Archiv für den Monat Januar 2015

Microsoft veröffentlicht (endlich) Office für Android Tablets

Zwar hatte ich mich als Beta-Tester beworben und auch eine Antwort von Microsoft bekommen, allerdings kam nie die Einladung zum eigentlichen Testen.

Heute ist es dann endlich, endlich, endlich soweit gewesen. Die Redmonder veröffentlichen die Android-Tablet-Versionen von Word, Excel und Power Point.

Wie bereits bei den iPad-Varianten ist die reine Nutzung kostenlos, wer den vollen Funktionsumfang genießen und produktiv arbeiten will, benötigt jedoch ein ein Office 365 Abo für 10 Euro im Monat (oder ca. 70 Euro im Jahr, bei Kauf via Amazon).

Microsoft hat gnädigerweise auch sofort den Dropbox-Support mit eingebaut, sodass man als Dropbox-Nutzer direkt Dokumente aus dem Cloudspeicher laden und wieder dorthin zurück speichern kann.

Bereits beim Beta-Testing hat Microsoft darauf hingewiesen, dass nur Tablets mit Android 4.4 KitKat zum Einsatz kommen dürfen. Die Installation von Word und Excel auf dem Samsung Galaxy Note 12.2 mit Android 4.4.2 funktionierte problemlos.

Beim Nexus 9 mit Android 5.0.1 Lollipop ging ebenfalls ohne Zwischenfälle vonstatten, jedoch ließ es sich Microsoft nicht nehmen, einen Warnhinweis nach der Installation einzubringen:

Word und Excel sind optimiert für:

1) Geräte mit mindestens 1 GB RAM

2) Geräte mit Android 4.4 KitKat

Dennoch ließ sich das Word-Dokument des Manuskriptes von DAS BUCH SHEN problemlos aus der Dropbox laden (570 KB als docx mit 500 A4-Seiten und knapp 750.000 Zeichen). Über die Suchfunktion konnte ich auch bequem zur letzten Textmarke springen. Die letzte bearbeitete Seite wurde mir direkt nach dem Drücken der Enter-Taste angezeigt, ohne merkliche Verzögerung, die man bei langsamen Systemen zuweilen bemerkt, wenn man mit größeren Texten arbeitet.

Mit angeschlossener Tastatur sollte nun auch der letzte Skeptiker davon überzeugt sein, dass sich auch mit Tablet-PCs produktiv arbeiten lässt und sie keine reinen „Spiel“- oder „Couch“geräte mehr darstellen.

Sicherlich ist auch eine Textbearbeitung über die Bildschirmtastatur möglich, das gestaltet sich allerdings schwieriger, liegt auch nicht in meinem Bestreben. Das Samsung-Tablet ist mit einer Samsung-Bluetooth-Tastatur und einer Samsung Android-Maus verbunden, das Nexus 9 wird mit der Foliotastatur von HTC bedient.

Samsung Galaxy Note 12.2 mit verbundener Samsung BT-Tastatur und Maus.

Samsung Galaxy Note 12.2 mit verbundener Samsung BT-Tastatur und Maus.

Google Nexus 9 (HTC) Tablet mit via BT verbundenem Folio-Tastaturcover.

Google Nexus 9 (HTC) Tablet mit via BT verbundenem Folio-Tastaturcover.

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Happy Birthday, iPad

Fünf Jahre iPad – heute vor 5 Jahren hat Steve Jobs auf der Bühne eine Welle losgetreten, die einen neuen Markt eröffnet hat. Ja, sicher gab es schon Tablet-PCs vor dem iPad, aber schaut sie euch an. Egal, ob reine Tablets wie das Fujtisu-Siemens Lifetab oder die unzähligen Convertible-Notebooks, die einfach nur klobig, sperrig, viel zu schwer und mit Stift zu bedienen waren – und das ganze noch unter Windows XP Tablet Edition. Unfassbar!

