Archiv für den Monat September 2011

Update zum Kindle

Holla, da war ich noch nicht ganz bei mir nach meinem Zahnarztbesuch gestern.

Thomas Knip weist mich darauf hin, dass die 79 Dollar Variante des Kindle in USA ein werbefinanziertes Gerät darstellt. Das ist eigentlich gar nicht so übel, denn die Werbung besteht aus den Bildschirmschoner Motiven, die eingeblendet werden, wenn man das Gerät in den Standby versetzt oder einige Zeit nicht zum Lesen nutzt. Die reguläre Version des Kindle 3a kostet in den Statten 109 Dollar.

Weiters habe ich von Lesen.net erfahren, dass auch der Kindle Reader Touch mit der von Sony praktizierten Infrarotlösung für den berührungsempfindlichen Bildschirm arbeitet. Damit dürfte jeden ein gestochen scharfes, spiegelfreies Bild geboten werden.

Light a Fire – Amazon Kindle Fire und neue E-Reader

Gestern ließ Amazon die Bombe platzen und veröffentlichte drei Tage vor Apples iPhone 5 Vorstellung die Keynote zum neuen Tablet Kindle Fire.

Bombe? Gut, im Vorfeld gab es zwar schon Spekulationen, doch alle davon haben sich nicht bewahrheitet.

Zunächst einmal das Display: Ein qualitativ hochwertiges IPS Display aus stoß- und kratzfestem Gorillaglas

Der Speicher: Statt 6 nun doch 8 GB interner Speicher

Der Kern: Statt eines Single Cores nun doch ein DualCore Prozessor

Aber damit ist mit den Überraschungen schon ein Ende in Sicht.

Das 7″ Tablet, das mit Android 2.2 Froyo arbeitet hat von Amazon eine deftige UI spendiert bekommen, die es a) nicht mehr an Android erinnern lässt und b) tatsächlich in einer Beziehung zu Apple konkurrenzfähig ist: Als Datenkäfig. Genau wie das iPad scheint Amazon eher in einem geschlossenen System operieren zu wollen. Nur Zugriff auf den eigenen App Store, keine externen Speichermöglichkeiten wie einen MicroSD-Slot oder einen USB Port. Zwar gibt es dafür Cloudspeicher satt, aber wer hat schon immer eine Internetverbindung parat?

Der Kindle Fire ist ohnehin nur WLAN fähig. Eine 3 oder 4G Version wird es zumindest nicht im 7″ Format geben. Kameras jeglicher Art sucht man ebenfalls vergeblich. Mir scheint, der Nook Color von Barnes & Nobles war hier Vorlage, nur mit dem feinen Unterschied, dass man nicht nur Bücher auf dem Gerät lesen kann.

Amazon preist das Gerät zum Lesen, Musik hören, Filme sehen und spielen an. Also ein reiner Entertainer. Warum sollte man sich das Amazon Kindle Fire Tablet kaufen? Einziges Kaufargument gegenüber anderen Tablets mit gleichem Formfaktor ist bisher nur der Preis: 199 Dollar kostet der kleine Droide. Derzeit in USA, wo es am 15.11.2011 erscheinen wird.

Ob wir in Deutschland mit einer 1:1 Umrechnung Dollar in Euro rechnen dürfen, ist m.E. fraglich, denn gleichzeitig mit dem Fire erscheinen auch drei neue Kindle E-Reader Versionen. Während die günstigste Variante für 79 Dollar daher kommt, soll sie in Deutschland 99 Euro kosten, doch dazu gleich mehr.

Die begrenzten Möglichkeiten des Kindle Fire schreien förmlich nach einem Custom Hack mit Zugriff auf den Android Market und Android 3.2 als Betriebssystem. Machbar dürfte das angesichts des Motors unter der Haube sein.

Ein iPad Konkurrent? Jain. Bedingt durch das wesentlich kleinere Display kann man nicht von echter Konkurrenz sprechen. Beim Lesen und Musikhören geht das noch in Ordnung, aber will man sich ernsthaft Filme oder TV Serien auf einem 7″er anschauen? Für mich ist da 10″ eher noch eine vertretbare Größe, wenn man im Urlaub ist und nichts größeres zur Hand hat. Vielleicht macht es das für nächstes Jahr angekündigte 10″ Tablet von Amazon besser.

