Archiv für den Monat Mai 2008

Der Mann mit dem Hut ist zurück


Ich bin kurz davor, eine "Man soll keine Fortsetzungen nach über 25 Jahren drehen"-Bewegung zu gründen. Nachdem ich John Rambo schon so herrlich nichts- und nichtsaussagend fand, geht es gleich mit dem Mann mit Hut weiter.

Schlimm finde ich George Lucas‘ Aussage, dass ihm schon zum dritten Film nichts mehr einfallen würde, und dass ihm die Sankara-Steine des zweiten Indiana Jones Films bereits Magenschmerzen bereitet haben. Ich persönlich fand die Steine und den Heiligen Gral okay – aber wenn Lucas keine Idee hat, sollte er doch anderen das Ruder überlassen. Warum immer alles selbst machen? Es gibt Dutzende von Indiana Jones Romanen. Sicherlich wäre auch eine passende Story für einen vierten Film dabei gewesen. Was dann letztendlich dabei herausgekommen ist, will so gar nicht in die Welt des peitschenschwingenden Archäologen passen, wenn Außerirdische erstmals als Erklärung für Mystisches herhalten müssen.

Worum geht es eigentlich? Der junge Mutt Williams sucht Dr. Henry Jones auf und berichtet ihm von seiner verschollenen Mutter Marion, die auf den Spuren Professor Oxleys in Peru auf der Suche nach einem geheimnisvollen Kristallschädel wandelt. Da Oxley ein alter Freund Indys ist, bricht dieser mit Mutt auf.

Unglücklicherweise ist auch wie Weiland Hitler der russische Gegenspieler Stalin an mystischen Artefakten interessiert, um so mächtige Kriegswaffen gegen den Westen zu schicken. Da der Film 1957 spielt, konnten die Nazis als Bösewichter (wie in Teil 1 und 3) nicht mehr herhalten. So mussten es die Genossen aus dem Osten sein, präsent in der Form der Agentin Irina Spalkov (gespielt von Cate Blanchett mit einfältigem Pagenschnitt, die dann mehr und mehr an Anna Bolika aus der Rick Nebula-Parodie erinnerte).

Auf der Suche nach dem Kristallschädel gibt es auch einige saftige Actioneinlagen, die allerdings allesamt irgendwie zum Gähnen reizen. Sei es die Flucht aus der Militärbasis in Nevada, die doch arg an den Showdown im Höhlengebirge des ersten Teils erinnerte. Ebenso die Verfolgungsjagd mit Kübelwagen und Lastern durch das Amazonasgebiet muss sich dem direkten Vergleich von Jäger des verlorenen Schatzes stellen. Ein paar Grabfallen hier und dort, die dann sinnigerweisen Beben auslösen und ganze Höhlen zusammenstürzen lassen – alles bereits in den ersten drei Teilen gewesen.

Der Humor ist deutlich begrenzter als in den Vorgängern und reizt nur hin und wieder mal zu einem müden Lächeln. Auch der Soundtack von John Williams ist der reinste Hohn. Ein paar Mal gibts das Indiana Jones Thema in Kurzform, das war es aber schon. Der Rest ist belangloses Geplänkel ohne Wiedererkennungswert und erinnert hier etwa an den total versäbelten Score zum dritten Film. Es scheint mir, als wäre nicht nur Harrison Ford zu alt für die Rolle geworden, sondern auch alle anderen Beteiligten.

Doch wollen wir nicht ganz so hart zu dem Film sein. Man kann ihn sich angucken, sollte aber seine Erwartungen ganz nach unten schrauben, denn wirklich heranreichen tut er an keinen der drei Filme aus den 80ern.

Schade, Indy.


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Now playing: Soundtrack – Slave Children’s Crusade
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Phoenix – we have a touch down

A small step for … ja, für wen eigentlich. Heute Nacht um 01:38 Uhr MESZ landete die NASA-Sonde Phoenix planmäßig auf dem Mars. Laut NASA war das gar nicht so selbstverständlich, denn gut die Hälfte der knapp 26 Marsmissionen scheiterten, weil die Sonden auf dem roten Planeten zerschellten. Marslander Phoenix hat seine Arbeit aufgenommen und sammelt fleißig Proben von der Polregion des Mars, in der Hoffnung dort Wasser zu finden.

Na denn man tau!

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Now playing: Trevor Rabin – National Treasure Suite
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Don’t call it Schnitzel


Jetzt hab ich sie auch probiert. Schnitzel aus dem Toaster, Toasty genannt.
Und ich muss sagen "für aus dem Toaster"  schmecken sie erstaunlich gut, sogar nach dünnen Schnitzeln, die man beispielsweise als Wiener Schnitzel in Austria serviert bekommt.

