Archiv für den Monat März 2009

What comes next?


Morgen bekomme ich die ersten Korrekturen zu »Die Vampirgöttin« zurück und werde sie ins Manuskript einarbeiten.

Was passiert danach? Über ungelegte Eier spricht man nicht, heißt es. Das ist natürlich Schmarrn. Warum sollte man das nicht tun? Zumindest grob werde ich das tun.

Der elfte Roman von Vampir Gothic ist für den Spätherbst 2009 geplant und wird den Titel »Weltenriss« tragen. Ich gehe hier einen Schritt vom Zyklenhaften weg und löse noch offene Verbindungen aus den vorherigen Bänden auf. Da der zehnte Roman noch nicht erschienen ist, werde ich hier noch nicht ins Detail gehen können, ohne Riesenspoiler zu »Die Vampirgöttin« zu verraten.

Ende April beginne ich mit einer kleineren Arbeit, die ich letztes Jahr einem Verleger versprochen hatte und auf die ich mich auch schon freue. Es wird ein Dark Fantasy  Roman zu einer bekannten Serie werden, der als Standalone-Roman ein Bonbon für die treuen Leser der bereits abgeschlossenen Serie sein wird. Aber auch Neuleser und Nichtkenner der Serie werden diesen Roman lesen, verstehen und sich von ihm unterhalten lassen können. Falls er einschlägt könnte man daraus natürlich … oh, nein das ist wirklich ein zu ungelegtes Ei.

Nebenher verfolge ich ein größeres Projekt, das mir schon seit Jahren vorschwebt und für das ich bereits letztes Jahr einige Kapitel geschrieben habe. Es wird sich dabei um einen wissenschaftlichen Actionthriller handeln. Etwas Reilly, etwas Rollins, etwas James Bond, etwas Alias – und eine ganze Menge Kay. Ich kann ihnen jetzt schon versprechen, dass das Adrenalin kochen wird, so überzeugt bin ich davon. Für Extrakte ist es hierfür noch zu früh, da ich für diesen Actionthriller auch noch auf der Suche nach einem geeigneten Verlag bin.

Dirk van den Boom erinnerte mich auf dem Dort.con freundlich daran, dass ich noch auf der Ikarus-Autorenliste stehe und nicht meinen Kopf aus der Schlinge ziehen kann. Ergo wird es auch irgendwann (2010 oder 2011) einen Rettungskreuzer Ikarus von mir geben. Ob er dann in den aktuellen Zyklus wandert oder eher einen Sonderband abgibt, wird sich noch zeigen.

Soweit der Forecast – stay tuned, stay with me. Smiley 

Ach ja, Dort.con


Alles Wichtige, was Sie über den Dort.con wissen müssen, steht in Dirk van den Booms Weblog.

Die Fotos, die ich selbst geschossen habe lohnen nicht, und ich war ohnehin nur zwei Stündchen da, um dort Guido Latz (Atlantis Verlag), Dirk van den Boom und Achim Hiltrop zu treffen.

Neues von der Vampirgöttin


Am Freitag tippte ich die letzten Zeilen zum 10. Vampir Gothic Abenteuer »Die Vampirgöttin«, das voraussichtlich im Mai in Buchform erscheinen wird.

Momentan befindet sich das Manuskript wieder in den bewährten Händen meiner Schwester sowie Tom Folgmann, die es vorab Korrektur lesen, ehe Manfred Rückert ins Lektorat nimmt.

Mit »Die Vampirgöttin« feiert Vampir Gothic nicht nur mit seiner 10. Buchausgabe ein Jubiläum, sondern auch mit seinem fünfjährigen Bestehen. Der 2004 mit »Kreatur der Dunkelheit« begonnene Zyklus um eine Invasion der Vampire auf Erden wird in »Die Vampirgöttin« zu einem fulminanten Abschluss gebracht. Sowohl auf der Erde als auch in dem geheimnisvollen Opyria kämpften Elmar Fuchs und Magdalena Labastida gegen die Blutherren Europas und die Schatten der Kaiserin Ravendra.

