Archiv für den Monat Februar 2015

Netbooks sind tot – lang leben Netbooks – lang lebe ASUS

ASUS gilt als Erfinder einer neuen Computerkategorie. Nach Desktop-PCs, Notebooks/Laptops und Convertibles schuf ASUS mit dem allerersten EeePC, das was später als Netbook in aller Munde war. Das Book vom Notebook abgeleitet, das Net als Anspielung auf das Internet, nach dem Motto „Schau her, hier bekommst du eine Kiste, mit der du surfen kannst.“

Doch Netbooks waren weit mehr, als reine Surfgeräte.

Ultraklein (die ersten kamen seinerzeit mit 7″ Displays und Ubuntu als Betriebssystem), Ultraleicht (knapp unter oder über einem kg), ultrakompakt, gesegnet mit einer respektablen Akkulaufzeit und vor allen Dingen eines: günstig.

Während man für einen Laptop mit 15″ Display gut 500 Euro aufwärts bezahlte, kamen Netbooks zu echten Schnappern zwischen 270 und 370 Euro heraus. Salonfähig wurden sie dann durch ein größeres Display (10,1″) und Windows XP und später Windows 7 Starter.

Dabei unterschieden sie sich von ihren technischen Innereien kaum, da Intel hier die Spezifikationen festlegte, wann ein Netbook ein Netbook sein durfte. Alle hatten einen Intel Atom Prozessor an Bord (der mit Generation zu Generation besser und leistungsfähiger wurde) 1 GB RAM (war bis auf 2 GB aufrüstbar), eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln, einen VGA und zwei bis drei USB 2.0 Ports.

Neben ASUS schwangen sich auch Samsung, ACER und MSI auf den Netbookzug. Dell begeisterte sogar mit höherer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln.

Aber Netbooks waren weit mehr als reine Surfgeräte. Man konnte verdammt nochmal mit ihnen arbeiten. Einige meiner Romane entstanden an Samsungs NC10 (das mein Bruder heute immer noch im Einsatz hat – immerhin ist das Teil jetzt 6 Jahre alt) und dem Samsung NF310 (das ein Kumpel von mir auch noch nutzt und auch dieses ist bereits 4 Jahre alt).

Mit einer 200 – 250 GB Platte hatte man ordentlich Platz, der Akku hielt tatsächlich bis zu 6 Stunden durch und die Tastatur war im Chiclet-Design angenehm genug, um lange darauf tippen zu können. Word, Excel, Thunderbird, Firefox all das lief. Und unter Ubuntu ließ sich sogar noch besser und flüssiger arbeiten.

Dann kamen die Tablets. 2010 das iPad, 2011 die ersten Androiden – die richtige Schwemme begann dann eher 2012 und 2013 als der Markt von Androiden überschwemmt wurde.

Das waren echte Nettys, eigentlich nur zum Spielen und fürs Surfen auf der Couch zu gebrauchen. Doch auch hier gab und gibt es pfiffiger Hersteller, die aus Tablets halbwegs Produktivprodukte machen. Tastaturen von Samsung und Logitech mit Bluetooth gekoppelt verwandeln ein 10″ Tablet in ein Netbook-ähnliches Gerät.

Auch wenn die Office-Anwendungen hier eher zu wünschen übrig ließen und weder Polaris, noch Documents-to-go, noch Quickoffice zu überzeugen wussten.

Dennoch verdrängten die Tablets das Netbook und wiesen es in seine Schranken. Mit diesem Sterben ging Samsung dazu über sich aus der Notebook-Branche zurückzuziehen, obwohl Samsung mitunter die besten Klapprechner auf den Markt geworfen hatte. Super Tastaturen und super Bildschirme (dank eigener Produktion). Und auch Sony verabschiedete sich vom Notebook-Segment und spaltete das Label VAIO als Marke ab.

Die Netbooks sind tot. Liegt mitunter auch daran, dass Standardlaptops mit 15″ Display gar nicht mal mehr so teuer sind, wie damals. Im Segment 449 – 599 Euro bekommt man Geräte von Lenovo, Acer und ASUS die wesentlich mehr können, als ein Netbook von damals.

Aber sie sind auch schwerer. Und der Akku hält in der Regel nicht allzu lange. Fürs echte mobile Arbeiten im Zug, der Bahn, dem Café eher ungeeignet.

