Archiv für den Monat Februar 2016

Amazon: Für eine Überraschung gut

Als letztes Jahr die neuen Fire-Tablets von Amazon im Mittelklassesegment mit Fire OS 5.x erschienen gab es eine Ansage, welche der älteren Geräte mit dem neuen Betriebssystem kompatibel sind.

Zugegeben, niemand durfte mit einen plain Android rechnen, noch immer stülpt Amazon eine stark angepasste und auf Kaufen, kaufen, konsumieren und kaufen im Amazon-Kosmos UI über das Androidensystem, doch zumindest verschwand mit FireOS 5 nun endlich dieses selten dämliche Karussel und es wurde sogar Platz für ein individuelles Hintergrundbild geschaffen.

Die Navigationsbuttons auf dem Screen gleichen dem originalen Android und auch das Status- und Einstellungsmenü wirkt nun wesentlich vertrauter und vor allen Dingen aufgeräumter.

Aus welchen Gründen auch immer, hatte ich mir letztes Jahr kurz vor Erscheinen der neuen Tablets noch einen Fire HDX 8.9 mit WLAN zugelegt. Das war zu einer Zeit, in der ich als „Seitengerät“ für meinen Schreibtisch keine adäquaten, handlichen Android-Ersatz hatte. Das Samsung Galaxy Note 12.2 war dafür zu sperrig und das ASUS Zenpad S 8.0 leider noch nicht zu haben. Das Nexus 9 hatte ich kurz vorher abgegeben.

Ein Spontankauf wurde das Kindle-Tablet also und kurz darauf stand fest, dass das FireOS 5 auch für dieses Gerät veröffentlicht wurde.

Die Tage, Wochen und Monate zogen ins Land. Längst waren die neuen Tablets draußen und beim HDX 8.9 tat sich nichts. Immer wieder versuchte ich, das System zu aktualisieren, doch es behauptete hartnäckig auf dem neusten Stand zu sein.

Irgendwann kam dann mal ein Update von 4.5 auf 4.5.5 – doch danach wieder zwei Monate nichts.

Als ich das Fire heute zur Hand nahm, staunte ich nicht schlecht. Über Nacht hatte es sich aktualisiert und zwar tatsächlich auf die FireOS Version 5.0.1 und heute stellt es bereits die Version 5.1.1 und damit die aktuellste bereit.

Amazon, ich bin rechtschaffen überrascht. Da lohnt es sich doch, trotz des ASUS Zenpad S 8.0 mal wieder eure Kiste in die Hand zu nehmen.

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Cortana und Pferdesperma

Ja, ungewöhnliche Headline, gebe ich zu – und ja, seltsam, aber so hat es sich zugetragen.

Fangen wir von vorne an. Sprachassistenten sind eine coole Erfindung, das wissen wir bereits seit Spocks „Computer, tu dies, mach das“ und Michael Knights „Kitt, hol mich hier raus“.

Wenn wir mal Unsäglichkeiten wie S Voice und Co ausklammern, bleiben die drei bekanntesten Vertreter der Sprachassistenten (im Folgenden mit SA abgekürzt) übrig: Apples Siri mit weiblicher und auch männlicher Stimme, Googles „Google“ oder „Google Now“ mit weiblicher, oft schnippischer Stimme und Microsofts Cortana mit scheppernd-blecherner Stimme.

Leider ist die Interaktion mit diesen heute noch immer mehr als dürftig. Es gibt ein paar nette Gimmicks. Alle drei SAs kann man nach dem Wetter fragen und sie geben eine Antwort, während sie das Ergebnis visuell auf dem Display präsentieren. Man kann sowohl mit Siri als auch mit Cortana ein Kurzgespräch führen, doch die künstliche Intelligenz, die vielleicht eine ähnliche oder gar bessere Interaktion führen könnte als das uralte Psychologie-Programm ELIZA (immerhin von 1966). Doch Folgekonversationen können weder Siri noch Cortana führen. Auf eine Frage oder eine Aussage gibt es eine Antwort oder bei „Hilflosigkeit“ die Ausflucht „Ich kann im Internet für dich suchen“.

Hey, Siri. Du bist nett.

Danke. Du aber auch, Martin.

Findest du?

Ich verstehe nicht.