 

Doch im Lichte des Fires sollten auch die neuen Kindle E-Reader nicht zu kurz kommen.

Für USA sind gleich drei neue Geräte angekündigt, für Deutschland bisher nur eines, dafür aber mit deutscher Benutzerführung.

Der neue Kindle erscheint wie der alte mit Pearl-E-Ink Display. Ob es eine Kontrastverbesserung zum bisherigen Gerät gibt, bleibt abzuwarten. Zwar ist der neue Kindle mit einem 6″ Display ausgestattet, doch insgesamt bringt er nicht mehr die Maße eines 7″ Tablets mit sich, denn die unten angebaute Tastatur ist völlig verschwunden und wird durch wenige Knöpfe ersetzt. Dadurch wird der Kindle nicht nur schlanker, sondern auch wesentlich leichter. Statt 240 Gramm bringt er nun nur noch 170 Gramm auf die Waage.

Und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, fällt der Preis für ein state-of-the-art Produkt unter die magische 100 Euro Grenze, denn der neue Kindle soll für 99 Euro über die virtuelle Ladentheke gehen. Wohlgemerkt kostet diese Variante in den Statten nur 79 US Dollar!

Da die Tastatur fehlt, ist davon auszugehen, dass bei Bedarf (um beispielsweise W-LAN Passwort einzugeben oder Ordner anzulegen) eine Displaytastatur wie beim Sony Reader hochgefahren wird, die dann über Steuerkreuz und Tasten bedient werden kann.

Zum Start des neuen Kindle hat Amazon den „alten“ Kindle 3, der jetzt salopp Kindle Keyboard genannt wird, ebenfalls im Preis gesenkt. Statt 139 Euro nur noch 119 Euro.

Bei der Preisoffensive sehe ich bald Tausende mehr Interessierte einen Kindle in Deutschland kaufen. Mir kommt das nicht ungelegen 😉

 

Sehen wir noch einmal über den Teich. Dort bringt Amazon noch zwei weitere Geräte neben dem neuen Kindle heraus. Der Kindle Touch mit WiFi und 3G.

Trotz Touchdisplay wird die WiFi Variante für nur 99 Dollar verkauft. Allerdings bleibt hier abzuwarten, welche berührungssensitive Technologie verwendet wird. Wir erinnern uns: Ein kapazitives Display tut es bei einem E-Ink-Lesegerät nicht, wie wir schmerzhaft beim Sony Reader Touch erfahren mussten. Starkes Spiegeln und fettige Fingerabdrücke sind das Resultat. Sony hat in der neuen Touch Edition auf eine innovative Technologie zurückgegriffen, die ein Infrarotfeld über das Display legt und anhand eines Koordinatengitters die mutmaßliche Berührung berechnet. Damit lässt sich der Sony Reader auch mit Handschuh oder normalem Plastikstift bedienen.

Ob Amazon aus den Sony Fehlern gelernt hat, werden die ersten Tests nach Veröffentlichung zeigen.

 

Perry, wo bleiben die Frauen??

Als Perry Rhodan in den 60ern an den Start ging, fehlte oft eines: Die Frauen.

Außer Thora gab es da nicht viel in den Anfängen. Das änderte sich erst viel, viel später.

Die neue Taschenheftserie Perry Rhodan Neo beansprucht für sich einen Relaunch der Serie aus heutiger Sicht mit aktuellen Themen. Soooo aktuell natürlich auch nicht, denn die Handlung setzt im Jahr 2038 ein, da können in der Zwischenzeit noch ganze Imperien geboren werden und wieder untergehen.

