Schon bald: HANNIGAN

Bald ist es soweit. Am 30.09.2017 erscheint HANNIGAN, das vierte und vorerst letzte Abenteuer um Exagentin Eileen Hannigan und ihrem Team aus Marines und Söldnern.

Passend zur Veröffentlichung hat der Atlantis Verlag ein Plakat für den neuen Roman und die Serie entworfen, das ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte.

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iPhone 8 Gerüchtebingo Auflösung

Apple Special Event – Zwischen Spannung, Strike, Lahm und OMG!

Eines Vorweg: Die Leaks haben sich alle bewahrheitet. Zumindest die der letzten zwei Tage.

Fangen wir an. Bevor jemand nach iOS 11 schreit oder High Sierra, davon war keine Rede. Hier ging es hauptsächlich um Hardware.

Eine neue Apple Watch Series 3 wurde vorgestellt. Designtechnisch hat sich nichts geändert. Der Clou der neuen Uhr ist jedoch, dass sie eine im Display integrierte Antenne besitzt und eine elektronische SIM Karte. Damit kann man nur mit der Uhr losgehen und das Telefon zu Hause liegen lassen.

Natürlich ist es doof wie Michael Knight mit der Uhr an den Lippen zu telefonieren, da fällt einem nach fünf Minuten ja bereits der Arm ab. Koppelt man allerdings die AirPods mit der Watch geht auch das Telefonieren … ohne Telefon. Und während man so ohne Smartphone spazieren oder joggen geht, kann man auch gleich das volle Programm von 40 Millionen Songs von der Watch auf die AirPods streamen – Apple Music sei Dank.

Über schnellere Prozessoren und so weiter brauchen wir jetzt nicht zu sprechen.

Next in line war das AppleTV. Auch hier wurde bereits vorher gesagt, dass ein neues Gerät mit 4K-Tauglichkeit erscheinen wird. Tut es. Für 179 Dollar in der 32 GB Variante (reicht völlig aus) kann man demnächst Ultra-HD über AppleTV genießen.

Wie gesagt, Software war kein Thema, so haben wir auch nicht erfahren, wann die Amazon Video App auf dem AppleTV erscheint.

Nun aber der Clou, der mich in Freudentränen ausbrechen ließ. Vor einigen Tagen hieß es noch in der Presse, dass die Filmstudios sich über Apples Absichten, UHD-Filme zum Preis von 19,99 Euro/Dollar zu bringen, aufregten und ihr Veto einlegten. Marketing-Gag? Apple sagte es deutlich: UHD Filme zum Preis von HD-Filmen (wenn HD gesagt wird, ist von FullHD, also 1080p, die Rede). Also nix 19,99 – sondern dann eher im Bereich zwischen 13,99 und 16,99 für neue Filme.

Das ist eine Ansage!

Aber es kommt noch besser: Jeder, der sich ein AppleTV 4K zulegt, bekommt für seine bisher gekauften HD-Filme ein UHD-Upgrade, sofern dieses verfügbar ist.

Ja bitte wie geil ist das denn? Ich habe ca. 100 Filme in meiner Apple-Videothek. Um es mit Al Czerviks Worten zu sagen: Ja nu fantastisch!

Und zu guter Letzt: iPhone.

Apple ist in dieser Beziehung schrecklich inkonsequent, aber vielleicht auch doch konsequent.

Wir erinnern uns an das Microsoft Desaster: Sie benennen alle Produkte mit einem „One“ davor oder danach. One Drive, One Note, XBox One – ein One Windows hätte Zeichen gesetzt, quasi „one for all“ – nein, sie mussten es ja Windows 10 nennen und machten damit eigentlich nur Apple nach, die bei OS X (römisch 10) aufgehört hatten zu zählen und dann nur die Versionsnummern nach dem Komma änderten. Doof.

Nun scheint Apple auf den Zug aufzuspringen. Statt in der Nummernlogik fortzufahren und heute ein besseres iPhone 7 herauszubringen, überspringen sie die s-Variante und gehen gleich auf die 8.

Designtechnisch sieht das iPhone 8 jedoch nicht anders aus als das iPhone 7 oder die 6er Modelle. Ziemlich lahm. Dicke Rahmen wie eh und je. Der übliche Performance-Schub in Sachen Chipsatz und Kamera und als „alte Neuerung“ mal wieder eine Glasrückseite, statt Aluminium, nur um endlich nach 4 Jahren, das es schon im Android-Lager verfügbar ist, auch mal Wireless Charging nach Qi-Standard einzuführen. Na herzlichen Glückwunsch, Apple. Das iPhone 8 ist nichtsdestotroz eine S-Variante. Ein Upgrade vom 7er Modell, kein Must-Have.

One more thing: Aber wir haben ja noch was in der Trickkiste. Das iPhone Modell, auf das alle gewartet haben, das besondere Modell, das zum 10jährigen Jubiläum erscheint.

Die Namensspekulationen waren vielfältig. Ja, iPhone 8 sollte es heißen. Oder iPhone Special Edition oder iPhone Pro?

Konsequent wäre im Line-Up ein iPhone 7S und ein iPhone Pro gewesen (wir haben bereits iPad Pros, Mac Pros, MacBook Pros, einem iPhone Pro hätte das nicht geschadet), aber bedenken wir das 10jährige Jubiläum ergibt ein iPhone 10 vielleicht auch Sinn.

Und das ist es: Das iPhone X (römisch 10) – und schon jetzt wirft die Nummerierung die Frage auf, was macht Appel nächstes Jahr?

Egal, widmen wir uns dem Star des Abends. 5,8″. Ein „All Display“-Smartphone. Kaum Ränder, vor allen Dingen oben und unten nicht. Das Verhältnis Body-to-Screen-Ration ist noch viel besser als beim Samsung Galaxy S8, denn Samsung hat sowohl im oberen Bereich, in dem sich die Sensoren und Kameras befinden einen schmalen Rand als auch unten unterhalb der On-Screen-Buttons.