Chromebooks bieten hier keine Alternative, da von wenigen Ausnahmen abgesehen, eine Internetverbindung bestehen muss oder zumindest von Vorteil ist. Das Offline-Arbeiten macht hier nicht wirklich Spaß.

Tablets als Produktivgeräte kranken nachwievor an schlechten Office-Paketen und mangelndem Multitasking. Damit meine ich nicht Anwendungen, die unter Android auch im Hintergrund synchronisiert werden, sondern Anwendungen, die echt parallel laufen. Tablets lassen sich in der Regel nur im Vollbild bedienen. Keine Fenster, die nebeneinander laufen und eingesehen werden können (von einigen Samsung-Geräten mal abgesehen).

Ultrabooks sind noch immer dreimal so teuer wie es Netbooks seinerzeit waren.

Also … muss wieder etwas für das mobile Segment getan werden.

Und hier kommt der Pionier des Netbooks ins Spiel. Statt eines neuen EeePCs bringt ASUS ein EeeBook heraus, mit Spezifikationen, die einen aus den Latschen hauen:

11,1″ Display statt 10,1″

1366 x 768 Pixel statt 1024 x 600

Aktueller Intel Baytrail Quadcore – lüfterlos (!)

Ein 38000 Wh-Akku, der 6 – 7 Stunden durchhält.

Sage und schreibe 980 g Fliegenkampfgewicht

2 USB 2.0 Ports, eine Micro-SD-Erweiterung, einen Micro-HDMI Port und 32 GB Flash-Speicher.

Bei nur 2 GB RAM läuft Windows 8 tatsächlich erstaunlich flüssig (man kennt das von einigen Windows 8 Tablets her).

Und der Speicher macht  auch nicht die Grätsche, wenn man mehrere Programme gleichzeitig geöffnet hat.

Bei mir waren das Chrome mit 3 Tabs, MS Excel mit 3 Tabellen, MS Outlook, Evernote und Dropbox. Dazu noch zwei Citrix-Remote Desktop.

Halleluja! Damit kann man arbeiten!

Sicherlich muss man Abstriche machen. Das Display ist kein IPS Panel. Zu dritt vor dem Gerät hocken und etwas anschauen ist nicht so sinnvoll, da nur derjenige, der direkt vor der Kiste sitzt, ein ordentliches Bild erhält.

Auch 32 GB Flash sind nicht prickeln. Zwar fährt der Kasten in wenigen Sekunden (!) hoch, allerdings sind nach Ersteinrichtung nur knapp 15 GB frei verfügbar. Nachdem Evernote, Dropbox, Office und Chrome installiert waren, Evernote 1 GB an Daten runtergeschaufelt hat und ich Dropbox nur mit zwei ausgewählten Produktivordnern synchronisieren ließ (ca. 1 GB von 90 GB), bleiben aktuell noch 5 GB an Speicherplatz auf der primären Partition übrig. Da Windows die Eigenschaft hat nach seinen Patches und Updates immer mehr Speicher abzuzwacken, frage ich mich, wie lange das gut gehen wird. Eine 64 GB Variante wäre sicherlich sinnvoller.

Zumindest kann man Dateien auch auf externem Speicher ablegen: Entweder auf eine Micro-SD-Karte (schwupps 128 GB dazu) oder über die USB-Ports auf eine externe Festplatte.

Aber diese Abstriche kann man gerne in Kauf nehmen, wenn man das Gerät tatsächlich nur als Zweitgerät für Reisen oder den Weg zur Arbeit nutzt. Denn am allergeilsten an der Kiste ist dann hier doch der Preis.

Nur 220 Euro verlangt ASUS für den Kasten. Wagt da noch einer zu meckern?

Eher nicht.

Danke, ASUS! Ihr seid nachwievor die Besten.

Das ist genau das, was ich meine, liebes Microsoft

Ihr schafft es nicht, im Tabletbereich ein mobiles Gerät zu bringen, das sich auch wie ein Tablet verhält. Und nein, es liegt nicht an euch als Hersteller, sondern es liegt an eurem Hybrid-Betriebssystem Windows, das versucht beides gleichzeitig zu sein: Desktop- und Tabletlösung.

Ich hoffe, ihr kriegt dieses Problem mit Windows 10 in den Griff, denn bein Windows Phone 8 klappt es ja auch.

