Archiv der Kategorie: Computer und Internet

Later this year …

Der letzte Schrei ist aktuell offenbar das Ankündigen toller innovativer Features, die aber erst später im Laufe des Jahres verfügbar sind … und anschließend guckt man in die Röhre.

Während Apple auf der WWDC vollmundig verkündete, die Amazon Video App für auf das AppleTV kommen, ist bisher weit und breit von selbiger nichts zu sehen. Vier Monate sind vergangen. Inzwischen ist iOS 11 raus, MacOS High Sierra, ein neuer AppleTV4K ist am Start, doch von Amazon keine Spur.

Auch bei der letzten Keynote wurde keine Silbe mehr über die Amazon Video App verloren. Hätte man doch tun können, immerhin wurde AppleTV ja auch in seiner jüngsten Fassung vorgestellt.

Pustekuchen.

Man hegt zwar noch die Vermutung, dass Amazon selbst Ende des Monats eine neue Fassung seines FireTV herausbringt, der nicht nur 4k unterstützt, sondern auch noch HDR, wie es das neue AppleTV tut, und dann die App für AppleTV folgen wird, aber nichts genaues weiß man.

Bereits im März diesen Jahres stellte Samsung seine Galaxy S8 und S8+ Geräte vor, ebenso wie den digitalen Assistenten (Bill) Bixby. Der war zum Release Ende April jedoch nur in Korea und USA verfügbar. Das Versprechen, Bixby auch in anderen Sprachen verfügbar zu machen, verschob man auf „im Laufe des Jahres“.

Zwar wurde dann im September Bixby für über 200 Länder ausgerollt, aber die Sprachen blieben bei Koreanisch und Englisch hängen. Mehr kann Bixby nicht und mehr wird wohl vorerst auch nicht kommen. Aus „later this year“ wird „ungewiss“ – und das, obwohl Samsung jetzt ebenso vollmundig bereits Bixby 2.0 ankündigt.

Na, vielleicht sollte man doch erst ein Projekt abschließen, ehe man das zweite in die Runde wirft.

Laut Samsung gibts bisher keinen Fahrplan, wann Deutschland mit einer heimischen Sprache in unseren Landen vorstellig wird. Da hilft auch die Ankündigung eines smarten Lautsprechers nicht, denn hier haben aktuell Amazon und Google die Nase vorn. Sehr wahrscheinlich wird Apples Homepod noch vor einem deutschen Bixby erscheinen – auch hier hat Apple einen Vorsprung: Siri gibt es bereits in deutscher Sprache. Schon lange.

Na, was fällt euch noch so ein, was groß angekündigt wurde und dann nicht gekommen ist?

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Warum ELEX schon verloren hat

Manchmal passieren ähnliche Dinge gleichzeitig. Im selben Jahr erscheinen zwei Filme, in denen Terroristen das Weiße Haus einnehmen. Im selben Jahr zwei Filme, die von einer Mars-Expedition handeln.

Und manchmal erscheinen im selben Jahr auch Spiele, die sich einander stark ähneln. Ob da jemand von dem anderen abgekupfert weiß man nicht so genau. Das behauptet man ja erst gerne, wenn ein Spiel wesentlich später als „Klon“ erscheint, als das ursprüngliche Spiel.

Ja, da können die Programmierer von Paladins und Law Breakers noch so wutrot anlaufen und hochnotpeinlich auf dem Boden aufstampfen, eure Spiele sind nichts weiter als Overwatch-Klone – wobei ich Law Breakers ja eigentlich besser, erwachsener und grafisch schöner als Overwatch finde … aber es geht nicht um Overwatch.

Endzeit. Survival. Ein Hauch von Rollenspiel. Jäger und Sammler gepaart mit längst vergessener, in unseren Augen aber futuristischer Technologie.

Wo bekommen wir das? Korrekt: Bei Horizon Zero Dawn.

