Archiv für den Monat August 2011

Geschichten aus dem Nähkästchen

Neulich fragte mich eine Kollegin, ob ich denn nicht Menschen beobachte, um dann über sie zu schreiben und quasi „Geschichten, die das Leben schrieb“ schreiben würde.

Ich verneinte, denn ich schreibe über Welten und Personen, die in meinem Kopf existieren, die ich erschaffen habe. Dass dabei unweigerlich aber auch reale Szenen mit verarbeitet werden, spiegelt sich zumindest ab und zu in meinen Romanen wider.

Nehmen wir mal die Szene mit der Parkkralle aus Vampir Gothic 2. Oder meine Anekdotensammlung, die ich auf einer Lesung in der Herdecker Stiftskirche zu Besten gegeben habe. Die Geschichten basierten auf tatsächlichen Begegnungen und Erlebnissen.

Heute gab es auch eine Geschichte, die das Leben schrieb und aus der man noch etwas machen könnte. Unglücklicherweise hatte ich die Idee aber bereits letztes Jahr und die tatsächliche Begegnung heute scheint ein Echo meiner eigenen Fantasie gewesen zu sein.

Tatort McDonald’s: Ein Typ wie Sylar (hey, kommt, ihr kennt doch Sylar aus Heroes, oder?) in Lederjacke betritt den Laden, bestellt sich was, geht mit Tablett in der Hand zu den Sitzplätzen, bleibt stehen und sieht sich um. Obwohl gefühlte 35 Sitzplätze in dem etwas anderen Restaurant frei waren, setzt er sich nicht, sondern geht zurück und bleibt an einem Stehtisch stehen. Dort isst er, während seine Blicke immer wieder auffällig in meine Richtung schweifen. Andere Autorenkollegen, die im Angesicht schwitzender Südländer den Zug verlassen, weil sie einen Selbstmordattentäter vermuten, wären wahrscheinlich jetzt schon fluchtartig aus dem Lokal gestürmt.

Ich aß in Ruhe zu Ende. Sylar auch.

Als er dann sein Tablett zu dem rollenden Depot brachte, schaute er sich immer noch um. Er verließ den Laden nicht, sondern zog aus seiner Lederjacke unterarmlange, schwarze Gummihandschuhe hervor. Wie ein Toilettereiniger sah er nicht aus und er wirkte auch nicht wie der freundliche Tierarzt von nebenan, der Tante Muh-Muh jetzt Geburtshilfe leisten wollte. Der erste Handschuh wurde angezogen. Gemächlich. Immer wieder blickte der Typ dabei in die Runde.

Was würde er als nächstes tun? Den zweiten Handschuh anziehen und dann eine Wumme aus der Jacke ziehen, um anschließend Amok zu laufen, weil er keinen Sitzplatz bekommen hatte?

Na ja, letztendlich geschah nichts, als dass Sylar mit gefährlicher Langsamkeit seine Handschuhe überstreifte und dann nach draußen ging. Wie ein Biker sah er nicht aus und tatsächlich stieg er dann in einen PKW. Mit ellbogenlangen Gummihandschuhen unter den Ärmeln der Lederjacke. Wahnsinnig spannend.

Eine ähnliche Szene habe ich als Eröffnung für einen weiteren Steven Caine Roman vorbereitet, für den ich allerdings bisher noch kein grünes Licht von Verlagsseite bekommen habe. Eventuell wird die Szene später für einen anderen Roman verwendet.

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Mein Nachttisch

Eigentlich wartet ja Madame auf eine E-Mail von mir, aber ihre ist so unendlich lang, dass ich gar nicht weiß, wann ich die lesen, geschweige denn darauf antworten soll. Na ja, vielleicht sitzen wir das aus … 😉

 

Apropos Lesen. Ich lese noch, aber irgendwie weniger. Schuld sind die Autofahrten, das erwähnte ich an anderer Stelle schon mal. Noch weniger komme ich dazu, die gelesenen Bücher zu besprechen. Daher werde ich mich in Zukunft kurz fassen und eher Stichwortabhandlungen verfassen, wie es mein Freund Dirk van den Boom bereits seit geraumer Zeit macht. Davon profitiert ihr natürlich auch: In der Kürze liegt die Schürze.