Ker (Ker = Ruhrpott und nicht diskutabel) was hab ich damals über das iPad und Jobs gemeckert. Geschlossenes System. Datenkäfig. Maximal für 5 Jahre Nutzungsdauer ausgelegt. Sah nur wie ein größerer iPod aus. Völlig überteuert. Auch die Namensgebung fand ich meschigge. Es klang zu sehr nach Verwechslung zwischen Pad und Pod und mir hätte damals die Variante iSlate wesentlich besser gefallen.

Nein, ich sprang damals auf den Android-Zug auf. Hauptsächlich wegen der Frage „Wie krieg ich denn Daten aufs iPad – nur über iTunes?“

Die Androiden ließen jedoch auf sich warten. Motorola Xoom wurde erst ein ganzes Jahr später vorgestellt und das Adam Tablet, das ab Dezember 2010 verfügbar war, hatte Lieferprobleme und wurde auch erst im Januar 2011 ausgeliefert.

Die anderen Hersteller kamen erst so nach und nach. Mitte 2011 war der Adam längst verkauft und ein ASUS Transformer fand den Weg in meine Hände.

Nachdem ich auch den Transformer Prime, das Nexus 7, das ACER Iconia Tablet mit 7″ ausprobiert hatte, dürstete es mich 2012 dann doch nach einem iPad. Da war gerade das iPad 3 draußen und das iPad 4 wurde noch im selben Jahr vorgestellt.

Ich entschied mich zu dem Zeitpunkt für ein iPad 2 – das 3er hat mir zu viele Kritiken wegen heißer Prozessoren und endlosen Akkuladezeiten gehabt.

Durch Android war ich bereits ein alter Hase der Datenübertragung geworden. Alles landete in die Cloud und kein Androide hat je ein USB-Kabel gesehen, außer zum Laden des Akkus, nie aber zum Datenaustausch mit einem PC – na gut, das ist nicht ganz richtig, ich habe zu Testzwecken Filme auf eine Micro-SD-Karte geladen und diese dann in den zugehörigen Androidensteckplatz gesteckt.

Dropbox und Evernote waren meine zuverlässigsten Freunde geworden. Ich brauchte für das iPad 2 weder iTunes, noch irgendwelche Adapter, um Daten zwischen meinen PCs und dem Tablet auszutauschen (wie gesagt, für die Androiden ebenso wenig).

Das Galaxy Note 10.1 kam. Das Galaxy Note 8.0.

Das iPad 2 blieb.

Das Lenovo Yoga Tablet 10.1 reichte sich die Pfote mit dem ASUS MeMo Pad.

Das war die Zeit, als ich auch schon das iPad Air mein eigen nannte und mich so langsam vom iPad 2 trennte.

Das iPad Air habe ich immer noch und sehe keinen Grund zur Veranlassung auf das Air 2 aufzustocken. Dafür sind die Androiden schon wieder weitergezogen. Hier wohnen nur noch das Galaxy Note 12.2 und das Nexus 9, während sich das iPad hartnäckig auf seinem Posten hält.

Herzlichen Glückwunsch, iPad. Ich hoffe inständig, dass dein großer 12″ Bruder mit Stift schon in der Produktion ist und ich mich dieses Jahr auf ihn freuen darf.

Microsofts Ausflug ins HALO-Universum und darüber hinaus

Große Pläne bei Microsoft. Nach dem Fiasko von Windows 8 muss ein neuer Erfolg her. Scheint ja wie bei den Star Trek Filmen zu sein, nur umgekehrt: in Redmond sind die ungeraden Nummern die erfolgreichen. Deswegen überspringt man auch die nächste ungerade Nummer und geht von Windows 8 direkt auf Windows 10 über.

Jetzt mal unter uns Klosterbrüdern: Wie doof muss die Marketingabteilung eines solchen Riesen sein? Oder hat da Herr Nadella wie ein Kleinkind mit dem Fuß aufgestampft und gesagt „Ich will aber Windows 10“?