Doch das Spiel ist nicht das erste in diesem Setting. Letztes Jahr gab es schon ReCore aus dem Hause Microsoft. Wenn auch grafisch nicht so ein Bombast wie Horizon und die Spieltiefe ließ auch zu wünschen übrig. Will nur sagen: Horizon war nicht das erste seiner Art – und spielerisch erinnert sowieso alles an die Abenteuer Lara Crofts, nur mit anderer Grafik und anderem Storyhintergrund.

Hatte man nicht beim Reboot von Lara gerade diese Lager eingeführt, die man später per Schnellreise wieder aufsuchen kann? Ja, gibts in Horizon auch. Die Heldin hat rote Haare, statt braune. Makes the difference.

Doch dann hörte ich von der deutschen Spieleschmiede Pirnha Bytes, die sich auch an einem neuen Spiel versuchen. ELEX, so der Titel. Das Setting: Erinnert sehr stark an Horizon Zero Dawn. Endzeit. Jäger und Sammler gepaart mit Magie und Technologie, die aus heutiger Sicht noch futuristisch ist – also ein Science Fantasy Adventure Rollenspiel.

Noch eins. Bis gerade eben war es noch auf meiner Wunschliste, doch dann sah ich bei Gamestar den Spielstart im Livestream.

Der Vorspann ist billig. Ein Intro mit gezeichneten Bildern und einem Voice Over. Gut, kann man machen. Doch dann die erste Zwischensequenz. Irgendwo war ich grafisch jetzt bei HALO 3 angelangt.

Und dann ging es ins Spiel hinein: Mal ein paar Wiesen- und Lichteffekte außen vor gelassen, wirkt texturtechnisch alles sehr, sehr altbacken. Die Bewegungen der Spielfigur sind ruckelig, holperig. Keine Eleganz, wie man sie von Nathan Drakes letztem Spektakel oder auch von Lara oder Aloy kennt.

Das ganze Spielambiente wirkt auf mich wie ein Spiel, das auf der Höhe von Tomb Raider Legend angesiedelt ist, wobei mich bei Lara damals die eleganten Bewegungen beeindruckt haben, ebenso wie die Lichteffekte.

Sorry, liebe Piranhas, aber euer Spiel hab ich wieder vom Wunschzettel gestrichen. Da bleibe ich lieber bei Horizon und lege mir noch das demnächst erscheinende Add-on zu.

Und zack, deabonniert

In meinem letzten Blogeintrag habe ich schon eine widersinnige Behauptung des Techniktubers Damir Francs erwähnt.

Inzwischen habe ich seinen Kanal deabonniert. Ich schaue mir Technikvideos an, weil ich Informationen haben möchte, die hin und wieder auch zu einer Kaufentscheidung beitragen sollen. Sicherlich sind viele Dinge subjektiv, aber es gibt auch Fakten, die man nicht beiseite wischen kann.

Während Damir Francs bei Twitter von einem Akku-Idle-Drain des Honor 9 sprach, den ich nicht mal ansatzweise bestätigen, nachvollziehen oder reproduzieren kann, macht er sein „ausführliches Review“ zum Huaweis Mediapad M3 (Release September 2016) an einer ultrahohen Auflösung gepaart mit einem Prozessor aus dem letzten Quartal 2015 fest und konstatiert „Das kann ja so gar nicht gehen“ und jammert dann über ein nicht „ganz flüssiges Scrolling“ beim Webseitenbrowsen, das er „nicht mal greifen kann“ oder nicht weiß wie „er es beschreiben oder ausdrücken“ soll.

Auch die Akkulaufzeit wäre miserabel für so ein Tablet.

Puh, starker Tobak.

Ich hab mir das MediaPad M3 als Ersatz für mein iPad Mini 3 dennoch gegönnt. Und siehe da, nichts von dem, was Herr Franc da prophezeit kann ich reproduzieren. Das Tablet rennt wie Schmitz Katze. Inzwischen ist auch Android 7.0 an Bord und was den Akku anbelangt … mein lieber Scholli.

