Archiv für den Monat Februar 2009

Ebooks im Kommen – Kindle 2 und Sony Reader


Es gibt Leute, die sind konservativ und Neuerungen gegenüber selten aufgeschlossen, geschweige denn von ihnen zu begeistern.

Dennoch müssen sich auch Konservative über kurz oder lang dem Fortschritt und neuen Technologien beugen.

Die Compact Disk hat die Schallplatte abgelöst. Compact Kassetten gibt es dank mp3 Playern und Stereoanlagen mit USB-Eingängen für Speicherkarten oder USB-Sticks kaum noch. Die DVD löste das VHS Videoformat ab. Die Blue Ray Disk versucht zumindest die DVD zu verdrängen (ob das Not tut, steht auf einem anderen Blatt).

Was ist mit Büchern? Audiobooks sind in aller Munde und ich kenne tatsächlich in meinem Umfeld Leute, die aufgrund ihrer knappen Zeit, sich eher ein Buch vorlesen lassen, als selbst eines zur Hand zu nehmen. Beispielsweise auf der Autofahrt zur Arbeit, beim Spaziergang mit dem Hund oder beim Erledigen der Hausarbeit. Man kann beim Zuhören eben noch etwas anderes machen. Somit "verschwendet" man seine Zeit nicht mit Lesen.

Mit Audiobooks konnte ich mich selbst bisher nicht anfreunden. Mal eben eine Seite zurückschlagen, wenn man etwas nicht verstanden hat, weil man abgelenkt war, ist nicht so einfach. Beim Autofahren noch schwieriger, als wenn man den kläffigen Vierbeiner ausführt.

Aber so ein Buch braucht Platz. Ein Hardcover in der Handtasche? Undenkbar. Selbst in meinem Rucksack, den ich unterwegs mit mir herumschleppe, ist da kaum noch Platz für was anderes, wenn ich einen Wälzer mitnehme. Von der Unhandlichkeit, den Ermüdungserscheinungen beim Halten eines schweren Buches  und den dummen knicken und Eselsohren oder gewellten Buchdeckeln bei ungünstig in Taschen liegenden Paperbacks oder Taschenbüchern ganz zu schweigen.

Ebooks scheinen da das Zauberwort zu sein. Aber was ist das eigentlich?

Manche Leute glaube, eine PDF Datei am Bildschirm zu lesen sei vergleichbar mit einem Ebook zu lesen. Nee, für Bildschirmlesen ist so ein Ebook nicht gedacht. Eher, um es auf einem PDA zu konsumieren, doch dafür sind a) die Bildschirme in der Regel zu klein und b) ist die Auflösung zu niedrig, sodass längeres Lesen anstrengt und ermüdet.

Inzwischen wurde aber die e-ink Technologie erfunden, oder hierzulande auch mit "elektronischem Papier" übersetzt. Der Bildschirm eines Ebook Lesegerätes simuliert (bisher) schwarze Schrift auf weißem Blatt Papier und das so präzise, dass man wirklich glaubt, ein Blatt Papier vor sich zu haben. Das Lesen wird dadurch wesentlich entspannter und angenehmer, als ein Bildschirmlesen.

Dabei sind die neuen Lesegeräte so leicht wie ein Notizblock und kann dennoch einige Dutzend Bücher speichern, mit Speichererweiterung sogar noch viel, viel mehr. Durch die sparsame e-ink Technologie reicht eine Batterie/Akkuladung sogar für das Lesen mehrerer tausend Seiten.

Vorreiter der Ebooks im amerikanischen Raum ist der Online Händler Amazon, der auch ein eigenes Lesegerät für elektronische Bücher, den Amazon Kindle herausgebracht hat. Der Kindle ist grandios, denn er hat wie bei einem Handy eine Art Sim-Karte eingebaut, sodass man sich jederzeit, fast überall, wo man sich gerade aufhält, ein Ebook im Amazon Shop kaufen, drahtlos herunterladen und sofort lesen kann – und das alles, ohne sich erst irgendwo einen wireless Hotspot oder einen PC mit USB Verbindung suchen zu müssen. Die Idee ist wirklich genial.

Leider gibt es den Kindle und sein neues Nachfolgemodell Kindle 2, das demnächst auf den Markt kommt, nur in den Staaten.

In Deutschland versucht Sony gemeinsam mit Libri die Vorherrschaft des Ebook-Marktes zu sichern. Sony bringt am 11. März diesen Jahres seinen Reader PRS505 auf den deutschen Markt und wird in Verbindung mit Libri einige tausend Ebooks anbieten. Der Sony Reader ist das technisch fortschrittlichste Gerät, das dann in Deutschland zu haben sein wird und arbeitet ebenfalls mit der Technik des elektronischen Papieres, ist federleicht, hat einen endlos lang funktionierenden Akku. Jedoch müssen sich mit diesem Gerät Ebook Inhalte auf herkömmliche Art mit dem PC oder über WLAN heruntergeladen werden.

Wollen Sie Ihre Urlaubslektüre von vielleicht fünf oder zehn Büchern mitnehmen und haben keinen Platz im Koffer und wollen das Gewicht des Papiers sparen, sind Sie mit dem Sony Reader bestens bedient. Auch wenn Sie gern im Zug lesen und ihre Aktentasche etwas entlasten wollen, kommt so ein modernes Lesegerät attraktiv daher.

Die Sache hat nur einen Haken im deutschsprachigen Raum: Die Buchpreisbindung.

Abgesehen von der Anschaffung des Lesegerätes von knapp 300 Euro, müssen Sie selbst auch noch in den Lesestoff investieren. Zum einen ist die Auswahl an Ebooks deutlich geringer, als die der gedruckten Bücher (Sony und Libri setzen auf Klasse, statt Masse). Zum anderen kostet derzeit ein Ebook genau das Gleiche wie ein gedrucktes Buch.

Ist das fair? Nein, natürlich nicht. Ein Ebook versursacht so gut wie keine Kosten (es sei denn es handelt sich um ein Standalone-Projekt, bei dem natürlich Autor, Verlag, Setzer, Vertrieb etc. bezahlt werden wollen). Aber ein Ebook, das bereits als gedrucktes Buch existiert, hat fast Null Cent an Herstellungskosten.

Kein Druck, keine Bindung, kein Transportweg, keine Lagerkosten, keine Versandkosten. Sie bezahlen online, laden es auf ihr Lesegerät und gut ist.

Wenn man sich schon so ein teures Lesegerät kauft und echte Vorteile nutzen will, sollte die Buchpreisbindung hier anders definiert werden – bei Audiobooks geht es ja auch, die meist teurer sind, als die gebundenen Bücher – oder hin und wieder sogar viel günstiger verramscht werden.

Deutschland auf dem Ebook-Vormarsch? Erst, wenn das elektronische Buch günstiger wird, als das gedruckte.

HALO WARS: Supplemental


Noch zwei Anekdoten am Rande zur Demo.

In der Demo heißen zumindest in der deutschen Version die Orbital Dropship Troopers (O.D.S.T. – so auch der Name des vierten HALO Egoshooters, der im Herbst 2009 erscheinen soll) in ihrer Kurzform OAST. Eine Erklärung, wofür die Abkürzung steht, gibt die Demo nicht her. Orbital Airborne Ship Troopers? Keine Ahnung.

Und einen Bug gab es im Gameplay bei der ersten Mission. Hier soll man Sgt. Forge mit einem Warthog durch das Schneegebirge fahren lassen und versprengte Einheiten auflesen, um sie zu einer großen Streitmacht zu formieren, die dann die von den Covenant besetzte Alpha Basis auf Harvest wieder zurückerobert. Nachdem ich drei weitere Warthog Kommandos eingesammelt hatte und mit den vier Fahrzeugen über einen Schneeabhang düste, verhakte sich Forges Warthog am Fuß eines Berges und war nicht mehr freizubekommen. Der hing dann einfach dort fest. Wenn so etwas im ursprünglichen Egoshooter passierte, konnte man das Fahrzeug entweder zu Fuß verlassen oder versuchen, es per Hand wieder aufzurichten. In HALO WARS musste meine Warthog Gruppe dann ohne Sgt. Forge die Alpha Basis stürmen – sehr dumm nur, dass die Warthogs mit MGs ausgerüstet waren, während Forges Wagen eine Gauss-Kanone an Bord hatte.

HALO WARS – Demo verfügbar


Das Warten auf das sensationelle Spiel HALO WARS hat fast ein Ende. Nachdem nun mit "Call to Arms" ein neuer Trailer, der Rendervideo und Spielszenarien miteinander verbindet als offizieller Trailer online gegangen ist, ist seit dem 05.02.2009 auch die herunterladbare 1,49 GByte große spielbare Demo zu haben.

Die Demo lässt den Spieler ein Tutorial durchspielen sowie zwei Missionen der UNSC-Seite und eine Gefechtskarte gegen den Computer, wobei man hier die Seite wählen darf: Captain Cutter vom UNSC Schiff SPIRIT OF FIRE oder den Propheten des Bedauerns von der Allianz der Covenant.

Kommen wir zu dem offensichtlichen. Der Grafik. Die Rendersequenzen sind bereits aus diversen Trailern bekannt und sehr schön anzusehen. Die Bewegungen wirken natürlich, die Gesichter nicht ganz so starr. Fast kinoreif, wenn man an CGI Filme wie Final Fantsy The Spirits within oder dem neuen Resident Evil Degeneration denkt. Die deutschen Synchronstimmen sind sorgfältig ausgewählt worden und passen zu ihren englischen Äquivalenten.

Abstriche gibt es jedoch bei der Spielegrafik. Im ersten Dokumentationsvideo wirkte die Spielgrafik noch fast wie die Rendergrafik der Zwischensequenzen. Der Chefprogrammierer erzählte damals, wie ein typisches Base Camp der UNSC Marines aussähe und deutete auf Arbeiter, die in einer Werkstatt beschäftigt waren und Schweißarbeiten an Warthogs ausführten oder auf eine Kaserne, hinter der Marines beim Morgendrill Sit-ups und Liegestützen machten. Das alles scheint der Detailschere zum Opfer gefallen zu sein.

Vermutlich hat man sich gedacht, der Spieler konzentriert sich sowieso auf das Spiel und hat keine Zeit für Einzelheiten. Dennoch ist viel Bewegung im Spiel. Fahrzeuge und Marines stürmen aus einem Fluchttunnel, Gebäude werden über Hydrauliktunnel in die Höhe gestemmt, Kräne bewegen sich, Warnleuchten blinken und zu den Versorgungsdepots gibt es ein ständiges Auf und Ab von Landefähren, die uns mit Nachschub versorgen. Die Marines bewegen sich wie Marines, das typische Warthog Schlingern beim Fahren gibt es ebenfalls und die Reifen hinterlassen sogar Spuren im Schnee. Das Waffenfeuer sieht genauso aus, wie im Egoshooter.

Allerdings muss man auch hier Abstriche im Detail machen: Der Zoom-Modus bringt den Spieler zwar näher ans Gefecht, aber niemals in die Ego-Perspektive wie beispielsweise bei Ground Control II. Die Spielfläche mutet daher auch eher wie bei den neueren Command and Conquer Versionen an. Die Umweltgrafik (man kann in der Demo nur eine Schneekarte auf Harvest spielen) ist hübsch, aber nicht bahnbrechend. Schnee, Höhenzüge, kleinere Plateaus und zwischendurch ein paar außerirdische Artefakte und tiefe Schluchten.

Die Basiseinheiten der Menschen erinnern an typische SF-Basen. Kantig, eckig, militärisch. Die Basis der Allianz wirkt ein wenig wie die der Protoss aus Starcraft.

Der Sound: Alle HALO-Egoshooter Geräusche sind originalgetreu. Das Brummen der Warthog Motoren, das Summen der Pelikane, das Plasmafeuer der Grunts und Anführer, die Sniperschüsse und sogar die Nadelblitze.

Kommen wir zur Steuerung. Das Spiel wurde exklusiv für die X-Box entwickelt. Ist es für den PC umsetzbar? Ja, definitiv, denn letztendlich ist die Steuerung für die X-Box nicht exklusiv oder revolutioniell. Man hat sich lediglich überlegt, wie man mit den wenigen Tasten und einer fehlenden Maus ein Strategiespiel sinnvoll steuern kann. Man bewegt ganz normal mit dem linken Steuerjoystick das Fadenkreuz, markiert eine Einheit mit der A-Taste und bewegt sich über das Spielfeld mit X. Alle sichtbaren Einheiten auf dem Schirm markiert man mit der RT-Taste. Alle Einheiten auf der Karte mit der LT-Taste. Um einen größeren Bereich zu markieren (simuliert das Ziehen mit der Maus), lässt man die A-Taste gedrückt, es erscheint ein Kreis, der alle Einheiten markiert, die von ihm berührt werden. Mit gedrückter Taste kann man so schnell, mehrere Einheiten zusammenfassen.

Mangels Tastatur ist es nicht möglich verschiedene Verbände zu bilden. Und auch das "Alle Einheiten auf der Karte" markieren ist wenig sinnvoll, wenn man zuvor Einheiten an bestimmten Stellen postiert hat, um Gelände und Gebäude zu sichern. Denn die würden dann von den Sicherzonen abkommandiert. Ausgenommen vom Alle Einheiten-Befehl sind die Marines, die sich in geschützten Stellungen befinden, etwa Schiffswracks oder auf den Gravitationsplattformen der Allianz.

Mit  einer Maus lässt sich HALO sicherlich wesentlich schneller steuern. Das ist eben das Manko eines Konsolen-Strategiespiels, das nur mit Controller gesteuert werden kann. Hier gibt es bei dem Spiel EndWar eine echte Innovation neben der Steuerung durch Sprachkommandos, die Einheiten über Registerkarten auszuwählen.

Dafür sind die Gefechte in HALO WARS sehr toll anzusehen. Wenn unterschiedliche Verbände aufeinander prallen und es überall nur so von Plasmablitzen, Lasersalven und Projektilen zuckt und blitzt hat der Spiele in der Nahansicht ein echtes Gefühl für das Wort "Wars". Keine Frage. Alles läuft rund und flüssig ohne zu ruckeln. Dafür sorgt aber auch sicherlich die Einheitenbeschränkung.

Während man bei Command & Conquer beliebig viele Einheiten produzieren kann, die manch einen PC in die Knie zwingen, war bei dem Spiel Starcraft die Einheitengesamtzahl von vornherein beschränkt worden.

So auch in HALO WARS. Zu Beginn der Karte lassen sich maximal 30 Einheiten produzieren. Je nach Größe beanspruchen aber einige Einheiten mehr Platz als andere innerhalb der "Bevölkerung". Eine Gruppe Marines, bestehend aus vier Soldaten (die später zu einem fünften und sogar einem Sanitäter aufgerüstet werden kann) beansprucht 1 Einheiten-Coin von 30. Ebenso der Warthog. Produziert man einen Scorpionpanzer, verschlingt dieser gleich zwei Einheitencoins. Ein Angriffspelikan will gleich sechs haben. Somit bleibt die Gesamtzahl der produzierten Einheiten sehr überschaubar. Zumindest in der Demo gibt es später auf Seiten der UNSC noch die Möglichkeit, Verstärkung herbeizuordern und kann damit 40 Einheiten auf dem Schlachtfeld platzieren.

Die Basis der Menschen ist in einem Block angeordnet. Dieser erinnert mich stark an meine Idee der Plattformbasis, die aus dem Orbit auf einem fremden Planeten abgesetzt wird und die ich in meinem Roman "Kampf um Thardos" verwendete. Raumschiffe bringen ein gewaltiges Plattformmodul auf den Planeten und setzen es dort ab. Die Plattform mit dem Basismodul enthält einige weitere Plattformen auf denen Gebäude und Geschütze errichtet werden können. Man kann die Basis auch zur Festung ausbauen, was einem mehr Plattformen einbringt. Als Erweiterungsgebäude stehen eine Kaserne, ein Fahrzeugpark, eine Werft für Flieger, eine Rüstungsfabrik und ein Versorgungsdepot sowie ein Kraftwerk zur Verfügung. Sowohl Kraftwerk als auch Versorgungsdepot lässt sich erweitern.

Die Ressourcen, mit denen man Einheiten und Gebäude bauen kann sind hier ausschließlich Versorgungspakete. Entweder liegen diese bereits auf dem Planeten herum und können von Infantrie oder leichten Fahrzeugen aufgenommen werden oder man erhält sie durch die ständig startenden und landenden Versorgungsschiffe. Ein Ausschicken von "Erzsammlern" ist also nicht nötig. Vielmehr hält die Gefechtskarte auch freie Versorgungsminen bereit, die man mit Infantrie besetzen kann, um so an zusätzliche Ressourcen zu gelangen (C&C lässt grüßen, diese Art von Fabriken, die von einem Ingenieur besetzt werden konnten, gab es dort auch).

Das Spiel selbst konzentriert sich auf das schnelle Erweitern der Basis und die Verteidigung und auf das produzieren schlagkräftiger Einheiten.

Was man aus der Demo erkennen kann, erinnert tatsächlich wie eine Mischung aus Command & Conquer (ab Generals) und Starcraft – und wäre das Spiel nicht im HALO Universum angesiedelt und bringe das typische Flair von HALO mit seinen Einheiten, originalgetreuen Bewegungen dieser, Sounds und sogar der fantastischen Musik, die beim Spielen untermalend und nicht störend wirkt, mit sich, würde es sicherlich nur ein weiteres Command & Conquer darstellen.

Aber diese Betrachtungen beziehen sich zunächst auf die Demo. Das Spiel selbst ist ab 27.02. im Handel. Und durch die cineastische Rahmenhandlung der Kampagne, der Möglichkeit, auch die Allianz der Covenant zu spielen und verschiedene Heldenmodi (in der Demo lassen sich nur Capt. Cutter und der Prophet des Bedauerns spielen), die verschiedene Fahrzeuge (bei Capt. Cutter ist es der Elephant, eine mobile Operationsbasis) ermöglichen, ist HALO WARS sicherlich mehr als nur einen Blick wert. Ich bin nach dreimaligen Spielen der Demo jedenfalls noch mehr gespannt auf das endgültige Spiel, als vorher.



Zweifelhafte Sicherheit: Schäubles neuer Spionageclou


Unser Herr Schäuble ist ja immer noch drauf und dran unter dem Deckmantel der Verbrechens- und Terrorbekämpfung seine Bürger auszuspionieren. Mal da einen Schritt vor, dort einen Schritt zurück.

Da klingt es schon befremdlich, wenn er sich jetzt als Befürworter eines absolut sicheren E-Mailverkehrs, der 2010 einzuführenden sogenannten DE-Mail, entpuppt.

Zur Erinnerung: Eine E-Mail, sofern sie nicht mit einer Software verschlüsselt wird, ist etwas Ähnliches wie eine Postkarte. Nein, schlimmer noch. Postkarten können von Unbefugten gelesen, aber nicht verändert werden, es sei denn jemand schreibt noch etwas hinzu. E-Mails können dafür sowohl von Unbefugten abgefangen, gelesen und auch verändert werden.

Wer sicher E-Mails verschlüsseln will benutzt dazu ein Programm und bittet die E-Mail Empfänger, ebenfalls eine Software zu benutzen. Sehr populär ist hier PGP (Pretty Good Privacy).

De facto gibt es damit eine sehr sichere Möglichkeit, elektronische Briefe zu verschicken. Im privaten Kreis oder vielleicht auch in beruflichen Gruppen mag dies praktikabel sein, aber was ist mit den Hunderten von geschäftlichen E-Mails großer Konzerne? Mit den E-Mails die Sie an Firmen, Ärzte, Behörden etc. schicken oder die Sie von denen erhalten? Man kann nicht jedem seinen Schlüssel schicken und erwarten, dass dieser auch PGP nutzt und Sie die Handyrechnung als PDF Datei in verschlüsselter Form zurückerhalten.

Also setzt Deutschland auf DE-Mail. Neues System, mehr Sicherheit.

Hört sich gut an, was der Staat für seine Bürger tut, richtig?

Wenn da nicht Herr Schäuble wäre, der mit seinem Anliegen für eine gläserne Überwachung der Bürger steht. Natürlich nur, um Verbrechen vorzubeugen und die Bürger dadurch ruhiger schlafen zu lassen. Und gerade dieser Herr will mir Sicherheit garantieren? Ich bitte Sie, das kann ich nicht ernst nehmen.

Im Gegenteil: Um eine DE-Mail einzurichten, müssen Sie bei einem zertifizierten Anbieter ihre Personalausweisnummer registrieren lassen. Das bedeutet, jede E-Mail, die Sie dann versenden oder erhalten ist eindeutig Ihnen und niemand sonst auf diesem Planeten zuzuordnen. Vater Staat wird dann erst recht Ihre Aktivitäten verfolgen können.

Na? Geschnallt?

Netter Versuch, Herr Schäuble, netter Versuch.

Eplus will nicht mehr


… und zwar offenbar keine Kunden mehr.

Sie kennen das Spielchen: Sie schließen einen 24 Monatsvertrag ab und bekommen ein subventioniertes Handy dazu. Für einfache Handy mit mittlerweile Kamera sind da 1,00 Euro für so ein Gerät keine Seltenheit.

Der Mobilfunkbetreiber Eplus scheint aber nicht mehr gewillt zu sein, subventionierte Telefone an seine Kunden zu geben. Stattdessen gibt es eine saftige Handymiete und das selbst bei der teuersten Tarifoption. Entscheidet man sich anstelle der Miete für den Gerätekauf zahlt man trotz Vertragsabschluss‘ oder Vertragsverlängerung den nackten Gerätepreis, den man auch berappen müsste, wenn man das Handy ohne Vertrag kauft. Da sind zuweilen die Handyangebote von Discountern oder Supermarktketten ohne Vertrag und Simlock wesentlich günstiger.

Für mich hat Eplus damit verloren, denn was gibt es bei einer Vertragsverlängerung besseres  als der freudige Aufschrei: Ah, dann kann ich mir ja ein neues Handy aussuchen.

Sogar die Hotline von Eplus war so frei und fragte geradewegs heraus: Welches Telefon hätten Sie denn gerne?

Die Zeiten sind anscheinend vorbei. Nun ist Miete zahlen angesagt. Bei einem popeligen Samsung B2700 mit teuerster Vertragsvariante im Privatbereich wären das dann schlappe 48 Euro monatlich. 8 Euro für das neue Endgerät.

Nein, da kann man nur einen großen Bogen um den Potsdamer machen und sich bei den drei anderen Marktanbietern schlau machen. Ein Blick auf die Vodafone-Internetseite zeigt denn auch sogleich gleichwertige Samsung-Handys für 1,00 Euro Kaufpreis bei 24-monatigem Vertragsabschluss.

Ich habe meine jetzt seit mittlerweile 11 Jahren laufenden E-Plus-Verträge gekündigt, nicht nur wegen der teuren Telefone,  sondern auch, weil mein Spezialtarif dieses Jahr nicht mehr verlängert wird.

Tintenhain

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JOSEFINE ENGEL

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