Nur mal so, dass man sich da ins gleiche Boot wie der Wettbewerb schaukelt, da Apple bereits seit Jahren ein OS X (= 10)  führt, mache ich mich doch nicht so sehr zum Gespött von Herrn Cook.

Und dabei legt Microsoft doch so herrlich vor. Sie propagieren EIN Windows für ALLE Geräte und haben bereits diese ONE-Produkte in ihrer Palette: Xbox One, One Drive, One Note – WAS ZUM HENKER UND IM NAMEN ALLER MARKETINGGÖTTER SPRICH DA GEGEN EIN

ONE WINDOWS

Himmelherrgottverdorrinochmal. Das kann doch nicht so schwer sein.

Also Windows 10. Die Fachpresse ist begeistert. An welcher Stelle, das erschließt sich mir noch nicht so genau, denn der Mix aus Desktop und Kacheln sieht zumindest auf den ersten Blick sch… äh … mehr wie gewollt, aber nicht gekonnt aus. Mögen die Kacheln auf einem Windows Smartphone funktionieren – ja, das tun sie tatsächlich und sie sind da gar nicht so unübel. Ich habe das Nokia Lumia 935 zwei Monate lang getestet. Bis auf fehlende Apps und deren Funktionen, kann man damit einigermaßen arbeiten, zwar noch lange nicht so gut wie mit iOS oder Android, aber immerhin.

Nun gut, schauen wir doch mal unter die Oberfläche. Microsoft hat mit Cortana ja bereits eine Anlehnung ans HALO-Universum geschaffen. In HALO ist Cortana die künstliche Intelligenz des UNSC-Schiffes PILLAR OF AUTUMN, die an der Seite des Master Chiefs auch über die Vernichtung der POA hinaus kämpft.

Ein schöner Schachzug. Wer HALO kennt, hat auch eine bildliche Vorstellung von Cortana und sie wird als Sprachassistent in Windows 10 persönlicher, als beispielsweise Siri oder Google Now. In Werbevideos von Microsoft klingt Cortanas Stimme und Sprachausgabe auch wesentlich natürlicher als die von Siri, die stets abgehakt und falsch betont spricht. Ob das in natura auch so herüberkommt, weiß ich allerdings nicht. Hat jemand von euch mit Cortana schon Erfahrung gemacht?

Die Redmonder bleiben dem HALO-Universum auch über Cortana hinaus noch treu. Zumindest in der Pilotphase von Windows 10. Hier verabschiedet man sich nun endlich vom Internet Explorer und bringt einen neuen Browser ins System: Project Spartan. Auch hier wird das Herz eines jeden HALO-Fans höher schlagen, denn die Spartans sind jene gezüchtete Elitetruppe, der auch der Master Chief angehört.

Da frage ich mich, was als nächstes kommt? Ein Messenger namens Pelican? Eine Warthog Firewall? Ein Allianz-Kontrollzentrum? Grunt-Cluster auf der HDD? Na schauen wir mal.

Zwei Punkte in der Windows 10 Ankündigung haben jedoch auch mich hellhörig und neugierig werden lassen: Zum einen die Möglichkeit, auf der Xbox angefangene Spiele nahtlos auf einem Windows 10 Gerät weiterzuspielen. Welche Systemanforderungen hier gelten, hat Microsoft noch nicht genannt. Sollte es wirklich möglich sein, Battlefield dann auf dem Surface Pro 3 weiterzuspielen?

Wesentlich spektakulärer aber war dann die Vorstellung von Microsofts HoloLens. Die Zukunft ist jetzt! Mit HoloLens kommen wir dem Holodeck aus Star Trek einen gewaltigen Schritt näher, wenn die Microsoft das hält, was das Werbevideo zu HoloLens verspricht:

Fazit: Muss ich haben!

