Archiv für den Monat Februar 2008

Die Zukunft holt uns ein – mit Andreas Eschbach


Marc Wehberg studiert Physik, kennt sich mit Computern und Elektronik aus, bastelt selbst, ist leidenschaftlicher Modell-Motorboot-Fahrer, besitzt einen Bootsführerschein für richtige Boote und kennt sich mit allerlei Dingen aus. Er ist leidenschaftlicher Erfinder. Ein Daniel Düsentrieb der Neuzeit. Und er hatte das zweifelhafte Vergüngen in meinem RETTUNGSKREUZER IKARUS Roman »Präludium« als Dr. Marc Paynehill das Zeitliche zu segnen.

Warum ich Ihnen das sage? Weil Marc Wehberg mir am 29. Oktober letzten Jahres sagte:

Martin, lass uns dieses Buch lesen, bevor die Realität den Inhalt des Romans einholt.


Gemeint ist der Roman »Ausgebrannt« von Andreas Eschbach, der jetzt auf meinem Nachttisch liegt. Nun, Marc hat den Roman längst durch und ihn für sehr gut befunden. Oliver Naujoks bescheinigt ihm ebenfalls volle Punktzahl. Ich kann also nichts verkehrt machen … außer zu bangen, dass die Realität mich einholt, ehe ich das Buch zu Ende gelesen habe. Man wird sehen …


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Matthew Reilly: Steigerung nicht mehr möglich


Mit seinem Erstling Showdown lieferte Matt Reilly einen kleinen Vorgeschmack auf ein Genre, dessen sich die wenigsten Autoren bisher angenommen haben: Dem Action-Thriller in Buchform. Zwar ziehen auch Autoren wir James Rollins, Lincoln Child, Douglas Preston, Lee Child & Co. kräftig an, aber das Gefühl, einen Achterbahn-Action-Film zu lesen hat man dabei nicht wirklich.

Bei Matthew Reilly schon. Und das, was er bei Die Offensive ablässt, ist kaum noch zu steigern, ohne sich selbst schamlos zu kopieren und zum Wiederholungstäter zu werden.

Worum geht’s?

Captain Shane "Scarecrow" Schofield befindet sich an Bord des Marine One (dem Präsidentenhelikopter) auf einer Inspektion zwei Air Force Basen in Utah. Nachdem der Besuch von Area 8 reibungslos abgelaufen ist, wird der Leser kurz darauf in Area 7 in ein "Das gibts doch nicht, dieselbe Scheiße passiert dem selben Mann zum zweiten Mal"-Szenario geschleudert. Nur heftiger. Stirb langsam für Marines. McLane ist ein Chorknabe gegen Shane Schofield.

In Area 7 wird ein geheimes Virus getestet, das kürzlich aus China geschmuggelt wurde. Die Chinesen planen offenbar einen Angriff auf die westliche Welt, denn das Virus tötet in sekundenschnelle Menschen ohne die Besonderheit asiatischer Gene. Doch es ist in die Hände der falschen Männer geraten, denn Ex-General Caesar Russel ist nicht daran interessiert, das Virus der amerikanischen Regierung zu überlassen. Vielmehr plant er seinen eigenen Staatsstreich und lässt einen südafrikanischen Wissenschaftler eine mutierte Form des Virus züchten: Die Abwandlung soll menschen mit schwarzer Hautpigmentierung töten. Natürlich hat Russel auch ein Gegenmittel entwickeln lassen.

Doch um sein neues Amerika zu gestalten, benötigt es weit mehr als ein Virus. In etlichen Großstädten der Nordstaaten Amerikas sind auf Flugplätzen Nuklearwaffen stationiert, die bereits scharf sind und explodieren werden, wenn sie ein Satellitensignal erhalten. Dieses Signal sendet ein Spionagesatellit der Air Force, sobald der Signalkontakt zu einem Sender am Herzen des U.S. Präsident unterbrochen wird. Stirbt der Präsident, stirbt Amerika, um es wieder neu aufzubauen – ganz nach den Vorstellungen von Caesar Russel.

Wo es anfangs noch so aussieht, als hielte der Bösewicht alle Trümpfe in den Händen, wendet sich das Blatt doch sehr rasch. Russel hat ein Kommando von 50 Elitesoldaten der 7. Schwadron unter sich und lässt Area 7 hermetisch abriegeln. Die Jagd auf den Präsidenten ist eröffnet. Womit Russel jedoch nicht gerechnet hat, sind diverse Faktoren, die den Roman bis zur Unglaubwürdigkeit belasten, doch angesichts des hohen Unterhaltungswertes und der rasanten Action ist das vollkommen belanglos.

Südafrikanische Reccondos dringen in die Basis ein, um das Virus zu stehlen.
Eine Einheit der 7. Schwadron entpuppt sich als Verrätergarde, die mit den Chinesen sympathisieren.
Die Häftlinge, die in den unteren Ebenen von Area 7 als Versuchsobjekte für ein potenzielles Serum gegen das Virus festgehalten werden, können ausbrechen und beginnen, Menschen abzuschlachten. Unter ihnen der berüchtigte Präsidentenattentäter Seth Grimshaw und der Schlächterchirurg von Phoenix, der Massenmörder Lucifer Leary.

