Adonit Support: Schnell und am Wochenende + Apple Pencil „Vergleich“

Das lob ich mir: Wenn ein Problem auch übers Wochenende beantwortet werden kann.

Gestern trudelte mein neuer Stylus von Adonit ein, der Pixel. Vor knapp zweieinhalb Jahren habe ich mir den Adonit Jot Script zugelegt, mit einem eher bescheidenen Ergebnis.

Ein Schreiben auf dem iPad war so gut wie unmöglich, da es immer wieder zur Unterbrechung in der Linienführung kam und meine Sauklaue selbst für mich unidentifzierbar  wurde. Zeichnen, zumindest die Skizzen, die ich Zeichnen nenne, ging nur  so lala.

Nun begab es sich ja, dass die Firma Apple mit dem iPad Pro auch einen Stylus anbietet, der direkt aufs Produkt abgestimmt ist. Auch wenn mit dem iPad Pro 9,7″ ein kleineres und immer noch sauteures „günstigeres“ Gerät auf den Markt gekommen ist, ist dies im Preisleistungsverhältnis der Kategorie Jenseits-von-Gut-und-Böse anzusiedeln.

So stieß ich auf den neuen Adonit Pixel (und war mir nicht mal bewusst, dass zwischendurch noch der Adonit Jot Touch herausgekommen war). Und las mir einen Vergleich zwischen ihm und dem Apple Pencil vor, denn im Gegensatz zum Pencil, lässt sich der Pixel auch mit allen anderen iPads neben dem Pro verwenden, also das Ideale für mein iPad Air 2.

Im Review schnitt der Pixel sehr gut ab, würde aber noch nicht ganz an die Leistung des Pencil heranreichen. Dies merken wir uns für später.

Nun, gestern den Pixel also ausgepackt und mit dem iPad gekoppelt. Die Funktionsweise ist ähnlich, wie mit seinem Vorgänger und auch mit dem Apple Pencil – da das iPad Air 2 und auch die iPad Pros,  also generell keine iOS-Geräte, aktive Digitizer verbaut haben, erfolgt eine Kopplung ausschließlich über Bluetooth. Das heißt, die Funkverbindung teilt dem iPad mit an welcher Stelle sich die Spitze des Stylus momentan befindet und welche Bewegungen sie ausführt. Das Display selbst bekommt die Berührung und Linienführung gar nicht mit. Auch das behalten wir uns für später in Erinnerung.

Über Bluetooth wurde der Pixel sofort erkannt, selbst ohne Kopplung. Allerdings sollte man den entsprechenden Apps sagen, mit welchem Stylus man arbeitet, damit sie sein volles Potenzial entfalten können.

Meine bevorzugte Schreib-App ist Penultimate, da sie von Evernote gehostet wird und meine Notizen direkt zu Evernote kopiert. Der Haken: Penultimate hat den Pixel nicht erkannt. Schreibversuche sahen genauso aus, wie mit dem Jot Script: Linien unterbrochen, eine nicht erkennbare Handschrift.

Ich installierte die App Good Notes – hier wurde der Pixel sofort als solcher erkannt und das Schreiben ging wesentlich flüssiger und besser von der Hand, als mit allen anderen Stiften, die ich auf einem iOS Gerät getestet habe.

Zwar lassen sich Notizen in Good Notes als PDF exportieren und dann zu Evernote beamen, aber dann habe ich in Evernote einen PDF-Anhang, den ich erst wiederum öffnen muss.

Für Evernote gibt es PDFs und PDFs und … ja, auch PDFs – will sagen: Verschiedene PDF-Merkmale.

Evernote für Windows, Web und mobil bietet überall das gleiche Kraut: Ein PDF ist ein Anhang, der separat geöffnet werden muss. Basta.

Evernote für MacOS hat hier einen kleinen, aber entscheidenden Vorteil: Bestimmte PDFs, wie als PDF gesicherte Textdateien oder auch Scans, lassen sich direkt in der Evernote-Notiz anzeigen und auch durchblättern, ohne, dass man dazu das PDF separat mit beispielsweise dem Acrobat Reader öffnen müsste.

Allerdings gilt das nicht für alle PDFs, deswegen die dritte Kategorie. Denn die handgeschriebenen, als PDF exportierten Notizen aus Good Notes müssen ebenfalls separat geöffnet werden und lassen sich nicht direkt in Evernote anzeigen.

Ziel ist es also, mit Penultimate zu arbeiten. Und hier kommt der Adonit Support ins Spiel. Ich hatte die Mädels und Jungs gestern angetextet, wie es um Penultimate und der Kompatibilität mit dem Pixel ausschaut – denn auf der Website Adonits wird Penultimate genannt.

Heute antwortet mir bereits der Support – das nenne ich mal eine klasse Reaktion, übers Wochenende. DANKE!

Auch wenn die Antwort etwas ernüchternd ist, denn sie lautet, dass Evernote noch kein Update für Penultimate geliefert hat, das direkt mit dem Pixel zusammenarbeitet. Daher besteht nur die Möglichkeit, auf eine definitiv kompatible App wie Good Notes, Notes Plus usw. auszuweichen.

Na schön, macht man nix dran.

Und wie ist er denn so jetzt unter Good Notes, der Pixel.

Wir holen uns die beiden vorherigen Bemerkungen wieder auf den Schirm:

  • Nicht ganz so gut wie der Apple Pencil
  • Kein aktiver Digitizer bei iPad egal ob Pro oder nicht Pro.

Zwar besitze ich kein iPad Pro und keinen Pencil, weiß nun aber, dass die Anschaffung überhaupt nicht lohnt. Wenn ich mir das Arbeiten mit dem Pencil etwas besser als das mit dem Pixel vorstellen kann, dann hat Apple die Mission, einen Stylus einzuführen, vollständig vergeigt.

Und genau das mag an dem fehlenden Digitizer liegen. Schielen wir mal rüber zur Konkurrenz nach Südkorea: Mit der Galaxy Note-Reihe und aktiven Digitizern hat man hier Produkte auf den Markt geworfen, die in puncto Schreiben auf Displays einen echten Mehrwert bieten.

Klare, gerade Linienführungen, erkennbare Handschriften (die auch in Druchbuchstaben umgesetzt werden können (automatisch!)). Selbst das zwei Jahre alte Samsung Galaxy Note Pro 12.2 liefert hier um Längen bessere Ergebnisse, als eine Bluetooth-Verbindung beim Pixel oder auch Pencil es je könnte.

Den einzigen Wermutstropfen, den Samsung hier bietet, ist das haptische Schreibgefühl, geschuldet der Tatsache, dass die Stifte in ihrer Bauweise zu klein, zu schmal und zu eckig sind. Na klar, die Stifte sollen noch Platz im Gehäuse des jeweiligen Gerätes finden.

Aber auch hier gibt es Abhilfe. Samsung hat einen eigenen, größeren Stift herausgebracht, der sich allerdings sehr schnell in seine Bestandteile zerlegt hat. Besser dagegen ist die Firma Wacom. Mit dem Bamboo Stylus, den ich nutze, hat man ein schönes, haptisches Gefühl mit einem runden Stift.

Schade nur, dass Samsung die Note-Reihe im Tablet-Bereich eingestellt hat und bei den Phablets die Sache derzeit gründlich vermurkst.

Nicht nur, dass das Note 5 in Europa gar nicht regulär erschienen ist, nun will man auch eine Versionsnummer überspringen, um im Herbst nicht das Note 6, sondern gleich das Note 7 herauszubringen – eine Marketingmaßnahme, um eine niedrige Version nicht nach einer höheren zu puschen (Die S7-Reihe) und auch mit dem kommenden iPhone 7 gleichauf zu ziehen.

Ein wichtiges Merkmal noch bei Stiften, die mit einem aktiven Digitizer-Display zusammenarbeiten: Sie benötigen keinen Strom.

Sowohl Apple Pencil als auch Adonit Pixel und auch der Microsoft Surface Pen haben integrierte Akkus oder Batterien, die geladen oder gewechselt werden müssen. Der Stylus einer Note-Reihe kommt hier gänzlich ohne elektrischen Saft aus.

2016-06-12 11.16.31

Größenvergleich: Oben Adonit Jot Script (2014), unten Adonit Pixel (2016)

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Wacom Bamboo Smart für Galaxy Note

 

 

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