Danke, Samsung. Das war’s dann mit uns

Mein Sohn pflegt zu sagen: Samsung ist scheiße.

Grundsätzlich bin ich geneigt, ihm Recht zu geben, auch wenn ich Samsung weiß Gott wie viele Chancen zur Rehabilitierung gegeben habe.

Der Otto-Normalverbraucher mag sicherlich zufrieden und wenn nicht gar glücklich mit einem Samsung-Gerät sein, weil er das alles, was ich zu bemängeln habe, für normal hält.

Hat man jedoch direkte Vergleichsgeräte an der Hand, dann macht Samsung einfach keinen Spaß mehr.

Das Galaxy S8 als Flaggschiff hat letztes Jahr sicherlich einen Design-Preis verdient. Keine Frage. Ich mochte und mag das Design immer noch. Viel Display, abgerundeter, wenn auch nutzloser „Ecken“, macht schon Spaß drauf zu gucken. Die Bilder waren sehr gut, wenn sie auch je nach Beleuchtung und Bewegung bei Point & Shoot oft versagt haben. Meine Güte, was hab ich da verwackelte Bilder dabei gehabt.

Allerdings trat das Phänomen der Systemverlangsamung sehr rasch auf. Nach nur drei Monaten durfte man beispielsweise darauf warten, dass die Kamera-App einsatzbereit war. Schnappschüsse Nö, lieber nicht. Bis man Knipsen konnte, war der Moment längst vorbei.

Nach vier Monaten kam dann die Ablöse in Form des Galaxy Note 8. Ich hatte seinerzeit einen Artikel vorbereitet, warum ich das Note 8 nicht kaufen werde. Den Artikel dann wieder gelöscht und es doch getan.

Wegen des hohen Preises entschied ich mich für eine Finanzierung, inklusive Upgrade-Programm. Letzteres sicherte mir die Rückgabe des Gerätes an Samsung nach nur einem Jahr zu, um dann das neuste Produkt des Line-ups zu bekommen.

Inzwischen weiß ich, dass ich vom Upgrade-Programm Abstand nehmen und die Finanzierung auslaufen lasse. Lehrgeld bezahlt.

Nachdem ich mich bereits letzten Monat vom Samsung Galaxy Tab S3 wegen seiner miserablen Akkulaufzeit und Performance trennte, wird auch beim Note 8 ein Schlussstrich gezogen.

Versteht mich nicht falsch, in anderen Händen sicherlich ein schönes Gerät. Nach mittlerweile 7 Monaten läuft es insgesamt noch schnell und hat im normalen Gebrauch keine nennenswerten Performance-Einbußen. Aber im direkten Vergleich mit dem Pixel 2 XL oder dem OnePlus 5T schneidet das Galaxy Note 8 einfach unterirdisch schlecht ab.

Die Akku-Laufzeit ist erbärmlich. Mit Glück komme ich über den Tag, während die beiden anderen Geräte bei gleicher Nutzung zwei Tage durchhalten. Im WLAN ist der Datenfluss des Note 8 denkbar schlecht.

Beispiel: Ich rufe Spotify auf und es dauert und dauert und dauert und dauert, bis mir irgendetwas vom Startbildschirm angezeigt wird. Während das Note 8 noch fleißig lädt, hat das OnePlus 5T direkt nach dem Aufruf bereits die Startseite angezeigt.

Updates aus dem Play Store sind bei Samsung eine an den Nerven zehrende Qual. Gleiches habe ich beim Tab S3 bereits erlebt. Während das Huawei MediaPad M3 und das Google Pixel C bereits fleißig mit 13 Updates fertig waren, lud Samsung noch an der ersten App und wollte und wollte nicht fertig werden.

Erlebe ich beim Note 8 auch. 10 Apps sind zu aktualisieren? OnePlus 5T und Pixel 2 rasen da durch und sind bereits fertig, wenn das Note 8 die erste App heruntergeladen und installiert hat.

Noch schlimmer: Das Note 8 bremst mich in meiner Nutzung aus. Apps, die ich nicht ansteuere schieben sich in den Vordergrund.

Beispiel: Ich entsperre das Gerät, um ein Telefonat zu führen. Ich drücke auf die Telefon-App und Outlook zeigt sich mit einer Termin-Erinnerung. Das führte so weit, dass ich mittlerweile ALLE Benachrichtigungen gesperrt habe, um genau die App auszuführen, die ich gerade nutzen will.

Hinzu kommt die Qual des Entsperrens. Das Note 8 bietet mehrere Möglichkeiten, bei denen keine einzige wirklich ausgereift erscheint. Lassen wir mal Entsperrmuster oder PIN-Eingabe außen vor, denn das ist ja wirklich Oldschool. Wir wissen von vielen anderen Smartphones wie schnell ein Entsperren mit Fingerabdruck funktioniert.

Bei Samsung? Nö. Da hat man fast das Gefühl, man befände sich noch auf dem technologischen Stand vom Galaxy S6 (!) und selbst das war damals schon weit hinter dem von Apples iPhone 5S.

Die Retina-Entsperrung ist Tinnef. Brauchen wir nicht drüber reden. Konnte Microsoft schon mit dem Lumia 950 besser. Bei Samsung muss man seine Augen in auf dem Bildschirm aufzeigte Aussparungen bringen, damit sie erkannt werden. Wie hohl ist das denn bitte?

Bleibt noch die Gesichtsentsperrung. Na ja. Legen wir den Mantel des Schweigens drüber. Wer schnell entsperren will, ist meist mit dem Fingerabdruck noch am besten bedient, auch wenn dieser schlecht ist.