 

 

Von meinem Schreibtisch: Der Ausbruch aus Fort Teg

Großen Raum habe ich im Roman DAS BUCH SHEN dem Ausbruch aus Fort Teg gewidmet. In einem Film wäre das eine großangelegte Actionszene mit visuellen Effekten und Unmengen Bombast.

Zwanzig Seiten nimmt die Szene im Roman ein, enthält Dutzende von Perspektivenwechseln. Normalerweise mische ich Perspektiven der Protagonisten nicht, sondern trenne sie säuberlich in Abschnitte. In diesem Fall hätten Abschnitte allerdings bedeutet, das Tempo aus der Szene zu nehmen.

So müssen als Szenen- und Sichtwechsel nur Absätze bzw. Zeilensprünge herhalten.

Wie sich das leserisch anfühlt, werdet ihr bald selbst erfahren, es sei denn der Lektor macht dem ganzen einen Strich durch die Rechnung 😉

Aktueller Bearbeitungsstand: Seite 430 von 499 oder in Zeichen: 746.296

Zuckerberg vs. Zuckerberg: Facebook Messenger vs. What’s App

Meine Gadgeterie hat bei aller geekischen Liebe auch gewisse Nachteile. Man weiß nicht immer, unter welcher Rufnummer ich erreichbar bin. Was auf allen Geräten funktioniert ist natürlich E-Mail, die kommen immer an.

Aber der Trend geht ja weg zu E-Mails zu den neuen social media Messengern wie What’s App und Co. Warum eigentlich? Weil sich über die entsprechende Applikation schneller kommunizieren lässt. Aus der App heraus ein Foto geschossen, ein Video gedreht, eine Audioaufnahme gestartet und auf Senden gedrückt, an einen Empfänger oder mehrere innerhalb einer Gruppe, den Nachrichtenverlauf untereinander weg innerhalb eines eigenen Chat/Threadfadens. Da verliert E-Mail einfach gegenüber dieser schnellen Kommunikation.

Die meisten meiner Freunde und Bekannten nutzen What’s App als bevorzugten Dienst, nur sehr wenige haben Threema im Einsatz, einige aber den Facebook Messenger.

What’s App hat für mich den Nachteil, dass es an eine Mobilfunknummer gebunden ist. Legt man im gleichen Handy eine neue SIM-Karte ein, dann gilt ein neues What’s App. Nutzt man mehrere Telefone mit What’s App, so ist jedes Telefon eine neue Adresse im WA-Universum.

„Hast du meine Nachricht gelesen?“

„Äh, an welche Nummer hast du die geschickt?“

„Nummer? Weiß nicht, da hast du als Profilbild das wo du so doof guckst.“

„Ach so, das war Handy Nummer drei.“

Meine HFCs (High Frequency Contacts – ich lass mir diesen Neologismus mal gleich patentieren) habe ich in Gruppen zusammengefasst und ich selbst bin in jeder dieser Gruppen dreimal vertreten, mit jeder Mobilfunknummer einmal, damit mir keine Nachricht entgeht. Das ist aus meiner Sicht nervig und in euren Augen natürlich völlig meschigge. Aber so hat jeder seine Vorlieben, der eine 30 Paar Schuhe im Schrank, der andere 40 Autos in der Garage und ich 10 mobile Computer im Dock.

Aus gleichem Haus wie What’s App kommt der Facebook Messenger. Das ist so natürlich nicht korrekt, den WA wird immer noch von den Leuten programmiert, die es ins Leben riefen und der FM wird von den FB-Leuten programmiert. Nur der Eigentümer beider Messenger ist identisch: Mark Zuckerberg.

Facebook Messenger bietet inzwischen die gleiche Funktionalität wie WA. Gespräche sind nach Chats geordnet, man kann Gruppen gründen, um mehrere Leute gleichzeitig zu erreichen, Videos senden, Dateien weiterleiten, Fotos schießen und Sprachnachrichten aufnehmen.

