Archiv der Kategorie: Computer und Internet

Gaming für Youtube

„Mach doch Let’s Plays“, schlug mein Sohn letztes Jahr schon vor.

Als wenn es so einfach wäre. Als Ergebnis gab es hier einige Gameplayvideos zu sehen, aber die auch eher nur dürftig. Ja, ich spiele gerne zum Zeitvertreib. Meist Dinge, die man in 30 Minuten, maximal 1 Stunde erledigen kann. Nichts, was mehrere Stunden in Anspruch nimmt, weil ich dafür meist keine Zeit habe.

Hinzu kommt, dass ich das Meiste an der XBox spiele. Gerade Shooter. Da bin ich Konsolenfreund. Und am PC würde ich hoffnungslos unterlegen sein, denn Spielen mit Maus und Tastatur ist nicht meins. Diese Zweckentfremdung habe ich nie verstanden. Wenn ich etwas aktiv bewegen will, dann so wie mit meinem C64 oder der Atari-Spielkonsole: Mit einem Joystick. Gut, dieser heißt heute Gamecontroller, aber am Prinzip hat sich nichts geändert. Maus ist zum Öffnen von Programmen und Tastatur zur Eingabe von Texten bestimmt. Basta.

Als ich jüngst eine Mail von Microsoft zum Thema MIXER erhielt, dachte ich mir, ich versuche es einfach mal. MIXER ist der Nachfolger von BEAM, einer Streaming-Lösung für die XBox One.

Ja, der Livestream klappte, jedoch wurden die Videos trotz entsprechender Einstellung nicht aufgezeichnet. Es gab also keine Möglichkeit, sie herunterzuladen, um sie anschließend auf Youtube zu bringen.

Dann begann ich mich für Twitch zu interessieren und startete ebenfalls einen Versuch. Der erste war katastrophal. Ein aufgezeichnetes Spiel kam gerade mal mit 480p zur Aufnahme und meine übers XBox-Headset übertragene Kommentarstimme fiel immer wieder mal ab.

Der zweite Versuch wurde etwas besser. Ein neues Headset sorgte für eine durchgängig gleich gute Aufzeichnung meiner Stimme. Aber auch hier litt die Videoqualität. Nur 720p landeten bei Youtube und das Video zeugt von Pixelgewitter und Artefakten. Nicht gut.

Nächster Versuch. Ich stieß auf die Möglichkeit, von der XBox auf den Win 10 PC zu streamen. Erster Wermutstropfen: Dies geht über die XBox App unter Windows 10, die aber einen Kabelcontroller benötigt, weil der neue Bluetooth-Controller nicht von der App erkannt wird, obwohl Spielen von Windows Spielen auf dem Controller problemlos funktioniert. Also gut. Aufzeichnung am PC gestartet, rübergegangen ins Wohnzimmer und eine Runde Battlefield 1 gespielt. Zurück an den PC. 6 Minuten Video in 1080p mit ca. 1 GB aufgenommen. Perfekt.

Nicht ganz: Obwohl das Video qualitativ gut war, fehlte jedoch ein entscheidender Punkt – mein Kommentar. Der Ton des Headsets wurde nicht mit aufgezeichnet.

Nächster Versuch: Gleiches Szenario wie zuvor, jedoch am PC gespielt, via XBox-Stream. Der Kommentarton meines PC-Headsets wurde mit aufgenommen, jedoch war das gestreamte Spiel unspielbar. Nur Aussetzer, Ruckler, hohe Latenzen und Pixelgewitter.

Bleibt die Frage, was jetzt zu tun ist. Sicherlich könnte man eine Game Capture Box installieren, aber da XBox und PC weit auseinander stehen, müsste die Box selbst aufzeichnen können, bzw. externen Festplattenspeicher zulassen.

Ich überlege noch … in einer stillen Minute.

Mal wieder ein Appwechsel: Instapaper

Natürlich kann man alles an einem Ort aufbewahren und Artikel, die man im Netz findet, auch über den Evernote Webclipper oder generell zu Evernote hinüberschieben.

Bevor ich 2010 mit Evernote startete, nutzte ich aber schon den Dienst „Read it later“, um interessante Webseiten-Artikel zu speichern, die ich jetzt nicht sofort lesen wollte.

Aus Read-it-later wurde Pocket und auch das nutze ich und schiebe hier immer wieder Titel hinein. Zwischendurch hatte sich sogar die kostenpflichtige Version, die mir aber keinen Mehrwert brachte.

Artikel mit Tags zu kennzeichnen, ist nicht so meins und letztendlich will ich die Artikel als Archiv zum Nachlesen aufbewahren und sie auch nicht abhaken und „verschwinden“ lassen, nachdem ich sie gelesen habe.

Pocket sollte ein Wissensarchiv werden, ganz gleich ob Hinweise und Rechtsfragen, Streitigkeiten im Straßenverkehr, wertvolle Tipps zu Tastenkombinationen, Gesundheitstipps oder Gadgets, berufliche Fragen etc. etc.

Da ich, wie erwähnt, zu faul bin, Tags zu setzen (mach ich in Evernote auch nicht), entstand in Pocket dann eher eine willkürlich zusammengewürfelte Artikelliste, ohne sichtliche Ordnung.

Abhilfe versprach SPACES by Google. Das ging sogar noch einen Schritt weiter und ermöglichte es Teams gespeicherte Artikel zu kommentieren und einen Diskussionsflow zu starten. Brauchte ich nicht. Wohl aber die Möglichkeit, unterschiedliche SPACES anzulegen und die Artikel in diese zu verschieben. Gadgets, Beruf, Romanrecherche, Fotografie, Recht, Tipps & Tricks usw.

Leider muss man bei Google vorsichtig sein, worauf man sich einlässt. Oft genug ist aus deren Labs eine Funktion oder ein Programm an die Öffentlichkeit getreten, das nach kurzer Zeit wieder eingestampft wurde. So hat es auch SPACES recht schnell wieder erwischt. Als Cashy schon verdachtsmäßig ankündigte, das SPACES eingestellt werden könnte, rettete ich alle neu hinzugekommenen Artikel rasch zu Pocket.

Und dann kam das aus und ich stand wieder vor der wild durcheinander gewirbelten Sammlung. Ich fing an, Tags zu setzen, vergaß es dann aber schnell wieder. Liegt wohl an dem nachträglichen Organisieren. Man hat schnell einen Webseitenartikel zu Pocket verschoben, muss aber in die App rein, um Tags zu setzen. Anders bei Evernote: Über den Webclipper kann ich gleich nach dem Ausschneiden eines Artikels bestimmen, in welches Notizbuch ich ihn gebeamt haben möchte.

Nun kam Instapaper um die Ecke. Ehemals kostenpflichtig, nach der Übernahme von Pinterest nun komplett kostenlos.

Instapaper ist zumindest seit 2008 auf dem Markt, da wird man ja nicht von einer raschen Schließung ausgehen.

Obwohl ich die App schon seit einiger Zeit auf dem iPhone installiert habe, nutzte ich sie bisher nicht und beschäftigte mich gestern erstmals ausführlich damit.

Ordner anlegen? Ordner anlegen! Jawoll, ich war wieder im Geschäft.

Die Leseansicht der Artikel geht für mich auch in Ordnung. Viele Nutzer da draußen wünschen sich keine aufbereitete Ansicht, sondern die Originalansicht der Webseite – ich hingegen begrüße die leseoptimierte Ansicht. Und falls ich doch die Webseiten-Ansicht benötige, lässt sich jederzeit auch von Instapaper aus der Artikel im Browser öffnen.

Ich gebe dem Ganzen jetzt erst einmal eine Riesenchance. Allein die Möglichkeit, die Artikel in Ordner zu sortieren, ist mehr als goldwert für mich.

Hier ein paar Beispiele aus der Android-App von Instapaper:

 

Warum ich mein MacBook Pro verkaufe

Morgen geht mein MacBook Pro Retina aus dem Jahr 2013 über Ebay in den Verkauf.

Gleich vorweg, wer daran Interesse hat, kann, solange die Auktion noch läuft, gerne miet bieten.

Das Angebot findet ihr hier.

Nachdem ich mir das Trauerspiel der neuen MacBooks von Apple angeschaut habe, all die Fehler eines Banenprodukts mitbekommen habe und mich selbst davon überzeugt habe, dass die Buttlerfly-Tastatur in der 2. Version auch nicht so meins ist, habe ich gebetet, dass mein eigenes MacBook Pro noch lange, lange hält.

