Jelly Bean: Endlich das Android Nonplusultra?

Ich bin ja bekennender Android-Fan, was den Bereich Smartphones angeht. Das liegt im Gegensatz zum iOS daran, dass es in erster Linie viel persönlicher zu gestalten ist, toller aussieht und der der wichtigste Punkt: gefühlte 1000 Mal mehr Möglichkeiten hat, etwas mit einer Datei anzustellen (zu teilen, versenden, implementieren, was auch immer), als unter iOS.

Ich kam mit Froyo auf dem HTC sehr gut zurecht, freute mich über Gingerbread auf dem S2 und dem Galaxy Note, na und jetzt ist ICS auf dem Galaxy S3 drauf und wartet auf das Jelly Bean Update im Oktober.

Kleine Wehwehchen hab ich irgendwie immer in Kauf genommen, ich weiß gar nicht wieso. Da wurde schon hier und dort mal ein Neustart des Telefons notwendig. Da ging der Akku rapide und unerklärlicherweise in den Keller. Auch jetzt noch sind seltsame Dinge zu bemerken. Das tolle S3 aktiviert hin und wieder seinen Bildschirm und weckt sich selbst völlig grundlos. Oder das Display schaltet einfach nicht mehr automatisch ab und frisst Akkusaft ohne Ende. Die Anwendungsübersicht wird angehalten, Anwendungen reagieren nicht.

Ähnliche Probleme hatte ich sowohl unter Honeycomb (das allgemein als unausgereift gilt) aber auch unter ICS (das als wahre Erleuchtung angepriesen wurde). Schlussendlich habe ich mein QuadCore Tablet Transformer Prime verkauft, eildieweil es regelmäßig abstürzte und hakte oder sich selbst neu bootete. Trotz Stock-ROM, trotz Unroot, trotz ICS.

Wie lautet die neue Verheißung, der neue Messias im Androidenland? Jelly Bean. Mit Project Butter für butterweiche Animationen. Und, ist das wirklich der Hammer.

In _jedem_ Techvideo, bei dem ein neues Tablet präsentiert wird, redet der Techgeek von „läuft sehr flüssig, macht einen schnellen Eindruck“. Ganz gleich ob das Honeycomb, Ice Cream Sandwich oder jetzt Jelly Bean war/ist. Der Haken ist dabei natürlich, dass die Vorführgeräte ein starres Hintergrundbild, wenig installierte Apps und keine oder nur wenige Widgets auf den Homescreens haben. Ab Werk läuft da nahezu alles sehr flüssig.

Aber sobald man ein Tablet erstmal befüllt hat, wie sieht es denn dann aus? Viele Androiden mögen das jetzt nicht zugeben und ich kann sicherlich nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, aber letztendlich sehe ich da nix von butterweich.

Das neue Nexus 7 ist seit einigen Wochen als neuer technischer Lebensabschnittsgefährte in meinen Haushalt eingezogen. Ich hab mal locker den original JB-Launcher drauf gelassen, das Stock-ROM und das Gerät auch nicht gerootet. In hübscher Regelmäßigkeit hängen sich Anwendungen auf. „Google Play wurde unerwartet beendet. Bericht senden“ heißt es da. Beim schnellen hin- und her wischen über die mit Widgets beflasterten Homescreens ist der eine oder andere Ruckler und manchmal auch ein Haken zu spüren und zu sehen.

Und bereits dreimal durfte ich den Power-Button für 20 Sekunden lang halten. Das hat nichts mit einer Liebkosung zu tun, sondern bedeutet schlicht, das Gerät auf brutale Art und Weise neu zu booten, da es komplett abgeschmiert ist.

Zum Vergleich: Den einzigen Ruckler, den ich bisher bei iOS auf meinem iPad 2 gespürt habe, ist das Wechseln vom ersten Homescreen in die Suchmaske links daneben. Das war schon auf dem iPod Touch so. Komplett abgeschmiert ist das Gerät noch nie. Einzelne Apps haben vielleicht hier und dort mal den Dienst verweigert, aber das war es auch schon. Ja, selbstverständlich sind außer den App-Icons und dem Hintergrundbild keine weiteren Schmankerl auf den Homescreens, wie etwa selbst aktualisierende Widgets oder sich bewegende Livewallpaper, aber wenn ich schon einen Quadcore Prozessor einsetze und das geilste Androidbetriebssystem, das es je gegeben hat, auf dem Gerät laufen habe, dann will ich doch auch butterweich haben, wenn butterweich angepriesen wird.

Das Einzige, was bei mir butterweich läuft, ist das Wischen über die iPad Homescreens oder das Zurückkehren von einer App auf den Homescreen mittels Fünf-Finger-Greif-Geste.

So, Google, jetzt überrascht mich doch irgendwann mal mit der Android-Version schlechthin, bevor euch die Buchstaben des Alphabets ausgehen.

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