Reader ist derzeit eher ein K.O.Kriterium, denn ein Must-Have.

Welche Vorteile bietet der Touch nun gegenüber dem Kindle?

Statt dem Touch zu unterstellen, kleiner und leichter zu sein, enttäuscht er hier eher durch das Gegenteil. Amazon gibt das Gewicht des Touch mit 213 Gramm in der WiFi Variante an. Der Bruder wiegt allerdings nur 170 Gramm und scheint auch ein paar Millimeter kleiner im Gehäusebau zu sein, obwohl hier noch zusätzlich die Navigationstasten verbaut sind.

Klarer Vorteil ist die Akkulaufzeit sowie die Speicherkapazität des neuen Touch. Die Energiezelle soll bis zu 2 Monaten nach kompletter Aufladung halten, während der Kindle “nur” einen Monat durchhält. Aber ich bitte euch, macht das wirklich _den_ Unterschied, wenn euer Gerät einmal im Monat an die Ladebuchse muss?

Speichermäßig wartet der Touch mit sagenhaften 4 GB auf, wovon 3 GB für den Leser nutzbar sind. Bei einer angenommenen Durchschnittsgröße von etwas unter einem MB pro Kindlebook kann man also locker 3.000 Bücher auf das Gerät schaufeln, während auf den herkömmlichen Kindle “nur” etwa 1.200 Bücher passen (bei 2 GB Speicher, von denen 1,25 nutzbar sind). Waaaaahnsinn, was? Ach kommt, wer in Gottes Namen liest 1.200 Bücher auf dem Gerät, Geschweige denn 3.000? Eher erleidet der E-Reader den Tod durch elektronische Altersschwäche und wird durch ein neues, viel besseres Gerät ersetzt. Und selbst wenn jemand Lesen zu seinem Hauptberuf macht und tatsächlich in der Lage ist, soviel Stoff zu konsumieren, man kann gelesene Bücher ja auch vom Gerät löschen. Einmal bei Amazon gekauft, bleiben sie in deren Cloud weiterhin verfügbar, oder man hinterlegt die Kopien einfach auf einem PC, Mac, Androiden seiner Wahl.

Angesichts der zweifelhaften Vorteile lohnt ein Umstieg nicht, und Neueinsteiger können sich die 30 Euro sparen und zum bewährten Kindle greifen, denn der wiegt immerhin weniger und liegt sehr gut in der Hand.

Was nun? Jetzt fehlt eigentlich Jeff Bezos Ankündigung, wann der Kindle Fire nach Deutschland kommt. Die Frage hierbei ist nur, ob wir das ausgemusterte 7″ Modell bekommen oder bereits mit dem Tegra 3-10-Zöller versorgt werden. Bis Herbst wird es sicherlich noch dauern.

Und tschüss, Brille

Nein, ich lasse mir nicht die Augen lasern. Aber als Brillenträger finde ich es doppelt affig, wenn man einen Film plastisch sehen will, dazu noch eine zusätzliche Brille aufzusetzen, die spätestens nach der ersten halben Stunde fragwürdigen Filmgenusses Kopfschmerzen verursacht und derzeit Filme auf Effekte reduziert, sodass die Handlung in das unterste Kellergeschoss fällt, weil man ihr ohnehin nicht folgen kann, da man sich auf die Effekte konzentriert, oder darauf, diese zu suchen und zu erwarten.

War ein langer Satz, lest ihn ruhig noch einmal ;-)

Wie Anfang letzten Jahres, als der 3D-Hype auch in den Heimunterhaltungsbereich schwappte, vermutet, macht Toshiba das Rennen in Sachen 3D ohne Brille. Mit dem 55″ Schirm 55ZL2 bringt der japanische Riese einen Fernseher auf den Markt, der plastische Bildschirminhalte ganz ohne 3D-Brille darstellt – und auch das Problem mit dem Blickwinkel ist gelöst. Man kann also getrost mit mehreren Leuten das 3D-Geschehen auf dem Schirm verfolgen.

Dem Himmel sei Dank hat sich die 3D-Technologie mit Brille noch nicht so weit durchgesetzt, als dass neue technologische Entwicklungen vom Markt  blockiert werden. Alle die, die mit dem Gedanken spielen, sich 3D-Fernseher und 3D-Blu-ray-Player anzuschaffen, sollten noch warten bis sich die neue Technologie etabliert (Marktstart des 55ZL2 ist der 31.03.2012) und all jene die sich bereits für Shutter- oder Polarisationstechnologie entschieden haben, sorry, hättet mal lieber auf Papa hören sollen.

Toshibas Marketing-Abteilung spricht davon, dass 3D mit Brille = Kinoevent bedeutet, das man sich vielleicht mal hier und dann gönnt, während 3D ohne Brille dafür sorgt, dass plastisches Fernsehen zum Alltag gehören wird.