Ich habe mir die Leseprobe von Amazon mal reingetan und war doch ziemlich überrascht. Es gibt wieder keine Frauen. Zwar werden die Mädels von Captain Flipper erwähnt, aber … hey, moment mal. Warum ist Flipper nicht eine Frau? Oder Erica Manoli als Bordärztin? Fast bei jedem der jüngeren Space Shuttle Starts waren Astronautinnen anwesend. Warum müssen bei Perry Rhodan Neo vier männliche Teammitglieder dabei sein? Battlestar Galactica hat es uns mit einem weiblichen Starbuch und einem weiblichen Boomer vorgemacht. Da hätte man doch mal etwas innovativer sein können.

Ebenso bei der Schauplatzwahl. Genau wie seinerzeit „Unternehmen Stardust“ steigt die Mondmission auch wieder mitten aus Nevada? Nevada? Wieso eigentlich Nevada? Der Startraumhafen liegt doch in Florida?

Wieder: Mehr Innovation und aktuellere Szenarien hätte ich mir da gewünscht.

Gut, bisher habe ich nur die beiden Kapitel aus der Leseprobe gelesen. Vielleicht werde ich morgen ja angenehm überrascht, wenn der komplette Roman erscheint. Ich hoffe es zumindest, falls nicht, schreib ich eben DUST weiter … 😉

»Keine Toten? Ich muss öfter Urlaub machen!«

Frau Schwarz‘ erster Arbeitstag nach einer Woche Urlaub.

Neben geschäftlichen Themen kam ihrerseits natürlich auch die Frage auf, ob ich während ihres Paris-Urlaubs irgendwelche Dummheiten gemacht hätte und ob es in meinem aktuellen Roman Tote gegeben hätte.

Zu ihrer Überrschung und Erleichterung konnte ich letzte Woche jedoch keine Opfer beklagen. Ariane ist auf dem Weg nach Schweden. Liam ist auf dem Weg nach Schweden und Albin … befindet sich bereits in Schweden.

Meine Ankündigung, es würde aber bald mit Leichen weitergehen und dass diese sich in Millionenhöhe beziffern würden, ließ ihr vor Schreck den Telefonhörer aus der Hand plumpsen.

Das verschafft mir wieder Gewissheit, dass Frau Schwarz niemals einen Roman von mir lesen wird 😉

Millionenverluste wird es in »Überrannt« geben, da führt kein Weg dran vorbei, denn schließlich ist es ein Invasions-Roman.

Kurz & Bündig

Mal ein paar Tagebucheinträge von Dingen, die mich bewegen, mir so im Kopf herumschwirren oder einfach willkürlich aus der Luft gegriffen sind 😉

Technik / Musik

Mein Auto besitzt zur Wiedergabe von akkustischen Tönen etwas, das man als steinzeitlich-rudimentäres Radio bezeichnen könnte. Da mein Auto seine besten Tage schon gesehen hat, sollte das wertvollste an und in ihm nicht ein neues HighEnd-Radio sein. Mir reicht die Musikwiedergabe vom iPod. Was tun, wenn das Radio keinen Line-in besitzt? Das gibt es mehrere Möglichkeiten. Ein externer Lautsprecher ist eigentlich zu leise. Eine Adapterkassette hört sich gut an, doch ich besorgte mir auf Anraten einiger Spießgesellen einen FM Transmitter. Der überlagert auf Kurzstrecken die Radiofrequenz und fungiert als Sender von Radiosendungen, in diesem Fall aus der Quelle des iPods. Die Idee klang gut, die Ausführung ist miserabel. Durch die extrem kurze Reichweite zur Antenne gibt es Störgeräusche, ein beständiges Hintergrundbrummen und ohnehin ist die Qualität nicht besser als eine Radiosendung. Hinzu kam, dass das von mir gekaufte Gerät immer wieder den Betrieb aufgab. Einfach so. Ohne Vorwarnung. Während der Fahrt.

Nun hab ich mir die Referenz Adapterkassette von Sony zugelegt – ein Unterschied wie Tag und Nacht. Klarer, kräftiger Sound, der jetzt aus den Lautsprecherboxen tönt.

