Supertag

Manchmal läuft es einfach fantastisch – so wie heute.

Ich gehe pünktlich aus dem Haus. Die U-Bahn hat Verspätung, also nehme ich den Weg zur S-Bahn zu Fuß in Kauf.

Die S-Bahn hat Verspätung. Fünf Minuten. So langsam wie sie aber dann während der Fahrt vor sich her tuckert, verliert sie nochmals fünf Minuten. An der Zielstation steht angeschlagen, dass die Bahn fünf Minuten Verspätung hat – es sind mittlerweile zehn Minuten!

Und das auf einer Strecke, auf der man eigentlich keine Verspätung haben kann, es sei denn der Fahrer wird von Montezumas Rache geplagt und muss einem dringenden Bedürfnis nachgehen. Denn die Bahn hat vier Stationen vor meiner Endstelle und es gibt genügend Zeit für den Fahrer, die Fahrtrichtung zu wechseln. Nach zwei Stationen wird nochmals die Fahrtrichtung gewechselt, da er in einem Stichbahnhof landet. Auch hier besteht mehr Zeit für den Richtungswechsel als wirklich erforderlich ist. An welcher Stelle also bitteschön tritt da eine Verspätung auf. Klar, wenn man wie ein Sonntagsfahrer über die Schienen gondelt ist das kein Wunder.

Nun, die U-Bahn mit der ich zwei Stationen nach der S-Bahn fahren muss … hat auch Verspätung. Ich bin zu spät und stelle darüber hinaus fest, dass ich keine Verpflegung mitgenommen und auch kein Geld dabei habe. Darüber hinaus hänge ich drei Stunden in einem Meeting und brüte zwei Stunden über einen Fehler in einer Excel-Liste, nur um festzustellen, dass es einer dieser Fehlerchen war, bei denen man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.

Am Ende stimmen meine Werte (bzw. die in der Excelliste) wieder und ich dachte mir, es kann nur besser werden. Doch drei Seiten Belehrungen von Stieg Larsson über den Satz des Pythagoras und weitere mathematische Feinheiten langweilen mich auf dem Rückweg, sodass ich kurz davor bin das Buch „Verdammnis“ aus der Hand zu legen und mich vielleicht diesmal doch nur entscheide, den Film zu gucken, statt mich durch 700 Seiten zu quälen.

Ich schnappe mir jetzt den Rest von Zookland und wirbel noch einmal mit dem Rotstift, ehe ich den Abend Abend sein lasse und mich auf den nächsten Tag freue …

 

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