Ich habe das Tablet bisher einmal vollgeladen. Vor 104 Stunden (immerhin 4 Tage, für  die, die nicht rechnen wollen) habe ich es vom Strom genommen und der Akku zeigt noch 54% Rest-Ladung an.

Damit hält das Tablet deutlich länger als mein Pixel C und stößt ohne Probleme in Regionen eines iPad Mini 3 oder iPad Pro. Über rapiden Stromverlust braucht man sich da keine Gedanken zu machen. Und damit darf es auch gerne mal 5 – 6 Stunden dauern, bis der Akku wieder voll ist (sowas erledige ich eh nachts).

Sorry, Herr Franc. Aber irreführende Tests brauche ich nicht. Da verlasse ich mich lieber auf die Reviews anderer.

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Ode an das Honor 9

Ich bewundere den Hersteller Huawei, der seit einigen Jahren nicht mehr nur ein Nischendasein im Smartphone-Bereich fristet, sondern sich echt gemausert hat. Ob typisch chinesische „Evolution“ (sprich Abkupfern von anderer Technologie) dahinter steckt oder eigene Kreativität, zumindest designtechnisch gehen die P-Gerät eigene Design-Wege und in Zusammenarbeit mit dem Kamerahersteller Leica setzt man neue Maßstäbe im Bereich Fotografie mit einem Smartphone.

Von Huawei habe ich selbst 2015 das P8 besessen, das heute noch voll funktionsfähig bei meiner Schwester im Einsatz ist.

Als dann Huawei seine günstigere Marke Honor gründete, probierte ich auch hier ein erstes Sahnestücken: Das Honor 4X. Das war zwar in der Kategorie „Unter 200 Euro) noch ein Plastikbomber, der aber unter der Haube für ein flüssiges Android sorgte, eine lange Akkulaufzeit und eine akzeptable, wenn auch nicht herausragende Kamera. Ebenfalls 2015 gekauft und nach einem halben Jahr an einen guten Bekannten verkauft, der es heute noch im Einsatz hätte, wäre es ihm nicht letzte Woche hingefallen.

Zwei Jahre später versuchte ich es nochmals mit Honor. Das Honor 6X war mit 224 Euro geringfügig teurer als 2015 das Honor 4X, hatte aber wahnsinnige Sprünge nach vorne gemacht. Statt Plastik setzte Honor jetzt auf einen Full-Alu-Body. Mehr Prozessor. Mehr Speicher. Mehr Kamera. Ein wahnsinnsschneller Fingerabdrucksensor auf der Rückseite zum Entsperren. Klasse Gerät.

Da viele Geräte experimentelle Käufe sind, die nach 6 Monate wieder den Besitzer wechseln, war dieses Schicksal auch dem Honor 6X beschieden. Der Käufer ist heute noch sehr zufrieden mit dem Smartphone. Honor hat hier in der X-Reihe ein echtes Sahnestück geschaffen.

Generell geht es bei der Marke Honor nach Buchstaben. Die X-Klasse als Mitteklasse-Smartphones, A für „A“insteiger und ohne einen Buchstaben die High-End-Lösung – wobei es mit dem Zusatz „Mate“ immer noch eine Klasse höher geht – analog zu den Huawei-Produkten.

Die High-End-Geräte orientieren sich oft am aktuellen Flaggschiff des Mutterkonzerns. So wurde aus dem Huawei P9 das Honor 8. Und auf das Huawei P10 folgte das Honor 9.

Ähnliche Specs, aber doch wieder anders. Hier sticht auch wieder das Design hervor. Während die Front des Honor 9 verdammt stark an ein Samsung Galaxy S7 erinnert, zeigt sich wie beim Honor  8 die Rückseite mit einem Alleinstellungsmerkmal. Leicht gewölbt aus knapp 15 Lagen Glas gefertigt, bricht sie das Licht aus unterschiedlichen Winkeln so, dass immer ein neues Farbreflexionsspiel entsteht.