Film THOR

Das Technikmagazin SFT  gibt einen  Minuspunkt für THOR, weil er zu wenig Bezug zur nordischen Mythologie hätte. Dass der Film eine Comicverfilmung ist, wisst ihr aber schon, oder?! Manche Redakteure denken offenbar nicht mehr nach. In der gleichen Ausgabe wird die Blu-ray Box von Star Wars als zu teuer bewertet. Bezogen auf den Gesamtpreis ist das natürlich richtig, aber rechnet man das auf den Preis pro Film, kommt man eigentlich auf eine moderate Summe, die andere Blu-rays auch kosten. Auch Taschenrechner scheinen die Redakteure nicht zu besitzen.

Spiel Battlefield 3

Ebenfalls in der September-Ausgabe der SFT wird ein Vergleich der Egoshooter Call of Duty: Modern Warfare 3 und Battlefield 3 auf einer Doppelseite geboten. Gar keine Frage, welches Spiel hier besser abschneiden wird. Call of Duty bietet von jeher im interessanten Multiplayerbereich eher kleine und überschaubare Karten, während die Battlefield-Reihe schon beinahe auf unendliche Weiten setzt. Allein in Battlefield Bad Company 2 ist die Harvest Karte gut einen ganzen Kilometer Wegstrecke lang. Wer da das Pech hat zu Fuß zu gehen, weil gerade kein Fahrzeug zur Verfügung steht, dann gute Nacht, Johanna.

Wie bereits die beiden Bad Company Shooter setzt auch Battlefield 3 auf eine völlig zerstörbare Umgebung, was den Realismus des Spiels bis an die Spitze des Möglichen treibt. Wer das einmal gespielt hat, will gar keinen anderen Shooter mehr zur Hand nehmen, bei dem Gebäude wie Felsen in der Brandung stehen bleiben, wenn Mörserfeuer in ihnen einschlägt. Warum auch?

Bleiben wir gleich bei Battlefield 3. Das Spiel erscheint am 28.10.2011. Gerade sah ich auf Facebook, wie jemand bereits die Coverhülle in die Kamera hielt – Schnappatmung! Die Hülle entpuppte sich jedoch nur als leerer Dummy aus einer Pre-Order Bestellung. Nun, ich habe auch pre-ordered. Da ist Amazon mein Freund, damit das Spiel pünktlich in meiner Konsole liegt.

Technik Tablets

Wo wir gerade bei Amazon sind. Da hieß es jüngst das Acer Iconia A100 Tablet wäre ab dem 17.09. lieferbar. Daraus wurde nichts. Nachdem der Termin um eine Woche verschoben wurde heißt es jetzt lieferbar in 1 bis 2 Monaten und Amazon benachrichtige mich, dass ich mein A100 erst zwischen dem 19.10. und 01.11. bekommen würde. Hmpf.

Vielleicht schiebt Amazon das auch absichtlich etwas hinaus, denn am kommenden Mittwoch, den 28.09. hat man zur großen Pressekonferenz geladen. Jeder kann sich denken, was nun kommt. Das Amazon Kindle Tablet und der neue Kindle Reader werden vorgestellt. Keine Frage.

Lesestoff Neonostalgie

Am 30.09.2011 erscheint Perry Rhodan. Was? Kennt ihr schon? Nee, eben nicht. Denn jetzt kommt Perry Rhodan Neo, eine völlig neue und unabhängige Taschenheftreihe, die Neugierige und Neuleser die Abenteuer von Major Rhodan neu erleben lässt. Diesmal zeitgemäß, denn die Handlung setzt im Jahr 2036 ein. Adé Lochstreifenlesegerät. Ich bin auf jeden Fall dabei und werde mich auf die Kindle Edition stürzen.

 

Kurz & Bündig

 

… ist übrigens eine Anwaltskanzlei, die Klaas Kurz und ich zur Etablierung eines Running Gags gegründet haben. Nur mal kurz und bündig am Rande … 😉

 

Amazon bereitet seine Tablet Offensive vor …

Deutliche Zeichen, dass der Start des Amazon Kindle Tablet PCs in Bälde ansteht, setzt Amazon mit der Eröffnung seines App Stores für den europäischen/deutschen Raum.

Seit ungefähr Mitte März ist der Amazon App Store online. Mit Hilfe einer Android App und seinem Amazon Benutzerkonto kann man dort genau wie im üblichen Android Market von Google kostenlose und kostenpflichtige Android Apps kaufen. Der Haken ist nur, dass der Amazon App Store bisher nur für die Vereinigten Staaten geöffnet war. Zwar konnten sich beispielsweise deutsche Nutzer die Android App auf ihrem Endgerät installieren, durch die Apps stöbern, doch sobald es zum Kauf ging, kam die freundliche aber bestimmte Meldung, dass der App Store für unsere Region noch nicht verfügbar ist.

Das hat sich heute geändert. Nun, bis Oktober ist ja auch nicht mehr lange hin, denn irgendwann dann (spätestens Anfang November) soll das Kindle Tablet an den Start gehen. Analysten rechnen mit einem Verkaufspreis von 249 Dollar/Euro, was auf den ersten Blick für ein 7″ Tablet günstig erscheint.

Doch blickt man über den Tellerrand hinaus, ist das Kindle Tab nicht so sehr begünstigt, wie beispielsweise der Amazon Kindle selbst. Mit dem E-Reader hat Amazon zu einem äußerst konkurrenzlosen Preis ein State of the Art-Lesegerät auf den Markt gebracht. Pearl E-Ink Display, integriertes W-LAN, um Bücher ohne PC kaufen zu können, 3 GB Speicher mit Platz für mehr Bücher als man in diesem Leben lesen kann und eine schier endlos haltende Akkukapazität, superschnelles Seitenblättern und ein Kaltstart, der jedes andere E-Reading-Gerät in den Schatten stellt.

Wer auf einen iPad-Rivalen im Tablet Bereich zum Superpreis gewartet hat, wird allerdings von Amazon enttäuscht. Die Spezifikationen sehen alles andere als rosig aus.

Zwar soll es ein kapazitives Display geben, allerdings nur mit maximalem 2-Finger-Multitouch. Ein IPS-Panel ist wohl nicht zu erwarten. Das Kindle Tablet kommt vorerst als 7″ Gerät auf den Markt, hat offenbar keine Speichererweiterungsmöglichkeiten, keine USB-Ports und magere 6 GB eigenen Flashspeicher. Die Krönung jedoch ist das veraltete Betriebssystem. Amazon setzt hier auf das Smartphone OS Android 2.2 Froyo, allerdings in einer von Amazon modifizierten Version.

Das ist alles wenig überzeugend, vor allen Dingen, oder besser gerade wegen des Preises nicht. Denn andere, qualitativ bessere 7″ Tablets sind entweder nur wenig teurer oder liegen sogar im gleichen preislichen Rahmen.

Für 50 Euro mehr gibt es das Acer Iconia A100 mit Doppelkern-Tegra-Prozessor, kapazitivem Multitouch, 1 GB RAM, 8 GB Flashspeicher und allerlei möglichen Peripherieanschlüssen. Vor allen Dingen setzt Acer auch auf die neueste Android Version und kommt mit dem Honeycomb 3.2 heraus.

Für den gleichen Preis wie das Amazon Tablet kann man auch schon etwas erwarten. Offenbar haben die Jungs und Mädels aus Frankreich mit dem neuen Tabletstreich alles richtig gemacht. ARCHOS G9 Tablet heißt das neue Geniestück. Zwar ist der kapazitive Multitouch auf 4-Finger Gesten beschränkt (mehr macht man in der Regel nicht), dafür aber gut ein Zöllchen größer. Mit 8″ und einem 4:3 Seitenverhältnis bei einer Auflösung von 1024 x 768 bringt ARCHOS ein schnelles Tablet mit 8 GB Speicher, der aktuellsten Android Version, zumindest einem MicroSD-Slot als Speichererweiterungsmöglichkeit.

