Archiv für den Monat Juni 2012

Und schon wieder was kostenlos: KALTE SPUREN jetzt im freien Kindle-Download

Ja, JA! Da könnt ihr euch aber mal schön beim Atlantis Verlag bedanken.

Zum Start von KALTE SPUREN, dem ersten Roman um die Ex-Agentin Eileen Hannigan, gibt es die volle Achterbahndröhnung KOSTENLOS!

Ab heute fünf Tage lang bekommt ihr exklusiv bei Amazon das Kindle Ebook KALTE SPUREN absolut gratis. Wer da nicht zuschlägt, dem kann auch Verona nicht mehr helfen 😉

Nächste Woche ist der Roman auch als Paperback lieferbar.

Ihr habt das Video-Interview gesehen.

Ihr habt Dirks Blogeinträge gelesen.

Ihr habt meine Vorreden zum Roman gelesen.

Ihr wisst, dass ihr jetzt nichts anderes tun werdet, als mit Eileen Hannigan und Gwendolyn Stylez abzutauchen.

Von Devon Island, Kanada nach Atlanta und Lynchburg. Von Unna und Dortmund nach London. Hoch nach Halifax und schließlich wieder nach Devon Island um am Ende Caipirinha und Mojito auf Hawaii zu genießen. Muss ich es euch noch schmackhafter machen? Ich denke nicht! 🙂

„Gerade wenn du glaubst, es könnte nicht schlimmer kommen, steht dir eine Katastrophe bevor!“

Weg vom Plastik und Holz!

Es gibt vier große Entertainment-Kategorien: Spielen, Musik, Bücher, Film.

Im digitalen und multimedialen Zeitalter sind wir mittlerweile soweit, dass man auf die entsprechenden Datenträger (CD/DVD-ROM,  AUDIO-CD/Schallplatte, totes Holz) verzichten kann. Spiele können bequem per Download auf die heimischen Geräte gebracht werden, ganz gleich ob PC oder Videospielkonsole. Musik findet ihren Weg über mp3-Dateien, die man mittlerweile bei jedem großen Online-Händler erwerben kann, in die Ohren. Und digitale Bücher sind seit dem Sony Reader, spätestens seit dem Amazon Kindle einfach hip.

Doch wie sieht es in der Kategorie Film aus? In Deutschland bisher eher mau. Zwar bietet der Apple iTunes Store Filme und TV-Serien zum Kauf und Download an, aber die Auswahl ist eher mager und die Qualität nicht berauschend. Spaßeshalber habe ich mal eine TV-Folge von einer Fernsehserie gekauft und war überrascht, wie pixelig und verwaschen das Bild dann war. Sicherlich reichte es fürs iPad, aber ich schaue mir in der Regel keine Filme auf einem 9,8″ Display an, sondern bevorzuge da schon einen 37″ Display.

Amazon und Google scheinen da interessante Alternativen zu bieten. In den USA bieten beide in ihren App und Play Stores auch Filme an. Leider ist diese Welle noch nicht zu uns rübergeschwappt.

Der Vorteil bei beiden ist wie beim Apple iTunes Store auch gegeben: Einmal gekauft, immer lizensiert. Sprich, selbst wenn das iPad oder der Kindle Fire am Rande der Speicherkapazität knapsen, kann man getrost einen gekauften Film nach dem Schauen wieder vom Gerät löschen. Er bleibt in der virtuellen Datenwolke für euch erhalten. Ihr wollt ihn wieder anschauen? Kein Problem, ihr ladet ihn einfach wieder aus der Cloud auf euer Gerät, ohne nochmal dafür zahlen zu müssen.

Der Nachteil bei Amazon ist bisher, dass das Kindle Fire Tablet keine Anschlüsse hat, um einen Film auf den heimischen Fernseher zu streamen (es sei denn über Umweg via WLAN und eine Streaming App, die aber schnell die Kapazitäten des kleinen Feuerstarters an die Belastungsgrenze treiben könnte). Der Kindle Fire besitzt leider keinen HDMI-Anschluss.

Anders bei anderen Android Geräten. Im günstigsten Fall gibts eine wireless HDMI Variante, wie beim All Share Cast fürs Samsung Galaxy SIII.

Natürlich bindet man sich bei diesen Dingen an einen Anbieter und sollte der aus welchen Gründen auch immer mal pleite gehen, sind auch eure Filme futsch. Aber denkt man bei Giganten wie Amazon, Google und Apple, die eines Tages die Welt beherrschen (oder so ähnlich) an eine Pleite? Eher nicht.

Und außerdem sehen bisherige Alternativen in einigen Fällen auch nicht besser aus: Ich besitze die komplette Stargate SG-1 Serie auf DVD. Bei einigen löst sich die Beschichtung in Schlieren auf. DVD-Player springen oder haken oder spielen sie gar nicht mehr ab. Da bezahlte man vor einigen Jahren 39 Mark für eine DVD mit 4 Episoden der Serie und kann sie heute nicht mehr gucken, weil die DVD im Eimer ist.

Oder jüngst schaute ich mir meine The Expendables Blu-ray an. Fast zum Ende des Films hin, hakt der Player und spielt nicht weiter. Da half nur noch neu starten und das Kapitel überspringen, um wenigstens das Ende des Films zu sehen. 15 Euro für eine Blu-ray, die nicht mal funktioniert?

Da verzichte ich doch lieber ganz auf Datenträger und hoffe, dass Filme auch hier bald auf gängige Weise in der Cloud landen und von dort abgespielt werden. Wichtig ist mir dabei, dass ich die Lizenz zum uneingeschränkten Gucken erwerbe und nicht so eine Maxdome 1x-Gucken-payperview-Geschichte.

 

Google I/O: Ein bisschen was Neues

Keine Sorge, ich langweile euch jetzt nicht mit Einzelheiten, die Google heute bei seiner Input/Output Vorstellung am Start hatte. Nur zwei, drei kurze Gedanken dazu.

Das Wichtigste ist wohl, dass das neue Android Betriebssystem die Versionsnummer 4.1 tragen wird. Das wurde zwar schon des Öfteren gesagt, aber so richtig sicher war man sich dann doch nicht.

Jelly Bean ist nicht, wie ursprünglich vermutet oder angekündigt Android 5.0, sondern 4.1 – sicherlich geht es hier um die Innovationssprünge innerhalb des OS, denn Sorge, dass einem vorzeitig die Zahlen ausgehen, muss man hier wohl nicht haben. Eher gehen die Buchstaben zur Neige, denn des geht mit schnellen Schritten auf die Hälfte des Alphabets zu.

Wie schon bei Android 2.1 auf 2.2 und 2.3 ist der Sprung von 4.0 auf 4.1 eher gering. Einige Neuerungen in der Performance und im Benachrichtigungssystem sowie bei der Kamera. Alles aber nichts Weltbewegendes.

So richtig interessant wird erst die Tatsache, dass Google ein neues Nexus-Gerät vorgestellt hat. Diesmal jedoch kein Smartphone, sondern ein Nexus Tablet. Die Gerüchteküche hat hier im Vorfeld schon fast zu viel verraten, denn die Specs des Gerätes decken sich weitgehend mit den Leaks.

Google bringt in Parnterschaft mit Android-Tablet-Spitzenvorreiter (das muss mal gesagt werden, da können weder Samsung, Acer noch Motorola gegen anstinken) ASUS das Nexus 7 (Seven) heraus. Und was unterscheidet das Nexus 7 jetzt großartig von Geräten wie dem Samsung Galaxy Tab 2 oder dem Acer Inconia A100?

Ganz klar das Preis-Leistungsverhältnis. ASUS baut erstmalig einen Tegra 3 (Vierkern)-Prozessor in einem 7″ Tablet und verschleudert die Möhre für 199 Dollar in der günstigsten Variante mit 8 GB Speicher. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy Tab 2 ist so schweineteuer, dass man das gar nicht in Zahlen ausdrücken will. Das Acer Iconia A100 hatte als Startansage einen Preis von 299 Euro.

Für die 199 Dollar des Nexus 7 gibt es noch ein paar Schmackerl dazu. Die Auflösung beträgt, wie beim A100, 1280 x 800, NFC ist integriert und ein IPS-Display ist verbaut. Letzteres hebt damit auch das Acer-Produkt klar aus den Latschen, denn das LCD war im Hochformat eher nicht bis gar nicht zu genießen, im Querformat in der Kategorie „geht so“ angesiedelt. IPS bietet einfach bessere Blickwinkel, wie schon die Transformer Produkte von ASUS zeigen. Wer schreit da jetzt nach einem AMOLED? Da hinten, dritte Reihe? Kommt, kommt, das wäre für 199 Schleifen wieder nicht machbar gewesen.