Unter der Haube haben wir wieder ein abgespecktes Huawei-Phone. Weniger Prozessor, eine ähnliche, wenn auch schwächere Kamera. Statt Leica-Branding setzt Honor nur auf die Dual-Kamera, versteht es aber auch bei seinem Gerät, die beiden Kameras komplett im Gehäuse verschwinden zu lassen, eine Sache, die Samsung erst mit dem S8 nahezu erreicht hat. Natürlich macht das Honor nicht die gleichen guten Bilder wie ein S8 oder das Note 8, aber sie sind schon verdammt gut.

Hinzu kommt wieder ein sagenhaft schneller Fingerabdrucksensor, beim Flaggschiff auf der Front in den sensitiven Homebutton integriert, statt auf der Rückseite wie beim Honor 6X. Dieser Fingerabdrucksensor ist der schnellste, den ich bisher erlebt habe. Apple kann hier kaum mithalten, Samsung schon gar nicht. HTC vielleicht, wenn ich auch behaupte, dass das Honor schneller entsperrt als ein Google Pixel (HTC) oder ein HTC 10.

Auch der Akku kann sich mit 3.200 mAh-Stunden sehen lassen. Schließlich löst das 5,15″ kleine LCD-Display nur mit Full-HD auf, sodass man sich einiges an Saft beim Displaybetrieb sparen kann. Viele größere Flaggschiff-Geräte haben nur einen minimal größeren Akku (das S8 bei 5,8″ und einer QHD+ Auflösung besitzt nur einen 3000 mAh Akku, das neue Galaxy Note 8 bei 6,3″ mit QHD+ Auflösung nur 3300 mAh).

Umso weniger verstehe ich, warum Technik-Youtuber wie Damir Franc über die Akku-Laufzeit des Honor 9 meckern. Auf Twitter war sogar von einem Idle Powerdrain, also einem Kapazitätsschwund im Standby bei Nichtnutzung die Rede.

Schwachsinn.

Eine Zeitlang hab ich das Honor 9 nur am Wochenende genutzt und wochentags lag es auf meinem Nachttisch und diente mir morgens als Wecker. Bei aktivem WLAN. Der Akku hielt im Idle-Zustand jeweils gut 5 Tage. Von einem Powerdrain kann hier absolut keine Rede sein.

Nachdem mein iPhone 7Plus bereits für den Ebay-Verkauf zurückgesetzt und verpackt wurde, nutze ich dienstlich seit gestern das Honor 9.

Zu meiner üblichen Nutzung gehören:

  • Morgens Wecken
  • Mails checken
  • aktiviertes Bluetooth mit Bluetooth-Verbindung zum Infotainment-Systems des Autos
  • Musik- oder Podcast-Streaming vom Smartphone zum Infotainment-System für ca. 60 Minuten am Tag
  • Telefonieren (sechs bis 10 Telefonate am Tag)
  • E-Mails checken und beantworten.
  • Fotografieren (knapp 50 Fotos)
  • Kameraupload im Hintergrund via OneDrive und Google Fotos
  • What’s App
  • Audioaufzeichnungen

Der Akku hielt bei diesen Tätigkeiten zwei volle Arbeitstage und zeigte heute Abend um kurz vor halb neun noch 9% Restkapazität.

Keine Ahnung, was Herr Franc da für ein Montagsgerät erwischt hat oder ob er nur auf hohem Niveau jammert. Da wo ich herkomme, nennt man das: Tolle Leistung!

Für ein Smartphone, wohlgemerkt.

Zum Vergleich: Das Samung Galaxy Note 8 habe ich heute Morgen von der Ladestation genommen. Da kabelloses Laden seine Tücken hat, wie ich immer wieder feststelle, wurde der Ladevorgang von gestern Abend in der Nacht unterbrochen und die Kapazität lag heute Morgen nicht bei 100%, sondern nur bei 29% (für alle iPhone-Anhänger, die glauben Tim Cook müsste wegen des kabellosen Ladens jetzt eine Heiligsprechung bekommen – selbst Apple gibt zu, dass eine Vibration das iPhone 8 vom Ladepunkt rutschen lassen und so das Laden unterbrochen werden kann)

Statt schnell zu laden habe ich den Akku über die kabellose Ladestation immerhin bis vor meinem Antritt des Arbeitsweges noch auf 97% hochpuschen können. Das Note 8 befand sich heute den ganzen Tag mit aktiviertem Bluetooth und aktiviertem LTE im Idle-Modus und wurde nicht von mir genutzt.

