Angespielt: Tom Clancy’s The Division

Mit mindestens einem Jahr Verspätung kommt der Titel TOM CLANCY’S THE DIVISION im März auf den Spielemarkt.

Seit dem Wochenende ist die Offene Beta verfügbar und die habe ich gleich mal auf der XBox One und auf dem PC ausprobiert.

Worum geht’s? Der Spieler findet sich in einem postapokalyptischen New York wieder. Die Menschheit ist von einem Virus dahingerafft. Es bestehen immer noch Quarantäne-Zonen und Ansteckungsgefahr. Die Zivilisation ist über den Jordan gegangen. Autos fahren nicht. Strom ist selten. New York ist in ein Chaos aus Hunger, Durst, Armut und Plünderern verfallen.

Die JTF – Joint Task Force – versucht die Ordnung aufrecht zu erhalten, doch sie ist zahlenmäßig dem plündernden Mob unterlegen und wird immer wieder von marodierenden Banden aufgerieben.

Da kommen die Agents der Division ins Spiel. Freiwillige Helfer, die die JTF unterstützen und die Ordnung wiederherstellen wollen.

In der Beta, die vermutlich auch den Spielanfang darstellt, wird man gerade auf dem Hudson Pier eingeflogen und soll sich zur Basis der JTF durchschlagen. Es erwartet einen eine winterliche, verwahrloste Landschaft. Häuser sind verbarrikadiert, überall Leichensäcke auf den Straßen, Autos stehen kreuz und quer oder ineinander verkeilt herum und hin und wieder trifft man auf bedürftige Bürger, denen man ein Wasser oder einen Müsliriegel spendieren kann, sofern man etwas bei sich trägt. Im schlimmsten Fall darf man das Ableben eines dieser bedürftigen Bürgern erleben.

Immer wieder trifft man auf Gruppen von zwei bis sechs vermummten Rowdies, die nichts im Sinne haben, als Bürger zu töten und auszurauben. Hier kommt der Division Agent ins Spiel, denn die Gangster verstehen nur eine Sprache: Blei.

Also wird munter drauf losgeschossen. Das Ganze erscheint in Third-Person-Ansicht.

Nachdem man bei der Basis der JTF eingetroffen ist und mitgeholfen hat, den Angriff einer Gang abzuwehren geht es auch gleich ins Eingemachte und an Aufträge. Zunächst muss die medizinische Versorgung sichergestellt sein. Daher muss man ein Seuchenzentrum aufsuchen und eine Ärztin daraus evakuieren. Anschließen muss die Stromversorgung wiederhergestellt werden. Also zum E-Werk und einen Spezialisten raushauen.

Die Missionen laufen dabei ähnlich ab. Am Ziel angekommen schießt man sich durch immer größer werdende Feindeswellen und trifft zum Schluss auf einen Boss-Gegner, der besonders hartnäckig im Nehmen ist. Im Falle des E-Werks brauchte ich zehn Anläufe, ehe ich den Typen mit dem Flammenwerfer endlich ins Nirwana befördert hatte.

Doch es gibt noch mehr als sinnloses Geballer, denn The Division ist auch ein Rollenspiel. Mit jeder Mission und jedem ausgeschalteten Gegner gewinnt man Erfahrungspunkte hinzu und durch das Einsammeln von Gegenständen und das Plündern gefallener Gegner erhält man alsbald ein stattliches Arsenal. Fähigkeiten können ausgebaut werden. Waffen aufgerüstet. Überflüssiges Material beim Händler verkauft und neues eingekauft werden.

Das New York in The Division ist ein Open World Szenario. Man kann sich frei durch die Straßen und auch einige Gebäude bewegen. Die Grafik ist dabei eine wahre Pracht. Mit viel Liebe zum Detail, sehen es vorbeifliegende Blätter, Vögel, Ratten, Hunde, Schneeflocken, Wasserpfützen, Licht und Schatten, alles sehr stimmig und fotorealistisch. Jedoch hatte ich den Eindruck, dass die Grafikpracht auf der XBox One einen Ticken besser ist, als auf dem PC – Lichteffekte direkt nach der Installation wollten erst so gar nicht aufkommen, nach dem Hochschrauben aller Grafikdetails auf Ultra scheint der Charakter auf dem PC noch etwas blass zu sein und die Farben könnten ein bisschen froher rüberkommen.

Beides wurde in 1080p gespielt. Die XBox kann nicht mehr, der Bildschirm, an dem der PC hängt leider auch nicht. Angeblich lässt sich The Division in 4K spielen, ausprobieren muss ich das allerdings nicht, da der Lüfter des Rechners während des Spiels schon konstant sein Werk verrichtet.

Aber was man da so im Alleingang bewerkstelligen kann, ist noch lange nicht alles. Übergangslos vom Singleplayer geht es in den Multiplayer, indem man über eine Mauer oder Barrikade oder durch eine Schleuse in die sogenannte Dark Zone gelangt. Diese ist kontaminiert, der Funk zur Basis ist abgeschnitten und hier tummeln sich nicht nur Computergegner in Form von Bandenmitgliedern herum, sondern reale Spieler, die in der einen Sekunde Freund und in der anderen Feind sein können.

Das ist unheimlich!

Echt jetzt. Die Atmosphäre in der Dark Zone ist bedrückender und beklemmender als in der Singleplayer-Welt. Alles wirkt noch toter als tot, was daran liegen mag, dass hier einem keine bedürftigen Bürger mehr entgegen kommen. Sich bewegende Gestalten sind entweder Gangmitglieder oder andere Spieler.

Was tut man also in der Dark Zone? Zunächst einmal Computergegner ausschalten. Die sind hier allerdings wesentlich stärker als im Singleplayer Modus. Da verballert man schon mal gut zwei Magazine, ehe man jemanden zur Strecke gebracht hat. Ist der Kampf vorbei, geht das Plündern los. Einsammeln, was das Zeug hält, denn da gibt es reichlich nützliche Dinge.

Aber es wäre zu einfach, wenn man so leicht an neue Gegenstände kommt. Alles, was man in der Dark Zone findet, ist kontaminiert und darf nicht so ohne Weiteres mitgenommen werden in das New York, das ihr außerhalb der Dark Zone vorfindet. Also müsst ihr mit eurem Plündergut zu einem Abholort, dort eine Leuchtpistole abfeuern und 90 Sekunden warten, bis ein Hubschrauber heranrauscht, um euer Bergungsgut aufzunehmen und zur Dekontaminierung zu bringen.

Und bei Gott, das sind die aufregendsten 90 Sekunden, die ihr erleben werdet. Nicht nur, dass, angelockt durch die Leuchtkugel und das Helikoptergeräusch, plötzlich die Gangster wie Ratten aus ihren Nestern kommen, um euch anzugreifen, nein, ihr werdet plötzlich von raffgierigen anderen Spielern beschossen, die meinen, sie könnten eure Sachen noch an sich nehmen, ehe der Hubschrauber da ist und sie als ihre Beute in die Dekontaminierung schicken.

Denn alles, was ihr mit dem Hubschrauber rausfliegen lassen könnt, gehört anschließend euch und kann im Spiel verwendet werden, so ihr es denn nicht verkauft.

Erstes Fazit: Ein Must Have.

 

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