Der Vorteil für Nutzer mehrerer Geräte wie mich ist hier: Das Messenger ist ans Facebook-Konto gebunden, nicht an eine Telefonnummer. Egal auf welchem Smartphone oder Tablet man den FB-Messenger installiert hat, die Nachricht kommt immer an – und das sogar auf der FB-Seite im Web oder bei Betriebssystemen, die eng mit Social Media verknüpft sind, auch als Desktopbenachrichtigung (wie bei OS X).

Leider ist bisher nur einer meiner Freunde auf den FB-Zug aufgesprungen, die anderen sind weiter fleißig bei What’s App dabei.

WA für Android, Blackberry und Windows Phone hat jetzt einen neuen Dienst ins Leben gerufen, der sich What’s App Web nennt. Man kann im Browser web.whatsapp.com aufrufen, muss die aktuelle Version von WA auf seinem Smartphone haben und dann den QR-Code im Browser aus der App heraus scannen. Damit ist das Smartphone für die Nutzung im Web freigegeben.

Im Browser lässt sich WA-Text natürlich schneller tippen. Und arbeitet man am Rechner, hat WA Web in einem Browser-Tab geöffnet, bekommt man eingehende Nachrichten direkt in den Browser und kann von dort aus antworten, ohne das Smartphone in die Hand zu nehmen.

Der Schwachpunkt: Das Handy muss mit dem Internet verbunden sein, sonst gehen keine Nachrichten rein oder raus. Es hilft nicht, wenn der PC mit dem Internet verbunden ist.

Also, welchen Messenger nutzt ihr? Oder seid ihr noch mit SMS unterwegs oder klebt Briefmarken auf eure Nachrichten? Jemand mit einem Taubenschlag dabei?

Ausgegoogelt!

Nicht ganz, aber verärgert bin ich schon und stehe nicht alleine da.

Während Sascha Pallenberg bei Mobilegeeks seinen Rant zu Google Glas (zu Recht!) losgetreten hat, bin auch ich im Übergangsjahr 2014 / 2015 ziemlich enttäuscht von den Leuten aus Mountain View.

Das fing mit der Preisgestaltung der neuen Nexus-Geräte an. Gut, muss man ja nicht kaufen, aber wenn man mobile Kinkerlitzchen zu seinem Hobby erkoren hat und auch gerne mit dem neusten Betriebssystem versorgt werden will, wird man einfach schwach und kauft sich die Dinger dann doch.

Aber dann geht es los mit der Verfügbarkeit der Geräte. Sicherlich haben auch andere Hersteller Lieferengpässe in eigenen Shops, aber dann wird zumindest dennoch eine Bestellung entgegen genommen und ein Liefertermin von drei bis vier Wochen angegeben. Google hingegen sagt einfach, nicht lieferbar, nicht bestellbar. Basta.

Die Sandvariante des Nexus 9 und ebenso die LTE-Variante waren lange Zeit nicht erhältlich. Und warum man Sand nur in einer Konfiguration herausbringt und LTE ebenso nur in schwarz, entzieht sich meiner Kenntnis.

Beim Nexus 9 von HTC hatte ich Glück. Kein Knarzen, keine sich biegende Rückseite, keine ploppende Lautsprecher, keine Lichthöfe.

Das änderte sich allerdings mit dem Zweitgerät. Die Version mit dem kleineren Speicher habe ich abgegeben und dafür das 32 GB Modell nachbestellt. Diesmal mit weißer Rückseite, da Fingerabdrücke sagenhaft magnetische Anziehungskraft auf gummierten schwarzen Oberflächen haben. Erster Schock beim Booten: Lichthöfe bei schwarzem Bildschirm.

