Archiv für den Monat Mai 2010

Urban Fantasy aus Australien


Zu Jason Nahrungs Roman »Jägerin der Finsternis / The Darkness within« gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, denn er war reichlich unspektakulär. Allerdings auch nicht langweilig. Lesen kann man ihn durchaus, aber es gab nichts, was mich vom Hocker gerissen hätte.

Die junge Emily Winters entdeckt, dass sie von einer Hexe abstammt und selbst große Macht in sich trägt.

Der Anführer eine Hexenfamilie, der auch ihre Urgroßmutter angehörte, lässt Jagd auf sie machen, weil er sich diese Macht holen will, um sein Leben zu verjüngen.

Nach und nach erfährt Emily mehr über die Vergangenheit ihrer Urgroßmutter und die Umstände, wie sie ums Leben kam. Ihr zu Hilfe eilt der Vampir Jay, der ursprünglich Diener des Hexenzirkels war, sich dann aber von dem Oberbösewicht Uhgrau abwandte und sich auf die Seite der Urgroßmutter schlug. Seither schwor Jay, die Familie der Hexen zu schützen.

Wie eingangs gesagt, fand ich den Roman durchaus lesbar, bringt aber keine neuen Ideen oder Aha-Effekte mit sich, sondern verläuft von der Story her, relativ gradlinig. Viele sprechen von dem Auftakt zu einer Serie, von der aber bisher noch nichts zu sehen ist. Es scheint, dass Jägerin der Finsternis ein Einzelwerk bleiben wird. Auch die Webpräsenz Jason Nahrungs, ein Weblog, deutet nicht darauf hin, dass weitere Romane in Vorbereitung sind.

Die Ebook-Variante von Goldmann ist hervorragend ins Epub-Format transferiert worden. Leider kostet auch hier das Ebook genauso viel wie die TB-Ausgabe.

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Kein Happy Ending für Samuel Carver


Der Covertext von Tom Cains Debutroman »Target« spricht für sich:

00:19 – Ein Mercedes fährt vor dem Ritz in Paris ab.

00:25 – Der Wagen verunglückt in einem Tunnel.

03:37 – Drei Menschen werden für tot erklärt.

03:38 – Samuel Carver begreift, dass man ihn reingelegt hat.

Samuel Carver, Ex-Marineinfanterist der Royal Navy und des Special Boat Service ist ein Auftragskiller. Er kennt seine Auftraggeber nicht, sie ihn nicht. Er tötet in dem Gewissen, schlechte Menschen zu liquidieren, die auf legalem Weg bisher immer ein Schlupfloch fanden und nicht behelligt werden konnten.

Sein neuester Auftrag führt ihn nach Paris wo er einen Terrorist aus dem Weg räumen soll. Der Plan ist einfach, denn es soll wie ein Unfall aussehen. Zuvor beordert ihn sein Kontakt Max jedoch zu einem Apartment, das Carver mit Sprengfallen versehen muss. Nur für den Fall, dass das Opfer bei dem Unfall nicht stirbt.

Carver muss zum Anschlagszeitpunkt lediglich den Fahrer einer Limousine mittels Laser blenden, damit dieser die Kontrolle über das Fahrzeug verliert. Nach getaner Arbeit wird Carver jedoch plötzlich angegriffen und liefert sich in der Pariser Kanalisation einen Kampf mit dem Attentäter Kursk, der auf einem Motorrad zusammen mit seiner Partnerin Paparazzi gespielt hat, um den Fahrer des Unfallwagens zu überhöhter Geschwindigkeit zu nötigen und unvorsichtig werden zu lassen.

Carver kann Kursk besiegen und spürt anschließend dessen Partnerin Aleksandra Petrowa auf. Bald wird klar, wer in dem Unfallwagen gesessen hat. Und dass auch Kursk und Petrowa hereingelegt wurden, denn die Wohnung, die Carver zuvor mit Sprengstoff präpariert hat, gehörte nicht dem vermeintlichen Terroristen, sondern war Schlupfloch des Attentäterpärchens.

