Kein Key Lime Pie – Google bricht mit den Konventionen?

Zwar wurde das Google Event heute wegen des Hurricanes Sandy abgesagt, doch was Google der Welt vorstellen wollte ist ohnedies schon bekannt. Neues Nexus Gerät von LG, das Nexus 7 mit 32 GB Flashspeicher und das Nexus 10, eine 10″ Tablet Variante.

Anlass für die Veröffentlichung neuer Nexus-Geräte ist bei Google die Vorstellung einer OS-Erweiterung. Allerdings bricht hier Google mit den Konventionen. In der Regel erhielten nicht nur neue Versionsnummern vor dem Komma einen eigenen Namen, sondern auch Versionen, in denen sich die erste Nachkommastelle änderte.

Android 2.1 Eclair

Android 2.2 Froyo

Android 2.3 Gingerbread (in diversen Versionen mit dritter Kommastelle weitergeführt)

Android 3.x Honeycomb – hier gab es tatsächlich schon einmal einen Bruch, denn auch die Versionen 3.1 und 3.2 liefen weiterhin unter dem Namen Honeycomb. Dies erklärte sich allerdings daraus, dass Honeycomb ausschließlich ein Tablet-OS darstellte und Google ohnehin daraufhin arbeitete mit der nächsten OS-Version die Linien Smartphone und Tablet zusammenzuführen. Und das geschah dann in

Android 4.0  Ice Cream Sandwich (mit diversen Versionen der dritten Kommastelle bis 4.0.4)

Android 4.1 Jelly Bean (mit Versionen in der dritten Nachkommastelle, aktuell 4.1.2)

Somit wird auch das neu vorgestellte Android 4.2 Jelly Bean heißen. Die Änderungen im OS sollen marginal sein. Wichtigste Neuerung ist hier der Multi-User-Account, der es erlaubt, mehrere Nutzer für ein Gerät zuzulassen (in Familien sicherlich ideal). Die anderen Updates stellen Verbesserungen bisheriger Eigenschaften des Android OS dar, wie zum Beispiel die Photosphere, die ein Ausdehnen von Panoramabildern um 360 Grad ermöglicht.

An der Stelle fragt man sich natürlich, muss da überhaupt eine Vorstellung sein, oder hätte man das nicht einfach mit einem Update einwerfen können? Müssen neue Geräte vorgestellt werden, die dann schon die neue OS-Version an Bord haben, nur weil das Jahr mal wieder herum ist?

Sicherlich will man wettbewerbsfähig sein, aber angesichts der Tatsache, dass das Gros der Android Smartphones noch mit Gingerbread läuft und bisher nur drei Telefone und zwei Tablets (Galaxy Nexus, Note 2, S 3 sowie Nexus 7 und Note 10.1) überhaupt Jelly Bean intus haben, hätte man sich ruhig noch bis zur nächsten Vorstellung einer „neuen“ OS-Version Zeit lassen können, um etwas Bahnbrechendes zu präsentieren.

Viel interessanter ist die Vorstellung des Google Nexus 10. Einem 10,05″ Tablet, das zwar nur mit einem Dual-Core Prozessor aufwartet, der allerdings genug Rechenpower unter der Haube aufwartet, dass er mit dem Quad-Core Tegra 3 mühelos mithalten kann. 2 GB RAM unterstützen das Rechenhirn.

Das Besondere am Nexus 10 sind jedoch drei wesentliche Faktoren:

1. Der Hersteller ist Samsung (Samsung ist normalerweise für die eher gehobenere Preiskategorie bekannt, verspricht gute Verarbeitung und derzeit die besten Displays aus eigener Produktion)

2. Die Auflösung besticht mit 2560 x 1600 Pixeln (entspricht bei 10″ einer Dichte von 300 pixels per inch – zum Vergleich: Apples iPad 3 und 4 liegen mit 2048 x 1536 bei 9,7″ nur bei 264 ppi)

3. Der Preis ist für ein Samsung-Gerät mit dieser Auflösung schon extrem günstig angesiedelt. Die Basis-Version mit 16 GB RAM gibt es bereits für 399 Euro. Warum allerdings 32 GB gleich 100 Euro mehr kosten sollen, weiß wie immer nur der Geier.

Erwähnenswert wäre noch der Akku, der mit 9.000 mAh weit über der Kapazität anderer Tablet-Akkus liegt.

Eine 3G Variante ist bisher nicht in Sicht, aber Google ist hier immer für Überraschungen gut und könnte diese in wenigen Monaten hinterher schieben.

Sowohl das Google Nexus 10 auch das von LG produzierte neue Smartphone Nexus 4 sind bereits jetzt im deutschen Play Store gelistet und können über diesen bestellt werden.

Erwähnenswert  beim Nexus 4 wäre der unglaublich günstige Preis. Wer sein Augenmerk auf Geräte mit großem Display wie beispielsweise das Galaxy S 3 gerichtet hat, könnte im Nexus 4 eine wesentlich günstigere Variante finden, wenn … ja, wenn er nicht unbedingt sein Smartphone mit Fotos und Videos vollknallt. Denn wie üblich bieten die Nexus-Geräte keine Speichererweiterung, man muss also mit dem Systemspeicher auskommen und haushalten.

Mit 4,7″ spielt das Nexus 4 in der Liga der großen Displays. Die 8 GB Variante (von denen ca. 5,9 GB nutzbar sind) schlägt mit lockeren 299 Euro zu Buche. Günstiger ist ein Smartphone bei der Displaygröße nicht zu bekommen. Die 16 GB Variante (ca. 11,9 GB nutzbarer Speicher) ist für 50 Euro mehr zu haben.

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