Worum geht’s?

Ein Android- oder iOS-Tablet verhält sich wie ein Smartphone. Man fährt es selten, sehr selten ganz herunter. In der Regel wird es in den Standby geschickt, indem man einfach den Ein- und Ausschalter kurz drückt. Das Gerät schläft in der Zeit nicht, sondern kann, je nach Nutzereinstellung, im Hintergrund weiterhin aktiv sein und z.B. Nachrichten abrufen. Erinnerungen von Kalendereinträgen kommen in der Regel ohnehin rein.

In diesem Standby sollten Tablets mehrere Tage mit ihrem Akku zurecht kommen. Passive Nutzung. Geräte wie das Nexus 9 bringen es hier auf gut zwei Wochen Standbyzeit, ehe der Akku die Grätsche macht. Das iPad hält sicher einen Monat durch, der Kindle Fire sogar fast zwei Monate, wenn man ihn nur gelegentlich weckt und ansonsten in Ruhe lässt.

Ein Windows-Tablet tut aber nichts dergleichen, es verhält sich wie ein Laptop im Standby und saugt Strom so gierig, als gäbe es kein Morgen mehr.

Gestern habe ich das Surface Pro 3 mit ca. 70% Akku in den Standby geschickt. Nicht über die Windows-Funktion, sondern einfach indem ich den Knopf oben gedrückt habe.

Heute Morgen wollte ich spaßeshalber wissen, wie der Akkuverbrauch über Nacht war.

Was soll ich sagen? Das Gerät ist leer. Entladen. Nada.

Dagegen verhalten sich Windows Phones völlig normal. Ein Lumia 930 kommt im reinen Standby auch wochenlang durch, ohne an die Steckdose zu müssen.

Damit ist Windows Phone das bessere OS wenn es um mobile Lösungen geht. Im Tablet-Bereich haben die Redmonder hier dringend Nachholbedarf.

Hinterm Ofen hervorlocken: HTC One M9

Heutzutage muss man sich schon etwas einfallen lassen, wenn man im Tech-Bereich jemanden hinterm Ofen hervorlocken und dazu bewegen will, ein neues Gerät zu kaufen.

Zu viele Geräte sind auf dem Markt, zu viele Designs wiederholen sich und die Spezifikationen wachsen nur langsam. Revolution statt Evolution wird hier mehr gefragt, wenn man von Nutzern erwartet, dass sie jedes Jahr ihr mobiles Device wechseln.

Samsung hat das eine Zeit lang nicht verstanden. Das Galaxy S3 war ein letztes Highlight, danach blieb die Designsprache beim S4 und S5 weitgehend gleich, nur der Inhalt wurde mehr und mehr aufgebohrt. Auch im Phablet-Bereich tat sich nicht viel. Das Note 3 glich mehr dem Note 1 als dem direkten Vorgänger (der ans S3 angelehnt war) und auch das Note 4 sieht dem Vorgänger als 3 zum Verwechseln ähnlich). Fazit: Es wird langweilig, Samsung-Geräte zu kaufen. Da hilft auch ein bisschen mehr Prozessor und ein bisschen mehr Speicher und eine bisschen bessere Kamera nichts, es tut einfach nicht Not zu einem neuen Gerät zu wechseln, solange das alte noch in Ordnung ist.

Ob die Mädels und Jungs aus Südkorea ihre Hausaufgaben gemacht haben, wird sich in wenigen Tagen auf dem Mobile World Congress zeigen, auf dem Samsung das neue Galaxy S6 präsentieren wird. Aber auch hier hilft es nicht, das Gerät nur in ein Metallgehäuse zu stecken, das Design aber nicht grundlegend zu verändern und nicht Aha-Features zu verbauen.

Um HTC mache ich mir in dieser Hinsicht mittlerweile auch Sorgen. Das HTC One war revolutionär. Sehr schönes Design, sehr nette neue Features, so macht man das. Umso enttäuschender war dann die Präsentation des HTC One M8. Nahezu gleiches Design. Nur größer, größer, größer in allen Belangen, dabei aber auch weniger durchdacht. Der Ein-/Ausschalter an der Oberseite des Gerätes war mit einer Hand nicht mehr zu erreichen. Selbst Apple hat hier bei der Vergrößerung seiner iPhone 6er-Reihe dazu gelernt und den Power-Knopf endlich auf die Seite verlagert.