Hier ein kleiner, noch unlektorierter Auszug aus dem Angriff auf das Gefängnis in der Dunkelsphäre.

Das Personal auf den Wachtürmen hatte tatsächlich nur in
Richtung des Gefängnisses observiert und der Außenwelt keinerlei Beachtung
geschenkt. Im Normalfall sollten die Wachen auch nur dafür sorgen, dass niemand
der Dunkelsphäre entkam. Ein Einbruch in das Gefängnis schien unlogisch.
Darüber hinaus vertraute man der Unbeugsamer
Wille
, dass sie jeden Eindringling im Vorfeld abwehrte und zurückschlug.
Doch niemand kam auf den Gedanken, das eigene Schiff könnte sich gegen sie wenden.

Die Mauer hielt stand. Zwei Opyri-Wächter wurden bei der
Explosion eines Geschosses über die Wehrmauer geschleudert und stürzten
schreiend in die Tiefe.

„Zweite Salve“, sagte Alena. Sie stand mit Cardifs zweitausend
Mann, den Leuchtfeuern, Bozena und den Seelenfunken an der Spitze der Landzunge
und wartete darauf, dass das Tor nachgab.

Eine weitere Kanonade der Eisbomben prasselte auf die
Befestigung nieder. Schnee und Inselreich spritzten hoch. Krater gruben sich in
den Boden vor der Mauer. Weitere Schreie. Ein Schatten erschien auf der
Brüstung und schien unbeeindruckt von einer Explosion direkt neben ihm zu sein.
Er sondierte die Lage und würde sicherlich Bericht erstatten, wenn er nicht
schnell ausgeschaltet würde.

„Dort!“, Alena hob die Hand und zeigte auf das nebulöse
Gebilde.

Ihre Streitmacht reagierte schneller und effektiver, als sie es
sich in ihren kühnsten Träumen ausgemalt hätte. Mehr als hundert Pfeile mit
Korodiumspitzen schnellten von den Sehnen der Bogenschützen unter Cardifs
Leuten. Gleichzeitig löste Santur einer Feuersbrunst über dem Schatten aus,
während die Richtschützen an Bord der Unbeugsamer
Wille
gleich drei Geschosse direkt in die wallende Gestalt jagten und
explodieren ließen. Zusätzlich schossen Blitze aus dem Raupenstab Bozenas und
irgendwo in dem winzigen Inferno auf der Mauer kreischte die verlorene Seele
auf, als sie von Jelene und Octavianus gleichermaßen verbrannt wurde.

Was letztendlich den Schatten vernichtete, vermochte niemand zu
sagen. Die übertriebene Taktik, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen, zeigte
jedoch binnen eines Lidschlags Erfolg und rettete die Streitmacht vor einer
vorzeitigen Entdeckung durch die Armee der Schatten.

 

2.400 Seiten Trudi Canavan


Ja, das sind schon tolkiensche Ausmaße, die Frau Canavan da vom Stapel lässt. Inzwischen hab ich alle drei ihrer Bücher um das Zeitalter der Fünf / The Age of Five durchgelesen.

Buch 1: Priester / Priestess of the White

Willkommen in Ithania, einem Kontinent, der sich in einen Nord- und einen Südteil aufspaltet. In Nordithania hat sich der Zirkel breit gemacht, eine Sippschaft aus Priestern und ihrem Vorsitz den Weißen, die den fünf zirklischen Göttern huldigen. Jenen Göttern, die vor hundert Jahren im letzten Krieg der Götter als einzige überlebt haben. Die Magie ist in Ithania omnipräsent. Menschen, die mit magischen Gaben geboren werden, werden in die Kaste der Priester des Zirkels berufen.

Wer sich weigert ist entweder ein geächteter Traumweber oder ein Wilder, ein mächtiger unsterblicher Zauberer, von den Göttern verachtet und gefürchtet.

