LG G Watch: Fazit nach 1 1/2 Wochen

KGM Cover 001

 

Die LG G Watch ist die erste Smartwatch mit Android Wear auf dem Markt, knapp gefolgt von der Samsung Gear Live, die erst ein paar Tage später verfügbar war.

Letzte Woche Dienstag kam sie an. Inzwischen habe ich sie ein paar Tage am Arm und kann für mich ein Fazit ziehen.

Erster Eindruck: Starkes Verbesserungspotenzial

Während sich die Geeks und Nerds noch immer die Kopf über den Sinn und Nutzen einer Smartwatch zerbrechen, ist er für mich ganz klar: Man greift weniger zum Telefon, man überhört keine Anrufe und man ist etwas dezenter mit einer Smartwatch.

Warum?

Statt das Smartphone aus der Tasche zu holen, um kurz zu checken: Wetter? E-Mails? Uhrzeit? Termine? – reicht ein Blick auf die Uhr.

Ihr kennt das: Telefon in der Jackentasche, draußen im Stadtverkehr, in der Menschenmenge, gerne überhört man das Klingeln des Telefons bei entsprechender Geräuschkulisse und auch der Vibrationsalarm ist nicht immer zuverlässig, wenn man eine dicke Jacke trägt oder sich das Telefon bei den Damen in einer Handtasche befindet.

Vibriert die Uhr am Handgelenk, merkt man sofort was Ambach ist und hat dann die Entscheidungsfreiheit, ob man sich die Mühe macht, das Telefon aus der Tasche zu kramen oder den Anrufer gleich mit einem Wischen über das Display der Uhr abwimmelt.

In Meetings, in Restaurants, im geselligen Gespräch … was ist nerviger, wenn jede Nase lang ein Handy schräpt und piept und alle sofort danach greifen um zu prüfen, welche Mail oder What’s App da nun reingekommen ist?

Bei der Smartwatch vibriert nur das Handgelenk, ein Blick darauf und ihr kennt die Geschichte vom Ambach von etwas weiter oben.

Was unterscheidet nun eine Android Wear Uhr von der Pebble? Die Pebble ist Informationsempfänger des Smartphones, der „Rückkanal“ funktioniert hier nur beim Abweisen oder Annehmen eines Anrufs.

Im Gegensatz zur Pebble lässt sich mit einem Android Wear Gerät direkt ins Geschehen eingreifen, indem über die Google Suchfunktion und dem Sprachkommando „Okay Google“ direkt Informationen angefordert und abgerufen werden können.

– Ruf Hans Franz an.

– Sende SMS an Karl Napp

– Sende E-Mail an Tante Gisela

– Wie ist das Wetter in …

– Zeige meine Termine

– Meine Schritte

und und und …

Was nicht direkt von der Smart Watch beantwortet werden kann, gibt sie als Suche im Internet auf und bietet die Option, die Webseite direkt auf dem Smartphone zu öffnen.

Vorteile der Pebble:

– Sie sieht etwas eleganter aus als die G Watch

– Der Akku hält Dank des Monochromdisplays ca. 5 Tage

Und hier kommen wir auch schon zum großen Verbesserungspotenzial der G Watch. Alle Welt spricht momentan von Wearables. Es gibt sie in klein, in groß, fürs Handgelenk, fürs den Hals, für den Tag, für die Nacht, das eine zählt Schritte, das andere misst die Herzfrequenz (den Puls), das andere überwacht den Schlaf, eines berücksichtigt Höhenmeter, das andere zählt auch Schritte, wenn man auf der Couch liegt.

Der Hase im Pfeffer: Es dürfen sich nicht 100 verschiedene Geräte auf dem Markt tummeln, die Funktionen müssen konsolidiert werden, damit wir EINE Wearable-Kategorie haben, auf die sich Hersteller und Konsumenten konzentrieren können.

Eine Smartwatch ist da schon goldrichtig, doch auch die G Watch von LG bietet hier leider nur ein begrenztes Spektrum: Schritte zählen und die Kommunikation mit dem Smartphone für Informationsbeschaffung.

Eine Pulsmessung ist ebensowenig möglich wie eine Schlafüberwachung. Letzteres wäre wegen des Akkus auch gar nicht möglich. Die Batterie eines Withings Pulse O2 hält beispielsweise eine Woche vor, da kann man das Gerät wunderbar tagsüber und nachts tragen.

Die G Watch jedoch muss zwingend vor dem Zubettgehen auf die Ladeschale. Sicher hält der Akku der G Watch auch 1 1/2 Tage, doch davon hat niemand etwas. Lädt man abends nicht, weil der Akku noch 60% hat, steht die Uhr morgens bei 20% und ist spätestens um 10 Uhr leer.  Und da sie wegen der IP67-Spezifikation (Wasserdicht und staubgeschützt) nicht an herkömmlichen Micro-USB-Kabeln geladen werden kann, sondern einer Kontaktladeschale benötigt, hat man dann eben nur noch einen schwarzen Bildschirm am Handgelenk baumeln.

Ganz gleich wie viel Prozent der Akku am Abend zeigt, die Uhr gehört in die Ladeschale. Ich hatte mal den Fehler begangen, sie abends zu laden und vor dem Zubettgehen noch herunterzunehmen, da sie zu 100% geladen war. Am Morgen waren es dann nur noch 73% – der Akku zieht, nicht nur wegen der Bluetooth-Verbindung, sondern auch weil die G Watch mit dem Slogan „always on“ wirbt.

Die Funktion lässt sich im Einstellungsmenü deaktvieren, wie viel mehr man dadurch aus dem Akku herausquetschen kann, ist allerdings fragwürdig.

LG Watch "inaktiv" mit abgedunkeltem Bildschirm. Aktuell gespielter Song von Spotify wird angezeigt und kann pausiert werden.

LG Watch „inaktiv“ mit abgedunkeltem Bildschirm.
Aktuell gespielter Song von Spotify wird angezeigt und kann pausiert werden.

Da schlägt das Star Trek Next Gen Herz höher: LCARS-Design als Watchface fpr Android Wear

Da schlägt das Star Trek Next Gen Herz höher: LCARS-Design als Watchface fpr Android Wear.

 

Vergleich: Pebble (links) und LG G Watch.

Vergleich: Pebble (links) und LG G Watch. Die Armbänder bestehen bei beiden Uhren aus einem Gummimaterial. Wer mehr Qualität will, muss zum Uhrmacher seines Vertrauens und ein Lederarmband dazu kaufen.

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