Archiv der Kategorie: Alltag

Premiere: Google Pay auspropiert

An dieser Stelle berichtete ich euch von dem Workaround, Google Pay über die PayPal-App einzurichten, wenn PayPal in der Google Pay-App nicht erscheint.

Heute konnte ich dann auch einen Feldversuch starten und ausprobieren, wie das in der Praxis klappt.

Von „Das geht noch nicht“ bis „Der Kunde versucht mit seinem Handy unsere Kasse zu manipulieren“ soll ja alles schon dabei gewesen sein.

Nun, ich suchte mit eine relativ leere Kasse, um Peinlichkeiten zu vermeiden. Test-Supermarkt war der Kaufland in Kamen, da ich zumindest dort auch eine Internetverbindung im Laden habe, die in manch anderen Läden nicht gegeben ist.

Der Kassierer war ein junger Mann, sicherlich aufgeschlossen neuer Technik gegenüber. Während er die Waren über den Scanner zog, fragte ich ihn, ob denn bei ihm schon jemand mit Smartphone bezahlt habe.

Mit Telefon nicht, aber mit der Uhr, sagte er. „Mit so einer wie Sie haben.“ Er deutete auf meine Apple Watch.

Okay, Apple Pay ist für Deutschland noch nicht freigegeben, aber mittels Workaround und N26-Karte soll das wohl auch irgendwie nutzbar sein. Ich warte da lieber auf den offiziellen Start von Apple und konzentriere mich jetzt auf Google Pay.

„Meine Uhr ist dafür nicht eingerichtet. Wir probieren das mit dem Smartphone.“

Er weist die Kasse zur Kartenzahlung an. Ich habe mein OnePlus 6 dabei, entsperre das Display und bringe das Telefon in die Nähe des Bezahlterminals. Das Smartphone vibriert kurz. Es öffnet sich die Google Pay App.

„Das hat nicht funktioniert“, sagt der Kassierer.

Ja, das sehe ich, denn in der Google Pay App werde ich zur Interaktion aufgefordert. Ich rechnete mit der PIN-Eingabe, die bei Käufen ab 25 Euro erforderlich ist. Doch ich wurde aufgefordert mich mit Fingerabdruck zu legitimieren. Also kurz den Finger auf den Sensor gelegt und eine erneute Vibration ging durch das OnePlus 6. Dann erschien auf dem Bildschirm die Mitteilung zur aktuellen Transaktion:

Screenshot_20181013-172021Den Screenshot habe ich erst draußen vor dem Laden gemacht, daher weicht die Uhrzeit des Smartphones von der Transaktions-Uhrzeit ab.

Was ist nun passiert? Die Verknüpfung PayPal zu Google Pay hat Google Pay eine virtuelle Mastercard anlegen lassen. Beim NFC-Transfer gaukelt Google Pay dem Bezahlterminal vor, dass mein kontaktlos eine Mastercard ans Terminal gehalten hat. Da Google Pay auch alle Daten wie Deckungsbeitrag und Genehmigung dafür übermittelt erfolgt die Zahlung SOFORT.

Ihr kennt das sicher. Ihr haltet eine EC-Karte vor ein Bezahlterminal oder steckt es in den dafür vorgesehen Schlitz, müsst dann die PIN eingeben und anschließend erscheint auf dem Display ein Wartehinweis. Kontakt wird mit der Bank aufgenommen, eine Genehmigung eingeholt. Das dauert ein paar Sekunden, ehe dann „Zahlung erfolgt“ auf dem Display des Terminals erscheint.

Bei Google Pay ist das alles innerhalb der Sekunde erledigt, in der man das Smartphone aufs Terminal legt. Für mich bedeutet das beim nächsten Einkauf: Ich öffne beim Bezahlen direkt die Google Pay App statt nur das Smartphone ans Terminal zu halten. Eventuell geht es dann noch schneller.

 

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Evernote für Pfiffige: Der Screenshot-Trick

Ich bediene mich mal Herbert Hertramph Evernote-Slogan, er möge mir verzeihen, sollt es nicht in seinem Sinn sein. Am Ende des Textes verlinke ich selbstverständlich zu seinem Blog.

