Archiv für den Monat Juli 2010

Wildes Zerlegen einer Boeing 747

Momentan springe ich etwas. Stuttgart, Washington, Oklahoma, Kansas.

Ich bin ungefähr eine Woche vor der nächsten größeren Szene im zweiten Logfiles-Roman, die einiges an Vorbereitung bedarf.

Hauptakteur neben Eileen Hannigan und Gwendolyn Stylez wird eine Boeing 747 der British Airways sein, die ursprünglich über dem Nordatlantik gehijacked werden sollte. Mittlerweile wird das Ganze viel, viel früher passieren – und was danach kommt hat (hoffentlich) die Welt noch nicht gesehen.

Mein herzlicher Dank für die Vorbereitungen in Bezug auf Flughöhen, Reisegeschwindigkeiten, Druckabfall, Außentemperatur, Schallgeschwindigkeit, Bodenluken, elektronischem Spielzeug und so weiter gilt

Sandra Syga
Olaf Knöpper
Uwe Rhinow


Und für die Erlaubnis seinen Namen zu verballhornen, auch wenn er selbst mit dem Charakter nichts zu tun hat (charakterlich meine ich jetzt *g*) danke ich

Lars Dallmeier

der wider Erwarten einen weiteren Auftritt als Captain Lars Dallmer des United States Marine Corps hat. Ob es diesmal sein letzter sein wird, weiß ich noch nicht, zumindest wird er in diesem Roman nicht mehr heiraten, denn:

Dallmer richtete sich halb auf.
„Guten Morgen, Sir. Sie wissen, dass mein Urlaub übermorgen zu Ende ist. Ich
muss mich im Stützpunkt zurückmelden.“

„Das ist uns bekannt, Captain.
Deshalb haben wir die nächste Phase eingeleitet. Gestern Abend sind Captain
Lars Dallmer und Corporal Natalie Seeger bei einem Autounfall in Tucson,
Arizona ums Leben gekommen. Die Leichen sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt,
konnten jedoch anhand der Gebissabdrücke und Ihrer Hundemarken identifiziert
werden.“

„Was?“ Dallmer saß senkrecht im
Bett. Neben ihm richtete sich auch Snake auf, rieb sich den Schlaf aus den
Augen und starrte ihn an. „Woher zum Teufel haben Sie meinen Gebissabdruck?“

„Alles eine Frage des
Arrangements“, sagte der Anrufer. „Sie arbeiten jetzt für Henderson. Ich bin
Ihr Kontakt und werde Sie mit allem Nötigen versorgen. Der Admiral hat
vorgeschlagen, Ihren Sold als Anreiz zu verdoppeln.“

Dallmer stieß überrascht die
Luft aus.

„Was ist denn?“, fragte Snake an
seiner Seite und drückte ihre Wange gegen seine, um mithören zu können. Doch
Dallmer wechselte das Handy ans andere Ohr.

„Was sollen wir tun?“

„Machen Sie sich abreisebereit
und fahren Sie nach McCune, Kansas. Wenn Sie die Staatsgrenze überquert haben,
rufen Sie mich an. Sie erhalten detaillierte Informationen. Ich schicke Ihnen
einen Kurier mit Ausweisen und Ausrüstung.“

„In Ordnung, Sir.“

Dallmer seufzte tief, als das
Gespräch beendet war und sah Snake an.

„Was ist los?“, fragte die junge
Scharfschützin.

„Wir sind tot“, sagte Dallmer
tonlos. „Und wir werden dafür besser bezahlt als bei den Marines.“

So wird die Welt nicht glücklich


Merken Sie es auch? Es liegen, wie immer, schlechte Vibrationen in der Luft.

Verantwortliche und Schuldige werden gesucht, statt einfach mal die Klappe zu halten und abzuwarten. Ganz gleich in welcher Lage.

Vor ein paar Wochen machte die Nachricht über die voraussichtlich ab 2011 einzuführende DE-Mail die Runde, die eine sichere Kommunikation zwischen Bürgern und Ämtern gewährleisten soll. Kaum ist die Nachricht raus, melden sich Kritiker und kritisieren.

