»Kein Mensch braucht Tablets!« – wahr?

Über brauchen oder nicht brauchen muss jeder selbst entscheiden, da hat kein anderer Einfluss drauf, die Notwendigkeit für andere Menschen zu beurteilen.

Dennoch las ich gestern in einem Android-Forum diese kühne Behauptung. Einer Studie zufolge nutzen die meisten Tabletbesitzer ihr Gerät zum Spielen, surfen und mailen. Studenten finden es wegen der gigantischen Akkulaufzeit und wegen des Schnellstarts an der Uni wesentlich besser geeignet als ein Netbook, bemängeln jedoch die derzeit noch inakzeptablen Office-Kapazitäten unter Android.

Da man ein Tablet in der Regel wie ein Smartphone nicht herunterfährt, sondern im Standby-Zustand hält, ist es im Gegensatz zu jedem PC innerhalb von einer halben Sekunde einsatzbereit. Ladezeiten von Applikationen dauern nur einen Bruchteil von den langwierigen Programmstarts, wie man sie unter Windows kennt.

Und tatsächlich erleichtern einige Apps auch bei Tablets das Arbeiten ungemein. Wenn ich wegen der noch nicht ausgereiften Office-Programme nicht an einem Tablet schreibe, so steht mein ASUS Transformer jedoch einsatzbereit direkt neben mir und hält mich während des Tippens über neue Mails auf dem Laufenden. So brauche ich unter Windows nicht ständig über die Taskleiste zwischen den Programmen zu jonglieren. Das ist natürlich in erster Linie Bequemlichkeit, doch einen echten, mittlerweile für mich schon unverzichtbaren Nutzen, habe ich in der Schnelligkeit und dem Bedienkomfort einiger Apps festgestellt.

Beispielsweise wechselt die Google Maps Android App die Ortsanzeigen im W-LAN Netz so rasant, dass ich kaum hinterhergucken kann. So schnell schafft das kein Browser!

Mit der integrierten Street View Ansicht lässt sich per multiple Fingertouch besser, schneller und präziser navigieren, als mit der Maus im Browser. Auch Google Earth punktet in Schnelligkeit unter Android gegenüber der PC Version. Das kann zwar auch das Doppelkern-Smartphone in der gleichen Geschwindigkeit, sieht aber zum Arbeiten auf einem 10,1 Zoll Display wesentlich eleganter aus, auf einem 4,3″ Schirm(chen).

Auch ansonsten punkten so ein Tablet als schnelles Arbeitsgerät nebenher. Müsste ich Maße und Einheiten umrechnen, würde ich im Netz erst danach googlen. Mit der entsprechenden Convert App rechne ich schnell und zuverlässig Fahrenheit in Celsius und Inches in Zentimeter um, ohne mich erst mit einer Suche danach aufhalten zu müssen. Schnell eine Kalkulation nebenher anstellen und keinen Taschenrechner zur Hand? Statt über das Windows Startmenü erst nach dem Programm „Rechner“ zu suchen, oder „calc“ in der Startsuche einzugeben, ist das mit der RechnerApp auf dem Tablet fix erledigt.

Mit WetterApps wird man bei Android förmlich zugeschmissen, und wenn man die wichtigen und richtigen für sich entdeckt hat, lässt sich auch damit gut umgehen. Wie ist denn das Wetter im Juni gewöhnlich in Washington? Man will ja nicht was falsches schreiben und wie weiland „Carter Jackson“ Schnee in Los Angeles produzieren. Die meisten WetterApps lassen sich auf diverse Regionen einstellen. Szenenwechsel nach Mumbai? Kein Problem, da braucht man erst gar nicht nach „Wetter Juni Mumbai“ zu googlen, sondern hat es griffbereit in der WetterApp zur Hand. Ähnliches gilt für Datumsanzeigen und Zeitzonen.

Mein Roman spielt in Atlanta, Unna und Syrien? Das stelle ich mir von vornherein in die Uhrzeitanzeige ein und kann so immer sehen, wie spät wir in den unterschiedlichen Zeitzonen haben.

Das sind nur einige Anwendungsbeispiele für das Arbeiten mit einem Tablet und je nach Bereich fallen einem da sicherlich Dutzende mehr ein. Und nicht vergessen, die Möglichkeiten wachsen täglich.

Kein Mensch braucht Tablets? Kay braucht es.

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3 Kommentare zu “»Kein Mensch braucht Tablets!« – wahr?

  1. Kim 21. Juni 2011 um 23:06 Reply

    Ich brauche noch keins :S

  2. Martin Kay 21. Juni 2011 um 23:10 Reply

    Vielleicht kommt das noch … oder nie 😉

  3. Kim 21. Juni 2011 um 23:14 Reply

    Wir werden sehen 😉

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