Archiv für den Monat Dezember 2017

Drecks Windows!

Danke, Microsoft. Danke!

Es gab eine Zeit, in der ich euch dafür gehasst habe, dass ihr OS-Updates unangekündigt reingeworfen habt. Bei Windows XP war das ein Desaster. Entweder zu Vista-Zeiten oder spätestens zu Windows 7 habt ihr eine Benachrichtigung eingeblendet, dass Windows neu gestartet werden muss, um Updates zu installieren.

Man konnte die Auto-Updates freilich deaktivieren. Und bei der Benachrichtigung locker um 2, 4 oder gar 8 Stunden verschieben.

Alles gut.

Doch dann kam Windows 10. In den unpassendsten Momenten werden Updates gefahren.

„Wir führen Updates durch, wenn wir glauben, dass du nicht mit deinem Gerät arbeitest.“

Ach!

Zunächst einmal lassen sich Updates nicht vermeiden. Mann kann sie nicht abstellen.  Im Hintergrund rödelt Windows immer wieder und sucht nach OS-Installationen. Sobald eine Verfügbar ist, erscheint eine Meldung (wenn man Glück hat), dass ein Update installiert werden soll.

Man kann das auf „später“ verschieben, so wie ich das heute getan habe.

Vor etwa einer Viertelstunde habe ich die Maus meines Rechners das letzte Mal betätigt. Ich arbeitete derweil am iMac weiter.

Plötzlich sehe ich aus dem Augenwinkel einen blauen Bildschirm. Windows wird heruntergefahren.

Da kümmert es niemanden, dass ich drei Exceltabellen geöffnet habe und mich zusätzlich in einer virtuellen Citrix-Umgebung befinde, in der ebenfalls Excel und SAP geöffnet waren.

Das Herunterfahren, installieren und neu starten hat 12 Minuten gedauert, in denen ich nicht mehr an dem Rechner arbeiten konnte. Derzeit hängt Outlook im Startvorgang fest und will nicht zu Ende hochfahren. Die SAP-Verbindung ist natürlich unterbrochen worden. In der Citrix-Desktop-Umgebung sind die beiden geöffneten Excel-Listen zwar noch da, aber Excel reagiert nicht, von daher war die ganze Arbeit für die Katz.

Natürlich nervt es mich auch an macOS wenn regelmäßig Hinweisfenster kommen, dass ein OS-Update zur Verfügung steht, vor allen Dingen wenn man sich gerade im Vollbildmodus in einem Video befindet und dann kackendreist durch diese Mitteilung gestört wird. Aber bei Apple kann ich zumindest ein „Morgen erinnern“ setzen und das so oft ich will. Es wird nicht ungefragt einfach installiert.

Diese Bevormundung von Microsoft und diese überhebliche Arroganz „wir wissen, wann du nicht arbeitest und was gut für dich ist“ geht mir sowas von …

Vielleicht sollte ich mein Note 8 einfach nehmen, an die Dex-Station hängen und darüber in Citrix arbeiten. Da werden keine Updates ungefragt installiert.

windoof

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Das What’s App Dilemma

What’s App ist schon cool, aber auch doof.

Cool ist natürlich, dass viele es nutzen und die Reichweite extrem groß ist. Die Sicherheitslücken schießt ja eh jeder in den Wind und Apps wie Telegramm oder Threema haben in meinem Dunstkreis offenbar keine Chance.

Es gibt Alternativen, aber da will keiner so recht ran.

Mein persönliches Hauptmanko an What’s App ist das Gebundensein an eine Mobilfunknummer. Der Messenger von Facebook beispielsweise ist Kontogebunden. Ich kann ihn auf beliebig vielen Smartphones und sogar Tablets nutzen. What’s App benötigt eine Mobilfunknummer und ist (von der Web-Variante abgesehen, die aber auch nur in Verbindung mit einem Smartphone funktioniert) nur an einem Smartphone nutzbar (oder in Ausnahmefällen auf einem SIM-Card-fähigen Tablet, das auch eine Telfoniefunktion bietet).

Bei drei Geräten, die ich im Einsatz habe, wird es für meine Mitmenschen schwierig, mich zu erreichen. Für die wichtigsten Leute habe ich What’s App-Gruppen. Dort schreiben sie mich an und ich bekomme die Nachrichten, egal mit welchem Smartphone ich gerade unterwegs bin.

Es soll in Bälde ein neues Modell von WA kommen, das Mobilfunknummern-unabhängig ist. Ich hoffe bald.

Inzwischen hat sich der Messenger ja stark verbessert. Das Teilen von Inhalten wird leicht gemacht, selbst die Videoaufnahmen lassen sich nun länger und leichter anfertigen, ohne dass man krampfhaft einen Finger auf dem Aufnahmeknopf lassen muss.

Ein nicht zu unterschätzendes Medium ist jedoch die Audio-Funktion eines Messengers.

Irgendwann hat man eine Menge Informationen, die man gerne teilen möchte, die zu viel zum Tippen ist. Selbst über What’s App Web oder man hat schlicht keinen Rechner in der Nähe oder man sitzt im Auto und kann den Touchscreen nicht bedienen.

Ich kenne Nutzer, die diktieren über das Tastaturmikro ihre Nachrichten. Andere wiederum nehmen Audio auf. Die Hemmschwelle scheint gesunken zu sein, einfach irgendetwas auf einen Anrufbeantworter zu sprechen. Monologe werden zur Tagesordnung. Viel Inhalt. Einfach drauflos gesprochen. Und der Empfänger setzt sich Kopfhörer oder Ohrstöpsel auf und „genießt“ die gesprochene Nachricht wie einen Podcast.

Ja, tatsächlich haben manche Monologe Podcast-Ausmaße angenommen. Wenn ich mich zurück erinnere, halte ich in einer Gruppe den Rekord mit 31 Minuten sinnfreiem Gelaber. Aber meine Kumpel sind nicht viel schlechter. 20 bis 25 Minuten bekommen die auch hin.

Nun das Dilemma. Je mehr Einzug Audionachrichten als Informations- und Mitteilungsmedium erhalten haben, desto mehr legt der Nutzer auch Wert auf Qualität.

Es ist schrecklich, einem Fünf-Minuten-Monolog zuzuhören, wenn er sich wie aus dem Klo gesprochen anhört. Kratzend. Zu leise. Mit unangenehmen Neben- und Hintergrundgeräuschen oder Rauschen. Eine klare, laute Stimme sollte es sein, dann macht das Zuhören auch Spaß.

Die Vielfalt der im Umlauf befindlichen Smartphones macht es jedoch den What’s App Entwicklern nicht einfach … oder ist die Vielfalt nicht Schuld, sondern die Entwickler?

Mit jedem neuen Smartphone stelle ich fest, dass die Audioqualität leidet. Mal kommen meine Gesprächspartner zu leise oder zu hallend an, mal sind es meine eigenen Aufnahmen.

Während das Note 8 gut klingt, haben das Pixel 2, das Honor 9 oder auch das OnePlus 5T nur extrem schlechte und sehr leise Audiofiles in What’s App produziert.

Ich nutze daher einen Workaround und nehme meine Sprachansage mit einem Voicerecorder zuvor auf und teile diese Aufnahme dann per What’s App. Eine Sprachnotizen-App bringt Vorteile mit sich: Man muss nicht ständig das Mikrofon-Symbol während der Aufnahme halten (bei ab 10 Minuten Monolog wird es kniffelig), man rutscht nicht versehentlich mit dem Finger ab und der Voicerecorder spart noch Strom, da sich das Display während der Audioaufnahme abschaltet, während die Sprachaufzeichnung direkt in What’s App ein aktives Display benötigt.

Hinzu kommt, dass manche Sprachnotizen-Apps auch noch Qualitätseinstellungsmöglichkeiten bieten. Und sie kommen in den meisten Fällen deutlich, klar und laut herüber.

Ich habe mir angewöhnt selbst beim Note 8 den Sprachrecorder von Samsung zu verwenden, wenn ich weiß, dass ich nun einen längeren Monolog spreche. Der Workaround ist zwar mit zwei „Klicks“ mehr verbunden, als direkt in What’s App aufzunehmen, aber spätestens, wenn der Finger auf dem Bildschirm verkrampft oder abrutscht, wünscht man sich, man hätte den Sprachrecorder sofort genutzt.

Liegt es denn wirklich am Gerät oder liegt es an den Entwicklern?

Sicherlich lassen sich Referenzaufnahmen in anderen Messengern erstellen. Das OnePlus5T klingt bei einer Sprachaufnahme in What’s App extrem leise (ebenso das Pixel 2 XL). In dem Google Messenger Allo oder auch in Skype kommen Sprachnotizen aber glasklar und laut herüber. Der Ball liegt also im Entwicklungsteam von What’s App.

Leider kann aber auch der Workaround seine Tücken haben. Die Sprachnotizen-App (jeder nennt sie anders) beim Honor 9 hat zwar eine bessere Aufnahme hervorgerbracht, als die Direkt-Aufnahme in What’s App, aber war nicht mal Ansatzweise mit der „Diktiergerät“-App von Samsung zu vergleichen, die nahezu Studiosound produziert.

Google hat auf seinen Pixel-Geräten keine Sprachnotiz-App vorinstalliert, so musste ich mich im Playstore erst auf die Suche begeben. Nach zwei katastrophalen App-Ergebnissen habe ich dann die Samsung App gesucht, die jedoch im Playstore nicht eigenständig vertrieben wird, sondern nur über Samsungs eigenen Store, der wiederum auf dem Pixel nicht verfügbar ist.

Ich stieß dann auf die von Sony entwickelte App „Audio Recorder“, die auch auf Sonys Smartphones installiert ist. Aufnehmen, Aufnahmen speichern, Qualitätsmerkmale (Modus Stereo oder Mono / Qualität Spitze, Hoch, Mittel und Basis) sind einstellbar. Teilen einfach über den Share-Button möglich.

Die Qualität ist herausragend und steht dem Diktiergerät von Samsung in nichts nach. Auf dem OnePlus 5T habe ich sie gleich nachinstalliert, obwohl OnePlus eine hauseigene Sprachnotiz-App namens „Recorder“ mit sich bringt, in der zumindest das Ausgabeformat .wav oder .aac gewählt werden kann. Allerdings klingt die Aufnahme sehr blechern – dagegen macht Sony mit seinem Audio Recorder alles richtig.

Fazit: Wer gerne Sprachnachrichten über What’s App verschickt und unterirdisch schlechte Ergebnisse bekommt, sollte nicht sein Smartphone verfluchen, sondern lieber What’s App. Als Workaround für ausgezeichnete Sprachaufnahmen empfehle ich die Audio-Recorder App von Sony (im Playstore erhältlich) oder Samsungs hauseigene App „Diktiergerät“, die für Galaxy-Geräte im Samsung App Store verfügbar ist (oft ist sie auf aktuellen Galaxy-Geräten nicht vorinstalliert und muss erst aus dem Store bezogen werden).

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Die üblichen Playstation-Probleme

Ausruf am 2. Advent aus dem Wohnzimmer:

„So eine Scheiße. Blöde Playstation wieder!“ Mein Sohn.

Ich frage: „Was denn?“

Er, in unvermindert lautem Tonfall: „Scheiß Playstation. Die lädt so langsam. 25 Minuten für 2 Gigabyte.“

Ich: „Sie hängt aber am Kabel, nicht im WLAN.“

Er, immer noch aufgebracht: „Ja, und trotzdem ist die so langsam. Boah, noch immer 25 Minuten, Scheißdrecksplaystation.“

Tja, es gibt viele Argumente für eine XBox. Die Internetverbindungsgeschwindigkeit gehört dazu.

„Was macht er denn für ein Update?“, hake ich nach.

„CoD.“ Sohn blickt auf den Fernseher. „Ey, guck mal. Zwei Gigabyte, noch immer 23 Minuten, willst du mich verarschen?“

Ähnliches hatte ich neulich auch. Drei Spiele verlangten ein Update. Als nach Stunden noch immer nicht nur eines geladen war, hab ich die Box in den Ruhezustand versetzt, dabei lädt die PS4 noch immer Daten aus dem Internet. Als ich sie am nächsten Abend wieder einschaltete, waren noch immer nicht alle Spiele geladen.

 

Was lange währt: Amazon Video auf AppleTV

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Zwei kurze Ergänzungen: Bei dem gestrigen Aufruf der zweiten Staffel von The Grand Tour lief der Stream ab der ersten Sekunde einwandfrei in Full-HD. Keine Ruckler, keine Aussetzer, gestochen scharfes Bild. Ich wollte erst meckern und schreiben, die Behauptung, in UHD zu senden, stimme nach wie vor nicht, aber Amazon löst die UHD-Geschichte anders als Apple oder Netflix. Statt das Material automatisch in UHD anzubieten, liegen verschiedene Versionen vor, die manuell ausgewählt werden müssen. Spielt man also bei Apple oder Netflix Content ab, der in UHD verfügbar ist, wird er automatisch in UHD abgespielt, sofern Endgeräte dies unterstützen. In der Prime Video App hingegen, muss man zunächst ins UHD-Menü und kann von dort aus dann UHD-Inhalte auswählen und abspielen.

+++

 

Zur WWDC im Frühjahr angekündigt und erst zum Nikolaus dann verfügbar. Kann doch nicht so schwer gewesen sein, aber nun ist sie endlich da, die Amazon Video App und macht damit den FireTV obsolet.

Amazon Video App? Nun ja, nicht ganz.

Wie Apple-Nutzer wissen, ist das Unternehmen zwar bereit, Apps aller Art auf seinen geschlossenen Systemen zuzulassen, solange keine in-App-Käufe getätigt werden können oder diese zumindest über den iTunes-Store oder den App-Store laufen.

In der Amazon Video App auf einem iOS-Gerät kann man beispielsweise keine Filme oder Serieninhalte kaufen. Genauso wenig kann man über die Kindle App unter iOS keine direkte Käufe tätigen, diese funktionieren über Umwege durch den Aufruf der Webseiten. Was natürlich totaler Quatsch ist: Rufe ich Safari auf und dort die Amazon-Webseite, kann ich blitzschnell einen Film oder ein Ebook kaufen und habe es ebenso. Dieser Workaround ist einfach nur nervig und nicht zielfördernd.

Auch beim AppleTV bleibt Apple konsequent: Die neue Video App von Amazon lässt keine In-App-Käufe zu. Wer glaubt, man könnte jetzt bequem von der Couch aus schnell am großen 55″-Fernseher mal eben Filmpreise bei Apple und Amazon vergleichen und sich dann mit Klick auf die Fernbedienung für einen Anbieter entscheiden, der hat sich geschnitten.

Die Kaufinhalte werden auf der tvOS-Video App nicht angezeigt. Wohl aber die Käufe, die man bereits getätigt hat und die sich in der persönlichen Videobibliothek befinden.

Um es noch etwas krasser zu machen: Während auf iOS die App noch unter Amazons Namen und Branding läuft, gibt es das Amazon Logo zunächst einmal auf tvOS gar nicht.

Die App heißt offiziell: Prime Video.

Der Name Amazon taucht nur unter ferner liefen in der Beschreibung auf.

Aber es kommt noch schlimmer: Dem Dilettantismus sind keine Grenzen gesetzt. Amazon versteht sich von jeher nicht auf die Technik des Streamens. Das Wort „Buffer“ scheint den Mädels und Jungs im Entwicklerteam in Seattle völlig fremd zu sein.

Wie bereits auf zahlreichen Amazon Video Apps läuft es auch hier bei Prime Video: Trotz eines „Ladekreises“ scheinen hier nicht genug Daten in den Cache zu wandern, um von Anfang an ein klares und bestes Videobild zu bieten.

Wir starten in vollverpixelten SD und wenn man Glück hat, verbessert sich das abgerufene Video nach 30 – 40 Sekunden zu einem HD-Bild. HD, wohlgemerkt. Das sind 720p, noch nicht mal die vollen 1080p.

Leute, ich sage euch, wenn hier jemand in Deutschland Bandbreite hat, dann ich. Bis zu 400 Mbit/sec gehen durch meine Leitung und AppleTV UHD Inhalte werden genauso butterweich und rucklerfrei und gestochen scharf gestreamt wie Netflix-UHD-Inhalte. Youtube ebenso, wenn ich die App meines SmartTVs nutze (FireTV ist abgenabelt, AppleTV bietet leider derzeit keine 4K-Inhalte von Youtube).

Nur Amazon schafft es nicht, von vornherein ein klares Full-HD-Bild zu bieten. Vielleicht sollte Schuster doch bei seinen Leisten bleiben und lieber Bücher verkaufen, so wie man in Seattle gestartet ist? Technisch gesehen ist die Amazon Video App eine totale Katastrophe und macht auch als Prime Video App auf dem AppleTV keine gute Figur.

Hinzu kommt wie bei Youtube, dass 4K-Inhalte erst einmal außen vorgelassen werden. Maximal Full-HD ist am Start. Ich habe meine The Grand Tour Testfolge Nr. 13 übrigens nach 60 Sekunden abgebrochen, als ich immer noch nur 720p-Bild bekam und nicht mal Full-HD zu erahnen war.

Amazon, das ist gewaltige Rotze! Erst der Youtube-Skandal, jetzt dieses absolute Armutszeugnis – von eurer löchernen Logistik will ich jetzt nicht mal sprechen. Hier besteht jedenfalls Handlungsbedarf. Qualität geht ganz anders.

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Prime Video im AppleTV AppStore. Amazon nur im Titel, das Logo lässt das bisherige Amazon Video Logo außen vor.

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Gesellt sich erst einmal schön zu Youtube und Netflix: Prime Video.

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Prime Video. Amazon taucht namentlich irgendwo im Text auf.

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Nein, die schlechte Bildqualität liegt nicht an der Kamera des Pixel 2 XL, sondern an der Prime Video App. Auch nach 30 Sekunden begonnenem Streaming (die 2 Minuten waren bereits im Vorfeld angelaufen, da ich diese Episode gerne zu Testzwecken mit 4K Bildinhalten nutze) läuft die Grand Tour Episode noch in SD.

Todesdrohung vom Samsung

Nun etwas mit Augenzwinkern.

Vor ein paar Tagen war ich nahe dran, Samsung zu verklagen, da mir eine Meldung auf der Galaxy Gear S3 die Haare zu Berge stehen ließ und mir einen Schreck einjagte.

Genau wie die Apple Watch besitzt auch die Gear S3 (genau wie deren Vorgänger) umfangreiche Fitness- und Gesundheitsfeatures. Eines davon weist auf Inaktivität eines Uhrenträgers hin. Eine sanfte Vibration am Handgelenk und die Aufforderung zu einer Dehnungsübung sind dann die folge.

Dehnen bedeutete in dem Fall, die „Challenge“ zu akzeptieren und fünfmal die Arme nach vorn auszustrecken und wieder zur Brust heranzuziehen. Die Uhr zählt mit und sagt dir nach fünf Zügen, dass du wieder auf Kurs bist, quasi noch lebst ;-).

Nun hat Samsung vor ein paar Tagen ein großes OS-Update für die Gear S3 eingespielt, die einiges an der UI ändert und ergänzt.

Da ich mich nicht damit beschäftigt hatte, was nun alles neu ist, war ich beim nächsten Rappeln am Handgelenk wegen Inaktivität doch perplex und leicht geschockt.

Was lasen meine müden Augen dort?

 

TODESDROHUNG

 

Watt? Ey, geht’s euch noch gut, Samsung? Was wollt ihr von mir? Was hab ich euch getan?

Kurz bevor ich mir in einem Impuls die Uhr vom Handgelenk reißen konnte, blinzelte ich und sah mir die Wortkomposition noch einmal genauer an.

Und was stand wirklich dort?

Sehr selbst:

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Fuck you, Amazon!

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Kurz zur Richtigstellung: Nicht Amazon hat die Youtube.com-App aus dem Portfolio des FireTV verbannt, sondern Google hat sie zurückgezogen. Quasi als Maßnahme, dass Amazon sich vehement weigert, Google Produkte auf seiner Verkaufsplattform zu vertreiben. Nach wie vor liegt in meinen Augen der Ball bei Amazon. Mit Apple hat man sich ja auch geeinigt und vertreibt deren AppleTV wieder auf Amazon.

++++

 

Lieber Jeff Bezos,

tut mir Leid, dass ich mit solch harten Worten beginnen muss, aber das, was Sie und Ihre Firma da mit den Kunden abziehen, geht absolut nicht in Ordnung.

Dass sich ein Konsument für den Kauf eines FireTV entschieden hat, hat sicherlich mehrere Gründe. Zum Einen natürlich die Möglichkeit, Prime Videos, die in einer eventuellen Prime Mitgliedschaft enthalten sind, an einem großen Fernseher zu sehen – sei es, weil man keinen Smart TV besitzt oder weil man Fernsehern mit Netzwerkzugang nicht über den Weg traut.

Natürlich muss man auch Add ons bieten, dafür existieren zahlreiche Apps, um noch mehr Videokonsum zu generieren. TV-Apps. ZDF- und ARD Mediathek und nicht zuletzt Mehrwerte wie Netflix und Youtube.

Mit letzterem hat sich Amazon angelegt, wie schon zuvor mit Apple. In einem Kindergartentheater weigert man sich, Partnerschaften zum Wohle der Kunden zu bilden und sieht in Firmen wie Google und Apple die Konkurrenz.

Tatsächlich war das AppleTV eine Zeitlang nicht auf Amazon käuflich erhältlich. Amazon wollte natürlich seine eigene Streamingbox, den FireTV verkaufen.

Die Plattformbasis ist aber eine ganz andere. Kunden, die einen AppleTV kaufen, tun das nicht, weil sie eine Streamingbox benötigen, sondern weil sie Content von Apple kaufen. Apple bietet derzeit kein All-inclusive-Streamingangebot. Wer iTunes Inhalte konsumieren will, muss zum Geldbeutel greifen und Filme und Serien entweder käuflich erwerben (oder zumindest die Lizenz zum Gucken) oder eine Leihgebühr für befristetes Schauen entrichten.

Wer AppleTV kauft hat als Prime-Kunde von Amazon keinen Vorteil.

Umgekehrt ebensowenig. Wer iTunes-Inhalte konsumieren will, kann mit einem FireTV nichts anfangen. Damit war dieses Kindergartentheater bloßer Mumpitz.

Inzwischen hat man den Streit beigelegt. AppleTV ist wieder auf Amazon zu kaufen und zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags ist auch die Prime Video App für den AppleTV erhältlich.

Offenbar brauchte Amazon nun ein neues Feindbild. Die Wahl fiel auf Google. Google bietet ein Streaming-Gerät namens Chromecast. Auf diesem ist, höre und staune, die Amazon Video App nicht verfügbar. Chromecast-Geräte werden nicht über Amazon vertrieben. Wo da Huhn und Ei stecken, weiß ich nicht, jedenfalls kommen sich die beiden da nicht in die Quere. Wer sich Chromecast zulegt, kann es eben nicht bei Amazon kaufen und kann auch keine Amazon-Inhalte abrufen.

So weit, so schlecht.

Nun schlägt das Bezos-Imperium zurück – und zwar in einer Art und Weise, die viele hart trifft: Die Youtube-App fliegt vom FireTV.

Nun muss man dazu sagen, dass die Youtube-App auf dem FireTV nie so einen richtig offiziellen Charakter hatte. Das sieht man schon am App-Icon, das völlig Youtube-untypisch aussieht und eher nach einem Sideload und Workaround aussieht, als wie etwas Offizielles, das tatsächlich von Google bzw. Youtube programmiert wurde.

Entsprechend dürftig ist bzw. war auch die App-Usability und der Komfort.

Nichtsdestotrotz: Die App vom FireTV zu streichen ist ein glatter Schlag ins Gesicht für die Kunden, für die Produzenten und natürlich auch für Google.

Was, wenn Herr Bezos auf die Idee kommt, dass Netflix schädlich für seinen Amazon Video Content ist und er mehr Filme und Serien verkaufen kann, wenn Netflix nicht mehr auf dem FireTV läuft?

Und wenn Apple dann auch die Gefahr sieht, dass Amazon-Content dem eigenen iTunes-Geschäft schadet? Und wenn Microsoft dann reagiert und sagt: XBox-Nutzer sollen Filme und Serien aus dem Microsoft-Store kaufen und kurzerhand Amazon und Netflix und auch Youtube von der XBox wirft und Sony mit der Playstation dann ebenso nachzieht.

Alle, wirklich ALLE diese Firmen sind im Streaming-Geschäft tätig. Filme kaufen bei Amazon, Apple, Microsoft, Sony oder Google. Und Netflix mit einer monatlichen Pauschale.

Soll ich mir zukünfigt einen Chromecast für Youtube und Google Filme an den Fernseher hängen, eine XBox für Microsoft, eine Playstation für Sony, ein AppleTV für iTunes, einen FireTV für Amazon Video und wohlmöglich noch eine Netflix-Streambox, um deren Inhalte zu genießen?

Ach, und dann kommen Samsung und LG um die Ecke und kicken auch noch alle Apps aus ihren Smart TVs, weil sie ihr Streaming-Angebot pushen wollen.

Es reicht, Herr Bezos! Lassen Sie diesen Kinderkram. Sie schaden nicht Ihrem Konkurrenten, sondern vornehmlich Ihren Kunden! Aufwachen. Nachdenken!

Akku Laufzeit Pixel 2 XL

Wie immer: Die Frage danach, wie lange der Akku eines Smartphones hält, kann nicht generell beantwortet werden, sondern richtet sich nach nicht nur nach Nutzungsdauer, sondern auch nach Nutzungsart. Hin und wieder gibt es Apps, die im Hintergrund wahre Akku-Fresser sind. Diese erschweren Messungen und Erfahrungen natürlich noch.

Ich nutze weder die Facebook-App noch den Facebook-Messenger, diese beiden sind auf meinen Geräten nicht installiert.

Schenkt man den Worten meiner Mutter Glauben, dann muss ich am Samstag auf dem Geburtstag meiner Schwester eine exorbitante Screen-Zeit gehabt haben, denn jede Nase lang hieß es „Jetzt gucken die schon wieder alle auf ihre Handys“.

Musik-Streaming, What’s App, Nachrichten, RSS-Feed, E-Mail, Fotos schießen, Fotos versenden, Kontakte aktualisieren und ja, tatsächlich hab ich mindestens 30 Minuten lang auch Youtube-Videos geguckt, obwohl ich mir die normalerweise nur für größere Displays vorbehalte.

Will sagen, ich hab das Pixel 2 XL in den letzten beiden Tagen ordentlich genutzt.

Und 8% Restakku nach 47 Stunden können sich doch durchaus sehen lassen.

Nach dem Screenshot war der Akku auf 7% runter. Das war vor einer Stunde. Gerade erhielt ich noch einen Anruf und habe etwa 10 Minuten telefoniert. Danach waren noch 3% Akku vorhanden. Thumbs up für LG. Kann sich sehen lassen und ist deutlich besser als die Laufzeit bei Samsungs Galaxy Note 8.

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