Archiv der Kategorie: Ärgernisse

Was lange währt: Amazon Video auf AppleTV

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Zwei kurze Ergänzungen: Bei dem gestrigen Aufruf der zweiten Staffel von The Grand Tour lief der Stream ab der ersten Sekunde einwandfrei in Full-HD. Keine Ruckler, keine Aussetzer, gestochen scharfes Bild. Ich wollte erst meckern und schreiben, die Behauptung, in UHD zu senden, stimme nach wie vor nicht, aber Amazon löst die UHD-Geschichte anders als Apple oder Netflix. Statt das Material automatisch in UHD anzubieten, liegen verschiedene Versionen vor, die manuell ausgewählt werden müssen. Spielt man also bei Apple oder Netflix Content ab, der in UHD verfügbar ist, wird er automatisch in UHD abgespielt, sofern Endgeräte dies unterstützen. In der Prime Video App hingegen, muss man zunächst ins UHD-Menü und kann von dort aus dann UHD-Inhalte auswählen und abspielen.

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Zur WWDC im Frühjahr angekündigt und erst zum Nikolaus dann verfügbar. Kann doch nicht so schwer gewesen sein, aber nun ist sie endlich da, die Amazon Video App und macht damit den FireTV obsolet.

Amazon Video App? Nun ja, nicht ganz.

Wie Apple-Nutzer wissen, ist das Unternehmen zwar bereit, Apps aller Art auf seinen geschlossenen Systemen zuzulassen, solange keine in-App-Käufe getätigt werden können oder diese zumindest über den iTunes-Store oder den App-Store laufen.

In der Amazon Video App auf einem iOS-Gerät kann man beispielsweise keine Filme oder Serieninhalte kaufen. Genauso wenig kann man über die Kindle App unter iOS keine direkte Käufe tätigen, diese funktionieren über Umwege durch den Aufruf der Webseiten. Was natürlich totaler Quatsch ist: Rufe ich Safari auf und dort die Amazon-Webseite, kann ich blitzschnell einen Film oder ein Ebook kaufen und habe es ebenso. Dieser Workaround ist einfach nur nervig und nicht zielfördernd.

Auch beim AppleTV bleibt Apple konsequent: Die neue Video App von Amazon lässt keine In-App-Käufe zu. Wer glaubt, man könnte jetzt bequem von der Couch aus schnell am großen 55″-Fernseher mal eben Filmpreise bei Apple und Amazon vergleichen und sich dann mit Klick auf die Fernbedienung für einen Anbieter entscheiden, der hat sich geschnitten.

Die Kaufinhalte werden auf der tvOS-Video App nicht angezeigt. Wohl aber die Käufe, die man bereits getätigt hat und die sich in der persönlichen Videobibliothek befinden.

Um es noch etwas krasser zu machen: Während auf iOS die App noch unter Amazons Namen und Branding läuft, gibt es das Amazon Logo zunächst einmal auf tvOS gar nicht.

Die App heißt offiziell: Prime Video.

Der Name Amazon taucht nur unter ferner liefen in der Beschreibung auf.

Aber es kommt noch schlimmer: Dem Dilettantismus sind keine Grenzen gesetzt. Amazon versteht sich von jeher nicht auf die Technik des Streamens. Das Wort „Buffer“ scheint den Mädels und Jungs im Entwicklerteam in Seattle völlig fremd zu sein.

Wie bereits auf zahlreichen Amazon Video Apps läuft es auch hier bei Prime Video: Trotz eines „Ladekreises“ scheinen hier nicht genug Daten in den Cache zu wandern, um von Anfang an ein klares und bestes Videobild zu bieten.

Wir starten in vollverpixelten SD und wenn man Glück hat, verbessert sich das abgerufene Video nach 30 – 40 Sekunden zu einem HD-Bild. HD, wohlgemerkt. Das sind 720p, noch nicht mal die vollen 1080p.