Bald heißt es jeder gegen jeden in und um den Komplex von Area 7. Inmitten des Hexentanzes: Shane Schofield mit einer Handvoll überlebender Marines, einer Secret Service Agentin und dem Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Feuergefechte en masse, rasante Verfolgungsjagden mit X-Rail-Cars, Hubschrauber Dogfights und zu guter letzt verschlägt es Schofield an Bord eines Space Shuttle ins All.

Puh! Wie will Matthew Reilly das noch toppen? Mehr geht nicht, sage ich. Ich hatte zwei Wochen erstklassige Spannungsunterhaltung auf 530 Seiten. Wenn ich die Zeit hätte würde ich solche Bücher vermutlich an einem Tag verschlingen.


Cover für Vampir Gothic fertig


Et voilà, das Titelbild zum achten Vampir Gothic Roman mit dem Titel »Die Geächteten von Opyria« ist fertig. Nachdem für Band 7 die Künstler der Romantruhe selbst ein Cover kreierten, stammt das neue wieder von José del Nido aus Spanien.

Das Bild zeigt von links nach rechts: Scarlett Rayne-McLeod (die Ehrwürdige Mutter), Alena Labastida (die Seelenmutter) und Lucifer van Horne (der Seelenbrenner). Im Hintergrund ist schemenhaft Kaiserin Ravendra (die Seelenbinderin) zu erkennen.

Willkommen zur Law & Order SF


Heute Morgen habe ich die letzte Zeilen von Der Flug der Santa Maria, dem zweiten Roman der Reihe LEX GALACTICA geschrieben. Zur Erinnerung: Das Ursprungsmanuskript entstand vor 20 Jahren. Es gab eine Menge zu tun, ganze Passagen mussten neu geschrieben oder gestrichen oder ergänzt werden, weil die Arbeit von damals nur ansatzweise eine Fingerübung darstellte. Der Roman musste jetzt in lesbarer Form umgewandelt werden. Wie gut das gelungen ist, werden Sie im Mai dieses Jahres feststellen können.

Mein Verlag Romantruhe hat sich für die Reihe LEX GALACTICA auch einen prägenden Begriff ausgedacht: Law & Order SF.

Das trifft den Nagel so ziemlich auf den Kopf. Der Flug der Santa Maria enthält noch mehr Krimi-Elemente als der Vorgänger Tot oder lebendig.

Willkommen also bei der Law & Order SF!

Affen sind Schweine – Nilpferde auch


Zoo ist immer so eine Sache. Manche finden ihn toll, andere sprechen von Tierquälerei.
Eine andere Art von Zoo, der ZOOM Erlebnispark, befindet sich in Gelsenkirchen. Er unterscheidet sich vornehmlich von herkömmlichen Zoos und Tierparks darin, dass er weite Gehege besitzt in denen man oft die Tiere erst einmal suchen muss. Von Platzmangel kann man da in den wenigsten Fällen sprechen. Die Tiere können so frei bewegen, dass man nicht mal mehr von einem Gehege sprechen kann.

Nun, am Samstag waren wir im ZOOM. Trockentes Wetter, aber bitterkalt. Die Idee kam von Rabea. Oder Sascha? Egal. Um 10 Uhr wurden Joshua und ich abgeholt und dann ging es auch direkt über die Autobahn zum Erlebnispark. Zwei Erlebniswelten gibt es bisher: Alaska und Afrika. Asien ist momentan im Bau und wird voraussichtlich 2009 eröffnet.

Allerdings weiß ich nicht, wie man eine dritte Erlebniswelt an einem Tag schaffen will, noch dazu, wenn der Park mal richtig voll ist. Wegen des kalten Wetters war er zwar gut besucht, aber man kam locker durch. Wir brauchten mit einer Mittagspause auch den ganzen Tag und verließen den ZOOM erst kurz vor der Schließenszeit, nachdem mein Sohn sich noch durch den Streichelzoo zufrieden stellen ließ, auch wenn er äußerst pikiert darauf reagierte, dass er das Shetlandpony Lucy nicht streicheln konnte. Störrischer Gaul.

Wir haben fast alles gesehen. Braunbären, Hirsche, Elche, Rentiere, Robben, Eisbären, Otter, Biber, Stachelschweine, Schimpansen, Paviane, Giraffen, Nashörner, Hyänen, Löwen, Nilpferde, Zebras und noch eine Menge mehr.

Ein paar Impressionen zum Thema Abenteuer Wildnis finden sich unten in den Bildern. Etwas irritiert war ich aber über den Stuhlgang eines gewaltigen Nilpferdes. Nach erfolgreichem Geschäft drehte sich das Tier um und stieß seine überbreite Nase direkt in den Kot. Sascha meinte, jetzt würde analysiert, was es gegessen hat. Puh, seltsame Sache. Und die Affen waren nicht besser. Zwischen den tobenden Schimpansen huschte ein älteres Exemplar her und sammelte getrocknete Kotstücke auf, um … nun, ich dachte, es wäre der Hausmeister, der aufräumt, aber er schob sich die Reste in den Mund.

Affen und Nilpferde scheinen doch eher Schweine zu sein. Pfui.

Joshua Kay im Höhlenlabyrinth


Ein Unterwassertunnel. Vorn links: Auch ein schöner Rücken kann … Sascha »The Manager« Hausberg.

Die Kommandorobbe vom Thron aus hat sie die Befehle an die anderen ausgegeben


Auf Indiana Jones Spuren: Joshua Kay und Sascha Hausberg. Tätätätäää Tätätäää.

Der König der Steppe.



… bei der großen Fütterung. Es gab Geflügel


Zebrastreifen waren keine Fußgängerüberwege.

Fast hautnah zum Anfassen.


Zwar war es schattig für eine Bootsfahrt, aber sie hat Spaß gemacht.


Ein Nilschwein


Im Bus: Joshua, Rabea und Sascha.

Eine Legende geht von uns … Werner K. Giesa †


Nichts ahnend komme ich nach Hause, sehe die endlos lange Liste von Eingangsmails und fühle keine richtige Lust, sie zu lesen. Doch dann, am späten Abend mache ich mir doch die Mühe fange oben an, statt von unten den Faden aufzurollen. Dirk van den Boom schreibt Ich schreibe morgen etwas dazu. Ich lese die vorherige Mail und sehe die Worte von Nicole Ihr kanntet ihn besser, als ich … und darüber ein einziges Wort Nachruf.

Von Panik getrieben lese ich schnell weiter durch die Mails, um zu erfahren, was geschehen ist. Dann stoße ich darauf.

Werner Kurt Giesa ist gestorben.

Das ist ein tiefer Schlag. Erst vor kurzem hörte ich noch, er wolle umziehen, umso schockierter bin ich darüber, was ich heute lese. Ich ahnte früh, dass er sich nur noch durch das Leben schleppt. Eine schwere Krankheit zeichnete ihn schon seit Jahren und der Tod seiner Frau Heike nahm ihm den Lebensmut und den Lebenswillen, auch wenn viele hofften, er fängt sich wieder.

Das erste Mal hörte ich von Werner K. Giesa im Fernsehen. Damals wusste ich seinen Namen nicht. Die Sendung Aeon auf dem Offenen Kanal Dortmund behandelte regelmäßig SF-Themen und man hatte einen Schriftsteller namens Robert Lamont ins Studio eingeladen. Er war gebürtiger Hammer, also quasi aus der Nachbarschaft, und stellte seine Bastei-Serie Professor Zamorra vor.

1999 traf ich Werner und seine Frau Heike dann das erste Mal live auf dem Trinity Con in Dortmund. Damals war ich als Autor der Fortschreibung der Serie Dämonenkiller dort, an der auch Werner Giesa mitgewirkt hatte. Wir kamen allerdings nicht wirklich ins Gespräch, weil mich Frank Rehfeld und Robert deVries in einem Planungsgespräch einnahmen und Dario Vandis eine Dämonenkiller-Lesung zum Besten gab.

Ich glaube im Jahr 2000 führte ich dann das erste Gespräch mit Werner. Später tauschten wir E-Mails aus, schwoften über den Sinn des Lebens, begegneten uns auf Cons wieder, redeten über Autos und Minicomputer, bis Werner mich auf einem Con in Marburg fragte, ob ich ihm beim Dortmunder Dialekt für eine Zamorra-Satire helfen könnte. Ursprünglich hatte er eine Hörspielserie namens »Der Magier« geplant, bei der ich mit ihm zusammen die Drehbücher hätte schreiben sollen, doch aus der Serie wurde nichts. Ich sagte zur Dialektgeschichte zu und Werner kam spontan auf die Idee, wir können den Roman ja zusammen schreiben.

So entstand unser gemeinsamer Zamorra »Amoklauf der Werschnecke«, eine Satire, die in Dortmund spielt.

Für Zamorra schrieb ich Dank Werner noch zwei weitere Romane. Das letzte Mal sah ich ihn 2007 in Marburg, gezeichnet von seiner Krankheit und Medikamenten, die er zu sich nehmen musste, befürchtete ich schon das Schlimmste. Nun ist es geschehen.

Ich hoffe, Werner ist jetzt mit Heike vereint und kann, wo immer sich die beiden befinden, das Leben weiter führen, das ihm im Januar 2005 genommen wurde.

R.I.P., Werner und Heike

Held sein ist keine Garantie für Überleben


Das müssen auch die Helden in LEX GALACTICA feststellen.

Ihr gottverdammten Bastarde habt mir einen Finger abgeschnitten!

Die Aussage stammt von einem der Protagonisten aus dem Roman Der Flug der Santa Maria. Von wem, das erfahren Sie im Frühjahr 🙂

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