Kritik heißt heutzutage aber immer "gegen etwas sein". Dass "kritisieren" eine Meinungsäußerung ist und durchaus auch positiv sein kann, vergisst mancher Journalist oder Freizeitreporter dabei gerne.

Experten kritisieren DE-Mail heißt: Sie machen sie schlecht.

Gleiches geschieht der Deutschen Post seit Einführung, bzw. Wiedereinführung (die "epost.de"-Mailadresse gab es vor einem Jahrzehnt schon einmal) der ’neuen‘ Epost-Mailadresse.

Experten und Spezialisten warnen und kritisieren. Alle sind gegen etwas. Jeder wettert und rupft Hühnchen, statt dass sich irgendwer mal FÜR etwas ausspricht.

Oder einfach den Babbel hält.

Wenn die Welt nur halb so viele Warnungen und Schlechtmachungen enthielte, würden wir alle ein Stückchen glücklicher sein, weil wir uns weniger Sorgen machten.

Vorsicht beim Schnäppchen Kauf der Dolce Gusto Kaffeemaschine


Sowohl ProMarkt als auch real,- bieten den Dolce Gusto Kaffeeautomaten diese Woche zu einem Sonderpreis an. ProMarkt für 55 Euro und real,- für 69,95 Euro.

Beide Läden weisen darauf hin, dass die UVP. 139,99 beträgt – ein wahres Schnäppchen also.

Denkste!

Die Maschinen die verkauft werden sind die alten und ausgedienten Fabrikate KP 2000, die allerersten Modelle der Dolce Gusto mit 14 bar Pumpendruck. Ein Schnäppchen mögen sie sein, doch sie sind Auslaufmodelle. Längst gibt es die KP 2100 mit magnetischem Kapselhalter, Ausschaltautomatik und 15 bar Pumpendruck, und die hat tatsächlich eine UVP von 139,99 auf der Website von Dolce Gusto.

Hier wird von beiden Händlern ein Preisvorteil suggeriert, der zwar gegeben ist, aber eben nicht in dieser Form.

Die KP 2100 gibt es in schwarz übrigens für 129,99 direkt bei Dolce Gusto oder bei Amazon für 98,98. Die Frage ist nur, ob Sie bereits sind entsprechend mehr für ein neueres Produkt zu investieren. Der Kaffee schmeckt aus beiden Maschinen identisch, ob Magnethalter oder Klappvorrichtung, fällt nicht ins Gewicht, nur Sie müssen daran denken, die Maschine nach Gebrauch selbst auszustellen.

Wer tatsächlich zu der Mehrausgabe von 98,98 Euro neigt, der kann auch gleich noch 20 Euro drauflegen, denn für 119,89 Euro bietet Amazon derzeit das aktuelle rundliche Modell KP 5000 Circolo an (kostet bei Dolche Gusto direkt 149,99).

Außer dem schicken, futuristischen Design, das an einen Star Trek Nahrungsreplikator erinnert, bietet die KP 5000 allerdings keine Vorteile gegenüber der KP 2100. Im Gegenteil, der Wassertank ist sogar etwas kleiner. Dafür ist die Circolo allerdings etwas platzsparender.

Gute Neuigkeiten aus dem Hause ASUS


Es ist schön, wenn die Vernunft Einzug hält.

ASUS hat sich entgegen erster anders lautender Meldungen wohl nun entschieden das im 1. Quartal 2011 erscheinende Eee Pad (10" Version) mit Android 2.2 auszuliefern statt mit Windows Embedded Compact 7.

Bleibt offen, ob die 12" Version des Tablet PCs weiterhin mit Windows 7 Home Premium auf den Markt kommt, oder ob man sich auch hier vernünftigerweise für ein Betriebssystem entscheidet, das von Grund auf per Fingertouch zu bedienen ist. Windows 7 mag touch-fähig sein, aber es ist kein Touch-Betriebssystem, sondern weiterhin eines für Tastaturen und Mäuseschubser.