Die viel gelobte Kamera wurde ja durch die Einführung des Pixel 2 rasch vom Thron gestoßen. Und ja, all diese Misstände da oben sind beim Pixel 2 und beim OnePlus 5T nicht vorhanden. Beide entsperren superschnell mit Fingerabdruck. Das OnePlus 5T, solange es nicht im Stockdunklen passiert, entsperrt das Display w e s e n t l i c h  schneller als das iPhone X.

Zum Verständnis: Das iPhone X entsperrt das Gerät, nicht das Display. Das ist ein markanter Unterschied, denn um das iPhone X nach dem Entsperren nutzen zu können, muss das Display noch „entsperrt“ werden und das geschieht bei Apple durch eine Wischgeste. WIE HOHL IST DAS DENN BITTE?

Erkennt das OnePlus 5T das Gesicht, ist es innerhalb eines Augenblicks auch einsatzbereit. Kein Wischen mehr, man kann sofort loslegen.

Machen wir uns nichts vor: Samsung hat es nach 8 Jahren Smartphones mit Android nicht geschafft, ein wirklich auf lange Sicht vernünftiges Gerät herauszubringen. Teuer wie eh und je, ständig teurer statt günstiger werdend und Dank ihrer eigenen TouchWiz oder Samsung Experience UI vergeigen sie es ständig, dass man wirklich nicht mehr einen Gedanken an Samsung verschwenden muss.

Um aber dennoch eine Lanze fürs Unternehmen zu brechen: Mein Samsung-Monitor aus 2010 funktioniert auch nach 8 Jahren noch gut wie eh und je und dient als Zweitmonitor für meinen iMac. Und die seit mittlerweile 13 Monaten genutzte Samsung Gear S3 Smartwatch lässt mich bisher auch nicht im Stich. Einziges Manko ist dort bisher der Höhenmeter, der keine verlässlichen Daten bietet. Aber gut, die S3 läuft auch nicht mit Android und erst recht nicht mit Samsung Experience User Interface. Vielleicht sollte man doch mal überlegen ein Tizen.Flaggschiff rauszubringen …

Egal, auch andere Mütter haben hübsche Töchter – und gerade wenn ich an das OnePlus 5T denke, auch welche, die nur halb soviel wie das Note 8 oder jetzt das Galaxy S9 kosten.

Sicher, die Kamera des OnePlus 5T ist kein Überflieger und kann sicherlich nicht mit dem Pixel 2, dem S9 oder dem Huawei P20 Pro mithalten, aber sie ist keine schlechte Kamera, sondern spielt noch in der Oberliga mit. Dafür passt der Rest beim 5T.

Danke Samsung, war nicht immer schön mit dir. Deswegen so long und danke für den Fisch. Mach’s gut. Au repertoire.

 

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Alexa, wie war die Sache mit den Westworld-Machern?

Alexa ist in aller Munde. Der eine hat sie, der andere spricht von ihr. Von Siri, dem namenlosen Google Assistant, Bixby oder gar Cortana spricht so gut wie niemand.

Einige meiner Freunde haben Alexa (streng genommen: Einen Amazon Echo, denn Alexa ist ja nur die Sprachsynthese) und einige meiner Arbeitskollegen ebenso.

In den meisten Fällen nur eine einfach Version. Den Dot oder den Standard-Lautsprecher.

Aber es gibt ja auch Echo-Geräte mit Display, z.B. den Echo Show oder die Echo Spots. Gerade letztere eignen sich hervorragend als Weckerersatz für den Nachttisch, da man permanent eine Uhr anzeigen lassen kann. Des nachts verdunkeln sie das Display schön, sodass man auch nicht davon gestört wird. Die Zeiger der Uhr lassen sich dennoch ablesen.

Funktionen rund ums Aufstehen können dann auch prima genutzt werden.

Alexa, weck mich morgen früh um 6 Uhr mit Vogelgezwitscher.

Alexa, spiele Meeresrauschen. (als Einschlafhilfe)

Alexa, wie ist das Wetter heute?

Die Echo-Geräte mit Display bieten jedoch noch mehr. Mal abgesehen davon, dass man Videotelefonate mit ihnen führen kann, theoretisch Filme oder Serienfolgen aus der Amazon-Prime-Bibliothek zu schauen vermag (auf einem Spot mit Display ist das aber eher Daumenkino und auf einem Show könnte ich es mir beim Spülen oder Kochen in der Küche vorstellen, aber 7″ sind auch da noch recht klein), so stellt der Echo Show oder Spot auch Text und Bilder dar und liest entsprechend vor.

Eine beliebte Funktion sind die Trending Stories. So ist das Display eines Echos ständig in Bewegung, was einen Bildschirmschoner überflüssig macht. Uhrzeit und Wetter werden abwechselnd angezeigt und darüber hinaus Nachrichtenheadlines.

Klingt davon eine interessant, kann man Alexa bitten, mehr darüber zu erzählen.

Am Beispiel dieser Artikel-Überschrift „Westworld-Macher spoilern Fans“ kann man während der Einblendung sagen: „Alexa, erzähl mir mehr.“

Im Display wird dann der Text dieser Shortnews (3 – 4 Sätze) eingeblendet und vorgelesen. Natürlich gibts da immer noch Holperer bei manchen Namen, aber manche Dinge werden auch gut intoniert, sodass man Alexas Stimme gut lauschen kann. Zumindest bei solchen Kurznachrichten.

Da niemand ständig auf das Display eines Echos starrt, bekommt man diese Nachrichtenüberschriften vielleicht nur mit halbem Auge, aus den Augenwinkeln oder beiläufig mit. Vielleicht, wenn der Echo im Wohnzimmer steht beim Fernsehen oder beim Lesen. Man blickt kurz auf, möglicherweise um die Uhrzeit abzulesen und sieht eine Überschrift, wie eben „Westworld-Macher spoilern Fans“.