Okay, ließ sich noch einigermaßen verkraften, aber auch Lollipop hat so seine Macken. Trotz Tegra-K1 64 Bit Prozessor und 2 GB RAM läuft eben nicht alles flüssig. Ruckler beim Surfen mit dem hauseigenen Chromebrowser gibt es ebenso, wie Verzögerungen beim Wechsel zwischen Programmen. Ja, sicher, gibt es bei iOS auch, aber wenn die ganzen Tester und Techblogger davon sprechen „läuft absolut flüssig“, dann weiß ich nicht, was die im Frühstück hatten. Flüssig und butterweich sind Begriffe, die man wörtlich nehmen sollte und die man erst erfahren kann, wenn man ein Gerät mit Apps und Widgets vollgepackt hat und damit arbeitet und nicht, wenn man im Standardlauncher zweimal hin und her wischt und dabei keine Ruckler erlebt.

Ansonsten ist das Nexus 9 aber ein feines Tablet mit dem richtigen (4:3)-Format. Ich hasse die 16:9 Teile. Im Hochformat lassen sie sich schwer halten, das sieht einfach nicht toll aus und fühlt sich noch weniger toll an. Akkulaufzeit geht auch in Ordnung. Bei normaler Nutzung komme ich damit weit über 2 Tage hin und im Standby hält das Gerät auch gut drei bis vier Wochen durch, sofern die WLAN-Verbindung deaktiviert wurde. Das Knock-Knock-Wake ist ein Feature, das ich mir bei jedem Gerät wünsche – und endlich hat HTC es hinbekommen, es nicht so zu verhunzen wie beim HTC One M8 (durch die Streichvarianten zum Wecken des Gerätes ist es ständig in Jacken, Hosen und Hemdstasche angegangen).

Aber zum Nexus 9 gibt es ja noch tolles Zubehör, das mit fast drei Monaten Verspätung auf sich warten lässt: Das Keyboard-Cover. Gnadenlos überteuert und dann die reinste Katastrophe.

Vor- und Rückseite sind extrem Staub- und Schmutzanfällig. Einmal irgendwo auf einen nicht klinisch-reinen Tisch gelegt und schon hat man auf dem Dingen Flecken.

Das Pairen via NFC ware schon eine feine Sache, aber damit hört der Spaß auch auf. Das Cover wird nur magnetisch von der Rückseite des Nexus 9 gehalten. Das ist eine höchst wackelige Angelegenheit. Klappt man es zu, rutscht die Abdeckung hin und her. Einen Halt wie beim Ultrathin Keyboard Cover von Logitech für das iPad gibt es hier nicht.

Zugegeben, auf dem Chiclet-Keyboard lässt sich gut schreiben, aber was hilft ein Keyboard, das explizit nur für ein einziges Gerät herausgekommen ist, wenn es keinerlei Funktionen zur Unterstützung gibt?

Schauen wir mal kurz von Taiwan nach Südkorea. Samsung hat für seine Tablets ein sehr schönes Bluetooth-Keyboard herausgebracht, das aus Geräten wie dem Galaxy Note Pro 12.2 ein echtes Arbeitstier macht.

Die Tastatur ist von der Breite her fast identisch mit der Apple Wireless Tastatur. Herrliches Schreiben (fast, hin und wieder gibt es hier und dort eine Verzögerung. Android halt) mit speziellen Android-Tasten, wie z.B. dem Home-Button, dem App-Drawer, dem Alle-geöffneten-Apps-Zeigen-Button, Tasten für Helligkeit und Lautstärke, Play, Pause, Skip Forward und Rewind, der Google Suche, der Bildschirmtastatur und und und.

Äußerst durchdacht.

Was bietet HTC? Nichts. Nada. Absolut gar nichts. Die ALT-Tasten hat man mit Smileys bestückt, das war es auch schon. Will man einen Home-Effekt auslösen, muss man die Suchen-Taste gleichzeitig mit der Enter-Taste drücken. Für Zurück und Alle-Apps-Zeigen, gab es auch noch eine Kombination, die ich längst vergessen habe. Außer Tippen kann man mit der Tastatur gar nichts. Will man mehr, muss man die Fingerchen auf dem Bildschirm patschen lassen.

