Ausgepixelt? Erfahrungsbericht 8 Monate Google Pixel

Das erste Google Pixel hatte ich 6 Monate im Einsatz und war von der Performance und der Kameraleistung bis zum Ende sehr zufrieden.

Das Gerät hatte seine Einsatzzeit für mich damals jedoch rum und war mir generell zu klein, sodass ich es nach sechs Monaten verkaufte.

Klar war für mich, dass ich bei einem Pixel 2 die größere Version wählen würde.

Das Pixel war jedoch nicht das einzige Pixel-Gerät in meinem damaligen Besitz. Seit Dezember 2017 besitze ich das Pixel C getaufte 10,5″ Android-Tablet von Google.

Ja, das sind bereits 2 Jahre und 7 Monate. Ungewöhnlich für mich, ich weiß.

Aber was zeichnet reines Android denn so aus? Es heißt immer: Die Performance. Das System rennt so, wie es laufen soll. Butterweich und flüssig.

Nach 2 Jahren und 7 Monaten kann ich das vom Google Pixel C allerdings nicht behaupten. Ich schätze mal so nach über einem Jahr fingen die Probleme so langsam an.

Performance-Einbußen beim Aufwecken aus dem Standby. Je länger der Tiefschlaf (und ein Standby sollte ja eigentlich nur ein Ruhen und kein Schlafen sein) dauert, desto länger braucht das Pixel C, um wieder daraus zu erwachen und fit zu sein.

In der Zeit, in der sich das System langsam aber sicher, mitunter bis zu fünf Minuten lang, stabilisiert, reagiert der Touch-Screen kaum auf Anfragen und vehement gedrückte Apps stürzen einfach ab.

Android fragt erstmal alle Nachrichten der Apps ab – und leider ist OS-Intelligenz nur was fürs Marketing und für das Blatt Papier. Intelligente Systeme würden erkennen, dass ich die App-Benachrichtigungen bereits auf einem Zweit- oder Drittgerät abgerufen habe und erneute Benachrichtigungen gar nicht erforderlich sind.

Erst auch die letzte App ihren Abruf getätigt, kann man halbwegs anfangen, mit dem Tablet zu arbeiten.

Der Standby-Akku leistet hierbei immer noch fabelhafte Dienste. Man kann das Gerät gut und gerne 8 Tage bei aktiviertem WLAN, NFC und Bluetooth herumliegen lassen, ehe die Batterie schwächelt.

Schauen wir uns nun den jüngeren Bruder an. Seit 8 Monaten besitze ich das Google Pixel 2 XL – gefertigt von LG im Auftrag von Google.

Designmängel? Ja, zwei. Der Blaustich des Displays ist bekannt, hat mich aber nie gestört. Die doch recht großen Ränder oben und unten sind zwar besser gelöst, als HTC es beim kleineren Bruder, dem Google Pixel 2 hinbekommen hat, aber da ist noch viel Luft nach oben. Irgendwo pendelt das Pixel 2 XL zwischen dem LG G6 und dem V30 – designtechnisch hat hier Samsung ganz klar die Nase vorn gehabt und mit dem S8 einen optischen Wow-Effekt geschaffen, den LG ein halbes Jahr später nicht hat aufholen können.

Ansonsten ist das Pixel 2 XL in den Anfangstagen genau so wie es sein soll. Leistungsstark mit purem Android und ohne Schnörkel. Dazu eine richtig geile Kamera, rasche Updates, unbegrenzter Fotospeicherplatz für 3 Jahre – was will man mehr?

8 Monate später merke ich dann aber, dass die Vorteile, die gerne in der Technikszene genannt werden, so gar nicht mehr vorhanden sind. Okay, die Kamera ist immer noch gut, zumindest beim Foto-Schießen – doch was hilft es, wenn sie mehr als 5 Sekunden braucht, bis sie startklar ist? Eine Schnappschuss-Situation ist dann längst vorbei, rechnet man noch die Zeit drauf, die man braucht, zu realisieren, dass man jetzt ein Foto machen will, den Implus, das Handy zu zücken und schussbereit zu machen und dann wirklich den Auslöser drückt.