„Killerspiele“ sind Friedensstifter

 
Diejenigen, die sich am wenigsten auskennen, sind am lautesten für ein Verbot von sogenannten Shootern, in denen es darum geht mit möglichst vielen "Kills" oder "Fraggs" zu punkten, unerheblich davon, ob auf virtuelle Darstellungen von Menschen, Maschinen oder Monstern geschossen wird.
 
Angeblich machen die als "Killerspiele" verpönten Inhalte aggressiv und hätten in einigen Fällen dazu beigetragen, dass junge Leute in Deutschland und den Vereinigten Staaten Amok liefen.
 
Alles Nonsens.
 
Nach einem Bericht der PC WELT hat nun eine amerikanische Studie aufgezeigt, dass gewaltreiche Spiele eher Gegenteiliges bewirken, nämlich Stress abbauen und für innere Ruhe sorgen.
 
Dem kann ich mich nur anschließen. Nichts erholt so gut wie eine Runde Battlefield Bad Company 2 im Capture the Flag Modus. Und bei 22 bis 24 "Kills" in einer Runde liege ich noch gut dabei und kann anschließend in Ruhe schlafen.
 
Laufe ich deshalb Amok? Sicher nicht.
 

Gewollt, aber nicht gekonnt – Tom Cain schwächelt


Bei Tom Cain hab ich das Gefühl, dass er einen guten Einfall unter der Dusche hat, aber die Ausführung dann in eine völlig andere Richtung läuft. 

Seiner erster solider Actionthriller war vom Aufhänger durchaus austauschbar (Die Ermordung der Prinzessin von Wales spielte im Grunde keine Rolle mehr). Der Folgeroman »Survivor« wirkt dafür recht uninspiriert, was meiner Meinung nach daran liegt, dass der Protagonist zu lange außer Gefecht ist.

Acht Monate nach dem Attentat auf die Prinzessin von Wales sitzt Samuel Carver in einem Sanatorium in der Schweiz, während seine Freundin Aliks sich Geld als Kellnerin verdient und Carvers Sachen verhökert, um die Kosten für das Sanatorium zu bezahlen. Carver hätte genug Geld, um einen jahrelangen Aufenthalt in der Klinik zu garantieren, doch er ist kaum ansprechbar und erinnert sich nicht, wo das Geld versteckt ist.

In der Zwischenzeit plant der von Krebs geplagte Gangster McCabe seinen letzten großen Coup. In einem Anfall von religiöser Erleuchtung meint er, deutliche Zeichen setzen und die Welt in den Untergang steuern zu müssen, damit sie sich selbst erneuern kann. Sein Mittel zum Zweck ist ein im Ruhestand befindlicher General, der über einen tschechischen Kontakt von etwa hundert russischer Kofferatombomben Wind bekommen hat, die nach dem Fall des eisernen Vorhangs spurlos aus russischen Beständen verschwunden sind.

Um McCabe zu stoppen und sich der Peinlichkeit preiszugeben, lässt der FSB (der aus dem KGB vorgegangene Geheimdienst) die Sekretärin General Vermulens töten und setzt dafür Aliks ein, mit dem Versprechen, Carvers Rechnungen im Sanatorium weiterzuzahlen. Aliks macht gute Miene zum bösen Spiel und bekommt den Job als Sekretärin. Währenddessen schickt die stellvertretende Direktorin des FSB, die dazu noch die Frau des von Carver im ersten Roman getöteten Gangsters Juri ist, einen Mörder ins Sanatorium.

Carvers traumtaisierter Zustand ändert sich durch einen Mordversuch. Er versucht wieder zu alter Form aufzulaufen, um Aliks zurückzugewinnen. Gleichzeitig tritt der britische MI-6 an ihn heran, McCabe zu stoppen, denn Carver war vor mehr als zehn Jahren bereits einmal auf die Liquidierung des Verbrechers angesetzt gewesen und hatte versagt.

Auch der zweite Carver-Roman aus Tom Cains Feder liest sich zügig und flott. Die Spannungselemente bleiben stellenweise jedoch deutlich auf der Strecke. Statt auf Tempo mit einer geradlinigen Verschwörungsstory wie im ersten Roman zu setzen, werden im zweiten Roman zu viele Nebenhandlungen ausgewälzt. Die Krönung des Zeilenschindens ist die ausführliche Beschreibung von Carvers Überlebenstraning in Norwegen, um wieder zu alter Form aufzulaufen. Das hat schon fast Rocky Balboa-Format.

Das Springen zwischen Carver-Aliks-dem FSB-McCabe-Vermulen-dem MI6 drückt die Spannung extrem – und wenn es endlich zum Showdown kommt, ist dieser auf wenigen Seiten bereits vorbei. Als Film umgesetzt drängt sich mir da der Vergleich zwischen Mission Impossible 1 und 2 auf. Wenn auch MI:2 deutlich schlechter als der zweite Carver ist.

Alles in allem bleibt Tom Cains Roman dennoch lesbar und weiß zu unterhalten, wenn er gegenüber dem Debüt auch deutlich schwächelt. Nichtsdestotrotz freue ich mich bereits auf den dritten Teil, der diesen Monat erschienen ist.

 


Mein erster Lawson: Sachter Thriller auf Verschwörungsniveau


Joe DeMarco ist eigentlich Anwalt mit einer familiären Vergangenheit zur Mafia. Er arbeitet für den Vorsitzenden des amerikanischen Repräsentantenhauses und erledigt Dinge zur Bereinigung von Misständen, die andere Mitglieder der Politik oder High Society Washingtons in Verruf bringen könnten. DeMarco ist Anwalt, Ermittler, Detektiv und Schlichter in einer Person.

Das ändert sich, als während eines Ausflugs nach Camp David ein Attentat auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten verübt wird und bei dem dessen bester Freund ums Leben kommt. Der Leiter von Homeland Security glaubt, dass einer der Agenten des Secret Service nachlässig gehandelt hat und das der Secret Service eine wichtige Warnung vor dem Attentat in den Wind geschlagen hat.

Joe DeMarco wird beauftragt, die Hintergründe zu beleuchten, doch je tiefer er wühlt, desto absurder scheint das Ganze zu werden. Für den Mann, der eher die Polizei ruft, wenn er jemals in die Situation kommt, eine Waffe zu benötigen, wird es brenzlig, denn den wahren Drahtziehern gefällt es gar nicht, dass ihnen nachgeschnüffelt wird.

Als besagter Secret Service Agent auf offener Straße ermordet wird, weiß auch DeMarco, dass sein eigenes Leben keinen Pfifferling mehr wert ist.

Auch wenn der "Luchs" DeMarco als Held eher handzahm ist und auch bei seinen Ermittlungen teilweise mehr Glück als Können beweist und sich von seinen Vorgesetzten sagen lassen muss, was er zu tun und zu lassen hat, liest sich der Roman doch sehr ordentlich. Flüssig geschrieben mit einer Prise Humor in den Dialogen, die mich an manchen Stellen zum Schmunzeln und Lachen gebracht haben.

Im Vordergrund des Romans steht die Ermittlungsarbeit DeMarcos, wenn auch die Action nicht ganz zu kurz kommt. Spätestens dann, als DeMarco selbst ins Kreuzfeuer gerät. Gerne mehr hiervon.

 


Tintenhain

Bücher, Rezensionen, Lesungen, Reviews

GOLDENDOTS

FASHION, TRAVEL & LIFESTYLE BLOG

Platincoin - Die Zukunft ist jetzt!

1+1 = 11. Mit Kryptowährung zum Erfolg

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt...

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt

JOSEFINE ENGEL

WRITER | TRAVELER

Esst mehr Kuchen

Kuchen. Törtchen. Kekse. Mjamm

g4dg3t

Rund um Apple, Technik, Lifestyle und iNet.

The Häxler - Rezensionen aller Art

Rezesensionen zu Büchern, Filmen und vielem mehr...

alishabionda

A great WordPress.com site

Timo Kümmel

Illustrator und Schmierfink

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

Roe Rainrunner

Rainrunning at its finest

Atlantis Verlag

Das Phantastische Buchprogramm

die Kuchenbäckerin

Herz. Hirn. Charme. Schnauze.

Der Honigmann sagt...

Der etwas andere weblog...

%d Bloggern gefällt das: