Amazon bereitet seine Tablet Offensive vor …

Deutliche Zeichen, dass der Start des Amazon Kindle Tablet PCs in Bälde ansteht, setzt Amazon mit der Eröffnung seines App Stores für den europäischen/deutschen Raum.

Seit ungefähr Mitte März ist der Amazon App Store online. Mit Hilfe einer Android App und seinem Amazon Benutzerkonto kann man dort genau wie im üblichen Android Market von Google kostenlose und kostenpflichtige Android Apps kaufen. Der Haken ist nur, dass der Amazon App Store bisher nur für die Vereinigten Staaten geöffnet war. Zwar konnten sich beispielsweise deutsche Nutzer die Android App auf ihrem Endgerät installieren, durch die Apps stöbern, doch sobald es zum Kauf ging, kam die freundliche aber bestimmte Meldung, dass der App Store für unsere Region noch nicht verfügbar ist.

Das hat sich heute geändert. Nun, bis Oktober ist ja auch nicht mehr lange hin, denn irgendwann dann (spätestens Anfang November) soll das Kindle Tablet an den Start gehen. Analysten rechnen mit einem Verkaufspreis von 249 Dollar/Euro, was auf den ersten Blick für ein 7″ Tablet günstig erscheint.

Doch blickt man über den Tellerrand hinaus, ist das Kindle Tab nicht so sehr begünstigt, wie beispielsweise der Amazon Kindle selbst. Mit dem E-Reader hat Amazon zu einem äußerst konkurrenzlosen Preis ein State of the Art-Lesegerät auf den Markt gebracht. Pearl E-Ink Display, integriertes W-LAN, um Bücher ohne PC kaufen zu können, 3 GB Speicher mit Platz für mehr Bücher als man in diesem Leben lesen kann und eine schier endlos haltende Akkukapazität, superschnelles Seitenblättern und ein Kaltstart, der jedes andere E-Reading-Gerät in den Schatten stellt.

Wer auf einen iPad-Rivalen im Tablet Bereich zum Superpreis gewartet hat, wird allerdings von Amazon enttäuscht. Die Spezifikationen sehen alles andere als rosig aus.

Zwar soll es ein kapazitives Display geben, allerdings nur mit maximalem 2-Finger-Multitouch. Ein IPS-Panel ist wohl nicht zu erwarten. Das Kindle Tablet kommt vorerst als 7″ Gerät auf den Markt, hat offenbar keine Speichererweiterungsmöglichkeiten, keine USB-Ports und magere 6 GB eigenen Flashspeicher. Die Krönung jedoch ist das veraltete Betriebssystem. Amazon setzt hier auf das Smartphone OS Android 2.2 Froyo, allerdings in einer von Amazon modifizierten Version.

Das ist alles wenig überzeugend, vor allen Dingen, oder besser gerade wegen des Preises nicht. Denn andere, qualitativ bessere 7″ Tablets sind entweder nur wenig teurer oder liegen sogar im gleichen preislichen Rahmen.

Für 50 Euro mehr gibt es das Acer Iconia A100 mit Doppelkern-Tegra-Prozessor, kapazitivem Multitouch, 1 GB RAM, 8 GB Flashspeicher und allerlei möglichen Peripherieanschlüssen. Vor allen Dingen setzt Acer auch auf die neueste Android Version und kommt mit dem Honeycomb 3.2 heraus.

Für den gleichen Preis wie das Amazon Tablet kann man auch schon etwas erwarten. Offenbar haben die Jungs und Mädels aus Frankreich mit dem neuen Tabletstreich alles richtig gemacht. ARCHOS G9 Tablet heißt das neue Geniestück. Zwar ist der kapazitive Multitouch auf 4-Finger Gesten beschränkt (mehr macht man in der Regel nicht), dafür aber gut ein Zöllchen größer. Mit 8″ und einem 4:3 Seitenverhältnis bei einer Auflösung von 1024 x 768 bringt ARCHOS ein schnelles Tablet mit 8 GB Speicher, der aktuellsten Android Version, zumindest einem MicroSD-Slot als Speichererweiterungsmöglichkeit.

Der Clou ist jedoch, dass man beim ARCHOS-Gerät nicht mehr entscheiden muss, ob es die WiFi-Variante oder teurere UMTS-Version eines Tablets sein muss. ARCHOS bietet nur ein Gerät an, quasi die WiFi Variante. UMTS- und HSDPA-fähig sind die Geräte dennoch, dafür sorgt ein separat erhältlicher 3G-USB-Stick, der sowohl am Archos Tablet als auch an einem herkömmlichen Windows oder auch Mac Laptop genutzt werden kann. Der Stick soll nur 50 Euro extra kosten, ist simlockfrei und damit er beim Tablet-spaß nicht sinnlos aus dem flachen Gerät absteht, lässt er sich in einen speziellen Port auf der Rückseite des Gerätes versenken.

Und wer braucht jetzt noch ein Amazon Tablet?

Schade, Amazon. Ich hab meinen Gutschein lieber in das Iconia A100 investiert.

Danke, Meisner.

 

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