Archiv für den Monat Mai 2006

Händisch

Anglizismen setzen sich in der deutschen Sprache von Tag zu Tag durch. Es gibt da diese eigentlich gar nicht so lustige Weihnachtsgeschichte »Wie X-Mas 2000 gezeigt hat …« *

Da ist von Kick-off Meetings, Backups, rough indications und Deadlines die Rede. Gerade im Bereich der IT (Information Technology) wird hauptsächlich mit englischen Schlagwörtern kommuniziert.

Doch eben diese Leute versuchen jetzt krampfhaft deutsch zu reden, entweder weil man sie auf ihren regen Gebrauch von Anglizismen aufmerksam gemacht hat oder sie plötzlich ein zweifelhaftes Nationalbewusstsein entwickeln?

Das verkrampfte Deutsch äußerst sich in Neologismen und völlig falschen, konstruierten Wörtern, wie sie noch niemand gesehen hat.

Aus dem gebräuchlichen Begriff »Computer« wird da nicht etwa »Rechner«, wie es ohnehin jeder Informatikstudent benutzt, sondern eine Eigenkreation wie »Produktionsmaschine«.

Aus einem USB-Stick ein MP3-Spieler ohne Kopfhörer.

Das überaus gebräuchliche Wort »manuell« transformiert plötzlich in eine nur im süddeutschen oder österreichen Raum bekannte Form: Man sagt jetzt »händisch«.

Händisch … ich bitte Sie! Hört sich das an? Wenn Walter Sedelmayr das zu Lebzeiten gesagt hätte, das mag das mit dem entsprechenden Dialekt noch klingen. Aber sonst?

Na gut, vielleicht ist das besser als Sätze wie der nachfolgende:

»Natürlich haben wir Kapazitäten für Big Bags und oversized Cargo. Ich bräuchte dann nur die final shipping details. Geben Sie mir doch einfach mal eine rough indication, dann call ich Sie back.«

Ich geh mich jetzt übergeben. Händisch.

* Wer die Geschichte nicht kennt, dem schicke ich sie gerne per Mail zu.

Auch mal ein Lob

Sie erinnern sich, dass ich über Weltbild und Apple geschimpft habe? Wenn nicht, können Sie es hier noch einmal nachlesen.

Es soll aber nicht heißen, dass ich nur am Meckern wäre. Nein, ich kann auch Lob verteilen. Ganz ehrlich. Und da fang ich mal mit Weltbild an, denn besagte DVD Box, um die es dort oben ging, war fehlerhaft. Ich merkte es erst vor einer Woche, weil ich die DVDs nach und nach über einige Wochen verteilt angeschaut hatte. Und als ich dann zur fünften Scheibe kam, griff ich mir … die dritte aus der Packung. Zuerst war ich der Annahme, dass ich sie einfach nur falsch einsortiert hätte, aber nein, die dritte DVD war gleich zweimal vorhanden, dafür fehlte die fünfte.

Ich reklamierte die Sache bei Weltbild und bekam in wenigen Stunden eine Antwortmail, dass man eine neue Box an mich losschickt und ich einen Retourenschein erhalte, um die ‚defekte‘ Box kostenlos per Post wieder zurückschicken zu können.

Das klappte alles anstands- und reibunglos. Deshalb an dieser Stelle mal ein »Danke, Weltbild!«

Price hopping bei Amazon

Seit fünf oder sechs Wochen habe ich in meinem Wunschzettel von Amazon eine Musik-DVD, die ich gar nicht haben will. Ein Arbeitskollege wollte sich mit einer Bestellung bei mir anhängen, und so legte ich diese DVD vorsorglich in den Wunschzettel. Da er aber für eine Woche in Urlaub fuhr, verschoben wir die Bestellung auf später.

Die DVD sollte 9,95 Euro kosten.

Genau einen Tag darauf, stand sie bei 19,95 Euro.

Drei Tage später bei 21,95

Drei Tage, nachdem mein Kollege aus dem Urlaub zurück war bei 14,95.

Drei Tage darauf bei 21,95.

Ich glaube, eine Woche später bei 12,95. War meinem Kollegen noch zu teuer. Also warteten wir und wurden *schwupps* zwei Tage später mit 17,95 Euro belohnt.

Dann kletterte sie wieder hoch auf 21,95. Hielt sich dort eine ganze Woche, bis sie wieder auf 14,95 sank. Dann auf 19,95 und schließlich wieder auf 21,95 wo sie jetzt steht.

Manchmal muss ich einfach vermuten, dass da Leute sitzen, die aus purer Langeweile mit den Preisen spielen, weil man ihnen verboten hat während der Arbeitszeit Solitär zu spielen.

Weather Bug?

Da scheint jemand ein Softwareupdate von Winter 1.0 auf Frühling 2.1 falsch eingespielt zu haben. Oder wie war das noch mit dem Auslassen von Jahreszeiten? Den Frühling haben wir übersprungen, der Sommer war neulich für zwei Wochen und jetzt ist schon wieder Herbst?

Zumindest muss ich die Heizung an manchen Tagen wieder anwerfen, weil ich im guten Glauben, der Frühling wäre da, kein Brennholz für den Kamin gehackt habe.

Hörspiel die Zweite: Rettungskreuzer Ikarus – galaktisch genial

Der Hörspielreigen geht noch weiter. Eine andere Serie, an der ich ebenfalls mitgeschrieben habe und von der fünf Romane aus meiner Feder stammen, erscheint ab sofort auch als Hörspielreihe: RETTUNGSKREUZER IKARUS.

Das Hörspiellabel Hoerplanet hat sich des SF-Stoffes angenommen und genau wie Lausch bei »Caine« hochkarätige Synchronsprecher engagiert, um die spannenden Abenteuer der Ikarus zu einem Ohrenschmaus werden zu lassen. Ingo Albrecht, vielen als Sprecher von Laurence Fishburne bekannt, spricht Captain Roderick Sentenza.

Der Hoerplanet setzt den Romanstoff genauso professionell um, wie Lausch bei der Caine-Produktion, sodass man beim Hören beinahe glauben mag, den Soundtrack eines Blockbusters zu hören und nicht ’nur‘ ein Hörspiel. Mit »Rettungskreuzer Ikarus« und »Caine« bekommen die bisherigen Spitzenreiter unter Erwachsenenhörspielen (Gabriel Burns und John Sinclair) eine echte und harte Konkurrenz.

Hoerplanet hat die ersten drei Romane zu »Rettungskreuzer Ikarus« an einem Stück produziert. Erschienen sind »Die Feuertaufe« und »Das weiße Raumschiff« nach einem Roman von Dirk van den Boom sowie »Der Gott der Danari« nach einem Roman von Sylke Brandt.

Hörspiel die Erste: Caine – höllisch gut!

Wer erinnert sich noch an die erste Folge? »Ich hätte ja lieber ein Gitarrenriff zu Highway to Hell gehabt«, sagte Steven Caine auf dem Weg zur Hinrichtung.

Die beliebte Dark Fantasy Serie aus dem Basilisk Verlag geht nun als Hörspiel in die zweite Runde. Nach einem Exposee des Serienerfinders Patrick J. Grieser hat die Produktionsfirma Lausch nun »Todesengel« vertont. Wieder mit Synchronsprecher Torsten Michaelis in der Rolle des Meuchelmördes und Amulettträgers Steven Caine. Welche Stimme würde wohl besser passen?

Als Patrick und ich damals über die Hörspielvertonung sprachen, sagte ich ihm, dass der Synchronsprecher von Wesley Snipes mein Wunschkandidat für Caine wäre. Unabhängig von meiner Äußerung war wohl auch Produzent Günter Merlau dieser Meinung, denn er engagierte Torsten Michaelis vom Fleck weg.

Das erste Caine-Hörspiel hat wegen seiner professionellen, fast hollywoodreifen Umsetzung sehr gute Kritiken bekommen. An der Romanserie, die im Basilisk Verlag erscheint, bin ich mit vier Romanen beteiligt und habe die Exposees zu den Bänden 9 und 10 verfasst, die von Dirk Taeger umgesetzt wurden bzw. werden.

1491: Die Würfel sind gefallen

Dass es im kommenden Vampir Gothic-Roman »Tage der Finsternis« eine großangelegte Vergangenheitshandlung geben wird, war mir schon beim Schreiben von »Das Blutreich« klar. Bei der Epoche schwankte ich jedoch noch stark. Heute fiel dann endlich die Entscheidung, wann und wo der Roman spielen wird:

Alena Labastida wird es ins Jahr 1491 nach Portugal und Irland verschlagen. In der Gegenwartshandlung wird Portugal ebenso eine Rolle spielen, wie meine Heimatstadt Dortmund.

Wenn Andy Bauer aus der biologischen Fakultät der Uni Dortmund je geahnt hätte, wie ihm geschehen wird, hätte er sich nicht so schnell und freiwillig für eine Romanrolle beworben. Man wird sehen 😉

Tintenhain

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