Das ist der gröbste Unfug, den sich HTC und Google haben einfallen lassen.

Haben wir noch das Nexus 6 – dem neuen Flaggschiff der Nexus-Reihe. Immerhin von Motorola gebaut.

Neuester Schnappdrache 805 Prozessor mit ganzen 3 GB RAM, 6″ AMOLED Display für einen Preis, der Samsungs Apothekenpreise zu Schnäppchen mutieren lässt.

Auch hier haben wir eine Verfügbarkeit nach Ankündigung gehabt, die andere Läden schon pleite gehen lassen würden. Wer nicht liefern kann ist raus, aber Google kann es sich ja erlauben.

Eigentlich wollte ich wegen der Fingerabdruckthematik auch hier die weiße Version, aber dann war bei Amazon kurzfristig die vor Silvester noch die 64 GB Variante in blau lieferbar. Ja, die Fingerabdrücke sind auf der Rückseite wirklich so richtig fett zu sehen. Und nein, die Rückseite ist nicht gummiert, auch wenn viele Techblogger das sagen. Das ist glattes Plastik und rutscht mir genauso aus der Hand wie glattes Metall, also läuft bei dem Gerät ohne Hülle nichts. Ich hab mich für einen gummierten Spigen Ultraslim Protector entschieden. Der trägt nicht ganz so dick auf das ohnehin schon riesige Gerät auf.

6 Zoll Leute. Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen. So groß ist das Display eures Kindles.

Dennoch kein Vergleich. Das Nexus 6 liegt mit dem Kindle auf gleicher Höhe, aber er E-Reader ist gut 3 cm breiter als das Motorola Smartphone. Das Display ist länger, der Kindle hat breitere Rahmen.

Aber trotzdem gewöhnt man sich schnell an solche Größen. Ihr erinnert euch, das iPhone 6 habe ich wieder verkauft, weil es mir zu klein war.

Neben dem iPhone 6 Plus und dem OnePlus One kommt mir das Nexus 6 so vor wie seinerzeit das Galaxy Note. Es wirkt irgendwie selbstverständlich, dass das Display so groß sein muss. Halte ich das zu Testzwecken herhaltende Moto G 2014 dagegen, das immerhin ein 5″ Display hat, kommt mir das schon wieder arg und viel zu klein vor. Da stellt man sich die Frage, wie konnte man vor einem Jahr noch mit 4,3 oder 4,7″ auskommen, wenn heute schon 5″ zu klein sind?

Aber der Größe sind in Sachen Handlichkeit Grenzen gesetzt. Wie gesagt, gefühlt ist das Nexus 6 jetzt das, was 2012 das Samsung Galaxy Note war (mit nur 5,2″). Es ist groß, aber nicht so groß, dass man es Tablet nennen könnte. Obwohl 7″ Tablets nur einen Zoll größer sind, wirken sie dennoch wesentlich wuchtiger als das Nexus 6.

Nun auch Motorola hat genau wie HTC seine Schwächen ins Gerät mit reingepackt.

Die Frontkamera schießt unterirdisch verrauschte Bilder. Die Hauptkamera braucht endlos lange, um ein Objekt zu fokussieren. Will man was anderes als Stilleben fotografieren, hat man hier schon verloren. Die Bilder werden insgesamt auch nicht schön. Da mache ich Schnappschüsse lieber mit  dem iPhone 6 Plus.

Audioaufnahmen erscheinen mir sehr leise zu sein.

Der Akku bringt einen zwar über den Tag, aber wenn man bedenkt, dass das iPhone 6 Plus zwei Tage durchhält, haut einen das nicht vom Hocker. Zumal man das iPhone auch mal drei oder vier Tage ungenutzt liegen lassen kann, ohne nennenswerten Stromverbrauch zu haben. 24 Stunden nach einer Ladung und Entfernen des Netzsteckers zeigt der Cupertinoianer immer noch 100%, während so ein Google-Gerät schon irgendwo bei 90 bis 85 % herumeiert.

