DER VIGILANTE EFFEKT: Welche Schauspieler standen Pate?

Man kann in einem Roman einen Protagonisten ausführlich beschreiben oder nur ansatzweise. Letztere Variante ist mir eigentlich am liebsten, denn sie eröffnet dem Leser mehr Spielraum, seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.

Das birgt natürlich die Gefahr, sollte jemals ein Roman verfilmt werden, dass Fans auf die Barrikaden gehen, wenn sie im Casting erfahren, dass die Personen nicht so besetzt sind, wie sie sie sich vorgestellt haben.

Natürlich gibt es auch von mir immer wieder ein paar Informationen. Haarfarbe. Augen. Ein kleines anderes körperliches Merkmal. Der Rest bleibt euch überlassen.

Dennoch habe ich schon gewisse Personen vor Augen, wenn ich schreibe. Ich lege für jede Figur eine Notiz in Evernote mit einer Auswahl Fotos des Modells oder des Schauspielers an, um beim Schreiben hin und wieder auch mal drauf zu schauen, während ich vielleicht ein Detail einstreue oder mir überlege, wie wird genau diese Person mit dieser Erscheinung in dieser und jener Lage reagieren?

Ein paar Namen kann ich euch vielleicht hier aus meiner Vorstellung um die Ohren knallen, vielleicht stimmt ihr mir beim Lesen zu oder ihr denkt euch, was hat er sich nur dabei gedacht, wen hat er sich vorgestellt?

Schauen wir mal.

Hier eine Auswahl:

Mark Valley ist Mark Jedediah Vigilante – die Vornamensgleichheit ist hier wirklich rein zufällig.

Für Madame Dunoire, die bereits in den Hannigan-Romanen mitspielte, habe ich Gerit Kling, die Schwester von Anja Kling als bildliche Vorlage vor Augen gehabt.

Assistant Director Victor Bailey ist natürlich so, wie er im Buch beschrieben wird, eine etwas jüngere Ausgabe von Nicolas Cage.

Lennox Evan Buckingham würde in einer Filmversion in meiner Version gespielt von Timothy Hutton.

Seine Frau Patricia sollte von der bezaubernden Rena Sofer gespielt werden.

Für Marian Watts, der Sicherheitschefin Madame Dunoires stand Jamie Alexander Parte.

Und bei Aletha Neely, der Actual Operations Commander des Frostbite -Teams habe ich Chyler Leigh aus Supergirl vor Augen gehabt.

Im Frostbite-Team wäre Sergeant Gary Jenkins erwähnenswert, für den ich Ryan Reynolds gecasted hätte.

Und? Wen stellt ihr euch bei euren Lieblingsromanen vor?

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Wiedersehen mit Hannigan

Während ihr euch hoffentlich mit dem frisch erschienenen Roman DER VIGILANTE EFFEKT beschäftigt, arbeite ich derweil am dritten Teil der Reihe, der voraussichtlich unter dem Titel VIGILANTES GESETZ erscheinen wird.

Einen kleinen Bonus für alle Fans von Eileen Hannigan kann ich euch jetzt schon versprechen: Nicht nur Hannigan selbst, sondern auch einige andere Charaktere aus früheren Hannigan-Romanen werden einen Auftritt in VIGILANTES GESETZ haben.

In welcher Form? Das sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

ÜBERRANNT – Cover von Mark Freier

Mark Freier hat ja schon einige Buchtitelbilder für meine Werke illustriert – und er scheint es darauf anzulegen, bei jedem Cover besser zu werden als vorher.

Für den kommenden SF-Roman ÜBERRANNT hat er nun das Titelbild fertig gestellt. Ich will euch das Meisterwerk an dieser Stelle natürlich nicht vorenthalten.

ÜBERRANNT – SF-Roman

Bandersnatch: Uninteraktiver Scheiß bei Netflix

Ein Frohes Neues Jahr!

Hätte man mich im Freundeskreis nicht drauf hingewiesen, hätte ich den BLACK MIRROR Ableger Bandersnatch wohl links liegen lassen, da mich Black Mirror insgesamt nicht so geflasht hat.

Eine oder zwei für mich gute Geschichten, vieles ist mir dann aber doch zu sehr Twilight Zone.

