Archiv für den Monat Juni 2018

Good-bye Instapaper

Ich nutze Evernote Premium seit 8 Jahren und man sollte meinen, dass man gut all seine Notizen an einem Ort halten kann. Natürlich bietet Evernote auch die Möglichkeit, Webseiten zu clippen und zu speichern. Das klappt im Browser mit entsprechendem Add-on ganz gut, ist man jedoch unterwegs, wird es wieder kniffelig.

Man teilt, wartet bis die Seite analysiert ist, der automatische Notiztitel vergeben wurde, man das Notizbuch auswählt, entsprechende Tags hinterlegt und am Ende kann es passieren, dass Platzhalter im Artikel platziert werden, wo vorher eventuell eine Werbeeinblendung zu sehen war.

Außerdem möchte ich meine über 4.600 Notizen nicht noch um Webseiten-Artikel ergänzen, die ich entweder tatsächlich „später lesen“ möchte oder mit denen ich eine zweite Wissensdatenbank aufbaue, um nachschlagen zu können.

Vortrefflich war da der Dienst Read it later, der sich später in Pocket umbenannte. Pocket speichert Artikel in einer lesefreundliche Ansicht und innerhalb der App hat man die Möglichkeit beispielsweise die Textgröße anzupassen.

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Was Pocket nicht bietet ist Übersichtlichkeit. Alle gespeicherten Artikel werden in eine Übersicht importiert, die man nur durch Tags strukturieren kann. Eine Ordnerstruktur fehlt hier völlig.

Diese hingegen bietet der sehr ähnliche Dienst Instapaper. Nachdem Instapaper endlich nach Deutschland kam (nach der Übernahme von Pinterest) und die App kostenlos verfügbar wurde, war ich hellauf begeistert. Übersicht wo nur geht, Ordnerstruktur, Tagging, extrem gute Usability und die Möglichkeit, gespeicherte Artikel auf auf dem Kindle zu lesen.

Hervorragend! Ich transferierte meine wichtigsten Artikel von Pocket zu Instapaper. Nach zwei parallel laufenden Monaten, deinstallierte ich Pocket auf all meinen Geräten und nutzte ausschließlich Instapaper.

Nun hat die Frist für die EU-Datenschutzverordnung dem Lesevergnügen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Instapaper war nicht in der Lage, seinen Service den Richtlinien anzupassen und stellte den Betrieb für Europa einfach ein.

Die bisher gespeicherten Artikel sind in den Apps noch verfügbar, aber es ist nicht möglich, neue Artikel hinzuzufügen.

Das ist natürlich unangenehm, wenn man es mal freundlich ausdrücken will. In der Hoffnung, dass Instapaper es dennoch schafft, den EU-Betrieb wieder aufzunehmen, wartete ich noch geduldig zwei Wochen ab. Zumindest ist der Dienst über die Webseite, die zuvor nur mit einem Hinweis glänzte, dass man den Dienst in der EU derzeit nicht nutzen könne, wieder erreichbar, um wenigstens gespeicherte Artikel abzurufen.

Ich darf nun, wie viele andere auch, das Rad nun zurückdrehen und mich wieder Pocket zuwenden.

Pocket bietet noch einen Premium Dienst an, der aber sein Geld nicht wert ist. Die Features, die dort angeboten werden beschränken sich auf das Speichern von Artikeln, auch wenn diese offline genommen werden – sicherlich kann dies passieren, doch Premium Content stays.

 

 

 

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Youtube Premium in Deutschland gestartet – und Apple kassiert saftig mit

Lange Zeit ist es ruhig geworden, um die Veröffentlichung von Youtube Red in Deutschland, doch heute aus dem heiteren Nichts ist es plötzlich soweit.

Youtube Premium wurde nicht nur vorgestellt, sondern ist ab sofort auch für jeden, der dafür zu zahlen bereit ist, verfügbar.

Welche Vorteile bietet Youtube Premium?

Zunächst muss dazu einmal erwähnt werden, dass der bisherige Streaming Dienst Google Play Music zu Youtube Music transformiert wurde. Dieser kostet die obligatorischen 9,99 Euro pro Monat für werbefreies Musikstreaming, offline-Hören, eigene Musik synchronisieren usw. usw. wie wir es von Spotify, Apple Music, Deezer & Co. kennen. Hier gibt es also nur eine Namensänderung – wobei Play Music nicht so kostenfrei wie Spotify nutzbar war.

Youtube Premium ist ein Add-on, kostet etwas mehr als Youtube Music und bietet werbefreie Youtube Videos an, ermöglicht Downloads (vermutlich nur in der App, nicht als single MPEG-File) und ermöglicht den Zugang zu Youtube Originals.

Werbefrei Youtube Videos gucken ist für einige schon was wert. Einen Vlog von Felix von der Laden ohne dreimalige Unterbrechung zu schauen, ja könnte man sich was kosten lassen.

Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken – nämlich den, wo man den Service bestellt.

Youtube ist eigentlich eine Google-Konten-Geschichte. Ja, es gibt da draußen Leute, die die Webseite von Youtube oder die App aufrufen und einfach Videos konsumieren. Ohne Playlists, ohne Abos, ohne Kommentarmöglichkeit. Wer die letzteren Sachen nutzen will, muss sich mit einem Google-Konto bei Youtube anmelden.

Und darüber läuft auch das Abo.

Youtube Premium kostet analog zum Dollarpreis EUR 11,99 Euro pro Monat – man kann den Service 3 Monate lang kostenlos testen und zahlt erst nach Ablauf der Testphase.

11,99 Euro wenn man Youtube über den Browser bucht oder über die Android App.

Dumm gelaufen für iOS-Nutzer. Ruft man in der iOS Youtube-App den Premium-Dienst auf, stehen dort plötzlich 15,99 Euro pro Monat und die Abrechnung läuft nicht über das Google-Konto, sondern über den iTunes- Store.

iOS-Nutzer haben hier das Nachsehen und tappen schnell in Kosten, wenn sie sich nicht vorher informieren. Natürlich kann der Dienst auch über ein iPad oder ein iPhone über den Browser gebucht werden.

Apple möchte hier mitverdienen und unterbindet ja ohnehin unter iOS den direkten Zahlungsverkehr mit Anbietern. Alles schön und hübsch über den Store, damit man in Cupertino auch ja jeden Cent einsacken kann.

Pfui, Herr Cook!

Also bitte, bitte, bitte tut euch selbst einen Gefallen und bucht NICHT über iOS, sondern regulär übers Web. Sobald ihr euch für die kostenlosen 3 Monate entschieden habt, taucht auch in der iOS-App das PREMIUM-Symbol auf.

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Der erste Schritt ist getan – Willkommen.

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Im Browser klickt man auf den Rubik’s Cube oben und erhält eine Auswahl der verfügbaren Dienste.

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Nach der Buchung von Youtube Premium erscheint auch das Premium-Symbol in der iOS App. No sweat.

 

Von meinem Schreibtisch: Ensemble-Mischung

Sicherlich kann man alles von vorne bis hinten durchplanen und dann stupide nur seine Notizen in ganze Sätze ausformulieren.

Mach ich aber nicht. Kann ich nicht. Will ich auch gar nicht.

Obwohl ich gerne bei Neubeginn eines Romans drauflos schreibe, gehört eine gewisse Vorab- oder auch Zwischendruchplanung schon dazu. Ich kenne Kollegen, die sich zwei Jahre in eine Kammer zurückziehen und ihre Wände voller A3-Tapeten und Post-its mit jedem Fitzel Planungs- und Rechercheinformation zukritzeln.

Und ich kenne Kollegen, die sich offenbar gar nichts notieren müssen – was mir grundsätzlich egal sein kann, wenn man jedoch zusammen an einem Werk arbeitet, wenig hilfreich ist.

DIE BESCHÜTZER hätte zwar einen gemeinsamen Ideenpool und Brainsharing nicht mehr gerettet, aber den Widerstand meines Mitautors, seine Notizen mit mir zu teilen, habe ich bis heute interpretiert als: Er hat gar keine Notizen gehabt – bis auf das Grundexposé.

Bewundernswert. Ich brauche aber was zum Nachschlagen. Manchmal vergisst man schon, welche Ideen man noch im Kopf hatte oder gar, wie sich einer der (Neben-)protagonisten schreibt.

Und aus einer anfänglichen Vorabplanung kann schnell etwas ganz anderes werden – auch das will festgehalten und nachgelesen werden.

Zu einer Planung vor dem Schreiben gehört bei mir das Festlegen eines Grundensembles. Charaktere kommen im Laufe der Geschichte immer wieder hinzu, aber ich brauche schon ein Startteam. Einen Helden, eine Heldin, Sidekicks, Komparsen, Statisten, Gegner, was auch immer. Ein paar Namen mit Äußerlichkeiten und Charakterzügen sollten am Anfang schon stehen.

Dass sich ein bereits gesetzter Name im Laufe einer Geschichte ändert, habe ich allerdings selten. Handlung ja. Namen eher nicht.

Dennoch passiert das manchmal, so wie in dem aktuellen Manuskript, das ich gerade auf meinem Schreibtisch habe.

In ÜBERRANNT fand ich den Namen Madison Stone für eine weibliche Protagonistin ganz hübsch. Taffe Soldatin des US-Militärs, leitet eine Spezialeinheit, weiß mit den Kerlen umzugehen und überhaupt ganz schnuckelig die kleine.

Ihr Rang ist Major.

Nachdem ich ÜBERRANNT eine Zeitlang beiseite gelegt habe und zwischendurch an DUST 5 arbeitete, kam mir der Name Sherilyn Stone immer wieder unter. Und die Dame ist auch Major.

Irgendwie passte das nicht mehr, zumal ich mich auch nicht wiederholen wollte. Aus Stone wurde dann übergangsweise Stoner. Doch da nicht immer zum Vornamen gegriffen wird und im Text oft nur „Major Stoner“ steht, war die Ähnlichkeit zu Major Stone doch zu groß und fiel mir immer wieder unangenehm auf.

Gestern machte ich mich also auf den Weg zur zuständigen Behörde und beantragte für Madison Stoner eine Namensänderung … nun heißt die Gute Madison Bigelow und darf munter weiter die Kerle stramm stehen lassen und es mit unsichtbaren Aliens aufnehmen.

 

DUST 5 lieferbar

Es ist noch nicht ganz Sommer 2018 – daher gibt eine kleine, freudige Überraschung. DUST 5 mit dem Titel SCHLACHTFELD ERDE ist gut einen Monat früher lieferbar als geplant.

Ganz neuer Text, ganz neue Storyline. Was in den Vorbänden im Hintergrund als Nebenhandlung aufgebaut wurde, tritt jetzt in den Vordergrund und Simon McLaird trifft endlich auf den mysteriösen Gegner, der bisher im Verborgenen agierte.

Für das Cover zeichnet wieder Dirk Berger verantwortlich und bleibt der geschaffenen Linie der Reihe treu.

Und worum wird es gehen? Lest selbst:

Seit über einem Jahr herrscht Frieden in der Galaxis. 
Das Scardeenische Reich gehört der Vergangenheit an, sein Wissenschaftsrat wurde aufgelöst und der Großmeister ins Exil verbannt. Die Freie Republik ist der neue Staatenbund der Kolonien des alten Reiches. 
Während es Simon McLaird zur Erde zurückgezogen hat, zerstreuen sich auch die anderen alten Gefährten in alle Winde. Sean Harris verbringt seinen vermeintlichen Lebensabend mit seiner Frau Natasha auf einer unwirtlichen Wüstenwelt und Sherilyn Stone und Ken Dra ziehen sich aus der Organisation Shadow Commands zurück, um eine Familie zu gründen. 
Aber dann erhebt sich ein neuer Feind, der lange Zeit im Verborgenen agierte. Erneut werden Simon McLaird und seine Freunde zu den Waffen gerufen, als eine Flotte unbekannter Herkunft die Erde bedroht und sie in ein Schlachtfeld zu verwandeln droht …

Dust5

AirDrop: Ein Hoch auf eine unterschätzte Funktion

Neulich im Kino. Da steht dieser Aufbau mit Han Solo und seinen Gefährten aus dem neuen Star Wars Film „Solo – A Star Wars Story“ und ich würde mich gerne neben Han ablichten lassen.

Mein geschätzter Kollege und Kumpel schießt ein paar Fotos mit seinem iPhone X.

„Schick mir die bitte, aber nicht per What’s App, die hätte ich gerne in Originalgröße.“

AirDrop auf beiden iPhones aktiviert, schwupps waren die Fotos auf meinem Gerät – ohne Qualitätsverlust.

AirDrop hab ich zuvor so gut wie nie genutzt. Datenübertragung funktioniert bei mir über die Cloud. Früher war es Dropbox, heute sind es OneDrive und G-Drive. Fotos lasse ich generell im Hintergrund hochladen, sodass ich sie auf allen Geräten verfügbar habe. Aber gut, es dauert zuweilen auch etwas, je nach WLAN oder Mobilfunk-Qualität.

Anderes Szenario: Vorgestern hatten wir eine große Firmenveranstaltung, bei der in einem Team-Event unter anderem eine kreative Aufgabe bewältigt werden sollte.

Unser Team entschloss sich, das Ergebnis dieser Aufgabe in Videoform zu präsentieren.

Einer meiner Kollegen filmte mit seinem iPhone. Das Video war im Anschluss 152 MByte groß.

Mein Plan, aus meiner Erfahrung und üblichen Vorgehensweise heraus gedacht: Schick mir das Video, ich lade es zu OneDrive hoch und ziehe es mir dann auf den Laptop (Windows).

Angeblich biete AirDrop Geschwindigkeiten von 12 – 15 MByte pro Sekunde. In der Regel werden solche Angaben untertroffen. Das hier aber in der Geschwindigkeitsannahme ein fataler Irrtum vorliegen muss, zeigt das Folgende: Mein Kollege aktivierte AirDrop, suchte mein iPhone und schickte mir die Datei.

152 MByte. In einer Sekunde. Vielleicht sogar weniger. Das Video war sofort da. At an instant!

Von wegen 15 MB pro Sekunde, da sind doch Tachyonen am Werk. Muss man fast schon aufpassen, dass die Datei nicht ankommt, bevor sie losgeschickt wird.

Der Upload über das WLAN des Tagungshotels zu OneDrive (manuell angestoßen, nicht auf den üblichen Fotoupload wartend) funktionierte relativ zügig. 2 – 3 Minuten, dann war die 153 MB Datei auf dem Microsoft-Server.

Aber ist schon ein Unterschied, gell? 1 Sekunde – 2 bis 3 Minuten.

Nun aber das Desaster. Das Video musste letztendlich auf einen USB-Stick, um es auf den Präsentationslaptop zu bringen. Um die Veranstalter nicht zu nerven, deren Nerven bei solchen Events sowieso blank liegen, machte ich erst gar nicht den Versuch, jemanden zu bitten, sich in seinen OneDrive Account (der bei unseren Exchange-Lösungen automatisch dabei ist) einzuloggen, um die Datei per Sharing herunterzuladen.

Ich fuhr also mein Surface Book 2 hoch, verband mich mit dem Tagungs-WLAN und … keine Internetverbindung.

Kommt unter Windows 10 öfter vor. WLAN steht, aber es gibt keine Internetverbindung. Hab ich sogar bei mir zu Hause am stationären Gaming PC.

Also ein Workaround. Mit dem iPhone einen Hotspot geöffnet, das Surface Book mit diesem verbunden und dann die Datei über OneDrive heruntergeladen. Die MBs krochen nur so vor sich hin. Nach 8 Minuten waren gerade mal 30 MB geschafft und unsere Ergebnisvorstellung wurde schon ans Ende aller anderen Teams gelegt, weil wir noch mit dem Download beschäftigt waren.

„Kannst du das nicht mit einem Kabel versuchen?“, fragte mich einer meiner Teamkameraden.

Ich zuckte wie elektrisiert zusammen. Smartphone mit PC via Kabel verbinden? Das hab ich vor 8 Jahren das letzte Mal gemacht, als ich noch Daten via KIES vom Galaxy S2 auf den PC transferieren wollte, kurz bevor ich das erste Mal von Dropbox hörte.

Und iPhone-Datentransfer mit Kabel? Ging das nicht nur via iTunes? Meine iOS-Geräte haben iTunes nie kennengelernt.

Also gut, einen Versuch war es wert, da ich auch den aktuellen Stand nicht kenne. Inzwischen wurde mit iOS 11 ja ein Dateimanager namens „Dateien“ auf den iOS-Geräten implementiert. Vielleicht war es ja möglich, das iPhone aus USB-Speicher zu missbrauchen.

Rasch ein Lightning Kabel besorgt, angeschlossen. Meldung kam, ob ich Fotos und Videos importieren wollte (wollte ich nicht, denn da liegen 3 GB an Fotos drauf) oder Dateien durchstöbern wollte.

Die Sache klappte nicht. Dateien war leer und der Import von Fotos und Videos wollte auch nicht.

Panik war da. Wir hatten nichts zum Präsentieren in der Hand. Ein Lightning auf HDMI oder VGA-Kabel um ggf. das iPhone direkt mit dem Präsentier-Beamer zu verbinden war nicht vorhanden.

Dann sahen wir das MacBook eines belgischen Kollegen und haben ihn freundlich gefragt, ob wir ihm das Video per AirDrop senden können.

Klar. Und was soll ich sagen. Den ganzen Firlefanz hätte man sich sparen können.

Die 152 MB Daten war via Airdrop wieder in Nullkommanichts auf dem MacBook des Kollegen, schnell den USB-Stick rein, Datei runtergezogen und zum Präsentationsnotebook gebracht.

AirDrop. Rettet dir den Arsch.

Da musste ich doch glatt wieder an eine Re-Anschaffung eines MacBooks denken und das Surface Book wieder loswerden.

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