Glaubt Google nicht an Inbox?

Wer Google-Nutzer ist, zum Beispiel in Form eines Smartphones oder Tablets mit dem Betriebssystem Android und wer darüber hinaus auch noch eine Google-E-Mailadresse besitzt, der kennt Google Mailprogramm Gmail (oder ehemals Google-Mail).

Auf einem Desktop-Rechner (dazu zähle ich auch Notebooks), egal ob mit Windows, OS X oder Linux-Betriebssystem nutzt man Gmail für gewöhnlich in einem Browserfenster, unabhängig davon, ob dieser nun Internet Explorer, Edge, Firefox, Chrome, Safari, Opera oder wie auch immer heißt. Es gibt keine Client-Software, kein separates Programm.

Das wiederum existiert für die mobilen Endgeräte. Zumindest bei Android und iOS.

Ich selbst benutze im privaten Desktopbereich seit knapp über zwei Jahren kein separates Programm zum Abrufen meiner E-Mails mehr. Was früher Thunderbird, davor TheBat!, davor vielleicht Pegasus-Mail und davor Eudora hieß, das ist für mich nunmehr nur noch der Browser.

Sicherlich gab es bei der Migration der Mails einige Umstellungen. Wer Ordnung liebt, legt … nun ja eben Ordner an, wer das Chaos beherrscht, hat Tausende und Zehntausende von Mails in seinem Posteingang herumfliegen.

Ordner gibt es bei Gmail nicht, sondern Labels. Man kann aber locker eigene Labels erstellen und sie wie Ordner behandeln.

Und dann kam Google plötzlich um die Ecke und stellte INBOX BY GMAIL vor, eine neue E-Mail App, die zunächst eine Betaphase erlebte, dann auf Einladung genutzt werden konnte und ab Mai 2015 für alle zu haben war. Ich selbst probierte Inbox zunächst zögerlich aus, heute mache ich nahezu alles über Inbox.

Der Android-App folgte rasch die Browser-Version, zunächst allerdings nur für Chrome verfügbar, später wurden dann auch Firefox, Opera und Safari mit abgedeckt.

Ja, hallo? Was ist dat denn? Da fährt Google zweigleisig? Ist das nicht doof? Nee, die sind auch wahrhaftig nicht die ersten. Schaut euch mal Microsoft an. Die haben schon von jeher Outlook als Office-Paketbestandteil (zumindest für den professionellen Einsatz) und OutlookExpress, das später zu Windows Mail mutierte, eingesetzt – eher für den Heimanwender.

Gmail und Inbox by Gmail sind allerdings beide kostenlos und im Heimanwenderbereich angesiedelt. Im Gegensatz zu Gmail ist Inbox insgesamt schlanker. Zwar lassen sich auch hier Label zuordnen, durch eine schnelle Abhakfunktion, die Mails archiviert, kann man aber zügig für einen aufgeräumten und übersichtlichen Posteingang sorgen.

Das schätze ich an Inbox.

Was ich daran nicht so schätze ist die eher durchwachsene Suchfunktion sowie das katastrophale Spam-Management. Einmal im Spam gelandet, gelingt es kaum, dem Programmalgorithmus zu vermitteln, dass dieser Absender keinesfalls Spam ist.

Inbox ordnet meine Packstationsbenachrichtigungen beispielsweise seit geraumer Zeit als SPAM an. Und ich kann tun was ich will, ich bekomme sie da nicht heraus. In der Desktop-Browserversion gibt es keinen Befehl oder Button der sagt „Ist kein Spam“ – man kann die Mails höchstens vom SPAM in den Eingang pinnen oder in ein anderes Label verschieben.

Die Android Version bietet zumindest ein „Aus Spam entfernen“-Kommando an. Dann landet die Post wieder im Eingang, allerdings nur bis zum nächsten Mal. Kommt wieder eine Mail von DHL an, geht sie direkt in die Tonne.

Auch das Markieren als „Dieser Absender ist NIEMALS Spam“ direkt in Gmail hat hier keine Abhilfe gebracht.

Ich hab keinen Schimmer, warum man das in Mountain View nicht auf die Kette kriegt.

Schlimmer noch: Chrome-Nutzer – und damit meine ich jetzt nicht den Browser, sondern das Betriebssystem, wissen es zu schätzen, wenn nicht wirklich alles im Browserfenster geschieht und auch wenn man mit einigen Anwendungen offline arbeiten kann.

So ist aus dem ursprünglichen reinen Browserbetriebssystem Chrome inzwischen nun doch etwas mehr geworden. Man hat eine Taskleiste, installierte Anwendungen und einige von denen lassen sich in einem eigenen Fenster öffnen, ohne im Chrome-Browserfenster zu agieren.

Auch für Inbox by Gmail gibt es eine Chrome-App. So und jetzt sollte man meinen, beides ist Google, also sollte es auch harmonieren.

ABER WARUM ZUM TEUFEL TUT ES DAS NICHT, MEINE DAMEN UND HERREN AUS MOUNTAIN VIEW? HABT IHR INSEKTENSPRAY INHALIERT???

Trotz des möglichen Häkchensätzens „Angemeldet bleiben“ muss ich bei jedem Start der Chrome-App Inbox by Gmail zunächst meine Google-Mailadresse eintippen und anschließend mein Passwort. JEDESMAL!

Dabei sollte man meinen, dass man durch die Anmeldung beim Chromebook bereits mit allen Google-Diensten verbunden ist!

Aber es kommt noch besser: Die Chrome-App von Inbox ist quasi tot und kann nichts. Denn was macht man heute mit Vorliebe aus E-Mails heraus? Links anklicken, richtig.

Aber Links in der Chrome-App funktionieren nicht. Es gibt offenbar keine Interaktion zwischen dem Browserfenster in Chrome und der separaten App Inbox.

Unbrauchbar. Komplett. Google. Bitte! Was soll das?

 

 

 

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