Nun sind vom HTC One M9 nicht nur Fotos, sondern auch sämtliche Spezifikationen geleakt worden. Das Gerät scheint auf den ersten Blick identisch mit dem Vorgänger zu sein, hat lediglich den neuesten Prozessor an Bord, mehr RAM und eine neue Kamera. That’s it, HTC? Warum sollte man hier zu greifen?

Das ist vermutlich die Frage, die sich die Chef-Designer nicht stellen: Warum will ich ausgerechnet dieses Gerät haben?

Das Problem am Wettrüsten zwischen den Mobilgerätenherstellern liegt im mittlerweile vorhandenen Zwang, jedes Jahr in jedem Segment neue Geräte präsentieren zu müssen, wenn man als Global Player weiter an vorderer Front mitspielen will. Macht man es nicht, besorgt’s jemand anderer der Kundschaft.

Eine Runde aussetzen kann da schon fatal sein. Der Druck auf die Entwickler ist enorm. Denn betrachtet man den Absatz der Geräte weltweit, erschließt sich sehr schnell, dass Nutzer nicht mehr zwei Jahre lang ihre Geräte einsetzen, sondern tatsächlich in Jahresabständen oder gar kürzeren Intervallen zu einem neuen Device greifen.

Serienhits zur besten Sendezeit …

… oder so.

Dass Arrow mit seiner Rächernummer und Tötungsdelikten nicht unbedingt ein strahlender Held und eher was fürs erwachsene Publikum ist, leuchtet ein.

Warum aber der Ableger The Flash, der auf ein deutlich jüngeres Publikum zielt ausgerechnet erst ab 21:15 Uhr bei Pro 7 zu sehen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Wäre nicht verwunderlich, wenn die Serie bei Pro 7 um diese Uhrzeit floppt, weil die Kiddies bereits im Bett liegen.

Apropos Serien. Aktuell verfolge ich J.J. Abrams‘ und Eric Kripkes „Revolution“ sehr gerne. Schade eigentlich, dass die Serie nach zwei Staffeln eingestellt wurde. Vermutlich werde ich mich nach der letzten Folge wegen eines abrupten Endes ärgern, wäre ja nicht das erste Mal.

Die Kritiken, die Wikipedia für die Unglaubwürdigkeit in der Storyline heran zitiert, mögen ja alle stimmen, aber hat schon mal jemand daran gedacht, dass das Konzept in der Form gar nicht aufgehen kann? Nanobots die Elektrizität absorbieren? Haben die Autoren daran gedacht, dass weder Mensch noch Tier ohne Elektrizität auskommen und das biologische Nervensystem Elektrizität als Antrieb nutzt?

Beim Blackout wären nicht nur alle elektrisch betriebenen Maschinen stehen geblieben, sondern auch alle Lebewesen gestorben.

Just my two cents …

KayCast: Die dritte Folge ist online

Front Assist bewahrt vor Crash

Als neulich Sebastian Koch vom Skoda-Portal über den unfreiwilligen Front-Assist-Einsatz bei seinem Octavia berichtete, war ich froh, dieses Sicherheitspaket mitgebucht zu haben. Allerdings hatte ich dabei nicht im Sinn, so schnell persönlich Erfahrung damit machen zu müssen.

So wie heute Abend. Es ist dunkel. Schneetreiben. Zugegeben, die Einfahrt zum Westfalen Einkaufszentrum in Dortmund ist schon etwas tricky. Zuerst kommt eine Einfahrt zu einem Möbelhaus. Während man noch glaubt, diese nehmen zu müssen, erkennt man, dass man erst die nächste unmittelbar darauf folgende auffahren muss, doch die wirkt gar nicht so richtig wie eine Einfahrt – wenn man sie als solche erkennt, ist man schon dran vorbei gerauscht und kann sich allenfalls in die Rechtsabbiegerspur einordnen.

Obwohl ich das weiß, bin ich schon zweimal darauf hereingefallen und an der Einfahrt vorbei gefahren.

Allerdings wäre ich nicht im Traum auf die Idee gekommen, wegen einer verpassten Einfahrt eine Vollbremsung hinzulegen, um halb seitwärts, halb rückwärts fahrend, doch noch in die Einfahrt einzubiegen. Nein, gewöhnlich fährt man dann um den Pudding herum und nimmt die Südeinfahrt.