Das Gebet habe ich auch auf meine Magic Mäuse und meine Magic Wireless Keyboards ausgeweitet, denn die neuen Produkte in diesem Sektor sind gelinde gesagt sch… unbrauchbar.

Zwischenzeitlich stellte ich mir immer wieder die Frage: Wofür nutze ich das MacBook Pro?

Eine Zeitlang habe ich es im Büro als Laptop im Einsatz gehabt. Immer wieder wird es erforderlich, den Schreibtisch zu verlassen und einen Konferenzraum aufzusuchen, seinen Laptop an einen Beamer oder ein Videokonferenzsystem anzuschließen. Das Problem ist leider die Inkompatibilität der verschiedenen Office-Versionen von Microsoft untereinander. MS-Sharepoint-Dateien lassen sich nur schreibgeschützt öffnen und können nicht ausgecheckt werden. Ähnliches gilt für das Arbeiten im Projectplace.

So ist das MacBook irgendwann einfach zu Hause geblieben und ich habe das Lenovo Yoga 900 als Windows-Gerät im Gepäck.

Da ich zu Hause Grafikbearbeitung und Videoschnitt mit dem iMac mache, blieb für das MacBook Pro nur eine Funktion übrig: Manuskripte schreiben.

Wegen der hervorragenden Tastatur ein Traum. Da würde ich jederzeit zum MBP denn zu einem Windows-Pendant greifen. Auf dem Lenovo Yoga 900 bin ich definitiv nicht so schnell, wie auf einer Apple-Tastatur.

Nun kam es, dass ich mich wieder näher mit den Google Docs beschäftigte, bzw. meine Liebe zu Chromebooks wieder entdeckte.

Das alte HP 14 Chromebook wanderte als Citrix-Laptop ins Büro. Dafür kehrte bei mir das Acer 14 ein. Mit 4 GB RAM und der Full-HD Auflösung ist hier ein ganz anderes Arbeiten möglich.

Die Tastatur ist hervorragend und kommt einem MBP schon verdammt nahe. Es lässt sich bestens darauf tippen. Zum Vergleich: Besser als auf einem Lenovo Yoga, besser als auf dem Type-Cover-Keyboard (2. Gen) eines Microsoft Surface, besser als auf dem Surface Keyboard, das separat erhältlich ist, um hier noch eine vollwertige Tastatur zu nennen. Es fehlt vielleicht ein Tick zu der Performance eines MacBook-Keyboards und die Hintergrundbeleuchtung.

Nachdem klar war, dass ich schreibtechnisch von Microsoft Office auf Google Docs umsteige und quasi nur noch auf dem Acer 14 tippte, kamen mir jedoch bei umfangreichen Dateien Performance-Probleme in die Quere. 15 geöffnete Tabs in Chrome OS und ein hundertseitiges Dokument ließ sich zwar alles noch hübsch bearbeiten, aber sobald ich im Manuskript hochgescrollt habe, um eine frühere Textpassage zu lesen, laggte es doch arg sehr.

Daher hatte ich mich mal umgeschaut, ob ich nicht noch performantere Chromebooks finde und stieß auf das HP Chromebook 13 G1.

In der Minimalausstattung nicht besser ausgestattet als das Acer, doch in der High-End-Ausstattung sieht das ganz anders aus. Statt eines Celeron Prozessors werkelt ein Intel Core m5 in dem Hewlett-Packard-Teil. Die Tastaturbeleuchtung und eine noch höhere Auflösung von maximal 3200 x 1800 Pixeln lassen den Stromverbrauch in die Höhe schnellen. Das und das spiegelnde Display sind die beiden einzigen Nachteile gegenüber dem Acer 14. Doch mit 6 Stunden Akkulaufzeit kommt man auch bei dem HP-Gerät gut über den Tag.

Statt 4 GB RAM hat das HP 13 G1 satte 8 GB RAM und verträgt dadurch eine Vielzahl geöffneter Tabs mehr und macht keine Probleme bei umfangreichen Manuskripten, auch hier schnell durchscrollen zu können. Dazu kommt der Gewichtsunterschied von knapp 400 Gramm, um den das HP leichter als ist als das ACER. Gut, das ACER hat 14″ Bilddiagonale, das HP nur 13,3″, was aber optimal ist, denn auch das MBP und das Yoga liegen in diesem Bereich.

