Archiv der Kategorie: Ärgernisse

Made by Google: Revolution geht anders

Google hat durchaus meine Sympathien.

Ich lass mal den ganzen Verschwörungskram in Sachen Datenkrake weg und bewerte hier die Produkte, die sie auf den Markt gebracht haben und die das Leben heute in mancher Hinsicht bereichert haben. Die Suchmaschine, klar. Aber Google Maps inklusive seiner hervorragenden Navigation, Youtube, Android, Chrome … es gibt viele Dinge für die man Google ebenso lieben, wie auch hassen kann.

Ja, da wird schnell über Android geflucht, meistens von denen, die es nicht zu verstehen.

Chrome ist aber definitiv eine schicke Sache. Klar, auch hier kann man fluchen, denn Systemressourcen gehen schnell in den Keller. Chrome frisst Speicher. Chrome frisst Strom. Gar keine Frage. Aber egal an welchem Gerät ich mich anmelde, ich nehme alle Lesezeichen und Eingaben mit.

Als macOS-User nutze ich Chrome, nicht Safari. Ja, ist so. Safari hilft mir nicht auf Windows- oder Android-Geräten. Chrome gibt es überall.

Apple tönt gerne von Safari als dem fortschrittlichsten Browser des Planeten und aller Zeiten. Davon merke ich nichts. Safari startet bei mir unerträglich langsam auf meinen Macs. In der Zeit hat Chrome bereits 20 Tabs geladen.

Aber egal, es geht nicht um Chrome (obwohl … später), sondern um Google und seine 2018er Präsentation Made by Google, die am 09.10. gehalten wurde.

Ich hab sie live mitverfolgt, im Stream. Und wäre fast eingeschlafen.

Motivation geht anders. Da wundert sich auch keiner, warum bei einem offensichtlichen Aha- und Oho-Effekt niemand applaudiert. Zum großen Teil natürlich, weil es keine Aha-Effekte gab, denn im Vorfeld der Präsentationen war so gut wie alles gelaked worden, sodass es nicht eine einzige Überraschung mehr gab. Google hätte sich die Geldausgaben für die Präsentation schenken können. Oder an die Mitarbeiter verteilen.

Schon die Leaks hatten enttäuscht und dann mitansehen zu müssen, dass alles wahr ist – das ist schon bitter.

Google macht sich nicht mal mehr die Mühe die Innereien seiner Produkte an die große Glocke zu hängen. Während Apple dir noch erzählt, was für eine Bildschirmauflösung mit welchem Prozessor und was der alles viel schneller kann zu erzählen … da lässt Google einfach einen Präsentierteller hochfahren und zeigt drauf: Da, da sind sie, unsere neuen Produkte. Guckt schnell. Okay, reicht.

Das war schon peinlich. Den Skripter für so eine Präsentation sollte man keine Kammerstücke schreiben lassen. Eher Horrorromane in kürzester Form. Montag. Reicht.

Ich schweife ab …

Google präsentiert den Home Hub. Ein 7″ großen Bildschirm analog zu Amazons Echo Show (1. Generation) mit dem man nicht nur Verbal, sondern in Wort und Bild interagieren kann. Ich glaube das Wichtigste daran waren Google all die Hausfrauen, die Kochrezeptevideos in der Küche brauchen. Klingt etwas chauvinistisch, oder?

Ich hab einen Echo Show zu Hause und ganz ehrlich? Letztendlich braucht niemand sowas. Eigentlich sorgt er nur für Ablenkung, denn neben der Uhrzeit werden immer wieder Schlagzeilen eingeblendet und wenn man auf der Couch liegt wandert dann doch immer wieder der Blick dahin um bei einer interessanten Headline zu sagen „Alexa, erzähl mir mehr“.

Sicher kann man seine Hausgeräte mit dem Teil steuern. Genau wie mit dem Echo. Oder dem Home Pod von Apple. Man braucht dafür keinen Bildschirm. Schon keinen Mikroschirm von 7″ Größe, da kann man auch gleich sein Smartphone zur Hand nehmen und den Google Assistant bemühen.

Wofür nutze ich denn den Echo von Amazon? Morgens weckt mich ein Spot mit Radio. Im Bad frage ich einen anderen Spot nach dem Wetter – der Bildschirm ist hier schon vorteilhaft, da er nicht nur das aktuelle Wetter zeigt, das Alexa auch verbal vorplappert, sondern gleich eine Aussicht auf die nächsten 7 Tage einblendet. Anschließend lasse ich mir Nachrichtensendungen vorspielen. Das war es.

Und so ein Google Home? Ach ja, um das Licht ein und auszuschalten, weil die Philips Hue Dinger keinen Ein- und Ausschalter haben und es schneller geht „Hey Google, Licht an!“ zu sagen, als ein Tablet oder Smartphone zur Hand zu nehmen, zu entsperren, die Philips Hue App aufzurufen und dort  einen Button zu drücken.

Manchmal lasse ich Google auch rechnen. Genau wie Siri. Dumm nur, dass Division nicht geht. Aber egal. Google Home Hub – ich sehe den Anwendungszweck genauso wenig wie beim Echo Show. Finger davon. Braucht niemand.

Aber das Fiasko kommt ja noch. Die neuen Pixel-Geräte. Die Smartphones.

Blicken wir mal kurz zurück. Früher vergab Google Auftragsarbeiten an Firmen wie HTC, Samsung, LG um die Nexus-Smartphones zu fertigen.

Nexus, das bedeutete nacktes Android, kein Firlefanz. Anfangs eher als Entwickler, denn als Konsumentengeräte anzusehen und auch recht teuer. Bis Google dann beim Nexus 4 zurückruderte.

Das Nexus 4. Von LG produziert. Glasrückseite. Kabelloses Qi-Laden. Und unfassbar günstig für ein Smartphone von diesem Format. Das war 2012!

Der Kurs wurde fortgesetzt mit Nexus 5 und dem 7er Tablet, das Nexus 6 noch dazu, ehe die X- und P-Varianten dann doch wieder im Preis anzogen.