Und auch hier scheint sich das gleiche Problem zu zeigen, wie beim Pixel C: Andauernder Standby verlangsamt das gesamte System. Dabei lasse ich das Pixel 2 XL nie so lange aus, wie beispielsweise das Tablet. Eigentlich schaue ich immer täglich drauf, auch wenn ich es aktuell nicht. als Daily Driver nutze, sondern dem OnePlus 6 den Vorzug gebe.

Der Fingerabdrucksensor des Pixel 2 XL war nie der Schnellste. Im direkten Vergleich mit Huawei-Geräten oder auch dem OnePlus 5T und dem 6er hinkt er jedoch mächtig hinterher. Mehr als eine Sekunde benötigt der Sensor, um das Display zu entsperren.

Und dann kann das Kunststück passieren, dass Apps einfach nicht reagieren und selbst das Wischen über den Bildschirm nichts bringt. Hat man das Gerät eine Weile wieder benutzt, scheint sich die Lage wieder zu normalisieren und man kann wieder normal damit arbeiten.

Schön ist das nicht. Und ja, ich habe das auch beim iPhone 6 Plus nach 8 Monaten gehabt, jedoch nie so stark. Dort waren es mal Einzefälle, dass die Kamerabewegung nicht nachkam oder man direkt nach dem Aufwecken eine App nicht sofort reagierte und sich selbst beendete.

Ist es wirklich der Fluch von Android, dass auch in der Version 8 des Betriebssystems die Geräte nach Monaten langsam werden?

Das OnePlus 5T mit einem angepassten Android, dem Oxygen OS war nach 6 Monaten noch immer so schnell wie am ersten Tag. Hier konnte ich keine Performance-Einbußen feststellen. Fingerabdrucksensor doppelt so schnell wie beim Pixel 2 XL und die Gesichtserkennung war einfach nur rasant. Wischen, Kamera, alles reagierte auch nach einem halben Jahr noch flüssig.

Beide Geräte besitzen den gleichen Prozessor, allerdings besitzt das OnePlus 5T 6 GB RAM gegenüber den 4 GB aus dem Pixel 2 XL. Ob das ein entscheidender Punkt ist? Immerhin fing das Galaxy Note 8 mit seinen 6 GB RAM nach ebenfalls 8 Monaten Einsatzzeit nicht an zu ruckeln und stottern. Das S8 dagegen hatte bereits nach vier Monaten die ersten Stotterer, gerade beim Öffnen der Kamera-App.

Was passiert jetzt? Das Pixel C habe ich so gut wie in Rente geschickt. Es ist voll geladen, aber aus. Wirklich aus. Nicht im Ruhezustand. Für den schnellen Blick in die IMDB auf der Couch oder zum Abrufen von RSS Feeds via Innoreader habe ich ein Huawei Mediapad M3 mit 8″ – optimale Couchgröße, bisher keine Hakler und Ruckler. Alle anderen Sachen mache ich mit dem iPad Pro 12,9″.

Ob ich mich durchringen kann mein Pixel 2 XL gegen ein Pixel 3 XL einzutauschen? Mal ganz ehrlich, den einzigen Vorteil den das Pixel seinerzeit hatte, war die beste Smartphone-Kamera. Inzwischen ist es überholt worden und wenn es im November 2018 wieder nur die beste Kamera hat, wird es danach Geräte geben, die es wieder einholen.

Schauen wir mal, was der iPhone-Markt im September in puncto Kamera hergibt.

Advertisements

Ausprobiert: Skype for Business

Skype hat ja nun schon eine längere Geschichte, bevor es von Microsoft gekauft wurde.

Wenn man jemanden nach Skype fragt, verbindet er es in erster Linie mit dem Begriff „skypen“ und meint damit Videoanrufe.

Skype kann aber noch mehr. Man kann darüber auch nur per Audio chatten, was manchmal als Teamspeak gar nicht so verkehrt ist. Habe ich beim Coop-Spielen via Steam Games verwendet, um mich mit meinem Spielpartner verbal austzutauschen und klappt auch ganz gut.