Fazit um 20:27 Uhr – der exakt selben Zeit zu der ich den Screenshot des Honor 9 machte: 63% Restladung.

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Farewell an Windows 10 (mobile)

Für viele Leser dieses Blogs ist Windows 10 entweder ein notwendiges Übel als Nachfolger von Windows 7 oder eben etwas, gegen das man sich vehement und mit letztem Atemzug wehrt, solange man Windows 7 noch nutzen kann.

Aber Windows 10 ist nicht nur auf dem heimischen Computer beheimatet (gewesen), sondern läuft aktuell auch auf einer XBox One-Videospielkonsole und lief auf einigen Smartphones.

Windows 10 mobile ist nun offiziell Geschichte, sagt Microsoft. Es gibt keine Updates, keine Entwicklung, keine Handsets mehr. Ein Flop.

Dabei war Microsoft eigentlich auf einem guten Wege, die Katastrophen der Vergangenheit auszumerzen. Windows Mobile 6.5 hatte noch eine mobile Desktop-Oberfläche und war auf die Bedienung mit einem Stylus konzipiert. Mit Windows 7 Mobile kam der Versuch, Touch-Bedienung mit dem Finger zu etablieren. Hier scheiterte Microsoft mit seiner Kacheloptik. Die Bedienung war ein Graus, die Features eher Bugs und die lahme Entwicklung von ordentlichen Anwendungen legten das Betriebssystem recht schnell ad acta. Besserung versprach da auch Windows 8 Mobile nicht.

Erst mit der Version 8.1 kam etwas Drive rein, der sich dann mit Windows 10 Mobile zu einem gar nicht mal so schlechten und oft verkanntem Betriebssystem steigerte. Leider war da der Zug schon abgefahren und genau so wie andere mobile Betriebssysteme, die auf der Strecke blieben (BlackberryOS) oder ein Nischendasein fristen (Tizen), kam Windows 10 nicht beim Endnutzer an.

Dabei war es gar nicht so schlecht. Ich habe mit dem Microsoft Lumia 950 XL und dem Microsoft Lumia 640 gearbeitet und viel Spaß gehabt. Die gängigsten Apps, die man für den alltäglichen Gebrauch benötigt, gab es auch für Windows, einige waren zwar unbrauchbar (z.B. Evernote Touch), aber im Grunde konnte man mit einem Windows Phone genau das tun, was man auch mit einem Android-Gerät oder einem iOS-Telefon macht.

Die später hinzugekommen Schnellzugriffe, der anpassbare Homescreen, das Switchen zu geöffneten Apps, all das funktionierte gut und intuitiv.

Und: Windows 10 Mobile auf einem Smartphone funktionierte wesentlich besser, als ein Windows RT oder Windows 10 auf einem reinen Tablet (ohne dieses als PC nutzen zu können).

Nun ist es endgültig tot. Microsoft konzentriert sich auf die PC-Sparte und deren Versorgung mit einem vorherrschenden Betriebssystem, Windows Tablets sind out.

Adé, Windows 10 Mobile. An mir hat es nicht gelegen …

 

Warum es das Pixel werden wird

Gestern, während des Google Events, aktualisierte ich meine iPhone Kontakte mit Google. Eine Maßnahme zum baldigen Verkauf meines iPhone 7 Plus.

