Archiv für den Monat September 2010

Adé McCune

 
Nachdem ich mich für meinen Logfiles-Thriller »Code Misty Hazard« nun kräftig die Ortschaft McCune aufgemischt habe, verlasse ich jetzt so langsam die Gefilde in Kansas, arbeite mich bis Washington vor und fliege dann über den Großen Teich bis in den Nahen Osten.
 
 

Google für mehr Lebensqualität: So sparen Sie am Tag 110 Jahre!!

 
Es ist einfach klasse!
 
Seit ein paar Tagen erscheinen merkwürdige springende Bälle oder farbige Zeichen auf der Google-Startseite, die im Web-Volksmund mit Google Doodle betitelt werden.
 
Heute wurde das Geheimnis gelüftet: Google hat die Echtzeitsuche implementiert. Instant Search sucht bereits nach Ergebnissen, während Sie noch tippen!
 
Aber nicht nur so, wie  Sie das bisher von der Googlesuchmaske kennen, sondern die Ergebnisse werden bereits als Websitelinks angezeigt.
 
Google ist sich sicher: Jeder Internetanwender spart so je Suchanfrage zwischen 3 und 5 Sekunden Zeit.
 
Eingesparte Zeit. Das müssen Sie sich jetzt auf der Zunge zergehen lassen.
 
Google geht noch einen Schritt weiter. Weltweit würde so die  Internet Community am Tag (sic!) 3,5 Milliarden Sekunden bei Suchanfragen einsparen.
 
3,5 Milliarden Sekunden. Rechnen Sie das mal um. Von Sekunden, in Minuten, in Stunden, in Tagen in … Jahren!
 
Das sind pro Tag (sic!) 110 Jahre, die die Internet Community (die Google als Suchmaschine nutzt, wohlgemerkt) einspart!
 
110 Jahre pro Tag. Das sind in einer Woche bereits 770 Jahre – und jetzt überlegen Sie mal, welcher Fortschritt, ganz gleich ob in Gesellschaft, Technologie oder wo auch immer, in 770 Jahren, also in nur einer Woche, erzielt werden könnte, würde man die eingesparte Zeit der Internetnutzer sinnvoll nutzen und die Leute dazu anregen, sich gemeinsam kreative Gedanken zu machen.
 
Überlegen Sie einfach mal, was vor 770 Jahren war, welchen Zeitsprung, wir in nur einer Woche machen könnten!
 
Ist das nicht fantastisch?
 
Aber Sie merken schon, worauf ich hinaus will, ja? Dass diese dumme Angewohnheit zu Statistiken einfach nur bräsig ist und keinen Nutzen bringt, aber heutzutage wird eben alles relativiert und zu jeder kleinen Popelei eine Statistik gefahren.
 
Sie können mit diesen 3,5 Milliarden eingesparten Sekunden rein gar nichts anfangen, weder Sie, noch ich, die Menschheit oder sonstwer. Sie merken nicht einmal, dass Sie nennenswert Zeit eingespart haben.
 
Und was Google mit dieser Aussage nicht bedacht hat:
 
Mindestens (mindestens!) die Hälfte der Google-suchenden Internetnutzer schaut beim Eintippen ihrer Suchanfrage gar nicht auf den Bildschirm, sondern auf die Tastatur, um die richtigen Buchstaben zu treffen. In meinem Umfeld sind es nur 20% der Internetnutzer, die tatsächlich blind tippen, also nicht die Tasten beim Schreiben angaffen, sondern tatsächlich ihre Augen auf den Bildschirm gerichtet haben.
 
Damit ist die Statistik schon mal was für den Allerwertesten.
 
Hinzukommt, dass die Nutzer von iGoogle gar nicht in den Genuss dieses scheinbaren Vorteils kommen. Ferner muss man ein Google Konto besitzen und angemeldet sein.
 
Und überhaupt: Die Ergebnisse der Echtzeitsuche weichen gravierend von denen der Standardsuche ab – und das sogar zum Nachteil.
 
Gebe ich meinen Namen bei Google ein, erhalte ich als erstes Suchergebnis einen Link zu meiner Website (beachtlich, ich schwöre, ich habe Google dafür nicht bezahlt!).  Die Echtzeitsuche ist offenbar eher Marketing-orientiert, denn dort werden zuerst Amazon-Ergebnisse zu meinen Büchern ausgeworfen.
 
Wie sagte William Shakespeare noch einstweilen: Much ado about nothing!
 
Nicht überall, wo mit Effizienz geworben wird, steckt auch Effizienz drin.

Samuel Carver läuft zur Höchstform auf


Samuel Carver ist ex Soldat der Royal Navy und ehemaliger Angehöriger des Special Boat Service, einer Spezialeinheit der Marine Ihrer Majestät, vergleichbar mit dem SAS, dem Special Air Service der Royal Air Force. 

Samuel Carver ist ex Auftragsmörder. Er war unwissentlich an dem Attentat an der Princess of Wales beteiligt und sorgte dafür, dass der Wagen im Pariser Tunnel ins Schleudern geriet.