Die Geschichte handelt von der etwa 24jährigen Auraya, einer mit magischen Gaben gesegneten Priesterin, die plötzlich zur Weißen berufen wird. Damit ist der Zirkel der Göttervertreder auf dem Kontinent komplett. Neben ihr dienen die Männer Juran und Rian sowie die beiden Frauen Dyara und Maiere als Weiße dem Zirkel. Aurayas erste Aufgaben als frisch gebackene Dienerin der Götter besteht darin, Friedensverhandlungen mit fernen Ländern zu führen. Unter anderem reist sie zu dem Inselreich Somrey und später in das Gebirgsland Si, in dem die Göttin Huan ein eigenes Volk fliegender Menschen, den Siyee, geschaffen hat.

Doch ihr Status als Weiße bringt Auraya nicht nur schöne Tage ein, denn aus Südithania wird die Kunde laut, dass die dortige Religion der Pentadrianer Aufschwung erhält. Auch diese huldigen fünf Göttern und es gibt in den sogenannten Stimmen der Götter fünf mächtige Zauberer, die einen Gegenpart zu den Weißen darstellen.

Auraya trifft auf den Anführer der Stimmen, Kuar, und wird von ihm fast getötet. Als sie sich von einem Turmfelsen stürzt gewinnt sie jedoch eine neue magische Fähigkeit, über die bisher niemand anderes verfügt hat. Sie kann fliegen. Auraya wird als Abgesandte nach Si geschickt und lernt dort die Sitten und Gebräuche der Siyee kennen. Während sie die Verhandlungen mit Si führt, braut sich im Süden ein Krieg zusammen:  Die Pentadrianer schicken eine gewaltige Armee nach Nordithania, um den Kontinent mit Gewalt zu missionieren.

Den Weißen bleibt nichts anderes übrig, als auch Nordithania zu den Waffen zu rufen.

Buch 2: Magier / Last of the Wilds

Während Auraya in Si weilt und sich um die liebgewonnenen Siyee kümmert, zieht es auch den Traumweber Leiard in das Gebirgsland. Eine unheilvolle Krankheit bricht unter den geflügelten Menschen aus und nur Leiard, der in Wirklichkeit der unsterbliche Begründer der Traumweber, Mirar, ist, kann mit seiner einzigartigen Heilmagie helfen.

Auraya lernt von Mirar die Magie des Heilens – doch dann erhält sie den Befehl der Götter, Mirar zu töten und damit ein hundert Jahre altes Säumnis Jurans zu beseitigen, denn schon einmal hielt alle Welt Mirar für tot.

Während Auraya im Land Si mit sich hadert und erste Zweifel an den Göttern sich in ihr regen, unternimmt die Unsterbliche Emerahl eine wagemutige Reise durch Nordithania um andere überlebende Unsterbliche zu suchen.

Parallel dazu wird die Armee der Pentadrianer, die im Land Sennon von der Armee der Weißen besiegt wurde, durch die junge Denkerin Reivan nach Südithania zurückgeführt. Obwohl sie über keine magischen Gaben verfügt, ernennt die zweite Stimme Imenja sie zu ihrer ratgebenden Gefährtin. Während das Volk Südithanias einen neuen Anführer der Stimmen der Götter wählt, treffen Reivan und Imenja auf die entführte Königstochter des Meeresvolkes der Elai. Ihr Plan, die gerettete Prinzessin ihrem Vater zurückzubringen und dies als Anlass für ein Bündnis mit den Elai zu nutzen, scheint aufzugehen.

Buch 3: Götter / Voices of Gods

Mirar ist auf der Flucht vor den Göttern nach Südithania gereist wo er die Bekanntschaft mit den dortigen Traumwebern macht und feststellen muss, dass sie hier nicht geächtet, sondern toleriert und gar respektiert werden. Die Stimmen der Götter werden auf ihn aufmerksam und laden ihn in die Hauptstadt Glymma ein.

Auraya ist nach ihrem Rücktritt von den Weißen nach Si zurückgekehrt. Emerahl unterbricht ihre Suche nach der Schriftrolle der toten Göttin Sorli und unterweist Auraya in der Fähigkeit ihre Gedanken sowohl vor den Weißen als auch vor den Göttern abzuschirmen.