Der Clou ist jedoch, dass man beim ARCHOS-Gerät nicht mehr entscheiden muss, ob es die WiFi-Variante oder teurere UMTS-Version eines Tablets sein muss. ARCHOS bietet nur ein Gerät an, quasi die WiFi Variante. UMTS- und HSDPA-fähig sind die Geräte dennoch, dafür sorgt ein separat erhältlicher 3G-USB-Stick, der sowohl am Archos Tablet als auch an einem herkömmlichen Windows oder auch Mac Laptop genutzt werden kann. Der Stick soll nur 50 Euro extra kosten, ist simlockfrei und damit er beim Tablet-spaß nicht sinnlos aus dem flachen Gerät absteht, lässt er sich in einen speziellen Port auf der Rückseite des Gerätes versenken.

Und wer braucht jetzt noch ein Amazon Tablet?

Schade, Amazon. Ich hab meinen Gutschein lieber in das Iconia A100 investiert.

Danke, Meisner.

 

Mads Mikkelsen gibt den Ton an

… zumindest, wenn es nach mir und einer eventuellen Verfilmung meines Romans »Überrannt« geht.

Die Geschichte von »Überrannt« entführt euch zunächst in den hohen Norden nach Schweden. Wer wäre da besser geeignet, ein schwedisches Raubein einer militärischen Spezialeinheit darzustellen, als der dänische Schauspieler? Zumindest gedanklich schlüpft Mads Mikkelsen in die Rolle des Majors Albin Nielsen, der in der Nähe der schwedischen Stadt Boden auf einen unheimlichen Gegner trifft.

Hier ein kleiner Ausblick von work in progress:

Der Wald lichtete sich und gab den Blick auf eine große Lichtung frei, die direkt in das Seeufer mündete. Ein paar Baumgruppen versperrten die Sicht auf den Buddbyträsket, doch es gab auch offene Stellen weiter nördlich. Zu jeder anderen Zeit wäre die Aussicht fantastisch gewesen, doch was die Mitglieder von Nielsens Team zu Gesicht bekamen, war der reinste Horror.

Die Lichtung und das Ufer waren gesäumt von Leichen. Sie lagen kreuz und quer verteilt auf dem Rasen und im Moos. Einige trugen Freizeitkleidung, andere die Westen von Rettungssanitätern und wieder andere lagen in Bioschutzanzügen dort. Manche befanden sich am Ufer des Sees. Etliche waren um eine riesige Picknickdecke verstreut.  Eine Frau lag neben einem Wagen, der neben mehreren anderen am Rand der Lichtung geparkt war.

Nielsens Blick schweifte zu der Familie, die sich nur knapp zwanzig Schritt von ihnen entfernt befand. Das mussten die Degerlunds sein, die Familie die Dr. Agren über die Schwester des Verstorbenen kannte.

„Mein Gott, haben wir die Zone bereits überschritten?“, rief jemand über Funk.

Tatsächlich befanden sie sich bereits innerhalb des Gefahrenparameters. Nielsen sandte ein Signal an seinen Leutnant, doch Larsen reagierte nicht. Er ging auf den privaten Kanal.

„Isak, was ist los?“

„Major, wir haben ein Problem. Die Sensoren hätten uns anzeigen müssen, an welcher Stelle die Warnbojen platziert waren. Da war nichts. Wir sind in ein offenes Messer gelaufen. Ich hab es nicht über den offenen Kanal gesendet, um unsere Weißkittel nicht in Panik zu versetzen.“

„Verstanden, Löjtnant.“ Nielsen wechselte auf die allgemeine Frequenz. „Äußerste Vorsicht. Wir befinden uns bereits im kontaminierten Bereich. Sobald irgendjemand irgendetwas Außergewöhnliches bemerkt, körperliche Symptome wie Schwindel, Übelkeit, Schmerzen oder Ähnliches, geben Sie sofort Bescheid und wir brechen die Mission ab. Volle Konzentration auf die Anzugsensoren. Dr. Agren, Viren und Bakterien. Dr. Eggström, atmosphärische Bedingungen. Dr. Emgren, Strahlungswerte. Soldaten, Verteidigungsring bilden!“

Sie teilten sich in zwei Gruppen. Nielsen lenkte seine absichtlich zu den Leichen des Seuchenteams, damit der Anblick von Degerlund seiner Familie keine unvorhersehbaren Reaktionen bei Dr. Agren auslöste.