Ich zähe drauf. Und danach bitte das Holodeck, Toshiba. Danke :-)

 

DHL Packstation: Sicherheit gut, übertriebene Sicherheit weniger gut

Vor einigen Jahren erhielt ich eine Benachrichtigung, dass ich ein Paket in Packstation soundso in Köln abholen könne. Köln? Passt nicht ganz. Zumal ich auch gar nichts bestellt hatte. Ich schrieb den Service von DHL-Packstation an. Die Sache war auch fix geklärt. Deren System hatte eine falsche Benachrichtigung generiert und an mich per Mail und SMS verschickt.

Kommt vor. Wie oft erhalte ich Korrekturmails von Firmen und Dienstleistern aller Art, dass eine vorher gesendete Mail irrtürmlich an mich verschickt wurde. Hab ich Verständnis für.

Gestern erhielt ich zwei SMS über zwei Sendungen die für mich in einer Packstation in Berlin eingetroffen sein sollen.

Kurz zuvor bekam ich noch eine Nachricht für meine Dortmunder Packstation (die auch korrekt war). Wegen der beiden Berlin-Meldungen kontaktierte ich den Packstationsservice, man möge das bitte auf deren Seite prüfen.

Erschrocken war ich dann, als ich heute Mail und SMS mit neuer PIN und neuem Passwort erhielt (das übrigens nicht funktionierte). Man vermutet, mein Account wäre gehackt worden (es folgt eine Belehrung über Phishing und den Umgang mit Passwörtern und mit Codes, ja bin ich hier im Kindergarten oder was?). Deshalb habe man mir eine neue Pin zugeschickt und ebenso ein neues Passwort für den Webdienst. Und in Zukunft solle ich doch vorsichtiger im Umgang mit meinen Daten sein.

Hallo?

Ist ja schön, wenn Firmen auf Sicherheitslecks prompt reagieren, aber gleich die Gatling für zwei Spatzen rauszuholen ist doch etwas übertrieben, zumal der Fehler hier eindeutig auf Seiten DHL lag. Super, jetzt muss ich eine neue Zahl auswendig lernen. Und das in meinem Alter …

 

Kategorien:Ärgernisse

Kays Android Tipp: ANGRY BIRDS SPACE

Es war nur eine Frage der Zeit, bis eine neue Variante von Angry Birds auf den Markt kommt. Nach den berühmten und beliebten Vorgängern Angry Birds, Angry Birds Season und Angry Birds Rio, die allesamt letztendlich nur Varianten des Originals waren, zaubert Rovio nun etwas ganz Neues auf die Tablet- und Smartphone Displays.

Da sich die Eierdiebe nun im Weltraum befinden, ist man gezwungen mit den Vögeln Flug- und Umlaufbahnen um Planeten zu berechnen und zu berücksichtigen, um die gegnerischen Schweine im Weltall (TM) zu besiegen.

Sicherlich bereitet auch der neueste Coup von Rovio wieder stundenlangen Spielspaß für zwischendurch, der durch Updates nicht so schnell langweilig wird.

 

Angry Birds Space - mit Hilfslinie zur Bestimmung der Flugbahn

Werkstattbericht: Wir basteln eine Mission Impossible Szene

Die Idee lässt mich nicht los … aber der Reihe nach.

Wir erinnern uns: Ihr da draußen, mein Sohn und ich haben uns darauf geeinigt, dass Eileen Hannigan in ihrem dritten Abenteuer in einem F22-Raptor-Kampfjet in die Luft geht (geht, nicht gejagt wird, wohlgemerkt!) und in einen Dogfight mit anderen Jagdmaschinen verwickelt wird.

Inzwischen macht aber eine spektakuläres Entführungsvideo aus dem Ego-Shooter-Spiel Battlefield 3 bei Youtube die Runde. Für alle, die das Spiel nicht kennen und mit der Szene nicht allzuviel anfangen können:

Ein Sturmsoldat erschießt von einer Gebirgsplattform aus einen Piloten, stürzt sich dann mittels Fallschirm in die Tiefe und gleitet auf den führerlosen Hubschrauber zu. Im Flug entert er den Heli, startet durch und erledigt einen weiteren gegnerischen Hubschrauber.

Die Szene ist mittlerweile so kultig, dass sie mir mehr als einmal im Kopf herumgespukt ist und ich überlege, wie Eileen Hannigan so etwas wohl durchziehen würde. Fakt ist, auf einen führerlosen Hubschrauber zuzufliegen und in seiner Nähe die Taste B (bei der XBox für das Betreten eines Fahrzeuges) zu drücken, ist hier nicht drin. Vielleicht sollte Eileen mal wieder einen Kaffee mit Ethan Hunt trinken, um sich ein paar Tipps zu holen.

Kategorien:Romane
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