Im unteren Bereich kommt iPhone X nahezu ohne Rand aus. Im oberen Bereich kommt der Haken: Die Kerbe.

Statt die Sensoren und Kameras in ein durchgehendes Band unterzubringen, das sich dann als Rand  vom Display abhebt, besitzt das iPhone eine Sensorenkerbe, die ins Bild hineinragt. Rechts und links daneben sind auf dem Homescreen die typischen Symbole für Uhrzeit, Akku, WLAN, Netzbetreiber zu sehen. Als geteilte Statusleiste gar nicht verkehrt, aber von Anfang an stellte sich mir eine Frage: Was passiert mit Apps im Vollbildmodus? Wird dann die geteilte Statusleiste einfach geschwärzt?

Meine schlimmsten Befürchtungen scheinen sich hier aber zu bewahrheiten: DEIN BILD WIRD BESCHNITTEN!

Wie Scheiße ist das denn, bitteschön? Craig Federighi demonstriert das live an einem Foto und einem Video. Im Vollbild fehlt genau der Teil des Fotos und Videos, in dem sich die Kerbe befindet. Was läuft da schief in Cupertino? Nochmal, es fehlt ein Teil des Bildes.

Ob es Kniffe dazu gibt, war nicht zu erkennen. Schauen wir uns mal das Galaxy S8 an: Das Seitenverhältnis von 18,5:9 verhindert, dass man 16:9 Videos im Vollbild auf dem ganzen Screen sehen kann. Entweder man nimmt zu beiden Seiten (links und rechts, nicht oben und unten) schwarze Balken in Kauf, die man aber vielleicht gar nicht wahrnimmt, sondern das ganze nur als „kleineren Schirm“ empfindet, weil keine störenden Farbränder daran erinnern, dass der eigentliche Schirm größer ist, oder man nutzt eine Zoom-Funktion von Samsung, die das Video auf Vollbildgröße streckt.

Ob man beim iPhone X eventuell herauszoomen kann, um ein Video komplett zu sehen, wurde nicht erläutert, bleibt aber zu hoffen. Denn diese Kerbe kann je nachdem wie ein Video aufgebaut ist, durchaus wichtige Informationen verdecken (man stelle sich vor, man klebt einen Ausschnitt seines Fernsehers zu. Absichtlich. Wie doof, oder?

Gut, kommen wir zu den Specs, die echte Highlights im Apple-Universum darstellen. 2436 x 1125 beträgt die Auflösung des OLED Schirms. Gestochen scharf. Satte Farben. Na schön, Samung macht es ja vor, also ist es doch eher nur was für Apple-Fans, die statt der bisherigen Auflösungen mal was ordentliches vor die Linse kriegen. Das S7 von Samsung liegt mit 2560 x 1440 bereits höher als das iPhone X (wie auch das S6 und das ist bereits von 2015). Apple zieht hier also nur nach. Das ist für den Rest der Welt nicht wirklich revolutionär.

Bevor wir zur Revolution kommen, gehen wir noch kurz auf die Kamera ein. Eine Dualkamera mit 12 MP und einer 1.8f Blende Weitwinkel sowie einer 2.4f Blende Tele. Damit ist die Teleblende etwas verbessert worden. Beide Kameras sind optisch bildstabilisert.

Die Frontkamera heißt nun True Depth Camera und besitzt 7 MP mit einer 2.2f Blende. Der Portraitmodus, der nahe Objekte scharf und entferntere unscharf zeichnet, soll nun auch bei Selfies funktionieren.

Hey, die neuen iPhone Kameras können jetzt auch 16:9 Fotos schießen. Quatsch. War nur Spaß. Alles fotografische passiert weiterhin im 4:3 Format. Ich frage mich, warum wir 16:9 Displays haben.

4K Videos (die natürlich in 16:9) können nun mit bis zu 60 fps aufgenommen werden.

Wie gesagt, die Kerbe … die Kerbe …

Kommen wir zurück zur … Kerbe. Ja, denn dort steckt allerhand Technik hinter.

Kurzer Rückblick: An all Display phone.

Da gibt es keinen Platz für einen Homebutton mehr. Oh. My. Gosh!

Also, wie wecke ich das Gerät auf?

Die konventionelle Methode: An der Seite gibt es so einen kleinen Knopf. Den Powerbutton. Den gibts auch beim iPhone X.

Man kann das Smartphone auch einfach hochheben, dann erwacht das Display, genau wie beim iPhone 7 oder 6s, wenn man die Funktion aktiviert hat. Dumm nur, dass das sogar in der Hemdtasche passiert.

Man kann auf den Bildschirm tippen. Nein, isses wahr. Ganze vier Jahre nachdem LG das Tap-to-wake-Feature ins G2 implementiert hat, entdeckt Apple das. Ja, lieber Phil Schiller, man sollte Android nicht hassen und ignorieren, sondern auch seinen Gegner kennen und studieren, dann kommt man vielleicht eher auf solche Ideen, statt Jahre später.

Gut, das Display ist an. Was jetzt? Wir befinden uns im Sperrbildschirm, der nur die Uhr anzeigt und evtl. Benachrichtigungen. Ganz früher musste man „Slide to unlock“ betätigen. Eine Wischgeste, um den Schirm zu entsperren. Inzwischen drückt man den Homebutton zum Entsperren.

Welchen Homebutton? Ach ja, gibts ja nicht mehr. Also führt Apple wieder ein Slide-to-unlock ein. Man wischt einfach von unten nach oben und hat das Gerät entsperrt.

Unsicher entsperrt, wohlgemerkt.

Ja, aber, was ist mit Touch-ID? Kein Homebutton. Kein Sensor für Fingerabdrücke. Auch nicht im Display.

Touch-ID fällt beim iPhone X leider komplett aus. Dafür gibt es eine neue sichere Entsperrmethode, Face ID genannt.

Und hier kommt die Revolution: Die Sensoren und Kamers in der Kerbe nehmen ein aus über 30.000 Bildpunkten zusammengesetztess Abbild eures Gesichts auf, in 3D. Der Bionic Chip erkennt euch und lernt euch zu erkennen, ganz gleich, ob ihr die Haare plötzlich länger habt, ob ihr eine Brille tragt und wieder nicht, eine Mütze aufhabt oder euch winterlich mit einem Schal geschmückt habt.