Dann fange ich auch gleich mal mit den noch ausstehenden Büchern an …

Pluspunkt für MacBook Air

Für gewöhnlich nehme ich unterwegs mein Samsung Netbook mit, doch dabei stieß mir immer wieder unangenehm auf, dass die WiFi Verbindung zu meinem UMTS Modem hopps geht. Am Anfang ist sie da, aber sobald man Programme wie E-Mail Client oder Browser pausieren lässt, muss anschließend nach „URLs nachgeschlagen“ werden oder der SMTP wird gesucht oder es wird Verbindung zur Dropbox aufgenommen. Aber nichts weiter passiert. Erst nach kurzem Trennen und neu Verbinden zum MiFi fluppt es wieder.

Nun hab ich dreimal das neue MacBook Air unterwegs mitgehabt. Hier beobachte ich das oben erwähnte Phänomen nicht, die Verbindung zum Internet bleibt stabil und der Aufruf von Seiten im Netz sowie der Abruf von E-Mails geht wesentlich flotter vonstatten, obwohl die gleichen Programme verwendet werden wie beim Netbook (Thunderbird und Chrome).

Klarer Pluspunkt für das MBA. Da es auch leichter und dünner ist, lässt es sich bequemer mit herumtragen, als das Samsung Netbook.

„Für wen arbeiten Sie?“, fragte Vigilante.

Auf der Suche nach dem Aha-Erlebnis.

Natürlich kann man mal ins Stocken geraten, wenn man eine Story nicht von vorn bis hinten plant, sondern einfach drauflos schreibt und sieht, was dabei herauskommt. Aber wie ich an anderer Stelle schon erwähnte, habe ich es lieber so, denn ich kann mich jederzeit selbst überraschen. Und falls man sich mal verzetteln sollte (davor wird man ja immer gewarnt, aber es tritt eigentlich nie ein), kann man Absätze und Passagen ja noch nachträglich umschreiben, ergänzen oder löschen.

Ich habe mittlerweile einen Clou für die vierte Vigilante-Kurzgeschichte, für die Schlüsselszene. Doch auch in der dritten Story mit dem Titel „True Colors“ soll ein Aha-Erlebnis den Leser noch einmal richtig aufrütteln.

Und genau bei dieser Frage, für wen die Person, die Vigilante gerade in die Mangel nimmt, arbeitet, komme ich ins Stocken. Ich könnte eine neue Person ins Spiel bringen, aber so etwas halte ich grundsätzlich für langweilig. Viel interessanter ist es doch, wenn jemand Vertrautes plötzlich die Seiten wechselt oder sich als jemand ganz anderes entpuppt.

Also bleiben nicht mehr viele Personen übrig. Wer ist die geheimnisvolle Macht im Hintergrund? Wer hat ein Attentäterteam auf Vigilante gehetzt? Einer der bisher bekannten bösen Buben? Zu vorhersehbar. Ein Kontakt beim Pentagon? Zu unwichtig. Der Sicherheitsberater des Präsidenten? Wäre eine Maßnahme, aber da der Stabschef des Weißen Hauses schon Dreck am Stecken hatte, nicht gerade die glücklichste Lösung.

Ich glaube … ich glaube … ich hab da eine Idee … 🙂

„Tag der Offenbarung“ verschenken?

Stell dir vor, ein Freund hat diese Woche Geburtstag, du weißt, dass er gerne Bücher liest, also schenkst du ihm ein Buch.

Aber wie ist das eigentlich im Zeitalter der elektronischen Literatur. Wie ihr wisst werden viele Bücher durch ein digitales Rechtemanagement geschützt, sodass man Ebooks nicht verleihen oder wieder verkaufen kann. Was bei einem nicht-physischen Buch auch logisch erscheint, denn man „verleiht“ ja auch keine mp3-Dateien oder verkauft sie, wenn man sie nicht mehr hören will. Sicherlich wird der Wiederverkauf von Büchern in naher Zukunft auch möglich sein, wenn eine entsprechende Schnittstelle geschaffen wird, die Rechte an eine andere Person zu übertragen, wenn dadurch die eigenen Rechte zum Zugriff auf die Datei storniert werden.