Nun kommt Bandersnatch. Ausgekoppelt aus der Reihe als Stand Alone Film, der interaktiv sein soll.

An bestimmten Stellen der Handlung hat der Zuschauer „die freie Wahl“ und kann den Fortlauf der Handlung mitbestimmen.

Nicht.

Zunächst einmal: Auf Apple TV läuft der vermeintlich interaktive Streifen nicht. Futurezone vermutet dahinter Konkurrenzdenken, was natürlich total plemplem ist. Denn alles andere läuft ja auch auf der Netflix App des Apple TV.

Des Weiteren: Interaktive Filme und Spiele mit interaktiven Filmsequenzen gibt es schon seit zig Jahren. 1983 erschien auf Laserdisc beispielsweise der interaktive Zeichentrickfilm Dragon’s Lair. Die Interaktion wirkte sich auf die Bewegungen der Zeichentrickfigur aus.

Über 30 Jahre später erwartet man hier sicherlich bombastische Fortschritte, doch was macht Bandersnatch?

Es geht um simple Ja/Nein-Entscheidungen, die der Zuschauer treffen darf.

Könnte man unter Umständen noch mit leben, wenn diese Entscheidung tatsächlich den Handlungsverlauf beeinflusst und so mehrere Wege zum Ziel (dem Ende des Films) führen. Doch leider beschränkt sich die Interaktion darauf, zuweilen zur Fernbedienung zu greifen und JA oder NEIN auszuwählen.

Hat man sich falsch entschieden, merkt man das bereits nach 20 Sekunden und wird wieder zur ursprünglichen Frage zurückgeleitet, um sich dann „richtig“ zu entscheiden.

Es gibt also keine verschiedenen Handlungsebenen, alternative Wege und Ziele.

Dann, liebes Netflix, kann man das auch sein lassen. So nervt die Unterbrechung einfach nur.

Und dass es nicht auf dem Apple TV abspielbar ist, macht es nicht besser. Oder vielleicht doch … die Nutzer bleiben verschont.

Edit: Nachdem ich nun weiter geschaut habe, musste ich feststellen, dass es im letzten Drittel des Films doch unterschiedliche Ausgänge gibt. Warum nicht gleich so?

Mit Gadgets ins Jahr 2019

Hallo,

ich bin’s wieder. Der Typ mit den vielen Bildschirmen und Displays.

Diesmal bin ich etwas später dran, will es mir aber dennoch nicht nehmen lassen, das Jahr mit der beliebten Rubrik „Mit Gadgets ins neue Jahr“ zu beschließen.

Obwohl ich Ende letzten Jahres vollmundig verkündete, jetzt ist erst einmal Schluss, hat es dann doch eine Menge Bewegung gegeben.

Ich verschone euch mit der Auflistung der Dinge, die ich vom letzten Jahr mit nach 2018 genommen und abgegeben habe und auch mit jenen, die ich zwischenzeitlich gekauft und wieder verkauft habe.

Kommen wir also zu denen Geräten, die mich täglich begleiten und die den Wechsel nach 2019 überstehen werden 🙂

Smartphones

Nach meinem Jahr iPhone-Pause stieß ich im Juni auf gravierende Probleme mit dem Entertainmentsystem meines Dienstwagens. Die Bluetooth-Verbindung funktionierte nicht mehr zuverlässig und Android-Auto hat mehr und mehr Mucken gemacht (eingehende Anrufe wurden plötzlich über das Smartphone wiedergegeben, statt über die Lautsprecher des Fahrzeugs).

Als ich dann das iPhone meines Sohnes via Apple Car Play mit dem Bordsystem verband, war ich hin und weg.

So kam es, dass ich im Juni ein iPhone 8 Plus kaufte (das iPhone X durfte ich nicht, wegen einer Wette, die ich sonst verloren hätte). Da die Samsung Galaxy Gear aber nicht mehr zuverlässig mit dem iPhone arbeitete, wie vorher mit dem Galaxy Note 8 war auch der Weg zur Apple Watch nur noch einen Katzensprung entfernt.

Die Vorstellung der neuen iPhones und iPad Pro ließ mich dann Android fast gänzlich den Rücken zukehren. Nur ein Androide ist mir noch geblieben (pssst … das ist aber ein Guter).

Ich nehme also mit ins Jahr 2019:

Das iPhone Xs Max – beruflich genutzt und mit der Apple Watch Series 4 verbunden für stumme Anrufe am Handgelenk. Meine Probleme mit iPhone-Fotos haben sich inzwischen gelegt. Ich bin von der Displaygröße begeistert. Auch wenn die Notch mich noch etwas stört, mir wäre hier wirklich wohler, man könne sie ausblenden, wie es bei Android-Geräten der Fall ist.

Das iPhone Xr – ist mein privater Daily Driver. Es gibt an dem Gerät absolut nichts auszusetzen und ganz ehrlich, das X oder Xs wäre mir vom Display her zu klein gewesen. Ich bin mit der Kompromissgröße zwischen Xs Max und Xs sehr zufrieden. Zum Display habe ich an anderer Stelle schon etwas geschrieben. Der Akku hält lang, die Kamera ist identisch mit der Single-Lens des Xs – insgesamt ein sehr schönes Gerät mit dem es Spaß macht zu arbeiten.

Das OnePlus 6 – der letzte Androide. Ein geiles Gerät. Sehr performant auch nach einem halben Jahr. Schöne Gestensteuerung, gutes Display, kleine Notch. Einziger Abstrich: Die Kamera, die aber in der Oberklasse mitspielt, wenn dort auch im unteren Bereich. Zumindest ist sie besser als die des iPhone 8 Plus. Sicherlich wäre das OnePlus 6T als Upgrade eine schöne Wahl wegen der besseren Kamera und der Tropfennotch, doch der Fingerabdrucksensor im Display lässt mich da noch zögern. Mal sehen, wie das OnePlus 7 wird.

Tablets

Im Bereich Tablet-PCs habe ich auch alles abgestoßen, was ich aus dem Android-Bereich noch bei mir hatte. Weg sind das Pixel C und das Huawei Mediapad.

Im Einsatz befindet sich das iPad Pro 11″ beruflich und das iPad (2018) als Couch-Tablet.

Punkt. Keine Kompromisse mehr. Alles muss rund laufen und funktionieren.

Notebooks

Nach vielem Ausprobieren habe ich hier einiges umgebaut.

Geblieben ist das Chromebook HP G13 als Schreibgerät für meine Manuskripte, die ich seit zwei Jahren in Google Docs verfasse und nicht mehr in MS Word.

Wieder hinzugesellt hat sich ein MacBook Pro 13″ Retina. Das dient mir beruflich als Hauptrechner und löst damit meinen 2012er iMac am Schreibtisch ab.

Für die Windows-Variante nutze ich ein Huawei Matebook X Pro, das mich wegen seines tollen Designs und dem schmalsten Rahmen in einem Laptop angesprochen hat.

Stationäre Rechner

Im Bereich Hauptrechner zu Hause wurde der iMac von 2014 von einem MacMini abgelöst. Das 3-Bildschirm-Setup mit 21,5″ und 1080p ist von einem 2-Bildschirm-Setup mit 27″ und 1440p abgelöst worden.

Nur zum Gaming nutze ich weiterhin meinen ASUS ROG PC

Sonstige Gadgets

Lesetechnisch bleibe ich hauptsächlich dem Kindle treu und nutze den Kindle OASIS 2 mit dem 7″ Display. Für Epubs, die ich noch habe, habe ich mir einen Tolino mit 7,9″ zugelegt.

Leider komme ich zu wenig zum Lesen und lasse mir viele Bücher beim Autofahren vorlesen.

Täglicher Begleiter ist die Apple Watch Series 4. Es gab eine Zeit, in der ich die Smartwatch-Funktionen nicht genutzt habe. Das änderte sich seinerzeit mit der Galaxy Gear S3. Inzwischen hab ich die Apple Watch mit all ihren Funktionen wieder lieb gewonnen. Neben Uhrzeit, Terminen, Benachrichtigungen nutze ich die Gesundheitsaspekte: Ich achte auf die Aktivitätenringe, nutze die Atem-Achtsamkeits-App, den Pulsmesser und lasse meinen Schlaf tracken.

Im Bereich Smartspeaker habe ich etwas umgestellt und umgeswitcht. Meine SONOS-Anlage ist verschwunden. Rasche Infos zwischendurch gibts von Alexa über den Echo (1. Generation), Musik im Arbeitszimmer über den Echo 2. Generation.

Der Echo Dot tut seine Funktion als Wecker und im Bad als Musiklautsprecher und um morgens das Wetter und die Nachricht vorzulesen, während man sich die Zähne putzt.

Die Musikbeschallung im Wohnzimmer übernimmt ein Apple Homepod, über den ich auch die Heizungsthermostate und einige Smartlampen steuere.

Ausblick

Für 2019 interessiert mich vornehmlich, was OnePlus rausbringen wird. Den Fingerabdrucksensor unters Display zu verbauen und die Notch auf ein Minimum zu reduzieren ist schon mal ein vernünftiger Ansatz gewesen – da geht noch mehr.

Im restlichen Androidenlager sehe ich eher Ladenhüter. Samsungs Notch-Weigerung ist löblich, aber schmalere Displayränder zum Preis eines Kameralochs im Display zu erzielen, wie es wahrscheinlich beim Galaxy S10 sein soll, ist nicht fortschrittlich.

Fortschritt wäre es, nicht nur die vorderen Sensoren (Näherung, Umgebungslicht), sondern auch die Kameralinse unters Display zu verbauen, sodass nichts davon sichtbar ist. Ob das technisch machbar ist, keine Ahnung, aber ich bin SF-Autor – träumen wird man ja noch dürfen.

So sehr ich mir falt- und biegsame Displays wünsche, der Einsatzzweck muss klar definiert und ersichtlich sein. Samsungs Prototyp vom Galaxy F ist da für mich eher eine Machbarkeitsstudie und für mich praktischen Mehrwert. Als Smartphone hat es ein zu kleines Display und ist zu dick, als Tablet ist es letztendlich auch zu klein.

Wenn ich an biegsame Displays denke, dann fallen mir die Designstudien von ASUS Waveface ein. Die sind allerdings schon 9 Jahre alt und leider noch immer nicht umgesetzt worden. ASUS hatte seinerzeit eine Reife von ca. 5 Jahren angekündigt. Bei Waveface handelt es sich um Konzepte wie beispielsweise einen Armreif, der komplett als Display konzipiert ist, ein aufklappbares Display, das dann als Notebook fungiert und ähnliches.

Das wären die Dinge, die mich in der Zukunft reizen. Smartphone-Tablet-Kombinationen wie sie in der neuen Serie WESTWORLD dargestellt werden.

Mal sehen, wo die Reise hingeht.

Euch wünsche ich ein Frohes Weihnachtsfest, bleibt gesund, kommt gut rüber und vorab alles Gute für 2019!

Euer

Martin Kay

Lieferbar: Der Vigilante-Effekt

Das zweite Solo-Abenteuer des ehemaligen Secret-Service-Agenten Mark Jedediah Vigilante ist erschienen. Ihr bekommt das Buch entweder als Ebook oder als Paperback bei dem Buchhändler eures Vertrauens oder als Hardcover direkt beim Atlantis-Verlag.

Während der erste Vigilante-Roman als Episodenabenteuer mit rotem Faden angelegt war, erwartet euch in Der Vigilante-Effekt ein durchgehender Plot.

Worum geht’s?

Sein Name ist Mark Jedediah Vigilante. Er war Agent beim United States Secret Service, bis er nach einem Komplott gegen die amerikanische Regierung als Sündenbock auf die Straße gesetzt wurde. Jetzt verdient er sein Geld als Troubleshooter, privater Ermittler und Schlichter. Wenn diplomatische Lösungen versagen, Krisen unausweichlich sind und militärische Konflikte die einzigen Alternativen zu sein scheinen, ruft man Vigilante.

Sein zweiter Auftrag führt ihn nach Mailand, wo Cheyenne Buckingham, die Tochter eines Waffenmagnaten, entführt wurde. Man befürchtet, dass Scorpio-Kartell will diesen unter Druck setzen, um an die Pläne einer intelligenten Waffe zu kommen.

Die zwielichtige Bordellchefin Madame Dunoire beauftragt Vigilante mit der Befreiung Buckinghams Tochter. Als er in Mailand landet, muss er jedoch feststellen, dass auch die Bundesbehörde DARPA mitmischt und ein Black-Ops-Kommando beauftragt hat, die Entführer ihres Druckmittels zu berauben.

Während Vigilante und seine Schutzbefohlene von feindlichen Agenten und Söldnern unter Beschuss genommen und quer durch Mailand gejagt werden, bekommt Vigilante über Dunoire unerwartete Hilfe von einer Hackerin namens Sentinel …

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Der Vigilante Effekt – Titelbild wieder ausgezeichnet umgesetzt von MARK FREIER

Betriebsblindheit: Das verkannte iPhone Xr

Ich muss gestehen, ich habe mich im selben Zug gesehen. Du bekommst ein Produkt vorgestellt und dann passen die einige der Spezifikationen nicht. Prompt fällt das Produkt bei dir durch, obwohl du es nie live gesehen und nie in den Händen gehalten, nie ausprobiert hast.

Als Apple das iPhone Xr im September vorgestellt hat, lasen sich auf dem Blatt Papier einige Dinge gar nicht mal so verkehrt.

Großer Akku. Der gleiche Prozessor wie in den teureren Geräten. Selbst die gleiche Front- und Hauptkamera wie in den Xs-Brüdern. Auch wenn die Telelinse fehlt. Damit kann man leben.

Aber dann. Woraus resultiert der Preisunterschied. An welcher Stelle wurde abgespeckt?

Klar, 1 GB weniger RAM als in den Xs-Geräten. Da aber auch das iPhone X mit „nur“ 3 GB daher kommt, sollte auch das vertretbar sein. Die iPhones sind ja ohnehin wahre Performance-Monster.

Der Aufschrei, der durch die Gemeinde ging, war dann das Display. Und wie gesagt, ich zähle mich dazu. Mir ging es dabei nicht mal um die Verwendung eines LCD-Panels.

Ja, OLED arbeitet stromsparender und kann Schwarzwerte perfekt darstellen, aber dafür hat OLED auch nicht die tolle Blickwinkelstabilität wie ein IPS-Panel.

Aber die Auflösung. Die Auflösung ist Stein des Anstoßes. 1.792 x 828 Pixel. Das ist in der Breite etwas mehr als 720p, also gerade mal HD, nicht einmal Full-HD. Sicherlich okay für ein 250 Euro Gerät aber 850 als Startpreis? Hey, du kriegst Full-HD-Panel von Honor und OnePlus für die Hälfte des Geldes, sogar in OLED. Und Apple haut dir so eine „Augenkrebs erzeugende, unterirdisch schlechte Auflösung“ um die Ohren?

Das iPhone Xr als Option war für mich erstmal gestrichen.

Mit Release des Gerätes im Oktober beschäftigte ich mich jedoch noch einmal damit. Die Kritik wegen des „schlechten“ Displays kam nicht nur aus dem Konkurrenzlager von Android, sondern auch aus den Reihen der Apple-Jünger.

Man ist es gewohnt: Smartphones mit FHD, QHD Auflösung, Samsung hat es vorgemacht. Und zu Hause guckst du auf einen 40″ Fernseher, der Full-HD hat. Natürlich sitzt man nicht mit der Nase vor dem Fernseher, sodass Pixel aufgrund des Abstands nicht auffallen, aber mal ganz ehrlich: Du hast vor einem 17″ TFT mit 1366 x 768 gesessen und sogar heute noch haben die meisten Subnotebooks (nicht Ultrabooks!) diese Auflösung bei Displaygrößen von 12″ – 17″ – auch die teuren Business-Maschinen von Lenovo, die mit Preis ab 900 Euro aufwärts aufwarten.

Auflösung ist nicht alles. Auflösung muss bewertet werden nach den Kriterien der Bildschirmgröße und des Abstands der Augen, die auf diesen Bildschirm schauen. Was vor 10 Jahren so überhaupt nicht relevant war, ist heute ein umso aussagekräftiger Faktor: Die Pixeldichte.

Wie viel Pixel werden denn auf einer Fläche des Displays dargestellt. Was nimmt das menschliche Auge davon überhaupt wahr? Ab welcher Pixeldichte erkennt das Auge nicht mehr die beleuchteten Punkte, die ein Bild oder Text auf einem Schirm ergeben?

Wofür ist denn diese Mega-QHD-Auflösung in einem Samsung-Flaggschiff gut? Merkt überhaupt jemand einen Unterschied. Die Galaxy-S-Reihe wird im Full-HD-Modus ausgeliefert, man muss erst selbst in den Einstellungen die Auflösung hochschrauben, wenn gewollt. Und? Merkt das menschliche Auge dann einen Unterschied? Subjektiv suggeriert man sich das wohl ein, aber biologisch ist da nichts rauszuholen, wenn man nicht Geordi LaForge heißt.

Die hohe Auflösung in den Samsung Geräten ist gut für Virtual Reality. Die Gear VR Headsets splitten die Auflösung auf zwei Augen auf, um den räumlichen Effekt zu erzeugen. Auf einem Daumenkinodisplay brauche ich keine 1440p, wenn ich parallel dazu an meinem Laptop bei 17″ mit 1080p arbeite.

Klick gemacht hat es bei mir beim PPI-Vergleich zu anderen Geräten, mit denen ich häufig arbeite: Ein iPad Pro mit 10,5″ Displaydiagonale und einer Auflösung von 2224 x 1668, was einer Pixeldichte von 264 dots per inch entspricht.

Niemand wird bestreiten, dass der Augenabstand zu einem Tablet sich ähnlich verhält, wie zu einem Smartphone. Niemand wird bestreiten, dass das iPad Pro ein schlechtes Display hat, das eine zu niedrige Auflösung hat. Gemeinsam mit 120 Hz Bildwiederholrate und True-Tone bietet das iPad Pro Display eine der angenehmsten Betrachtungsmöglichkeiten auf einen Bildschirm.

Niemand bestreitet das.

10,5 Zoll. Bei 264 ppi.

Vergesst die Auflösung.

Schaut auf die ppi-Zahl.

Der Kindle OASIS Ebook-Reader von Amazon hat ein gestochen scharfes Display, das mit seiner tollen Pixeldichte extrem prädestiniert für augenfreundliches Lesen ist. Die Pixeldichte des Kindle OASIS beträgt 300 ppi.

Das iPhone 6, 6s, 7 und 8 haben eine Pixeldichte von 326 ppi.

Das heißt, obwohl der Kindle OASIS Schrift gestochen scharf darstellt, sodass das menschliche Auge keine Pixel mehr in Buchstaben wahrnimmt, sondern flüssige, ineinander übergehende Formen, wird Text auf einem iPhone 6, 6s, 7 und 8 noch schärfer dargestellt.

Zurück zum iPad Pro: Selbst das iPad Pro stellt Schrift so scharf dar, dass man super angenhem mit dem Gerät arbeiten und darauf lesen kann und problemlos Full-HD-Videoinhalte genießt.

Bei 264 ppi, bei denen das menschliche Auge keine Pixel mehr sieht, solange man Text nicht quasi-unendlich hochskaliert.

Das iPhone Xr besitzt die gleiche Pixeldichte, wie das iPhone 6, 6s, 7 und 8 – nämlich 326 ppi und stellt damit mehr Pixel auf einem Inch dar, als das iPad Pro oder gar der Kindle OASIS oder vergleichbare E-Reader.

Was auf dem Blatt Papier schlecht klingt ist in Wahrheit gar nicht so schlecht, wie es gerne geredet wird. Das ist wie damit zu prahlen, dass sein Auto 300 fahren kann – wenn man es in der Realität nie ausfahren kann, ist diese Geschwindigkeit unnütz. Genauso unnütz wie eine höhere Auflösung oder Pixeldichte auf einem 6,1″ Gerät, wo eine geringere Pixeldichte auf einem 10,5″ für ein extrem angenehmes Schauerlebnis sorgt.

Ich schaue gerne auf das Display des Xr – und ja, wenn ich schräg von unten drauf gucke, wenn es auf dem Tisch liegt, dann ist der Blickwinkel extrem stabil – beim iPhone Xs hingegen gibt es die typische OLED-Blauverschiebung (wenn sie auch nicht so stark ist, wie beim Google Pixel 2 XL, aber sie ist vorhanden!).

Lasst auch das Xr also nicht madig machen von Leuten, die nur nach Auflösung schreien und Datenblätter rezitieren. Schaut euch das Gerät unvoreingenommen im Laden an, falls es euch interessiert.

 

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