PDF. Ein Zauberwort. Erzeugt man ein sauberes Portable Document Format lassen sich darin Buchstaben so skalieren wie Vektorgrafiken, sprich es ist egal, wie groß ihr sie heranzoomt, sie bleiben gleich scharf und werden nicht ausgefranst. Tolle Sache.

Heute stand ich vor der Aufgabe für eine Intranetseite einen in Excel erzeugten Strukturbaum aus einem PDF als Bild zu extrahieren.

Sicherlich führen verschiedene Wege nach Rom. Der nahe liegendste für manch unbedarften Anwender ist sicherlich, einen Screenshot zu erstellen. Doch die Bildschirmfotografie ist oft unsauber und dann auch nicht sauber skalierbar.

Da ich ein Creative Cloud Abo habe gönne ich mir den Luxus, mir Adobes Acrobat einmal näher anzuschauen. Im Gegensatz zu meinem Standard-PDF-Werkzeug PDF-Expert unterstützt der Acrobat auch das Exportieren einer PDF als Bilddatei.

Hierbei habe ich die höchsten Qualitätseinstellmöglichkeiten gewählt und für die Auflösung auf meinem Bildschirm (1440p) und der Darstellung auf der Webseite (in etwa 900p) reicht das dicke aus. Doch je nachdem welche Auflösung andere Nutzer haben und wie nah sich gegebenenfalls dieses Bild noch über die Browser-Zoom-Funktion vergrößern, um Namen innerhalb des Baumes genauer zu erkennen, passiert es rasch, dass gerade die Schrift pixelig wirkt.

Adobe gab da nicht viel her und hochauflösender als die 900p ließ sich das Dokument auch nicht als Bild abspeichern.

Also doch mal den Screenshot-Trick angewandt. Sicherlich kann man hier auch andere Methoden anwenden, bei mir ist Evernote jedoch immer geöffnet und ich kann rasch einen sauberen Rahmen um ein Screenshotobjekt ziehen, um es in Evernote zu speichern.

Das Dokument habe ich im Vollbild aufgerufen und so weit vergrößert, dass so gerade eben noch alles auf den Bildschirm passt. Dann mit dem Evernote Ausschneidewerkzeug einen Screenshot gefertigt und anschließend das in der Evernote-Notiz befindliche Bild als JPEG abgespeichert. Das Ergebnis: Ein sauberes Bild in 1440p das sich sogar noch mehrfach reinzoomen ließ, ehe die Schrift begann auszufransen.

Und hier der versprochene Link zu Herbert Hetramphs Evernote für Pfiffige.

Google Pay – so klappt der Workaround mit PayPal

Seit einigen Monaten ist das kontaktlose Bezahlen Google Pay mittels Smartphone am Start.

Der Charme bei dieser Bezahlform liegt freilich in der Bequemlichkeit. Das Smartphone hat man meist griffbereit zur Hand. Manche (ich auch) nutzen es als Einkaufsliste. Statt erst eine Geldbörse oder einen iClip herauszukramen, die EC- oder Kreditkarte in einen Schlitz zu stecken oder an einen Scanner zu halten, eine PIN einzugeben, die Karte wieder zu verstauen, hält man einfach sein Smartphone auf die dafür vorgesehene Fläche für kontaktloses Zahlen per NFC.

Wenn sich sowas einspielt, schleppt man zukünftig halt weniger mit sich rum und muss auf weniger Dinge aufpassen, die einem wichtig sind.

Der Haken dabei ist, wenn die Hausbank nicht mitspielt, weil sie entweder zurückhaltend agiert oder gerne etwas eignes entwickelt. Wer also sein Konto bei der Sparkasse, der Volksbank oder anderen gängigen Banken hat, schaut in die Röhre und kann Google Pay bisher nicht nutzen.

Zwar ließ sich bereits das Google-Konto mit PayPal verknüpfen, um beispielsweise im Google Store darüber zu bezahlen, doch PayPal ließ sich bisher nicht als Methode für das kontaktlose Zahlen in der Google Pay App einrichten.

Bis jetzt.

Wer ohnehin PayPal nutzt und Zahlen darüber beispielsweise von seinem Girokonto, ganz gleich bei welcher Bank, abbuchen lässt, kann nun mit dem Workaround über PayPal mit Google Pay zahlen.

Aber Achtung! Wenn Giga.Tech vollmundig erklärt, dass es ab SOFORT geht, rudert die zitierte Quelle Stadt-Bremerhaven.de zurück und weist darauf hin, dass die Funktion vermutlich wie so vieles phasenweise an die Nutzer ausgerollt wird und nicht allen gleichzeitig und SOFORT zur Verfügung steht.

Die Geschichte ist zwei Tage alt. Heute veröffentlichte Google auf der Youtube-Plattform ein Video, wie man seine Google Pay App mit PayPal verknüpft, das ich euch an dieser Stelle nicht  vorenthalten will:

Das Problem dabei ist, dass die Funktion dennoch nicht für alle schon freigeschaltet ist. Ich probierte es nach der Anleitung. Beim Hinzufügen einer Zahlungsmethode wurde mir jedoch nur die Möglichkeit angeboten eine Kredit- oder Debitkarte hinzuzufügen, nicht aber PayPal.

Möglich, dass es daran liegt, dass ich bereits PayPal mit meinem Google-Konto verknüpft habe, allerdings lässt es sich nicht zum kontaktlosen Bezahlen einrichten.

Geholfen hat mir dann ein Youtube-Nutzer mit dem Hinweis, dass man in der PayPal-App auch eine Verknüpfung zu Google Pay durchführen kann.

Wer also Interesse an Google Pay hat und ebenfalls scheitert, kann es einmal über diesen Weg versuchen. In der Android PayPal-App anmelden, in Einstellungen gehen und den Punkt suchen PayPal mit Google Pay verknüpfen. Anschließend die erläuterten Schritte durchführen und am Ende solltet ihr diese Meldung auf eurem Display sehen:

Screenshot_20181010-222206

 

Aber auch hier sei der Hinweis gestattet, dass es nicht bei jedem sofort funktioniert. Einige Nutzer auf Youtube hatten es auf diesem Wege versucht, die Option allerdings in der PayPal-App nicht angeboten bekommen.

Wichtig, updated auf die neuste Version von PayPal.

Und? Klappt es bei euch?

Amazon unattraktiv – Als Verkäufer verliert der Versandhändler zunehmend an Bedeutung (für mich)

Sie sprießen wie die Pilze aus dem Boden. Amazons Logistik-Lager. Das Geschäft boomt anscheinend.

Doch habt ihr euch mal angeschaut, welche Artikel und Produkte wie lange und ob überhaupt von Amazon selbst verkauft werden.

Mir scheint, es wird immer weniger und Amazon mutiert zunehmend zu einem reinen Verkaufsvermittler mit logistischem Service, denn wirklich ein Versandhändler zu sein.

Kaufen bei Amazon hieß für mich immer eine reibungslose Abwicklung bei Beanstandungen zu genießen. Ja, kann wirklich mal sein, dass man sich etwas gekauft hat und es entspricht absolut nicht den Erwartungen. Oder etwas ist wirklich bei Anlieferung oder später defekt und fällt in die Gewährleistung oder Garantie.

Der Retourenversand bei Amazon klappt reibungslos.

Immer öfter drängten sich dann jedoch sogenannte Marketplace-Händler in den Vordergrund beim Aufruf eines Artikels. Dann kam das Nachrücken des PRIME-Vorteils. Verkauf durch XY, aber Versand durch Amazon.

Für eine schnelle Lieferung okay, aber Vorsicht beim Wert der Waren. Mal eben günstige HDMI-Kabel kaufen? Kein Problem. Duschgel, weil es tatsächlich günstiger ist als im DM oder bei Rossmann? Kein Problem. Aber einen Computer, einen Fernseher, eine HiFi-Anlage, Kamera, Smartphone, Festplatten … hochpreisiges Equipment bei Firma Müllermeyerschulze kaufen, die bei Amazon anbieten und von Amazon versenden lassen?

Extrem ungerne. Weiß ich, ob eine Beanstandung so reibungslos abgewickelt wird, dass ich keine Bauchschmerzen beim Kauf haben muss?

Sicherlich stehen auch einige namhafte Anbieter im Marketplace, aber es gibt auch viele und wesentlich mehr, die ich gar nicht kenne.

Wenn ich nach einem Produkt Ausschau gehalten habe, das vielleicht schon etwas älter ist und dann nur über Drittanbieter angeboten wurde – ja, sehe ich ein. Dann ist der Zug eben abgefahren und ich verstehe, dass Amazon seine Lager auch mal leer machen und Platz für Neuware schaffen will.

Aber Geräte, die frisch auf dem Markt sind, die sich dann nur noch Wochen halten, das macht mich dann schon sehr, sehr stutzig.

Das OnePlus 6 ist so ein Beispiel. Vollmundig wurde es verkündet, OnePlus hat Amazon als Partner gewinnen können. Und tatsächlich habe ich mein OnePlus 6 bei Amazon gekauft, eben weil es schneller geliefert wurde als bei OnePlus direkt und eben weil ich den Rückgabe-Service von Amazon schätze für den Fall der Fälle.

Das OnePlus 6 ist am 22.05. dieses Jahr erschienen. Aktuell erhält man bei Amazon (als Direktverkäufer) nur die schwarze und weiße Version mit 128 GB Speicher. Am 11.07. wurde jedoch die rote Edition ins Programm aufgenommen und seit diesem Tag hadere ich immer wieder mit einem Verkauf meine schwarzen Gerätes und Tausch gegen das rote. Aber die rote Version wird von Amazon nicht mehr verkauft, sondern nur noch über Drittanbieter zu überteuerten Preisen.

Nun, vielleicht liegt es in diesem Fall auch an OnePlus, denn auf der Webseite des chinesischen Smartphone-Herstellers steht die rote Version auch nicht mehr zum Kauf.

Da OnePlus als recht kleines Unternehmen kein Backlock seiner Produkte unterhält und immer nur die neuste Variante verkaufsbereit hält, ist das nicht ganz so verwunderlich. Wir haben fast Oktober und sicherlich wird in den nächsten zwei Monaten das OnePlus 6T vorgestellt. Also sieht man zu, die produzierten Geräte noch an die Frau und den Mann zu bringen und lässt keine neuen mehr herstellen.

Diesen Artikel hätte ich mir in diesem Fall sparen können, wäre ich dann nicht spaßeshalber mal zu Samsung gewechselt, eildieweil ich gerade noch eine Samsung-Diskussion mit einem Bekannten hatte. Nur kurz die Preise vom S9 und Note 9 checken – was sehe ich da?

Das Samsung Galaxy Note 9, egal in welcher Farbe, erschienen am 24.08.2018 (!) wird gar nicht mehr von Amazon direkt angeboten. Nur Marketplace-Händler.

Das ist schon eine Sache, die mich erschüttert. Ich habe zwar schon oft über Amazon gemeckert und bin immer noch sehr enttäuscht und sauer über die Geschichte mit dem nicht möglichen Bankeinzug, doch ich habe Amazon nicht den Rücken gekehrt. Zumindest nicht ganz.

Seit der Kauf des Surface Book 2 im Februar bei Amazon scheiterte, weil der Kaufbetrag nicht per Bankeinzug eingezogen werden wollte/konnte, habe ich meine Technikkäufe bei Amazon doch sichtlich herunter gefahren. Es ist noch ein Monitor, ein Turmventilator, ein Kopfhörer und eben das OnePlus 6 in den letzten 6 Monaten dazu gekommen. Überschaubar.

Ein anderer Monitor, eine Soundbar, ein Staubsauger, zwei Smartwatches, ein Laptop und noch ein Smartphone sowie eine VR-Einrichtung gingen dann allerdings über ganz andere Ladentheken.

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber wenn ich http://www.amazon.de aufrufe, dann will ich verdammt auch nochmal bei Amazon kaufen und nicht von Meyermüllerschulze. Das kann ich auch bei Ebay haben.

Bestelle ich etwas bei Otto Versand, erwarte ich auch nicht, von Bader Moden beliefert zu werden, die Otto als Portal mit nutzen. Und wenn ich in den REWE gehe, dann will ich verdammt noch mal nicht eine Regalreihe von LIDL-Produkten dort sehen.

Wenn ich in die Zukunft blicke sehe ich Konversationen entgegen die anfangen könnten mit „Weißt du noch, als Amazon noch selbst verkauft hat“ – „Ah, das ist ja schon ewig her, heute sind die ja nur noch Versandstation für andere.“

Vielleicht ist das ja das Endziel von Herrn Bezos? Man steckt nicht drin.

 

Das Eistee Dilemma

Ja, geben wir es ruhig zu, ich hab es vergeigt.

Was? Mein ganzes Leben!

Nun gut, so wild ist es nicht. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen – aber ein oder zwei Laster gibt es schon, die der Volksmund als „ungesund“ bezeichnet.

Wenn ich dann philosophisch und ganzheitlich gedacht antworte: „Gesund ist das, was man selbst dafür hält und nicht, was uns die Schulmedizin einzureden versucht“, ernte ich natürlich nur verständnislose Blicke oder Augenverdrehen. Meist von Rauchern, die ja sowieso alles besser wissen, wenn es ums Thema Gesundheit geht – ihr seht schon, die meisten Diskussionen sind einfach im Ansatz schon zu Scheitern verurteilt.

Aber gut, darum soll es nicht gehen. Mein Magen ist ein Laster gewohnt auf das er sich im Sinne seiner ganz persönlichen Evolution über Jahrzehnte hinweg eingestellt hat: Die Säure in Cola. Im Biologie-Leistungskurs habe ich seinerzeit gelernt, dass die in Cola enthaltene Säure sehr tückisch und ätzender ist, als so manch andere. Man kann das gut ausprobieren, indem man einfach mal ein Stückchen Ananas in ein Cola-Glas wirft und ein wenig wartet. Möglicherweise kriegen Mörder auch so ihre Leichen entsorgt. Mein lieber Scholli.

Mein Cola-Konsum hat jedoch dazu geführt, dass mein Magen diese Säure absolut absorbiert und sich darin wohl fühlt. Da man nicht alles haben kann, entwickelte der Magen dagegen eine Abneigung gegen andere Säuren. Mir ist es zum Beispiel nicht möglich herkömmliche Fruchtsäfte zu trinken, sofern sie nicht als „sanfte oder milde“ Säfte gekennzeichnet sind. Ebenso habe ich ein Problem mit zu natriumhaltigen Mineralwasser mit Kohlensäure oder auch mit anderen Limonaden, die Zitrusfruchtsäure enthalten, wie Fanta oder Sprudel mit Geschmack. Die Folge: Sodbrennen.

Im Sommer versuche ich jedoch meinen Cola-Konsum etwas zu bremsen und steige gerne auf etwas Fruchtiges um. Hier hat sich Eistee bewährt. In Maßen, nicht in Massen. Zumal Eistee in einigen Fällen auch nur die Hälfte Energiebestandteile enthält als Cola.

Lipton und notfalls auch Nestea waren meine Favoriten. Lipton Eistee mit nur 20 Kcal war immer eine schöne Sache. Der Nestea mir etwas zu süß. Um die Sache auch kalorientechnisch zu verbessern, hab ich mir selbst Eistee gemacht.

Früchtetees, bisschen Spritzer Zitrone hier, etwas weniger Zucker da und schwupp, war der KAYTEA auf knapp 10 kcal per 100 ml geschrumpft und erfrischend gut.

Der Fruchtblattaufguss mit Zitronensäure (die brauchte ich, um den Geschmack etwas stärker herauszustellen) sorgten jedoch nach bereits weniger als einem Liter Konsum für das, was kommen musste: Sodbrennen.

Da waren die Tees von Lipton und Nestlé etwas bekömmlicher für meinen Cola-verwöhnten Magen.

Nun ist wieder Sommerzeit und als mein Sohn neulich eine angebrochene Falsche Liption Icetea mit Pfirsichgeschmack übrig ließ, dachte ich mir, ich gönne mir davon einfach den Rest.

Der Tee schmeckte komisch. Das merkte ich sofort. Da sollte doch nicht etwa …

Ja, in der Tat. Der Grund, warum ich keine Lightprodukte wie Coke Zero & Co. trinke, liegt im künstlichen Süßstoff. Meine Geschmacksknospen schmecken diesen sofort heraus, kennzeichnen ihn als bitter, denn als süß und prompt habe ich einen bitteren Nachgeschmack bei jedem Lightprodukt. Teufelskreis.

Ich schaute mir die Flasche des Liption Icetea genauer an. Da gab es ein Banner, das „Jetzt mit weniger Zucker“ versprach. Das Lesen der Inhaltsstoffe machte schnell klar, warum der Eistee beschissen schmeckte: Weniger Zucker aber dafür Süßstoffe haben sie reingetan.

Und das, obwohl es einen separat  erhältlichen, kalorienreduzierten Lipton Icetea gibt!

Das wäre so, als könnte man keine normale Coca Cola mehr kaufen, weil auch die mit weniger Zucker und etwas Süßstoff produziert wird, obwohl es nebenher Coca Cola Zero und Light gibt.

Das geht so nicht!

Nun, einen Ersatz findet man dann ja schnell. Also Nestea, doch was ist mit dem passiert?

Nestlé und Coca Cola hatten eine Produktvereinbarung, die nach Jahrzehnten nun gelöst wurde. Nestlé hat dann prompt nicht nur das Design seiner Flaschen geändert, sondern auch die Inhaltsstoffe neu klassifiziert. Genau wie Lipton. Denn obwohl es Nestea Lightrodukte gibt, ist auch das Hauptprodukt nun mit weniger Zucker angesetzt worden und Stevia sorgt für die zusätzliche Süße.

Stevia ist für mich aber keine Option. Es ist kein Zucker und sorgt bei mir eine ähnliche Geschmacksverirrung wie künstlicher Süßstoff. Fazit: Es schmeckt mir nicht.

Der Sommer 2018 wird als ohne Nestlé und Lipton auskommen müssen. Auch andere Mütter haben noch geschmackvolle Töchter und Pfanner und Coca Cola (Fuze Tea) locken mich mit ihren Produkten – auch wenn es dann teurer wird.

Toller Service von Adore June

Da kauft man seit es Smartphones gibt immer wieder mal Taschen von Adore June und nach sieben Jahren stelle ich erst fest, dass es sich dabei um ein deutsches Unternehmen handelt.

Egal ob HTC One M7, M8, LG G2, HTC 10 – immer wieder hab ich Hüllen/Taschen von Adore June im Einsatz gehabt.

Auf der Suche nach einer passenden Laptoptasche für mein neues Surface Book 2 stieß ich ebenfalls auf den Hersteller und bestellte via Amazon (Lieferant) bei Adore June (Verkäufer).

Leider kam die Tasche dann nicht so, wie sie abgebildet und beschrieben war. Es fehlten zwei Stiftschlaufen für den Surface Pen. Ohne diese ergibt der Einsatz der Tasche wenig Sinn, wenn man den Stift nutzt und irgendwo unterbringen will.

Da Adore June auch der Verkäufer war und ich nicht direkt die Tasche wieder zurückschicken wollte, nahm ich Kontakt zu der Firma auf, die ihren Sitz in Hamburg hat. Ja, das hatte ich überhaupt nicht auf dem Schirm.

Kurz das Problem abends beschrieben, am nächsten Morgen bereits eine Antwort erhalten. Offenbar hat Amazon ein paar Exemplare einer Rückrufaktion übersehen und noch alte Taschen ohne Stiftschlaufen im Sortiment gehabt. Adore June versprach, am selben Tag eine korrekte Tasche zu liefern. Die bereits gelieferte könne ich behalten und bräuchte sie nicht zurückzusenden.

Das ist mal ein Service. Noch besser wurde es, als Tags drauf die Ersatzlieferung bereits in der Packstation landete.

Diesmal passt alles.

Herzlichen Dank, Adore June!

Apple hat ein Problem: Die Sache mit dem AppleTV und Framerates

Die Jugend von heute klebt mit den Augen ja an einem Bildschirm fest, der zwischen 4,7 und 6″ Größe hat. Da wird alles drauf geschaut, was statisch ist oder bewegt wird – auch Filme. So meine Erfahrung.

In meinem Alter mag ich es eher klassisch und gucke mir bewegte Bilder auf einem großen Bildschirm, vorzugsweise einem Fernseher an.

Sicherlich gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen man digitale Medien kaufen kann. Der eine kauft, der andere wartet und konsumiert, bis es regulär im Stream läuft oder im Fernsehen ausgestrahlt wird. Oder man leiht aus. Jeder, wie er mag.

Sony Playstation, Microsoft XBox, Google Movie, Apples iTunes, Amazon Video … sind nur ein paar von den Anbietern, bei denen man digitale Inhalte kaufen kann.

Nachdem a) irgendwann nicht nur das DVD sondern auch das Blu-Ray-Regal überfüllt war und b) ich feststellen musste, dass gekaufte DVDs und Blu-Rays keine Medien für die Ewigkeit sind, da sie schlicht und einfach kaputt gehen und Lesefehler produzieren oder gar nicht mehr abgespielt werden können, bin ich dazu übergegangen, mir Filme und Serien, die ich mag und öfter ansehe, nicht mehr auf einer Silberscheibe zuzulegen, sondern sie als digitalen Inhalt zu kaufen.

Sicherlich will man hier auch alles an einem Ort haben. Zwar hab ich ein paar Filme bei Google in meiner Bibliothek, das liegt aber daran, dass sie entweder kostenlos zu haben waren oder kostenlose Dreingaben beim Kauf eines Google-Gerätes waren.

Meine Hauptbibliothek liegt bei Apple, da Apple für mich bisher die beste Streaming-Erfahrung geboten hat. Einige Filme und Serienstaffeln habe ich auch in meiner Amazon-Bibliothek, doch leider hinkt Amazon in Sachen Stream oft hinterher (30 Sekunden und mehr muss man warten, bis der Stream Fahrt aufgenommen hat) und stellenweise gibt es schlechte Qualität (gerade Artefakte in dunklen Szenen sind mir schon extrem oft bei Amazon untergekommen).

Knapp 200 Filme (wo hätte ich die alle hinstellen sollen) befinden sich in meiner iTunes-Bibliothek, plus Serienstaffeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, diese zu konsumieren. Die klassische Variante, auf einem Minidisplay wie dem iPhone oder iPad Inhalte als Daumenkino anzusehen, ist nicht so meins. Auf dem iMac schaue ich nur in Notfällen, wenn der Fernseher belegt ist – 55″ sind eben doch eine andere Hausnummer, als ein 21,5″ Bildschirm.

Auf dem Fernseher könnte man die Inhalte zum Beispiel über einen angeschlossenen Rechner anschauen, was aber Quatsch ist, da ich gerade diesen im Wohnzimmer wegrationalisiert habe. Die zweite Variante wäre ein Stream via AirPlay. Da gibt es Leute, die schwören drauf, ich sage nur: Was soll der Mumpitz hier Bandbreite zum Glühen zu bringen. Man zapft mit einem iOS-Gerät das hauseigene WLAN an, um Inhalte kabellos auf ein iPhone oder iPad zu streamen, das ganze in Full-HD oder gar UHD-Qualität, um es dann vom iOS-Gerät wieder drahtlos an den Fernseher zu werfen. Da hat man dann schon knapp 30 Mbit/sec durchs heimische Netz. Muss nicht sein und verursacht gegebenenfalls Ruckler, Aussetzer oder Artefakte. Ist ja nicht so, als hätte ich es nicht ausprobiert.

Die charmanteste Variante ist, eine Streaming-Box an den Fernseher zu hängen. Im iTunes-Fall natürlich ein AppleTV.

Das funktionierte auch hervorragend und absolut super, solange ich in Full-HD unterwegs war. Einziges Manko: Während man via iTunes Inhalte auch lokal auf einem iOS- oder macOS-Gerät speichern kann, um sie ggf. offline zu genießen, erlaubt das AppleTV keine Speicherung von Inhalten (vom Buffern mal abgesehen). Eine bestehende Internetverbindung ist hier also Voraussetzung (wie bei anderen Streaming-Boxen auch).

Letztes Jahr wagte ich schließlich den Sprung zu UHD. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • ein günstiges UHD-Fernseher-Angebot
  • die Playstation Pro mit UHD-skalierten Inhalten
  • die kommende XBox One X mit UHD-skalierten und echten UHD-Inhalten
  • AppleTV 4K
  • Das Apple Versprechen, bereits gekaufte Titel kostenlos in 4K-Inhalte umzuwandeln, sobald sie als solche verfügbar sind und 4K-Inhalte zum gleichen Preis anzubieten, wie FHD-Inhalte (zum Vergleich: Amazon verlangte zu dem Zeitpunkt knapp 30 Euro für einen UHD-Film, der als FHD-Variante zwischen 13,99 – 16,99 Euro kostete!)

Was bei Full-HD bisher kein Problem war, äußert sich jetzt bei UHD umso schlimmer. Michael Müller hat das Problem mit Framrates in einem Blogartikel ausführlich beschrieben, sodass ich das nicht an dieser Stelle wiederhole, sondern einfach verlinke.

Die mittlerweile fehlende Automatik-Einstellung im aktuellen WatchOS sorgt dafür, dass ich keine allgemein gültige Einstellung für 4K-Inhalte finde. Schaue ich mir Riddick von iTunes mit 60fps und 4K an, habe ich nur einen Ruckelfilm, setze ich die Frames auf 50 Hz runter, läuft alles flüssig und butterweich. Wechsle ich danach zu Netflix und schaue mir The Punischer an, habe ich erneut ein Ruckelgewitter bei Kamerafahrten, muss wieder in die Einstellungen wechseln und auf 60 Hz hochjubeln, um ein ruckelfreies Bild zu bekommen.

Mit Einzug von Amazons Prime Video auf dem AppleTV sollte jener eigentlich als Multimedia-Komplettpaket herhalten: iTunes-Filme, Amazon Prime Video und Amazon Video, Netflix und Youtube. Am Ende bin ich dadurch nun jedoch Opfer eines Ruckeltheaters geworden und mache die Einstellungswechselorgie nicht mehr mit.

Ganz gleich, was die Sicherheitsexperten dazu sagen, habe ich nun meinen UHD-Fernseher als Multimedia-Basis eingerichtet und schaue Amazon Video, Netflix und YouTube direkt über die entsprechenden Apps des Smart-TVs.

Im Gegensatz zu meinem vorherigen Fernseher starten die Apps schnell und sind sofort einsatzbereit. Der Stream läuft reibungslos, auch in 4K. Da die AppleTV-Youtube-App inzwischen so unkomfortabel wie auf allen anderen Geräten geworden ist, kann ich auch gleich die App des Fernsehers nutzen, die nun mit der auf WatchOS identisch ist und 4K-Inhalte wiedergibt.

Der AppleTV wird nun nur noch eingeschaltet, wenn ich tatsächlich gekaufte Filme oder Serien von iTunes gucke.

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AppleTV 4K – doch nicht so schön, wie anfangs erwartet.

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