Die Tastatur des HP 13 G1 legt gegenüber ACER noch einmal eine Schippe drauf und ich behaupte einfach mal, dass sie genauso gut ist, wie die der alten MacBooks.

Beide Geräte kommen in einem Aluminium-Full-Body-Gehäuse, sind also als absolut hochwertig zu bezeichnen.  Das Schreiben darauf ist fantastisch und als Fazit muss ich leider ziehen: Ich benötigte das MacBook Pro für diesen Zweck nicht mehr. Dafür ist es einfach zu überdimensioniert, um es nur als reines Schreibgerät zu nutzen.

 

 

 

Samsung und die Bloatware – bitte nicht alles aus dem Programm nehmen!

Jahrelang musste sich Samsung das Geschrei der Gemeinde anhören, dass man zu viel Bloatware auf die Smartphones installiert hat. Facebook, Twitter, BILD, Lieferheld & Co. fand man direkt nach dem ersten Einschalten auf einem Samsung-Gerät vor und konnte sie nicht deinstallieren.

Oder aber, man konnte sie deinstallieren, doch beim nächsten Software-Update waren sie wieder drauf.

Die Samsung-Manager haben offensichtlich ein offenes Ohr für ihre Käufer gehabt. Auf dem Samsung Galaxy S8 findet man keine aufgeblasene Software, die nur dafür da ist für andere zu werben und damit Werbemittel in die eigene Tasche schaufelt.

Das Bereitstellen der MS Office Apps kann man da noch verzeihen, aber machen wir uns nichts so, so gut gemeint das ist, Office ist nicht kostenlos. Wer Dokumente bearbeiten will, benötigt ein 365 Abo. Damit hat sich Samsung quasi mit Microsoft ins Bett gelegt und einen Deal geschlossen. Schöner wäre es gewesen, die kostenlosen Google Docs vorzuinstallieren, aber auch das hätte nicht sein gemusst, denn bei Bedarf, kann sich jeder die benötigten Programme aus dem Play Store nachinstallieren.

Auf der anderen Seite war es dann aber von Samsungs Seite auch zuviel des Guten. Ein neues Smartphone sollte einige rudimentäre Apps parat halten, die man vom Start weg nutzen kann. Telefon, Kamera, Nachrichten, E-Mail, Kalender – klar – ohne diese Apps, wäre das Phone nicht Smart.

Aber gängig sollte auch ein Diktiergerät sein. Fehlt aber vom Start weg auf dem S8 und muss umständlich über den Samsung-Store nachinstalliert werden. Wenn ich mich richtig erinnere, war das bei der S Health App ebenso.

Doof nur, wenn einem auffällt, dass etwas fehlt, wenn man es gerade braucht. Dann geht erst die Sucherei los und man ist kurz vor dem Verzweifeln, ehe man auf die Idee kommt, das Gesuchte im Store zu suchen.

Aber wie heißt es denn? Audio Recorder? Voice Recorder? Diktiergerät? Erst die Suche nach „Voice Recorder“ brachte ein Resultat – kurz gecheckt, ob auch Samsung Electronics der Anbieter ist und man nicht auf eine Drittanbieter-App hereinfällt. Als das geklärt und das Programm heruntergeladen und installiert ist, was prangt mir da auf dem Homescreen für ein Untertitel unter dem Recorder-Symbol entgegen?

Nein, nicht Voice Recorder, sondern doch: DIKTIERGERÄT!

Unbelievable, wie der Ägypter sagen würde.

Und wofür brauche ich das überhaupt?

Ganz einfach, ich verschicke sehr viele Voicemails über What’s App. Das ist insofern angenehm, dass man einfach mal drauflosreden kann, statt minutenlang auf der Minitastatur des Smartphones zu tippen, falls mal keine What’s App Deskop- oder Web-Version am Start ist. Und selbst wenn: Gesprochenes geht einfach schneller, als Getipptes, selbst mit What’s App Web.

Da kommen schnell 5 bis 15 Minuten zusammen. Die längste Aufnahme lag irgendwo zwischen 22 und 25 Minuten (sic!).

So komfortabel das Gesprochene auch sein mag, gibt’s jedoch drei Gründe, warum man längere Sprachnachrichten nicht in What’s App besprechen sollte.

  1. Der Zwang, den Finger oder den Daumen die ganze Zeit während der Aufnahme auf dem Aufnahmesymbol gedrückt zu halten, kann schmerzhaft bei längeren Aufnahmen werden.
  2. Man neigt gerade bei längeren Aufnahmen dazu, den Druck aufs Display etwas zu lösen und droht abzurutschen.
  3. Ist Autorotation aktiviert, kann es passieren, dass man während der Aufnahme die Position des Smartphones so verändert, dass das Display in den Landscape-Modus umschwenkt und man den Kontakt mit dem Aufname-Icon verliert. Manchmal ohne es zu merken.

 

Bei Punkt 3 habe ich bereits 14 Minuten Text gesprochen und wollte ihn dann senden, als ich merkte, das gar nicht aufgenommen wurde.

Was also tun, wenn man nicht auf Audioaufnahmen per What’s App verzichten möchte? Richtig, man nutzt eine Diktierapp, nimmt dort entspannt auf, ohne einen Finger oder Daumen auf dem Display halten zu müssen und schickt anschließend dieses Audiofile per What’s App raus.

Vor 1 1/2 Jahren war das Ergebnis recht gruselig. Die so versendeten Aufnahmen klangen in What’s App hol, als hätte man sie über die lange Welle geschickt und zuvor auf dem Klo aufgenommen.

Doch mittlerweile versendet What’s App diese Audiofiles unkomprimiert und das klingt dann um Längen besser, als direkt in What’s App aufgenommen.

Sämtliche Multimedia-Funktionalität in What’s App ist Geräte-abhängig. Mal klingt eine Aufnahme von einem iPhone klasse, mal zu leise. Dann ist sie auf dem S6 super, auf dem S7 grottenschlecht und so weiter. Gleiches gilt auch für Videos und Fotos.

Wer sicher gehen will, dass er von seiner Multimedia-Datei im Anschluss auch noch was Gutes an Qualität hat, der schießt seine Fotos in der Foto-App des jeweiligen Smartphones, nimmt mit dem Diktiergerät auf und verteilt die Aufnahme anschließend per What’s App.

Und das war … Dropbox.

Sorry. Die Zeit war schön. Ihr habt mir geholfen, meine Daten zu ordnen, zu synchronisieren, überall verfügbar zu machen, wo ich sie brauchte, wann ich sie brauchte.

Danke, Dropbox!

Nie musste ich meine iOS-Geräte mit iTunes syncen, nie musste ich meine mobilen Geräte per Kabel mit einem PC verbinden, um Daten von einem Smartphone oder Tablet auf eine Festplatte zu übertragen.

Dank Fotoupload konnte ich auch alle geschossenen Bilder sichern.

Danke, Dropbox. Seit 2011 habt ihr mir geholfen.

Doch Dinge ändern sich. Und jetzt heißt es Abschied nehmen.

Da in meinem Office 365 Paket 1 TB OneDrive-Speicher enthalten sind und ich für den gleichen Speicherplatz bei Dropbox monatlich USD 9,99 zahle, hinzu kommt, es schwierig ist, mit zwei Cloud-Diensten seine Daten zu synchronisieren und beim Arbeiten mit MS Office die OneDrive Cloud die geeignetere Lösung ist, habe ich nun mein Dropbox-Abo gekündigt und alle meine Daten zu OneDrive migriert.

OneDrive bietet inzwischen die gleiche Funktionalität wie Dropbox. Die mobilen Apps unterstützen einen Kamera-Upload, die Synchronisation klappt hervorragend.

Ciao, Dropbox. War nett mit dir.

Apple Pencil: So schön er auch schreibt, so doof das Konzept

Schreiben und Zeichnen auf Tablets. Da fallen mir nur zwei Worte ein: Samsung Galaxy Note Pro 12.2 und Apple iPad Pro.

Ersteres wird offiziell nicht mehr hergestellt und vertrieben, ist auch nie über Android 5 hinausgewachsen und hatte noch das alte Android-Problem: Je länger du es nutzt, desto träger wird es.

Mit dem iPad Pro versprach Apple hier Ersatz zu schaffen. Ein Stift, der nur auf diesem iPad schreibt, das versprach eine aktive Digitizer Technologie. Pustekuchen. Am Display liegt es nicht, denn der Apple Pencil muss sich über Bluetooth mit dem iPad verbinden. Und er benötigt Strom, ein Nachteil, dass die Samsung-Stifte nicht hatten.

Nun, die letzte Notiz mit dem Pencil ist etwas über einen Monat her. Ich skizzierte einen Szenenablauf und Plotinhalt für mein aktuelles Manuskript DER VIGILANTE-EFFEKT. Das war am 09.04.2017.

Nun wollte ich gerade diesen Plotinhalt ergänzen. Der Apple Pencil war natürlich leer. Na gut, ist ja nicht wild. Ich hab ja so einen Adapter mit dem ich den Pencil an das Ladekabel des iPhones oder iPads hängen kann, dann brauche ich ihn nicht dämlich in den Lightning-Anschluss des iPads zu friemeln.

Toll. Obwohl die Möglichkeit gegeben ist, den Pencil per Kabel zu laden, schaltet beim Laden seine Funktion aus. Obwohl ich also ein Kabel habe das lang genug ist, um damit auf dem iPad Pro skizzieren zu können, kann ich mit dem Pencil nicht arbeiten, weil er am Strom hängt.

Schiller, du Pflaume, was soll der Käse??20170516_203630_008_01

Google+ ist nicht tot

Facebook-Jünger haben vor drei Jahren schon behauptet, Google+ wäre tot. Doch wir wollen mal einen Blick hinter die Kulissen werfen und schauen, wie tot es wirklich ist.

Hintergrund ist hier mein Fortgang von Facebook. Zu viel „Müll“ in der Timeline, statt Lesenswertes.

Ich degradiere hier Facebook gerne auf das Niveau eines sozialen Netzwerk-Kindergartens. Man kann Spaß haben, wenn man sich darauf einlässt, aber irgendwann ist auch mal gut, wenn man wieder zum „ernsthaften“ Spaß statt Albernheiten zurückkommen will.

Zweifelsohne darf sich Facebook als weltweit größtes soziales Netzwerk bezeichnen, wenn die Statistiken auch nicht immer 100% genau sind. So dürfte FB im Jahr 2016 zwischen 1,6 und 1,8 Milliarden Nutzer gehabt haben, Tendenz steigend. Bis auf mich natürlich, ich bin ja nicht mehr da.

Facebook schlägt damit den Ball weit ab. Wer überhaupt in unmittelbarer Nachbarschaft hinterher hechelt sind ebenfalls zwei nicht unbekannte Größen: Youtube mit ca 1 Milliarde Nutzern 2016 und What’s App mit gut 950 Millionen Nutzern.

Die drei Plattformen sind unterschiedlicher wie sie nicht sein könnten. Während Facebook trotz des „Nur Freunde können meine Posts sehen“-Charakters dennoch eher öffentliche und breitere Diskussionsformen darstellt, ist What’s App eher in Chatform einem kleineren, überschaubaren Kreis vorbehalten. Facebook werkelt auf allen Medien, während What’s App dem mobilen Endgerät mit SIM-Karte vorbehalten bleibt.

YouTube ist wieder ein anderes Kaliber. Content wird von EINER Person oder Gruppe produziert und das soziale Netzwerken besteht in vielen Fällen nur aus Kommentaren, ohne eine anregende Diskussion zu starten. Du bist toll, ich find dich gut, das war scheiße, du Hurensohn (nur um es mal gesagt zu haben) findet sich immer wieder unter Videos. Es gibt gute Kommentare bei sachlichen Videos, aber ich vermisse hier noch die interaktive Diskussion, die ich eher unter Kommentaren bei Blogeinträgen finde.

Am ehesten mit Facebook zu vergleichen ist daher Google+, das 2011 von Google gestartete soziale Netzwerk (neben Youtube natürlich).

Anfangs war Google+ ähnlich aufgebaut wie die Facebook-Timeline, heute hat es nichts mehr damit zu tun und wurde mehrfach erneuert und umstrukturiert. Hier hat sich auch die Spreu vom Weizen getrennt. Alle Katzenfoto- und -video-Liebhaber blieben bei Facebook, ebenso wie die Sprücheklopfer und jene, die in der Vergangenheit abhängen, während in meinen Augen eher die seriösen Contenlieferer sich Google+ als Medium widmeten.

Bei meinem Facebook-Ausstieg wurde und werde ich noch ausgelacht. Von Facebook-Nutzern. Google+ ist tot. Heißt es immer wieder.

Nein, ist es nicht, denn Google+ hat – und jetzt mal aufgemerkt – 2016 die vierstärkste Nutzercommunity nach Facebook, Youtube und What’s App gehabt.

Mit ca. 440 Millionen aktiven Nutzern weltweit liegt es zwar weit hinter Facebook, aber dennoch vor anderen Social Media Plattformen wie Instagram (430 Mio), Twitter (325 Mio), Tumblr (230 Mio), Pinterest (110 Mio) oder LinkedIN (100 Mio).

Natürlich mag aus deutscher Sicht G+ tot sein, denn die Deutschen gelangen hier nicht in die Top 5 der Nutzerstatistiken. Allen voran liegen die US-Amerikaner, danach die Inder, Brasilien, Großbritannien und Kanada. Bei Facebook schaffen es die Deutschen zumindest auf den fünften Platz. Vermutlich wegen der Katzen.

Wie gesagt, ich werde ausgelacht. Da mein Google+ Account bisher nur nebenher lief und meine Blogeinträge automatisiert gepostet wurden, hatte ich mich nicht mehr mit dem Netzwerk befasst.

Bis ich jetzt wieder von Neuem darauf stieß und mich offen gestanden auch erst zurechtfinden musste. In der mobilen Variante gleich Google+ noch etwas Facebook. Beiträge erscheinen in einer Timeline untereinander. In der Webvariante gibt es drei Spaltenblöcke und Beiträge erscheinen wie angepinnte Karteikarten. Dazu gibt es Communities, denen man beitreten kann und die sich bestimmten Themen widmen und man kann seine Posts in Sammlungen thematisch arrangieren.

Gerade die Communities sind interessant. Ich hatte schon vergessen, dass ich mich mal in einer Evernote und einer ChromeOS Community angemeldet habe und entdecke nun, welche wertvolle Resonanz man dort erfährt.

Google+ ist nicht tot. Es ist erwachsener, zielstrebiger, weniger Spielerei als Facebook und tot mag es nur für die sein, die es nicht verstehen und sich lieber Katzenvideos, „Teile das, wenn du noch weißt was ein Negerkussbrötchen ist“ und „Das ist schmutzig, das ist verwerflich, ich bin dabei“-Sprüche reinziehen, statt informative, wertvolle Beiträge zu lesen und sich aktiv an kreativen Diskussionen zu beteiligen.

My two cents, friends.

Edit

Noch zu erwähnen wäre:

  • Auf Facebook wurde ich trotz AdBlock am Seitenrand mit Werbung zugemüllt. Jede Googleanfrage oder Amazonsuche führte unweigerlich zu gesponsorten Beiträgen in meiner Timeline, die mit meiner Suche zusammenhängen. Kauf dies, kauf das. Auf Google+ gibt es meines Wissens keine Werbung und keine gesponsorten Beiträge.
  • Auf Facebook bekomme ich nicht das angezeigt, was ich will. Selbst wenn ich zu den neuesten Nachrichten wechsle, verschwinden die zugunsten von „Hauptmeldungen“ rasch wieder. Hinzu kommt: Öffnet man gerade Facebook und man sieht einen interessanten Eintrag, der aber schon outdated ist, aktualisiert sich plötzlich die Timeline, zeigt die neuesten „Hauptmeldungen“ an und man  darf sich auf die Suche begeben, den Beitrag wiederzufinden. Google+ geht hier ähnlich wie Twitter vor: Man lässt den aktuellen Screen stehen und blendet oben dezent ein, dass es 10+ neue Einträge in der Timeline gibt. Wenn man dann fertig mit lesen ist, kann man auf diesen Hinweis klicken und bekommt die aktuelleren Meldungen angezeigt.

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