Die Wahl der Kamera: Videoblogging

Es gibt gefühlt Tausende von Videos auf Youtube, die dir sagen, wie du am besten bei Youtube Videos produzierst. Es gibt gefühlt mehrere Hunderttausend Artikel, die dir erzählen, welches die beste und geeignete Kamera für Video Blogs ist.

1000 Fragen, 1000 verschiedene Antworten. Nur in einem sind sie sich einig: Du brauchst ein sehr gutes Bild und einen noch besseren Ton.

Check.

Also, welche Kamera nehmen wir denn aus dem vorhandenen Repertoire. Ich besitze eine Sony Alpha SLT-58 – damit habe ich bereits einige Youtube-Tutorials gesehen, sicherlich nicht ganz so verkehrt, wenn man POV-Aufnahmen macht, allerdings eher ungeeignet, wenn man beabsichtigt, sich selbst als Moderator ins rechte Licht zu rücken – das Display der Alpha SLT-58 ist leider nicht abklapp- und schwenkbar, sodass man Selfies auf Geratewohl schießt.

Des Weiteren ist das Videofilmen mit einer DSLR umständlich, wenn man dabei in Bewegung ist. Zu sperrig. Zu schwer. Wenn man nicht ständig ein Stativ benutzen kann, bekommt man rasch einen lahmen Arm, der sich nicht mehr durch den Bildstabilisator ausgleichen lässt.

Gerne argumentieren Youtuber für DSLRs, mit dem manuellen Fokussieren einen tollen Effekt hervorzurufen, der gut ankommt: Der Moderator ist scharf im Bild zu sehen, der Hintergrund ist unscharf. Zugegeben, das hat was. Leider ist man dann auf die Position, die scharf fokussiert wird beschränkt. Ich sehe immer wieder, wie Moderatoren beim gestikulieren oder Kopfbewegungen aus dem Fokus verschwinden und dann Unschärfen erzeugen. Das wiederum zerstört den schönen Effekt.

Da ich beim Fotografieren mit der Sony Alpha mehr als zufrieden bin und das Videofilmen nicht die Primärfunktion einer DSLR ist, muss ich jetzt nicht unbedingt auf eine Canon EOS 700 D umsteigen.

Der Sony Camcorder bietet eigentlich das, was ich brauche – zumindest bildmäßig. Der Ton über das eingebaute Mikro ist zwar klar und laut, lässt jedoch Tiefen vermissen und nimmt leider ein leises Brummen und Rauschen bei ruhigen Umgebungen mit auf, sodass er sich nicht wirklich für meine Zwecke qualifiziert. Ein externes Mikrofon lässt sich nicht anschließen.

Die nächsten Kandidaten im Hause sind diverse Smartphones. Mögen die Rückkameras noch so gut sein, hier hat man das Problem, wie mit DSLRs mit nicht 100-Grad-schwenkbarem Display: Man sieht sich während der Aufnahme nicht selbst und kann nicht kontrollieren, ob man sich noch gut im Kameraaufnahmebereich positioniert hat oder schon halb aus dem Fokus gelatscht ist.

Sinnvoller ist hier, die Frontkamera zu nutzen, so sie denn 1080p-Videos unterstützt. Das tut aktuell bei mir nur die Kamera des HTC 10 (okay, die des Samsung Galaxy S6 auch, die scheint aber defekt zu sein, liefert sie nur noch violette Flecken bei Film- und Fotoaufnahmen).

Der Schwachpunkt des HTC 10: Bei nicht ganz optimalen Lichtverhältnissen oder Gegenlicht, erscheint ein Bildrauschen, das schnell als Laufrauschen oder Flackern auf der Aufnahme erscheint, als würde man von einem Bildschirm abfotografieren. Man sieht das recht deutlich in meinem letzten Video bei der Eröffnungsszene vor offenem Fenster. Auf der rechten Bildseite wabern feine Linien nach oben und das Bild wirkt unruhig und kriselig. Dagegen ist es wesentlich besser bei den letzten Aufnahmen, die mit drei Studiolampen ausgeleuchtet wurden.

Der nächste Schwachpunkt bei Smartphones: Das eingebaute Mikrofon. In der Regel muss man sich nah im Aufnahmebereich aufhalten und selbst dann bekommt man eher leisen und stellenweise blechernen Ton. Abhilfe kann ein externes Smartphone-Mikrofon für den Kopfhörerausgang über den Klinkenanschluss verschaffen. Für Headsets sind diese Anschlüsse ohnehin als Audio Ein- und Ausgang konzipiert. Aber auch das ist eher eine nette Übergangslösung, die zwar anfangs hilft, aber nicht immer das Gelbe vom Ei darstellt.

Die nächste Kamera im Bunde ist die HTC RE – eine Art Actioncam, die im Weitwinkel mit Fischaugenoptik filmt. Gut für unterwegs, mangels Bildstabilisierung, schlechtem Mikrofon ohne Rauschunterdrückung und ohne Sucher jedoch eher für Schnappschüsse denn für gewollte und präzise Aufnahmen zu benutzen.

Das der Neukauf einer DSLR aus den oben aufgeführten Gründen für mich ausscheidet, habe ich mich auf die Suche nach etwas in Richtung Camcorder gemacht. Wichtig war, dass das Gerät einen Eingang für ein externes Mikrofon hat.

Wobei das Objekt meiner Wahl mit einem 5.1-Zoom-Mikrofon mit Wind-Shield-Technologie wirbt, die  vielleicht ein externes Mike ad absurdum führt – wollen wir mal schauen.

Geworden ist es jedenfalls die Panasonic HC-V777, von der ich hoffe, dass sie meinen Ansprüchen gerecht wird und euch stetig besser werdende und unterhaltsame Videos liefert.

Stay tuned.

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