Auch der Buchverleih in digitaler Form ist bereits möglich. Durch das Whispernet bringt Amazon Dateien auf deinen Kindle, genauso gut kann Amazon aber auch Dateien wieder löschen, falls erforderlich. Das ermöglicht beispielsweise eine zeitlich begrenzte Nutzung von geliehenen Werken.

Wie sieht es mit den Geburtstagsgeschenken aus? Auch das das ist mit einem Trick möglich. Schenk einen Gutschein. Nicht nur Amazon, sondern auch andere Online-Buchhändler bieten Gutscheine an. Stell einen Gutschein für den Kaufpreis des Buches aus, das du in digitaler Form verschenken willst und schreib als Nachricht in den Gutschein den Titel und den Autor. Natürlich kann sich der Beschenkte auch was anderes aussuchen.

Aber wer will dieser Tage schon was anderes lesen als den Tag der Offenbarung? Hm? 😉

Hewlett, Apple & Co.

Passend zum Einstampfen von WebOS und des HP Touchpads hat Hewlett-Packard zumindest ein Nachsehen mit den Käufern seines Produkts bewiesen. Wer bereits ein Touchpad für teure Dollars in den USA gekauft hatte, kann es zurück geben und bekommt sein Geld erstattet.

Gleichzeitig hat Hewlett-Packard eine Preisoffensive veranstaltet, um die Restposten des Touchpads zu verramschen. War gestern nur in den Vereinigten Staaten etwas davon zu sehen, ist der Ramschpreis auch in Deutschland angekommen. Für sage und schreibe 99 Euro bekommt man derzeit im HP Online Store die 16 GB WiFi Variante des Touchpads. Die 32 GB Edition kostet 129 Euro.

Wer ein Tablet fürs Sofa sucht und wirklich nur Mail und Surfen nutzen will, kann hier getrost zugreifen. Wer tiefer in die Tabletmaterie eintauchen will ist hier sicherlich Fehl am Platze, es sei denn ihm macht ein wenig Bastelei nichts aus. WebOS wird nicht weiterentwickelt, so wird es auch in Zukunft keine Apps für das Betriebssystem geben. Allerdings haben sich bereits freudige Programmierer gemeldet, die versuchen wollen Android auf das TouchPad zu portieren. Mit einer Honeycomb Plattform wäre das HP Touchpad gängigen Tablets wie dem Transformer und dem Iconia schon ebenbürtig.

*

Auch die Freinde aus Cupertino machen wieder von sich reden. In einer neuen Klageschrift vor einem Gericht in Den Haag versuchen sie sämtliche Produkte Samsungs, die den Namen Galaxy tragen, vom Markt zu tilgen. Als Designbeweis legen die Anwälte Apples dem Gericht Fotos vor, das auf der einen Seite das iPhone und auf der anderen Seite das Samsung Galaxy S zeigt. Auf diesen Fotos zeigen beide Geräte eine gewisse Ähnlichkeit, denn a) werden sie gleich groß dargestellt und b) zeigt der Schirm des Galaxys die AppDrawer Ansicht in der alphabetisch „alle meine Apps“ aufgelistet werden.

a) ist Quatsch, da das iPhone nur einen 3,5″ Bildschirm hat, während des Galaxy in der Diagonale 4″ misst und damit einen Tacken größer als der angenagte Apfel ist.

b) ist noch größerer Unfug, denn der „ich klatsche alle Apps auf einen Bildschirm“ des iOS hat nichts mit dem AppDrawer von Android zu tun, der lediglich eine „alle Programme Ansicht“ öffnet. Der Standarddesktop von Android ist eine grafische Oberfläche, die mindestens fünf Homescreens aufweist, mit Widgets und Programmicons in beliebigem Arrangement zugekleistert werden kann und darüber hinaus sogar noch lebendige, sich bewegende Hintergrundbilder bietet.

Wenn Samsung pfiffig ist, reicht man Gegenklage ein, denn der AppDrawer von Android wurde beim Apple MacOS Lion schamlos kopiert. Selbst das Icon- und Tastatursymbol ist identisch mit der Android Variante. Ja, hallo? Geht’s noch, Apple?

