Samsung und die Bloatware – bitte nicht alles aus dem Programm nehmen!

Jahrelang musste sich Samsung das Geschrei der Gemeinde anhören, dass man zu viel Bloatware auf die Smartphones installiert hat. Facebook, Twitter, BILD, Lieferheld & Co. fand man direkt nach dem ersten Einschalten auf einem Samsung-Gerät vor und konnte sie nicht deinstallieren.

Oder aber, man konnte sie deinstallieren, doch beim nächsten Software-Update waren sie wieder drauf.

Die Samsung-Manager haben offensichtlich ein offenes Ohr für ihre Käufer gehabt. Auf dem Samsung Galaxy S8 findet man keine aufgeblasene Software, die nur dafür da ist für andere zu werben und damit Werbemittel in die eigene Tasche schaufelt.

Das Bereitstellen der MS Office Apps kann man da noch verzeihen, aber machen wir uns nichts so, so gut gemeint das ist, Office ist nicht kostenlos. Wer Dokumente bearbeiten will, benötigt ein 365 Abo. Damit hat sich Samsung quasi mit Microsoft ins Bett gelegt und einen Deal geschlossen. Schöner wäre es gewesen, die kostenlosen Google Docs vorzuinstallieren, aber auch das hätte nicht sein gemusst, denn bei Bedarf, kann sich jeder die benötigten Programme aus dem Play Store nachinstallieren.

Auf der anderen Seite war es dann aber von Samsungs Seite auch zuviel des Guten. Ein neues Smartphone sollte einige rudimentäre Apps parat halten, die man vom Start weg nutzen kann. Telefon, Kamera, Nachrichten, E-Mail, Kalender – klar – ohne diese Apps, wäre das Phone nicht Smart.

Aber gängig sollte auch ein Diktiergerät sein. Fehlt aber vom Start weg auf dem S8 und muss umständlich über den Samsung-Store nachinstalliert werden. Wenn ich mich richtig erinnere, war das bei der S Health App ebenso.

Doof nur, wenn einem auffällt, dass etwas fehlt, wenn man es gerade braucht. Dann geht erst die Sucherei los und man ist kurz vor dem Verzweifeln, ehe man auf die Idee kommt, das Gesuchte im Store zu suchen.

Aber wie heißt es denn? Audio Recorder? Voice Recorder? Diktiergerät? Erst die Suche nach „Voice Recorder“ brachte ein Resultat – kurz gecheckt, ob auch Samsung Electronics der Anbieter ist und man nicht auf eine Drittanbieter-App hereinfällt. Als das geklärt und das Programm heruntergeladen und installiert ist, was prangt mir da auf dem Homescreen für ein Untertitel unter dem Recorder-Symbol entgegen?

Nein, nicht Voice Recorder, sondern doch: DIKTIERGERÄT!

Unbelievable, wie der Ägypter sagen würde.

Und wofür brauche ich das überhaupt?

Ganz einfach, ich verschicke sehr viele Voicemails über What’s App. Das ist insofern angenehm, dass man einfach mal drauflosreden kann, statt minutenlang auf der Minitastatur des Smartphones zu tippen, falls mal keine What’s App Deskop- oder Web-Version am Start ist. Und selbst wenn: Gesprochenes geht einfach schneller, als Getipptes, selbst mit What’s App Web.

Da kommen schnell 5 bis 15 Minuten zusammen. Die längste Aufnahme lag irgendwo zwischen 22 und 25 Minuten (sic!).

So komfortabel das Gesprochene auch sein mag, gibt’s jedoch drei Gründe, warum man längere Sprachnachrichten nicht in What’s App besprechen sollte.

  1. Der Zwang, den Finger oder den Daumen die ganze Zeit während der Aufnahme auf dem Aufnahmesymbol gedrückt zu halten, kann schmerzhaft bei längeren Aufnahmen werden.
  2. Man neigt gerade bei längeren Aufnahmen dazu, den Druck aufs Display etwas zu lösen und droht abzurutschen.
  3. Ist Autorotation aktiviert, kann es passieren, dass man während der Aufnahme die Position des Smartphones so verändert, dass das Display in den Landscape-Modus umschwenkt und man den Kontakt mit dem Aufname-Icon verliert. Manchmal ohne es zu merken.

 

Bei Punkt 3 habe ich bereits 14 Minuten Text gesprochen und wollte ihn dann senden, als ich merkte, das gar nicht aufgenommen wurde.

Was also tun, wenn man nicht auf Audioaufnahmen per What’s App verzichten möchte? Richtig, man nutzt eine Diktierapp, nimmt dort entspannt auf, ohne einen Finger oder Daumen auf dem Display halten zu müssen und schickt anschließend dieses Audiofile per What’s App raus.

Vor 1 1/2 Jahren war das Ergebnis recht gruselig. Die so versendeten Aufnahmen klangen in What’s App hol, als hätte man sie über die lange Welle geschickt und zuvor auf dem Klo aufgenommen.

Doch mittlerweile versendet What’s App diese Audiofiles unkomprimiert und das klingt dann um Längen besser, als direkt in What’s App aufgenommen.

Sämtliche Multimedia-Funktionalität in What’s App ist Geräte-abhängig. Mal klingt eine Aufnahme von einem iPhone klasse, mal zu leise. Dann ist sie auf dem S6 super, auf dem S7 grottenschlecht und so weiter. Gleiches gilt auch für Videos und Fotos.

Wer sicher gehen will, dass er von seiner Multimedia-Datei im Anschluss auch noch was Gutes an Qualität hat, der schießt seine Fotos in der Foto-App des jeweiligen Smartphones, nimmt mit dem Diktiergerät auf und verteilt die Aufnahme anschließend per What’s App.

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