iPhone 7 – The Good, The Bad & The Ugly

*** Update *** (ist unten gekennzeichnet)

Das war sie wieder, die Apple Keynote im Herbst, Teil 1.

Lassen wir mal AppStore, Education und AppleMusic außen vor, dann wurden uns drei Geräte vorgestellt:

  1. Apple Watch Series 2: Nun mit GPS, wasserdicht bis 50 Meter, schnellerem Prozessor und auch in Keramik erhältlich, für die Freunde der Kachelabteilung.
  2. Die Apple AirPods: Neue drahtlose Headsets. Der Clou: Sie haben Sensoren, die erkennen, wenn die Stöpsel im Ohr stecken, spielen nur dann Sound und hören auf, ihn wiederzugeben, wenn man sie aus den Ohren entfernt. Doppeltipp auf den Hörer aktiviert Siri. Koppelung ohne großes Pairen vollautomatisch. 5 Stunden Akku-Laufzeit mit Powerbank in der Aufbewahrungsbox, die die Hörer mit bis zu 24 Stunden Gesamtkapazität aufladen können. Toll. Kommen wir zum schlechten: Der Preis. 159 Dollar, hierzulande wahrscheinlich 199 Euro. The Ugly: Ich kann solche Plastikhalbohrmuschelstecker nicht tragen. A) schmerzen sie schnell und B) rutschen sie mir zu leicht aus den Ohren. Und da kein Kabel sie fängt, sondern sie unweigerlich zu Boden fallen würden … nee, dafür nicht. Aber BEATS bringt auch neue Hörer mit der gleichen Technologie heraus – doof nur, dass ich erst letztes Jahr meine BEATS Solo2 Wireless erworben habe und sicherlich nicht jetzt wieder in Solo3 Wireless investiere, solange die alten Hörer noch funktionieren. Die Kopplung mit meinem iPod Touch ist perfekt
  3. Der Star des Abends: das iPhone 7

 

First of all: Das neue alte Design. Es hat sich was getan, aber nicht gravierend. Das Glas der Frontseite soll nun nahtlos in das Alu der Rückseite übergehen. Die Antennenstreifen sind im Rahmen verschwunden und zwar weit besser, als uns das Mock-up-Geräte vormachen wollten. Man sieht sie so gut wie gar nicht mehr.

Leider steht die Kamera weiterhin hervor und die Dualkamera des Plus-Modells wirkt auf den ersten Blick so unschön, wie die des LG G5 – mit nacktem Gerät auf glatter Oberfläche wird es sich da wieder schlecht tippen lassen. Also entweder weicher Untergrund oder designzerstörende Schutzhülle.

Verschwunden ist der 3,5mm-Klinkenanschluss für den Kopfhörer. Damit sind alle Leaks bezüglich des eigentlichen Designs eingetroffen. Keine Überraschungen. Außer die Farben: Neben Silber, Gold und Roségold fällt nun das Space Gray weg und wird durch Black und Jet Black ersetzt. Ersteres ist ein mattes schwarz, eher Anthrazit. Das Jet Black (samt- oder pechschwarz) wird in Deutschland als Diamantschwarz ausgeliefert und hat eine glänzende, vermutlich Fingerabdrücke anziehende Rückseite haben. Ashley Esqueda nannte die beiden Editionen liebevoll Vader-black (glänzend) und Batman-black (mattschwarz) – passend.

Inhaltlich war klar, dass Apple auf den neuen A10 Chip setzt, der mal wieder supervielschneller als der bisherige ist. Zum ursprünglichen ersten iPhone von 2007 spricht Apple von einer Leistungserhöhung im Bereich 120x performanter als Hauptprozessor und bei der Grafikeinheit sogar um den Faktor 240.

Kehren wir zurück zum fehlenden Klinkenanschluss. Dem iPhone liegen neue EarPods mit Lightning-Anschluss bei. Wer alte Kopfhörer mit Klinke nutzen will, kann das über den ebenfalls beigelegtem Adapter tun (ungewöhnlich für Apple). Die Reduzierung des Klinkenanschlusses ermöglicht, mehr Technologie im Gehäuse unterzubringen, verringert aber nicht die Dicke des Telefons. Das iPhone 7 ist nachwievor 7,1 mm und das Plus-Modell 7,3mm dick. Wer sich durch den Wegfall der Klinke auf ein dünneres Gerät gefreut hat, wird enttäuscht.

*** Update ***

Weiters ist die Sache nicht ganz zu Ende gedacht. Stellen wir uns folgendes Szenario vor, Phil Schiller: Du kommst nach Hause, setzt dich in deinen Sessel, Füße hoch und willst noch etwas Bach auf den Ohren genießen. Du stellst fest, dass du dein iPhone seit zwei Tagen nicht geladen hast, es hat nur noch 4% Akku – normalerweise kein Problem, Ladekabel ans Gerät und Kopfhörer in den Klinkenanschluss.

Und nun? Ja, ja, ich weiß schon, you’re holding it wrong. Ihr wollt natürlich, dass ich die Wireless Kopfhörer für 199 Euro kaufe, dann kann ich das Gerät laden und dennoch Musik hören.

*** Update Ende***

Auch alle anderen Maße bleiben identisch zu den 6s-Modellen, was enttäuschend ist, denn Apple setzt hier wieder auf viel zu viel Rahmen bei wenig Display. Zum Vergleich: Das Nexus 6P ist mit 5,7″ Display genauso groß wie das iPhone 7Plus mit 5,5″. Das Galaxy Note 7 mit gleicher Displaygröße wie das Nexus 6P ist dagegen sogar wesentlich kleiner als das iPhone 7 Plus. Warum kann Apple das nicht?

Zumindest im Gewicht spart man sich ein paar Gramm ein. 188 Gramm für das Plus, 138 Gramm für das normale 7er Modell. Das macht 4 und 5 Gramm Unterschied zu den Vorgängern.

Neues Feature ist die IP67 Zertifizierung, womit das iPhone 7 offiziell vor Spritzwasser und Staub geschützt ist. Baden gehen sollte damit allerdings nicht. Auf der anderen Seite haben Tests bewiesen, dass auch das iPhone 6 und 6s unter Wasser und sogar im Gefrierschrank nichts von seiner Funktionalität einbüßt, aber dies wurde seitens Apple nie bestätigt.

Das Display des neuen 7er soll farbenfroher sein und ist heller als das der Vormodelle. Die Auflösung und Pixeldichte hat sich jedoch nicht geändert. Wir reden hier nachwievor von hintergrundbeleuchteten LCDs mit IPS-Technologie.

Apple verbaut in den neuen Geräten Stereolautsprecher und zwar in der Form, wie HTC es mit dem HTC 10 vorgemacht hat. Statt zwei Front oder zwei Seitenlautsprecher anzubringen, gibt es den bekannten Speaker an der Unterseite des Gerätes und die Ohrmuschel dient als zweiter Lautsprecher.

Eine weitere Neuerung soll der Home-Button darstellen, der diesmal wie von den aktuellen Macs bekannten Trackpads, mit Force-Touch funktionieren und sogar funktional programmierbar sein soll. Allerdings ging aus der Präsentation nicht hervor, ob der Button an sich nun nur noch berührungsintensiv (wie z.B. beim HTC 10 oder OnePlus 2/3) ist oder ob sich weiterhin eine Druckmechanik darunter befindet, die in vielen Fällen die Sollbruchstelle eines iOS-Gerätes darstellte. Denn nichts wird so oft gedrückt, wie der Homebutton – ein Segen, dass die iPads durch eine Multitouchgeste drei Dinge, die der Homebutton übernimmt, als Wischbewegung umsetzen kann. Leider ist diese Funktion wegen der viel kleineren Displays nicht bei den Telefonen implementiert worden.

Last but not least: Die Kamera.

Freunde des kleineren Displays kommen nun in den Genuss einer optischen Bildstabilisierung, die bisher den Besitzern des Plus-Modells vorbehalten war. Die Kamera löst mit 12 MP aus, hat diesmal aber eine 1.8 Blende, die für wesentlich bessere Aufnahmen im Lowlight-Bereich sorgen soll. Der Blitz wurde auf vier LEDs verstärkt. Die Frontkamera löst mit 7 statt mit 5 MP aus.

In der Keynote war von HD die Rede, laut Produktbeschreibung des iPhone 7 soll die Frontkamera allerdings in 1080p Full-HD aufnehmen – alles andere wäre auch lächerlich.

Was meines Erachtens nicht erwähnt wurde: Auch die Frontkamera hat diesmal eine optische Bildstabilisierung – etwas, das man bisher nur vom HTC 10 kennt.

Käufer des Plus-Modells bekommen jedoch wieder ein Extra obenauf. Das Gerät ist mit 2 Kameras ausgestattet. Beide lösen mit 12 MP auf, die erste im Weitwinkelbereich, die zweite mit Teleobjektiv. Dadurch wird etwas erreicht, das bisher nur dem Kompaktkamera-Bereich und höheren Systemen vorbehalten war: Ein echter optischer Zoom.

Allerdings nur 2fach. Durch die Doppelkamera lehnt sich Apple allerdings soweit aus dem Fenster, den Digitalen Zoom auf 10fach zu erhöhen (7, 6s und 6sPlus können digital nur fünffachen Zoom hochrechnen).

Während die 6S-Modelle in den Speichervarianten 16, 64 und 128 GB angeboten wurden (jetzt nur noch als 32 und 128 GB erhältlich) verdoppelt Apple bei der 7er Reihe das Volumen: 32, 128 und 256 GB sind am Start. Wenn auch das kleinste Modell zum vorherigen Preis des 6er Modells daherkommt, gehen die Preisvorstellungen Apples doch danach rasant in die Höhe.

Während das 6s Plus neulich noch für 969 Euro in der 64 GB Variante zu haben haben, muss man jetzt für das 7 Plus 1009 Euro auf die Ladentheke legen – für 128 GB, denn 64 werden ja nicht mehr angeboten.

Lohnt sich der Umstieg vom 6S auf das 7? Wer Wert auf eine bessere Kamera legt und die IP67 Zertifizierung schätzt, ist sicherlich gut bedient. Wer bisher mit seinem 6s gut zurecht kommt, wird keinen Kaufzwang haben.

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