Dafür ist das Nexus 6 schnell aufgeladen. Hänge ich es abends an die Buchse, habe ich oft morgens im Bildschirm stehen (aufgeladen seit 5 oder 6 Stunden), also innerhalb von 90 Minuten ist die Kiste von 20% auf 100%.

Allerdings gibts auch hier wieder Softwaremängel. Ebenso wie beim Nexus 9 läuft nicht alles so flüssig wie man es sich vorstellt, gerade beim Programmwechsel nicht.

Das Nexus 6 hat einige unfreiwillige Neustarts hinter sich. Plötzlich erscheint die Bootanimation und das Gerät startet neu. Anfangs noch ein warmer Start ohne dass die SIM-Pin neu eingegeben werden musste, nun mit SIM-Eingabe. Damit kann man natürlich nicht vernünftig arbeiten.

Und noch eine Riesenschweinerei. Die Mädels und Jungs aus Cupertino haben alles richtig gemacht, als sie dem 5,5″ Boliden einen rotierbaren Homescreen verpassten. In der Größe will man eben auch, dass der Homescreen mal im Landschaftsmodus bedienbar ist. Das ständige hin- und her Schwenken ist ja auch was für den Poppes.

Ausgerechnet hier versagt Google. Trotz 6″ Größe und QHD-Auflösung ist sind die Homescreens nur im Portraitmodus zu betrachten. Das ist wirklich ärgerlich, zumal die Funktion „Alle geöffnete Apps“ anzeigen auch im Querformat funktioniert.

Hierfür geben wir dann eine Sechs. Ebenso für die nicht freigeschalteten Features der Benachrichtigungsdiode sowie der vorhandenen aber nicht aktivierten Knock-Knock-Funktion.

Um es mit Grönemeyers Worten zu sagen: Was soll das?!

Wenn Apple sich nur ein klein wenig mehr anstrengen würde, hätte Google auf ganzer Linie verloren. Aber Cupertino schafft es leider immer noch nicht, mal die Funktionen ins Betriebssystem zu integrieren, die ein Arbeiten einfacher machen:

– Multitasking, Aktualisieren im Hintergrund, Entfernen der Sollbruchstelle Homebutton, customizable Control Center (ich vermisse immer noch, die Mobilen Daten genauso einfach ein- und auszuschalten wie das WLAN, Herr Cook!).

In diesem Sinne und jedem anderen Unsinn.

Bis die Tage.

Von meinem Schreibtisch: Seite 400!

KayLog - Martin Kays Neuigkeiten

Zeit für einen neuen Zwischenstand und Meilenstein.

Heute habe ich endlich Seite 400 bei der Bearbeitung des Fantasy Romans DAS BUCH SHEN erreicht und überschritten. 99 Seiten bleiben nunmehr noch. Und wen der Zeichenstand interessiert: Der liegt aktuell bei 747.186.

Und da es Menschen gibt, die unbegreiflicherweise eine Vorstellung davon haben, wie viel Text in Wörtern ausmacht, hier auch noch die Wörterzahl: 119.346

Und was sagt uns das jetzt? Nun, ganz einfach: Das Wort Bestsellerromanschriftstellermöchtegern ist wesentlich länger als das Wort „du“. Wer da dennoch eine räumliche Vorstellung vom Umfang des Manuskripts hat, denkt vermutlich in ganz anderen Bahnen als ich 😉

Aus gegebenem Anlass gibt es wieder ein Fragment aus dem 25. Kapitel (um Seite 380). Wie immer noch völlig unlektoriert.

„Was ist das?“, fragte Swithos, der die leuchtende Aura nicht sehen konnte. „Eine magische Waffe?“

„Aye, mein König.“ Demedri nickte. „Es wurde nicht von Menschenhand geschmiedet. Könnte aus…

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