Leute, ich sage euch, wenn hier jemand in Deutschland Bandbreite hat, dann ich. Bis zu 400 Mbit/sec gehen durch meine Leitung und AppleTV UHD Inhalte werden genauso butterweich und rucklerfrei und gestochen scharf gestreamt wie Netflix-UHD-Inhalte. Youtube ebenso, wenn ich die App meines SmartTVs nutze (FireTV ist abgenabelt, AppleTV bietet leider derzeit keine 4K-Inhalte von Youtube).

Nur Amazon schafft es nicht, von vornherein ein klares Full-HD-Bild zu bieten. Vielleicht sollte Schuster doch bei seinen Leisten bleiben und lieber Bücher verkaufen, so wie man in Seattle gestartet ist? Technisch gesehen ist die Amazon Video App eine totale Katastrophe und macht auch als Prime Video App auf dem AppleTV keine gute Figur.

Hinzu kommt wie bei Youtube, dass 4K-Inhalte erst einmal außen vorgelassen werden. Maximal Full-HD ist am Start. Ich habe meine The Grand Tour Testfolge Nr. 13 übrigens nach 60 Sekunden abgebrochen, als ich immer noch nur 720p-Bild bekam und nicht mal Full-HD zu erahnen war.

Amazon, das ist gewaltige Rotze! Erst der Youtube-Skandal, jetzt dieses absolute Armutszeugnis – von eurer löchernen Logistik will ich jetzt nicht mal sprechen. Hier besteht jedenfalls Handlungsbedarf. Qualität geht ganz anders.

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Prime Video im AppleTV AppStore. Amazon nur im Titel, das Logo lässt das bisherige Amazon Video Logo außen vor.

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Gesellt sich erst einmal schön zu Youtube und Netflix: Prime Video.

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Prime Video. Amazon taucht namentlich irgendwo im Text auf.

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Nein, die schlechte Bildqualität liegt nicht an der Kamera des Pixel 2 XL, sondern an der Prime Video App. Auch nach 30 Sekunden begonnenem Streaming (die 2 Minuten waren bereits im Vorfeld angelaufen, da ich diese Episode gerne zu Testzwecken mit 4K Bildinhalten nutze) läuft die Grand Tour Episode noch in SD.

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Fuck you, Amazon!

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Kurz zur Richtigstellung: Nicht Amazon hat die Youtube.com-App aus dem Portfolio des FireTV verbannt, sondern Google hat sie zurückgezogen. Quasi als Maßnahme, dass Amazon sich vehement weigert, Google Produkte auf seiner Verkaufsplattform zu vertreiben. Nach wie vor liegt in meinen Augen der Ball bei Amazon. Mit Apple hat man sich ja auch geeinigt und vertreibt deren AppleTV wieder auf Amazon.

++++

 

Lieber Jeff Bezos,

tut mir Leid, dass ich mit solch harten Worten beginnen muss, aber das, was Sie und Ihre Firma da mit den Kunden abziehen, geht absolut nicht in Ordnung.

Dass sich ein Konsument für den Kauf eines FireTV entschieden hat, hat sicherlich mehrere Gründe. Zum Einen natürlich die Möglichkeit, Prime Videos, die in einer eventuellen Prime Mitgliedschaft enthalten sind, an einem großen Fernseher zu sehen – sei es, weil man keinen Smart TV besitzt oder weil man Fernsehern mit Netzwerkzugang nicht über den Weg traut.

Natürlich muss man auch Add ons bieten, dafür existieren zahlreiche Apps, um noch mehr Videokonsum zu generieren. TV-Apps. ZDF- und ARD Mediathek und nicht zuletzt Mehrwerte wie Netflix und Youtube.

Mit letzterem hat sich Amazon angelegt, wie schon zuvor mit Apple. In einem Kindergartentheater weigert man sich, Partnerschaften zum Wohle der Kunden zu bilden und sieht in Firmen wie Google und Apple die Konkurrenz.

Tatsächlich war das AppleTV eine Zeitlang nicht auf Amazon käuflich erhältlich. Amazon wollte natürlich seine eigene Streamingbox, den FireTV verkaufen.