Nur der Sättigungsfaktor spielt wahrscheinlich eine entscheidende Rolle. Drei von den Scheibchen brauchte ich schon, um satt zu werden.

Aber gut, als Snack für zwischendurch, ehe man seine Pfanne aufwärmt und den Ofen anschmeißt, ist so ein schneller Toast für zwischendurch doch ganz gut. Etwas Ketchup drauf und dann genießen Smiley mit geöffnetem Mund
Don’t call it Schnitzel!

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Now playing: AC/DC – Back In Black
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Ein magisches Finale


Trudi Canavans Trilogie um den Schwarzen Magier ist eng miteinander verwoben. So sind die deutschen Titel, die außer dem mittleren kaum etwas mit den englischen Originalen zu tun haben, recht passend, denn alle drei Bücher zeichnen die Entwicklungsgeschichte von Sonea, von der aufmüpfigen Rebellin, über die scheue Novizin, bis hin zur Meisterin.

Im letzten Roman "Die Meisterin" wendet sich das Blatt zwischen Sonea und dem Hohen Lord Akkarin. Während Sonea für den Mann bisher nur Hass empfunden und sich vor ihm gefürchtet hat, offenbart er ihr die Gründe für sein Tun und lässt sie an seinem bisherigen Leben teilhaben. Hass schlägt in Verständnis um, Angst in Zuneigung und letztendlich entwickelt sich zwischen Sonea und Akkarin sogar Liebe.

Doch all das steht unter keinem guten Stern, denn letztendlich findet die Gilde heraus, dass die beiden Schwarze Magie erlernt haben und sie auch anwenden. In einer Anhörung werden beiden schließlich ins verfeindete Land Sachaka verbannt, doch gerade dort herrschen die mächtigsten Schwarzen Magier, die immer noch ihren Eroberungsplänen der Gilde und Kyralias nachhängen.

Erst als sich eine Handvoll der gefürchteten Ichani über den Nordpass schlagen und ein Fort der Kyralier, das mit zwanzig Magiern besetzt war, dem Erdboden gleich machen, erkennt die Magiergilde ihren schrecklichen Irrtum. Sie können niemals den schwarzen Magiern widerstehen. Ohne Akkarin und Sonea ist Kyralia den Ichani hilflos ausgeliefert – doch die beiden weilen in Sachaka.

Canavan bietet ein grandioses Finale mit einigen überraschenden Wendungen. Die Invasion Imardins und die Verteidigung der Stadt hat es wirklich in sich. So muss ein Roman über Magie geschrieben sein.

 

»Esst mehr Gemüse« – Tod durch Karotte


Dieser Film wird als der in die Geschichte eingehen, indem mit Karotten gemordet wird.

»Wissen Sie, was ich am meisten hasse?«, fragt Smith die Hochschwangere, die während einer blutigen Schießerei zu seinen Füßen entbindet, während er immer wieder ein »Pressen, pressen!« ruft und gleichzeitig die herannahenden Bösewichter erschießt.

»Nein!« Die Schwangere blickt entsetzt und schüttelt den Kopf.

Smith knirscht mit den Zähnen, während er ein frisches Magazin in die Pistole schiebt. »Vierzigjährige mit Pferdeschwänzen. Die machen sie weder jünger, noch hip oder cool.«

Ein Schuss peitscht und in einer Blutfontäne wird der Pferdeschwanz eben jenes Vierzigjährigen vom Kopf geschossen.

Von welchem Film ist jetzt die Rede? Der Titel erinnert an den Urvater des gleichnamigen Ballerspiels "Shoot’em up!" – und nix anderes macht der Film auch. Es wird fast in jeder Sekunde geballert, geknallt, geschossen und getötet. Das Ganze aber wieder mit einem pechschwarzen Humor, der die Lachmuskeln strapaziert. Clive Owen brilliert in der Rolle des Mannes Smith, der unfreiwillig während einer Schießerei zu einem Baby gelangt und dieses nun mit seinem Leben beschützt. Hilfe findet er bei der Prostituierten Donna (Monica Bellucci als rassiges Vollweib).

Auf der Suche nach dem Auftraggeber des Kindermörders geraten sie in eine Geschichte, die sogar bis in höchste Regierungskreise reicht.

Shoot’em up ist maßlos übertrieben, nimmt sich selbst auf die Schippe und ist so tiefschwarz angehaucht, dass er schon fast wieder Slapstick sein könnte.