Nach und nach entdeckt Auraya das Geheimnis der Unsterblichkeit und die Fähigkeit, dass sie nicht nur die Anwesenheit der Götter spüren, sondern auch deren Gespräche belauschen kann. So erfährt sie, dass die Göttin Huan die anderen vier Götter versucht gegen Auraya aufzuwiegeln, um sie aus dem Weg zu schaffen. Einzig der Gott Chaia, der Gefallen an Auraya gefunden hat, scheint ihrem Tod im Wege zu stehen.

Aurayas Zweifel an den Göttern beginnen sich zu regen, als Huan eine Gruppe Siyee auf ein selbstmörderisches Himmelfahrtskommando nach Südithania schickt, um dort einen Vergeltungsschlag zu üben. Zwar wird Auraya erlaubt, die Siyee zu begleiten, doch die Götter verbieten ihr, sich mit ihrer Macht einzumischen und die Siyee zu unterstützen.

Der Angriff ist eine Falle, in die die Siyee blind hineintappen. Sowohl sie als auch Auraya werden Gefangene der neuen Ersten Stimme Nekaun, der Auraya das Volk Südithanias näher bringen will, um sie so auf seine Seite zu ziehen.

Die Götter sorgen jedoch dafür, dass dies nicht geschehen kann und mobilisieren eine Armee Nordithanias, um gegen Südithania zu marschieren. Innerhalb kürzester Zeit steht ein zweiter Krieg bevor – doch diesmal ist etwas anders: Die bisher im Verborgenen lebenden Unsterblichen tauchen aus ihrer Deckung auf und mischen mit, denn sie haben durch eine geheime Schrift der toten Göttin Sorli herausgefunden, wie sich die Götter im Krieg der Götter getötet haben und wissen, dass sie es mit vereinten Kräften ebenso schaffen könnten.

Doch dazu brauchen sie Auraya, die als Gefangene Nekauns unter Folter in einem dunklen, magielosen Verlies dahinvegetiert.

Dass Frau Canavan fesselnd zu schreiben vermag hat sie bereits in ihrer Magicians Guild Trilogie um die junge Magierin Sonea bewiesen. Doch während Sonea noch im Kindes- und Jugendalter war und zumindest in den ersten beiden Büchern eher einen weiblichen Harry Potter abgab, ist Auraya wesentlich erwachsener. Das merkt man auch den Büchern an. Dumme Jugendstreiche gehören der Vergangenheit an. Hier geht es um Macht, Magie und Götter. Und das nicht zu knapp.

Canavan nimmt sich Zeit, ihre Geschichte in epischer Breite auszudehnen. Leider verliert sie sich dabei in zu viele Nebenstränge und kurze Kapitel, als dass man sich immer von jedem Plot mitreißen lassen könnte. Jedes Buch umfasst etwa sechs Handlungsstränge aus verschiedenen Perspektiven. Während das im ersten und letzten Roman durchaus zu verschmerzen ist, wirkt die Geschichte um die entführte Elai-Prinzessin leider nur langweilig. Und auch die Begegnung mit Mirar in Si sowie die Eindämmung der Krankheit, die die Siyee befallen hat, zieht sich zu sehr in die Länge.

Buch 1 bietet spannende, magische Fantasylektüre, die sofort unbändige Lust auf mehr macht. Buch 2 nimmt erst im letzten Viertel etwas Fahrt auf, wenn einige der Geheimnisse der Götter ans Tageslicht kommen. Buch 3 wiederum ist einfach magisch und steuert auf ein fabelhaftes Finale hin, bei dem der Leser mehr als nur einmal mit der Beckerfaust vor dem Schmöker sitzt oder sich eine Träne der Rührung oder Trauer an die Oberfläche kämpfen will.

2.000 Seiten hätten es auch getan, da hätte Frau Canavan im zweiten Roman durchaus etwas weglassen können. Doch die Durststrecke im Mittelteil wird grandios vom mit dem dritten Roman entschädigt.




