Archiv für den Monat September 2008

Nicht jugendfrei – Die Vampire treiben es doll


Mittlerweile habe ich den zweiten Black Dagger Roman namens "Lover Eternal" (Die Bände "Ewige Liebe" und "Bruderkrieg") und bin immer noch begeistert, dass ich mir gleich den dritten Roman geschnappt habe.

J.R. Ward wechselt gekonnt die Perspektiven. Während es im erste Roman noch um Wrath und Beth ging, ist diesmal der blonde Schönling Rhage an der Reihe, der von seinen vampirischen Kumpels wegen seiner Ähnlichkeit mit einem Filmschauspieler nur Hollywood genannt wird.

Rhage hat ein Problem: Er hat die Schöpferin der Vampire, die Jungfrau der Schrift, gegen sich aufgebracht, worauf sie ihn für 200 Jahre verfluchte. Rhage kann seine Emotionen nicht kontrollieren und ist gefangen in einem ständigen Abreagieren mit Sex und Kämpfen. Wenn er das nicht tut, siegt seine Wut und damit die in ihm innewohnende Bestie. Gerade seine sexuellen Gelüste sieht er nur als Ventil, um sich Luft zu verschaffen. So wagt er es nicht, feste Bindungen einzugehen. Außerdem hat ihm sein präkognitiver Bruder Vishous geweissagt, dass er sein Schicksal in einer Jungfrau finden würde.

Dann trifft Rhage auf Mary. Und alles verändert sich.

Mary arbeitet bei einer Art Telefonseelsorge und hat vorher mit autistischen Kindern zusammengearbeitet. Ihre Mutter starb früh und auch Mary hat bereits eine heftige Chemotherapie und zahllose Operationen über sich ergehen lassen müssen, um Leukämie zu bekämpfen. Sie ist keine Schönheit, eher eine graue Maus. Ihr Körper gezeichnet von den Operationen. Und ausgerechnet der schönste Mann der Stadt verliebt sich in ihre Stimme, ihre Art, in sie.

Mary fühlt sich verschaukelt und kann nicht so recht glauben, dass Rhage (der sich zunächst als Hal E. Wood vorstellt) auf sie fliegt. Und als sie es ihm endlich abnimmt, stellt sich Rhage das nächste Problem: Wie bringt er seiner Geliebten bei, dass er ein Vampir ist? Und noch schlimmer: Wie erklärt er ihr, dass in ihm eine Bestie schlummert?

Ein spannender Roman, der auch locker die Kürzung von zweien der unzähligen Sexszenen vertragen hätte. Oder eine Kürzung der Szenen selbst, denn was Frau Ward da vom Stapel lässt, ist nicht mehr jugendfrei.

 

Soll mir doch keiner was erzählen!


Sprechen Sie mal einen Techniker oder Physiker auf Autos mit Elektromotor an.

Ein Verziehen der Gesichtsmuskeln, Zusammenkneifen der Augen, ein Zischen und überhaupt ein Ausdruck wie "ich bekomme Magenschmerzen."

Zu große, zu schwere Batterien, zu wenig Speichermöglichkeiten des Stroms, zu häufiges "Nachtanken".

Ja? Ist dem so? Soll mir doch keiner was erzählen.

Der neue Tesla Roadster verneint all die angeblichen Schwachpunkte eines Elektroflitzers:

Der zweisitzige Sportwagen im Stil eines Lotus besitzt einen 248 PS starken E-Motor, gespeist durch Lithium-Ionen Batterie und wird über das ganz normale Stromnetz aufgeladen. Mit einer Ladung kommt man ca. 350 km weit und ist nach etwa 3,5 Stunden wieder voll "aufgetankt". Der Durchschnittsverbrauch in "Benzineinheiten" umgerechnet beträgt knapp 1,7 Litern auf 100 km.

Na, schon Lust auf eine Spritztour bekommen? Der Renner jagt mit seinem E-Motor immerhin mit 200 km/h über die Piste und beschleunigt von 0 auf 100 in 4 Sekunden.

Klar, an der Sache gibt es einen Haken. Den Preis. Der Tesla Roadster kostet etwa 117.000 Euro und ist nichts für den kleinen Geldbeutel, aber das wäre ein Lotus in der Benzinversion auch nicht.

Die Technik für E-Motoren als Ersatz für Verbrennungsmotoren ist da. Und man muss offenbar nicht auf Komfort verzichten, wie das Beispiel Tesla Roadster eindrucksvoll beweist. Soll mir niemand erzählen, Elektroautos hätten keine Zukunft. Die Zukunft ist bereits da!

Nutella to go! – Kays Office Dipp


Ich bin ja kein Freund eines Frühstücks. Das liegt daran, dass ich morgens einfach keine Zeit dafür habe und ich auch keinen Bissen herunter bekomme.