Petrowa tut sich mit Carver zusammen, denn wenn ihre Auftraggeber erfahren, dass sie überlebt haben und ihnen klar wird, dass die Prinzessin von Wales in dem Unfallwagen saß, wären sie auf keinem Ort der Welt mehr sicher. Deshalb müssen sie ihre Auftraggeber zuerst finden, doch die sitzen ihnen bereits im Nacken.

Tom Cains Roman ist ein ausgezeichneter Actionthriller mit anfangs atemberaubenden Tempo, das jedoch in der Mitte nachlässt. Dennoch lohnt sich der Roman auch bis zum Ende doch, das allerdings kein Happy Ending bereithält und den Helden ziemlich übel dastehen lässt. Der Aufhänger des Romans, Prinzessin Dianas Tod in Paris, ist für die Story eigentlich irrelevant. Hier hatte Cain wohl eine Verschwörungsidee, die sich nach der Lektüre jedoch als vollkommen austauschbar herausstellt.

Mal was Neues ausprobieren – Berenson, Cain, Lawson


Neben den üblichen Verdächtigen Reilly, Rollins, Preston/Child und Baldacci will ich einige für mich neue Thrillerautoren ausprobieren und schauen, ob mein Leseherz nach mehr schreit.


Den Anfang machte bereits Kyle Mills mit »Globald Warning«.

Nun folgen in lockerer Reihe einige Autoren, über die ich rein zufällig durch die Suche bei Libri oder Amazon gestoßen bin. Da ich Futter für meinen Ebook-Reader suchte, fielen mir zwei Romane von Alex Berenson auf, die vielversprechend klangen. Daneben stehen schon seit einiger Zeit drei Romane von Mike Lawson im Bücherregal und ganz frisch angelte ich mir Tom Cain mit seinem Debütroman »Target / The Accident Man«.

Aber fangen wir von vorne an.

Alex Berensons Roman »Kurier des Todes / The Faithful Spy« handelt von dem CIA Agenten John Wells, der in den späten 90ern von der CIA bei Al Qaida eingeschleust wird, kann 9/11 nicht verhindern und fällt bei seinen Vorgesetzten in Ungnade. Da er sich über einen längeren Zeitraum nicht meldet, vermutet man, dass er tot oder zur anderen Seite übergelaufen ist.

Wells hat das Christentum an den Nagel gehängt und sich zum muslimischen Glauben und dem Koran bekannt. Trotz seiner Arbeit bei der Al Qaida trauen ihm auch seine afghanischen Freunde nicht ganz über den Weg. Wells beweist sich jeden Tag als »Jalal« aufs Neue. Dann erhält er von Osama bin Ladens Stellvertreter das Angebot, seine Loyalität unter Beweis zu stellen, indem er den Märtyrertod stirbt. Die Al Qaida schickt ihn auf eine Mission in die Vereinigten Staaten. Das Ziel des Anschlags ist ihm unbekannt. Er solle sich lediglich bereithalten.

Natürlich nimmt er mit seiner Verbindungsagentin und Vorgesetzten Jennifer Exley bei der CIA Kontakt auf, doch deren Vorgetzter schenkte Wells keinen Glauben und vermutet, dass dieser zur Al Qaida übergelaufen ist.

Wells taucht unter und weiß, dass er von seinen Leuten keine Hilfe bekommen kann. Allein versucht er herauszufinden, welches Anschlagsziel geplant ist und die Tat zu verhindern. Doch sein Widersacher bei der Al Qaida ist ein ausgezeichneter Stratege, der schon bald ohne Wells‘ Wissen zuschlägt.

Berensons Roman schafft einen interessanten Einblick in den "Alltag in Afghanistan" aus Sicht der Al Qaida Terroristen. Allerdings gelingt es ihm dabei nicht, den Leser selbst in die Irre zu führen. Zu keiner Zeit zweifelt dieser an der amerikanischen Loyalität des Helden, trotz seines Bekenntnis‘ zum Koran. Für den Leser ist klar: Wells arbeitet für sein Heimatland.

Dennoch ist ihm mit »Kurier des Todes« ein schöner und spannender Roman gelungen, der den Leser bei der Stange hält und gerade durch die Brisanz und Aktualität des Stoffes überzeugen kann.

Kurznotiz zu der Epub-Version: Offenbar war hier ein übereifriger Überarbeiter bei Heyne zugange, als der Roman in die Ebook-Version transferiert wurde. Grundsätzlich ist im ganzen Roman der Buchstabe M kleingeschrieben. Auch an jedem Satzanfang und bei jedem Substantiv. Ein fataler Fehler, der so nur durch Copy & Replace entstanden sein kann.

Das Heyne-E-Book kommt ohne Cover für den gleichen Preis wie die Taschenbuchvariante.

 

Keine Sorge, der Nachttisch bricht nicht zusammen


Auf der linken Seite stapeln sich die Bücher, nur komme ich nicht dazu, zu den bereits gelesenen meinen Senf abzugeben.

Aber keine Sorge, mein Nachttisch hält das aus, denn die gelesenen Bücher stehen entweder bereits wieder im Regal oder befinden sich ohnehin "nur" als Epub Datei auf meinen Opus Reader.

Der Black Dagger Band bleibt allerdings für länger in der Liste. Da es sich hierbei vorwiegend um ein Sachbuch handelt, schaue ich da nur ab und an herein. Die etwa 100seitige Kurzerzählung um Bella und Zsadist habe ich allerdings schon seit Monaten durch Animoticon

Wake me up – Alan Wake schläft ein


Ich habe mich gestern Abend mal für zwei Stunden in die Polster gelümmelt und Alan Wake bis zum zweiten Kapitel gespielt.

Worum geht’s?

Der Thrillerautor Alan Wake hat seit zwei Jahren eine Schreibblockade und macht mit seiner Frau Alice Urlaub in Bright Falls, einer Kleinstadt irgendwo im Nirgendwo. Kaum angekommen verschwindet Wakes Frau auf unerklärliche Weise. Wake selbst wacht in einem Fahrzeugwrack auf, ohne zu wissen, wie er dorthin gekommen ist. Auf der Suche nach Hilfe irrt er durch den Wald und wird von Besessenen attackiert. Sein einziger Verbündeter ist das Licht, das sporadisch in Form von generatorbetriebenen Lampen am Wegesrand leuchtet. Nachdem Wake herausgefunden hat, dass er die Finsternis aus den Besessenen durch intensives Beleuchten mit einer Taschenlampe kurzzeitig vertreiben kann, um sie anschließend mit dem gefundenen Revolver oder einer Schrotflinte zu erschießen, macht Wake sich auf den Weg zu einer verlassenen Tankstelle.

Hin und wieder findet er Manuskriptseiten von seinem nächsten Roman, den er jedoch noch gar nicht geschrieben hat. Und die Auszüge vermitteln ihm, dass der Roman von ihm selbst handelt. Immer wieder liest er auf der nächsten Manuskriptseite, was gleich geschehen wird.

Wake wird von dem Sheriff im Wald gefunden, doch der Autor fürchtet, dass man ihn zwangseinweisen wird, wenn er von Besessenen erzählt, die er erschossen hat. Wake wartet auf seinen Agenten und Freund Barry, der ebenfalls in Bright Falls eintrifft. Dann erreicht ihn der Anruf des Entführers seiner Frau und fordert ihn auf, ihn um Mitternacht am Lover’s Peak zu treffen, wenn er Alice lebend wiedersehen will.

Zugegeben, durch die Musik und Geräuscheffekte im dunklen Wald war es schon etwas gruselig. Aber damit erschöpft sich das Spiel auch schon fast, denn das, was vom Gameplay her zu tun ist, lässt sich auf ein Minimum reduzieren: Gegner mit einer Taschenlampe anleuchten und erschießen.

Die Interaktivität bei Tageslicht beschränkt sich in einem Filmszenario darauf, genau das zu tun, was man tun soll. Schalte die Kaffeemaschine ein, heißt genau das. Tut man es nicht, kommt man nicht weiter.

Trotz der dichten und schönen Psychothriller-Story die einen guten Film oder Roman abgeben könnte, verliert Alan Wake bei der Komplexität. Statt Rätsel zu raten, kniffelige Lösungen zu finden, stolpert der Spieler durch eine sehr geradlinige Story. Immer hübsch einen Schritt nach dem anderen. Keine offene Welt, in der man hingehen kann, wohin man will.

Warum das Entwicklerteam über fünf Jahre brauchte, um das Spiel zu veröffentlichen, ist mir schleierhaft. Mehr Abenteuerflair bei einem ähnlich interaktiven Szenario gibt es beispielsweise bei Tomb Raider Underworld, das alleine schon durch die unzähligen Handlungsmöglichkeiten von Lara Croft und bei Tageslicht eine mindestens genauso malerische, vielleicht sogar schönere Landschaft bietet, als Alan Wake.

Pro:

– Story an sich ist schön. Könnte einen guten Psychothrillerroman oder Film abgeben.

– Sound ist schön. Musik gruselig.

– Grafik malerisch, aber nicht zeitgemäß. Battlefield Bad Company 2 sieht von der Umgebung her realistischer aus.
– Lichteffekte sind schön aber ähnliches gibt es auch bei Tomb Raider Underworld (siehe Con)

Con:
– Lichteffekte ziehen zu viele Artefakte nach.

– Das Gameplay liegt zwischen interaktiver Film und 3rd Person Shooter. Der Interaktivitä beschränkt sich jedoch darauf genau das zu tun, was man als nächstes tun soll, um weiterzukommen.  Das Herumirren im Wald beschränkt sich darauf, finstere besessene Gestalten mit der Taschenlampe anzuleuchten und sie dann zu erschießen.

Nach der langen Entwicklungszeit hat sicherlich jeder deutlich mehr erwartet. Schade, dass nur ein äußerst kurzweiliges und fragliches Vergnügen dabei herausgekommen ist.







Die Odyssee ist zu Ende – Alan Wake ist da


Das Psychothriller Abenteuerspiel Alan Wake wurde bereits zur Veröffentlichung der XBox 360 in Europa angekündigt – das ist mittlerweile 4 1/2 Jahre her. Eine Zeitlang hätte niemand mehr gedacht, dass es überhaupt noch erscheint, bis sich Ende letzten Jahres die Gerüchte verdichteten und sogar ein Release Termin genannt wurde.

Dieser ist heute.

Ab heute ist Alan Wake lieferbar.

Das Warten hat ein Ende, doch eine bange Frage bleibt bestehen: Kann ein Spiel, das 2005 bereits entwickelt wurde das bieten, was man 2010 allein grafisch von ihm erwartet?

Mal schauen, meine Amazon-Lieferung dürfte morgen, spätestens Montag bei mir eintreffen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl – Deutscher Phantastik Preis Nominierungsrunde gestartet


Wenn Ihnen die Wahlergebnisse in NRW nicht gefallen haben oder Sie voller Freude ans Wählen gegangen sind und nicht genug davon bekommen können.

Sie dürfen und können auch weiterhin wählen.

Die Nominierungsrunde des Deutschen Phantastik Preises 2010 für Werke, die 2009 erschienen sind, ist soeben gestartet.

Wie schon im Vorjahr hat die Jury einen Vorschlagkatalog online gestellt. Der dient nicht, wie manch einer glaubt, der Manipulation, sondern als Entscheidungshilfe. Viele Abstimmende wissen oft gar nicht, was sie letztes Jahr gelesen oder gehört haben, was ihnen aufgefallen ist und wieder vergessen wurde oder sie ordnen es nicht der Phantastik zu oder eben doch oder sorgen sich nicht um das Erscheinungsjahr und geben etwas an, das bereits 2008 oder erst 2010 erschienen ist.

Wer die Vorschlagsliste aufmerksam studiert wird feststellen, dass die dort genannten Werke und Personen einen bunten Mix darstellen, bei dem niemand übervorteilt wird.

Und so wie jeder um die Gunst der Wähler buhlt, mache ich es Ihnen auch einfach und gebe Ihnen unten auf, was von mir 2009 erschienen ist :o)

Also auf zur Wahl, denn Sie haben sie!

2009:

»Der Kuss Walhalls« in der Anthologie Dark Ladies, Fabylon Verlag

»Die Vampirgöttin« 10. Roman meiner Serie Vampir Gothic, Romantruhe Verlag

»Das galaktische Dreieck« 3. Roman meiner Serie Lex Galactica, Romantruhe Verlag

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