Skype eignet sich auch zum Chatten. Hat gegenüber derzeitigen Messenger-Programmen den Vorteil, dass man ein Skype-Konto hat und dieses nicht an eine Mobilfunknummer gebunden ist.

Nutzt man mehrere Geräte oder neben dem Telefon auch noch PC und Tablet, dann reicht es, sich mit Benutzernamen einzuloggen und man startet den Chat dort, wo man aufgehört hat.

Allerdings ist der Chat in Skype alles andere als bequem. Ruft man Skype auf, dauert es eine Weile, bis die Inhalte eines Chats geladen werden, gerade Dateien wie Bilder, Audiofiles oder Videos. Offenbar wird hier nicht lokal gespeichert, sondern in der Cloud.

Das Hauptchatfenster ist auch sehr gewöhnungsbedürftig und sieht alles andere als benutzerfreundlich aus. Sicherlich, die letzten Chats werden angezeigt, darunter dann irgendwelche Altlasten mit einem Baidulink, den ich nicht zuordnen kann. Insgesamt wirkt das Fenster unaufgeräumt.

Skype ist jedoch nicht das einzige Kommunikationsprodukt aus dem Hause Microsoft. Für geschäftliche Zwecke gab es früher eine App namens Lync. Bevor wir in der Firma CISCO-WebEx eingeführt haben, sind erste Videokonferenzen, gerade in Fällen, in denen man etwas präsentieren wollte und dafür seinen Bildschirm freigegeben hat, über Lync gelaufen.

Aus Lync wurde dann Skype for Business.

In der Regel „skyped“ heute noch kaum jemand in unserem Unternehmen, allerdings wird Skype für den schnellen Chat genutzt. Seht es so, wenn man in einem Projekt unterwegs ist und sich auf seine Arbeit konzentriert, schaut man nicht jede Nase lang in seine E-Mails. Zumal diese in die Hunderte am Tag gehen.

Einfacher ist es da für eine direkte Kommunikation, mit einem Gesprächspartner, der am selben Projekt arbeitet, in Kontakt zu stehen.

In meinem Fall empfand ich dieses Vorgehen allerdings als wenig zielführend, da Skype hier total unlogisch reagiert.

Möglicherweise sind das auch irgendwelche Einstellungsthemen, die man in der Tiefe angehen muss, aber wenn sich mir sowas nicht sofort intuitiv erschließt, kippe ich die Sache rasch wieder.

Ein Chat ist ein Chat. Ein zweiter ist eben ein zweiter. Obwohl ich mit ein und derselben Person chatte, werden meine Dialoge nicht in einem einzigen Chatfenster angezeigt, sondern es werden quasi mehrere eröffnet. An dieser Stelle sei ein WTF erlaubt, denn so etwas Unordentliches habe ich noch nicht erlebt.

Aber es kommt noch besser. Nutzt man mehrere Geräte, kommen nicht alle Antworten auf allen Geräten an. Beispielsweise ist mir eine halbe Unterhaltung entgangen, die in Skype for Business startete und die ich dann im Browser fortführen wollte. Der neue Text meine Gesprächspartners war zu sehen, der gesamte Chatverlauf jedoch nicht. Schaute ich in die mobile Skype-App stand dort noch wesentlich mehr Text.

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer aktiven Chat-App, die ich geräteunabhängig, wie es sich für einen Messenger gehören sollte, nutzen und zu denen ich meine Freunde rüberziehen, bzw. von der ich sie überzeugen kann. Auch wenn wir den Teufel nicht an die Wand malen wollen, irgendwann wird Werbung in What’s App erscheinen und das wird definitiv der Tag sein, an dem sich die Wege von What’s App und mir trennen.

Microsoft bietet jedoch keine dieser Alternativen, trotz des Konto-Messengers.

Wie heißen die neuen iPhones 2018?

Es rumort kräftig in der Gerüchteküche und eigentlich sind sich alle einig, was uns im September auf der Apple Keynote an neuen Telefonen erwartet. Leaks her, Leaks dort.