Weiter geht es eben nicht. Bei Cortana kann man schon dankbar sein, überhaupt eine Antwort zu bekommen und das anonyme, namenlose Google (oder steht NOW für Nadine Olga Wartoschowski?) fängt gleich mit der Suche im Internet an.

Hier steckt noch ungeheures Entwicklungspotenzial und die Hersteller und Programmierer haben noch nicht einmal begonnen an der Oberfläche zu kratzen. Es wird hier sicherlich noch ein Weilchen dauern, bis das Smartphone tatsächlich smart wird.

Die SAs bieten neben der Suche aber noch wertvolle andere Informationen. Während NOW sich hier sehr beschränkt anstellt und hauptsächlich Infos aus dem Internet über sogenannte Google-Kart(ei)en zur Verfügung stellt, können Siri und Cortana Infos aus dem Adressbuch oder dem Kalender zusammentragen.

Hey, Siri, welche Termine habe ich heute?

Siri sagt mir mit netter, süffisanter Stimme: Du hast heute zwei Termine

und listet einen Eintrag aus meinem Kalender auf. Dumm nur, dass hier der bordeigene Apple-Kalender bedient wird, ich aber komplett auf Outlook umgestiegen bin und mir dieses nicht angezeigt wird.

Hey, Cortana, welche Termine habe ich heute?

Cortana sagt mir mit etwas bedächtig klingender Stimme: Ich habe 7 Termine für heute gefunden. Hier sind deine Termine.

Und dann folgt eine Liste mit den Terminen. Cortana nutzt den Outlook Kalender.

Hey, Cortana, stelle den Wecker auf 6:15 Uhr.

Cortana antwortet: Dein Wecker ist auf 6:15 Uhr gestellt.

Hey, Siri, stelle den Wecker auf 6:15 Uhr

Siri antwortet: Ein Wecker wurde für 6:15 Uhr gestellt.

Einfach Gimmicks, die einem das Leben erleichtern können, wenn man gerade keine Hand frei hat und nicht tippen will.

Kommen wir zum Pferdesperma.

Die freie Hand und das Tippen längerer Texte auf einer kleinen Bildschirmtastatur schränken unsere Kommunikation zu anderen etwas ein. Die SAs können einem diese Arbeit abnehmen. So ist Siri in der Lage, komplette Bildschirminhalte, wie E-Mails, SMS oder ähnliches vorzulesen.

Aber man kann mit Siri, Cortana und NOW auch ziemlich gut diktieren. Die Spracherkennung ist natürlich nicht 100% einwandfrei, abhängig von der Aussprache des Sprechers und der Umgebungsgeräusche, aber mit Punkt und Komma, kommen beim normalen Sprechen ordentliche Sätze zustande.

Mal eben eine E-Mail oder What’s App getippt. Kein Problem, einfach diktieren und schon ist man die Sorge des Tippens los.

Probleme verursachen vermischte Sprachen. Weder Siri noch Cortana noch Frau Wartoschowski kommen mit Wörtern anderer Sprachen als die als Systemsprache eingestellte klar. Als nativer Englischsprechender ist das kein Problem, denn wer verwendet in englischer Sprache häufig Begriffe aus dem Deutschen oder dem Spanischen?

Die deutsche Sprache tut sich damit schwer – wir haben zu viele Anglizismen im Sprachschatz, ob wir wollen oder nicht, allein schon durch die vielen Markennamen und Firmen, die zu uns rübergeschwappt sind.

Es ist schwer, Siri nach dem nächsten Subway-Restaurant zu fragen, wenn man Subway Englisch ausspricht. Bei Suppwai versteht uns die freundliche Stimme aus Cupertino schon besser.

Hey, Siri, wo finde ich den nächsten Subway?

Siri versteht: Wo finde ich den nächsten Sapori und antwortet mit „Alles klar, schau mal“ und zeigt mir eine Karte mit der Adresse des Bistorant Sapori D’Italia in Dortmund.

Frau Cortana versteht Subway blendend, interagiert aber nicht, sondern wirft mir furztrocken eine Liste mit Internetadressen über Subway aus – natürlich über die Suchmaschine BING, die so zu gar nichts taugt.

Kehren wir zurück zum Pferdesperma.