Samuel Carver ging für seine frühere Flamme Aliks durch die Hölle, wurde bis zum äußersten gefoltert und musste Monate in einem Genfer Sanatorium verbringen, um dann erneut nach Aliks zu suchen, die in die teuflischen Fänge der FSB-Chefin geriet, um einen amerikanischen General im Ruhestand auszuspionieren, der ein gefährliches Spiel mit einem wahnsinnigen Industriellen spielte.

Carver verhinderte den Abwurf einer Nuklearbombe, verlor Aliks fast und trennte sich anschließend von ihr. Seit einiger Zeit arbeitet er für diverse Auftraggeber als Sicherheitsberater. Hier setzt das dritte Abenteuer aus der Feder von Tom Cain um seinen Mörder mit Gewissen an.

Im Auftrag des United States Secret Service soll Carver die Sicherheitvorkehrungen zum Schutz des Präsidenten klären. Er stellt dabei den Secret Service bloß. In den Vereinigten Staaten trifft er Madeline Cross wieder, der er erstmals im zweiten Roman begegnete und mit der er damals einen One Night Stand hatte. Sie lädt ihn zu sich auf die Ranch ein, beide planen zur Hochzeit von Carvers Freund und Techno-Geek Thor Larsson nach Oslo zu reisen. Alles scheint rosig, wäre da nicht …

… Damon Tyzak. Ein früheres Mitglied des Special Boat Service, der wegen eines Fehlers bei einem Einsatz unehrenhaft aus der Royal Navy entlassen wurde. Auf Carvers ausdrücklichen Rat hin.

Tyzak verdient sich inzwischen sein Geld ebenso als Auftragsmörder und hat seine schmutzigen Finger in Geschäften um Menschenhandel. Für ihn gibt es zwei Ziele: Carver zu töten und besser zu sein als er. Letzteres versucht er zu beweisen, indem er den schwierigsten und größten Auftrag für einen Auftragsmörder überhaupt annimmt: Die Eliminierung des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

Tyzak lässt Carver in Oslo in die Falle laufen. Das Attentat auf eine deutsche Menschenrechtlerin wird Carver in die Schuhe geschoben und er wird zum meistgesuchten Mann Norwegens. Doch er wird nicht nur von der Polizei, sondern auch von Tyzaks Leuten gnadenlos wie ein Fuchs gejagt und in die Enge getrieben.

Während er sich in Tyzaks Gefangenschaft befindet, kann sich Carver das nächste Anschlagsziel Tyzaks zusammenreimen. Nach dem Attentat auf die Menschenrechtlerin und der bevorstehenden Ansprache des amerikanischen Präsidenten in Bristol, die Menschenhandel und Sklaverei in der Gegenwart zum Thema haben wird, ist klar, dass Tyzak in Bristol zuschlagen wird.

Carver ist in einer misslichen Lage: Zum einen kann er sich selbst nicht aus der Gefangenschaft Tyzaks befreien, der eine teuflische Falle ersonnen hat, Carver am Leben zu erhalten und zum anderen ist er der Einzige, der von dem bervorstehenden Anschlag weiß. Doch selbst wenn er frei wäre, wie sollte er beweisen, dass er auf der Seite der Guten steht, denn nicht nur den Anschlag in Oslo, sondern auch die Eliminierung eines Menschenhändlers und eines Zuhälters in Dubai hat Tyzak seinem Erzfeind in die Schuhe geschoben.

Tom Cain beweist in »Assassin«, dass er seine Form nicht verloren hat. Während der zweite Roman um Samuel Carver deutlich schwächer als der erste war, steht der dritte dem ersten in nichts nach. Die Storyline funktioniert wieder, die Querhandlungen gehören geschickt zusammen, niemand verheddert sich und es gibt keine Lückenfüller. Der Antiheld Samuel Carver, der Mörder mit Gewissen, ist von anfang an voll dabei und muss nicht erst aus einem sanatorischen Schlaf erweckt werden, wie im zweiten Roman.

Ich hoffe, es werden weitere Abenteuer um Samuel Carver folgen. Das Ende der Fahnstange ist noch lange nicht erreicht.

 

Nächster Fall für Joe DeMarco


Für Joseph DeMarcos Job gibt es keine Stellenbeschreibung. Eigentlich ist er Anwalt, doch wegen der Mafia-Vergangenheit seines Vaters findet er keine Anstellung bei einer Kanzlei. Durch Vitamin B bekommt er eine Stelle beim Sprecher des amerikanischen Repräsentantenhauses als Mädchen für alles. Sein Boss schickt ihn jedes Mal los, wenn die politische High Society Probleme bekommt.

In seinem zweiten Fall wendet sich der Marine Staatssekretär an den Sprecher, um einen Verdacht seines Neffen zu untersuchen, bei dem Navy-Angehörige Sabotage in einer U-Boot-Werft betreiben sollen. Da der Neffe einen Hang zu Übertreibung hat, will der Staatssekretär zunächst darauf verzichten, den NCIS einzuschalten.

Gemeinsam mit seiner besten Freundin Emma (über die man nun erfährt, dass sie früher ein Hohes Tier im Pentagon war und der Leser wird über ihre und Joes erste Begegnung aufgeklärt) und deren Lebensgefährtin Christine fliegt DeMarco nach Seattle, um sich mit dem Neffen des Marinesekretärs zu treffen.

Tatsächlich sieht es so aus, als würde der Junge nur spinnen und hat nichts Handfestes gegen seine Verdächtigen in der Hand, außer dass sie sich "merkwürdig" benehmen. DeMarco und Emma sehen den Fall als gegessen an, bis der Neffe tot aufgefunden wird.

Von da an überschlagen sich die Ereignisse. Emma schaltet ihre früheren Kontakte im Pentagon ein. Das FBI reißt den Fall an sich und der Hauptverdächtige, ein Ex-Navy-Seal setzt sich nach Kanada ab.

»Das Poseidon-Komplott« ist der zweite Roman von Mike Lawson um den ‚ungewöhnlichen Ermittler‘ Joe DeMarco. Dieses Mal ist die Ermittlungsarbeit spannender geworden, als noch im ersten Fall. Die Ereignisse um den Fall überschlagen sich, als Emma herausfindet, dass hinter der Spionageaktion einer ihrer alten Feinde steckt, der das Ganze zu einem persönlichen Rachefeldzug ausarten lässt, als er von Emmas Beteiligung bei DeMarcos Recherchen erfährt.

Lawson legt seinen Charakteren lockere Dialoge in die Münder und weiß mit Witz und Spannung zu glänzen. Auch wenn der Clou (der alte Feind Emmas) recht früh ans Tageslicht kommt und kein Raum für den Leser mehr zum Mitraten besteht, ist mit Beginn der verpatzten FBI-Aktion in Vancouver Aciton und Nervenkitzel vorprogrammiert.

DeMarco bleibt auch hier der Mann mit Grips statt Muskeln, der eher die Polizei anruft, wenn er die Verlegenheit kommt, eine Waffe zu benötigen. Doch wie schon in »Der Luchs« kommt er auch diesmal nicht umhin, selbst einzugreifen, um Emma zu retten.

 

Rollins wieder besser


Nachdem James Rollins bei seinem vierten SIGMA FORCE Roman doch etwas geschwächelt hatte, ist er beim fünften wieder obenauf, wenn er auch noch nicht ganz an den dritten heranreicht.

»Das Messias Gen« handelt von autistischen Kindern, die in der ehemaligen Sowjetunion vom Geheimdienst herangezüchtet wurden und die mit Hilfe von Implantaten in der Lage sind, paranormale Dinge zu tun.

Als ein russischer Professor mit einem seiner Mündel überlaufen will und sich an die SIGMA FORCE wendet, kommt es von unbekannten Kräften zu einem Anschlag, hinter dem ein russischer Politiker und sein Mutter, die frühere Direktorin des FSB stecken. Die autistischen Kinder sind Mittel zum Zweck, eine neue Weltordnung einzuleiten. Doch dazu muss die alte erst einmal zerschlagen werden. Was liegt da näher, als alle führenden Politiker der Welt zu einem denkwürdigen Ereignis einzuladen? Die zweite Versiegelung des Kernreaktors von Tschernobyl soll den Neubeginn darstellen.

Commander Grayson Pierce und seine Leute von der SIGMA FORCE versuchen, die Widersacher aufzuhalten, müssen jedoch mit Gegnern in den eigenen Reihen kämpfen, als plötzlich im Kompetenzgerangel über Zuständigkeiten ein Sondetrupp der CIA das Gebäude SIGMAs stürmt und lahmlegt. Im zweiten Handlungsstrang gibt es ein Wiedersehen mit einem totgeglaubten Bekannten.

Rollins kann sich von liebgewordenen Gestalten nicht trennen. Das hat er in den vorherigen Romanen bereits bewiesen, denn auf Seiten der SIGMA Force gibt es keinerlei Ausfälle. Auch im fünften Buch beweist er dies mit der Rückkehr von Monk Kokkalis.

Leider ist der Handlungsstrang um Monk und die geflohenen Autisten auch der Teil, der dem Roman das Tempo nimmt. Die Flucht durch die Taiga und die Gefahren durch Bären, Wind und Eiseskälte sind eher ermüdend, denn spannend, zumal Monk auch sein Gedächtnis verloren hat und nicht weiß wer er ist. Des Weiteren erscheinen seine Handlungen mit nur einer Hand (die künstliche, kybernetische Hand ist ihm entfernt worden) stellenweise unglaubwürdig.

Nichtsdestotrotz bietet sich sich interessante und kurzweilige Unterhaltung, die auf jeden Fall ein Häppchen besser geraten ist, als der Vorgängerroman (in dem auch der Handlungsbogen um Monk eher zum Gähnfaktor beitrug).

Gelesen habe ich die ePub-Version, die mit nur EUR 7,99 gegenüber der HC-Version mit EUR 19,95 zu Buche schlägt. So macht Ebook-Lesen Spaß!

Tintenhain

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