Die Hollywood-Maus

Vor einiger Zeit machte mich Norbert Seufert auf ein Problem bei Filmproduktionen aufmerksam, das sicherlich nicht ausschließlich Hollywood-Filme betrifft.

Wird ein Computer gezeigt, funktioniert die Bedienung zu 99% per Tastatur. Mäuse tauchen so gut wie gar nicht auf. Alle Informationen, die sinniger- oder unsinnigerweise über den Bildschirm rasseln werden per Tastendruck abgerufen. Etwas Geklimper und schon gibts einen Bildschirm, bei dem man sich mehr als einmal fragt, welches Betriebssystem denn jetzt überhaupt darauf läuft.

Die Realität sieht jedoch anders aus. Sicherlich gibt es Tastenjunkies und eine Vielzahl von Funktionen ist ohne Mausklick abrufbar, doch der kleine Nager ist doch ein unverzichtbarer Begleiter für das Gros der Computeranwender. Selbst Laptopuser kommen in vielen Fällen gar nicht mit dem eingebauten Trackpad klar und bevorzugen noch eine zusätzlich angeschlossene Maus.

Mir geht es da ähnlich. Es gibt wenige Kommandos, die ich per Tastatur aufrufe. STRG+C, V und X vielleicht. Und dann geht meistens schon der Mauszeiger auf die Suche, Rechtsklick hier, Linksklick dort. Beim Arbeiten auf dem MacBook und dem Mackbook Pro sowie auf dem Lenovo Yoga komme ich auch ohne Maus zurecht und nutzte vornehmlich das Trackpad – aber eben dieses und nicht etwa Tastaturkommandos.

Bei moderneren Film- und TV-Produktionen rücken nun vermehrt Tablets in den Focus. Beliebt ist das Microsoft Surface in seinen zahlreichen Varianten. Die Wisch- und Touchgeste ersetzt hier natürlich eine Maus, sodass dies etwas glaubwürdiger wird.

Doch noch ein anderer Hollywoodmakel hat sich durchgängig durch alle Produktionen eingeschlichen: Die Verwendung von Smartphones. Da geht es nicht mal um die unsinnigen Anruferbildchen, die man immer wieder in Vergrößerungen sieht und die so nicht existieren, sondern vielmehr die Nutzung eines Smartphones in seiner ureigensten Funktion: Der Telefonie.

99,9999999% der aktuellen Smartphones haben einen Näherungssensor, der dafür sorgt, dass sich beim Anheben ans Ohr das Display abschaltet. Spart in erster Linie Strom, dient aber auch dem Schutz während des Telefonierens mit dem Ohr oder der Wange Funktionen auf dem Touchscreen auszulösen.

In durchgängig jeder Filmproduktion „telefonieren“ die Schauspieler allerdings mit eingeschalteten Displays, was Tinnef ist. Sicherlich so eine Art „Laserstrahlgeräusche“ und „Explosionen im Weltraum“, um dem Zuschauer zu zeigen, da ist Aktivität, obwohl physikalisch und technisch eher die Nichtaktivität die Aktivität beweist.

Achtet mal beim Zuschauen darauf 🙂

 

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