Aber wenn man dann zwei Stunden später im Büro sitzt und der Zucker des Schokocappuccino nicht ausreicht, um zu sättigen, sich der kleine Hunger gegen 10 Uhr meldet … tja, da möchte ich dann doch irgendetwas nebenbei essen, um bis zur Mittagspause auszuhalten. Irgendwas kleines, was schnell geht und was man während der Arbeit vertilgen kann. Ja, Halb Zehn in Deutschland. Aber das Frühstückchen wird auf Dauer langweilig und krümelt ungemein.

Ich sah bereits letztes Jahr ein interessantes Produkt aus dem Hause Nutella. Nutella to go! nennt es sich und enthält in einem Plastiktöpfchen eine Kammer mit einem Kleks der Haselnussschokocreme und in einer zweiten Kammer ein paar Brotsticks, die Miniaturausgabe der Crissini.

Nett, aber teuer. So ein Töpfchen kosten sage und schreibe 99 Cent.

Zum Vergleich: Ein 400g Glas Nutella bekommt man im Angebot für 1,29 Euro. Und da steckt die 40fache Portion der Creme drin.

Und Crissini im Großformat sind auch für weit unter einem Euro zu haben. Warum also nicht beides kombinieren?

Geboren ist Kays Office Dipp, für knapp 2 Euro zwei Wochen lang Frühstück 🙂

Vampire mit komischen Namen


Sie heißen nicht Vlad, Lestat, Louis, Victor oder Kraven.
Ihre Namen wirken klingen eher wie die Gestalt gewordene Wut, die sie verkörpern. Wenn sie sich teilweise auch etwas anders schreiben.

Ihre Namen sind Wrath, Rhage, Phury, Vishous, Tohrment und Zsadist – zu sechst stellen sie die letzte Bastion zum Schutz ihrer Rasse dar: Die Bruderschaft des Black Dagger. Kriegervampire, die Ihresgleichen gegen einen unheimlichen, seelenlosen Feind verteidigen. Und das alles unerkannt vor den Augen der Menschen.

Kommt Ihnen das bekannt vor? Klingt nach der immerwährenden Fehde zwischen Vampiren und Werwölfen. Aber Black Dagger ist anders.

Mit ihrem Erstlingswerk "Dark Lover" (auf Deutsch in zwei Bänden unter den Titel "Nachtjagd" und "Blutopfer" (nicht Blutopf, wie Amazon uns weismachen will!) erschienen) schwenkte Autorin J. R. Ward alias Jessica Bird in Richtung der Dark Romance Welle über, die momentan in den Vereinigten Staaten völlig hip ist. Dark Romance bedeutet erotische Liebesgeschichten im Genre der Fantastik. Also nimmt man einfach einen Vampir und lässt ein Menschenweib ihn anschmachten.

Weit gefehlt. Zugegeben, Frau Ward geht bei den Sexszenen ins Detail, dass es schon fast an Pornografie grenzt. Aber sie hat auch einen wohlfeilen Hintergrund für ihre Vampirgeschichten ersonnen. Und neben Romantik und Erotik kommt auch die Action, vornehmlich der Kampf gegen die sogenannten Lesser, nicht zu kurz.

Und was ihre Ungetüme von Kriegervampiren auf Anhieb sympathisch macht: Sie haben ihre Macken. Bleiben wir gleich bei dem Anführer Wrath, der als Protagonist im ersten Roman herhält. Ein Hüne von einem Mann, dunkel, verschlagen, unverschämt gutaussehend. Aber er ist fast blind und orientiert sich anhand aller anderen Sinne.

Wrath kann die letzte Bitte seines dahingeschiedenen Mitstreiters Darius nur schwer abschlagen. Vor aller Augen geheim gehalten, hat Darius eine Tochter, die er vor 25 Jahren mit einer Menschenfrau zeugte. Die Beziehung ging nach der Geburt in die Brüche, das Mädchen wuchs allein auf. Doch jetzt steht sie vor der sogenannten Transition, die Wandlung in der sich ein Vampir komplett vom menschlichen Dasein verabschiedet, eine Metamorphose zum Blutsauger durchläuft und seine endgültige Gestalt annimmt.

Als Zwitterwesen steht vermutlich auch Beth, Darius Tochter, diese Wandlung bevor. Und nur das Blut eines starken Vampirs, kann ihr durch diese schwere Phase helfen. Doch Wraths Interesse an Beth geht über den Beschützerinstinkt hinaus. Er beginnt, Beth zu begehren und verliebt sich sogar in sie.

Doch es geht nicht nur um Wrath und Betz in dem ersten Roman der Black Dagger Bruderschaft. Beths Freund, der Polizist Butch O’Neil, gerät unversehens zwischen die Fronten und erfährt unfreiwillig von der Vampirwelt. Dabei macht er die Bekanntschaft von Marissa, Wraths Frau und der Schwester des Vampirarztes Havers.

Gleichzeitig planen die Lesser unter der Führung von Mr. X einen Schlag gegen die Bruderschaft. Der Tod Darius‘, für den die Gesellschaft der Lesser verantwortlich zeichnet, gibt X den nötigen Auftrieb und Mut, es auch mit den anderen sechs verbleibenden Brüdern aufzunehmen.

Frau Ward schreibt flüssig, interessant und vulgär. Sie scheut sich nicht vor Kraftausdrücken und schlägt auch in den erotischen Szenen eine härtere Sprache an. Im Vordergrund steht jedoch die Tragik der handelnden Personen. Wird Wrath Beth für sich gewinnen können? Kann er sie aus den Fängen der Lesser befreien? Wird sie ihn dann auch wollen? Überlebt sie die Wandlung zur Vampirin? Wird Wraths Verschmähte Frau Marisssa sich auf Butch einlassen? Lässt ihr Bruder Havers die Schande, die Wrath über seine Schwester gebracht hat, durchgehen?

All diese Fragen werden auf spannende Weise beantwortet und ziehen den Leser in einen Bann, aus dem er sich nur schwer lösen kann. Der erste Roman der Black Dagger Brotherhood macht so viel Lust auf mehr, dass man sich gleich die Folgebände bereithalten sollte, denn die Suchtgefahr ist hier sehr groß.

In den weiteren Romanen nimmt sich Frau Ward jeweils einen anderen der Vampirkrieger vor und schildert dessen dunkelste Stunde.

Mehr davon, bitte!


 

Das Lektorat hätte mich gesteinigt …


… aufgehängt, gevierteilt und anschließend den Säuen zum Fraß vorgeworfen.

Da ich keine Danksagung in Lex Galactica eingebaut habe, muss ich den fleißigen Korrekturlesern einmal ganz kräftig auf diese Weise danken.


D A N K E, A N K E und TOM !
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Meine Fresse, waren da Fehler im Text!

Wie vertreibt man einen Ohrwurm


Ich hab den Fehler gemacht, mir Starship Troopers 3 – Marauder anzuschauen. Das ist nicht weiter wild, den Film finde ich ja ganz gut, aber noch besser finde ich in dieser Verballhornung von Propaganda-Maschinen den Auftritt des militärischen Oberbefehlshabers der irdischen Streitkräfte als Sänger, der auf diese Weise versucht, seinen Bürgern näher zu sein und sie zum Kämpfen zu animieren.

"Join the Infantry" und "Uncle Sam wants you" auf musikalisch-festivale Weise näher gebracht.

Leider geht mir der Song "A good day to die" von Skymarshall Omar Anoke nicht mehr aus dem Schädel.

YouTube – Starship Troopers 3 (It’s a good day to die extend)
  

Feuer bekämpft man am besten mit Feuer. Ergo ziehe ich mir gerade einen anderen Ohrwurm herein, um den ersten aus meinem Kopf zu vertreiben.

Aktuell hält dafür der Song "Sorcerer" aus dem Film "Streets of Fire", geschrieben von Stevie Nicks, gesungen von Marylin Martin und im Film interpretiert von Diane Lane.

Jessica Bird bringt’s halb


Ich weiß nicht, was passiert ist. Normalerweise brauche ich für 150 Seiten eine Woche, da ich nicht kontinuierlich durchlese, sondern mir das Vergnügen im Zug auf dem Weg zur Arbeit und zurück nach Hause gönne.

Irgendwie hat mich der erste (halbe) Black Dagger Roman jedoch so gepackt, dass ich die 264 Seiten bereits nach vier Tagen durch hatte. Leider hat hier die Verlagspolitik von Heyne etwas quer geschlagen und das Original Buch "Dark Lover" in zwei Teilen herausgebracht. Die einen nennen sowas Geldmacherei, die anderen Vorsicht. Leid tragende sind aber die Leser, die mitten im Roman die letzte Seite vorfinden und dann erstmal ein paar Monate warten müssen, ehe man sich bequemt, den zweiten Teil des ersten Romans zu veröffentlichen.

Aus diesem Grunde habe ich mir angewöhnt, erst eine Sammlung nach Möglichkeit zu vervollständigen, ehe ich mit dem ersten Buch anfange. Zumindest sehe ich zu, dass ich immer die beiden deutschen Ausgaben, die ein Original bilden, im Regal habe.

Das es wenig Sinn hat, die Hälfte eines Buches zu besprechen, halte ich es wie bei den Letzte Rune-Romanen und gebe meinen Senf dazu ab, wenn ich auch den "zweiten" Roman gelesen habe.

Tintenhain

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