Während es da draußen immer noch Leute gibt, die nicht glauben oder nicht wahrhaben wollen, dass ich den Schritt vollziehe, die dagegen glauben, mich zu kennen oder mein Handeln vorhersehen zu können, die der Auffassung bin, ich hänge an Apple, ist mein Entschluss längst gefasst:

Kein iPhone im Modelljahr 2017/18 und vermutlich auch nicht in den Jahren 2018/19 (hier wird es nur eine Modellpflege vom iPhone X seitens Apple geben) und wahrscheinlich auch nicht in 2019/20 (solange das Kerbendesign beibehalten wird und sich iOS nicht maßgeblich wandelt, tue ich mir das nicht an).

Für einen Wechsel (es ist ja kein tatsächlicher Wechsel, ich betreibe nebenher zwei Android-Phones, hier geht es nur darum, auch mein privat gekauftes Dienstgerät zu ersetzen) kamen drei Geräte in Frage:

  • Essential Phone
  • Google Pixel
  • LG V30

Das Essential Phone fiel recht schnell aus dem Rennen. Zwar besitzt es statt der iPhone-Kerbe nur einen „Nippel“, der bei Fullscreen-Anwendungen nicht auffällt, da zu beiden Seiten das Display einfach schwarz aufgefüllt wird, aber die ersten Tests sprechen hier von einem eher unausgereiften Erstling. Gewollt, aber noch nicht gekonnt mit viel Luft nach oben. Oder wie Marques Brownlee sagte: Maybe next year.

Das LG V30 ist seit seiner Vorstellung bereits ein heißer Kandidat gewesen, aber da es auch erst im November in Deutschland verfügbar ist, wollte ich noch die gestrige Google-Präsentation abwarten.

Die Bedingungen für ein neues Smartphone sind rasch abgegrenzt: Zuverlässig in Sachen Performance und Akku sowie herausragende Kamera und designtechnisch ansprechend.

Das bietet das V30. Nun kam die Vorstellung des Pixel 2 XL. Mit  dem Pixel von HTC habe ich bereits ein halbes Jahr hervorragende Erfahrung gesammelt. Top Performance, top Fotos. Nur war es mir zu klein. Und designtechnisch zu sehr ans iPhone 6/7 angelehnt.

Während das Pixel 2 im Design so gut wie keine Fortschritte gemacht hat (HTC ist weiterhin der Hersteller) hat die größere Version hier zumindest einen Sprung gemacht. Zwar sieht es nicht ganz so elegant wie das LG G6 und gar nicht so toll wie das V30 aus, aber zumindest im oberen und unteren Bereich hat man sich von den dicken Balken verabschiedet und das Pixel 2 XL einigermaßen an das LG G6 angepasst. Auch beim Pixel 2 XL ist LG der Hersteller.

Dennoch ist das Pixel 2 XL kein G6-Klon. Nur eine Kamera statt einer Dual-Cam, die dann von DXoMARK auch gleich zur besten Smartphone-Kamera ever gekürt wurde (98 Punkte in Summe, jedoch in der alleinigen Bewertung Foto schlechter als das Galaxy Note 8).

Google hat zumindest gelernt, dass ein Schutz vor Staub und Spritzwasser oder kurzem Untertauchen einem solchen Gerät gut tut und wenigstens eine IP67 Zertifizierung durchgeboxt.

Wir haben beim Pixel 2 XL also: Eine sehr gute Performance, eine herausragende Kamera, ein noch in Ordnung gehendes Design und im Unterschied zum V30 ein nacktes Android (das Performance-Einbußen über einen längeren Nutzungszeitraum vorbeugt) sowie regelmäßige Updates, was Sicherheitspatches und das Betriebssystem anbelangt.

Hinzu kommt, dass Google für die neuen Pixels die Updates für beide Kategorien auf 3 Jahre ausdehnt, statt wie bisher auf zwei. Weiters können alle über einen Zeitraum von 3 Jahren mit dem Pixel geschossene Fotos und Videos in Originalgröße kostenlos in G-Drive gespeichert werden, ohne das Frei- oder Bezahlkontingent zu belasten.

Auch wenn der Google Assistant mittlerweile auf einigen Androiden mehr Einzug erhalten hat, werden auch hier sicherlich die Pixel Phones zuerst mit Neuerungen bedacht. Google hat sein Statement „A.I. first“ auch in der gestrigen Keynote noch einmal betont, auch wenn ich persönlich glaube, dass es noch ein paar Jährchen dauern wird, ehe wir wirklich von künstlicher Intelligenz reden können, denn so gut auch Such- und Interaktionsalgorithmen sein mögen, Intelligenz umfasst nicht nur Reaktion auf Aktionen, nicht nur vorausschauende Planung, sondern auch Bewusstsein und sich selbst bewusst sein.

Auch wenn hier sämtliche HAL-9000- und Skynet-Alarmglocken schrillen, am Ende werden wir uns irgendwann sicherlich die Frage nach den elektrischen Schafen stellen und ob das die (An)droiden sind, die wir suchen.

Das Pixel 2 XL macht also das Rennen. Gekauft.

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Pressebild.

Warum die Wettenden keine Chance haben – kein iPhone für mich im Modelljahr 2017/18

Noch lachen sie. Die Menschen, die glauben, mich zu kennen. In einem Tweet erwähnte ich bereits, dass Wetten auf mich abgeschlossen wurden, wann ich das iPhone X kaufen werde.

Es wäre keine Frage, ob, sondern nur wann. Weil ich ein iPhone besitze, glauben viele, ich wäre ein Fanboy, aber das ist nur, wie so vieles, eine Wahrnehmungsfrage. Ich besitze und beschäftige mich wesentlich mehr mit Android- als mit iOS-Produkten.

De facto habe ich von Apple einiges im letzten und diesem Jahr abgegeben:

  • ich besitze keine AppleWatch mehr (und besaß auch nur die Series 1)
  • ich besitze keinen iPod Touch mehr
  • ich habe mein MacBook Pro verkauft und gegen ein HP G13 Chromebook getauscht

Es gibt natürlich Apple-Produkte, die ich um nichts in der Welt hergeben würde.

Zum einen ist das das iPad Pro. Mit Tastatur und Stift bietet es ein kompaktes und leistungsstarkes Produktivgerät, mit iOS 11 stärker als je zuvor. Dank der hervorragenden Stifteingabe bin ich dazu übergegangen, all meine geliebten Moleskine-Notizbücher ad acta zu legen und habe mich selbst von den Bamboo Sparks von Wacom abgewandt und schreibe Notizen gleich welcher Art direkt in die App Noteshelf. Das iPad Pro ist das, was ich früher in dem Samsung Galaxy Note Pro 12.2 gesehen habe. Durch den Formfaktor von 10.5″ ist es jedoch nicht so sperrig wie das Samsung-Pendant, das darüber hinaus noch arge Performance-Probleme hatte.

Mein iMac Setup ist auch etwas, das ich keinesfalls gegen ein Windows-System tauschen würde. Wie unstabil Windows hochfährt, sehe ich, wenn ich meinen Gaming PC anwerfe. Systemfehlermeldungen sind an der Tagesordnung und die bequeme Bedienung von mehreren Desktops auf mehreren Bildschirmen ist eine Geschichte, die wohl auf ewig Apple vorbehalten bleibt. Dagegen wirkt die mehrfache Desktop-Steuerung von Windows 10 wie gewollt, aber noch lange nicht gekonnt.

In der Tat hat ein iPhone hat erst sehr spät bei mir Einzug erhalten. Glaubt es, oder glaubt es nicht.

Lange nachdem ich bereits einen iMac (2012), ein MacBook Air (2011), ein MacBook Pro (2013) und ein iPad 2 (2012) und ein iPad Mini (2013) besaß. Während ich 2011 und 2012 in den Apple Kosmos einstieg (ohne mal den iPod Touch zu berücksichtigen, den ich schon 2010 besaß, erhielt mein allererstes iPhone erst Ende 2013 mit dem iPhone 5S Einzug in meinen Gadget-Palast. Ausschlaggebend war damals die Umstellung auf iOS 7, das mir auf den iPads sehr viel Spaß gemacht hat, sowie das größere Display und der Fingerabdrucksensor.

Jedoch verkaufte ich das iPhone 5S wegen Nichtgefallen bereits im Juni 2014, also lange bevor die 6er Modelle vorgestellt wurden. Das Display war mir mit 5″ viel zu klein, ich kam mit der Bedienung nicht zurecht und hatte mit dem HTC One M8 ein tolles Ersatzgerät im Bereich dienstlich genutztem Smartphone. Erst die Plus-Modelle mit 5,5″ boten mir eine entsprechend bedienbare Größe.

Dass ich das 6Plus und das 6SPlus bestellte, lag vornehmlich an Peripherie-Geräten, wie die Apple Watch, einigen Withings-Geräten, die ich zusammen mit Apple Health nutzte. Heute habe ich keine externe Peripherie mehr, die auf Apple zugeschnitten ist. Die einzigen Apple-Dienste, an die ich mich binde sind iTunes für Filme (dafür nutze ich so gut wie ausschließlich AppleTV und zu 1% meinen iMac, falls der Fernseher mal durch meinen Sohn belegt sein sollte) und Apple Music, das aber auch unter Android läuft, sodass ich ohne ein iPhone nicht darauf verzichten muss.

iMessages und Facetime ist bei mir kein Thema und ich benötige es nicht. Alles, was ich auf dem iPhone nutze, habe ich auch auf Android Smartphones.

Und mögen die Skeptiker nun lauthals loslachen, aber für mich ist es beschlossene Sache, dass das Apple-Jahr 2017/2018 für mich ohne iPhone auskommen wird. Ein Upgrade vom iPhone 7 Plus auf das iPhone 8 Plus wäre Quatsch. Der schnellere Prozessor und die bessere Kamera sind geschenkt. Zumal mir noch nie Fotos auf einem iPhone gelungen sind. Das ist wohl eine Krux zwischen mir und Apple.

Das iPhone 7 Plus bis zum Exitus zu behalten wäre eine Option, doch ganz ehrlich gesagt, langweilt mich das Design und vor allen Dingen auch das Betriebssystem. Während die zusätzlichen Features, die iOS 11 auf dem iPad Pro bietet, mich sehr ansprechen, turnen sie mich auf dem iPhone genauso sehr ab. Das fängt an mit einer Reduzierung der Akkulaufzeit, die auch seit dem 11.0.1.-Update nicht wirklich behoben wurde und geht bis zum immer wieder gleichen und langweiligen (ich klatsche App-Icons auf einen Bildschirm)-Aussehen von iOS.

Das iPhone X mag ein interessantes Design mit einer ansprechenden Screen-to-Body-Ratio haben, aber auch das läuft nur mit einem iOS 11, das mir schon beim 7 Plus zuwider ist. Hinzu kommt die fürchterliche Kerbe, die mir einfach Bildschirminhalte klaut. Und ich glaube einfach nicht an Face-ID. Statt vor, geht Apple hier meiner Meinung nach zurück. Die Eingeständnis, dass Touch-ID nur eine Sicherheit von 1:50.000 bietet, ist da wirklich nicht beruhigend, sondern eher beschämend. Hätten sie nicht tun sollen.

Ob ich 2018/2019 zu einem iPhone zurückkehre? Kommt auf das Gerät und das Betriebssystem an. Statt Face-ID eine „biometric awareness“ einzubauen, wäre nicht verkehrt. Auf jeden Fall muss die Kerbe verschwinden. Und Touch ID unterm Display muss kommen. Und tolle Features im OS, die mich in Erstaunen versetzen. Punkt.

Das heißt „So long, iPhone“, war nett, aber auch nicht orgiastisch. Ich warte jetzt noch, bis Google sein Pixel 2 XL vorgestellt hat und treffe dann eine Entscheidung die zwischen diesem oder dem LG V30 liegt. Und dann verbitte ich mir das Wort iPhone Fanboy 😉

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