Aber eine Sache wissen wir nicht und werden sie wohl erst auf der Keynote selbst erfahren.

Unter die Geräte kann man wohl, ohne ins Detail zu gehen, einen Strich machen.

Ein iPhone X-Nachfolger soll es in zwei Größen geben. Einmal mit einer 5,8″ Diagonale, wie das letztjährige iPhone X. Dann eine größere Variante mit einem riesigen 6,5″ Display. Das schlägt sogar die Note-Reihe von Samsung, was aber nicht weiter schlimm ist, denn hochgerechnet auf den Formfaktor des iPhone X dürfte das größere Modell trotz des gewaltigen Displays nicht größer sein als ein bisheriges-Plusmodell der Reihen 6, 7 und 8.

Drittes Handset im Bunde soll die Einsteiger-Variante sein. Zwar in Form ähnlich wie die anderen beiden und sogar mit einem 5,1″ Display größer als das ursprüngliche iPhone X, soll das Einsteiger-Modell jedoch abgespeckt sein. LCD statt OLED-Technologie im Display, ob der Prozessor schwächer ist, ob man auf FaceID verzichtet (wobei fraglich ist, wie dann entsperrt werden soll, wenn kein Home-Button eingebaut ist), ob die Kamera geringer auflöst, all das wird noch zu gegebener Zeit rauskommen. Ebenso, ob es noch ein viertes Handset als iPhone SE-Nachfolger geben wird.

Aber wie werden denn nun diese Geräte heißen?

Vieles spricht für ein iPhone 9, ein iPhone X 2 und ein iPhone X 2 Plus oder gar ein iPhone 11.

Von Konsequenz kann man bei Apple ja kaum sprechen, denn eine fortlaufende Nummerierung wurde schon früh unterbrochen. Oder erinnert sich jemand an ein iPhone 2? Oder ein iPad 4? Oder an ein iPhone 9? Nein, hier gab es, sicherlich aus Jubiläumsgründen, gleich das Modell 10.

Zehn ist eine magische Zahl in Produktlinien. Was darüber liegt, wirkt kritisch. Man kann einem Browser die Nummer 65 in der Update-Reihenfolge geben, klar. Aber niemand redet darüber, welche Version von Chrome man gerade nutzt.

Niemand möchte aber sagen, er arbeitet mit einem iPhone 17. Oder 23. Oder 47.

Bei zehn ist magisch Schluss. Im Normalfall. Sicherlich auch ein Grund, warum sowohl Apple als auch Microsoft bei ihren Betriebssystemen mit der Ziffer 10 Schluss gemacht haben … so ganz plausibel ist dann ein iOS 11 natürlich nicht.

Was wäre denn aus Apples Sicht konsequent und „charming“ fürs Marketing. Das iPhone X 2 (iPhone Ten Two)? Das iPhone XI (Eleven). Das iPhone 11. Und 11 Plus?

Oder besinnt man sich auf die Reihe des größeren Bruders und geht gänzlich andere Wege?

Das iPad 3 existierte nur kurz im Pressejargon. Apple stellte es als „das neue iPad“ vor. Danach fiel die Nummerierung erst einmal aus. Wir bekamen als Nachfolger wieder ein iPad (der vierten Generation). Danach das iPad Air. Erst bei dessen Nachfolger gab es wieder eine Nummer, doch danach war schon wieder Schluss.

Wir haben aktuell drei Produkte im iPad-Bereich (das Mini nicht mitgerechnet, das wurde schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert).

Das iPad (die normale Consumer-Variante).

Das iPad Pro – 10,5 und 12,3.

Ich sehe Tim Cook auf der Bühne, höre ihn sagen: That is the new iPhone.

Und damit meint er das LCD-6,1″ Modell für den nicht ganz so großen Geldbeutel.

Nachdem die Specs durch sind, geht der Schwenk rüber zu den teureren Modellen, den Nachfolgern des X.

Und hier haben wir iPhone Pro und Pro Plus.

Oder sie belassen es wie beim iPad und definieren den Unterschied nur anhand der Displaygröße?

iPhone Pro. Wählen Sie Ihr Modell: 5,8″   6,5″

Wir werden sehen.