Wer auf den 7″ Faktor steht kann hier locker zugreifen. Der Preis ist eine klare Kampfansage Googles. Zumindest Amazon muss sich jetzt für sein Kindle Fire 2 was einfallen lassen, denn das erste Fire lag weit, weit, weeeeit unter den Specs des Nexus 7.

Noch ein nicht zu unterschätzender Vorteil des Google Tablets: Updates für das OS kommen rasch und häufig.

Nachteil: Wir beschränken uns mal wieder auf die WLAN-Heimzone. Seit ich ein iPad 2 besitze, schätze ich 3G bei einem Tablet mehr, als ich es vorher vermisst habe. Solange es kein World Wide WLAN gibt, ist ein SIM-Karten-Einschub beinahe schon Pflicht für ein Tablet. Ehrlich. Couch hin oder her. Wer damit auch arbeiten will, muss ins Netz.

Ganz frisch, ganz heiß, ganz fettig: Microsoft Surface

Et voilà, da zaubern Ballmer und Co. mal so me nothing you nothing etwas völlig Revolutionäres aus dem Hut.

Und ihr seid alle baff, richtig?

Schmarrn! Was haben die Mädels aus Redmond denn da auf die Beine gestellt? Sie nennen es Surface und klauen sich den Namen selbst, denn Microsoft Surface ist eigentlich ein Wohnzimmercouchtouchscreentisch (gewesen). Nun ist Surface ein 10,6″ (Komma 6!) großer Tablet-PC wahlweise mit ARM-Prozessor mit moderatem Gewicht oder mit Intel iCore Efeubrückchen Zeh Peh U, bei dem man seine tägliche Portion Spinat essen sollte, wenn man das Ding mit sich herumschleppen will.

Und was genau ist jetzt so Besonderes daran, dass die PC Welt gleich aus dem Häuschen springt, als hätte der Redakteur etwas völlig anderes als eine Reval ohne Filter geraucht?

Nüscht. Ehrlich nüscht. Das Ding ist weder Fisch (Tablet) noch Fleisch (Notebook). Es ist ein Hybrid, der im Prinzip nur das nachahmt, was andere bereits vorgemacht haben.

Revolutionär war ASUS Transformer Tablet. Revolutionär IST ASUS Taichi Tablet/Notebook-Hybrid mit zwei Displays und Dualboot-System.

Und was macht Redmond? Die bringen mir ihrem meschiggenen Windows 8 (gute Nacht!) und der kachelförmigen Metro-Optik (ja, ganz toll, gähn) einen Tablet-PC mit einem total unförmigen Format (10,6″) raus, weil man damit ja Widescreen-Filme ohne störende Balken sehen könnte. Widescreen. Auf einem 10-Zoll-Display. Gibts in Redmond eigentlich keine 50″-Full-HD-Fernseher auf denen man sich Filme angucken kann? Muss man balkenfrei auf einem Minibildschirm gucken? Das ist die Anforderung, die Herr Ballmer stellt? Oh, bitte!

Das extreme Widescreenformat des (oder heißt es die?) Surface führt einen Halten des Tablets im Porträtmodus ad absurdum. Also wird man es nur im Landschaftsmodus handeln können. Und was genau macht aus diesem Tablet jetzt ein Notebook?

Oh, da hat man sich was ganz Besonderes einfallen lassen und jetzt kommt die einzig echte Innovation: Man hat ein magnetisch haftendes Cover entwickelt, das das Display schützt und in dem gleichzeitig eine Tastatur eingearbeitet ist. Chic.

Aber das war es auch schon. Die Blogger, die zu der Pressekonferenz nach L.A. geflogen sind, sollten Schadenersatz für die vertane Zeit von Microsoft fordern.

Just my two cents.

Und jetzt auch Google: Bücher im PlayStore

Was bekommt man im Apple App Store?

Apps, Spiele, Musik, Filme, Zeitschriften und Bücher – iBooks!

 

Was bekommt man im Amazon App Store (zumindest in den USA)?

Apps, Spiele, Musik, Filme, Zeitschriften und Bücher – Kindle Ebooks!

 

Was bekommt man im Google PlayStore?

Bisher eigentlich nur Apps und Spiele, aber das hat sich soeben gravierend geändert, denn Google sagt den beiden anderen Content-Giganten den Kampf an. Erster Schachzug: im PlayStore findet ihr jetzt eine Leseanwendung von Google (Google Books) und könnt direkt im Store auch Bücher kaufen. Nein, da sind nicht etwa ausgelutschte Exemplare von Anno Tuck zu finden, sondern eine große Palette aktueller Bestseller und Neuerscheinungen.