Genial in Szene gesetzt!

Der Eiserne gegen die USA

 
In den deutschen Übersetzungen hieß er früher immer noch Der Eiserne. Irgendwann ist man dazu übergegangen, die Helden der Comics nicht mehr einzudeutschen. Als aus Grüner Pfeil Green Arrow und aus Der Rote Blitz einfach nur Flash wurde, gabs auch den Wandel bei Marvel und aus dem Eisernen wurde Iron Man. Das ist immer dann besonders lustig, wenn Deutsche mit Schulenglisch das Wort "Iron" aussprechen und dabei das "r" betonen, das aber im Englischen überhaupt nicht gesprochen wird.

Tony Stark alias Iron Man ist auf die Leinwand zurückgekehrt. Wie so oft in Neuverfilmungen von Superhelden fängt man auch hier am Anfang an. Mit der Entstehungsgeschichte des Superhelden. Ich persönlich finde das blöd, denn als früherer Comicleser kenne ich diese Geschichten und will eigentlich mehr Action im Kostüm sehen.

Umso überraschter war ich, welchen Spaß mir die Entstehungsgeschichte von Iron Man in der aktuellen Verfilmung gefallen hat. Witz, Selbstironie, Sarkasmus und unterschwellige Kritik an der amerikanischen Außenpolitik prägen den durchaus rasanten Film. Robert Downey Jr., den sich sowieso bisher immer gern gesehen habe, macht eine gute Figur als zunächst arroganter Waffenhersteller Tony Stark und wandelt sich zu einem Helden, der die Menschen vor dem beschützen will, was zuvor selbst produziert hat.

Die F/X sind klasse. Die Action kommt nicht zu kurz und die Heavy Metal Gitarrenriffs stören nicht mal, obwohl ich bei Filmen eher orchestralen Soundtrack bevorzuge.

Unter den zahlreichen Superheldenfilmen, die die Welt nicht braucht (z.B. HULK und noch ein Remake davon) ist Iron Man endlich einer, den man gesehen haben muss, weil er einfach Laune macht.


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Now playing: Everlife – Look Through My Eyes
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Die Brücke nach Terabithia


Hat mal jemand Taschentücher?
So herzergreifend war der Film "Die Brücke nach Terabithia".

Der Junge Jess, ewig von seinen Mitschülern gehänselt und in einer ärmlichen Familie aufgewachsen, bekommt eine neue Mitschülerin, Leslie, die auch gleich seine neue Nachbarin ist. Gemeinsam verabreden sie sich zu einem Spaziergang im Wald. Als sie einen Bachlauf mit einem Seil entdecken, schwingen sie sich auf die andere Uferseite und entdecken dort eine Welt, die sie Terabithia nennen. Hier gibt es Kobolde und  Trolle, dunkle Wesen wie die Eichhoger und Feen und geflügelte Krieger. Terabithia ist voller Magie.

Doch Terabithia existiert nur in der gemeinsamen Fantasie von Leslie und Jess. Und als Leslie eines Tages alleine nach Terbathia aufbricht, geschieht ein Unglück, das alles verändert.

Sehr stimmungsvolles, tränenrühriges Kindermärchen mit einem tollen Score. Auf dem Soundtrack ist auch das Lied "Keep your mind wide open" von der Hauptdarstellerin Annasophia Robb zu hören. Unter anderem auch eine gefühlvolle Ballade von Hayden Panettiere, der Darstellerin der "Heroes"-Cheerleaderin.

Dazu ein instrumentaler Score von Aaron Zigman, der sehr stark an "Der König von Narnia" erinnert. Liegt wohl daran, dass die großen Komponisten heutzutage ausgestorben sind. Vorbei sind die Zeiten der Einzelkämpfer. Heute gibt es nur noch eine Front und die heißt: Hans Zimmer und seine Zöglinge.

Leider kommen bei den ganzen Zimmer-Nachwuchs-Komponisten wie Trevor Rabin, Klaus Badelt, Harry-Gregson Williams, dessen Bruder Rupert und eben auch Aaron Zigman immer wieder nur Soundtracks heraus, die einander gleichen. Nichtsdestotrotz kann man sich aber auch das gepflegt anhören.

Vermisst hab ich die Gitarrensongs, die die Klasse von Jess und Leslie während des Unterrichts gesungen haben. Da waren zwei oder drei Sahnestücke dabei.

Terabithia ist für Kinder, junggebliebene Erwachsene und Fans von Herzschmerzschmonzetten. Ja, auch für mich 🙂

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