Von meinem Schreibtisch: Zuflucht Galadorn Core

Noch ist es eigentlich nicht Zeit, das Science Fiction Großprojekt REQUIEM FÜR DIE ZEIT anzufassen. Ich berichtete an anderer Stelle über mein Vorhaben, eine Space Opera in sieben Bänden zu planen, von epischem Ausmaß wie weiland Kevin J. Andersons Saga der sieben Sonnen.

Derzeit arbeite ich noch an Überrannt und auch danach werde ich mich wohl zunächst Wintersturm widmen.

Da es mich allerdings in den Fingern juckte, zumindest einen Anfang zum ersten Roman der Space Opera ZUFLUCHT GALADORN CORE zu schreiben, inspirierte ich mich selbst nach wildem Herumgeknutsche mit der Muse (danke an Kai Meyer für die Musen!), als Fingerübung schon mal mit einem Prolog zu beginnen.

Ein kleines Appetithäppchen als ersten Erguss, völlig unlektoriert will ich euch an dieser Stelle nicht vorenthalten. Und mit Norbert Seuferts Worten im Hinterkopf, ich wäre ein Massenmörder, da ich in der Reihe DUST eine gewaltige Raumflotte in eine Sonne habe springen lassen, setze ich die Dimensionslatte etwas höher. Etwas 😉

 

Auszug aus dem Prolog ZUFLUCHT GALADORN CORE

“Brücke”, sagte Valery.

Der zweite Pilot nickte und bestätigte. Er stellte die Verbindung zum Kommandoleitstand her. Rechts über dem Instrumentenpanel erschien das dreidimensional projizierte Abbild des Kapitäns.

“Sucherin. Wir sind direkt in die Schlacht mit der Zweiten Flotte gesprungen. Sie setzen uns alles entgegen, was sie haben.”

Valery atmete tief ein. “Wie ist der Zustand der Zweiten Flotte?”

Auf den beiden anderen Projektionen innerhalb des Transplast der Kanzelscheiben sah sie selbst, wie es um die Armada stand. Tausende von Feuerbällen loderten und pulsierten im All, wie winzige Sonnen, die gerade einem göttlichen Feuerwerk entsprungen waren. Jede der sichtbaren Flammenwolken stellte eine explodierende Schiffseinheit dar. Und das waren nur die größeren Raumer. Angriffskreuzer, Zerstörer, Schlachtschiffe, Tanker. All die Myriaden funkelnden Punkte dazwischen, die wie ein romantisches Sternenfeld zwischen den Sonnen anmuteten, waren ebenso detonierende kleinere Schiffe. Kanonenboote. Landungsshuttles. Unterstützungsboote. Abfang- und Multizweckjagdmaschinen. Sie wurden aufgerieben. Der Gegner war übermächtig und nicht zu stoppen. Selbst im dritten Anlauf in den letzten dreihundert Jahren nicht.

Valery biss die Zähne zusammen. Wie konnten sie so töricht und verwegen gewesen sein, zu glauben, sie hätten nur den Hauch einer Chance gegen einen Feind, den sie in den letzten beiden Kriegen nicht hatten besiegen können? Versuch Nummer drei war bereits im Ansatz zum Scheitern verurteilt gewesen.

“Die Zweite Flotte ist verloren, Sucherin”, sagte der Kapitän, nachdem er die Auswertung der Sensoren von einem Adjutanten übermittelt bekam. “Nur noch zweihundert Großkampfschiffe leisten Widerstand. Die Hälfte davon hat nur noch wenig Energie, kaum Schilde oder ist manövrierunfähig. Fünfzehn, vielleicht zehn Sektonen, dann …”

Er sprach den Rest nicht aus. Jeder, der mithörte, konnte sich denken, dass die zweihundert Schiffe kaum lange genug überlebten, um die Flucht in den Hyperraum zu berechnen und einen sicheren Sprung riskieren konnten.