Nicht aber der Kleinwagen, der heute vor mir herfuhr. Sein Blinken sah ich und hatte den Fuß schon vom Gas. Da er aber das Tempo nicht reduzierte, bin ich davon ausgegangen, er blinkt, um rechts in die Hauptstraße abzubiegen.

Plötzlich Vollbremsung, als der Penn… äh Fahrer (ach lassen wir die Höflichkeiten, also als der PENNER) merkte, dass er die Einfahrt zum WEZ verpasst hatte.

Ehe ich selbst auf die Bremse latschen konnte, reagierte bereits Front Assist, ging selbstständig in die Eisen, signalisierte mir mit warnenden Leuchten und heftigem Piepen, dass ich auch die Bremse betätigen sollte und der Wagen kam eine halbe Fahrzeuglänge hinter dem Kleinwagen zum Stehen.

Front Assist arbeitet mit Radar und erkennt Bewegungsveränderungen im vorderen Bereich des Fahrzeugs. Bei Unregelmäßigkeiten oder erkannter Verlangsamung der vor einem herfahrenden Objekte, baut das System bereits die notwendige Bremskraft auf, die bei herkömmlichen Systemen erst wirksam wird, wenn man das Bremspedal kräftig durchtritt. Diesen Gewaltakt nimmt einem Front Assist bereits ab und bremst bis zum Stillstand ab.

Ohne diesen Assistenten, hätte es heute gescheppert. Danke, Skoda!

Von meinem Schreibtisch: Arbeit an Hannigan 3 wieder aufgenommen

Vor neun Monaten habe ich Eileen Hannigan und ihr Team in einen Schlamassel geritten, aus dem sie bis heute noch nicht herausgekommen sind.

Das muss ich jetzt schleunigst ändern. Zu Beginn muss ich allerdings erst wieder in den Roman hineinkommen. Dazu hilft am besten ein „Last time on logfiles you saw“:

Gwen griff in ihre Jackettasche und zog ein GAOS-Smartphone hervor – ein modifiziertes 6-Zoll-Phablet mit ihrem eigens entwickelten Betriebssystem. Rasch entsperrte sie den Schirm und berührte den grünen Icon-Kreis, der ein Menü mit Optionen öffnete. Dort wählte sie ein Lautsprechersymbol mit der Bezeichnung RING aus.

„Was tun Sie?“, fragte Sacray.

Gwen nagte an der Unterlippe. „Eileen ist mit den anderen Gaia-Engeln unterwegs. Ich muss sie warnen.“

„Es ist nicht ratsam jetzt …“

Gwen blickte hoch. „Verstehen Sie nicht? Diese vier da draußen waren an Bord der Belle Aire, genau wie die vier, die mit Eileen gegangen sind. Ich muss sie warnen!“

Sacray verzog den Mundwinkel und nickte kurz.

Gwen berührte das Symbol und das Telefon wählte eine vorprogrammierte Rufnummer, die eine Relaisstation anfunkte und sich mit einem alten NSA-Satelliten verband, den der frühere General von Atlanta für seine Ostküsten-Aktivitäten genutzt hatte. Die NSA hatte das Auge am Himmel längst abgeschrieben, nachdem Gwen vor drei Jahren ein Virus in die Steuereinheit eingeschleust hatte. Der Verbund kontrollierte im Prinzip sämtliche Überwachungssatelliten der Nachrichtendienste und des Militärs, aber ihr General war damals schon der Meinung gewesen, es wäre besser, ein für seine Brüder unabhängiges System nutzen zu können.

Recht hat er gehabt, dachte Gwen, während sie darauf wartete, dass der Satellit ihren Anruf weiter an Eileen Hannigans Headset schickte.

Die Verbindung kam nicht zustande. Gwen fluchte verhalten und versuchte etwas anderes. Sie lenkte das Signal um ins Dungeon. Der dort von ihr programmierte zentrale Rechner löste einen internen Anruf an den Empfang aus und aktivierte eine Rufweiterleitung, die direkt zum Alten Mann führte – oder zumindest zu seiner Assistentin Samantha Burkh. Die wahre Herkunft von Gwens Terminal im Brainloft wurde durch die Weiterleitung verschleiert. Selbst wenn jemand das Signal hätte zurückverfolgen können, wäre er nur bis zu Gwens Büro im Dungeon gekommen. Dass der Anruf über einen nicht mehr existierenden Satelliten, der als Relais für ein Smartphone diente, getätigt wurde, konnte niemand feststellen.