  

Willkommen im Zeitalter des Sony Reader

Heute vor drei Jahren erblickte dieses Weblog das Licht der Welt. Eigentlich ein Grund zu einer kleinen Feier.

Feiern scheinen jedoch ganz andere Leute zu tun, denn heute sind alle online Buchhandlungen voll und ganz im Ebook Fieber, denn heute ist der Sony Reader in Deutschland erschienen.

Ganz gleich ob Libri, Buch.de, die Mayersche, mit oder ohne Gutscheinangebot, nur einer nicht: Amazon.

Ganz recht, der Sonyreader, der in seiner Art ein Konkurrenzprodukt zum Amazon Kindle 2 darstellt, wird bei Amazon nicht angeboten – und das, obwohl der Kindle in Deutschland gar nicht erhältlich ist. Nun könnte man mutmaßen, dass Amazon hier was Größeres vorbereitet und den Kindle vielleicht doch in einer Nacht- und Nebelaktion und mit Fanfaren und Tusch demnächst auch hierzulande herausbringt. Mal schauen.

Die Vorteile eines Ebook-Readers habe ich zwei Blogeinträge weiter unten schon herausgestellt. Deshalb widme ich mich hier den Nachteilen, oder vielmehr der Frage, warum ich selbst keinen Sony Reader bestellen werde.

1. Der Preis. 300 Euro. Dafür bekommt man ein schickes Netbook und das kann fast das Gleiche wie ein Notebook – man kann sogar Ebooks daran lesen und noch viel mehr, auch wenn es etwas größer, etwas schwerer ist als ein Reader und auch mehr Saft frisst – aber dafür können Sie halt viel mehr damit anfangen. Und 300 Euro für ein Gerät das nackt ist und nichts weiter kann als Bücher zu speichern, die man noch nicht einmal besitzt. Bei diesem Preis hätte dann auch gleich ein Gutschein für 10 Ebooks nach Wahl drin sein müssen. Echt jetzt.

2. Die Auswahl. Leider sehr überschaubar. Ich habe heute mal in den Kategorien Thriller, SF und Fantasy bei Libri gestöbert, sicherlich ist das ein oder andere Buch dabei, das mich interessieren könnte, aber das Gros der Bücher das ich lesen würde ist nicht in der Auswahl. Viel zu mager.

3. Der Preis der Auswahl. Ein Taschenbuch von Lee Child kostet 8,95 Euro. Die Ebook Version des gleichen Romans kostet … 8,95 Euro. Suchen Sie den Fehler in diesem Bild! Was stimmt hier nicht? Ich meine, was haben Sie für diese 8,95 Euro in der Hand? Nichts, genau. Sie halten den Reader in der Hand, der Rest ist relativ virtuell. Eine Datei, nicht mehr. Und wenn das Lesegerät mal kaputt geht und sie nicht wieder 300 Euro in die Hand nehmen wollen oder vielleicht gar das Leseformat bei neueren Geräten ein anderes geworden ist? Im ersteren Fall können Sie Ihr Buch noch auf dem PC lesen, mit einem Adobe Plug-in. In letzterem Fall … *schulterzuck*. Bücher hingegen können Sie 100 Jahre im Regal stehen lassen und sie dann noch immer lesen.

Also, wofür der gleiche Preis? Es gibt auch bei Ebooks eine Buchpreisbindung, allerdings gilt sie für das Format. Das heißt, der Verlag darf den Preis für ein Ebook unabhängig von der Printausgabe festlegen. Pfiffige Verlags- und Medienköpfe schlagen die Hände über dem Kopf zusammen und rechnen uns vor, welch immenser Aufwand, der nicht zu unterschätzen sei, bei einer Ebook-Produktion im Hintergrund steht.