Die Zweite Flotte des Etanischen Bündnis war verloren. Ihre Speerspitze. Über fünftausend Großkampfschiffe. Mehr als eine Million Jäger und Begleitschiffe. Nahezu fünfzig Millionen Raumsoldaten, Piloten, Offiziere, technisches Personal, Ingenieure, Navigatoren, Kanoniere, Ärzte und medizinische Crewmitglieder. Die gewaltigste Kriegsflotte, die die Galaxis je gesehen hatte, dreimal größer als beim Angriff vor einhundert Jahren. Siebenmal so groß, wie beim ersten Vorstoß.

Und dennoch hatten sie versagt.

Galadorn Core

Good-bye Instapaper

Ich nutze Evernote Premium seit 8 Jahren und man sollte meinen, dass man gut all seine Notizen an einem Ort halten kann. Natürlich bietet Evernote auch die Möglichkeit, Webseiten zu clippen und zu speichern. Das klappt im Browser mit entsprechendem Add-on ganz gut, ist man jedoch unterwegs, wird es wieder kniffelig.

Man teilt, wartet bis die Seite analysiert ist, der automatische Notiztitel vergeben wurde, man das Notizbuch auswählt, entsprechende Tags hinterlegt und am Ende kann es passieren, dass Platzhalter im Artikel platziert werden, wo vorher eventuell eine Werbeeinblendung zu sehen war.

Außerdem möchte ich meine über 4.600 Notizen nicht noch um Webseiten-Artikel ergänzen, die ich entweder tatsächlich „später lesen“ möchte oder mit denen ich eine zweite Wissensdatenbank aufbaue, um nachschlagen zu können.

Vortrefflich war da der Dienst Read it later, der sich später in Pocket umbenannte. Pocket speichert Artikel in einer lesefreundliche Ansicht und innerhalb der App hat man die Möglichkeit beispielsweise die Textgröße anzupassen.

download

Was Pocket nicht bietet ist Übersichtlichkeit. Alle gespeicherten Artikel werden in eine Übersicht importiert, die man nur durch Tags strukturieren kann. Eine Ordnerstruktur fehlt hier völlig.

Diese hingegen bietet der sehr ähnliche Dienst Instapaper. Nachdem Instapaper endlich nach Deutschland kam (nach der Übernahme von Pinterest) und die App kostenlos verfügbar wurde, war ich hellauf begeistert. Übersicht wo nur geht, Ordnerstruktur, Tagging, extrem gute Usability und die Möglichkeit, gespeicherte Artikel auf auf dem Kindle zu lesen.

Hervorragend! Ich transferierte meine wichtigsten Artikel von Pocket zu Instapaper. Nach zwei parallel laufenden Monaten, deinstallierte ich Pocket auf all meinen Geräten und nutzte ausschließlich Instapaper.

Nun hat die Frist für die EU-Datenschutzverordnung dem Lesevergnügen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Instapaper war nicht in der Lage, seinen Service den Richtlinien anzupassen und stellte den Betrieb für Europa einfach ein.

Die bisher gespeicherten Artikel sind in den Apps noch verfügbar, aber es ist nicht möglich, neue Artikel hinzuzufügen.

Das ist natürlich unangenehm, wenn man es mal freundlich ausdrücken will. In der Hoffnung, dass Instapaper es dennoch schafft, den EU-Betrieb wieder aufzunehmen, wartete ich noch geduldig zwei Wochen ab. Zumindest ist der Dienst über die Webseite, die zuvor nur mit einem Hinweis glänzte, dass man den Dienst in der EU derzeit nicht nutzen könne, wieder erreichbar, um wenigstens gespeicherte Artikel abzurufen.

Ich darf nun, wie viele andere auch, das Rad nun zurückdrehen und mich wieder Pocket zuwenden.

Pocket bietet noch einen Premium Dienst an, der aber sein Geld nicht wert ist. Die Features, die dort angeboten werden beschränken sich auf das Speichern von Artikeln, auch wenn diese offline genommen werden – sicherlich kann dies passieren, doch Premium Content stays.