Die Entscheidung, ob man wirklich wissen will, was sich hinter der Überschrift verbirgt und ob der Inhalt interessant sein mag, trifft man normalerweise nicht innerhalb eines Sekundenbruchteils. Ehe man dazu kommt „Alexa, erzähl mir mehr“ zu sagen, ist die Überschrift bereits ausgeblendet und man bekommt das Wetter angezeigt.

Sagt man dann „Alexa, erzähl mir mehr“, gibt sie nur entschuldigend zur Antwort, dass sie da nicht weiterhelfen kann.

Man kann sich helfen mit „Alexa, zeige die Trending Stories“ – worauf auf dem Display die Überschriften der Nachrichten aufgelistet werden. Man kann Dank des Touchscreens durch die Liste scrollen, bis man den gewünschten Eintrag gefunden hat, der einem gerade durch die Lappen gegangen ist. Tippt man aber auf die Überschrift, bekommt man nur den Text zu sehen, ohne, dass Alexa Voice ihn vorliest.

Das ist vielleicht Oldschool und sicherlich nicht gedacht, dass man viel auf diesen Minidisplays liest.

Dafür gibt es aber auch ein Sprachkommando, das vielleicht nicht jeder auf dem Schirm hat.

Der Schlüssel heißt: „Alexa, wie war die Sache mit …“ gefolgt von einem Teil der Artikel-Überschrift.

In unserem Beispiel: Alexa, wie war die Sache mit den Westworld-Machern?

Und schon geht es los, die Shortnews erscheint auf dem Display und Alexa Voice rattert die Nachricht herunter.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Von meinem Schreibtisch: Der Vigilante-Effekt

Ständig werde ich gefragt, wann denn das Buch raus kommt, „in dem ich mitspiele“. Ja, tatsächlich haben mich einige Leute in meinem Umfeld geärgert und sich damit eine kleine Nebenrolle im nächsten Vigilante-Roman verdient.

Ich befinde mich aktuell im letzten Drittel des Romans und habe heute einen Klappentextentwurf für den Verlag abgeliefert.

Zwischendurch bekommt ihr eine kleine, völlig unlektorierte und nicht überarbeitete Kostprobe aus dem ersten Kapitel:

 

Die Beine der Schwarzhaarigen waren atemberaubend lang und wurden durch den ultrakurzen Ledermini und die 12-Zentimeter-Absätze ihrer Stilettos optimal zur Geltung gebracht. Ein wenig anzüglicher Hüftschwung, eine bis zum Brustansatz geöffnete Bluse, ein freundliches Lächeln und der dezente Duft von Obsession konnten so manchen Mann um den Verstand bringen.

Mark Jedediah Vigilante bezeichnete sich vielleicht nicht als so mancher Mann, aber die Auswirkungen waren quasi die gleichen.

Ein Räuspern brachte ihn aus dem Reich der dunklen Fantasien in die Wirklichkeit zurück. Er riss seinen Blick gewaltsam von der davon schlendernden Hostess namens Tamara, sah verlegen in sein Whiskey-Glas und nippte an dem 16 Jahre alten Lagavulin, den er selbstverständlich pur und nicht auf Eis trank.

„Das Angebot steht noch“, sagte die Stimme, die sich zuvor geräuspert hatte.

Vigilante blickte hoch und direkt in die dunkelbraunen Augen einer attraktiven Frau, deren Alter er nur schwer einschätzen konnte. War sie Mitte vierzig? Oder zehn Jahre älter? Oder zwanzig? Ein paar Fältchen kräuselten sich um ihre Augenpartien, sogenannte Krähenfüße. Wenn sie lächelte, bildeten sich Grübchen um die Lippen. Doch das taten sie auch bei vielen Dreißigjährigen, die Vigilante kannte. Madame Dunoire, oder Madam Black, wie sie sich zuweilen auch nannte, war ihm bisher ein Rätsel geblieben. Viel wusste er nicht über sie, nur dass sie sich in hohen Regierungskreisen und der High Society in und außerhalb der Vereinigten Staaten bewegte, jede Menge nützliche Kontakte besaß und vor allen Dingen eines war: Diskret.

Das musste sie auch, denn Madame Dunoire unterhielt ein fliegendes Nobelbordell an Bord des umgerüsteten Airbus A380 an dessen Außenwänden der Name Belle Aire II prangte. Ein Mitflug und der Service der edlen Hostessen kostete den Interessierten ein kleines Vermögen von 20.000 Dollar. Die Maschine hob nur voll ausgebucht ab und im Preis mit inbegriffen war die Verschwiegenheit, dass sich keine der Gäste über den Weg liefen. Das an Bord installierte System aus Séparées, Ruhezonen und Wellnessbereich war für jeden Gast individuell angelegt und garantierte, dass der CEO einer namhaften New Yorker Bank auf keinen Fall das Gesicht eines saudi-arabischen Prinzen, eines amerikanischen Senators oder eines deutschen Kabinettsmitglieds oder das eines römischen Kardinals zu sehen bekam. Ja, auch von dem letzten Amtsträger zählte Madame Dunoire einige zu ihrem Klientel.

Vigilante blickte Tamara hinterher und schürzte die Lippen. Er war bereits einmal mit den Diensten einer von Madame Dunoires Damen belohnt worden. Unglücklicherweise stellte diese sich im Nachhinein als Spionin und Attentäterin heraus. Die Erinnerung daran war zwar noch frisch, aber Vigilante unterstellte Dunoire einfach, dass sie danach ihre Einstellungskriterien von Hostessen überdacht und verschärft hatte.