Und dann hieß es: Aus für Nexus. Offenbar waren die einstelligen Nummern ausgegangen. Und niemand mag ein Produkt HAMMERPHONE 2131 nennen. Nummern sind so eine Marketing-Sache. Wenn es zweistellig wird, wird es eng, das noch ins Bewusstsein der Konsumenten zu trichtern. Gib den Dingern dann lieber Namen und lass die Nummern intern weiterlaufen. Siehe macOS.

Die ersten Pixel-Smartphones sollten ja direkt von Google kommen. Hinterher stellte sich heraus, dass doch namhafte Hersteller dahinter steckten. So wurde das Pixel von HTC entwickelt und das Pixel XL von LG. Wer das Pixel C Tablet gemacht hat, weiß ich allerdings bis heute nicht.

Trotz neu designter Rückseitenoptik (Mischung aus Glas und Alu) wirkten die Pixel-Geräte von vorne wie iPhones der 6er-Reihe. Rundungen, Ränder. Nur der Homebutton auf der Front fehlte.

Die zweite Generation machte es nicht viel besser. Das Pixel 2, wieder von HTC, sah seinem Vorgänger sehr ähnlich. Beim Pixel 2 XL gab es einen Designschwung. LG stand erneut hinter dem Gerät und nahm eine Hybridmischung seines LG G6 und des V30 zum Vorbild. Das von Samsung nach vorn gepuschte 18:9-Format erhielt Einzug beim XL und man bekam schmalere Displayränder als sonst zu sehen – allerdings mit Abstrichen. Oben und unten immer noch recht dick gehalten und mit abgerundeten Bildschirminnenrändern, die bei Samsungs gekrümmten Displays noch Sinn ergaben, bei LGs Variante doch komplett fehl am Platze waren.

Kameratechnisch sind die Pixel 2-Geräte top. Immer noch. Performance-Technisch leiden sie aber nach einem Jahr auch am Android-Problem. Nicht nur MKBHD legte vor Ablauf der Jahresfrist sein Pixel 2 XL beiseite, um auf ein OnePlus 6 umzusteigen, weil das Pixel-Gerät trotz plain Android träge in der Performance geworden war. Nein, unabhängig vin Marques Brownlee hatte ich auch zum OnePlus 6 gegriffen und es als Ablöse meines Daily Drivers erkoren. Keine Ahnung, ob das Pixel 2 XL noch ein weiteres Jahr durchhält. Gerade das Aufwecken aus dem Standby verursacht starke Reaktionsverzögerungen.

Nun, es soll nicht um das Pixel 2 gehen, sondern um das Pixel 3. Diesmal ist offenbar noch nicht durchgesickert, wer Hersteller der Geräte ist. Jedenfalls hat sich designtechnisch nur marginal etwas getan. Die Rückseiten der beiden Geräte haben sich optisch nur in der Hinsicht verändert, dass wir jetzt eine Vollglasschicht haben, wo vorher noch Alu matt schimmerte. Dies ermöglich kabelloses Laden nach Qi-Standard. Hört, hört, so weit war Google schon 2012 mit dem Nexus 4.

Die Front beim Pixel 2 hat sich etwas gebessert, aber die Ränder oben und unten sind immer noch als absolut FETT zu bezeichnen. So gar nicht Stand 2018.

Der große Bruder, das Pixel 3 XL geht den Weg, den viele Hersteller dieser Tage wählen. Google präsentierte das XL als „Edge to Edge Display Smartphone“ – ja, da kann man schon kotzen, wenn man sieht, was die unter Ecke zu Ecke verstehen.

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Unten prangt ein extrem dicker Rand. Oben eine extrem fette Notch (Einkerbung) in der Sensoren und Frontkameras untergebracht sind.

Interessanterweise gibt das nackte Android nicht die Option her, die Notch auszublenden, wie es beispielsweise OnePlus oder Huawei offeriert.

Noch schlimmer: Google verzichtet auf On-Screen-Navigationsbuttons und setzt auf eine unspirierte Gestensteuerung, die mich in den Wahnsinn treibt. Ich hatte sie beim Pixel 2 XL aktiviert, um mich damit vertraut zu machen – während diese beim iPhone X und beim OnePlus sehr schnell in Fleisch und Blut übergeht, ist sie beim Pixel wenig intuitiv.

Der Clou kommt aber noch. Was nützt dir ein „Edge-to-Edge“-Display, das in Wahrheit keines ist, wenn noch weitere Beschränkungen direkt auf dem Display selbst zu finden sind?

Fakt 1: Die Gestensteuerung ist überflüssig da anstelle der Navigationsbuttons ein Navigationsstrich eingeblendet wird, der nahezu den gleichen Platz einnimmt, wie die Buttons zuvor.

Fakt 2: Die bemerkenswert große Suchleiste von Google, in die man gar nichts schreiben kann, sondern die bei Berührung einen neuen Bildschirm öffnet, nimmt noch mal den Platz weg den man getrost für App-Icons hätte nutzen können.

Fakt 3: Diese fette nichtsnutzende Suchleiste (man kann ja bequem über den Google Assistant suchen – selbst Microsoft bietet unter Windows 10 die Möglichkeit, das breite Cortana-Suchfenster auf einen Kreis zu minimieren an) war bei den Pixel 1 Geräte noch gar nicht vorhanden. Da hatte man ein kleines G-Widget links oben am Bildschirmrand, das man bei Suchbedarf antippen konnte.

Episch. Episch daneben.

Auch Leistungstechnisch fasst man sich bei den Pixel 3-Geräten an den Kopf. Klar, Google ist so dämlich seine Geräte zum Jahresende vorzustellen. Die neuen Prozessoren kommen aber zum Jahresanfang, sodass Samsung immer den neusten Snapdragon verbaut, während die zum Erscheinen der Pixel-Geräte dieser schon fast wieder gegen das neue Modell ausgemustert wird.

Dennoch: Auch wenn viele den Kopf schütteln, hat sich bei einigen Geräten letztes und auch dieses Jahr gezeigt, dass mehr RAM durchaus mehr Performance bieten kann. Eine Tatsache, die das Galaxy Note 8 beispielsweise nicht so schnell die Grätsche machen ließ, wie das S 8.

Man mag OnePlus belächeln, aber die wissen schon, warum sie 8 GB RAM in ein Smartphone knallen. Und ich als Anwender weiß, warum ich das haben will. Nicht nur, weil es auf dem Papier steht, sondern weil es echten Leistungsschub bringt und Programme länger im Speicher bleiben, ohne beim erneuten Aufrufen neu gestartet werden zu müssen. App-Wechsel leicht(er) gemacht.

4 GB RAM bei den Pixel 3 Geräten erscheinen hier also unterdimensioniert. Zumal die KI für die Kamera noch mehr berechnen muss als zuvor.

Machen wir den Rest kurz: Nur für eine bessere Kamera mit einer hässlicheren Optik als im Vorjahr muss niemand erneut 949 Euro ausgeben. Peng.

Aber dann präsentierte Google doch noch etwas, das mein Interesse weckte. Letztes Jahr war es das Pixelbook, das leider nie nach Deutschland kam. Ein Import lohnt sich für mich nicht, ich brauche ein QWERTZ-Layout, um schnell tippen zu können.

Diesmal gibt es das Pixel Slate zu sehen, ein neues Tablet, Made … nun ja, Made by Google.

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12,3 Zoll bei 3000 x 2000 Pixeln Auflösung, damit ein beliebtes 3:2 Format. Leider mit dicken Displayrändern, also schon fast geschenkt, wäre da nicht diese … diese Sache … mit dem Betriebssystem.

Ja, das 12,3″ Gerät mit anklickbarer Folio-Tastatur und Stiftunterstützung erinnert ganz klar an ein iPad Pro, aber es arbeitet nicht mit Android, sondern mit Chrome OS in einer angepassten Touch-Funktion.

Und genau das ist der Punkt. Im Gegensatz zu Android, das über den Nutzungszeitraum immer langsamer wird, ist ChromeOS ein Betriebssystem, das beim Boot quasi einen Browser neu starten lässt. Wesentlich weniger Datenleichen liegen in dem System – sofern man es nicht mit Android Apps zumüllt, denn das können Chrome-OS-Geräte mittlerweile auch.

Ja, der Haben-wollen-Faktor als Ablöse für meine HP Chromebook ist schon da. Preislich bei 599 Dollar deutlich unter den iPad Pro Preisen, auch wenn die Tastatur mit 199 Dollar teurer als das Smartkeyboard Apple ist. Der Stift wird mit 79 Dollar dann wieder günstiger als der der Nachbarn aus Cupertino.

Aber die Sache hat drei Haken:

  1. Das Gerät wird vermutlich wie das Pixelbook nie nach Deutschland kommen.
  2. Die 599 Dollar gelten für einen Celeron Prozessor mit 4 GB RAM. Danach geht es rapide preislich aufwärts zu einem i7 bei 1.599 Dollar
  3. Google gibt die Akku-Leistung mit pauschal 10 Stunden Nutzungszeit an – hallo? Bei einem i7? Glaubt ihr wohl selbst nicht, das Ding wird nach vier Stunden die Grätsche machen.

Chromebooks, hierzulande nicht so beliebt wie in den USA, waren mal günstig. Heute greift man in die gleiche tiefe Tasche wie bei Apple- oder Microsoft-Geräten.

Schade, Google. Schade.

Nächstes Jahr?

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Amazon unattraktiv – Als Verkäufer verliert der Versandhändler zunehmend an Bedeutung (für mich)

Sie sprießen wie die Pilze aus dem Boden. Amazons Logistik-Lager. Das Geschäft boomt anscheinend.

Doch habt ihr euch mal angeschaut, welche Artikel und Produkte wie lange und ob überhaupt von Amazon selbst verkauft werden.

Mir scheint, es wird immer weniger und Amazon mutiert zunehmend zu einem reinen Verkaufsvermittler mit logistischem Service, denn wirklich ein Versandhändler zu sein.

Kaufen bei Amazon hieß für mich immer eine reibungslose Abwicklung bei Beanstandungen zu genießen. Ja, kann wirklich mal sein, dass man sich etwas gekauft hat und es entspricht absolut nicht den Erwartungen. Oder etwas ist wirklich bei Anlieferung oder später defekt und fällt in die Gewährleistung oder Garantie.

Der Retourenversand bei Amazon klappt reibungslos.

Immer öfter drängten sich dann jedoch sogenannte Marketplace-Händler in den Vordergrund beim Aufruf eines Artikels. Dann kam das Nachrücken des PRIME-Vorteils. Verkauf durch XY, aber Versand durch Amazon.

Für eine schnelle Lieferung okay, aber Vorsicht beim Wert der Waren. Mal eben günstige HDMI-Kabel kaufen? Kein Problem. Duschgel, weil es tatsächlich günstiger ist als im DM oder bei Rossmann? Kein Problem. Aber einen Computer, einen Fernseher, eine HiFi-Anlage, Kamera, Smartphone, Festplatten … hochpreisiges Equipment bei Firma Müllermeyerschulze kaufen, die bei Amazon anbieten und von Amazon versenden lassen?

Extrem ungerne. Weiß ich, ob eine Beanstandung so reibungslos abgewickelt wird, dass ich keine Bauchschmerzen beim Kauf haben muss?

Sicherlich stehen auch einige namhafte Anbieter im Marketplace, aber es gibt auch viele und wesentlich mehr, die ich gar nicht kenne.

Wenn ich nach einem Produkt Ausschau gehalten habe, das vielleicht schon etwas älter ist und dann nur über Drittanbieter angeboten wurde – ja, sehe ich ein. Dann ist der Zug eben abgefahren und ich verstehe, dass Amazon seine Lager auch mal leer machen und Platz für Neuware schaffen will.

Aber Geräte, die frisch auf dem Markt sind, die sich dann nur noch Wochen halten, das macht mich dann schon sehr, sehr stutzig.

Das OnePlus 6 ist so ein Beispiel. Vollmundig wurde es verkündet, OnePlus hat Amazon als Partner gewinnen können. Und tatsächlich habe ich mein OnePlus 6 bei Amazon gekauft, eben weil es schneller geliefert wurde als bei OnePlus direkt und eben weil ich den Rückgabe-Service von Amazon schätze für den Fall der Fälle.

Das OnePlus 6 ist am 22.05. dieses Jahr erschienen. Aktuell erhält man bei Amazon (als Direktverkäufer) nur die schwarze und weiße Version mit 128 GB Speicher. Am 11.07. wurde jedoch die rote Edition ins Programm aufgenommen und seit diesem Tag hadere ich immer wieder mit einem Verkauf meine schwarzen Gerätes und Tausch gegen das rote. Aber die rote Version wird von Amazon nicht mehr verkauft, sondern nur noch über Drittanbieter zu überteuerten Preisen.

Nun, vielleicht liegt es in diesem Fall auch an OnePlus, denn auf der Webseite des chinesischen Smartphone-Herstellers steht die rote Version auch nicht mehr zum Kauf.

Da OnePlus als recht kleines Unternehmen kein Backlock seiner Produkte unterhält und immer nur die neuste Variante verkaufsbereit hält, ist das nicht ganz so verwunderlich. Wir haben fast Oktober und sicherlich wird in den nächsten zwei Monaten das OnePlus 6T vorgestellt. Also sieht man zu, die produzierten Geräte noch an die Frau und den Mann zu bringen und lässt keine neuen mehr herstellen.

Diesen Artikel hätte ich mir in diesem Fall sparen können, wäre ich dann nicht spaßeshalber mal zu Samsung gewechselt, eildieweil ich gerade noch eine Samsung-Diskussion mit einem Bekannten hatte. Nur kurz die Preise vom S9 und Note 9 checken – was sehe ich da?

Das Samsung Galaxy Note 9, egal in welcher Farbe, erschienen am 24.08.2018 (!) wird gar nicht mehr von Amazon direkt angeboten. Nur Marketplace-Händler.

Das ist schon eine Sache, die mich erschüttert. Ich habe zwar schon oft über Amazon gemeckert und bin immer noch sehr enttäuscht und sauer über die Geschichte mit dem nicht möglichen Bankeinzug, doch ich habe Amazon nicht den Rücken gekehrt. Zumindest nicht ganz.

Seit der Kauf des Surface Book 2 im Februar bei Amazon scheiterte, weil der Kaufbetrag nicht per Bankeinzug eingezogen werden wollte/konnte, habe ich meine Technikkäufe bei Amazon doch sichtlich herunter gefahren. Es ist noch ein Monitor, ein Turmventilator, ein Kopfhörer und eben das OnePlus 6 in den letzten 6 Monaten dazu gekommen. Überschaubar.

Ein anderer Monitor, eine Soundbar, ein Staubsauger, zwei Smartwatches, ein Laptop und noch ein Smartphone sowie eine VR-Einrichtung gingen dann allerdings über ganz andere Ladentheken.

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber wenn ich http://www.amazon.de aufrufe, dann will ich verdammt auch nochmal bei Amazon kaufen und nicht von Meyermüllerschulze. Das kann ich auch bei Ebay haben.

Bestelle ich etwas bei Otto Versand, erwarte ich auch nicht, von Bader Moden beliefert zu werden, die Otto als Portal mit nutzen. Und wenn ich in den REWE gehe, dann will ich verdammt noch mal nicht eine Regalreihe von LIDL-Produkten dort sehen.

Wenn ich in die Zukunft blicke sehe ich Konversationen entgegen die anfangen könnten mit „Weißt du noch, als Amazon noch selbst verkauft hat“ – „Ah, das ist ja schon ewig her, heute sind die ja nur noch Versandstation für andere.“

Vielleicht ist das ja das Endziel von Herrn Bezos? Man steckt nicht drin.

 

Armer Steve Jobs: Die Stiftfrage wird ihm wieder nachgetragen

Was war es für ein Aufschrei und welche Belustigung gab es aus dem Konkurrenzlager, als Apple das erste iPad Pro veröffentlichte und dazu den Apple Pencil rausbrachte.

Grund des vermeintlichen Gespött war eine aus dem Kontext gerissene Aussage von Steve Jobs bei der Präsentation des allerersten iPhones.

Seine legendäre Frage lautete 2007: „Who needs a pencil?“ – Wer braucht einen Stift?

In diesem Zusammenhang muss man sich vor Augen führen, welche Smartphone-Situation 2007 herrschte. Es gab Geräte mit Tastatur und/oder einem resistiven Touchscreen, vornehmlich mit dem Microsoft Betriebssystem Windows CE / Windows Mobile befüllt, das nicht anders reagierte, als die Desktop-Variante: Doppelklick, um eine App zu öffnen. Niedrige Auflösungen, kleine Bildschirme und lupenkleine Icons sorgten dafür, dass an ein Fingertipp seinerzeit nicht zu denken war. Dazu behalfen sich die Hersteller solcher Smartphones und der vorausgehenden Generation sämtlicher PDAs (wie Palm-Geräte oder CASIOs digitale Assistenten) der Stifteingabe.

2007 war die Bedienung eines Smartphones oder PDAs mit Stift üblich, wenn auch umständlich.

Und genau in diesem Kontext ist die Frage Steve Jobs‘ zu sehen: Wer braucht einen Stift, wenn man ein Gerät auch ohne bedienen kann?

Das erste iPhone mit kapazitiver Berührungserkennung war in der Hinsicht revolutionär, denn es ließ sich ohne Stift bedienen, intuitiv mit einem Fingertipp, statt einen Mausklick nachzuahmen.

Ich höre heute noch die Apple-Jünger, die über Samsung spotteten, als Samsung das erste Galaxy Note rausbrachte. Was soll denn der Stift?

Anders herum lachten die Android Fanboys, als Apple den Pencil vorstellte.

Doch bei beiden geht es um unterschiedliche Eingabekonzepte, das hat mit der reinen Bedienung und Usability wie sie seiner zeit bei Palm & Co. gegeben war nichts zu tun.

Im Gegenteil, der Stift als Add-on zu einem kapazitiven Multitouch-Display ermöglicht uns heute weitaus mehr Möglichkeiten, als ein stumpfer Doppelklick.

Druckstufen, Gesten, echtes Schreibgefühl. Papierloser Umgang in vielen Bereichen.

Seit es moderne Displays mit Stifteingaben gibt, probiere ich sie aus. Samsungs Note-Reihe, Microsofts Surface und Apple Pencil. Ich habe auch mit Bluetooth-Varianten gearbeitet, die jedoch keine wirkliche Option waren.

Ein aktuelles gutes Schreibgefühl bieten die drei Großen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Galaxy Note Pro 12.2 und dem Surface Pro 3 habe ich Samsung immer noch den Vorzug gegeben – das Nachziehen, der Versatz oder die Latenz beim Ziehen einer Linie war dort am natürlichsten, bzw am geringsten vorhanden.

Ich bin 2016 auf das iPad Pro umgestiegen, nachdem ich mich in einem Apple Store von dem guten Schreibgefühl des Pencils überzeugt hatte. Zwischendurch machte ich Ausflüge ins Microsoft-Lager (neue Stylus-Generation mit dem Surface Book 2) und zu Samsung (Galaxy Note 8 und Galaxy Tab S3) und muss hier ganz klar bekennen: Apple hat die Nase vorn.

Natürlich ist es auch eine Frage der Software, die man benutzt, aber mit dem Apple Pencil und der App Noteshelf 2 fahre ich bisher am besten.

Und nochmal, hier geht es nicht darum, ein Gerät zu bedienen, sondern ein Gerät zu dem zu machen, das man im täglichen Doing benötigt – sowohl im Hauptberuf, als auch als Schriftsteller mache ich jede Menge Notizen. Nicht immer ist eine Tastatur zur Hand, nicht immer ist Platz genug für eine Tastatur, das Tippgeräusch stört vielleicht, man hat keine vernünftige Auflage oder man muss seine Notizen mit skizzierten Anmerkungen versehen.

Ein Block ist zum Mitschneiden von Gesprächsnotizen oft die bessere Wahl – auch den habe ich in diversen Formen ausprobiert. Seien es digitale Scanstifte wie der Livescribe Smartpen, die scanbare Versionen von Moleskine-Notizbüchern oder zuletzt Wacoms Bamboo.

Sie alle hatten gemein, dass man schlussendlich Papier verwendet und seine Notizen entweder von Hand digitalisieren musste oder die digitalen Notizen noch anderweitig zuordnen musste – und am Ende hat man das Papier mit den Notizen noch entsorgt, Unmengen Tinte verbraucht und da die meisten Lösungen mit Kugelschreiber-Minen arbeiten, noch ein unleserliches Schriftbild ob der eigenen Sauklaue hinterlassen.

Warum also nicht bei einem schönen Schriftbild, direkt auf dem Bildschirm schreiben. Direkt digital. Kein Papier. Keine Tinte. Keinen Müll. Direkt Teilen ohne Aufwand, anschließend bearbeiten, ergänzen, was auch immer.

Samsung hat es vorgemacht, andere sind nachgezogen. Warum auch nicht, denn für viele ist ein Stift eine sinnvolle Ergänzung. Und wer es nicht braucht, muss es nicht kaufen.

Dass Apple sich auch eine Stifteingabe für iPhones patentieren lassen hat oder (man korrigiere mich) bei der Zulassungsbehörde eingereicht hat, ist bereits seit letztem Jahr bekannt.

Angestachelt durch Leaks und die Gerüchteküche kommt jetzt wieder die Vermutung auf, dass einige der im September erscheinenden iPhones eine Stift-Unterstützung bieten und plötzlich ist der Spott und die Häme wieder da:

Who needs a stylus?

GIGA spricht in seiner Headline der GIGA-Tech-News sogar davon, dass Apple Steve Jobs verraten hätte.

Leute, geht es noch? Ihr wollt Techblogger sein, Journalisten? Dann reißt solche dummen Kommentare nicht aus dem Zusammenhang.

Natürlich kann auch ein iPhone eine Stiftunterstützung anbieten. Wenn ich Goodnotes oder Noteshelf nutze, synchronisiere ich meine Notizen über die Apps hinweg. Will ich wissen, was ich gestern auf dem iPad notiert habe, öffne ich die Notiz-App auf dem iPhone – will ich hier in meinem handschriftlichen Gekritzel schnell eine Anmerkung machen, habe aber nur das Telefon und kein Tablet zur Hand, warum sollte ich das nicht auf dem Telefon mit einem Stift machen können?

Der Stift schränkt die Usability des UI nicht ein, sondern unterstützt an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Steve Jobs‘ Worte von 2007 anders auszulegen und sie ihm zu Spottzwecken im Mund umzudrehen, ist alles andere als seriös, gerade für Techmagazine.

Schämt euch!

Warum bin ich noch PRIME-Kunde?

Die Frage stelle ich mir immer wieder. Zweimal dieses Jahr bereits das Fiasko wegen des Zahlungsmittels gehabt und immer öfter gerade auch bei hochwertigen Produkten im Technikbereich auf andere Händler ausgewichen.

Saturn, Apple, Oculus und Teufel haben sich gefreut.

Aber es gibt immer wieder Dinge, die ich dann aus Bequemlichkeit bei Amazon ordere – und aus Kostengründen. Und wenn es nur ein Deo ist, das Amazon für 1,19 Euro verkauft, das in Läden wie DM, Rossmann oder einem Discounter für 1,55 Euro oder mehr zu haben ist.

Ja, Prime ist ja nicht nur die Geschichte mit dem Versand, werden jetzt viele sagen, aber ganz ehrlich, ich nutze weder Amazon Music Unlimited, noch leihe ich mir kostenlos Ebooks aus und das Prime Video Angebot ist für mich recht überschaubar. Ich gucke da entweder eher bei Netflix Serien oder habe Filme, die mich wirklich interessieren längst bei iTunes in 4K gekauft – zum Preis eines FHD-Films.

Sicherlich hat hin und wieder auch Amazon was im Sortiment, das mein Interesse weckt. Die drei verrückten Briten mit The Grand Tour oder Fernsehserien wie aktuell SIX, aber Amazon Video wird bei mir relativ selten im Vergleich zu Netflix und iTunes angesteuert.

Zumal Amazon oft genug auch ein echtes Qualitätsproblem hatte. Streams begannen sofort ohne Daten zu puffern. So wurde aus einem HD-Film oft ein bis zwei Minuten lang ein „Less-Than-SD-Film“ mit verpixeltem Bild. Oder grauenhafte Artefakte zeichneten sich in dunklen Szenen bei Game of Thrones, The Blacklist und Underworld ab – ein Grund, warum ich aufgehört habe, bei Amazon Video Filme oder Serien zu kaufen, auch wenn sie manchmal erheblich günstiger sind, als bei iTunes von Apple.

Nun, vergessen wir all die Nebenprodukte und konzentrieren uns auf das ursprüngliche Prime. Ich bin PRIME-Kunde geworden, um Produkte unter 20 Euro ohne Versandkosten zu bekommen und diese innerhalb von einem Tag.

„Gratis same Day“ ist oft ein Mythos, obwohl ich ein Amazon-Lager direkt vor der Haustür habe. Zwei sogar, eines in Werne und eines in Dortmund. Amazon schafft es oft ja nicht mal, Prime-Lieferungen fristgerecht am nächsten Tag auszuliefern.

Schlimm wird es jedoch bei dem auch immer öfter eintretenden Szenario:

Ware ist als PRIME gekennzeichnet.
Ware ist als AUF LAGER gekennzeichnet.

Ich bestelle heute um 20:30 Uhr. Da Same-Day nicht angeboten wird und ich einsehe, dass eine Lieferung für morgen utopisch ist, sollte man aber meinen, als Prime-Kunde bekomme ich meine Ware spätestens übermorgen geliefert.

Nein. Das Lieferdatum ist der 14.08. – sage und schreibe eine ganze Woche nach Bestelldatum.

So macht Prime nicht mal ansatzweise Spaß.

Good-bye Instapaper

Ich nutze Evernote Premium seit 8 Jahren und man sollte meinen, dass man gut all seine Notizen an einem Ort halten kann. Natürlich bietet Evernote auch die Möglichkeit, Webseiten zu clippen und zu speichern. Das klappt im Browser mit entsprechendem Add-on ganz gut, ist man jedoch unterwegs, wird es wieder kniffelig.

Man teilt, wartet bis die Seite analysiert ist, der automatische Notiztitel vergeben wurde, man das Notizbuch auswählt, entsprechende Tags hinterlegt und am Ende kann es passieren, dass Platzhalter im Artikel platziert werden, wo vorher eventuell eine Werbeeinblendung zu sehen war.

Außerdem möchte ich meine über 4.600 Notizen nicht noch um Webseiten-Artikel ergänzen, die ich entweder tatsächlich „später lesen“ möchte oder mit denen ich eine zweite Wissensdatenbank aufbaue, um nachschlagen zu können.

Vortrefflich war da der Dienst Read it later, der sich später in Pocket umbenannte. Pocket speichert Artikel in einer lesefreundliche Ansicht und innerhalb der App hat man die Möglichkeit beispielsweise die Textgröße anzupassen.

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Was Pocket nicht bietet ist Übersichtlichkeit. Alle gespeicherten Artikel werden in eine Übersicht importiert, die man nur durch Tags strukturieren kann. Eine Ordnerstruktur fehlt hier völlig.

Diese hingegen bietet der sehr ähnliche Dienst Instapaper. Nachdem Instapaper endlich nach Deutschland kam (nach der Übernahme von Pinterest) und die App kostenlos verfügbar wurde, war ich hellauf begeistert. Übersicht wo nur geht, Ordnerstruktur, Tagging, extrem gute Usability und die Möglichkeit, gespeicherte Artikel auf auf dem Kindle zu lesen.

Hervorragend! Ich transferierte meine wichtigsten Artikel von Pocket zu Instapaper. Nach zwei parallel laufenden Monaten, deinstallierte ich Pocket auf all meinen Geräten und nutzte ausschließlich Instapaper.

Nun hat die Frist für die EU-Datenschutzverordnung dem Lesevergnügen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Instapaper war nicht in der Lage, seinen Service den Richtlinien anzupassen und stellte den Betrieb für Europa einfach ein.

Die bisher gespeicherten Artikel sind in den Apps noch verfügbar, aber es ist nicht möglich, neue Artikel hinzuzufügen.

Das ist natürlich unangenehm, wenn man es mal freundlich ausdrücken will. In der Hoffnung, dass Instapaper es dennoch schafft, den EU-Betrieb wieder aufzunehmen, wartete ich noch geduldig zwei Wochen ab. Zumindest ist der Dienst über die Webseite, die zuvor nur mit einem Hinweis glänzte, dass man den Dienst in der EU derzeit nicht nutzen könne, wieder erreichbar, um wenigstens gespeicherte Artikel abzurufen.

Ich darf nun, wie viele andere auch, das Rad nun zurückdrehen und mich wieder Pocket zuwenden.

Pocket bietet noch einen Premium Dienst an, der aber sein Geld nicht wert ist. Die Features, die dort angeboten werden beschränken sich auf das Speichern von Artikeln, auch wenn diese offline genommen werden – sicherlich kann dies passieren, doch Premium Content stays.

 

 

 

Apple hat ein Problem: Die Sache mit dem AppleTV und Framerates

Die Jugend von heute klebt mit den Augen ja an einem Bildschirm fest, der zwischen 4,7 und 6″ Größe hat. Da wird alles drauf geschaut, was statisch ist oder bewegt wird – auch Filme. So meine Erfahrung.

In meinem Alter mag ich es eher klassisch und gucke mir bewegte Bilder auf einem großen Bildschirm, vorzugsweise einem Fernseher an.

Sicherlich gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen man digitale Medien kaufen kann. Der eine kauft, der andere wartet und konsumiert, bis es regulär im Stream läuft oder im Fernsehen ausgestrahlt wird. Oder man leiht aus. Jeder, wie er mag.

Sony Playstation, Microsoft XBox, Google Movie, Apples iTunes, Amazon Video … sind nur ein paar von den Anbietern, bei denen man digitale Inhalte kaufen kann.

Nachdem a) irgendwann nicht nur das DVD sondern auch das Blu-Ray-Regal überfüllt war und b) ich feststellen musste, dass gekaufte DVDs und Blu-Rays keine Medien für die Ewigkeit sind, da sie schlicht und einfach kaputt gehen und Lesefehler produzieren oder gar nicht mehr abgespielt werden können, bin ich dazu übergegangen, mir Filme und Serien, die ich mag und öfter ansehe, nicht mehr auf einer Silberscheibe zuzulegen, sondern sie als digitalen Inhalt zu kaufen.

Sicherlich will man hier auch alles an einem Ort haben. Zwar hab ich ein paar Filme bei Google in meiner Bibliothek, das liegt aber daran, dass sie entweder kostenlos zu haben waren oder kostenlose Dreingaben beim Kauf eines Google-Gerätes waren.

Meine Hauptbibliothek liegt bei Apple, da Apple für mich bisher die beste Streaming-Erfahrung geboten hat. Einige Filme und Serienstaffeln habe ich auch in meiner Amazon-Bibliothek, doch leider hinkt Amazon in Sachen Stream oft hinterher (30 Sekunden und mehr muss man warten, bis der Stream Fahrt aufgenommen hat) und stellenweise gibt es schlechte Qualität (gerade Artefakte in dunklen Szenen sind mir schon extrem oft bei Amazon untergekommen).

Knapp 200 Filme (wo hätte ich die alle hinstellen sollen) befinden sich in meiner iTunes-Bibliothek, plus Serienstaffeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, diese zu konsumieren. Die klassische Variante, auf einem Minidisplay wie dem iPhone oder iPad Inhalte als Daumenkino anzusehen, ist nicht so meins. Auf dem iMac schaue ich nur in Notfällen, wenn der Fernseher belegt ist – 55″ sind eben doch eine andere Hausnummer, als ein 21,5″ Bildschirm.

Auf dem Fernseher könnte man die Inhalte zum Beispiel über einen angeschlossenen Rechner anschauen, was aber Quatsch ist, da ich gerade diesen im Wohnzimmer wegrationalisiert habe. Die zweite Variante wäre ein Stream via AirPlay. Da gibt es Leute, die schwören drauf, ich sage nur: Was soll der Mumpitz hier Bandbreite zum Glühen zu bringen. Man zapft mit einem iOS-Gerät das hauseigene WLAN an, um Inhalte kabellos auf ein iPhone oder iPad zu streamen, das ganze in Full-HD oder gar UHD-Qualität, um es dann vom iOS-Gerät wieder drahtlos an den Fernseher zu werfen. Da hat man dann schon knapp 30 Mbit/sec durchs heimische Netz. Muss nicht sein und verursacht gegebenenfalls Ruckler, Aussetzer oder Artefakte. Ist ja nicht so, als hätte ich es nicht ausprobiert.

Die charmanteste Variante ist, eine Streaming-Box an den Fernseher zu hängen. Im iTunes-Fall natürlich ein AppleTV.

Das funktionierte auch hervorragend und absolut super, solange ich in Full-HD unterwegs war. Einziges Manko: Während man via iTunes Inhalte auch lokal auf einem iOS- oder macOS-Gerät speichern kann, um sie ggf. offline zu genießen, erlaubt das AppleTV keine Speicherung von Inhalten (vom Buffern mal abgesehen). Eine bestehende Internetverbindung ist hier also Voraussetzung (wie bei anderen Streaming-Boxen auch).

Letztes Jahr wagte ich schließlich den Sprung zu UHD. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • ein günstiges UHD-Fernseher-Angebot
  • die Playstation Pro mit UHD-skalierten Inhalten
  • die kommende XBox One X mit UHD-skalierten und echten UHD-Inhalten
  • AppleTV 4K
  • Das Apple Versprechen, bereits gekaufte Titel kostenlos in 4K-Inhalte umzuwandeln, sobald sie als solche verfügbar sind und 4K-Inhalte zum gleichen Preis anzubieten, wie FHD-Inhalte (zum Vergleich: Amazon verlangte zu dem Zeitpunkt knapp 30 Euro für einen UHD-Film, der als FHD-Variante zwischen 13,99 – 16,99 Euro kostete!)

Was bei Full-HD bisher kein Problem war, äußert sich jetzt bei UHD umso schlimmer. Michael Müller hat das Problem mit Framrates in einem Blogartikel ausführlich beschrieben, sodass ich das nicht an dieser Stelle wiederhole, sondern einfach verlinke.

Die mittlerweile fehlende Automatik-Einstellung im aktuellen WatchOS sorgt dafür, dass ich keine allgemein gültige Einstellung für 4K-Inhalte finde. Schaue ich mir Riddick von iTunes mit 60fps und 4K an, habe ich nur einen Ruckelfilm, setze ich die Frames auf 50 Hz runter, läuft alles flüssig und butterweich. Wechsle ich danach zu Netflix und schaue mir The Punischer an, habe ich erneut ein Ruckelgewitter bei Kamerafahrten, muss wieder in die Einstellungen wechseln und auf 60 Hz hochjubeln, um ein ruckelfreies Bild zu bekommen.

Mit Einzug von Amazons Prime Video auf dem AppleTV sollte jener eigentlich als Multimedia-Komplettpaket herhalten: iTunes-Filme, Amazon Prime Video und Amazon Video, Netflix und Youtube. Am Ende bin ich dadurch nun jedoch Opfer eines Ruckeltheaters geworden und mache die Einstellungswechselorgie nicht mehr mit.

Ganz gleich, was die Sicherheitsexperten dazu sagen, habe ich nun meinen UHD-Fernseher als Multimedia-Basis eingerichtet und schaue Amazon Video, Netflix und YouTube direkt über die entsprechenden Apps des Smart-TVs.

Im Gegensatz zu meinem vorherigen Fernseher starten die Apps schnell und sind sofort einsatzbereit. Der Stream läuft reibungslos, auch in 4K. Da die AppleTV-Youtube-App inzwischen so unkomfortabel wie auf allen anderen Geräten geworden ist, kann ich auch gleich die App des Fernsehers nutzen, die nun mit der auf WatchOS identisch ist und 4K-Inhalte wiedergibt.

Der AppleTV wird nun nur noch eingeschaltet, wenn ich tatsächlich gekaufte Filme oder Serien von iTunes gucke.

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AppleTV 4K – doch nicht so schön, wie anfangs erwartet.

Amazon: Wie man seinen besten Kunden vergrault

Als Privatkunde bin ich sicherlich kein kleines Licht bei Amazon. Natürlich gibt es Menschen, gerade Firmen, die viel mehr bestellen, aber so als „kleiner Mann“, der Amazon zu einem seiner Hauptlieferanten erkoren hat, gehöre ich sicherlich nicht zu den ganz kleinen.

Allein 2017 habe ich Waren und Artikel im Wert von EUR 12.373,00 bei Amazon.de bestellt. Das sind also umgerechnet 1.000 Euro im Monat, wenn man es jetzt runterbrechen will.

Ich bin PRIME-Kunde und habe zumindest im Ansatz gehofft, dass Amazons Slogan, das kundenfreundlichste Unternehmen zu werden/sein, Früchte trägt.

Nachdem ich immer wieder vorwiegend Lieferungen wegen verspäteter Anlieferung reklamieren musste, bin ich jetzt an einem ganz anderen Punkt angelangt.

Wir befinden uns noch in Deutschland und Kreditkarten haben zwar Einzug in unser Land erhalten, doch sind sie noch lange nicht gängig bei der deutschen Bevölkerung. Von den meisten Menschen, die ich privat kenne, besitzen nur wenige eine Kreditkarte – weil sie sie normalerweise nicht brauchen.

Wer einkauft zahlt entweder bar oder auf Rechnung oder lässt abbuchen.

Nun verstehe ich, dass größere Bestellbeträge bei Kunden, die vielleicht noch nicht oft und nicht in der Höhe bestellt werden, nicht per Bankeinzug bei Amazon abbuchen können – obwohl ich das schon für Quatsch halte.

Ein Bekannter von mir konnte vorletztes Jahr keine Notebooks per Bankeinzug kaufen – zwingend war eine Kreditkarte für die Zahlungsabwicklung erforderlich. Das System mache Stichproben und würde willkürlich die Zahlungsmethode Bankeinzug nicht akzeptieren – das hätte nichts mit der Kreditwürdigkeit des Kunden zu tun.

Bullshit.

Die Amazonmitarbeiter können das System auch nicht umgehen oder austricksen oder jemanden freischalten. Es ist so, wie es ist. Keine Kreditkarte, keine Bestellung.

So vergrault man nicht nur, sondern verprellt  auch gleich die Kunden.

Nun hatte mein Bruder vor ein paar Monaten ein ähnliches Problem, als er einen Laptop für seine Tochter bestellen wollte. Bankeinzug hat Amazon nicht akzeptiert. Der Warenwert betrug knapp über 1.000 Euro. Also bat er mich für ihn zu bestellen.

Ich habe per Bankeinzug bestellt, alles lief reibungslos ab.

Letzten Monat begannen die Probleme auch allerdings dann auch bei mir. Einen Fernseher für 665 Euro bestellt, Bankeinzug wurde nicht akzeptiert. Ich bin auf Kreditkarte ausgewichen.

Gestern habe ich ein Notebook bestellt. Warenwert 1.500 Euro. Die Bestellung per Bankeinzug wurde verweigert. Da ich nicht wieder mit Kreditkarte zahlen wollte, habe ich mich mit Amazon in Verbindung gesetzt.

Im Chat erklärte mir der Mitarbeiter wieder die Geschichte von sporadischen (Haha) Überprüfungen und dass er mir nicht weiterhelfen könne. Ich könnte Gutscheine kaufen und diese per Bankeinzug bezahlen und dann den Gutscheincode als Zahlungsmethode bei der Laptop-Bestellung angeben.

Was für ein Firlefanz!

Dabei wies der Mitarbeiter daraufhin, dass Amazon generell darauf hinarbeite ausschließlich Kreditkartenzahlungen zu akzeptieren und der Bankeinzug bald nicht mehr möglich wäre.

Ja dann, gute Nacht, Johanna. Lieber Herr Bezos. 12.300 Euro Umsatz. Ich, als kleines Licht. Was meinst du denn, wie viele deutsche Besteller dann noch bei dir bestellen?

Kein Paypal. Kein Bankeinzug. Zahlung auf Rechnung war sowieso immer bei Amazon verpönt. Ich sage euch Umsatzeinbußen voraus, wenn ihr diesen Schritt wirklich geht.

Mich habt ihr dann als Kunden verloren. Sorry, aber so einen Tinnef mache ich nicht mit.

Gute Miene zum bösen Spiel: Ich habe Gutscheinguthaben im Wert von 1.500 Euro gekauft, als Zahlungsmethode Bankeinzug gewählt. Die Bestellung ging raus, Bestellbestätigung kam rein, ein paar Sekunden später eine Nachricht von Amazon, dass meine Bestellung vom System storniert wurde, da eine Bezahlung per Bankeinzug oder auf Rechnung nicht möglich wäre.

WTF?!

Ihr könnt euch denken, was dann passiert ist. Natürlich hätte ich per Kreditkarte zahlen können, hatte aber nicht ausreichend Kredit auf meinen Karten, hätte also erst per Banküberweisung meinen Kreditrahmen entsprechend auffüllen müssen, was so zwei bis drei Tage dauert, ehe ich die Bestellung dann hätte aufgeben können. In der Zwischenzeit hat Amazon innerhalb eines Tages den Preis des Latptops um 8 Euro angehoben (nur mal so am Rande).

Ich habe die Bestellung komplett storniert. Wenn sie mein Geld nicht wollen, bekomme nes andere. SATURN freut sich jetzt. Zwar muss ich einen Tag länger auf die Lieferung warten, da das Gerät im Abholmarkt nicht verfügbar ist, aber das nehme ich dann in Kauf, zumal der Preis gleich dem des ursprünglichen Amazon-Preises ist.

Meine anschließende Beschwerde bei Amazon enthielt nur ein „es täte ihnen leid, aber man könne nichts tun.“ Meine Bitte, die Beschwerde ans Management weiterzuleiten, wird sicherlich geflissentlich ignoriert.

Schade, Amazon. Wir sind seit 2001 ein partnerschaftliches Team. Du ziehst Geld von meinem Konto ein und lieferst mir das, was ich haben möchte. Aber in Zukunft werde ich wohl eher andere Anlaufstellen aufsuchen.

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