Zum Vergleich: Die Gesichtserkennung des Samsung Galaxy S8 funktioniert eher bescheiden. Im Dunkeln gar nicht. Mit abgesetzter Brille auch nicht. Und trage ich meine Lesebrille, dann meist auch nicht.

Face ID verspricht all das auszubügeln und sogar im Dunkeln zu funktionieren. Auf einem Foto sah man sogar einen sehr flachen Winkel des iPhones zum Benutzergesicht. Hier ist die Frage, ob das Smartphone auch entsperrt, wenn es vor einem auf dem Tisch liegt.

Was Craig Federighi in puncto Schnelligkeit präsentierte, nahm dem Zauber aber wieder etwas von seiner Magie.

Machen wir uns nichts vor: Nichts entsperrt so schnell wie der Fingerabdrucksensor in einem Huawei P10 oder einem Honor 9. Das iPhone 7 entsperrt schnell, aber nicht am schnellsten. Da hat Huawei die Nase vorn.

Aber Face ID scheint doch ein Ticken langsamer zu sein. Smartphone hochheben, reinschauen, es entsperrt, aber der Sperrbildschirm blieb noch „an“, sodass man erst durch ein Swipe zum Homescreen kam. Das sind zwei Schritte mehr, als man mit Touch ID macht, um sicher zu entsperren und direkt auf dem Homescreen zu landen.

Ich weiß nicht, ich weiß nicht.

Was ist mit sicherem Bezahlen bei Transaktionen? Das funktioniert auch mit Face ID, nur: Bei Touch ID habe ich Zeit, den Finger aufzulegen und erst wenn ich das tue, habe ich die Software ermächtigt, eine Bestellung zu tätigen. Aber wenn sofort gekauft wird, nur weil ich das Handy ansehe, wie schnell kaufe ich etwas, das ich mir zwei Sekunden später vielleicht doch anders überlegt hätte?

Auch hier wird man sehen müssen, ob es da noch eine Sicherheitsfunktion gegen ungewollte „Blicke, die kaufen können“ geben wird.

Also, ihr merkt schon: Zwei Kritikpunkte am iPhone X

  1. Die Kerbe, die Bild klaut
  2. Face ID in Sachen Geschwindigkeit und ungewollten Autorisierungen

 

Ansonsten: Tolles Design, einfach nur Display. Und mit der True Depth Kamera lässt sich  noch mehr machen.

Animojis. Animierte Emojis, die aus eurem virtuellen Gesicht entstehen können. Auch Snapchat Fans können hier Dank der 3D Speicherung eures Gesichts auf ihre Kosten kommen. Skins lassen sich realitätsnaher über ein Gesicht legen, als bei einem 2D-Abbild.

Augmented Reality ist ebenfalls ein Riesenthema bei Apple und ihrer Keynote gewesen. Echtzeitrendering einer SF-Bodenkampfsimulation (eine Art Tower-Spiel) direkt auf einem Tisch in der Vorführungshalle. In den Bereichen darf man sicherlich noch auf die Entwickler gespannt sein.

Kurz noch ein Größenvergleich zwischen iPhone X und iPhone 7Plus.

Trotz 0,3″ größerem Display ist das iPhone X fast 15 Millimeter kleiner als das 7Plus. In der Breite fehlen dem X-Modell 7 Millimeter gegenüber der Vorjahresversion. Und es ist 14 Gramm leichter.

In der Dicke trägt es mit 7,7 gegenüber 7,3 mm etwas mehr auf. Leider verhindert auch das nicht, dass die beiden Kameralinsen aus dem Gehäuse hervorstechen. Vielleicht findet Apple ja in vier Jahren heraus, wie man auch sehr gute Doppelkameras komplett im Gehäuse verbuddelt. Selbst Samsung hat das mittlerweile geschafft.

Preislich bestätigen sich auch hier die Gerüchte. Während in den USA das iPhone X mit 64 GB Speicher mit 999 US Dollar (= 835 Euro) startet, verlangt Apple hier über den Teich 1.149 Euro (!). Steuern natürlich auf den US-Preis draufgerechnet.

Da die Speicherunterschiede mittlerweile Riesensprünge machen, gibt es gar kein 128 GB Modell mehr, sondern Apple bringt als zweite Speichergröße direkt 256 GB. Das lässt sich Apple aber mit 170 Euro Aufpreis bezahlen.

Und auch ein weiterer Leak hat sich bestätigt. Der Release-Termin des iPhone X verzögert sich. Während iPhone 8 ab 15. September vorbestellt werden kann, soll es ab 22. September lieferbar sein.

Das iPhone X hingegen ist erst ab dem 27. Oktober vorbestellbar und wird ab dem 03. November verschickt.

Last but not least hat Apple noch eine Qi-Ladestation vorgestellt, auf der man folgendes Szenario spinnt: Man legt beim Zubettgehen sein iPhone auf die Oberfläche und es wird geladen. Seine Apple Watch Series 3 legt man daneben. Sie wird geladen. Und die optional erhältliche Aufbewahrungsbox der Airpods kann auch drahtlos geladen werden, die legt man dann daneben.

Die Station soll erst nächstes Jahr erhältlich sein. Einen Preis nannte Apple nicht. Ich tippe aus dem Bauch heraus auf 149 Euro. Ja, ehrlich.

Mein Fazit:

  • Apple Watch Series 3 brauche ich nicht. Ich liebe die Samsung Galaxy Gear S3
  • Apple TV 4K muss ich haben
  • Apple iPhone 8 – nur wegen des kabellosen Ladens ergibt ein Wechsel vom 7er Modell keinen Sinn. Brauche ich also nicht.
  • Apple iPhone X – hach, hin und her gerissen. Die Sache mit der Kerbe nervt sehr. Der Preis natürlich auch. Man wird sehen …

 

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Update: Direktvergleich XBox One vs. PS4

Vor knapp zwei Jahren habe ich als frischer Besitzer einer Playstation 4 einen Direktvergleich zur XBox One gezogen und Sony fast vernichtend abgestraft.

