Mein persönliches Aus für Samsung

Das war es mit Samsung.

Tschüss. Aus. Und vorbei.

Zumindest für mich. Ich warte jetzt nur noch darauf, den Absprung zeitlich richtig abzupassen.

Nachdem ich mich bereits im Smartphone-Bereich nach dem S2 und S3 von Samsung verabschiedet und auf LG und HTC umgestiegen bin, wird nun auch der Tablet-Bereich entschlackt.

Das S2 und S3 waren Absturzdrohnen. Immer dann, wenn man es gerade nicht brauchte, waren die Geräte einfach aus. Hatten sich aufgehangen und fielen in ein Koma. Hinzu kam der Samsung-Kalenderbug, der bis heute nicht behoben wurde: Terminerinnerungen lassen den Bildschirm anspringen und prangen auf dem Display. In der Regel sollte das Display dann nach ein paar Sekunden wieder verdunkeln – leider tut es das in 2 von 10 Fällen nicht. Es bleibt an und frisst den Akku leer.

Beheben konnte ich das Problem nur nach einem Factory Reset. Ganz toll, wenn man das Gerät danach wieder komplett einrichten muss. Sicherlich sind die Apps in der Cloud und das Google Back-up sorgt dafür, dass sie wieder auf dem Gerät landen, doch in der Regel nur die bezahlten Einkäufe des Play Stores und nicht die kostenlosen und die Anordnung von App-Icons, Widgets, die Einrichtung aller Einstellungen, das ist schon eine abendfüllende Sache und lästig.

Zugegeben, ich hatte in Richtung des Samsung Galaxy Note 3 und der Galaxy Gear Watch geschielt. Aber gefakte Benchmarkergebnisse, regionale Sim-Locks und überzogene Preise haben mich dann gestern Abend das Note 3 aus meiner Amazon-Wunschliste kicken lassen.

Nach dem Update-Desaster beim Galaxy Note 10.1, das ich bisher immer noch nicht wieder komplett eingerichtet habe, fing eben das Galaxy Note 8.0 an zu fiepen. Der Akku wäre fast leer. Wie das denn? Der stand gestern Morgen bei 65%, ich hatte das Gerät nur in einer Besprechung im Einsatz, um mitzuschreiben, danach verschwand es wieder in meiner Tasche.

Siehe da, heute Morgen, während ich schlief, poppte wohl eine Erinnerung aus dem Kalender auf … und das Display schaltete sich anschließend nicht ab. Sechs Stunden später meldete das Gerät, ich hab nur noch 15%. Die Akkuleistung nach sechs Stunden mit eingeschaltetem Display von knapp 56% gestern Abend auf 15% heute Mittag ist wirklich beachtlich, aber dennoch kann ich so nicht arbeiten.

Den wirklich einzigen Vorteil, den die Note-Reihe von Samsung bietet, ist die Stifteingabe. Eben jenes Feature, das man mit der Einführung des iPhone 2007 aus dem Bereich „berührungsempfindliche Displays“ verbannen wollte. Dass aber auch Apple so ganz ohne Stift nicht auskommt, zeigen die vielen Apps und kapazitiven Stifte auf dem Markt. Mit einem Stift in der Hand schreibt es sich einfach besser als mit dem Finger. Gleiches gilt für Zeichnungen, Skizzen und Malereien. Die dickte gummierte Spitze eines kapazitiven Stiftes lässt allerdings Schrift recht schnell zur unlesbaren Sauklaue mutieren und Zeichnungen ungenau werden.

All das und die hervorragende Handschriftenerkennung und Digitalisierung in lesbare, gedruckte Schrift, lässt die Galaxy Note Reihe für sich punkten und mit einem Alleinstellungsmerkmal auftreten. Obwohl sich auch das mittlerweile geändert hat. Das Toshiba Excite Write Tablet arbeitet ebenso mit Stifteingaben und gerade im Bereich Windows-Plattformen erscheinen demnächst einige Geräte, die ebenfalls mit einem Stylus zu bedienen sind.

Das Zusammenspiel der Notizen mit meinen Cloud-Lösungen muss natürlich funktionieren – das tut es bei Samsung trotz hervorragender Software allerdings nur umständlich. Notizen mit S-Note lassen sich zwar mit dem Samsung-Konto synchronisieren und befinden sich damit auf beiden Tablets, aber um Notizen in Evernote zu archivieren, muss ich sie erst umständlich in PDFs umwandeln und dann an Evernote mailen oder als neue Notiz generieren. Zwar ist es auch möglich mit einem Evernote-Konto zu syncen, doch hier gilt das Entweder-oder-Prinzip. Wenn die Option ausgewählt ist, werden Notizen nicht mehr mit dem Samsung-Konto synchronisiert. Evernote legt einen neuen Ordner mit Samsung-Notes an und legt dort die SNB-Dateien Samsungs ab.

Der Witz ist: Diese SNBs lassen sich dann nur auf dem Gerät, auf dem S-Note installiert ist, abrufen. Will man eine Notiz von einem PC oder Mac öffnen, funktioniert das wiederum nicht.

Gerade Evernote hat sich ja ein hervorragendes Projekt einverleibt, mit dem handschriftliche Notizen und Zeichnungen zum Kinderspiel werden: Penultimate. Leider funktioniert hier keine Handschriftenerkennung, aber die Synchronisierung zwischen Penultimate und Evernote klappt hervorragend. Und was wichtig ist: Die so archivierten Notizen lassen sich innerhalb Evernotes von jedem Gerät aus ansehen und notfalls weiterleiten oder als Bild oder PDF abspeichern.

Der Haken: Penultimate für Android gibt es (bisher) nicht.

Bleibt also der Oktober abzuwarten und die Hoffnung, dass Apple ein iPad 5 und ein iPad Mini mit aktivem Digitizer vorstellen. Dann heißt es  Auf Wiedersehen, Samsung.

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