Archiv für den Monat April 2006

John Malkovich und Naomi Campbell geben sich die Ehre

Vatikanstadt. Mitten in der Nacht.
Ein Telefon klingelt im Zimmer des Inquisitors. Die wachhabenden Schweizergardisten sehen von ihren Positionen verstört nach oben. Licht flammt hinter einer Mosaikscheibe auf. Der Padre nimmt den Hörer ab. Ein leises »Hello?« ist zu hören. Dann: »Yes, I’m coming.«

Ein neuer Horroschocker mit John Malkovich in der Hauptrolle? Dachte ich zumindest. Seit einigen Tagen sticht mir immer ein Werbeplakat ins Auge: Düster, mit roter Schrift – »The Call«, darauf abgebildet ein dunkler Engel. Zuerst habe ich an das Album einer Band gedacht, doch als ich dann irgendwann an einer Ampel einen längeren Blick darauf werfen konnte, las ich die Namen John Malkovich und Naomi Campbell. Allerdings prangte unter dem Plakat nicht demnächst im Kino, sondern nur auf pirellifilm.de.

Was hat also der Reifenhersteller, der sich auch mit seinen kultigen Kalendern in der Männerwelt beliebt gemacht hat, mit einem Horrorfilm zu tun?

Nichts. »The Call« ist ein Werbespot. Nichts weiter. Allerdings so lang geraten, dass man ihn nicht im Fernsehen oder Kino zeigen kann. Die Exorzisten-Szene von Vater Malkovich geht über knapp 10 Minuten und ist ordentlich dramatisch inszeniert. Wer auf gut gemachte Werbespots steht, mag sich selbst davon überzeugen.

Fotos © 2006 by Pirellifilm

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Das Kaymobil aus dem All

Vor etwas mehr als einem halben Jahr, wies mich ein Bekannter auf Google Earth hin.
»Mach mal, probier mal, installlier mal. Da soll man bis ganz nach unten in die Straßenschluchten von New York reinzoomen können.«

Soll man, ah ja, er hatte es
also selbst noch gar nicht gesehen. Kurz zuvor war auch von einem
NASA-Programm die Rede, mit dem man sich Satellitenbilder anschauen
konnte – nur besaß die Software der NASA eine Größe von knapp 180
MByte, die man sich erst einmal herunterladen musste, während das
Google-Aquivalent mit nur ca. 4 MByte zurecht kam. Nach der
Installation von Google Earth, sah ich auch, warum das so war: Die NASA
lieferte das Kartenmaterial in ihren 180 MByte gleich mit, Google Earth
hingegen steht in permanentem Kontakt zum Internet und aktualisiert die
Ansicht laufend.

Aktualisieren bedeutet in dem Fall, dass auf die Karten, die auf einem
Google-Server liegen, online zugegriffen wird, nicht dass die
Satellitenbilder selbst aktuell sind.

Lange Rede kurzer Sinn: New York ließ sich tatsächlich so unglaublich
nah heranzoomen, das man in den Straßenschluchten Manhattans die Yellow
Cabs ausmachen konnte. Bei anderen amerikanischen Großstädten ging es
auch, wanderte man über den großen Teich jedoch beispielsweise nach
Deutschland, so gab es klare Ansichten gerade mal von Berlin, jedoch
nicht so gut, wie beispielsweise von New York. Eine Region wie das
Ruhrgebiet kam nur als verwaschene Fläche daher, bei der man einige
Landmarks sehen konnte, aber das war auch schon alles.

Inzwischen ist das Kartenmaterial und die Google Earth Version
überarbeitet worden und meine Heimatstadt Dortmund wurde besondere
Aufmerksamkeit zuteil, denn dort lässt sich mittlerweile weiter ins
Detail gehen als in New York. Kleine Kostprobe: Mein Auto aus dem
Weltraum, stark herangezoomt, parkt direkt neben dem Zaun zu dem Haus,
in dem ich wohne.

Nie mehr Philips!

Letztes Jahr im Mai ging mein alter Videorecorder zu Bruch, und ich dachte mir, im digitalen Zeitalter kann man sich jetzt auch mal einen Festplatten-DVD-Recorder zulegen. Meine Wahl fiel auf ein Gerät des Herstellers Philips.

Ich hätte stutzig werden sollen, als das Gerät am zweiten Abend bereits abstürzte, führte das jedoch die mangelnde Belüftung in meinem Phonoschrank zurück. Also stellte ich das Gerät auf einen freien Platz an dem die Luft ausreichen zirkulieren konnte.

Dann kamen im September die ersten Abstürze: Beim Schneiden aufgenommener Sendung, beim Brennen von Festplatte auf DVD. Immer wieder hakte das Gerät und reagierte nicht mehr auf Fernbedienung oder Tastendruck. Ich schickte es ein und bekam es nach sage und schreibe acht Wochen wieder zurück.

Angeblich hätte der Reparaturdienst keinen Fehler gefunden.

Nachdem ich das Gerät erst einmal eine Woche hab ruhen lassen, lief dann im Januar die vierte Staffel von ’24‘ an, die ich gerne aufgenommen hätte. Ich kam bis zur Folge 4, ehe die Elektronik des Recorders gänzlich ihren Geist aufgab.

Das Gerät wanderte zum zweiten Mal in die Reparatur. Diesmal ging es etwas zügiger und der Service vermerkte auf seinem Fehlerbericht zumindest, das man ein elektronisches Bauteil gewechselt und Transportschäden beseitigt hätte.

Seit März läuft das Gerät wieder.

 
Bis gestern Abend.

Nie wieder Philips. Zumindest nicht bei Unterhaltungselektronik. Schon peinlich für den Erfinder der Compact Disc. Mein Chef besitzt ein ähnliches Gerät, ebenfalls von Philips, das ebenso bereits zwei Reparatureinsendungen hinter sich hatte.

Allerhöchsten Kaffeemaschinen oder Rasierapparate sind von Philips zu gebrauchen.

 
Darauf einen Senseo! 

Neue alte Musik im Player

Die CD-Liste mal etwas ausgetauscht. Aktuell liegt das Album »Breathe in« von Lucie Silvas im Gerät, dazu die Single von Maarja, sehr fetzige Rocknummer der Ex-Vanilla Ninja Frontfrau, ist bestimmt schon hundert Mal durch meine Ohren gegangen und ein uraltes Album von Jackson Browne, das ich neulich Dank meines Kollegen Klaas Kurz wieder entdeckte: Lives in the Balance. Rockiger Sound, schöne Baladen und vor allen Dingen Klaartext spricht Browne hier. Auf »Lives in the Balance« wurde ich in den 80ern durch eine Miami Vice-Folge aufmerksam.

Unser Wasser – pfui!

Seit Jahren (sic!) werben die Dortmunder Stadtwerke (so wie die Stadtwerke zahlreicher anderer Ruhrgebietsmetropolen auch) mit der Trinkwasserqualität. »Ein sauberes Vergnügen«, wäre das Dortmunder Trinkwasser, das aus dem Hahn sprudelt. So ein Bericht in der aktuellen Ausgabe des DSW21-Magazins Publik.

Ja, hallo? Niemand bezweifelt, dass das Wasser Top-Werte aufweist, wenn es direkt ab Klärwerk analysiert wird. Aber haben diese Leute, die mit solchen Sauberkeitsslogans werben sich schon mal die Brühe angeschaut, die aus ihren Wasserhähnen zu Hause rauscht? Ist es nicht eher eine Frage der Rohrleitungsqualität, welcher Art von Wasser ich bekomme, wenn ich zu Hause den Hahn aufdrehe?

Ich habe vor zwei Jahren auswärts in der City Dortmunds gearbeitet, bei einem großen Konzern, der teilweise in einem Altbaukomplex untergebracht ist. Das Wasser, das ich morgens zum Teekochen aus dem Hahn der Küche erntete war eher als Milch zu bezeichnen. Schneeweiß. Und das Beste: die Rückstände von Kalk, Grünspan und Dreck haben sich jeweils so in Wasserkocher und Kaffeemaschine abgesetzt, dass man wöchentlich eine Grundreinigung der Geräte machen konnte.

Nicht anders an meiner jetzigen Arbeitsstätte, dem Dortmund Airport 21 – die Brühe, die wir morgens zum Kaffee-, Tee- und Cappuccinokochen aus der Leitung der Teeküche entnehmen hat nun wirklich nichts mit einem »sauberen Vergnügen« zu tun. So kalkig, dass auch der Siebfilter des Wasserkochers nicht nachkommt, wenn man das Wasser in ein Glas umfüllt.

Trinkwasser sauber? An der Messstelle sicherlich – aus dem Hahn aber nur bedingt.

Wir tanzen mit dem Teufel!

Zwischen den 539 Seiten aus John Ringos erstem Invasions-Roman »Der Aufmarsch« gab es sicherlich einige Dinge, über die ich den Kopf geschüttelt und geflucht habe. Rechnen ist nicht Ringos Stärke. Der 58-jährige wird drei Seiten weiter zum 63-jährigen. Die zeitlichen Sprünge in dem Roman nerven ungemein, denn Ringo scheint wahllos mal ein halbes Jahr nach vorn zu springen, dann wieder ein halbes Jahr zurück, drei Monate nach vorn, wieder drei Monate zurück, usw. Ganz zu schweigen von der Namensflut der Mitspielenden. Das kann man sich einfach nicht alles merken.

Trotz dieser Nachteile hab ich das Buch nicht aus der Hand gelegt, nicht in die Ecke geworfen, sondern brav weiter gelesen. Und zwar recht fix mit Sogwirkung. Ja doch, es war sauspannend, höchst interessant und ich wollte auf jeder Seite wissen, wie es weiter geht. Dennoch ist der Roman nur bedingt zu empfehlen, denn wer sich hier als Leser a) dagegen sträubt, dass es hier nur um Soldatengeschichten geht und b) nicht in der Militärhierarchie auskennt, hat quasi schon verloren. Stärker als David Weber oder Michael McCollum schildert John Ringo hier einen waschechten Military-SF-Roman.

Worum geht’s?
Eine friedliebende, galaktische Zivilisation tritt mit den Menschen in Kontakt und berichtet von einer drohenden Invasion durch die zentaurioden Posleen. Die Galakter hoffen, dass die Menschen eine Wende in dem langwierigen Krieg herbeiführen können. Durch die außeriridsche Technologie aufgemotzt werden Erkundungsteams und militärische Expeditionskorps zwei von den Posleen besetzten Welten geschickt, während auf der Erde eine Massenaufrüstung beginnt. Im Vordergrund der Handlung steht Lieutenant Michael O’Neal, Vater zweier Mädchen, der als Experte für Gepanzerten-Kampfanzüge (die HALO-Entwickler haben sich die Rüstung des Masterchiefs offensichtlich bei Ringo abgeschaut) zur fernen Welt Diess versetzt wird. Eigentlich nur als Beobachter und Berater in Ausbildungsfragen, doch er wird mitten in das größte Bodengefecht, das die Menschheit je erlebt hat geworfen. O’Neal, der strategisches Geschick beweist, wird von seinen Vorgesetzten nicht erhört und auf Sparflamme gekocht, während der Leser mit jeder verstreichenden Seite schon ahnt, dass O’Neal mit seinen Vermutungen Recht behält.

Wer Military-SF mag, ist hier bestens bedient.

Zum Verzweifeln!

Die Grippe rafft mich über Ostern darnieder und die beste Medizin soll ja angeblich der Schlaf sein. Nur wie soll man diese Medizin einnehmen, wenn Handwerker eine Etage unter mir den dritten Weltkrieg anzetteln? Lautstarke Bohrungen, wildes Gehämmer, Gepolter, dann ein dumpfer Knall, der das ganze Haus erschüttert.

Zu allem Überfluss haben sie noch die Heizung abgedreht, was natürlich bei einem grippal-gesteigerten Kälteempfinden besonders gut kommt. Und der Strom war für eine Stunde auch weg.

Ich stehe so kurz – so kurz, können Sie es sehen? – davor meine Handgranatensammlung auszupacken und die Splinte zu ziehen, nur um zu demonstrieren, wer am längeren Hebel sitzt: Die Handwerker oder ich. Auge um Auge …

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