 

 

 

Youtube Premium in Deutschland gestartet – und Apple kassiert saftig mit

Lange Zeit ist es ruhig geworden, um die Veröffentlichung von Youtube Red in Deutschland, doch heute aus dem heiteren Nichts ist es plötzlich soweit.

Youtube Premium wurde nicht nur vorgestellt, sondern ist ab sofort auch für jeden, der dafür zu zahlen bereit ist, verfügbar.

Welche Vorteile bietet Youtube Premium?

Zunächst muss dazu einmal erwähnt werden, dass der bisherige Streaming Dienst Google Play Music zu Youtube Music transformiert wurde. Dieser kostet die obligatorischen 9,99 Euro pro Monat für werbefreies Musikstreaming, offline-Hören, eigene Musik synchronisieren usw. usw. wie wir es von Spotify, Apple Music, Deezer & Co. kennen. Hier gibt es also nur eine Namensänderung – wobei Play Music nicht so kostenfrei wie Spotify nutzbar war.

Youtube Premium ist ein Add-on, kostet etwas mehr als Youtube Music und bietet werbefreie Youtube Videos an, ermöglicht Downloads (vermutlich nur in der App, nicht als single MPEG-File) und ermöglicht den Zugang zu Youtube Originals.

Werbefrei Youtube Videos gucken ist für einige schon was wert. Einen Vlog von Felix von der Laden ohne dreimalige Unterbrechung zu schauen, ja könnte man sich was kosten lassen.

Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken – nämlich den, wo man den Service bestellt.

Youtube ist eigentlich eine Google-Konten-Geschichte. Ja, es gibt da draußen Leute, die die Webseite von Youtube oder die App aufrufen und einfach Videos konsumieren. Ohne Playlists, ohne Abos, ohne Kommentarmöglichkeit. Wer die letzteren Sachen nutzen will, muss sich mit einem Google-Konto bei Youtube anmelden.

Und darüber läuft auch das Abo.

Youtube Premium kostet analog zum Dollarpreis EUR 11,99 Euro pro Monat – man kann den Service 3 Monate lang kostenlos testen und zahlt erst nach Ablauf der Testphase.

11,99 Euro wenn man Youtube über den Browser bucht oder über die Android App.

Dumm gelaufen für iOS-Nutzer. Ruft man in der iOS Youtube-App den Premium-Dienst auf, stehen dort plötzlich 15,99 Euro pro Monat und die Abrechnung läuft nicht über das Google-Konto, sondern über den iTunes- Store.

iOS-Nutzer haben hier das Nachsehen und tappen schnell in Kosten, wenn sie sich nicht vorher informieren. Natürlich kann der Dienst auch über ein iPad oder ein iPhone über den Browser gebucht werden.

Apple möchte hier mitverdienen und unterbindet ja ohnehin unter iOS den direkten Zahlungsverkehr mit Anbietern. Alles schön und hübsch über den Store, damit man in Cupertino auch ja jeden Cent einsacken kann.

Pfui, Herr Cook!

Also bitte, bitte, bitte tut euch selbst einen Gefallen und bucht NICHT über iOS, sondern regulär übers Web. Sobald ihr euch für die kostenlosen 3 Monate entschieden habt, taucht auch in der iOS-App das PREMIUM-Symbol auf.

screenshot

Der erste Schritt ist getan – Willkommen.

screenshot2

Im Browser klickt man auf den Rubik’s Cube oben und erhält eine Auswahl der verfügbaren Dienste.

20180618_205133000_iOS

Nach der Buchung von Youtube Premium erscheint auch das Premium-Symbol in der iOS App. No sweat.

 

Von meinem Schreibtisch: Ensemble-Mischung

Sicherlich kann man alles von vorne bis hinten durchplanen und dann stupide nur seine Notizen in ganze Sätze ausformulieren.

Mach ich aber nicht. Kann ich nicht. Will ich auch gar nicht.

Obwohl ich gerne bei Neubeginn eines Romans drauflos schreibe, gehört eine gewisse Vorab- oder auch Zwischendruchplanung schon dazu. Ich kenne Kollegen, die sich zwei Jahre in eine Kammer zurückziehen und ihre Wände voller A3-Tapeten und Post-its mit jedem Fitzel Planungs- und Rechercheinformation zukritzeln.