„Sam Burkh“, meldete sich die rauchige Stimme der Vorzimmerdame Admiral Hendersons. „Ich hoffe es ist wichtig, Patty, der Admiral ist in einer Besprechung.“

Patty war offensichtlich eine der Soldatinnen, die in der Kommunikationszentrale arbeiteten.

„Hier ist nicht Patty“, sagte Gwen. „Gwendolyn Stylez.“

„Oh, sind Sie denn schon wieder zurück? Ich …“

„Ich bin in Camp David und muss dringend Major Hannigan erreichen. Es geht um Leben und Tod. Aber die Verbindung kommt nicht zustande.“

„Kleinen Moment, Gwen. Ich stell Sie direkt durch.“

Kurz darauf erklang der raue Bass des Alten Mannes durch den Lautsprecher. „Mädchen, was machen Sie für Sachen?“

„Ich bin unschuldig.“

„Das lässt sich ändern.“

„Sir, lassen Sie das! Wir sind in Camp David in einen Hinterhalt von G-Dawn geraten und stehen unter Beschuss. Einige Secret-Service-Agenten sind bereits tot.“

„Soll ich Verstärkung schicken?“, fragte Henderson. Die Tonlage seiner Stimme hatte sich von Jovialität zu ernster Sorge gewandelt.

„Haben Sie denn jemanden in der Nähe?“

„Prüfe ich. Ich schicke Ihnen jemanden. Irgendwen!“

„Die werden vermutlich nicht rechtzeitig hier sein“, sagte Gwen gepresst. „Ich muss aber Major Hannigan und ihr Team warnen. Die anderen vier der Gaia-Mädchen, die an Bord der Belle Aire waren, sind bei ihr.“

„Verstehe.“ Henderson schnaubte. „Da gibt es ein kleines Problem.“

„Was?“ Gwen merkte, dass Sie das Wort lauter als beabsichtig hervorgestoßen hatte. Sacray, die First Lady und Agent Baker starrten sie fragend an.

„Ghosts Team hat für eine Stunde Funkstille angeordnet. Wir bekommen sie jetzt nicht an die Strippe.“

„Aber Sie müssen irgendetwas tun können!“ Gwens Finger verkrampften sich um die Hülle des Smartphones. Kunststoff knarzte.

Sie hörte Hendersons tiefes Einatmen am anderen Ende. „Vielleicht. Ich hab da eine Idee. Halten Sie in Camp David durch. Ich schicke Ihnen Hilfe.“

Die Verbindung wurde unterbrochen. Gwen schob das Phablet zurück in die Jackentasche und begegnete Sacrays fragendem Blick.

„Und?“

Gwen schüttelte langsam den Kopf.

„Was heißt das?“, kam die Frage von der First Lady und Agent Baker synchron.

Gwendolyn Stylez wartete zwei Atemzüge, ehe sie antwortete.

„Wir werden uns den Weg freischießen müssen.“

And now … the conclusion.

GOLDENDOTS

FASHION & LIFESTYLE BLOG

Platincoin - Die Zukunft ist jetzt!

1+1 = 11. Mit Kryptowährung zum Erfolg

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt...

Produkttestseite

Produkttests, Dinge aus dem Leben und alles was mir sonst so einfällt

JOSEFINE ENGEL

WRITER | TRAVELER

Esst mehr Kuchen

Kuchen. Törtchen. Kekse. Mjamm

g4dg3t

Rund um Apple, Technik, Lifestyle und iNet.

The Häxler - Rezensionen aller Art

Rezesensionen zu Büchern, Filmen und vielem mehr...

alishabionda

A great WordPress.com site

Timo Kümmel

Illustrator und Schmierfink

catveldmaus

Ölmalerei, Acrylmalerei und Fotografie.

Roe Rainrunner

Rainrunning at its finest

Atlantis Verlag

Das Phantastische Buchprogramm

die Kuchenbäckerin

Herz. Hirn. Charme. Schnauze.

Der Honigmann sagt...

Der etwas andere weblog...

%d Bloggern gefällt das: