Archiv für den Monat August 2018

Battlefield V ein Flop? CoD Black Ops IIII wie Modern Talking?

Man braucht nur einen Blick auf die Multiplayer Videos der Beta von Black Ops IIII zu werfen um rasch zu erkennen: 20 Jahre die gleichen rotz Level, keine Änderungen, wie Modern Talking, alles sieht gleich aus, alles klingt gleich.

Natürlich gibt es neue Anstriche, aber ist müsst euch das so vorstellen, ihr geht jedes Jahr in dieselbe Wohnung oder dasselbe Haus und der Besitzer oder Eigentümer hat jedes Jahr einfach renoviert. Neue Tapeten, neue Möbel, aber das Grunddesign lässt euch sofort erkennen: Hier war ich doch schon mal.

Ich habe CoD mit Modern Warfare begonnen, den Nachfolger gespielt. Advance Warfare gezockt, Black Ops III, World War II. Alles wirk immer wieder aufs Neue gleich. Das beginnt bereits bei Menü und der Spielerlobby, in der man seinen Start ins Abenteuer wagt. In der Beta bin ich über die Spielerlobby nicht hinaus gekommen (danke, Activision, dass das so hervorragend mit der Beta geklappt hat!), hab mir über Let’s Plays dann aber einige Runden angeschaut – hier war ich doch schon. Die Karte sieht aus wie die und die aus Black Ops III.

Ich kann den Hype um den Nachfolger nicht nachvollziehen und angesichts der Spiele, die ich gespielt habe, kann man mir auch nicht vorwerfen, ich wäre ein CoD-Verweigerer.

So long, Blizzard/Activision, mein Feedback zur nicht spielbaren Beta bekommt ihr noch.

Nun haute PC Games gestern die Schlagzeile raus, dass Battlefield V als direkter Call of Duty Konkurrent ein Flop werden würde. Festgemacht wurde das an den eher mauen Vorbestellungen des Spiels.

Ganz ehrlich? Was glaubt ihr eigentlich alle immer mit den Vorbestellungen reißen zu können? Eine Vorbestellungen mag nach dem Fire & Forget-Prinzip ablaufen. Ich bestelle jetzt, wo ich davon erfahre, um später nicht dran denken zu müssen.

Aber letztendlich kaufe ich die Katze im Sack. Denn ich weiß ja noch gar nicht, wie das Produkt werden wird, das ich da vorab bestelle. Es gibt keine Bewertungen, keine Reviews, nichts.

Zudem gibt es verschiedene Arten der Vorbestellungen und lassen wir einmal Kickstarter-Projekte außen vor, die sich überhaupt erst über Vorbestellungen finanzieren.

Ich kann ganz bequem in den Online- oder Offline Shop meines Vertrauens gehen, sofern er Vorbestellungen annimmt. Nehmen wir hier ruhig mal die Großen wie Amazon, Media Markt und Saturn. Ich bestelle einen Datenträger vor, bekomme eventuell über einen Code zusätzliche Items freigeschaltet und darf vielleicht das Spiel 2 Tage vor dem eigentlichen Release spielen.

Bezahlt wird bei Abholung im Laden oder bei Lieferung. Nur muss man sich bewusst sein, dass gerade Spiele im Bereich Konsole mit 70 Euro und 60 Euro bei PCs liegen. Sicherlich bietet Amazon ein Preisschwankungssystem an. Fällt der Preis während der Vorbestellungsphase und steigt später wieder, bekommt man das Spiel zu dem bis zum Release günstigsten Preis. Aber eine Garantie, dass der Preis gerade im Vorbestellungszeitraum schwankt, gibt es nicht. Der kann sich auch hartnäckig bei 70 Euro halten. Wartet man dagegen zwei, drei Tage oder eine Woche, ist es durchaus möglich, dass der Preis nach Release mal unter die 60 Euro Marke im Konsolen Bereich schwappt. Der Geduldige kann hier schnell von einem günstigeren Preis profitieren.

Die andere Methodik der Vorbestellung ist kritisch (Kickstarter wie gesagt außen vorgelassen). Bestelle ich die digitale Version eines Spiels vor, sei es im Microsoft XBox Store, im PlayStore oder auf Steam und ähnlichen Plattformen, wird der Kaufbetrag SOFORT fällig.

Warum also sollte ich jetzt 70 Euro auf den Tisch legen, um in zwei Monaten spielen zu können? Rein theoretisch könnte ich auch noch ein paar Tage vor dem tatsächlichen Release-Datum vorbestellen und von den Vorteilen der Vorbestellung (zusätzliche Items, früherer Spielzugang, wie oben erwähnt) profitieren.

Es ist also absoluter Tinnef gerade in dieser Form eine Vorbestellung auszulösen, auch nicht im Blizzard-Store.

Warum die Kohle bei Spielen sofort fällig wird, ist mir ein Rätsel. Kaufe ich digitale Ware in Form eines Films bei Apple im iTunes Store ein, bezahle ich den Film auch erst, wenn er erscheint. Machbar ist das also alles systemtechnisch.

Aber ich will die Mädels und Jungs von Dice nicht heilig sprechen, die machen auch nicht immer alles richtig. An Battlefield V missfällt mir natürlich geschichtliche Setup. Ich bin kein Freund des 2. Weltkrieg-Szenarios und nachdem Activision letztes Jahr CoD WW II rausbrachte, sieht ein Battlefield V erst einmal wie nachgemacht und abgekupfert aus.

Zudem auch gleich beide Wettbewerber angekündigt haben, einen Battle Royale Modus ins Spiel zu integrieren.

Battle Royale? Kennt ihr nicht? Das ist die Geschichte von H1Z1 – King of the Kill, dem Nachahmer Player’s Unknown Battlegrounds und dem Obergrützenmeganachahmer Fortnite. 100 Spieler in ein Szenario geworfen, jeder gegen jeden. Last Man Standing. Gab’s schon in Titanfall 1, ist also nicht neu und gab es auch schon lange vor Titanfall, ist also auch nicht auf Respawns Mist gewachsen.

Was recht neu und erfolgreich ist, ist dass sich der Kartenabschnitt, indem sich die 100 Spieler befinden, aus unerfindlichen Gründen verkleinert und man gezwungen ist, immer näher zusammenzurücken. Verstecken und ausharren gildet also nicht.

Die Verkleinerung der Karte wird in PUBG und Fortnite durch eine undurchdringliche farbige Mauer dargestellt, was ziemlich affig aussieht, denn plötzlich ist da eine energetische Leuchtbarriere im Spiel.

Als die Kunde kam, dass Battlefield und Black Ops IIII einen Royale-Modus enthalten sollen, habe ich sofort gesagt: DICE muss sich was Neues einfallen lassen. Ich kann da nicht eine leuchtende Energiemauer hinsetzen, mitten im zweiten Weltkrieg, wie doof wäre das denn?

Und tatsächlich, der aktuelle Gamescom-Gameplaytrailer zeigt gegen Ende, dass man sich was grandioses hat einfallen lassen. Die Map wird durch eine Flammenwand, die sich kreisförmig zusammenzieht verkleinert. Das passt. Das wird Spaß machen. Battle Royale ohne die ungelenken Bewegungen von PUBG, ohne die Kindergartenkötzchengrafik von Fortnite, im Battlefield Style – darauf freue ich mich.

Wer neugierig geworden ist, hier der Gamescom Gameplay Trailer:

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Armer Steve Jobs: Die Stiftfrage wird ihm wieder nachgetragen

Was war es für ein Aufschrei und welche Belustigung gab es aus dem Konkurrenzlager, als Apple das erste iPad Pro veröffentlichte und dazu den Apple Pencil rausbrachte.

Grund des vermeintlichen Gespött war eine aus dem Kontext gerissene Aussage von Steve Jobs bei der Präsentation des allerersten iPhones.

Seine legendäre Frage lautete 2007: „Who needs a pencil?“ – Wer braucht einen Stift?

In diesem Zusammenhang muss man sich vor Augen führen, welche Smartphone-Situation 2007 herrschte. Es gab Geräte mit Tastatur und/oder einem resistiven Touchscreen, vornehmlich mit dem Microsoft Betriebssystem Windows CE / Windows Mobile befüllt, das nicht anders reagierte, als die Desktop-Variante: Doppelklick, um eine App zu öffnen. Niedrige Auflösungen, kleine Bildschirme und lupenkleine Icons sorgten dafür, dass an ein Fingertipp seinerzeit nicht zu denken war. Dazu behalfen sich die Hersteller solcher Smartphones und der vorausgehenden Generation sämtlicher PDAs (wie Palm-Geräte oder CASIOs digitale Assistenten) der Stifteingabe.

2007 war die Bedienung eines Smartphones oder PDAs mit Stift üblich, wenn auch umständlich.

Und genau in diesem Kontext ist die Frage Steve Jobs‘ zu sehen: Wer braucht einen Stift, wenn man ein Gerät auch ohne bedienen kann?

Das erste iPhone mit kapazitiver Berührungserkennung war in der Hinsicht revolutionär, denn es ließ sich ohne Stift bedienen, intuitiv mit einem Fingertipp, statt einen Mausklick nachzuahmen.

Ich höre heute noch die Apple-Jünger, die über Samsung spotteten, als Samsung das erste Galaxy Note rausbrachte. Was soll denn der Stift?

Anders herum lachten die Android Fanboys, als Apple den Pencil vorstellte.

Doch bei beiden geht es um unterschiedliche Eingabekonzepte, das hat mit der reinen Bedienung und Usability wie sie seiner zeit bei Palm & Co. gegeben war nichts zu tun.

Im Gegenteil, der Stift als Add-on zu einem kapazitiven Multitouch-Display ermöglicht uns heute weitaus mehr Möglichkeiten, als ein stumpfer Doppelklick.

Druckstufen, Gesten, echtes Schreibgefühl. Papierloser Umgang in vielen Bereichen.

Seit es moderne Displays mit Stifteingaben gibt, probiere ich sie aus. Samsungs Note-Reihe, Microsofts Surface und Apple Pencil. Ich habe auch mit Bluetooth-Varianten gearbeitet, die jedoch keine wirkliche Option waren.

Ein aktuelles gutes Schreibgefühl bieten die drei Großen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Galaxy Note Pro 12.2 und dem Surface Pro 3 habe ich Samsung immer noch den Vorzug gegeben – das Nachziehen, der Versatz oder die Latenz beim Ziehen einer Linie war dort am natürlichsten, bzw am geringsten vorhanden.

Ich bin 2016 auf das iPad Pro umgestiegen, nachdem ich mich in einem Apple Store von dem guten Schreibgefühl des Pencils überzeugt hatte. Zwischendurch machte ich Ausflüge ins Microsoft-Lager (neue Stylus-Generation mit dem Surface Book 2) und zu Samsung (Galaxy Note 8 und Galaxy Tab S3) und muss hier ganz klar bekennen: Apple hat die Nase vorn.

Natürlich ist es auch eine Frage der Software, die man benutzt, aber mit dem Apple Pencil und der App Noteshelf 2 fahre ich bisher am besten.

Und nochmal, hier geht es nicht darum, ein Gerät zu bedienen, sondern ein Gerät zu dem zu machen, das man im täglichen Doing benötigt – sowohl im Hauptberuf, als auch als Schriftsteller mache ich jede Menge Notizen. Nicht immer ist eine Tastatur zur Hand, nicht immer ist Platz genug für eine Tastatur, das Tippgeräusch stört vielleicht, man hat keine vernünftige Auflage oder man muss seine Notizen mit skizzierten Anmerkungen versehen.

Ein Block ist zum Mitschneiden von Gesprächsnotizen oft die bessere Wahl – auch den habe ich in diversen Formen ausprobiert. Seien es digitale Scanstifte wie der Livescribe Smartpen, die scanbare Versionen von Moleskine-Notizbüchern oder zuletzt Wacoms Bamboo.

Sie alle hatten gemein, dass man schlussendlich Papier verwendet und seine Notizen entweder von Hand digitalisieren musste oder die digitalen Notizen noch anderweitig zuordnen musste – und am Ende hat man das Papier mit den Notizen noch entsorgt, Unmengen Tinte verbraucht und da die meisten Lösungen mit Kugelschreiber-Minen arbeiten, noch ein unleserliches Schriftbild ob der eigenen Sauklaue hinterlassen.

Warum also nicht bei einem schönen Schriftbild, direkt auf dem Bildschirm schreiben. Direkt digital. Kein Papier. Keine Tinte. Keinen Müll. Direkt Teilen ohne Aufwand, anschließend bearbeiten, ergänzen, was auch immer.

Samsung hat es vorgemacht, andere sind nachgezogen. Warum auch nicht, denn für viele ist ein Stift eine sinnvolle Ergänzung. Und wer es nicht braucht, muss es nicht kaufen.

Dass Apple sich auch eine Stifteingabe für iPhones patentieren lassen hat oder (man korrigiere mich) bei der Zulassungsbehörde eingereicht hat, ist bereits seit letztem Jahr bekannt.

Angestachelt durch Leaks und die Gerüchteküche kommt jetzt wieder die Vermutung auf, dass einige der im September erscheinenden iPhones eine Stift-Unterstützung bieten und plötzlich ist der Spott und die Häme wieder da:

Who needs a stylus?

GIGA spricht in seiner Headline der GIGA-Tech-News sogar davon, dass Apple Steve Jobs verraten hätte.

Leute, geht es noch? Ihr wollt Techblogger sein, Journalisten? Dann reißt solche dummen Kommentare nicht aus dem Zusammenhang.

Natürlich kann auch ein iPhone eine Stiftunterstützung anbieten. Wenn ich Goodnotes oder Noteshelf nutze, synchronisiere ich meine Notizen über die Apps hinweg. Will ich wissen, was ich gestern auf dem iPad notiert habe, öffne ich die Notiz-App auf dem iPhone – will ich hier in meinem handschriftlichen Gekritzel schnell eine Anmerkung machen, habe aber nur das Telefon und kein Tablet zur Hand, warum sollte ich das nicht auf dem Telefon mit einem Stift machen können?

Der Stift schränkt die Usability des UI nicht ein, sondern unterstützt an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Steve Jobs‘ Worte von 2007 anders auszulegen und sie ihm zu Spottzwecken im Mund umzudrehen, ist alles andere als seriös, gerade für Techmagazine.

Schämt euch!

Warum bin ich noch PRIME-Kunde?

Die Frage stelle ich mir immer wieder. Zweimal dieses Jahr bereits das Fiasko wegen des Zahlungsmittels gehabt und immer öfter gerade auch bei hochwertigen Produkten im Technikbereich auf andere Händler ausgewichen.

Saturn, Apple, Oculus und Teufel haben sich gefreut.

Aber es gibt immer wieder Dinge, die ich dann aus Bequemlichkeit bei Amazon ordere – und aus Kostengründen. Und wenn es nur ein Deo ist, das Amazon für 1,19 Euro verkauft, das in Läden wie DM, Rossmann oder einem Discounter für 1,55 Euro oder mehr zu haben ist.

Ja, Prime ist ja nicht nur die Geschichte mit dem Versand, werden jetzt viele sagen, aber ganz ehrlich, ich nutze weder Amazon Music Unlimited, noch leihe ich mir kostenlos Ebooks aus und das Prime Video Angebot ist für mich recht überschaubar. Ich gucke da entweder eher bei Netflix Serien oder habe Filme, die mich wirklich interessieren längst bei iTunes in 4K gekauft – zum Preis eines FHD-Films.

Sicherlich hat hin und wieder auch Amazon was im Sortiment, das mein Interesse weckt. Die drei verrückten Briten mit The Grand Tour oder Fernsehserien wie aktuell SIX, aber Amazon Video wird bei mir relativ selten im Vergleich zu Netflix und iTunes angesteuert.

Zumal Amazon oft genug auch ein echtes Qualitätsproblem hatte. Streams begannen sofort ohne Daten zu puffern. So wurde aus einem HD-Film oft ein bis zwei Minuten lang ein „Less-Than-SD-Film“ mit verpixeltem Bild. Oder grauenhafte Artefakte zeichneten sich in dunklen Szenen bei Game of Thrones, The Blacklist und Underworld ab – ein Grund, warum ich aufgehört habe, bei Amazon Video Filme oder Serien zu kaufen, auch wenn sie manchmal erheblich günstiger sind, als bei iTunes von Apple.

Nun, vergessen wir all die Nebenprodukte und konzentrieren uns auf das ursprüngliche Prime. Ich bin PRIME-Kunde geworden, um Produkte unter 20 Euro ohne Versandkosten zu bekommen und diese innerhalb von einem Tag.

„Gratis same Day“ ist oft ein Mythos, obwohl ich ein Amazon-Lager direkt vor der Haustür habe. Zwei sogar, eines in Werne und eines in Dortmund. Amazon schafft es oft ja nicht mal, Prime-Lieferungen fristgerecht am nächsten Tag auszuliefern.

Schlimm wird es jedoch bei dem auch immer öfter eintretenden Szenario:

Ware ist als PRIME gekennzeichnet.
Ware ist als AUF LAGER gekennzeichnet.

Ich bestelle heute um 20:30 Uhr. Da Same-Day nicht angeboten wird und ich einsehe, dass eine Lieferung für morgen utopisch ist, sollte man aber meinen, als Prime-Kunde bekomme ich meine Ware spätestens übermorgen geliefert.

Nein. Das Lieferdatum ist der 14.08. – sage und schreibe eine ganze Woche nach Bestelldatum.

So macht Prime nicht mal ansatzweise Spaß.

Welcome back, Instapaper!

Noch Ende Juni verabschiedete ich mich von Instapaper, weil ich nach über einem Monat Inaktivität keine Hoffnung mehr hatte, dass der Dienst nochmals für den Europäischen Markt aufgenommen wird.

Die App selbst und den Bookmark in meiner Chrome-Lesezeichenleiste habe ich nie entfernt, denn Totgesagte leben länger.

Instapaper hat heute den EU-Dienst wieder aufgenommen. Damit gibt’s wieder ein fröhliches Clippen und Speichern von Internettexten. Wunderbar.

 

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