Und ich kenne Kollegen, die sich offenbar gar nichts notieren müssen – was mir grundsätzlich egal sein kann, wenn man jedoch zusammen an einem Werk arbeitet, wenig hilfreich ist.

DIE BESCHÜTZER hätte zwar einen gemeinsamen Ideenpool und Brainsharing nicht mehr gerettet, aber den Widerstand meines Mitautors, seine Notizen mit mir zu teilen, habe ich bis heute interpretiert als: Er hat gar keine Notizen gehabt – bis auf das Grundexposé.

Bewundernswert. Ich brauche aber was zum Nachschlagen. Manchmal vergisst man schon, welche Ideen man noch im Kopf hatte oder gar, wie sich einer der (Neben-)protagonisten schreibt.

Und aus einer anfänglichen Vorabplanung kann schnell etwas ganz anderes werden – auch das will festgehalten und nachgelesen werden.

Zu einer Planung vor dem Schreiben gehört bei mir das Festlegen eines Grundensembles. Charaktere kommen im Laufe der Geschichte immer wieder hinzu, aber ich brauche schon ein Startteam. Einen Helden, eine Heldin, Sidekicks, Komparsen, Statisten, Gegner, was auch immer. Ein paar Namen mit Äußerlichkeiten und Charakterzügen sollten am Anfang schon stehen.

Dass sich ein bereits gesetzter Name im Laufe einer Geschichte ändert, habe ich allerdings selten. Handlung ja. Namen eher nicht.

Dennoch passiert das manchmal, so wie in dem aktuellen Manuskript, das ich gerade auf meinem Schreibtisch habe.

In ÜBERRANNT fand ich den Namen Madison Stone für eine weibliche Protagonistin ganz hübsch. Taffe Soldatin des US-Militärs, leitet eine Spezialeinheit, weiß mit den Kerlen umzugehen und überhaupt ganz schnuckelig die kleine.

Ihr Rang ist Major.

Nachdem ich ÜBERRANNT eine Zeitlang beiseite gelegt habe und zwischendurch an DUST 5 arbeitete, kam mir der Name Sherilyn Stone immer wieder unter. Und die Dame ist auch Major.

Irgendwie passte das nicht mehr, zumal ich mich auch nicht wiederholen wollte. Aus Stone wurde dann übergangsweise Stoner. Doch da nicht immer zum Vornamen gegriffen wird und im Text oft nur „Major Stoner“ steht, war die Ähnlichkeit zu Major Stone doch zu groß und fiel mir immer wieder unangenehm auf.

Gestern machte ich mich also auf den Weg zur zuständigen Behörde und beantragte für Madison Stoner eine Namensänderung … nun heißt die Gute Madison Bigelow und darf munter weiter die Kerle stramm stehen lassen und es mit unsichtbaren Aliens aufnehmen.

 

ossilinchen.com - Mein persönlicher Lifestyle- Blog

Familie, Dresden, Freizeit und allerhand mehr!

VB00KS

Vanessa ♀ Welches Buch lese ich als nächstes?... 🤔😶 📚 bookaholic 🍨 Leckermäulchen 🎀 Bloggerin 🖋 Hobby-Autorin

Tintenhain

Bücher, Rezensionen und mehr

GOLDENDOTS

TRAVEL & LIFESTYLE BLOG

Platincoin - Die Zukunft ist jetzt!

1+1 = 11. Mit Kryptowährung zum Erfolg

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt...

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt

g4dg3t

Rund um Apple, Technik, Lifestyle und iNet.

The Häxler - Rezensionen aller Art

Rezesensionen zu Büchern, Filmen und vielem mehr...

alishabionda

A great WordPress.com site

timokuemmel.wordpress.com/

Illustrator und Schmierfink

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

Atlantis Verlag

Das Phantastische Buchprogramm

die Kuchenbäckerin

Herz. Hirn. Charme. Schnauze.

Der Honigmann sagt...

Der etwas andere weblog...

%d Bloggern gefällt das: