Das Eistee Dilemma

Ja, geben wir es ruhig zu, ich hab es vergeigt.

Was? Mein ganzes Leben!

Nun gut, so wild ist es nicht. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen – aber ein oder zwei Laster gibt es schon, die der Volksmund als „ungesund“ bezeichnet.

Wenn ich dann philosophisch und ganzheitlich gedacht antworte: „Gesund ist das, was man selbst dafür hält und nicht, was uns die Schulmedizin einzureden versucht“, ernte ich natürlich nur verständnislose Blicke oder Augenverdrehen. Meist von Rauchern, die ja sowieso alles besser wissen, wenn es ums Thema Gesundheit geht – ihr seht schon, die meisten Diskussionen sind einfach im Ansatz schon zu Scheitern verurteilt.

Aber gut, darum soll es nicht gehen. Mein Magen ist ein Laster gewohnt auf das er sich im Sinne seiner ganz persönlichen Evolution über Jahrzehnte hinweg eingestellt hat: Die Säure in Cola. Im Biologie-Leistungskurs habe ich seinerzeit gelernt, dass die in Cola enthaltene Säure sehr tückisch und ätzender ist, als so manch andere. Man kann das gut ausprobieren, indem man einfach mal ein Stückchen Ananas in ein Cola-Glas wirft und ein wenig wartet. Möglicherweise kriegen Mörder auch so ihre Leichen entsorgt. Mein lieber Scholli.

Mein Cola-Konsum hat jedoch dazu geführt, dass mein Magen diese Säure absolut absorbiert und sich darin wohl fühlt. Da man nicht alles haben kann, entwickelte der Magen dagegen eine Abneigung gegen andere Säuren. Mir ist es zum Beispiel nicht möglich herkömmliche Fruchtsäfte zu trinken, sofern sie nicht als „sanfte oder milde“ Säfte gekennzeichnet sind. Ebenso habe ich ein Problem mit zu natriumhaltigen Mineralwasser mit Kohlensäure oder auch mit anderen Limonaden, die Zitrusfruchtsäure enthalten, wie Fanta oder Sprudel mit Geschmack. Die Folge: Sodbrennen.

Im Sommer versuche ich jedoch meinen Cola-Konsum etwas zu bremsen und steige gerne auf etwas Fruchtiges um. Hier hat sich Eistee bewährt. In Maßen, nicht in Massen. Zumal Eistee in einigen Fällen auch nur die Hälfte Energiebestandteile enthält als Cola.

Lipton und notfalls auch Nestea waren meine Favoriten. Lipton Eistee mit nur 20 Kcal war immer eine schöne Sache. Der Nestea mir etwas zu süß. Um die Sache auch kalorientechnisch zu verbessern, hab ich mir selbst Eistee gemacht.

Früchtetees, bisschen Spritzer Zitrone hier, etwas weniger Zucker da und schwupp, war der KAYTEA auf knapp 10 kcal per 100 ml geschrumpft und erfrischend gut.

Der Fruchtblattaufguss mit Zitronensäure (die brauchte ich, um den Geschmack etwas stärker herauszustellen) sorgten jedoch nach bereits weniger als einem Liter Konsum für das, was kommen musste: Sodbrennen.

Da waren die Tees von Lipton und Nestlé etwas bekömmlicher für meinen Cola-verwöhnten Magen.

Nun ist wieder Sommerzeit und als mein Sohn neulich eine angebrochene Falsche Liption Icetea mit Pfirsichgeschmack übrig ließ, dachte ich mir, ich gönne mir davon einfach den Rest.

Der Tee schmeckte komisch. Das merkte ich sofort. Da sollte doch nicht etwa …

Ja, in der Tat. Der Grund, warum ich keine Lightprodukte wie Coke Zero & Co. trinke, liegt im künstlichen Süßstoff. Meine Geschmacksknospen schmecken diesen sofort heraus, kennzeichnen ihn als bitter, denn als süß und prompt habe ich einen bitteren Nachgeschmack bei jedem Lightprodukt. Teufelskreis.

Ich schaute mir die Flasche des Liption Icetea genauer an. Da gab es ein Banner, das „Jetzt mit weniger Zucker“ versprach. Das Lesen der Inhaltsstoffe machte schnell klar, warum der Eistee beschissen schmeckte: Weniger Zucker aber dafür Süßstoffe haben sie reingetan.

Und das, obwohl es einen separat  erhältlichen, kalorienreduzierten Lipton Icetea gibt!

Das wäre so, als könnte man keine normale Coca Cola mehr kaufen, weil auch die mit weniger Zucker und etwas Süßstoff produziert wird, obwohl es nebenher Coca Cola Zero und Light gibt.

Das geht so nicht!

Nun, einen Ersatz findet man dann ja schnell. Also Nestea, doch was ist mit dem passiert?

Nestlé und Coca Cola hatten eine Produktvereinbarung, die nach Jahrzehnten nun gelöst wurde. Nestlé hat dann prompt nicht nur das Design seiner Flaschen geändert, sondern auch die Inhaltsstoffe neu klassifiziert. Genau wie Lipton. Denn obwohl es Nestea Lightrodukte gibt, ist auch das Hauptprodukt nun mit weniger Zucker angesetzt worden und Stevia sorgt für die zusätzliche Süße.

Stevia ist für mich aber keine Option. Es ist kein Zucker und sorgt bei mir eine ähnliche Geschmacksverirrung wie künstlicher Süßstoff. Fazit: Es schmeckt mir nicht.

Der Sommer 2018 wird als ohne Nestlé und Lipton auskommen müssen. Auch andere Mütter haben noch geschmackvolle Töchter und Pfanner und Coca Cola (Fuze Tea) locken mich mit ihren Produkten – auch wenn es dann teurer wird.

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