Es begab sich sich also, dass ich in einem What’s App Chat steckte und keine Muße und Zeit hatte, etwas zu tippen oder mich mit What’s App Web zu verbinden. Daher nutzte ich die Diktierfunktion und Cortana als Assistentin (da ich auf einem Windows 10 Phone unterwegs war).

Meine Antwort lautete sinngemäß: Sorry, ich hatte nicht gesehen, dass die Bestellung von Amazon her kam.

Cortana schrieb den Text: Sorry, ich hatte nicht gesehen, dass die Bestellung horse cum.

Alles klar, Freunde? Also, aufpassen, was ihr sagt, es kann schnell in den falschen Hals geraten.

 

 

 

Angespielt: Tom Clancy’s The Division

Mit mindestens einem Jahr Verspätung kommt der Titel TOM CLANCY’S THE DIVISION im März auf den Spielemarkt.

Seit dem Wochenende ist die Offene Beta verfügbar und die habe ich gleich mal auf der XBox One und auf dem PC ausprobiert.

Worum geht’s? Der Spieler findet sich in einem postapokalyptischen New York wieder. Die Menschheit ist von einem Virus dahingerafft. Es bestehen immer noch Quarantäne-Zonen und Ansteckungsgefahr. Die Zivilisation ist über den Jordan gegangen. Autos fahren nicht. Strom ist selten. New York ist in ein Chaos aus Hunger, Durst, Armut und Plünderern verfallen.

Die JTF – Joint Task Force – versucht die Ordnung aufrecht zu erhalten, doch sie ist zahlenmäßig dem plündernden Mob unterlegen und wird immer wieder von marodierenden Banden aufgerieben.

Da kommen die Agents der Division ins Spiel. Freiwillige Helfer, die die JTF unterstützen und die Ordnung wiederherstellen wollen.

In der Beta, die vermutlich auch den Spielanfang darstellt, wird man gerade auf dem Hudson Pier eingeflogen und soll sich zur Basis der JTF durchschlagen. Es erwartet einen eine winterliche, verwahrloste Landschaft. Häuser sind verbarrikadiert, überall Leichensäcke auf den Straßen, Autos stehen kreuz und quer oder ineinander verkeilt herum und hin und wieder trifft man auf bedürftige Bürger, denen man ein Wasser oder einen Müsliriegel spendieren kann, sofern man etwas bei sich trägt. Im schlimmsten Fall darf man das Ableben eines dieser bedürftigen Bürgern erleben.

Immer wieder trifft man auf Gruppen von zwei bis sechs vermummten Rowdies, die nichts im Sinne haben, als Bürger zu töten und auszurauben. Hier kommt der Division Agent ins Spiel, denn die Gangster verstehen nur eine Sprache: Blei.

Also wird munter drauf losgeschossen. Das Ganze erscheint in Third-Person-Ansicht.

Nachdem man bei der Basis der JTF eingetroffen ist und mitgeholfen hat, den Angriff einer Gang abzuwehren geht es auch gleich ins Eingemachte und an Aufträge. Zunächst muss die medizinische Versorgung sichergestellt sein. Daher muss man ein Seuchenzentrum aufsuchen und eine Ärztin daraus evakuieren. Anschließen muss die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Also zum E-Werk und einen Spezialisten raushauen.

Die Missionen laufen dabei ähnlich ab. Am Ziel angekommen schießt man sich durch immer größer werdende Feindeswellen und trifft zum Schluss auf einen Boss-Gegner, der besonders hartnäckig im Nehmen ist. Im Falle des E-Werks brauchte ich zehn Anläufe, ehe ich den Typen mit dem Flammenwerfer endlich ins Nirwana befördert hatte.

Doch es gibt noch mehr als sinnloses Geballer, denn The Division ist auch ein Rollenspiel. Mit jeder Mission und jedem ausgeschalteten Gegner gewinnt man Erfahrungspunkte hinzu und durch das Einsammeln von Gegenständen und das Plündern gefallener Gegner erhält man alsbald ein stattliches Arsenal. Fähigkeiten können ausgebaut werden. Waffen aufgerüstet. Überflüssiges Material beim Händler verkauft und neues eingekauft werden.

