Die Hölle ist da, wo es heiß ist

Ich finde es immer äußerst amüsant, wenn meine Arbeitskollegin Frau Schwarz entsetzt guckt, weil ich ihr einige Passagen aus meinem aktuellen Manuskript vorlese. Frau Schwarz kann mit Action nichts anfangen. Schon gar nicht mit Panzern, die durch eine Einkaufsmeile brechen und diese in Schutt und Asche verwandeln.

Viel lieber würde Frau Schwarz Romanzen lesen, aber die wiederum liegen mir nicht.

Das Entsetzen spiegelt sich schon bei recht harmlosen Szenen in ihrem Gesicht wider, wie zum Beispiel dieser hier, die zu zwei Gläsern Almdudler und Alan Silvestris Stück »The Plan« aus dem Score von The A-Team (2010) entstanden ist:

Battlefield Mall

Springfield, Missouri

12. Dezember, 15:47 Uhr

„Willkommen in der Hölle!“ Natalie ‚Snake’ Seeger kam auf die Füße und humpelte zu dem ersten Soldaten hinüber, den sie von der Rolltreppe aus erschossen hatte. Sie zog das verwundete, mittlerweile abgebundene, Bein nach und hielt sich den Bauch an der Stelle, an der eine Kugel die Kevlarweste teilweise durchdrungen hatte. Mit vor Schmerz verzerrtem Gesicht blickte sie auf den Toten. Seine Augen standen offen, aus dem Mund rann ein versiegender Streifen Blut, der bereits zu gerinnen anfing. „Hier haben Sie es schön muckelig warm, eine hervorragende Aussicht auf alles, was Ihnen den Magen umdrehen kann und für die Sado-Maso-Fans bieten wir Ihnen Schmerzpakete par excellence an die Sie sich für den Rest Ihres mickrigen Lebens erinnern werden.“

Snake ging in die Hocke und griff nach dem Gewehr neben dem Toten. Das Standardsturmgewehr M16A4, allerdings in der Version mit unter dem Lauf montierten 40mm-Granatwerfer. Snake überprüfte die Abschussvorrichtung. Eine Sprengkapsel steckte darin. Zwei weitere trug der Soldat am Mann. Sie nahm sie, richtete sich auf und humpelte zur Rolltreppe hinüber.

„Und das alles zum Sonderpreis.“ Sie stöhnte und setzte einen Fuß auf die Stufen, die wieder nach oben ins erste Geschoss von Dillard’s führten. „Sie brauchen keine Kreditkarte, nichts Bares. Zahlen Sie für Ihren Langzeiturlaub in Satans Gefilden einfach mit Ihrer Seele.“

Die Scharfschützin kam oben an und machte einen schnellen Schritt von der Rolltreppe hinunter. „Scheiß was drauf!“

(Auszug aus: Code Misty Hazard – Ein logfiles-Roman (c) 2010 by Martin Kay

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