Inzwischen hat sich bei den Japanern aber eine Menge getan, sodass ich einige Dinge revidieren muss.

Fangen wir mit den Mängeln der Vergangenheit an:

  • Controller: Hier hat sich bei Sony nichts getan. Noch immer sind Akkus fest verbaut und wenn diese leer sind, muss ich den Controller entweder per Kabel mit einem USB-Port der PS4 verbinden oder an eine Powerbank oder etwas ähnliches hängen. Zwar ist das Ladekabel lang, aber nicht jeder hat die PS4 so in Reichweite stehen, dass man mit Kabel spielen könnte. Mal schnell frische Batterien oder vorgeladene LSD-Akkus zu tauschen, ist hier noch nicht drin. Der Controller der XBox One macht dagegen Fortschritte. Durch neue Bluetooth-Technologie lässt sich der aktuelle Controller auch mit Windows 10 PCs verbinden und ein Kabel-Gaming-Headset ist ohne Adapter ganz einfach über den Klinkenanschluss mit dem Controller zu verbinden. Danke Microsoft. Aber es geht nur ein halber Punkt an Redmond, denn am PS4 Controller konnte man von Anfang an, ein Gaming Headset über Klinke anschließen und nicht nur eigenwillige Konstruktionen aus eigenem Hause.
  • Geräuschkulisse: Hält sich aktuell in der Waage. Unentschieden. Einen Soundmeter habe ich jetzt nicht dran gehalten, aber das Laufen des Lüfters der Unitymedia-Box im Standby übertönt eh alles andere.
  • Speicherkapazität. Inzwischen kann man den Speicher der PS4 auch extern durch Anschluss einer USB 3.0 Festplatte erhöhen. Vorteil: Die Festplatte bezieht ihren Strom über das USB-Kabel, sodass auch 2,5″ Platten ohne eigene Stromversorgung an die PS4 gehangen werden können, das ist IMHO bei der XBox so nicht möglich. Die verträgt zwar auch USB 2.0 Platten, aber benötigt welche mit eigener Stromversorgung (man möge mich korrigieren, wenn ich hier falsch liege). Des Weiteren ist ein Verschieben von bereits installierten Spielen von der internen Festplatte auf eine externe problemlos möglich. Punkt geht an Tokio.
  • Downloadgeschwindigkeit: Im WLAN war es bei der PS4 ein Graus. Seit einigen Monaten hängt sie im Wohnzimmer am schnellen LAN und tut sich in Sachen Downloads nichts mehr mit der XBox One. Unentschieden.
  • Installationsfehler: Ließen sich bis dato nicht mehr feststellen. Unentschieden.
  • Abwärtskompatibilität: Während Microsoft jetzt schon weit über 100 Spiele aus XBox 360 Beständen für die One verfügbar gemacht hat, sind PS3-Spiele nicht auf der PS4 spielbar. Sony vertritt hier einen klaren Standpunkt: Die Funktion würde eh niemand nutzen. Punkt für Redmond.
  • Update-Politik: Inzwischen kommen auch Systemupdates für die PS4 wesentlich häufiger, als zu meiner Bestandsaufnahme im Dezember 2015. Unentschieden.

 

Kommen wir zu Zusatzpunkten, die ich 2015 noch nicht auf dem Schirm hatte.

  • Stream zu Videoporalen: Während Microsoft über Game DVR maximal 10 Minuten Spielsession als Videodatei aufzeichnet, die man anschließend über OneDrive hochladen und von dort aus weiterverteilen kann, ist die PS4 in der Lage 60 Minuten Video aufzunehmen. Das direkte Streamen einer Spielsession gestaltet sich auf der PS4 denkbar einfach: Youtube, Twitch, Livestream läuft. Bei Microsoft ist es mir nicht gelungen direkt zu Youtube zu Streamen. Ein Umweg über Twitch funktioniert. Das Streaming via Mixxer ist mir bisher nicht gelungen, den Versuch habe ich auch aufgegeben. Punkt für Tokio.
  • Das Abspielen von Blurays und DVDs funktioniert auf beiden Konsolen, jedoch bin ich trotz einiger Updates bei der XBox auf zwei Probleme gestoßen: Haken und Ruckeln trifft öfter auf, als auf der PS4, gerade bei Kameraschwenks. Und ich habe Blurays entdeckt, die sich auf der XBox nicht abspielen lassen, dann aber auf der PS4 problemlos liefen. Punkt für Tokio.
  • Negativ beim Direkteinkauf im Store fällt wieder Sony auf. Während bei Microsoft die hinterlegten Bezahlarten einwandfrei funktionieren, ist ein zügiges Einkaufen bei Sony nur mit Kreditkarte möglich. Nachwievor weigert sich Sony bei der Bezahlung mit PayPal den Altersnachweis in Form von Hinterlegen der Personalausweisdaten zu speichern. Kauft man via PayPal ein, muss man jedes Mal erneut und erneut und erneut die Personalausweisdaten eingeben. Über die Bildschirmtastatur mit dem Controller ist das eine echte Kotzangelegenheit. Da kauft man besser mit dem Rechner im PSN-Store ein, doch auch dort bleiben die Daten für PayPal nicht gespeichert. Eine Identifikation per Ausweis ist immer wieder erforderlich. Die Frage ist: WARUM? Wofür habe ich einen PayPal-Account mit dem ich mich einloggen muss, wenn ich zusätzlich noch meinen Personalausweis angeben muss?

 

That’s it. In vielen Punkten hat sich die Playstation erheblich gebessert, in manchen Breichen hat sie die XBox sogar überholt.

Der Fehler, den Apple mit dem iPhone 8 machen könnte und vielleicht wird

Noch 1 1/2 Wochen, bis ich meinen iPhone 8 Gerüchteküchebingo-Umschlag öffnen darf. Meine Kreuze sind längst gesetzt und ein Teil meiner Prognose beschäftigt sich mit etwas, das ich beim iPhone schätzen gelernt habe.

Was ist an einem Smartphone wichtig? Es soll perfomant sein (darunter fassen wir alles, was die Technik betrifft wie schnell arbeiten, genug Speicher haben, gute Konnektivität, gute Kamera, lange Akkulaufzeit), gut aussehen und eine Usability bieten, die im Alltag mit Bravour besteht.

Offenbar ist das einigen Smartphone-Herstellern nicht bewusst.

Usability oder Bedienbarkeit im Alltag, soll sich auf möglichst viele erdenkliche Fälle beziehen lassen. Was nützt mit der schnellste Prozessor, der in 3D-Spielen gut abschneidet, wenn die Telefonapp fünf Sekunden braucht, um zu starten, oder ich für einen schnellen Schnappschuss einen Kamerafokus habe, der nicht ordentlich scharf stellt. Wenn das Aktivieren des Telefons zur Qual wird?

Früher hat man sich entweder keine Gedanken über die Sicherheit gemacht oder sich damit abgegeben, ein Telefon mit einem Pin oder einem Muster zu entsperren. Das dauert, jemand kann einem über die Schulter gucken, aber es geht auch in vielen erdenklichen Positionen.

Je nach Smartphonegröße mit dem Daumen, während man es in der Hand hält, mit einer zweiten Hand, mit einem umklappbaren Deckel einer Schutzhülle, sogar auf dem Tisch liegend.

Dann kamen Spielereien wie Gesichtserkennung, die Google einführte, die schnell wieder in der Versenkung verschwanden.

Auch wenn Fingerabdrucksensoren, über die man zärtlich streicheln konnte, die dann doch aber gefühlt zwanzig Anläufe brauchten, bis man den Abdruck erkannte, schon in Laptops von Lenovo und HP verbaut wurden, kam der Durchbruch hier doch erst mit Touch-ID von Apple im iPhone 5S.

Das war übrigens mein erstes iPhone. Relativ zuverlässig und schnell entsperrte das Gerät. Egal, ob auf dem Tisch liegend oder in der Hand haltend, durch die Option, mehrere Fingerabdrücke zu speichern, gingen einem die Fingerkuppen auch nicht aus. Zwei Daumen, zwei Zeigefinger, voilà.

Die Technologie wurde über die Jahre perfektioniert. Bevor Apple seinen Home-Button mit Taptick-Enginge herausbrachte, gab es im Androidenlager bereits Geräte, die einen Fingerabdrucksensor verbaut hatten, bei dem der Homebutton nicht mehr gedrückt, sondern nur noch berührt werden musste. Hier fällt mir das OnePlus2 ein. Klasse Gerät. Klasse Entsperrung.

Dass es immer noch besser geht, auch im günstigen Preissegment, bewies Honor mit dem 6X und später Huawei mit dem P10 sowie als Marke Honor mit dem Honor 9.

Finger auflegen, das Display erwacht sofort und ist einsatzbereit. Tolle Sache.

Aus der fixen Idee eines LG G2 heraus geboren, verbauten die Taiwaner einen Ein- und Ausschalter auf der Rückseite des Gerätes. Viele fanden das doof. Andere fanden es gut.

Wie gesagt: Usability sollte für alle angenehm sein. Die Fraktion, die ihr Handy in der Hand hält konnte den Schalter problemlos mit dem Zeigefinger erreichen. Und was ist mit den Menschen, die mal eben nach Benachrichtigungen sehen wollen, wenn das Gerät auf dem Schreibtisch liegt? Kein Problem: Knock-on oder Knock oder Knock Knock boten ein schnelles Aufwecken des Bildschirmes mit einem Doppeltipp auf das schwarze Standbydisplay.

Sicherheit? Nun ja, da fing die Sache wieder mit einem PIN oder einem Muster an. Blöd, nicht? Fingerabdruck war damals noch nicht so hipp, aber LG fand die Idee mit dem Ein- und Ausschalter auf der Rückseite so töffte, dass man in späteren Versionen auch den Fingerabdrucksensor darin verbaute. Und andere Hersteller zogen nach.

Ja, das Honor 6X entsperrt wahnsinnig schnell und man trifft den Sensor auch ganz gut, wenn … wenn man das Gerät in der Hand hält. Auf dem Tisch liegend oder in einer Handyhalterung oder einem Tischständer bringt diese Sicherheitsmaßnahme rein gar nüscht.

Aber es gibt ja noch andere Entsperrmethoden. Iris-Scanner. Klappte beim Nokia 950 und 950 XL relativ gut und sogar im Dunkeln, verbrauchte nur massiv Strom und war bei weitem nicht so zuverlässig, wie der Touch-ID beim iPhone 6 oder 6s.

Und der Nachteil: Du musst das Gerät in der Hand halten und in einem gewissen Abstand zu den Augen in die Kamera schauen.

Es gibt unzählige Situationen in denen man das einfach nicht kann.

Ähnliches gilt für die Gesichtserkennung, die jetzt wieder dank Samsung in aller Munde ist.

Man muss es halten. Man muss hineinschauen. Das Gesicht muss alltagstauglich sein. Habe ich mich mit Brille abgelichtet und schaue morgens ohne Brille auf das Handy, wird mein Gesicht nicht erkannt.

Hatte ich erwähnt, dass man es halten muss? Man kann es nicht auf den Tisch legen. Man kann es nicht in einen Tischständer oder im Auto in einer Halterung aufbewahren und dann erwarten, dass sein Gesicht erkannt wird.

Du brauchst den Abstand, du brauchst den Blick – so funktioniert das alles nicht.

Fassen wir als Fazit zusammen: Gesichts- und Iriserkennung sind für den Poppes. Egal wie gut und schnell sie sind, die decken nicht alle Umstände ab und ihre Bedienbarkeit ist stark eingeschränkt.

Was bleibt?

Der Fingerabdruck. So wahnsinnig schnell wie beim Honor 9 – und hier macht Honor alles richtig. Ein Sensor in einem Homebutton, der mit Auflegen statt Drücken funktioniert. Er befindet sich vorne am Gerät, sodass man den Sensor in allen Lebenslagen erreichen kann. Passt.

Usability. Erwähnte ich es? Ja? Gut.

Nun kommt Samsung daher. Lern- und beratungsresistent wie eh und je. Statt auf Kritiken zu hören, wiederholen sie nicht nur den Fehler, den sie mit dem S8 und S8 Plus begangen haben, sondern verschlimmern die Lage noch.

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite ist nicht sofort ertastbar. Er reagiert wie bei Samsung üblich schlechter, als bei anderen Herstellern. Beim Galaxy S5 verlacht, beim S6 zum Augenverdrehen, beim S7 einigermaßen in der mittleren Liga spielend, beim S8 wieder auf das Niveau des S6 zurückgefallen.

Liebe Freunde in Südkorea, wenn ich ein Auto starte, dann an dem Ort, an dem ich mich befinde und nicht das Zündschloss oder den Start-Stopp-Knopf im Kofferraum verbauen. Das ist unlogisch und unsinnig und lässt auch nur den Hauch von Intelligenz anzweifeln.

Durch die dezentrale Lage des Fingerabdrucksensors ist dieser von Links- und Rechtshändern auch unterschiedlich optimal zu erreichen. Und was tut ihr Deppen beim Galaxy Note 8? Ihr vergrößert auch noch den Abstand zu einem der Ränder hin.

Fingerakrobatik bei einem Note 8 mag spannend sein, aber Bedienerfreundlichkeit geht anders. Völlig anders.

Wir erinnern uns: Usability und Sicherheit. Fingerabdruck vorn = optimale Position.

Kommen wir zu den iPhone 8 oder iPhone Pro Leaks und der offensichtlichen Frage beim Anschauen des vermeintlichen Designs: Was passiert mit Touch-ID?

Die sicherste und bedienerfreundlichste Variante wäre bei einem fehlenden oder kapazitiven Homebutton den Sensor im Display unterzubringen. Ähnlich wie der Bildschirmhomebutton beim Samsung S8 und Note 8. Inzwischen wissen wir, dass weder Samsung noch Apple derzeit die Technologie haben, einen derartigen Sensor ins Display zu integrieren. Vielleicht 2018. Oder 19. Aber nicht dieses Jahr.

Welchen Fehler könnte Apple also begehen? Die Usability wäre bereits gefährdet, wenn man auf den Zug aufspringt und Touch-ID auf die Rückseite verlegt. Tisch-Aktionen sind dann nicht mehr möglich.

Heiß gehandelt wird eine 3D-Gesichtserkennung, die wahnsinnig ultraschnell funktionieren und zuverlässiger ein Gerät entsperren soll, als ein Fingerabdruck-Sensor.

Wenn … ja, wenn das Gesicht in Reichweite ist. Damit fällt das Tischszenario unter den Tisch, es sei denn die Gesichtserkennung kann äußerst weit- und flachwinkelig erkennen. Aber wie aktiviere ich die Erkennung?

Beim iPhone 6 – 7 braucht es nur ein Auflegen und/oder Drücken des Homebuttons. Kein nerviges Fummeln an Seitenknöpfen, die man vermutlich nicht bedienen kann, wenn ein Gerät auf dem Tisch liegt oder in einem Tischständer steht und man nur eine Hand freihat. Das Smartphone würde über den Tisch rutschen.

Und was passiert im Dämmerlicht oder gar im Dunkeln?

Apple muss hier wirklich eine bahnbrechende Technologie vorlegen, um Usability bei der Entsperrung zu garantieren.

Denkbar wäre folgendes Szenario: Eine weitwinklige Erfassungskamera, die Gesichter auch erkennen kann, wenn das Handy vor oder neben einem auf dem Tisch liegt, die Gesichter auch aus unterschiedlichen seitlichen Winkeln erkennen kann, wenn man das Smartphone in einer Halterung seitlich von sich stehen oder hängen hat. Einen Infrarotsensor, der gewährleistet, dass das Gesicht auch in Dämmerlicht oder gar völliger Dunkelheit erkannt wird und eine Methode, um das Display bzw. die Sensoren sehr rasch zu aktivieren, etwa durch ein Knock-Knock auf das Display oder eine Art 3D-Touch auf den unteren Displaybereich wie beim Samsung Galaxy S8.

Kriegt ihr das in Cupertino hin?

Nur dann ist die Usability ohne Touch-ID gegeben, um das Gerät schnell für den Einsatz sicher zu entsperren.

Wir dürfen gespannt sein, ob dieses Szenario am 12.09. präsentiert wird oder Apple sich den Unmut aller Touch-ID-Fans zuziehen wird.

Angemerkt sei noch, dass Touch-ID auch sichere Käufe autorisiert. Es wäre fatal, hier auf die Gesichtserkennung zu setzen. Vielleicht finden wir ja eine Touch-ID im Power-Schalter untergebracht, der gerade für die Genehmigung von Käufen zuständig ist.

Sehr zum Leidwesen einiger Hüllen- und Cases-Hersteller. Meine aktuelle TPU-Hülle des iPhone 7Plus deckt sämtliche Knöpfe am Gerät ab.

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iPhone 8 Gerüchte BINGO

Am 12. September ist es soweit: Apple stellt neue Hardware und die finale Version seiner Betriebssysteme iOS 11 und MacOS High Sierra vor.

Im Vorfeld gab es schon reichlich Spekulationen und Leaks zum neuen iPhone und Leaker wie Evan Blass und die Technikwelt sind sich sicher: Zum 10jährigen iPhone-Jubiläum gibt es nicht nur die S-Variante des letzten Modells, sondern dazu noch ein brandneues iPhone mit neuem Design, neuer Technik und einem neuen Namen.

Ob es iPhone 8 heißen wird oder iPhone X oder Pro, das sei dahin gestellt. Bei der Vorstellung des iPad wurde noch der Name iSlate gehandelt, den ich favorisiert hatte, um sich deutlich vom iPod abzuheben. Aber Pad und Pod sind Apples Steckenpferde – ein weiteres ist „Pro“. Ob MacBook Pro, Mac Pro oder iPad Pro – das Pro begegnet uns auf ganzer Linie.

Doch außer dem Namen gibts noch einige mehr Gerüchte und hier lädt Felix Bahlinger zum iPhone 8 Gerüchte-Bingo ein.

Ich hab mir Spaßeshalber die Multiple-Choice-Antworten ausgedruckt und angekreuzt, in einen Umschlag gesteckt, den ich nach der Veröffentlichung vor laufender Kamera öffnen werde, um dann zu checken, wie gut meine Vorhersagen zum neuen iPhone waren.

Hier das Video:

Den PDF-Bogen zum Ausdrucken gibts in der Videobeschreibung.

Apple Car, Android Auto oder Bordmittel?

Holladiewaldfee! Mein nächster Dienstwagen bringt neues Spielzeug mit, denn das Infotainmentsystem unterstützt Android Auto und Apple Car oder Mirror Link.

Punkt.

Nein, nicht Punkt. Das ist ja das Problem bei deutschen Autos. Wir hinken hinterher. Sehr stark sogar. Noch immer dominiert das Armaturenblickfeld ein gigantischer Drehzahlmesser, der fast die Hälfte des zur Verfügung stehenden Platzes einnimmt. Tankanzeige ist da eher weniger gefragt.

Leute, Drehzahlmesser. Wofür? Sind wir hier in Hockenheim oder auf dem Nürburgring? Braucht keine Sau. Zumindest nicht so riesig.

Die Instrumente. Gerade bei den nicht ganz so teuren Herstellern ist alles oder vieles noch analog. Zeiger. Wo man nur hinsieht. Dabei könnte alles so schön sein wie bei Tesla – ein Tablet, mit dem alle Funktionen gesteuert werden und ein komplett digitales Display in der Mitte zwischen Lenkrad und Frontscheibe.

Aber nein, im Automobilbereich sind viele noch sehr, sehr altbacken.

Und dann hast du dir eine neue Kiste gekauft oder geleast und du bekommst weder Updates noch Upgrades. So ein Smartphone oder Tablet macht macht locker ein paar Betriebssystemversionen mit, bekommt neue Features, wird auf den neusten Stand gebracht. Egal ob iOS, Android oder Windows.

Aber Autos? Nein, die fährste bis du sie verkaufst oder sie aus dem Leasing gehen. Das höchste aller Gefühle ist da, wenn man das Kartenmaterial ein- oder zweimal updaten kann. In der Regel war es das dann auch. Keine Softwareupdates, um die Sensoren zu optimieren, die Lichtsteuerung zu justieren, die Verkehrskamera in ihrer Erkennung zu verbessern. Der Fahrer guckt in die Röhre, während sein Smartphone schon drei Versionen weiter ist.

Seit einiger Zeit gibt es mit Apple Car und Android Auto jedoch die Möglichkeit, sein Smartphone teilweise als Steuerzentrale für das Auto zu benutzten. Sicher, viele Infotainmentsysteme bieten sowohl über USB als auch über Bluetooth die Möglichkeit an, sein Telefon zu verbinden und nicht nur die Telefonie als Funktion zu nutzen, sondern auch Musik vom Smartphone im ganzen Auto zu verteilen, sogar im Stream übers Internet oder SMS vorlesen zu lassen und auf sie zu antworten.

Wird dein Smartphone aber aufs Display des Infotainments gespiegelt, oder zumindest in abgespeckter Form dargestellt, kann ein Touch-Display wie ein Smartphone genutzt werden. Oder?

Jein. Apple Car macht das vor. Einmal das iPhone per USB-Kabel (warum eigentlich Kabel? Behalten wir für später im Hinterkopf) verbunden sieht man die bekannten iOS Icons für Telefon, Apple Music, Nachrichten, Karten, eventuell Spotify, Podcasts und einige ausgewählte mehr auf dem Schirm und kann dann interagieren.

Da ich keine Apple-Mail-App auf dem iPhone eingerichtet habe und MS Outlook oder Googles Inbox wohl als solche nicht erkannt werden, gab es keine E-Mails zum Vorlesen. Apples Nachrichten nutze ich in den seltensten Fällen. Karten ist nicht vergleichbar mit Google Maps, dafür fehlt denen zu viel.

Ganz ehrlich? Dafür brauche ich Apple Car nicht, denn die Telefonfunktion und SMS lassen sich auch über Bluetooth bedienen, ebenso Apple Music und Spotify. Eventuell werden Cover nicht im Display des Infotainments angezeigt, aber das ist zu verschmerzen.

Wer könnte jetzt also Apple Car gebrauchen? Menschen mit Infotainmentsystemen, die gegebenenfalls keine Navigation mit sich bringen, dennoch aber ein hochauflösenden Multimedia-Display besitzen. Skoda hatte hierzu mal einen Versuch mit einer Modellreihe des Fabias gestartet. Es war grundsätzlich nur möglich den Fabia mit dem System Bolero zu bestellen, ohne Navigation. Man wollte die Fahrer auffordern, ihr Smartphone für die Navigation zu nutzen. Ging natürlich in die Hose. Viele Käufer haben die Navigation vermisst und ein eingebautes System zu nutzen (oder ein TomTom) ist für einen Datentarif im Smartphones wesentlich Geldbeutel-schonender. Denn: Navigation per Smartphone kostet für jedes MByte Geld, auch wenn man eine Flatrate hat. Nutzt man die Navigation regelmäßig könnte vom Flat-Limit am Ende des Monats nicht mehr viel übrig  sein.

Kommen wir zu Googles Android Auto. Hier sieht die Welt schon anders aus. Wer glaubt, das wäre doch das Gleiche wie Apple Car, nur für Android, der irrt.

Statt eines Android Homescreens bekommt man zwar einen Android Home-Button auf das Display des Infotainments gezaubert, damit hört die Ähnlichkeit zu einem Android-Smartphone oder -Tablet schon auf. Zu beiden Seiten neben dem Homebutton erscheinen Symbole für Telefon, Musik, Navigation und eine Art Back-Button, um zum System des Autoherstellers zurückzukehren.

Keine Icons. In der Home-Ansicht verwendet Android Auto die Karten, die man auch aus dem Google Now Menüh verwendet, hier aber nur die Wichtigsten, die man fürs Fahren braucht:  Wetter, Verkehrsverhältnisse, Navigation, verpasste Anrufe, Nachrichten.

Ich nutze weder den Standard-Mail-Client eines Android-Smartphone-Herstellers, noch die Gmail-App, sondern Googles Inbox, daher kann ich auch hier nicht sagen, ob E-Mails auch ein Thema für die Darstellung sind. Im Gegensatz zu Apple Car zeigt Android Auto aber auch What’s App Nachrichten an.

Während der Fahrt kann man sich neu eingegangene Nachrichten von der freundlich-schnippischen Google-Uschi … äh, vom Google Assistenten vorlesen lassen. Und, Trommelwirbel, es besteht sogar die Möglichkeit zu Antworten. Entweder per Tipp auf die Display-Stelle, die den Satz „Ich fahre gerade.“ hervorhebt oder mit Tipp auf das Mikrofonsymbol, um seine Antwort zu diktieren. Dafür wird seltsamerweise Google Hangouts als Chat-Schnittstelle für What’s App genutzt. Ich hatte Hangouts schon gar nicht mehr installiert, da die SMS-Funktion eingestellt wurde und Google seinen Messenger durch Allo und  Duo ersetzt hat, bzw. dabei ist ihn zu ersetzen.

Die verbale Antwort wird von Google in Text umgewandelt und als Text versendet. Das klappt hervorragend.

Bei der Music-Auswahl lässt sich zwischen Google Play Music und Spotify wählen. Die SIM-Karten-Funktionalität wird hierbei vom Smartphone auf das Auto-Infotainment übertragen, sodass das Smartphone für die Dauer der Kopplung blockiert ist.

Man kann also nicht mal eben das Handy zur Hand nehmen, um Mails zu checken, während Android Auto aktiv ist. Hat auch einen Sicherheitsvorteil, niemand muss das Handy während der Fahrt in die Hand nehmen.

Für die Navigation nutzt Google selbstverständlich Google Maps – und hier bekommt man nachweislich die beste Navigation, die aktuell existiert. Verkehrshindernisse werden wesentlich schneller übermittelt als an TMC-basierte eingebaute Navigationssysteme. Die Route wird ständig mit Daten aus dem Internet aktualisiert.

Wer sich gerne mit Google Maps navigieren lässt, der ist mit Android Auto bestens aufgehoben … benötigt  dafür aber kein 2.000 Euro teures Infotainmentsystem mit Navigation, wenn man diese Funktionen sowieso nicht nutzt.

Hinzu kommt ein entscheidender Nachteil: Je nach Position des Bildschirms im Auto muss man den Blick von der Straße nehmen, um zur Kartendarstellung zu schauen.

Eingebaute Navigationssysteme bieten in der Regel noch Navigationshinweise im Tachobereich, sodass man für einen schnellen Blick, ob man sich auf der richtigen Spur zum Abbiegen befindet, nur kurz durch das Lenkrad hindurch schielen muss, ohne dabei den Kopf zu drehen und gänzlich woanders hinzuschauen.

Kommen wir zurück zu USB. Sowohl Android Auto als auch Apple Car erfordern eine Verbindung des Smartphones per USB-Kabel.

Warum?

Das frage ich mich auch. Denn sobald das Kabel eingeklinkt ist, wird das Smartphone geladen. Bei einem fast leeren Akku sicherlich eine tolle Sache, aber bei mehreren Kurzstrecken hintereinander an einem Tag, beginne ich immer wieder und wieder mein Smartphone zu laden.

Ab ins Auto, Handy dran, laden, drei Minuten später, Packstation, anhalten, Motor aus. Paket abholen, wieder einsteigen, Motor an. Handy wird wieder geladen. Eine Minute später, Stopp an der Tankstelle, Tank vollmachen. Motor ist aus. Bezahlen. Motor an. Handy fängt wieder an zu laden. Fünf Minuten später. Bäcker. Motor aus. Brötchen holen. Einsteigen. Motor an. Handy wird wieder geladen. Fünfzehn Minuten später. Büro. Aussteigen. Motor aus. usw. usw.

Permanent und mit Unterbrechnungen wird das Smartphone an Strom gehangen und wieder getrennt.  Wie lange ein Akku sowas mitmacht, ist fraglich.

Datenübertragung funktioniert auch per Bluetooth, warum also nicht den Besitzer selbst entscheiden lassen, wann er ein Ladekabel an sein Gerät hängt, um es zu laden?

Daher: Ich könnte mir vorstellen, Android Auto für eine längere Fahrt, bei der ich eventuell erwartet werde und man mir zwischendurch What’s App Nachrichten schickt einzusetzen. Beachten muss ich: Die Navigation über Google Maps kostet mich Datenvolumen! Nutze ich das Navigationssystem des Autos, ist das zwar nicht ganz kostenlos, denn man hat viel Geld für das Gerät investiert, aber man zahlt aktuell nichts dafür.

Ansonsten ergeben weder Android Auto noch Apple Car für mich aktuell wenig Sinn und dienen eher dazu, den Akku eines Gerätes zur Weißglut und in den frühen Tod zu treiben.

Da die Durchlaufzeit bei mir für Androiden meist nur 6 Monate ist, bei iPhones ca. 1 Jahr, könnte mich das ja nicht jucken, aber ich hege schon ein Interesse daran, beim Weiterkauf eines Gerätes, dieses dem Käufer in einem einwandfreien Zustand weiterzureichen und nicht mit einem Akku, der seine besten Tage weit hinter sich gelassen hat.

Koppel per Bluetooth und alles wird gut.

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