Der Eschbach-Deal: Die ersten 99 Seiten vom neuen Jesus-Buch

Kaum war es da, musste ich es haben und fing auch sofort an zu lesen. Dafür habe ich sogar ein bereits angefangenes Buch zur Seite gelegt.

Die Rede ist von Andreas Eschbachs neuem Roman „Der Jesus-Deal“, dem direkten Nachfolger des vor dreizehn Jahren erschienenen „Das Jesus Video“, das ich persönlich für einen der besten je geschriebenen Romane halte.

Nach dreizehn Jahren mit einer Fortsetzung aufzuwarten, wo man sich vielleicht nur noch mit Mühe und Not an den Vorgänger erinnert, ist schon mutig.

Die Fortsetzung aber auf dem Stand der Technik von damals stehen zu lassen und vollmundig zu behaupten, der neue Roman spiele in der Gegenwart, ist faktisch falsch und sehr nervend.

Angeblich spielt der Jesus-Deal drei Jahre nach den Ereignissen von Das Jesus-Video. Vor 13 Jahren verkaufte uns Eschbach eine Zeitreise mit einem Sony-Camcorder, der noch gar nicht auf dem Markt war und dessen Videokassette (!) 2000 Jahre Erdgeschichte überdauert hatte und dann noch ein brauchbares Bild oder Video von Jesus Christus lieferte.

Drei Jahre später ist die Kamera noch immer nicht entwickelt und gebaut worden.

Wir haben mittlerweile bei uns 2014 und niemand benutzt mehr Camcorder mit Videokassetten. Full-HD Videoaufnahmen und sogar 4K-Videoaufnahmen werden auf ultraschnellen Flashmedien gespeichert, nicht auf Bandkassetten.

Wasn‘ da los, Herr Eschbach? Sie haben doch wohl nicht das letzte Jahrzehnt technischer Errungenschaften verschlafen, oder?

Ich muss mich zwingen das Buch als „Vergangenheit“ zu lesen, doch das wird asynchron, wenn der Protagonist plötzlich googelt. Vor dreizehn Jahren haben wir den Metacrawler oder Spider benutzt, wenn wir was auf uns hielten und die T-Online-Suche als Normaluser. Von Googeln war da noch nicht die Rede.

Passt dann auch nicht wirklich, da sich der Protagonist zu Recherchen über die Darwinsche Evolutionstheorie in eine Buchhandlung aufmacht, um dort heimlich zu lesen. Wenn die Story heute spielen würde, hätte er sein Smartphone rausgeholt und … nun eben gegoogelt.

Was mich vor 13 Jahren an Spannung und Sense of Wonder bei Laune und an der Stange gehalten hat, hinterlässt nach 99 Seiten einen sehr schalen Geschmack und den Wunsch, doch was anderes zu lesen.

Nun gut, ich sehe erstmal zu wie es weiter geht und lese die nächsten 99 Seiten.

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