Die Plattformbasis ist aber eine ganz andere. Kunden, die einen AppleTV kaufen, tun das nicht, weil sie eine Streamingbox benötigen, sondern weil sie Content von Apple kaufen. Apple bietet derzeit kein All-inclusive-Streamingangebot. Wer iTunes Inhalte konsumieren will, muss zum Geldbeutel greifen und Filme und Serien entweder käuflich erwerben (oder zumindest die Lizenz zum Gucken) oder eine Leihgebühr für befristetes Schauen entrichten.

Wer AppleTV kauft hat als Prime-Kunde von Amazon keinen Vorteil.

Umgekehrt ebensowenig. Wer iTunes-Inhalte konsumieren will, kann mit einem FireTV nichts anfangen. Damit war dieses Kindergartentheater bloßer Mumpitz.

Inzwischen hat man den Streit beigelegt. AppleTV ist wieder auf Amazon zu kaufen und zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags ist auch die Prime Video App für den AppleTV erhältlich.

Offenbar brauchte Amazon nun ein neues Feindbild. Die Wahl fiel auf Google. Google bietet ein Streaming-Gerät namens Chromecast. Auf diesem ist, höre und staune, die Amazon Video App nicht verfügbar. Chromecast-Geräte werden nicht über Amazon vertrieben. Wo da Huhn und Ei stecken, weiß ich nicht, jedenfalls kommen sich die beiden da nicht in die Quere. Wer sich Chromecast zulegt, kann es eben nicht bei Amazon kaufen und kann auch keine Amazon-Inhalte abrufen.

So weit, so schlecht.

Nun schlägt das Bezos-Imperium zurück – und zwar in einer Art und Weise, die viele hart trifft: Die Youtube-App fliegt vom FireTV.

Nun muss man dazu sagen, dass die Youtube-App auf dem FireTV nie so einen richtig offiziellen Charakter hatte. Das sieht man schon am App-Icon, das völlig Youtube-untypisch aussieht und eher nach einem Sideload und Workaround aussieht, als wie etwas Offizielles, das tatsächlich von Google bzw. Youtube programmiert wurde.

Entsprechend dürftig ist bzw. war auch die App-Usability und der Komfort.

Nichtsdestotrotz: Die App vom FireTV zu streichen ist ein glatter Schlag ins Gesicht für die Kunden, für die Produzenten und natürlich auch für Google.

Was, wenn Herr Bezos auf die Idee kommt, dass Netflix schädlich für seinen Amazon Video Content ist und er mehr Filme und Serien verkaufen kann, wenn Netflix nicht mehr auf dem FireTV läuft?

Und wenn Apple dann auch die Gefahr sieht, dass Amazon-Content dem eigenen iTunes-Geschäft schadet? Und wenn Microsoft dann reagiert und sagt: XBox-Nutzer sollen Filme und Serien aus dem Microsoft-Store kaufen und kurzerhand Amazon und Netflix und auch Youtube von der XBox wirft und Sony mit der Playstation dann ebenso nachzieht.

Alle, wirklich ALLE diese Firmen sind im Streaming-Geschäft tätig. Filme kaufen bei Amazon, Apple, Microsoft, Sony oder Google. Und Netflix mit einer monatlichen Pauschale.

Soll ich mir zukünfigt einen Chromecast für Youtube und Google Filme an den Fernseher hängen, eine XBox für Microsoft, eine Playstation für Sony, ein AppleTV für iTunes, einen FireTV für Amazon Video und wohlmöglich noch eine Netflix-Streambox, um deren Inhalte zu genießen?

Ach, und dann kommen Samsung und LG um die Ecke und kicken auch noch alle Apps aus ihren Smart TVs, weil sie ihr Streaming-Angebot pushen wollen.

Es reicht, Herr Bezos! Lassen Sie diesen Kinderkram. Sie schaden nicht Ihrem Konkurrenten, sondern vornehmlich Ihren Kunden! Aufwachen. Nachdenken!

Apple: Wann bekommt ihr iCloud-Sync in den Griff?

Gestern war es wieder so weit: Ein Problem, mit dem ich seit Jahren zu kämpfen habe.

Ich bestelle einen Film bei iTunes vor, direkt auf dem AppleTV. Warum bestellt man vor? Na, weil es manchmal günstig ist und man nicht weiß, wie sich der Preis noch entwickelt.

Bestes Beispiel: Dirty Office Party (orig. Christmas Office Party) war zum Start für 13,99 Euro zu haben, kletterte dann auf unglaubliche 16,99 hoch und hielt sich lange Zeit bei 15,99. Die Filmpreise schwanken bei iTunes extrem.

Blockbuster Neuheiten werden oft für 16,99 gehandelt. Wenn man dann einen günstigen Moment erwischt, heißt es zuschlagen.

xXx The Return of Xander Cage. 13,99 Euro. Am Wochenende vor dem Release gab es jedoch eine Aktion: Bestellen Sie jetzt für 9,99 Euro vor. Drei Tage später bei der Veröffentlichung kostet er wieder 13,99.

Ebenso verhielt es sich jetzt mit dem Film Baby Driver. 13,99 Euro hat Apple aufgerufen. Letztes Wochenende die Vorbestellankündigung für 9,99 Euro. Nun kostet er wieder 13,99.

Zurück zum eigentlichen Problem: Noch zur Zeit des  AppleTV der 3. Generation zeigte die Benutzeroberfläche von tvOS nicht an, dass man einen Film bereits gekauft hatte. Das konnte man nur am Rechner in iTunes under Vorbestellungen sehen. Insofern hat sich das bereits gebessert, aber der Punkt ist, dass oft genug beim Erscheinen bereits vorbestellte Artikel im AppleTV nicht als gekaufte Artikel hinterlegt sind. Man sucht sie in seiner Bibliothek vergeblich – und oft auch unter iTunes.

Das Einzige, was mir in diesem Fall bisher geholfen hat, war, dem Link aus der Benachrichtigungs-E-Mail „Ihr vorbestellter Artikel XY ist jetzt verfügbar und kann geladen werden …“zu folgen, mich dann zum iTunes Link leiten zu lassen. Dann wird der Film oder die Serienstaffel in die Bibliothek übernommen und erscheint auch als gekaufter Artikel auf dem AppleTV.

Das ist extrem doof und aufwändig.

Later this year …

Der letzte Schrei ist aktuell offenbar das Ankündigen toller innovativer Features, die aber erst später im Laufe des Jahres verfügbar sind … und anschließend guckt man in die Röhre.

Während Apple auf der WWDC vollmundig verkündete, die Amazon Video App für auf das AppleTV kommen, ist bisher weit und breit von selbiger nichts zu sehen. Vier Monate sind vergangen. Inzwischen ist iOS 11 raus, MacOS High Sierra, ein neuer AppleTV4K ist am Start, doch von Amazon keine Spur.

Auch bei der letzten Keynote wurde keine Silbe mehr über die Amazon Video App verloren. Hätte man doch tun können, immerhin wurde AppleTV ja auch in seiner jüngsten Fassung vorgestellt.

Pustekuchen.

Man hegt zwar noch die Vermutung, dass Amazon selbst Ende des Monats eine neue Fassung seines FireTV herausbringt, der nicht nur 4k unterstützt, sondern auch noch HDR, wie es das neue AppleTV tut, und dann die App für AppleTV folgen wird, aber nichts genaues weiß man.

Bereits im März diesen Jahres stellte Samsung seine Galaxy S8 und S8+ Geräte vor, ebenso wie den digitalen Assistenten (Bill) Bixby. Der war zum Release Ende April jedoch nur in Korea und USA verfügbar. Das Versprechen, Bixby auch in anderen Sprachen verfügbar zu machen, verschob man auf „im Laufe des Jahres“.

Zwar wurde dann im September Bixby für über 200 Länder ausgerollt, aber die Sprachen blieben bei Koreanisch und Englisch hängen. Mehr kann Bixby nicht und mehr wird wohl vorerst auch nicht kommen. Aus „later this year“ wird „ungewiss“ – und das, obwohl Samsung jetzt ebenso vollmundig bereits Bixby 2.0 ankündigt.

Na, vielleicht sollte man doch erst ein Projekt abschließen, ehe man das zweite in die Runde wirft.

Laut Samsung gibts bisher keinen Fahrplan, wann Deutschland mit einer heimischen Sprache in unseren Landen vorstellig wird. Da hilft auch die Ankündigung eines smarten Lautsprechers nicht, denn hier haben aktuell Amazon und Google die Nase vorn. Sehr wahrscheinlich wird Apples Homepod noch vor einem deutschen Bixby erscheinen – auch hier hat Apple einen Vorsprung: Siri gibt es bereits in deutscher Sprache. Schon lange.

Na, was fällt euch noch so ein, was groß angekündigt wurde und dann nicht gekommen ist?

Amazon Logistics: Last Man Standing

So, Faxen dick.

Seit dem 02.10. bewegt sich die Sendung, die ich an einen Amazon Locker liefern lassen wollte nicht mehr. Das Zustelldatum ändert sich täglich. Im Tracking tut sich jedoch nichts. Seit 02.10. um 12:06 Uhr steht sie auf „Wird zugestellt“.

Ich habe gestern eine Ersatzbestellung aufgegeben, diesmal per DHL an meine Packstationsadresse. Sendung wurde heute Mittag zugestellt. Läuft.

Amazon angewiesen mir den Kaufbetrag zu erstatten und meine Lieferadressen für den Amazon Logistics Service zu sperren.

Um es mit Waldis Worten aus SPACEBALLS zu sagen: Ich halt’s nicht aus!

Amazon Logistics: Beschwerde ist raus

Kürzlich berichtete ich davon, dass Amazon jetzt schon DHL-Lieferungen „blockiert“, indem sie sie einfach später zustellen lassen, als es die PRIME-Mitgliedschaft vorsieht. Ein Artikel, der am Samstag bestellt wurde, wäre per DHL erst am Mittwoch (gut, es ist Feiertag, sonst wahrscheinlich heute) zugestellt worden.

Das ändern der Lieferadresse auf einen Privathaushalt, ließ das Lieferdatum zu Montag umschwenken. Keine Frage, da liefert Amazon wieder mit seinem hauseigenen Freizeitlieferdienst, Amazon Logistics genannt.

Da ich weder mir (ich lasse eh nichts zu mir nach Hause liefern, weil ich bei Anlieferung meist nicht da bin und die Nachbarn keine Pakete annehmen) noch meiner Mutter aufgrund der bisherigen negativen Erfahrungen Amazon Logistics antun wollte, kam ich  spontan auf die Idee, den Amazon Locker zu nutzen. Zwar ist jener, den ich in Kamen sah, offiziell noch nicht gelistet (wäre der nächste für mich), sodass ich einen in der Dortmunder City wählte.

Was soll ich sagen? Nicht einmal dorthin schafft es AL zu liefern. Der Hobbykurier mit dem Buchbinder Leihwagen schippert das Paket seit gestern 12:06 Uhr von Bochum aus durch die Gegend und hatte offenbar keinen Bock bis nach Dortmund zu fahren. Mittwoch ist ja auch noch ein Tag, wird er sich gesagt haben.

Fazit: Läuft also auch nicht und ist keine Alternative.

Amazon, ihr müsst was tun!

Reklamation ist raus.

Das Ende der Packstation ist nah

Huch! War er nicht ein Riesenfan davon?

Ja, und ich bin es noch.

Die Packstation befindet sich in der Nähe meiner Wohnung. Ich bin erst in den Abendstunden zu Hause. Meine Nachbarn nehmen keine Pakete für mich an. In der Packstation, kann ich Bestellungen auf dem Nachhauseweg eben abholen, unabhängig von der Tageszeit. Selbst nachts. Ist einfach eine tolle Sache. Und gerade das Nebenan-Feeling ist nicht zu unterschätzen.

Ich bin Großeinkäufer bei Amazon und freue mich, dass ich die meisten Pakete dann auch in die Packstation liefern lassen kann – somit zwinge ich Amazon auch, per DHL zuzustellen und nicht den doofen Hermes zu nutzen.

Aber es gibt Produkte, die lassen sich nicht in die eine Packstation liefern. Sperrige zum Beispiel. Eine Spielkonsole war vom Versand an die Packstation ausgeschlossen, da der Umkarton einfach zu groß war. Oder Druckbehälter und Flüssigkeiten. Hygieneartikel wie Deos oder Rasierwasser könnte man zwar im DM kaufen, aber hey, wenn man eh alles bei Amazon bestellt, warum dann erst noch extra zu einem anderen Laden gurken, zumal es mit einigen Sparangeboten bei Amazon sogar besser läuft als bei DM und Rossmann?

Amazon nutzt nun immer öfter seinen eigenen Zustelldienst Amazon Logistics. Das hört sich furchtbar professionell an, ist jedoch nur eine laienhafte Lösung. Fahrer werden eingestellt oder arbeiten auf eigene Rechnung. Leihfahrzeuge von Buchbinder & Co. kommen zum Einsatz, und die Hobbyfahrer stellen in den späten Abendstunden zu.

Wenn sie denn zustellen. Da sind Leute der Sorte drunter „ist doch mir egal, wer unterschreibt und überhaupt“. Pakete werden „beim Nachbarn“ abgegeben, der sieben (!) Häuserblocks weiter wohnt (das nennt sich eigentlich nicht mehr Nachbarschaft), werden ohne Benachrichtigung abgegeben oder der Zusteller ist zu faul in einem Mietshaus das Paket bis an die Wohnungstür zu liefern und fordert alte Damen auf, bis zur Haustüre zu kommen.

Beschwerden sind raus. Ob sie was bringen, ist fraglich.

Was also tun?

Dass Amazon seit geraumer Zeit an eigenen Paketabholstationen arbeitet, ist bekannt. Ich war mir nur nicht bewusst, dass es in meiner Nähe schon welche gibt. Auf eine neue stieß ich heute in Kamen an einer Shell-Tankstelle, an der ich öfter vorbeifahre (und auch tanke). Der Amazon Locker ist allerdings noch nicht bei Amazons Webseite gelistet, offenbar noch brandneu und noch nicht in Betrieb.

Auf meine Nachforschungen hin stellte ich fest, dass es bereits diverse Locker auch in Dortmund gibt, die meisten an Shell-Tankstellen mit 24/7-Betrieb – so wie eine DHL-Packstation.

Und warum stirbt die Packstation jetzt? Weil Amazon sein Prime-Versprechen nicht mehr einhält, wenn man per DHL und an eine Packstation liefern lassen will. Sie nutzen lieber ihren eigenen, laienhaften Hobbyzustelldienst Amazon Logistics. Der liefert natürlich nicht an DHL Packstationen, sondern entweder zur Haustür oder zu einem Amazon Locker.

Vorhin habe ich eine PRIME-Bestellung aufgeben und wie gewohnt meine Packstation ausgewählt. Lieferung am Mittwoch, 04.10. – äh, bitte? Ist doch Prime. Heute bestellt, morgen geliefert. Da sollte mindestens ein Montag drin sein.

Ist es aber nicht. Wählte ich als Zustelladresse meine private aus, ändert sich der Liefertermin auf Montag, 02.10. – na klar, die liefern das dann mit Fritz Krause und Buchbinder-PKW aus, so gegen 19 Uhr, total genervt und arrogant, weil er ja noch ein Paket zustellen muss, obwohl er den ganzen Tag bereits beim Konditor hinter dem Verkaufstresen gestanden hat.

Gut, den Stress mit genervten Zustellern kann man sich sparen, indem man die Lieferung nicht zu sich liefern lässt, sondern zu einem Amazon Locker. Und auch das ist für Montag, 02.10. möglich.

Hier beschleicht mich das Gefühl, dass Amazon DHL mehr und mehr aus der Logstikkette herausdrängen wird. Eigener Zustelldienst, eigene „Pack“stationen in Form der Amazon Locker – das Ende ist nah.

Spaßeshalber habe ich jetzt die Lieferung zu einem A-Locker geroutet und bin gespannt, wann ich wie benachrichtigt werde und wie ich an eine PIN komme, um den Locker zu öffnen.

Stay tuned. I keep you posted.

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