Die App selbst ist übersichtlich gestaltet und bietet dem Leser auch was für die Augen.

Während Apples iBooks auf einen Blättereffekt setzt, der auch wirklich hübsch aussieht und einem das Gefühl vermittelt, wirklich eine Seite umzublättern (ohne Papierraschegeräusch allerdings), hat Amazon seine Kindle-App für mobile Geräte eher schlicht gehalten. Zwar glänzt sie durch diverse Einstellungsmöglichkeiten und einer für Tablets optimierten Variante, das Blättern von Seiten ist jedoch ein simples seitwärtiges Wischen ohne nennenswerten Effekt.

Google Books setzt hier wie Apple auf die Optik und bringt einen Blättereffekt, der sich allerdings durch den in iBooks unterscheidet. Er simuliert das Blättern durch Wischen über eine Buchseite (die sich dann zwangsläufig nach außen wellt).

Die Anwendung ist kostenlos. Wegen des Buchpreisbindungsgesetzes in Deutschland sind die Preise bei jedem Shop identisch. Wer keinen Kindle besitzt und seine Bücher eher am Android Smartphone oder Tablet liest, findet hier zu Amazon eine Alternative.

Nächster Schritt von Google? Google Music.

 

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Back to business: Eileen Hannigan meets Vigilante

So, Freunde der Nacht. Wenn ihr wüsstet, was ich weiß, wollt ihr lieber gar nicht wissen, was ihr dann wüsstet.

Während mein geschätzter Verleger letzte Hand an »Kalte Spuren« legt, damit er euch den Schinken bis Ende Juni mit Schmackes um die Lauscher hauen kann, während der Lektor seine letzten freien Tage genießt, ehe er sich mit »Code Misty Hazard« herumschlagen darf und schier an seinem Verstand zweifeln wird, da nutze ich die Gunst der Stunde und schreibe einfach an »Die Generäle« weiter.

Das ist der dritte Roman um Eileen Hannigan und Gwendolyn Stylez und gleichzeitig das Debüt von Mark Jedediah Vigilante, ja ihr wisst schon, der aus »Das Vigilante Prinzip«, das ihr jetzt wieder käuflich im Amazon-Kindle-Shop erwerben könnt.

Genau wie meinem Lektor und dem Setzer blieb mir beim Schreiben von »Kalte Spuren« stellenweise die Spucke weg. Bei »Code Misty Hazard« stand der Gedanke „Mein Gott, was habe ich nur getan?“ im Vordergrund. Was bei »Die Generäle« auf mich zukommt, weiß ich noch nicht, denn wie gewohnt entwickelt sich die Story während des Schreibens. Ich fürchte, ich werde ab der Hälfte des Manuskripts an eine Herzlungenmaschine angeschlossen und vom Krankenbett aus die letzten Seiten aufs Display oder dann vielleicht sogar aufs Papier bringen.

Zum Einstieg der Beginn vom Prolog. Völlig unkorrigiert. Nur für euch. Jetzt:

Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika war tot. Sein weißes Hemd war an zwei Stellen zerfetzt und dunkelrot verfärbt. Eine Kugel war direkt in die Herzgegend in seinen Körper eingedrungen. Ein weiteres Loch gähnte in seiner Stirn, fast genau in der Mitte zwischen den Brauen. Die Augen starrten mit einer unheimlichen Leere zur Decke hoch. Sein Mund stand offen. Der Entsetzensschrei im Augenblick des Todes war nie über seine Lippen gekommen. Dafür hatte der Kopfschuss gesorgt und ihm jede Chance genommen, seiner Wut, dem Schmerz und der Überraschung verbal Ausdruck zu verleihen.
Mark Jedediah Vigilante starrte auf den Toten und wünschte sich, er könnte seine Augen vor dem Anblick verschließen. Das starre Gesicht seines Schützlings sollte nicht das Bild sein, das er von ihm in Erinnerung behielt. Vigilante wollte an den stets gut gelaunten Mann denken, der jeden Morgen seinen Hund zu einer kurzen Runde um das Weiße Haus führte, noch bevor er einen Blick in die Washington Post warf, seine E-Mails checkte und die ersten Gespräche mit seinem Beraterstab führte. Er wollte sich an den freundlichen Herrn erinnern, dem trotz seiner Macht immer ein lockerer Spruch auf den Lippen lag, mit dem man über die Baseballergebnisse und Familie reden konnte, der einem ein offenes Ohr schenkte, auch wenn man nur ein kleines Rädchen im Getriebe der Regierungsmaschinerie war. Präsident Brian Matthew Wallace hatte all diese Eigenschaften. Er kümmerte sich um die kleinen Leute in seinem Umfeld. Er gab ihnen das Gefühl, wichtig zu sein. Insbesondere diejenigen, denen er täglich sein Leben anvertraute.
Und ausgerechnet die hatten ihn enttäuscht.

Vigilante strich mit einer Hand über die Lider des toten Präsidenten, doch es gelang ihm nicht auf Anhieb, sie zu schließen. Er versuchte es mit Nachdruck und zuckte zurück, als er dabei die Augen Wallaces berührte. Es war nicht so einfach, wie man den Zuschauern von Film und Fernsehen glauben machen wollte. Schließlich schaffte er es und atmete erleichtert auf, den starren Blick nicht mehr ertragen zu müssen.

Langsam hob Vigilante den Kopf. Die Lagerhalle war von Leichen gesäumt. Nicht weit von ihm und dem Präsidenten entfernt lagen seine Kollegen und Kolleginnen vom Secret Service.

Vier Agenten. Alle von Kugeln durchsiebt.

Ein Massaker. Es hatte nur wenige Sekunden angedauert, doch fatale Auswirkungen gehabt.

Zwischen den Leichen lagen quer in der Halle verteilt weitere reglose Körper von Männern in dunklen Feldanzügen. Sie waren ausnahmslos mit automatischen Waffen ausgestattet gewesen und hatten dem Secret Service kaum eine Verteidigungsmöglichkeit gelassen. Dennoch war es den Agenten gelungen, alle Angreifer auszuschalten – um den Preis des eigenen Überlebens.
Vigilante hatte den letzten von ihnen erwischt. Im selben Moment, in dem sich der Präsident die Kugel zwischen den Augen einfing entleerte der Agent sein Magazin im Körper eines grobschlächtigen Riesen, der schon mehrere Treffer der anderen Bundesagenten eingesteckt hatte und trotzdem noch auf den Füßen stand.

Vorsichtig schob Vigilante den Körper des toten Präsidenten beiseite, rückte ihn so auf dem Boden zurecht, dass er seiner Meinung nach einen friedlichen Eindruck machte, doch die Löcher in Brust und Schädel konnten die Gewalt seines Todes nicht verbergen. Der Agent wusste, dass er forensische Untersuchungen erschwerte, wenn er etwas am Tatort veränderte, doch er glaubte nicht, dass die Kriminologen der tschechischen Behörden so schnell hier aufkreuzten. Viel wahrscheinlicher war, dass weitere Angreifer die Bühne betraten.

Vigilante blickte an sich hinab und tastete seinen Körper ab. Ein paar Schrammen vom Sturz, ein abgerissener Knopf des Hemdes, dort wo der Präsident sich an ihm festgekrallt hatte, als ihn die ersten Projektile trafen. Eine unordentliche Krawatte und ein geschwärzter Button am Sakko-Kragen, der das Sternenbanner der Vereinigten Staaten zeigte. Er war unverletzt. Wie durch ein Wunder.

Mit einem letzten Blick zum toten Präsidenten richtete sich Vigilante auf, ließ das leere Magazin der SIG Sauer P229 aus dem Griffschacht gleiten und schob ein frisches hinein. Der Verschlussschlitten schnellte nach vorn. Die Waffe war feuerbereit. Vigilante behielt die Pistole in der Hand und atmete tief durch. Sein Blick schweifte über die Toten. Er biss die Zähne zusammen und versuchte nicht daran zu denken, mit wie vielen von ihnen er bereits seit Jahren Dienst im Personenschutz schob, mit welchen er sich bereits auf ein Bier nach Feierabend getroffen hatte und wen er zu seinen Freunden zählte.

Doug. Doug Berenson befand sich am nächsten. Neben ihm lag die kurze MP5, die einzige automatische Waffe, die der Secret Service zu diesem Treffen mitgebracht hatte. Das restliche Arsenal lag in den Stau- und Kofferräumen der Fahrzeuge, mit denen sie hier herausgefahren waren.

Das Treffen war eine Falle gewesen. Ein diplomatischer Höflichkeitsbesuch in Prag. Eine Einladung, die Fabrik für Mikrochips eines amerikanischen Hardware-Herstellers zu besuchen. Die Planer des Secret Service hatten arge Probleme gehabt, den Termin noch zwischen all die anderen zu drücken, zumal die Einladung seitens der Tschechen spontan kam und kaum Zeit blieb, eine ordentliche Sicherung des Geländes vorzunehmen. Letztendlich hatte der Präsident selbst entschieden, hier herauszufahren. Ohne Vorauskommando des Secret Service, das das Areal untersuchte und sicherte.

Der Albtraum eines jeden Personenschutzplaners. Die Unvorhersehbarkeit des Eigenwillens ihres Schutzbefohlenen. Meist ging so etwas schief. Diesmal so gründlich, dass der Präsident mit seinem Leben bezahlen musste.
Vigilante hob einen Arm und führte das Revers-Mikrofon an seine Lippen. Er drückte den Sendeknopf und wollte sprechen, doch er bemerkte bereits an dem fehlenden Knacken, dass die Verbindung tot war. Fluchend bückte er sich zu Doug Berenson, entfernte den Ohrstöpsel des Toten und drückte ihn ins eigene Ohr. Dann berührte er die Sendetaste an Dougs Sakkorevers. Ohne Ergebnis. Der Funkverkehr zum Hauptquartier war komplett unterbrochen worden. Vigilante zog sich den Ohrstöpsel aus dem Gehörgang, nahm die MP5 an sich und holte aus seiner Sakkotasche sein Mobiltelefon hervor. Kein Netz.

Er versuchte es auch mit Berensons Telefon. Mit dem gleichen Resultat. Irgendjemand hatte ein Störfeld errichtet. Bei ihrer Ankunft waren sowohl Funkverbindung, als auch GSM-Netz noch intakt gewesen.
Seufzend schob Vigilante das Handy seines toten Kollegen wieder zurück in dessen Tasche und ging dann langsam in Richtung Ausgang. Er sah sich aufmerksam um und erwartete irgendwo in der Halle noch einen Heckenschützen auszumachen, der in aller Ruhe abwartete, was er als nächstes unternahm. Doch da war niemand. Nur Tote.

Und nochmal der Schreibtisch: DUST fertig

Das ging dann doch etwas schneller als gedacht, aber genauso wie geplant, denn diese Woche wollte ich die Hauptarbeiten an DUST 4: »Scardeens Erben« abschließen.

Justament habe ich das Wörtchen ENDE unter das Manuskript gesetzt und die Datei meiner Schwester für eine erste Vorabkorrektur gemailt.

 

Ein Ausschnitt:

Die Turbinen mehrerer Zerstörer liefen auf Hochtouren. Ein Orkan tobte über die Stahlböden der Landeplattformen hinweg, als sich die pfeilförmigen 580-Meter Kolosse in den Wolkenhimmel erhoben.

Weit mehr als zwei Millionen Menschen hatten sich auf Shadestar, dem militärischen Raumhafen in Cloud City eingefunden und warteten darauf, ausgeschifft zu werden. Der Transfer in die Raumer verlief mäßig. Viele der Wartenden nahmen die Lage nicht ernst und trödelten. Die meisten hatten neben ihrer Familie auch nahezu ihre gesamte Habe dabei. Zumindest gab es keinerlei Panik und die Evakuierung verlief in geordneten Bahnen. Die Soldaten Shadow Commands und die Natasha-Aspekte des Wachbataillons brauchten nirgendwo einzuschreiten, sondern nur Anweisungen zu geben, wer sich zu welchem der wartenden Schiffe zu begeben hatte.

Knapp einhundert Zerstörer waren bereits gestartet.

Siebzig Tausend, dachte Bürgermeister Mel Quire, während er mit auf dem Rücken verschränkten Händen hinter dem Panoramafenster seines Büros die Evakuierung verfolgte. Eine Projektion auf der Innenseite der Scheibe unterrichtete ihn über das Voranschreiten der Aktion. Die Zahlen in holografischer Anzeige ratterten an seinen Augen vorbei. Viel zu langsam. Siebzigtausend von fünf Millionen!

Quire seufzte. Erst zwei Millionen Bürger waren in Shadestar eingetroffen. Er hoffte, dass ihnen genügend Zeit blieb, alle in Sicherheit zu bringen.

Tintenhain

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