Zwei Mediziner beugten sich über die Leichen in den Bioschutzanzügen und begannen mit einer Sichtuntersuchung.

„Keine äußeren Verletzungen“, sagte der eine.

„Das System ist intakt, wenn auch mittlerweile der Sauerstoff verbraucht ist.“ Der zweite Arzt hob den behelmten Kopf und sah Nielsen an. „Wir werden erst bei einer Autopsie die Todesursache klären können.“

Der Major bezweifelte das. Siebenundzwanzig Menschen fielen nicht einfach ohne ersichtlichen Grund tot um, schon gar nicht, wenn sie in luft- und bakteriologisch dichten Anzügen steckten.

Nielsen blickte sich aufmerksam um. Die Gegend wirkte ruhig und friedlich auf ihn. Zu friedlich. Keine Vögel am Himmel oder den nahen Bäumen. Keine Tiere in der Nähe der Leichen. Nicht einmal Fliegen.

„Major?“ Jemand aus dem anderen Team winkte Nielsen zu. „Das sollten Sie sich ansehen.“

„Bleiben sie hier, Dr. Agren und bereiten Sie das Team für einen Abtransport vor.“

„Wie wollen Sie die Leichen von hier fortschaffen?“, fragte Hanna.

Nielsen deutete auf den Einsatzwagen des Seuchenteams und die beiden Rettungswagen, die hinter den anderen Fahrzeugen am Lichtungsrand parkten. „Wir nehmen die da. Schon eine Idee, wohin Sie sie bringen wollen?“

„Normalerweise ins EU-Seuchenzentrum nach Stockholm, aber solange wir nicht wissen, was hier geschehen ist, sollten wir vorsichtig sein und eine Untersuchungsbasis vor Ort einrichten.“

„Gut. Bereiten Sie alles vor.“ Nielsen ging zu der anderen Gruppe, die sich um die Jugendlichen geschart hatte.

Dr. Eggström erhob sich. „Das ist merkwürdig, Major. Die Leute sind seit gut einer Woche tot. Es gibt keine Anzeichen von Leichenflecken, die spätestens dreißig Minuten nach Eintritt des Todes auftreten müssten. Der Verwesungsgrad ist minimal, bis gar nicht vorhanden. Alle Leichen wirken konserviert.“

„Wie Mumien?“, fragte Löjtnant Larsen.

„Nein, eher wie für die Beisetzung aufgebahrte Tote.“

„Das ist möglich?“

„Nicht ohne weiteres. Dazu hätten die Leichname präpariert werden müssen. Das Blut muss durch eine verwesungshemmende Lösung ersetzt werden, aber … wer sollte das hier getan haben? Wir werden erst weiteres herausfinden, wenn wir …“

„Eine Autopsie durchgeführt haben“, vollendete Nielsen Eggströms Erläuterung. Er behielt die Messwerte seiner Anzugsensoren im Auge. Bisher war nichts Ungewöhnliches registriert worden. Zehn Grad Celsius Temperatur, schwacher Wind. Keine Form radioaktiver Strahlung. Keine Erreger, die die Sensoren erkennen konnten.

„Ich will nicht länger als nötig hier bleiben. Alle Leichen werden in die Fahrzeuge da drüben verfrachtet. Ich weiß, dass wir nicht genug Platz haben, also müssen wir sie stapeln. Wir werden sie zum Basiscamp hinter Boden bringen, das als Seuchenstation eingerichtet wird. Ich will maximal in einer Stunde von hier verschwunden sein.“

Die Teamleiter bestätigten und begannen mit der Arbeit. Währenddessen sah sich Nielsen weiter am Ufer um. Tatsächlich konnte er nirgendwo eine intakte Fauna erkennen. Kein Wild in der Nähe, keine Insekten. Normalerweise sah man im Buddbyträsket Fische, doch auch hier Fehlanzeige.

Von Tieren fehlte jede Spur.

Von ihren Leichen auch.

Tintenhain

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