Das ist natürlich quatsch und soll. Bevor ein Buch in Druck geht, liegt es heutzutage als digitale Datei vor. Konvertierungsmöglichkeiten geschehen auf Knopfdruck. Der Verlag hat weder Druck- noch Bindungskosten, keine Kosten für Transportwege von der Druckerei zu einem Lager, keine angemietete Lagerfläche zu bezahlen, keine Transportkosten von dem Lager zu beliefernden Stellen, keine Kosten für den Versand (viele Onlinebuchhändler bieten den Buchversand für den Endkunden kostenlos an, bezahlen also für Sie das Porto. Auch das entfällt bei Ebooks). Es fällt für ein Ebook also nur die Tantieme des Autors, des Illustrators, die Marge für den Buchhändler und vielleicht noch ein geringer administrativer Aufwand an. Insgesamt könnte ein Ebook daher sicherlich 30 – 35% günstiger sein, als die gedruckte Version.

Oh, ich höre sie aufschreien, die Verleger. Komisch, dass das nur im deutschsprachigen Raum geschieht, woanders kennt man keine Buchpreisbindung. Und wie sieht es bei Musikportalen aus? Da meckert auch niemand. Eine Alben-CD kostet im Laden vielleicht bei einer Neuerscheinung 13,99 bis 16,99 Euro. Sie kennen das: Pressen der CD, Materialwert, Bookletdruck, Transportweg, Lagerung, etc. Im Prinzip ähnlich wie bei Büchern – und dennoch bekommen Sie ihr Album bei einem Online-Musikhändler als legalen Download (beispielsweise Apples iTunes Store) für 9,95 Euro. Sie verzichten auf die gepresste CD, auf das Jewelcase und das Booklet und bezahlen dann eben auch dafür nichts.

Ich finde, hier sollte sich das Verlagswesen mal Gedanken machen und nüchtern prüfen, ob man um des Absatzes Willen nicht doch mal die Preispolitik elektronischer Bücher überdenkt. Vorher wird man beim Ebook-Umsatz denn eher leer ausgehen.

Zum Leidwesen der Gerätehersteller. Noch verspricht sich Sony vielleicht etwas von der Kooperation mit Libri etwas – aber spätestens, wenn der Absatz ihrer Geräte nicht mehr die Herstellungskosten hereinbringt, sollte man erkennen, dass da was faul ist im Staate Dänemark.

Buch.de verkündet heute vollmundig: Die Zukunft des Lesens beginnt heute.

Nein. So nicht. Werdet günstiger, dann vielleicht.

Die dunklen Damen kommen


Seit 02. März veröffentlicht der Fabylon Verlag die von Alisha Bionda herausgegebene zweiteilige Anthologie DARK LADIES mit ausgewählten Kurzgeschichten zu düsteren Frauenillustrationen von Gaby Hylla.

Zu den Autoren zählen Größen wie Christoph Marzi, Christoph Hardebusch, Corina Bomann, Barbara Büchner, Uschi Zietsch, Boris Koch und viele andere mehr.

Ich selbst bin im ersten Buch mit der Erzählung "Der Kuss Walhalls" vertreten. Die Bücher können beim Versandhändler Ihres Vertrauens erworben werden.

Tintenhain

Bücher, Rezensionen, Lesungen, Reviews

GOLDENDOTS

FASHION, TRAVEL & LIFESTYLE BLOG

Platincoin - Die Zukunft ist jetzt!

1+1 = 11. Mit Kryptowährung zum Erfolg

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt...

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt

JOSEFINE ENGEL

WRITER | TRAVELER

Esst mehr Kuchen

Kuchen. Törtchen. Kekse. Mjamm

g4dg3t

Rund um Apple, Technik, Lifestyle und iNet.

The Häxler - Rezensionen aller Art

Rezesensionen zu Büchern, Filmen und vielem mehr...

alishabionda

A great WordPress.com site

Timo Kümmel

Illustrator und Schmierfink

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

Roe Rainrunner

Rainrunning at its finest

Atlantis Verlag

Das Phantastische Buchprogramm

die Kuchenbäckerin

Herz. Hirn. Charme. Schnauze.

Der Honigmann sagt...

Der etwas andere weblog...

%d Bloggern gefällt das: