Archiv der Kategorie: Alltag

Das Eistee Dilemma

Ja, geben wir es ruhig zu, ich hab es vergeigt.

Was? Mein ganzes Leben!

Nun gut, so wild ist es nicht. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen – aber ein oder zwei Laster gibt es schon, die der Volksmund als „ungesund“ bezeichnet.

Wenn ich dann philosophisch und ganzheitlich gedacht antworte: „Gesund ist das, was man selbst dafür hält und nicht, was uns die Schulmedizin einzureden versucht“, ernte ich natürlich nur verständnislose Blicke oder Augenverdrehen. Meist von Rauchern, die ja sowieso alles besser wissen, wenn es ums Thema Gesundheit geht – ihr seht schon, die meisten Diskussionen sind einfach im Ansatz schon zu Scheitern verurteilt.

Aber gut, darum soll es nicht gehen. Mein Magen ist ein Laster gewohnt auf das er sich im Sinne seiner ganz persönlichen Evolution über Jahrzehnte hinweg eingestellt hat: Die Säure in Cola. Im Biologie-Leistungskurs habe ich seinerzeit gelernt, dass die in Cola enthaltene Säure sehr tückisch und ätzender ist, als so manch andere. Man kann das gut ausprobieren, indem man einfach mal ein Stückchen Ananas in ein Cola-Glas wirft und ein wenig wartet. Möglicherweise kriegen Mörder auch so ihre Leichen entsorgt. Mein lieber Scholli.

Mein Cola-Konsum hat jedoch dazu geführt, dass mein Magen diese Säure absolut absorbiert und sich darin wohl fühlt. Da man nicht alles haben kann, entwickelte der Magen dagegen eine Abneigung gegen andere Säuren. Mir ist es zum Beispiel nicht möglich herkömmliche Fruchtsäfte zu trinken, sofern sie nicht als „sanfte oder milde“ Säfte gekennzeichnet sind. Ebenso habe ich ein Problem mit zu natriumhaltigen Mineralwasser mit Kohlensäure oder auch mit anderen Limonaden, die Zitrusfruchtsäure enthalten, wie Fanta oder Sprudel mit Geschmack. Die Folge: Sodbrennen.

Im Sommer versuche ich jedoch meinen Cola-Konsum etwas zu bremsen und steige gerne auf etwas Fruchtiges um. Hier hat sich Eistee bewährt. In Maßen, nicht in Massen. Zumal Eistee in einigen Fällen auch nur die Hälfte Energiebestandteile enthält als Cola.

Lipton und notfalls auch Nestea waren meine Favoriten. Lipton Eistee mit nur 20 Kcal war immer eine schöne Sache. Der Nestea mir etwas zu süß. Um die Sache auch kalorientechnisch zu verbessern, hab ich mir selbst Eistee gemacht.

Früchtetees, bisschen Spritzer Zitrone hier, etwas weniger Zucker da und schwupp, war der KAYTEA auf knapp 10 kcal per 100 ml geschrumpft und erfrischend gut.

Der Fruchtblattaufguss mit Zitronensäure (die brauchte ich, um den Geschmack etwas stärker herauszustellen) sorgten jedoch nach bereits weniger als einem Liter Konsum für das, was kommen musste: Sodbrennen.

Da waren die Tees von Lipton und Nestlé etwas bekömmlicher für meinen Cola-verwöhnten Magen.

Nun ist wieder Sommerzeit und als mein Sohn neulich eine angebrochene Falsche Liption Icetea mit Pfirsichgeschmack übrig ließ, dachte ich mir, ich gönne mir davon einfach den Rest.

Der Tee schmeckte komisch. Das merkte ich sofort. Da sollte doch nicht etwa …

Ja, in der Tat. Der Grund, warum ich keine Lightprodukte wie Coke Zero & Co. trinke, liegt im künstlichen Süßstoff. Meine Geschmacksknospen schmecken diesen sofort heraus, kennzeichnen ihn als bitter, denn als süß und prompt habe ich einen bitteren Nachgeschmack bei jedem Lightprodukt. Teufelskreis.

Ich schaute mir die Flasche des Liption Icetea genauer an. Da gab es ein Banner, das „Jetzt mit weniger Zucker“ versprach. Das Lesen der Inhaltsstoffe machte schnell klar, warum der Eistee beschissen schmeckte: Weniger Zucker aber dafür Süßstoffe haben sie reingetan.

Und das, obwohl es einen separat  erhältlichen, kalorienreduzierten Lipton Icetea gibt!

Das wäre so, als könnte man keine normale Coca Cola mehr kaufen, weil auch die mit weniger Zucker und etwas Süßstoff produziert wird, obwohl es nebenher Coca Cola Zero und Light gibt.

Das geht so nicht!

Nun, einen Ersatz findet man dann ja schnell. Also Nestea, doch was ist mit dem passiert?

Nestlé und Coca Cola hatten eine Produktvereinbarung, die nach Jahrzehnten nun gelöst wurde. Nestlé hat dann prompt nicht nur das Design seiner Flaschen geändert, sondern auch die Inhaltsstoffe neu klassifiziert. Genau wie Lipton. Denn obwohl es Nestea Lightrodukte gibt, ist auch das Hauptprodukt nun mit weniger Zucker angesetzt worden und Stevia sorgt für die zusätzliche Süße.

Stevia ist für mich aber keine Option. Es ist kein Zucker und sorgt bei mir eine ähnliche Geschmacksverirrung wie künstlicher Süßstoff. Fazit: Es schmeckt mir nicht.

Der Sommer 2018 wird als ohne Nestlé und Lipton auskommen müssen. Auch andere Mütter haben noch geschmackvolle Töchter und Pfanner und Coca Cola (Fuze Tea) locken mich mit ihren Produkten – auch wenn es dann teurer wird.

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Toller Service von Adore June

Da kauft man seit es Smartphones gibt immer wieder mal Taschen von Adore June und nach sieben Jahren stelle ich erst fest, dass es sich dabei um ein deutsches Unternehmen handelt.

Egal ob HTC One M7, M8, LG G2, HTC 10 – immer wieder hab ich Hüllen/Taschen von Adore June im Einsatz gehabt.

Auf der Suche nach einer passenden Laptoptasche für mein neues Surface Book 2 stieß ich ebenfalls auf den Hersteller und bestellte via Amazon (Lieferant) bei Adore June (Verkäufer).

Leider kam die Tasche dann nicht so, wie sie abgebildet und beschrieben war. Es fehlten zwei Stiftschlaufen für den Surface Pen. Ohne diese ergibt der Einsatz der Tasche wenig Sinn, wenn man den Stift nutzt und irgendwo unterbringen will.

Da Adore June auch der Verkäufer war und ich nicht direkt die Tasche wieder zurückschicken wollte, nahm ich Kontakt zu der Firma auf, die ihren Sitz in Hamburg hat. Ja, das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm.

Kurz das Problem abends beschrieben, am nächsten Morgen bereits eine Antwort erhalten. Offenbar hat Amazon ein paar Exemplare einer Rückrufaktion übersehen und noch alte Taschen ohne Stiftschlaufen im Sortiment gehabt. Adore June versprach, am selben Tag eine korrekte Tasche zu liefern. Die bereits gelieferte könne ich behalten und bräuchte sie nicht zurückzusenden.

Das ist mal ein Service. Noch besser wurde es, als Tags drauf die Ersatzlieferung bereits in der Packstation landete.

Diesmal passt alles.

Herzlichen Dank, Adore June!

Apple hat ein Problem: Die Sache mit dem AppleTV und Framerates

Die Jugend von heute klebt mit den Augen ja an einem Bildschirm fest, der zwischen 4,7 und 6″ Größe hat. Da wird alles drauf geschaut, was statisch ist oder bewegt wird – auch Filme. So meine Erfahrung.

In meinem Alter mag ich es eher klassisch und gucke mir bewegte Bilder auf einem großen Bildschirm, vorzugsweise einem Fernseher an.

Sicherlich gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen man digitale Medien kaufen kann. Der eine kauft, der andere wartet und konsumiert, bis es regulär im Stream läuft oder im Fernsehen ausgestrahlt wird. Oder man leiht aus. Jeder, wie er mag.

Sony Playstation, Microsoft XBox, Google Movie, Apples iTunes, Amazon Video … sind nur ein paar von den Anbietern, bei denen man digitale Inhalte kaufen kann.

Nachdem a) irgendwann nicht nur das DVD sondern auch das Blu-Ray-Regal überfüllt war und b) ich feststellen musste, dass gekaufte DVDs und Blu-Rays keine Medien für die Ewigkeit sind, da sie schlicht und einfach kaputt gehen und Lesefehler produzieren oder gar nicht mehr abgespielt werden können, bin ich dazu übergegangen, mir Filme und Serien, die ich mag und öfter ansehe, nicht mehr auf einer Silberscheibe zuzulegen, sondern sie als digitalen Inhalt zu kaufen.

Sicherlich will man hier auch alles an einem Ort haben. Zwar hab ich ein paar Filme bei Google in meiner Bibliothek, das liegt aber daran, dass sie entweder kostenlos zu haben waren oder kostenlose Dreingaben beim Kauf eines Google-Gerätes waren.

Meine Hauptbibliothek liegt bei Apple, da Apple für mich bisher die beste Streaming-Erfahrung geboten hat. Einige Filme und Serienstaffeln habe ich auch in meiner Amazon-Bibliothek, doch leider hinkt Amazon in Sachen Stream oft hinterher (30 Sekunden und mehr muss man warten, bis der Stream Fahrt aufgenommen hat) und stellenweise gibt es schlechte Qualität (gerade Artefakte in dunklen Szenen sind mir schon extrem oft bei Amazon untergekommen).

Knapp 200 Filme (wo hätte ich die alle hinstellen sollen) befinden sich in meiner iTunes-Bibliothek, plus Serienstaffeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, diese zu konsumieren. Die klassische Variante, auf einem Minidisplay wie dem iPhone oder iPad Inhalte als Daumenkino anzusehen, ist nicht so meins. Auf dem iMac schaue ich nur in Notfällen, wenn der Fernseher belegt ist – 55″ sind eben doch eine andere Hausnummer, als ein 21,5″ Bildschirm.

Auf dem Fernseher könnte man die Inhalte zum Beispiel über einen angeschlossenen Rechner anschauen, was aber Quatsch ist, da ich gerade diesen im Wohnzimmer wegrationalisiert habe. Die zweite Variante wäre ein Stream via AirPlay. Da gibt es Leute, die schwören drauf, ich sage nur: Was soll der Mumpitz hier Bandbreite zum Glühen zu bringen. Man zapft mit einem iOS-Gerät das hauseigene WLAN an, um Inhalte kabellos auf ein iPhone oder iPad zu streamen, das ganze in Full-HD oder gar UHD-Qualität, um es dann vom iOS-Gerät wieder drahtlos an den Fernseher zu werfen. Da hat man dann schon knapp 30 Mbit/sec durchs heimische Netz. Muss nicht sein und verursacht gegebenenfalls Ruckler, Aussetzer oder Artefakte. Ist ja nicht so, als hätte ich es nicht ausprobiert.

Die charmanteste Variante ist, eine Streaming-Box an den Fernseher zu hängen. Im iTunes-Fall natürlich ein AppleTV.

Das funktionierte auch hervorragend und absolut super, solange ich in Full-HD unterwegs war. Einziges Manko: Während man via iTunes Inhalte auch lokal auf einem iOS- oder macOS-Gerät speichern kann, um sie ggf. offline zu genießen, erlaubt das AppleTV keine Speicherung von Inhalten (vom Buffern mal abgesehen). Eine bestehende Internetverbindung ist hier also Voraussetzung (wie bei anderen Streaming-Boxen auch).

Letztes Jahr wagte ich schließlich den Sprung zu UHD. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • ein günstiges UHD-Fernseher-Angebot
  • die Playstation Pro mit UHD-skalierten Inhalten
  • die kommende XBox One X mit UHD-skalierten und echten UHD-Inhalten
  • AppleTV 4K
  • Das Apple Versprechen, bereits gekaufte Titel kostenlos in 4K-Inhalte umzuwandeln, sobald sie als solche verfügbar sind und 4K-Inhalte zum gleichen Preis anzubieten, wie FHD-Inhalte (zum Vergleich: Amazon verlangte zu dem Zeitpunkt knapp 30 Euro für einen UHD-Film, der als FHD-Variante zwischen 13,99 – 16,99 Euro kostete!)

Was bei Full-HD bisher kein Problem war, äußert sich jetzt bei UHD umso schlimmer. Michael Müller hat das Problem mit Framrates in einem Blogartikel ausführlich beschrieben, sodass ich das nicht an dieser Stelle wiederhole, sondern einfach verlinke.

Die mittlerweile fehlende Automatik-Einstellung im aktuellen WatchOS sorgt dafür, dass ich keine allgemein gültige Einstellung für 4K-Inhalte finde. Schaue ich mir Riddick von iTunes mit 60fps und 4K an, habe ich nur einen Ruckelfilm, setze ich die Frames auf 50 Hz runter, läuft alles flüssig und butterweich. Wechsle ich danach zu Netflix und schaue mir The Punischer an, habe ich erneut ein Ruckelgewitter bei Kamerafahrten, muss wieder in die Einstellungen wechseln und auf 60 Hz hochjubeln, um ein ruckelfreies Bild zu bekommen.

Mit Einzug von Amazons Prime Video auf dem AppleTV sollte jener eigentlich als Multimedia-Komplettpaket herhalten: iTunes-Filme, Amazon Prime Video und Amazon Video, Netflix und Youtube. Am Ende bin ich dadurch nun jedoch Opfer eines Ruckeltheaters geworden und mache die Einstellungswechselorgie nicht mehr mit.

Ganz gleich, was die Sicherheitsexperten dazu sagen, habe ich nun meinen UHD-Fernseher als Multimedia-Basis eingerichtet und schaue Amazon Video, Netflix und YouTube direkt über die entsprechenden Apps des Smart-TVs.

Im Gegensatz zu meinem vorherigen Fernseher starten die Apps schnell und sind sofort einsatzbereit. Der Stream läuft reibungslos, auch in 4K. Da die AppleTV-Youtube-App inzwischen so unkomfortabel wie auf allen anderen Geräten geworden ist, kann ich auch gleich die App des Fernsehers nutzen, die nun mit der auf WatchOS identisch ist und 4K-Inhalte wiedergibt.

Der AppleTV wird nun nur noch eingeschaltet, wenn ich tatsächlich gekaufte Filme oder Serien von iTunes gucke.

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AppleTV 4K – doch nicht so schön, wie anfangs erwartet.

Amazon: Wie man seinen besten Kunden vergrault

Als Privatkunde bin ich sicherlich kein kleines Licht bei Amazon. Natürlich gibt es Menschen, gerade Firmen, die viel mehr bestellen, aber so als „kleiner Mann“, der Amazon zu einem seiner Hauptlieferanten erkoren hat, gehöre ich sicherlich nicht zu den ganz kleinen.

Allein 2017 habe ich Waren und Artikel im Wert von EUR 12.373,00 bei Amazon.de bestellt. Das sind also umgerechnet 1.000 Euro im Monat, wenn man es jetzt runterbrechen will.

Ich bin PRIME-Kunde und habe zumindest im Ansatz gehofft, dass Amazons Slogan, das kundenfreundlichste Unternehmen zu werden/sein, Früchte trägt.

Nachdem ich immer wieder vorwiegend Lieferungen wegen verspäteter Anlieferung reklamieren musste, bin ich jetzt an einem ganz anderen Punkt angelangt.

Wir befinden uns noch in Deutschland und Kreditkarten haben zwar Einzug in unser Land erhalten, doch sind sie noch lange nicht gängig bei der deutschen Bevölkerung. Von den meisten Menschen, die ich privat kenne, besitzen nur wenige eine Kreditkarte – weil sie sie normalerweise nicht brauchen.

Wer einkauft zahlt entweder bar oder auf Rechnung oder lässt abbuchen.

Nun verstehe ich, dass größere Bestellbeträge bei Kunden, die vielleicht noch nicht oft und nicht in der Höhe bestellt werden, nicht per Bankeinzug bei Amazon abbuchen können – obwohl ich das schon für Quatsch halte.

Ein Bekannter von mir konnte vorletztes Jahr keine Notebooks per Bankeinzug kaufen – zwingend war eine Kreditkarte für die Zahlungsabwicklung erforderlich. Das System mache Stichproben und würde willkürlich die Zahlungsmethode Bankeinzug nicht akzeptieren – das hätte nichts mit der Kreditwürdigkeit des Kunden zu tun.

Bullshit.

Die Amazonmitarbeiter können das System auch nicht umgehen oder austricksen oder jemanden freischalten. Es ist so, wie es ist. Keine Kreditkarte, keine Bestellung.

So vergrault man nicht nur, sondern verprellt  auch gleich die Kunden.

Nun hatte mein Bruder vor ein paar Monaten ein ähnliches Problem, als er einen Laptop für seine Tochter bestellen wollte. Bankeinzug hat Amazon nicht akzeptiert. Der Warenwert betrug knapp über 1.000 Euro. Also bat er mich für ihn zu bestellen.

Ich habe per Bankeinzug bestellt, alles lief reibungslos ab.

Letzten Monat begannen die Probleme auch allerdings dann auch bei mir. Einen Fernseher für 665 Euro bestellt, Bankeinzug wurde nicht akzeptiert. Ich bin auf Kreditkarte ausgewichen.

Gestern habe ich ein Notebook bestellt. Warenwert 1.500 Euro. Die Bestellung per Bankeinzug wurde verweigert. Da ich nicht wieder mit Kreditkarte zahlen wollte, habe ich mich mit Amazon in Verbindung gesetzt.

Im Chat erklärte mir der Mitarbeiter wieder die Geschichte von sporadischen (Haha) Überprüfungen und dass er mir nicht weiterhelfen könne. Ich könnte Gutscheine kaufen und diese per Bankeinzug bezahlen und dann den Gutscheincode als Zahlungsmethode bei der Laptop-Bestellung angeben.

Was für ein Firlefanz!

Dabei wies der Mitarbeiter daraufhin, dass Amazon generell darauf hinarbeite ausschließlich Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren und der Bankeinzug bald nicht mehr möglich wäre.

Ja dann, gute Nacht, Johanna. Lieber Herr Bezos. 12.300 Euro Umsatz. Ich, als kleines Licht. Was meinst du denn, wie viele deutsche Besteller dann noch bei dir bestellen?

Kein Paypal. Kein Bankeinzug. Zahlung auf Rechnung war sowieso immer bei Amazon verpönt. Ich sage euch Umsatzeinbußen voraus, wenn ihr diesen Schritt wirklich geht.

Mich habt ihr dann als Kunden verloren. Sorry, aber so einen Tinnef mache ich nicht mit.

Gute Miene zum bösen Spiel: Ich habe Gutscheinguthaben im Wert von 1.500 Euro gekauft, als Zahlungsmethode Bankeinzug gewählt. Die Bestellung ging raus, Bestellbestätigung kam rein, ein paar Sekunden später eine Nachricht von Amazon, dass meine Bestellung vom System storniert wurde, da eine Bezahlung per Bankeinzug oder auf Rechnung nicht möglich wäre.

WTF?!

Ihr könnt euch denken, was dann passiert ist. Natürlich hätte ich per Kreditkarte zahlen können, hatte aber nicht ausreichend Kredit auf meinen Karten, hätte also erst per Banküberweisung meinen Kreditrahmen entsprechend auffüllen müssen, was so zwei bis drei Tage dauert, ehe ich die Bestellung dann hätte aufgeben können. In der Zwischenzeit hat Amazon innerhalb eines Tages den Preis des Latptops um 8 Euro angehoben (nur mal so am Rande).

Ich habe die Bestellung komplett storniert. Wenn sie mein Geld nicht wollen, bekomme nes andere. SATURN freut sich jetzt. Zwar muss ich einen Tag länger auf die Lieferung warten, da das Gerät im Abholmarkt nicht verfügbar ist, aber das nehme ich dann in Kauf, zumal der Preis gleich dem des ursprünglichen Amazon-Preises ist.

Meine anschließende Beschwerde bei Amazon enthielt nur ein „es täte ihnen leid, aber man könne nichts tun.“ Meine Bitte, die Beschwerde ans Management weiterzuleiten, wird sicherlich geflissentlich ignoriert.

Schade, Amazon. Wir sind seit 2001 ein partnerschaftliches Team. Du ziehst Geld von meinem Konto ein und lieferst mir das, was ich haben möchte. Aber in Zukunft werde ich wohl eher andere Anlaufstellen aufsuchen.

Was geschah wirklich mit dem Wecker? Fall gelöst

Euch fehlt die Vorgeschichte? Ist nicht schlimm.

Heute um 6:15 Uhr MEZ klingelte die Weckfunktion meines Pixel 2 XL. Was fehlte, war das vertraute parallele Klingeln des Echo Dot auf meinem Schlafzimmerregal.

Ach ja, Alexa hab ich ja aus meinem Schlafzimmer verbannt, hinfort mit dir, du dulle Schl… okay, übertreiben wir es nicht.

Seit Samstag werkelt im Schlafraum der Google Assistant im Google Home Mini. Natürlich hab ich auch hier die Weckfunktion gestellt und die funktionierte am Sonntag hervorragend.

Der Sonntagswecker war wegen des Gierse-Cons eine einmalige Angelegenheit, innerhalb der Woche hätte ich aber gerne ein wiederkehrendes Ereignis.

In der Alexa-App war das kein Problem. Wecker für 6:15 Uhr stellen und die Wiederholung auf jeden Werktag setzen. Wobei „Werktag“ leider nicht so smart von einer vermeintlich künstlichen Intelligenz erkannt wird. Die kennt nur Mo – Fr, egal ob an einem der Tage vielleicht ein Feiertag ist. Oder man Urlaub hat. Will man da ein Wecksicknal (Sicknal finde ich in dem Zusammenhang eigentlich korrekt und halte es nicht für einen Rechtschreibfehler) vermeiden, muss man selbst dran denken und die Weckfunktion deaktivieren.

So richtig Smart wäre, wenn der Wecker erkennt, wann man aufstehen will oder muss.

Aber das ist eine andere Geschichte.

Kommen wir zum Google Assistant, der oder die sich weiterhin vehement weigert, sich bei einem anderen Namen zu nennen, mir aber versprochen hat, meine Bitte an ihr Entwicklerteam weiterzuleiten.

Der Home Mini klingelte heute nicht.

Es dauerte ein Weilchen, bis ich die entsprechende Funktion „Alarm“ in den Einstellungen der Google Home App gefunden habe. Leider lässt sich nicht über die App ein Alarm setzen, nur kontrollieren, ob einer gesetzt wurde. Google verlässt sich hier auf die Spracheingabe.

Siehe und staune. Es stand dort Montags bis …. 6:15 Uhr Fr.

Leider hab ich keinen Screenshot davon. Für mich sah es zuerst korrekt aus. Montags bis stellte sich dann jedoch als Überschrift oder Name des Weckers heraus. Meine Ansage „Hey, Google. Stelle Wecker Montags bis Freitags für 6:15 Uhr“ war so interpretiert worden, dass der Wecker „Montags bis“ für jeweils freitags 6:15 Uhr gestellt werden sollte.

ARGH!

Ob die von bis Funktion überhaupt funktioniert, konnte ich noch nicht feststellen, also sagte ich der Dame mit der netten Stimme „Hey, Google. Stelle Wecker für dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags um 6:15 Uhr“.

Den Dienstag hatte sie nicht mitbekommen und ich weiß auch nicht, warum ich Schussel den Montag nicht nannte. In der App stand nun: mittwochs&donnerstags&freitags 6:15 Uhr.

Gut, bevor ich jetzt von vorne anfing, fügte ich verbal einfach einen zweiten Wecker für montags und dienstags hinzu, zur selben Zeit.

Jetzt bin ich auf morgen 6:15 Uhr gespannt.

 

GC – Gierse Con in Dortmund – was ziehe ich nur an?

Heute Vormittag ist wieder der allseits beliebte Gierse-Con in Dortmund für eine geschlossene Gesellschaft und ausgewählte Gäste.

Da ich keine Dame bin, stehe ich nicht vor der Wahl, welches meiner 57 Kleider ich morgen anziehe oder welches der 185 Paar Schuhe dazu passt. Nein, vielmehr fragt sich mein geekiger Nerdgeist, welches Smartphone ich denn mitnehme. Ist es nicht zu dick aufgetragen, passt es zum Anlass, falle ich damit auf, doch nicht zu sehr, um als Angeber oder Schnösel bloßgestellt zu werden?

Natürlich frage ich mich, welche Schuhe und welches Kleid, pardon, welches Smartphone ich beim letzten Mal an… dabei hatte, man will ja nicht jedes Mal das gleiche tra… zeigen.

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Mit Blick in meine Fotothek sehe ich, dass am 22.01.2017 vier Geräte zur Auswahl standen. Ein iPhone 7 Plus, ein Samsung Galaxy S7 Edge, ein Honor 6X und ein Google Pixel.

Exakt 364 Tage später existiert keines der Geräte mehr. Ich weiß jedoch noch, dass ich letztes Jahr das Honor 6X dabei hatte, denn damit habe ich dieses Foto geschossen:

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Ich denke, damit die Fotos schöner werden, nehme ich mal das Gerät mit, das aktuell die beste Smartphone-Kamera hat.

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Das What’s App Dilemma

What’s App ist schon cool, aber auch doof.

Cool ist natürlich, dass viele es nutzen und die Reichweite extrem groß ist. Die Sicherheitslücken schießt ja eh jeder in den Wind und Apps wie Telegramm oder Threema haben in meinem Dunstkreis offenbar keine Chance.

Es gibt Alternativen, aber da will keiner so recht ran.

Mein persönliches Hauptmanko an What’s App ist das Gebundensein an eine Mobilfunknummer. Der Messenger von Facebook beispielsweise ist Kontogebunden. Ich kann ihn auf beliebig vielen Smartphones und sogar Tablets nutzen. What’s App benötigt eine Mobilfunknummer und ist (von der Web-Variante abgesehen, die aber auch nur in Verbindung mit einem Smartphone funktioniert) nur an einem Smartphone nutzbar (oder in Ausnahmefällen auf einem SIM-Card-fähigen Tablet, das auch eine Telfoniefunktion bietet).

Bei drei Geräten, die ich im Einsatz habe, wird es für meine Mitmenschen schwierig, mich zu erreichen. Für die wichtigsten Leute habe ich What’s App-Gruppen. Dort schreiben sie mich an und ich bekomme die Nachrichten, egal mit welchem Smartphone ich gerade unterwegs bin.

Es soll in Bälde ein neues Modell von WA kommen, das Mobilfunknummern-unabhängig ist. Ich hoffe bald.

Inzwischen hat sich der Messenger ja stark verbessert. Das Teilen von Inhalten wird leicht gemacht, selbst die Videoaufnahmen lassen sich nun länger und leichter anfertigen, ohne dass man krampfhaft einen Finger auf dem Aufnahmeknopf lassen muss.

Ein nicht zu unterschätzendes Medium ist jedoch die Audio-Funktion eines Messengers.

Irgendwann hat man eine Menge Informationen, die man gerne teilen möchte, die zu viel zum Tippen ist. Selbst über What’s App Web oder man hat schlicht keinen Rechner in der Nähe oder man sitzt im Auto und kann den Touchscreen nicht bedienen.

Ich kenne Nutzer, die diktieren über das Tastaturmikro ihre Nachrichten. Andere wiederum nehmen Audio auf. Die Hemmschwelle scheint gesunken zu sein, einfach irgendetwas auf einen Anrufbeantworter zu sprechen. Monologe werden zur Tagesordnung. Viel Inhalt. Einfach drauflos gesprochen. Und der Empfänger setzt sich Kopfhörer oder Ohrstöpsel auf und „genießt“ die gesprochene Nachricht wie einen Podcast.

Ja, tatsächlich haben manche Monologe Podcast-Ausmaße angenommen. Wenn ich mich zurück erinnere, halte ich in einer Gruppe den Rekord mit 31 Minuten sinnfreiem Gelaber. Aber meine Kumpel sind nicht viel schlechter. 20 bis 25 Minuten bekommen die auch hin.

Nun das Dilemma. Je mehr Einzug Audionachrichten als Informations- und Mitteilungsmedium erhalten haben, desto mehr legt der Nutzer auch Wert auf Qualität.

Es ist schrecklich, einem Fünf-Minuten-Monolog zuzuhören, wenn er sich wie aus dem Klo gesprochen anhört. Kratzend. Zu leise. Mit unangenehmen Neben- und Hintergrundgeräuschen oder Rauschen. Eine klare, laute Stimme sollte es sein, dann macht das Zuhören auch Spaß.

Die Vielfalt der im Umlauf befindlichen Smartphones macht es jedoch den What’s App Entwicklern nicht einfach … oder ist die Vielfalt nicht Schuld, sondern die Entwickler?

Mit jedem neuen Smartphone stelle ich fest, dass die Audioqualität leidet. Mal kommen meine Gesprächspartner zu leise oder zu hallend an, mal sind es meine eigenen Aufnahmen.

Während das Note 8 gut klingt, haben das Pixel 2, das Honor 9 oder auch das OnePlus 5T nur extrem schlechte und sehr leise Audiofiles in What’s App produziert.

Ich nutze daher einen Workaround und nehme meine Sprachansage mit einem Voicerecorder zuvor auf und teile diese Aufnahme dann per What’s App. Eine Sprachnotizen-App bringt Vorteile mit sich: Man muss nicht ständig das Mikrofon-Symbol während der Aufnahme halten (bei ab 10 Minuten Monolog wird es kniffelig), man rutscht nicht versehentlich mit dem Finger ab und der Voicerecorder spart noch Strom, da sich das Display während der Audioaufnahme abschaltet, während die Sprachaufzeichnung direkt in What’s App ein aktives Display benötigt.

Hinzu kommt, dass manche Sprachnotizen-Apps auch noch Qualitätseinstellungsmöglichkeiten bieten. Und sie kommen in den meisten Fällen deutlich, klar und laut herüber.

Ich habe mir angewöhnt selbst beim Note 8 den Sprachrecorder von Samsung zu verwenden, wenn ich weiß, dass ich nun einen längeren Monolog spreche. Der Workaround ist zwar mit zwei „Klicks“ mehr verbunden, als direkt in What’s App aufzunehmen, aber spätestens, wenn der Finger auf dem Bildschirm verkrampft oder abrutscht, wünscht man sich, man hätte den Sprachrecorder sofort genutzt.

Liegt es denn wirklich am Gerät oder liegt es an den Entwicklern?

Sicherlich lassen sich Referenzaufnahmen in anderen Messengern erstellen. Das OnePlus5T klingt bei einer Sprachaufnahme in What’s App extrem leise (ebenso das Pixel 2 XL). In dem Google Messenger Allo oder auch in Skype kommen Sprachnotizen aber glasklar und laut herüber. Der Ball liegt also im Entwicklungsteam von What’s App.

Leider kann aber auch der Workaround seine Tücken haben. Die Sprachnotizen-App (jeder nennt sie anders) beim Honor 9 hat zwar eine bessere Aufnahme hervorgerbracht, als die Direkt-Aufnahme in What’s App, aber war nicht mal Ansatzweise mit der „Diktiergerät“-App von Samsung zu vergleichen, die nahezu Studiosound produziert.

Google hat auf seinen Pixel-Geräten keine Sprachnotiz-App vorinstalliert, so musste ich mich im Playstore erst auf die Suche begeben. Nach zwei katastrophalen App-Ergebnissen habe ich dann die Samsung App gesucht, die jedoch im Playstore nicht eigenständig vertrieben wird, sondern nur über Samsungs eigenen Store, der wiederum auf dem Pixel nicht verfügbar ist.

Ich stieß dann auf die von Sony entwickelte App „Audio Recorder“, die auch auf Sonys Smartphones installiert ist. Aufnehmen, Aufnahmen speichern, Qualitätsmerkmale (Modus Stereo oder Mono / Qualität Spitze, Hoch, Mittel und Basis) sind einstellbar. Teilen einfach über den Share-Button möglich.

Die Qualität ist herausragend und steht dem Diktiergerät von Samsung in nichts nach. Auf dem OnePlus 5T habe ich sie gleich nachinstalliert, obwohl OnePlus eine hauseigene Sprachnotiz-App namens „Recorder“ mit sich bringt, in der zumindest das Ausgabeformat .wav oder .aac gewählt werden kann. Allerdings klingt die Aufnahme sehr blechern – dagegen macht Sony mit seinem Audio Recorder alles richtig.

Fazit: Wer gerne Sprachnachrichten über What’s App verschickt und unterirdisch schlechte Ergebnisse bekommt, sollte nicht sein Smartphone verfluchen, sondern lieber What’s App. Als Workaround für ausgezeichnete Sprachaufnahmen empfehle ich die Audio-Recorder App von Sony (im Playstore erhältlich) oder Samsungs hauseigene App „Diktiergerät“, die für Galaxy-Geräte im Samsung App Store verfügbar ist (oft ist sie auf aktuellen Galaxy-Geräten nicht vorinstalliert und muss erst aus dem Store bezogen werden).

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