*

Das Arbeiten auf Multitouchtrackpads hat auch seine Nachteile: Kommt man an ein gewöhnliches Net- oder Notbooktrackpad, gerät man sofort in Versuchung, Multifunktionsgesten auszuführen. Wahrscheinlich fragt sich mein Samsung Netbook die ganze Zeit, was ich mit den meinen ganzen Fingern auf dem schmalen Padbereich erreichen will. Ich frage mich das allerdings auch und werde zumindest bei diesem Gerät wieder dankbar zur Maus greifen. Inzwischen ist ja auch das Trackpad des Transformer Tastaturdocks multitouchfähig. Möglicherweise gehört eine Maus schon bald der Vergangenheit an.

Und tschüss, Hewlett-Packard

Es gibt Firmen, die man im Laufe seines Lebens zu meiden lernt, weil man mit deren Produkten schlechte Erfahrungen gemacht hat.

So würde ich von Philips nichts anderes mehr kaufen als Rasierer oder Kaffeemaschinen. Von Sony keinesfalls irgendetwas mit einer Scheibe, die sich darin dreht (sowohl mein Auto-CD-Spieler, mein Heimanlagen CD-Spieler und meine Playstation waren ein einziges Desaster). Von Medion kaufe ich gar keine Produkte mehr (aberauchtes Notebookmainboard, ewig hängender DVD-Player, stockende Mini-Stereoanlage und zu guter letzt das Desaster mit dem Oyo-Ebookreader).

Und bei Hewlett Packard bin ich eigentlich auch soweit zu sagen, dass ich von dem weltgrößten Computerhersteller eigentlich nicht ein einziges Produkt mehr brauche. Neben schlechten Standardtastaturen in PC-Paketen, extrem schlechter Performance bei Dual-Core-Bürorechnern bei „Nur Office“-Anwendungen, ist mir bei HP ein schweineteures Notebook untergekommen, dessen Display grande casino ist. Wäre es nur die Blickwickelabhängigkeit oder die Farbwiedergabe, nein, egal bei welcher Auflösung, ich bekomm die Schrift nicht mal scharf eingestellt.

Zumdem leider ich unter dem Problem des verkannten Propheten. Ich werde oft um Rat gefragt und dann entscheidet man sich letztendlich doch gegen denselbigen, ist dann am Ende allerdings einsichtig, dass ich wieder einmal Recht gehabt habe. Nun gut, ist nicht so wild, ich hab ja dann meine Schadenfreude daran, schlimmer wäre es, wenn mein Rat nichts wert wäre, wenn ich damit falsch liegen würde. Ich hatte Freunden vom Kauf eines HP-Laptops abgeraten. Er wurde dennoch gekauft. Nun, es kam wie es kommen musste, heute erhielt ich die weniger freudige Mitteilung, dass sich das Gerät extrem stark erhitzt, sodass es sich von selbst abschaltet, um den Prozessor zu schonen. Spricht nicht für HP.

Noch weniger für HP spricht deren jüngste Politik, was den Tablet PC HP Touchpad angeht. Das von Palm übernommene Web OS war zwar nach allen Rezensionen noch nicht ausgereift, barg aber ein gewisses Potenzial, denn gerade in Sachen Multitasking hatte es die Nase extrem weit vorn. Nun verkündet Hewlett Packard, dass das HP Touchpad eingestampft wird. Das Gerät wird vom Markt genommen, Restbestände zu Schleuderpreisen in USA verkauft (99 Dollar statt 499 Dollar).

Nach großangelegten Werbekampagnen und Versprechungen, was von HP auf dem Tablet Segment noch erscheinen wird und was man am OS nachbessern wird, ist das hier Kundenverarsche par excellence. Im Vorbeigehen wird einfach abgesegt. Neukunden interessieren nicht und Leute, die bereis das Gerät für teuer Geld erworben haben, werden einfach im Regen stehen gelassen. Super, HP. Weltgrößter PC-Hersteller. Von mir bekommst du keinen Cent (mehr).

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