Das New York in The Division ist ein Open World Szenario. Man kann sich frei durch die Straßen und auch einige Gebäude bewegen. Die Grafik ist dabei eine wahre Pracht. Mit viel Liebe zum Detail, sehen es vorbeifliegende Blätter, Vögel, Ratten, Hunde, Schneeflocken, Wasserpfützen, Licht und Schatten, alles sehr stimmig und fotorealistisch. Jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Grafikpracht auf der XBox One einen Ticken besser ist, als auf dem PC – Lichteffekte direkt nach der Installation wollten erst so gar nicht aufkommen, nach dem Hochschrauben aller Grafikdetails auf Ultra scheint der Charakter auf dem PC noch etwas blass zu sein und die Farben könnten ein bisschen froher rüberkommen.

Beides wurde in 1080p gespielt. Die XBox kann nicht mehr, der Bildschirm, an dem der PC hängt leider auch nicht. Angeblich lässt sich The Division in 4K spielen, ausprobieren muss ich das allerdings nicht, da der Lüfter des Rechners während des Spiels schon konstant sein Werk verrichtet.

Aber was man da so im Alleingang bewerkstelligen kann, ist noch lange nicht alles. Übergangslos vom Singleplayer geht es in den Multiplayer, indem man über eine Mauer oder Barrikade oder durch eine Schleuse in die sogenannte Dark Zone gelangt. Diese ist kontaminiert, der Funk zur Basis ist abgeschnitten und hier tummeln sich nicht nur Computergegner in Form von Bandenmitgliedern herum, sondern reale Spieler, die in der einen Sekunde Freund und in der anderen Feind sein können.

Das ist unheimlich!

Echt jetzt. Die Atmosphäre in der Dark Zone ist bedrückender und beklemmender als in der Singleplayer-Welt. Alles wirkt noch toter als tot, was daran liegen mag, dass hier einem keine bedürftigen Bürger mehr entgegen kommen. Sich bewegende Gestalten sind entweder Gangmitglieder oder andere Spieler.

Was tut man also in der Dark Zone? Zunächst einmal Computergegner ausschalten. Die sind hier allerdings wesentlich stärker als im Singleplayer Modus. Da verballert man schon mal gut zwei Magazine, ehe man jemanden zur Strecke gebracht hat. Ist der Kampf vorbei, geht das Plündern los. Einsammeln, was das Zeug hält, denn da gibt es reichlich nützliche Dinge.

Aber es wäre zu einfach, wenn man so leicht an neue Gegenstände kommt. Alles, was man in der Dark Zone findet, ist kontaminiert und darf nicht so ohne Weiteres mitgenommen werden in das New York, das ihr außerhalb der Dark Zone vorfindet. Also müsst ihr mit eurem Plündergut zu einem Abholort, dort eine Leuchtpistole abfeuern und 90 Sekunden warten, bis ein Hubschrauber heranrauscht, um euer Bergungsgut aufzunehmen und zur Dekontaminierung zu bringen.

Und bei Gott, das sind die aufregendsten 90 Sekunden, die ihr erleben werdet. Nicht nur, dass, angelockt durch die Leuchtkugel und das Helikoptergeräusch, plötzlich die Gangster wie Ratten aus ihren Nestern kommen, um euch anzugreifen, nein, ihr werdet plötzlich von raffgierigen anderen Spielern beschossen, die meinen, sie könnten eure Sachen noch an sich nehmen, ehe der Hubschrauber da ist und sie als ihre Beute in die Dekontaminierung schicken.

Denn alles, was ihr mit dem Hubschrauber rausfliegen lassen könnt, gehört anschließend euch und kann im Spiel verwendet werden, so ihr es denn nicht verkauft.

Erstes Fazit: Ein Must Have.

 

Samsung Galaxy S7 – ganz schwach, Herrschaften

Gestern um 19 Uhr MEZ hat Samsung auf dem MWC in Barcelona sein neues Flaggschiff das Galaxy S7 vorgestellt.

Mit reichlich Bombast, der sich nach einer Nacht drüber schlafen jedoch eher nur als Schaumschlag herausstellt.