„Und?“, hakte die Bordellchefin nach, als Vigilante nicht antwortete.

Er schüttelte den Kopf. „Tammy ist nicht mein Typ. Vielleicht komm ich später auf Ihr Angebot zurück, solange Sie mir nicht wieder jemanden wie Zabette an die Seite stellen.“

Dunoire legte den Kopf schief. In ihren Augen mischte sich ein Ausdruck echten Bedauerns. „Das mit Zabette konnte niemand ahnen.“

Zabette. Die Spionin und Verräterin.

Schnee von gestern, dachte Vigilante und schluckte dabei hart. Rasch spülte er mit Lagavulin nach. „Vielleicht sollten wir jetzt zum geschäftlichen Teil kommen.“

Madame Dunoire nickte und schlug ein Bein über das andere. Dadurch rutschte ihr ohnehin knapp vor dem Knie endender Rock ein Stückweit zu hoch und gab mehr Bein Preis als es schicklich war. Vigilante ertappte sich dabei, wie er den Blickfang schamlos ausnutzte. Madame Dunoire bemerkte natürlich, welche Aufmerksamkeit sie auf sich zog und lächelte wissend, während Vigilante rot anlief.

„Tut mir Leid.“

„Keine Ursache, Jed. Ist nur menschlich.“

Männlich hatte sie sicherlich sagen wollen und Vigilante kam sich in diesem Moment ziemlich dämlich vor.

Dunoire öffnete einen weißen Umschlag im Letter-Format und zog einige Fotos von Briefpapiergröße hervor. Das erste legte sie mit der Bildseite nach oben auf den Tisch. Es zeigte eine junge Frau mit langem, kastanienfarbenem Haar, rehbraunen Augen und einer spitzen Nase.

„Das ist Cheyenne Annabelle Buckingham“, sagte Madame Dunoire. „Tochter von Lennox Evan und Patricia Buckingham.“

Der Name sagte Vigilante etwas. Zumindest hatte er ihn irgendwo einmal gehört und brachte ihn nicht unbedingt mit einem britischen Herzog oder dem Regierungssitz in Verbindung.

„Helfen Sie mir auf die Sprünge, Ma’am.“

Dunoire drehte ein zweites Foto um. Ein Mann. Vielleicht Mitte fünfzig. Grauer Fünftagebart. Lockiger, wirrer Haarschnitt, wässrige blaue Augen, die von Alkohol aufgedunsen wirkten.

„Lennox Buckingham.“ Dunoire schnalzte mit der Zunge. „Ein Kunde von mir. Vorstandsvorsitzender und Eigner von Buckingham & Lloyd Enterprises, einer Investmentfirma, die unter anderem Colt unterstützt.“

Den Colt?“, hakte Vigilante nach und wusste sofort, dass der amerikanische Waffenhersteller gemeint war.

Dunoire nickte und drehte ein weiteres Foto um. Es zeigte eine äußerst attraktive Mittvierzigerin mit langgelocktem, schwarzem Haar, hohen Wangen und vollen Lippen. Ihr klarer Blick hatte etwas Elektrisierendes. Vigilante ging davon aus, dass es sich bei der Frau um Patricia Buckingham handelte. Interessanterweise waren auch ihre Augen blau, wie die ihres Mannes. Ungewöhnlich, dass die der Tochter einen Braunton aufwiesen. Entweder eine genetische Spielerei oder jemand trug farbige Kontaktlinsen.

„Patricia Buckingham“, bestätigte Dunoire Vigilantes Vermutung. „Persönliche Assistentin von Senator Bridges im Verteidigungsausschuss.“

Vigilante hob eine Braue. „Jetzt wird es interessant.“

„Noch nicht.“ Dunoire drehte noch ein Foto um. Eine weitere Frau, in etwa in Cheyennes Alter. Blond. Stubsnase. Ein Muttermal auf der linken Wange.

„Ah, Barbie spielt auch mit“, sagte Vigilante, murmelte jedoch sofort ein „Entschuldigung“ als er Dunoires strafenden Blick einfing.

„Das ist Lindsey Adams.“ Die Bordellchefin schob das Foto über den Tisch in Vigilantes Richtung. „Den Eltern zufolge Cheyennes beste Freundin.“

Der Ex-Secret-Service-Agent nickte und fuhr sich mit der Zunge über die Lippen. „An welcher Stelle komme ich ins Spiel?“

„Cheyenne und Lindsey sind in Mailand entführt worden. Sie erpressen die Buckinghams um 100 Millionen Dollar, andernfalls töten sie die Mädchen.“

Vigilante pfiff durch die Zähne. „100 Millionen? Das ist eine stolze Summe. Buckingham wird so viel sicher nicht in der Portokasse haben, oder?“

„Doch, hat er. Und er ist bereit zu bezahlen.“

„Was?“

Dunoire nickte. „Er hat die italienischen Behörden nicht informiert. Ebenso wenig das FBI oder Interpol. Er will zahlen.“

„Und warum hat er sich an Sie gewandt?“ Vigilante beugte sich über die Fotos und sortierte sie in der Reihenfolge Lennox, Patricia, Cheyenne. Dann schob er Lindseys Konterfei zur Seite. Sie gehörte nicht zur Familie und war im schlimmsten Fall Kollateralschaden. Vigilante sah hoch und blickte Madame Dunoire an. „Oder hat er das gar nicht? Sondern seine Frau?“

Die Dunkelhaarige schüttelte den Kopf. „Nein, es war schon Lennox, der sich an mich gewandt hat, um die Sache schnell, diskret und sicher zu erledigen.“

Vigilante lehnte sich in dem Sessel zurück und breitete die Arme aus. „Okay. Warum sitze ich dann in diesem Flugzeug mit all den Reichen, die sich gerade in den Séparées mit Ihren Mädchen vergnügen? Sie wollen mich doch engagieren, um die Buckinghams Tochter und ihre Freundin dort rauszuholen.“

„Nein, Jed. Ich will die Sache schnell … diskret … und vor allen Dingen sicher für Lennox Buckingham erledigen. Und da kommen Sie ins Spiel, mein Lieber. Sie sollen den Geldkurier spielen.“

Vigilante verschluckte sich an dem Whiskey, stellte mit Mühe das Glas auf dem Tisch ab, ehe er den Rest des Inhalts verschlucken konnte und hustete.

„Ich soll einen Botenjob übernehmen? Bei allem Respekt, aber dafür brauchen Sie mich doch nicht, Ma’am.“

Dunoires Lächeln wirkte einschmeichelnd und tadelnd zugleich. „Glauben Sie wirklich, Jed, ich würde Sie wegen eines gewöhnlichen Jobs anheuern lassen? Lennox Buckingham ist bereit zu bezahlen und hat mich gebeten, die Übergabe zu arrangieren. Gleichzeitig habe ich einen Auftrag von seiner Frau erhalten. Sie konnte wohl gegenüber Senator Bridges nicht ihre Klappe halten und hat von der Entführung erzählt. Ein Senator im Verteidigungsausschuss und die Politik des Landes, weder mit Terroristen noch mit Geiselnehmern zu verhandeln vertragen sich sehr gut miteinander. Bridges hat Patricia Buckingham unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass kein Geld an die Entführer fließen darf und drängt sie auf Einbeziehung des FBI.“

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DUST 5: Cover von Dirk Berger

Dirk Berger bleibt der für DUST 1 eingeführten Linie treu und hat wieder ein fantastisches Cover zum nächsten Roman der Serie entworfen und gezeichnet.

DUST 5 SCHLACHTFELD ERDE befindet sich momentan im Lektorat und wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018 erscheinen.

Worum geht es?

Seit über einem Jahr herrscht Frieden in der Galaxis.
Das Scardeenische Reich gehört der Vergangenheit an. Der Wissenschaftsrat wurde aufgelöst. Der Großmeister ins Exil verbannt. Die Freie Republik ist der neue Staatenbund der Kolonien des alten Reiches.
Während es Simon McLaird zur Erde zurückgezogen hat, zerstreuen sich auch die anderen alten Gefährten in alle Winde. Sean Harris verbringt seinen vermeintlichen Lebensabend mit seiner Frau Natasha auf einer unwirtlichen Wüstenwelt. Sherilyn Stone und Ken Dra ziehen sich aus der Organisation von Shadow Command zurück, um eine Familie zu gründen.
Ausgerechnet zu der Zeit erhebt sich ein neuer Feind, der lange Zeit im Verborgenen agierte. Erneut werden Simon McLaird und seine Freunde zu den Waffen gerufen, als eine Flotte unbekannter Herkunft die Erde bedroht und sie in ein Schlachtfeld zu verwandeln droht.

Dust5

Warum Samsung der Verlierer bleibt

Fragt man die Tech Community nach ihren Smartphone Vorlieben, wird schnell deutlich, welche Geräte wirklich an der Spitze stehen. Leistungstechnisch. Und im Hinblick auf ihre Usability und ihre Einsatzzwecke.

Als Lewis Hilsenteger von Unboxy Therapy auf seinem Youtube-Kanal in Las Vegas eine ganze Reihe Technik-Youtuber interviewte, welches Smartphone sie in ihrer Tasche haben, trennte sich rasch die Spreu vom Weizen: Nur das iPhone X und das Google Pixel XL waren am Start.

Betrachtet man dagegen die Verbraucher, die kein iPhone nutzen können oder wollen, laufen diese einem anderen Mainstream hinterher, der direkten Konkurrenz von Apple: Samsung.

So ist es nicht verwunderlich, dass Samsung den größten Absatzmarkt mit ihren Smartphones hat, egal ob im Niedrigpreissegment mit der J-Klasse, im Mittelklasse-Bereich mit der A- und im Flaggschiffbereich mit der S-Klasse.

Geräte anderer Marken sind dann eher Exoten oder etwas, dem man nicht ganz traut. Weil, Samsung ist ja eine Marke, da steckt was hinter. Huawei wird als „China-Schrott“ verpönt, LG haftet der „Goldstar“-Glanz der Vergangenheit an, von HTC hat niemand etwas gehört und Sony ist oft zu teuer oder man verbindet damit einfach keine Smartphones. Alles darüber hinaus ist dann meistens sowieso komplett unbekannt.

Samsung ist auf Verkaufsebene ein Gewinner, technisch gesehen jedoch der Verlierer.

Mangelhafte Update-Politik. Nicht alle Geräte Samsungs kommen in den Genuss regelmäßige Updates zu bekommen. Wir reden von drei Sorten Updates.

  1. Bugfixes der eigenen angepassten Software. Hat man Mist gebaut, müssen diese Fehler ausgemerzt werden und zwar schnell. Siehe Akkuprobleme beim Note 7, schlechte Farben beim Display des Galaxy S8 usw.
  2. Betriebssystem-Updates – neue Version, neue Chancen. Durch die Anpassungen der eigenen Nutzeroberfläche braucht Samsung hier extrem lang, um Nutzer eines Geräts auf ein aktuelles Betriebssystem zu bringen. Während Google längst Android 8.1 verteilt hat und die 8.0-Version schon fast ein halbes Jahr verfügbar ist, dümpelt das Galaxy Note 8 noch mit Android 7.1.1 herum und lediglich das Galaxy S8 ist in den Genuss eines Oreo-Updates gekommen.
  3. Sicherheitspatches. Google bringt monatliche Sicherheitsupdates heraus. Sicher gibts Hersteller, die das Aussitzen. Mein Huawei-Tablet hat den Sicherheitsstand von November 2017. Samsung hat hier Besserung versprochen und für das Note 8 bekomme ich auch regelmäßige Updates, aber a) kommen die relativ spät und b) sind die extrem Umfangreich. Während das Sicherheits-Update für die reinen Google-Geräte mit unter 100 MB eingeworfen wird, haben Samsungs Patch-Pakete Größen von über 500 MB (jüngst 565 MB).

 

Der zweite große Meckerbreich liegt in Performance Einbußen. Gerade gestern hab ich noch ein Video von EverythingApplePro geschaut, in dem Filip Koroy das iPhone X mit dem neuen Samsung Galaxy S9 vergleicht. Am Anfang schnurren sie alle wie die Kätzchen. Sicherlich hat das iPhone X den schnelleren Prozessor, doch beim Usability-Test, wie schnell öffnen sich Apps und wie lange bleiben sie im Speicher, um wiederverwendet werden zu können, hat Samsung die Nase vorn. Weil Apple einfach mit dem RAM knausert. Mit nur 3 GB ist das iPhone deutlich schwächer im flüchtigen Speicher, als alles aktuellen Android-Flaggschiffe, die mit mindestens 4 GB aufwarten.

Das S9 mit seinen 6GB RAM behält einfach Anwendungen länger im Speicher und konnte somit bequem Apples iPhone X in puncto Geschwindigkeit beim Öffnen und Schließen von Apps schlagen. Man sieht aber deutlich, dass der Prozessor des iPhone X gerade bei rechenintensiven Aufgaben, wie das Rendern eines 4K Videos schneller ist.

Samsung ist in der Beziehung ein Blender. Direkt ab Kauf klasse, fällt aber rasch nach unten.

Beim Samsung Galaxy S6 hatte ich das Phänomen das erste Mal bewusst beobachtet. 3 Monate Nutzungszeit und das System kroch nur noch so dahin. Selbst die Telefon-App zu öffnen, dauerte 7 – 8 Sekunde, nur um sie zu öffnen! Erst ein Zurücksetzen machte aus dem S6 wieder eine Rennschleuder … für weitere drei Monate, dann ging das Spiel von vorne los. Die TouchWhiz/Experience Oberfläche bremst extrem aus.

Beim Galaxy S8 das gleiche Spiel.

Das Note 8 hält sich seit 6 Monaten stabil. Möglicherweise liegt es auch am Speicher, denn hier hat Samsung erstmals die 6 GB RAM verbaut. Auch habe ich Bixby komplett deaktivert, denn schlaue Füchse fanden heraus, dass Bixby ausbremst und ein Akkufresser ist.

Sicher, viele Nutzer nehmen das so hin und merken den schleichenden Tod der Performance vielleicht nicht mal, ich kenne aber auch jene, die dann meckern, meins macht dies nicht mehr, macht das nicht mehr. Und Zurücksetzen ist keine Option – war es nie, auch wenn das Wort sehr schnell als „Erste-Hilfe-Lösung“ in den Mund genommen wird. Neu starten ja, zurücksetzen ist ein No Go, um einen Geräte- oder Softwarefehler zu beheben.

Im täglichen Einsatz mit dem Note 8 habe ich vorrangig zwei unangenehme Probleme, die nerven, weil sie Zeit kosten.

Zum einen gehen App-Aktualisierungen im aus dem Playstore nur quälend langsam vonstatten. Das fängt beim Download an und hängt dann bei der Installation. Gut zu beobachten, wenn man die gleichen Apps über mehrere Geräte aktualisiert. Das Pixel 2 XL und auch das OnePlus 5T rennen einfach so durch. Während sie drei, vier Apps bereits hinter sich gelassen haben, fängt das Note 8 erst an, die erste App zu installieren.

Schlimmer noch. Ich nutze so gut wie nie Sperrbildschirm-Benachrichtigungen. Egal was reinkommt (außer einem Anruf), der Bildschirm bleibt aus. Wenn ich etwas mit dem Gerät tun will, entscheide ich, was ich machen möchte und wann ich in welche App reinschaue, um Mitteilungen zu lesen. Daher wechsle ich durch das Entsperren mit Fingerabdruck vom abgeschalteten Display direkt zum Homescreen und umgehe den Sperrbildschirm.

Bei Samsung zeigt sich dabei jedoch folgendes Phänomen: Drücke ich den im Display integrierten Homebutton aus dem abgeschalteten Display, um nicht per Fingerabdruck, sondern Gesichtserkennung das Gerät zu entsperren, wechselt das Note 8 nach Entsperrung in die App, die die letzte Benachrichtigung erhalten hat. Will ich telefonieren und eine Outlook-Mail kam zuletzt herein, befinde ich mich nicht auf dem Homescreen, um die Telefon-App zu starten, sondern in der Outlook-App.

Samsung könnte viel besser machen, wenn die eigene UI durch ein Stock-Android ersetzt werden würde. Der Wegfall der Samsung Experience würde ja nicht die Hauptfunktionen eines Samsung-Gerätes schmälern. Welche Features, ob sinnvoll oder nicht, werden über diese UI gesteuert und könnten auch anders abgebildet werden?

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Quälend langsame App-Aktualisierungen. Während des Pixel 2 XL (rechts im Bild) längst fertig ist, hat das Galaxy Note 8 noch einige Apps vor der Brust.

 

 

Surface Book 2: Die beste Tastatur?

Viele PC-Gamer schwören auf eine Tastatur und Maus, um rasante Spiele zu spielen. Ich sehe in einer Tastatur eher ihren ursprünglichen Zweck: Text auf den Bildschirm zu bringen.

Gerade als Autor muss ich das zuverlässig können. Ich habe nie gelernt, mit 10 Fingern zu schreiben, sondern mir mein 8-Fingersystem selbst beigebracht. Das klappt nur, wenn auch die Tastatur entsprechend mitspielt.

Damals, als mechanische Tastaturen noch in waren (heute sind sie es bei Gamern wieder) stand ich stundenlang im damaligen Computerfachmarkt meiner Wahl (Atelco oder Vobis) und hämmerte vor dem Kauf einer neuen Tastatur auf die Buchstaben, um sie zum Glühen zu bringen.

Meist wurde es dann eine Cherry. Später wechselte ich zu Logitech. Die Tastaturen entwickelten sich. Mechanisch war nicht mehr gefragt. Die Tasten wurden flacher. Sie wurden leiser, sie hatten nicht mehr so viel Hub – und ich wurde schneller.

Dabei hab ich weiß Gott alles Mögliche ausprobiert. Gummierte Tastaturen. Klapptastaturen. Falt- und Rolltastaturen. Ich schrieb Romane in der Eisdiele oder im Garten auf einem Fujitsu Siemens Pocket Loox und später auf einem HTC Herald (nicht mit der eingebauten Tastatur, sondern einer externen Bluetooth-Variante).

Laptops wurden kleiner. Ultrabooks kamen auf den Markt. Ja, die Tastatur des Samsung Q10 war ganz passabel und besser, als die meines vorherigen Sony Vaio. Dann die Netbooks. Auch wenn ich mein Toshiba 7″-Modell schnell gegen ein Samsung 10″ Modell eintauschte, ja darauf ließ sich schreiben. Stellenweise besser, als auf externen Tastaturen.

Doch schließlich haute es mich weg. Die erste Chiclet-Tastatur kreuzte meinen Weg. Hierzu muss man das Wort allerdings definieren, denn „Chiclet“ beschreibt auch die allerersten Tastaturen aus Gummi, die aufgesetzte, statt versenkte Tasten besaßen, zum Beispiel beim ZX Spektrum Heimcomputer. Diese Gummikeyboards meine ich aber nicht, sondern die flachen, aufgesetzten Kunststofftasten, die sich heute fast überall wiederfinden – auf Laptops, Ultrabooks, externe Tastaturen.

Meine erste Chiclet der Neuzeit war die des MacBook Air. Was? Ich hab vorher auf einem Samsung Netbook geschrieben? Wie konnte ich nur? Wieso hab ich vorher nie so eine geile Tastatur gehabt.

2012 folgte der erste iMac mit Apples Magic-Wireless Tastatur, natürlich im Chiclet-Stil. Mann, war ich schnell. Ebenso auf dem 2013 gekauften MacBook Pro.

Perfekt … gibt’s nicht, war aber nahe dran.

Dann kam der Rückschritt bei Apple. Die neuen Butterfly-Tastaturen auf dem 12″ MacBook waren für mich der Anfang vom Ende. Ich konnte auf diesen superflachen und breiten Tasten mit kaum Hub nicht schrieben. Ständig vertippte ich mich und löste ungewollt Tastenkombinationen auf, die ein „Alles markieren“ und überschreiben nach sich zogen. So mancher Herzinfarkt war da vorprogrammiert und das MacBook wechselte rasch seinen Besitzer.

Ich experimentierte weiter. Die Chiclet-Tastatur eines HP-Chromebooks war ganz passabel, reichte jedoch nicht an Apples Standard heran und hinterließ ein merkwürdiges Kunststoffgefühl unter den Fingerkuppen. Als ich 2014 das Surface Pro 3 holte und das dazugehörige Keyboard-Cover stand ein „So lala“-Gedanke im Vordergrund. Die Tasten wurden eher versenkt und standen dicht beieinander. Als zum Surface Pro 4 eine Neuauflage der Tastatur kam mit aufgesetzten Chiclet-Tasten, kaufte ich sofort ein neues Tastaturcover und war von dem „Na geht doch“-Gedanken erfüllt. Das reichte immer noch nicht an die Magic Tastatur Apples heran und auch nicht an die des MacBook Pro.

2017. Apples neue MacBooks bekamen Butterfly-Tastaturen. Ich testete sie im Apple Store und mir wurde übel. Wenn das Cupertinos Zukunft war, dann gute Nacht.

Die Wireless Magic Tastaturen wurden ausgemustert. Neue kamen heran. Mit integriertem Akku (argh!) und Butterfly-Varianten. Ich betete, nie eine davon kaufen zu müssen, doch es kam wie es kommen musste. Meine Magic Tastatur wurde Opfer eines Cola-Ausbruchs. Tasten klemmten und klebten. Nun tippe ich diesen Artikel auf der neuen Variante des Wireless Magic Keyboard. Das fühlt sich zwar alles besser als auf dem MacBook an, aber … reicht lange nicht an das frühere Modell heran. Ich vertippe mich viel zu oft. Die Tasten sind zu breit, liegen zu weit auseinander, der Hub könnte ein Ticken höher sein.

Ebenfalls 2017 verkaufte ich das MacBook Pro. In zwischen hatte ich drei Lenovo Yoga-Notebooks genutzt – das Tastaturerlebnis vom ersten Yoga Ideapad 13 über den Yoga  2 und den Yoga 900 war gleich. Chiclet-Design, aber das haptische Gefühl war nie so gegenwärtig, wie auf dem MacBook. Manchmal wurden Tasten nicht erkannt, ich schlug daneben oder vertippte mich rigoros beim Blindschreiben.

Inzwischen kam auch ein neues Chromebook ins Haus. Ein ACER 14. Oha. Die Tastatur war mal nicht verkehrt. Da ließ sich besser drauf schreiben, als auf der zweiten Surface-Tastatur. Besser wurde es noch mit dem HP G1 13 Chromebook, das kurz darauf in meinem Haushalt vorbeischneite.

Vergleichbar mit einem MacBook Pro von 2013? Vielleicht nicht ganz. Vielleicht fehlt ein kleiner Titch. Aber HP ist da verdammt nah dran.

Machen wir mal ein Zwischenfazit: Das Non-Plus-Ultra in Sachen Schnellschreiben war die MacBook Pro Tastatur (2013) nur Millimeter gefolgt von dem Wireless Magic Keyboard. Danach kam die Tastatur des HP G1 13 Chromebooks, gefolgt von dem Keyboard-Cover der Microsoft Surface Tablets (2. Generation), gefolgt von Acers Chromebook und dann würde ich die aktuelle Apple Wireless Magic Tastatur erwähnen. Die wirkt zwar wertiger, als in Acers Chromebook (kostet auch halb so viel wie das Chromebook), aber durch ihre Tastengröße und dem Tastenabstand untereinander sowie einem veränderten Layout (die ALT-Taste wurde ersetzt durch eine Option-Taste, was mich mehr als verwirrt, wenn ich @-Zeichen schreiben muss oder in Photoshop skaliere) ist sie weit entfernt von einer Speed-Tastatur für meine Finger.

Kommen wir zum Finale. Ich habe eine Tastatur gefunden, die alle anderen übertrifft. Erwähnen sollte ich noch, dass ich eine Surface-Tastatur von Microsoft besitze. Die hat zwar einen schönen Tastenanschlag, ich bin jedoch bisher nicht mit ihr warm geworden, da sie als Bluetooth-Tastatur immer wieder Aussetzer hat und sich sehr schnell in den Standby begibt, wenn man nicht auf ihr tippt. Wirklich schnell habe ich damit noch nicht geschrieben.

Das Surface Book 2 hat es mir angetan. Während Apple seine Keyboards nur „magic“ nennt, scheint in der Tastatur des Surface Book 2 echte Magie drin zu sein. Das mag jeder anders sehen. Es gibt kein perfekt und und jeder hat ein anderes Schreib- und Tippgefühl.

Bei mir löst die Surfacebook Tastatur einen Sog aus. Beim Tippen merke ich, wie ich schneller und schneller werde und in einen Strudel gerade, ja wie in einem Sog mitgezogen werde, um noch schneller zu werden. Das einzige, was da die Tippgeschwindigkeit aufhält oder ausbremst, ist der neue Gedanke, den man vielleicht ab und zu fassen muss.

Bravo, Microsoft. Ich hacke auf euch ja auch immer wieder liebend gerne herum, aber mit dieser Tastatur habt ihr für mich Großartiges geleistet. Ein Quäntchen von perfekt entfernt.

Danke!

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HP G1 13,3″ Chromebook von Hewlett-Packard. Fabelhafte, beleuchtete Tastatur.

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HP G1 13 Chromebook Tastatur

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Das Microsoft Surface Book 2 – ebenfalls 13,5″ mit 3:2 Seitenverhältnis

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Schwer zu sagen, ob die Tasten wie der Rest aus Magnesium sind, ich tippe eher auf Kunststoff. Fühlen sich jedoch sehr wertig an.

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Eine neue Form der Beleuchtung. Das Blau sieht toll aus, verhindert jedoch bei hellem Licht das Erkennen der Buchstaben. Wer in Tageslicht arbeitet, schaltet die Beleuchtung aus.

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The fastest keyboard alive.

Meine MCU-Favoriten

Die Mid-Season von Phase 3 im Marvel Cinermatic Universe steht kurz bevor, wenn nächsten Monat die Avengers ein drittes Mal die Erde unsicher machen. Mid-Season jetzt nicht gerechnet an der Anzahl der Filme, die bereits in Phase 3 gelaufen sind (6) und die da noch kommen werden (4).

Es wird mal Zeit, meine persönliche Lieblingsreihenfolge niederzuschreiben. Sicherlich geht hier kaum jemand mit mir konform, aber gut, jedem nach seiner Fasson.

Prämisse: Wenn ich Superheldenfilme sehe, will ich Superhelden sehen – dazu gehören auch die schicken Kostüme. Und ich will Superheldenhaudraufaction sehen. Das sind zwei Gebote, die einfach dazu gehören.

Black Panther konnte ich bis dato leider nicht sehen, daher ist er noch ohne Wertung und fließt nicht mit in die Liste ein.

Legen wir los (letzter Platz, bis erster Platz:

  • Der unglaubliche Hulk
  • Iron Man
  • Iron Man 3
  • Iron Man 2
  • Captain America: The First Avenger
  • Thor
  • Thor: Ragnarök
  • Guardians of the Galaxy 2
  • Thor: Dark Kingdom
  • Spider-Man: Homecoming
  • Dr. Strange
  • Ant-Man
  • Captain America: The Winter Soldier
  • Guardians of the Galaxy
  • Captain America: Civil War
  • The Avengers
  • Avengers: Age of Ultron

Ich lass das mal kommentarlos stehen.

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