Reaper-Drohnen für Deutschland! Hallo? Geht es noch?

Zur Einleitung ein Dialog aus Das A-Team – Der Film:

Howling Mad Murdock: „Ladies und Gentlemen wir erwarten leichte Turbulenzen. Aber keine Sorge, durch Turbulenzen ist bisher noch kein Flugzeug abgestürzt. Oh-oh, wir haben zwei Reaper-Drohnen auf dem Schirm und dadurch stürzen Flugzeuge andauernd ab.“

Gut, die Sache ist etwas überspitzt. Ferngesteuerte Drohnen verfügen in der Regel nicht über Bordkanonen mit denen sie auf Flugzeuge schießen. Dafür aber über Luft-Bodenbewaffnung, wie beispielsweise Hellfire-Raketen.

Unsere Regierung beabsichtigt Reaper-Drohnen von den Amerikanern zu kaufen.

Halllooohoooo? Geht es doch? Bei wem ist da gerade eine Sicherung durchgebrannt? Bitte WAS wollt ihr mit den Drohnen? Und wer bitteschön hat genehmigt dafür MEIN Geld auszugeben? Wisst ihr eigentlich da in Berlin was so eine Drohne kostet?

10 Millionen Dollar. ZEHN MILLIONEN U.S. DOLLAR!

Und dabei geht es nur um den reinen Kaufpreis. Laufende Kosten, Personalschulungen, Einrichtung einer Kommandozentrale von wo aus die Drohnen gesteuert werden. Das kommt alles noch dazu.

Und wofür? Liebe Bundesregierung wofür brauchen wir Drohnen? Wir haben die Wehrpflicht abgeschafft, angeblich nur eine Verteidigungsarmee und wir haben unser Personal in NATO-AWACS sitzen. Also noch einmal, wofür brauchen wir die Drohnen und wer zur Hölle genehmigt das auch noch?

Gerade die Reaper-Drohnen dienen nicht allein der Luftaufklärung, sondern können genauso gut als Offensivwaffen zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt werden. Da wir im deutschen Luftraum und auf deutschem Grund keine „feindlichen Bodenziele“ besitzen ist die Anschaffung dieser Drohnen eine reine Volksverspottung. Das Geld kann man sinnvoller anlegen und damit meine ich nicht, es in den Rachen bankrotter Nachbarländer zu stopfen, sondern lieber erst einmal vor der eigenen Türe zur kehren.

 

Reaper-Drohnen werden übrigens auch in meinem zweiten Eileen-Hannigan-Roman GEHEIMCODE MISTY HAZARD mitspielen:

 

„Gwen!“, rief Eileen ins Mikrofon. Sie rutschte mehr, als dass sie den Hügel hinunterlief. „Hast du je Gunship auf einer Videokonsole gezockt?“

„Bitte was?“

„Nichts für ungut.“ Eileen erreichte den Boden und die befestigte Straße. Sie sah zu beiden Seiten. Rechts war frei. Von links näherte sich ein alter Lastwagen, dem sie allerdings keine Beachtung schenkte. „Heute wäre ein guter Tag, um meinen Rekord zu brechen, Süße. Die Reaper-Drohne ist doch bewaffnet, oder?“

„Ja. Mit vier Hellfire-Raketen. Warum?“

Eileen rannte über die Straße. Dahinter lagen noch etwa zweihundert Meter Fels- und Sandwüste, ehe das Terrain in den Palmenhain überging.

„Sei mein Racheengel, Gwen. Knack die Panzer.“

„Eileen, du …“ Ein tiefes Einatmen war zu hören. „Okay, ich versuch’s. Ich will aber auch zwölf Wochen Urlaub.“

„Du kriegst alles, was du willst, wenn du diese Panzer erledigst.“

Die drei rannten über das Felsgelände weiter Richtung Süden. Das Areal war hügelig, bot aber dennoch kaum Deckung. Weiter vorn kamen die Palmen in Sicht, denen die Stadt Palmyra ihren Namen verdankte. Die Ruinen hörten knapp davor auf. Eileen konnte einige künstliche Wege erkennen. Sie hoffte, dass sie Professor Hardy dort fanden, sonst erfuhr der Ausdruck Spaziergang im Park eine neue Dimension des Grauens.

 

 

10:51 Uhr

 

Gwendolyn Stylez ballte beide Hände zu Fäusten und ließ ihre Blicke über drei Bildschirme gleichzeitig schweifen. Sie drehte den Kopf nach rechts wo zwei Stühle weiter der Kommunikationsoffizier der Blue Ridge saß und sie verdutzt anstarrte.

„Was ist Gunship?“, fragte Gwen.

Der junge Mann zuckte die Achseln.

Gwen stieß die Luft aus und schüttelte den Kopf. Dann faltete sie die Hände ineinander und bog die Finger durch, bis es einmal laut knackte. Anschließend ließ sie die Finger über die beiden Tastaturen fliegen, die sich vor ihr auf dem Pult befanden.

Gunship. Du hast eine Macke, Eileen. Und genau deswegen mag ich dich.

„Creech Air Force Base, hier ist die U.S.S. Blue Ridge, Chief Warrant Officer Gwendolyn Stylez im Auftrag von Admiral Ewan Henderson. Ich übermittle Ihnen einen Dringlichkeitsbefehl für die Übernahme von einer Reaper-Drohne mit der Kennung QX-9-Alpha-7, Operationsgebiet östlicher Mittelmeerraum.“

Aus ihrem Kopfhörer drang ein Schrei. „Sie wollen was tun?“

„Hören Sie, Mister …“

„Hier ist Lieutenant-Colonel O’Hara, Chief. Sie werden auf keinen Fall, ich wiederhole, auf keinen Fall eine meiner Reaper…“ Der Wortschwall wurde unterbrochen. Offenbar hatte jemand den übertragenen Befehl von Henderson erhalten.

Gwen blickte auf die Bildschirme. Die Drohne befand sich bereits wieder auf dem Rückzug. Sie musste rasch die Kontrolle bekommen, wenn sie Eileen und die anderen dort herauspauken wollte.

„Chief Stylez?“ O’Hara. Seine Stimme klang gepresst, als würde er jedes Wort mühsam hervorstoßen. Das kostete ihn offenbar Überwindung. „Wir übertragen einen sequentiellen Code für die Übernahme von Reaper-Drohne QX-9-Alpha-7. Sie haben zehn Minuten Kontrolle, danach wird automatisch wieder nach Creech zurückgegeben.“

Gwen schmunzelte. „Verstanden, Sir.“ Es empfiehlt sich immer, einen Admiral im Haus zu haben.

Gwens Finger jagten über die Tastatur.

„Ma’am?“ Das war der Kommunikationsoffizier. „Wie wollen Sie das Ding eigentlich steuern, ich meine …“

Gwen nahm weder die Blicke von den Bildschirmen noch die Finger von der Tastatur, während sie antwortete. „Ich verbinde das Leitsystem der Drohne mit dem der ferngelenkten Bordwaffen.“ Aus der Konsole neben dem Pult fuhr eine Art Joystick heraus.

„Aber das System ist nicht so präzise, wie …“

„Vertrauen Sie mir.“ Gwen umfasste den Joystick. Auf einem der drei Bildschirme wechselte das Bild in die Ich-Perspektive auf die Drohnenkamera.

Gwen hatte die Kontrolle.

Für zehn Minuten.

„Scheiß was auf Gunship.“

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