Im Falle Apples wäre das S7 eher nur eine S-Nummer – also ein S6s geworden. Designtechnisch hat sich so gut  wie nichts geändert (außer, dass sie es geschafft haben, die Kamera etwas tiefer ins Gehäuse zu drücken) bleibt es bei der mit dem S6 eingeführten Produktlinie: Glas, Metallrahmen, Glas. Was vielleicht im ersten Moment wertig klingt und chic aussieht ist jedoch nicht jedermanns Sache.

Die Glasrückseite zieht wie die Front natürlich Fingerabdrücke en masse an, was gerade bei einer dunklen Farbe auffällt. Und die Glasrückseite ist in mancher Hand rutschiger als eine Metallrückseite. Griffigkeit findet hier man wenig, also greift man zwangsläufig zu einer Schutzhülle oder -tasche und pfeift auf das Design.

Ansonsten: Was kann das S7? Ich wurde gestern Abend gefragt, ob es ein Killerfeature gibt und bei der Selbstreflexion, was ich gestern im Livestream gesehen habe, frage ich mich, ob es überhaupt ein Feature gibt.

Klar, das S7 nutzt gegenüber dem S6 die neusten auf dem Markt verfügbaren Komponenten. Aktuellster Prozessor (ob nun von Qualcomm oder Samsung themselves), aktuelle Grafikeinheit, großzügig 4 GB RAM.

Pixeltechnisch hat sich nichts großartiges getan. Es wird die gleiche UHD-Auflösung wie beim Vorgänger verwendet, wir haben immer noch einen Homebutton mit Fingerabdrucksensor, die Ein- und Ausschalter befinden sich noch immer an der gleichen Stelle und Samsung verwendet weiterhin einen Micro-USB-Anschluss, statt eines USB-Typ-C – wohl um auch weiterhin das gleiche Zubehör (wie z.B. die Gear VR) nutzen zu können.

Die Akkukapazität wurde erhöht und die Displaydiagnonale zwischen S7 und S7 Egde wurde vergrößert (S7: 5,1 Zoll (wie beim S6), S7 Edge nun auf 5,5 Zoll gewachsen).

An Erweiterungen gibt es ein neues Kühlsystem, eine IP68 Zertifizierung, was das Gerät einen Plumpser ins Wasser aushalten lässt und … er ist wieder da: Der Micro-SD-Slot.

Die 32 oder 64 GB internen Speicher lassen sich damit wieder erweitern, was gerade in Kombination mit der Gear VR vonnöten ist, denn die ganzen 360 Grad Videos wollen ja irgendwo gespeichert werden.

Statt Specs zu liefern, war ich am Ende der Präsentation etwas baff. Das war es? Ja, die Kamera haben sie verbessert. 12 MP mit Dual-Pixeln, die eine ultraschnelle Fokussierung ermöglichen und bei einer F1.7 Blende auch im Halbdunkel noch geniale Fotos zaubern soll, aber … hey, es ist ein Smartphone, keine Kompaktkamera, da will man insgesamt doch schon etwas mehr, als nur eine bessere Kamera haben, oder nicht?

Ach ja, eine Sache gibts noch: Das Display kann nun auf „Always-on“ gestellt werden, sodass energiesparsam in einem Bereich des Schirms Uhrzeit und eingehende Nachrichten angezeigt werden. Hat den Vorteil, dass man nicht ständig das Gerät aus dem Standby wecken muss, wenn man nur nach der Zeit oder einem Nachrichteneingang sehen will.

Denn genau wie LG in der 14-Uhr-Präsentation gestern hat auch Samsung in der 19-Uhr-Präsentation herausgefunden, dass der Mensch ca. 150 x am Tag (!) auf das Display seines Handys gafft, nur um neue Nachrichten zu checken oder die Zeit zu erfahren.

Aber das war es wirklich jetzt. Keine neuen Sensoren, keine holografische Darstellung, kein flexibles Display, kein Retinascan, kein was-weiß-ich-welches-Feature. Ein Facelift. Eine Modellpflege. Mehr ist das S7 nicht. Und für diese Pflege verlangen sie natürlich die gleichen Preise wie letztes Jahr – aber 699 Euro für das S6 mit 32 GB RAM geht es los. Wer vorbestellt und nicht auf einen Preisverfall wartet, erhält bei einigen Händlern kostenlos die Gear VR dazu (Wert ca. 99 Euro).

 

Wenn ich jetzt mal rüber schaue zu den Leuten von LG, da sehe ich einen gewissen Mehrwert und Vorteil, der Samsung ganz schön doof dastehen lässt.

LG bringt das G5 auf den Markt. Natürlich wird auch hier in erster Linie erst einmal das Wesentliche mit aktueller Hardware aufgemotzt. Snapdragon 820, 4 GB RAM, die Auflösung ebenfalls im UHD-Bereich, ansonsten das, was man von LG kennt (Micro-SD Slot, wechselbarer Akku) plus … ja plus einige Features und Designänderungen.

Erstmals präsentiert LG das Flaggschiff in einem Aluminium-Uni-Body. Tscha, Samsung, da guckstdu, was?

Der Fingerabruck-Scanner liegt wie bei den Vorseriengeräten auf der Rückseite und dient wohl direkt als Power-Button. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteile für diejenigen, die ihr Telefon beim Aufnehmen (vom Tisch oder aus der Hosen- oder Jackentasche) direkt sicher entsperrt haben möchten. Nachteilig für diejenigen, die ihr Gerät häufig auf dem Tisch liegen haben und es beim Entsperren gerne liegen lassen, weil sie Nachrichten lesen oder checken wollen.

Dem letzteren kommt LG aber entgegen, denn genau wie Samsung hat man das Display „Always on“ geschaltet, um Uhrzeit und weitere Infos direkt ablesen zu können, ohne, dass das Gerät aus dem Standby geweckt werden muss. Doof nur, dass beim GF die Kameras so weit herausstehen, dass ein Liegen auf dem Tisch eher eine wackelige Angelegenheit wird. Man wird also auf dem Schreibtisch eher zu einem Geräteständer greifen (müssen).

Apropos Kamera: Auch hier legt LG nach. Zwei Kameras auf der Rückseite, eine mit 16 MP, eine 8 MP und 135 Grad Weitwinkel – ein anderes Konzept als Samsung, aber wie gesagt, wir sind hier im Smartphonebereich und die Kamera sollte kein Killerfeature sein. Man will noch andere Dinge mit so einem Telefon tun, als nur knipsen.

Die Akku-Kapazität hat man leider auf 2800 mAh runtergeschraubt. Das Display liegt bei 5,3″ – also 0,2″ kleiner als der Vorgänger.

Was ist denn nun das Feature, das neben dem Alugehäuse, das ja auch nicht viele bieten, das G5 besser dastehen lässt, als das Galaxy S7.

Da haben wir ihn, den sogenannten Magic Slot. Ja, natürlich wollen sie alle euer Geld und kriegen es durch Zubehör, und eben für jenes Zubehör ist der Magic Slot geschaffen worden.

Die untere Partie unterhalb des Displays ist ein Slider, der  sich aus dem G5 herausziehen lässt. Darüber lässt sich nicht nur der Akku blitzschnell wechseln ohne erst großartig die Rückseite abknibbeln zu müssen, sondern der Slot dient auch reichlich Zubehörmodulen wie dem CamPlus (Kameramodul) oder einem HiFi-Modul von Bang&Olufsen als Verbindungsstück. Nicht zuletzt soll Zubehör nicht aus dem Hause LG verwendet werden können, sondern auch von Drittanbietern.

Preislich schraubt sich LG in die Oberliga. Während man seinerzeit das LG G2 noch für „schlanke“ 499 Euro zum Start bekommen konnte, ist man immer mutiger geworden. So wird bei Amazon das G5 mit 749 Euro aufgerufen und ist damit in der 32 GB Version sogar teurer als das Galaxy S7.

Am Ende stellt sich natürlich die Frage für den durchschnittlichen User eines Smartphones: Lohnt sich denn bis jetzt der Umstieg von einem 2015er-Gerät auf ein 2016er? Gibt es irgendetwas, das so spannend ist, dass man nun unbedingt eines der neuen Geräte haben muss?

Nein, eigentlich nicht. Es sei denn, man will wirklich zu 90% mit dem Smartphone fotografieren und Zubehör wie die CamPlus von LG oder die Samsung 360 CAM nutzen oder baut voll und ganz auf Virtual Reality. Neben der Gear VR, die dieses Jahr wohl nicht in verbesserter Version herauskommen wird, bringt LG ebenfalls eine VR-Brille heraus, die unter dem Namen LG 360 VR  in den Handel kommt. Im Gegensatz zu anderen VR-Brillen (abgesehen von der Oculus Rift und der HTC Vive) muss in die 360 VR kein Smartphone eingelegt werden, sondern die Brille wird mit dem mobilen Gerät über ein USB-C-Kabel verbunden. Das ermöglicht einen wesentlich besseren Tragekomfort.

 

 

Von meinem Schreibtisch: Hannigan holperig

Hit and run. Fire und forget. Das sind meine Devisen.

Doch was ich mir gestern zum Start des Sankt Petersburg Kapitels zusammengeschrieben habe, ließ mich heute Nacht unruhig schlafen.

Heute Morgen las ich mir die beiden Seiten noch einmal durch und musste dabei die Augen verdrehen. Langweilig. Gestelzt. Holperig. Da war jeder Reiseführer interessanter. Was war falsch? Der erste Schluck Kaffee brachte morgendliche Erleuchtung. Ich hatte krampfhaft eine Beschreibung der Stadt runtergerasselt, zusammengestoppelt aus Rechercheinformationen und Bildern aus dem Netz. Ohne Leben. Jeder Satz eine Qual schon beim Schreiben, erst recht beim Lesen.

Es war also nichts mit run und forget, eher mit ich muss noch mal ran. Statt eines Geschichtskurses setzte ich die agierende Protagonistin in den Vordergrund und ließ sie Sankt Petersburg auf sich wirken – das passt jetzt wesentlich besser.

Von meinem Schreibtisch: Das Start-Phanömen

Wie schon bei ÄRA DER HELDEN erliege ich auch beim neuen HANNIGAN-Roman dem Phänomen des Starts.

Am Anfang habe ich immer einen Lauf und kann die Finger nicht von der Tastatur lassen. Da ist nicht mal Disziplin im Spiel oder Zwang, sondern einfach der Wunsch, am Abend, bevor man sich dem Fernsehen oder einem Buch hingibt, noch ein paar Zeilen zu tippen.

Mit der richtigen Musik auf den Ohren und ausreichend dunkelbrauner, koffeinhaltiger Limonadenbrühe aus dem Hause Coca Cola, fällt die Muse wie wild über mich her. Aus ein paar Zeilen werden dann ein paar tausend Zeichen.

ÄRA DER HELDEN startete in der ersten Woche nach Schreibbeginn mit 100.000 Zeichen. Kühn behauptete ich, wenn das so weiterginge, könne ich in drei weiteren Wochen mit dem Roman durch sein. Aus drei weiteren Wochen wurden dann allerdings 7 Monate.

Eine Hochrechnung ist also Fehl am Platze. Man ist halt irgendwo Künstler und kein Lohnschreiber. Die Story muss sich entfalten, sie muss gewollt, geliebt und gelebt sein und werden – nur dann funktioniert es richtig.

Letzte Woche berichtete ich von der Arbeitsaufnahme am Manuskript zu Eileen Hannigans viertem Abenteuer – und siehe da – auch hier sind an den Abenden und am Wochenende innerhalb von sieben Tagen 100.000 Zeichen zusammengekommen. 101.734 um genau zu sein.

Nein, vergesst die Hochrechnung. Ich weiß, dass das etwas mehr als ein Achtel des letzten Hannigans war. Das bedeutet jetzt nicht, dass ich in zwei Monaten mit der Story durch bin. Glaube ich. Warten wir’s ab.

Von meinem Schreibtisch: Hannigan – Der längste Prolog

Wie zu befürchten, sprengt der Prolog zu HANNIGAN alle bisherigen.

Er ist jetzt endlich mit unerträglich hohem Bodycount abgeschlossen worden und endet auf Manuskriptseite

 

78

Halleluja! Das hätte ich allerdings auch nicht erwartet. Es ergibt allerdings auch keinen Sinn, aus dramaturgischen Gründen einen Break zu machen. Da gibt es nur einen Punkt, an dem das laufen könnte, doch dann wird der Zusammenhang zu sehr auseinander gepflückt. Ich lasse es jetzt erst mal so stehen 🙂

 

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