Archiv der Kategorie: Computer und Internet

Premiere: Google Pay auspropiert

An dieser Stelle berichtete ich euch von dem Workaround, Google Pay über die PayPal-App einzurichten, wenn PayPal in der Google Pay-App nicht erscheint.

Heute konnte ich dann auch einen Feldversuch starten und ausprobieren, wie das in der Praxis klappt.

Von „Das geht noch nicht“ bis „Der Kunde versucht mit seinem Handy unsere Kasse zu manipulieren“ soll ja alles schon dabei gewesen sein.

Nun, ich suchte mit eine relativ leere Kasse, um Peinlichkeiten zu vermeiden. Test-Supermarkt war der Kaufland in Kamen, da ich zumindest dort auch eine Internetverbindung im Laden habe, die in manch anderen Läden nicht gegeben ist.

Der Kassierer war ein junger Mann, sicherlich aufgeschlossen neuer Technik gegenüber. Während er die Waren über den Scanner zog, fragte ich ihn, ob denn bei ihm schon jemand mit Smartphone bezahlt habe.

Mit Telefon nicht, aber mit der Uhr, sagte er. „Mit so einer wie Sie haben.“ Er deutete auf meine Apple Watch.

Okay, Apple Pay ist für Deutschland noch nicht freigegeben, aber mittels Workaround und N26-Karte soll das wohl auch irgendwie nutzbar sein. Ich warte da lieber auf den offiziellen Start von Apple und konzentriere mich jetzt auf Google Pay.

„Meine Uhr ist dafür nicht eingerichtet. Wir probieren das mit dem Smartphone.“

Er weist die Kasse zur Kartenzahlung an. Ich habe mein OnePlus 6 dabei, entsperre das Display und bringe das Telefon in die Nähe des Bezahlterminals. Das Smartphone vibriert kurz. Es öffnet sich die Google Pay App.

„Das hat nicht funktioniert“, sagt der Kassierer.

Ja, das sehe ich, denn in der Google Pay App werde ich zur Interaktion aufgefordert. Ich rechnete mit der PIN-Eingabe, die bei Käufen ab 25 Euro erforderlich ist. Doch ich wurde aufgefordert mich mit Fingerabdruck zu legitimieren. Also kurz den Finger auf den Sensor gelegt und eine erneute Vibration ging durch das OnePlus 6. Dann erschien auf dem Bildschirm die Mitteilung zur aktuellen Transaktion:

Screenshot_20181013-172021Den Screenshot habe ich erst draußen vor dem Laden gemacht, daher weicht die Uhrzeit des Smartphones von der Transaktions-Uhrzeit ab.

Was ist nun passiert? Die Verknüpfung PayPal zu Google Pay hat Google Pay eine virtuelle Mastercard anlegen lassen. Beim NFC-Transfer gaukelt Google Pay dem Bezahlterminal vor, dass mein kontaktlos eine Mastercard ans Terminal gehalten hat. Da Google Pay auch alle Daten wie Deckungsbeitrag und Genehmigung dafür übermittelt erfolgt die Zahlung SOFORT.

Ihr kennt das sicher. Ihr haltet eine EC-Karte vor ein Bezahlterminal oder steckt es in den dafür vorgesehen Schlitz, müsst dann die PIN eingeben und anschließend erscheint auf dem Display ein Wartehinweis. Kontakt wird mit der Bank aufgenommen, eine Genehmigung eingeholt. Das dauert ein paar Sekunden, ehe dann „Zahlung erfolgt“ auf dem Display des Terminals erscheint.

Bei Google Pay ist das alles innerhalb der Sekunde erledigt, in der man das Smartphone aufs Terminal legt. Für mich bedeutet das beim nächsten Einkauf: Ich öffne beim Bezahlen direkt die Google Pay App statt nur das Smartphone ans Terminal zu halten. Eventuell geht es dann noch schneller.

 

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Made by Google: Revolution geht anders

Google hat durchaus meine Sympathien.

Ich lass mal den ganzen Verschwörungskram in Sachen Datenkrake weg und bewerte hier die Produkte, die sie auf den Markt gebracht haben und die das Leben heute in mancher Hinsicht bereichert haben. Die Suchmaschine, klar. Aber Google Maps inklusive seiner hervorragenden Navigation, Youtube, Android, Chrome … es gibt viele Dinge für die man Google ebenso lieben, wie auch hassen kann.

Ja, da wird schnell über Android geflucht, meistens von denen, die es nicht zu verstehen.

Chrome ist aber definitiv eine schicke Sache. Klar, auch hier kann man fluchen, denn Systemressourcen gehen schnell in den Keller. Chrome frisst Speicher. Chrome frisst Strom. Gar keine Frage. Aber egal an welchem Gerät ich mich anmelde, ich nehme alle Lesezeichen und Eingaben mit.

Als macOS-User nutze ich Chrome, nicht Safari. Ja, ist so. Safari hilft mir nicht auf Windows- oder Android-Geräten. Chrome gibt es überall.

Apple tönt gerne von Safari als dem fortschrittlichsten Browser des Planeten und aller Zeiten. Davon merke ich nichts. Safari startet bei mir unerträglich langsam auf meinen Macs. In der Zeit hat Chrome bereits 20 Tabs geladen.

Aber egal, es geht nicht um Chrome (obwohl … später), sondern um Google und seine 2018er Präsentation Made by Google, die am 09.10. gehalten wurde.

Ich hab sie live mitverfolgt, im Stream. Und wäre fast eingeschlafen.

Motivation geht anders. Da wundert sich auch keiner, warum bei einem offensichtlichen Aha- und Oho-Effekt niemand applaudiert. Zum großen Teil natürlich, weil es keine Aha-Effekte gab, denn im Vorfeld der Präsentationen war so gut wie alles gelaked worden, sodass es nicht eine einzige Überraschung mehr gab. Google hätte sich die Geldausgaben für die Präsentation schenken können. Oder an die Mitarbeiter verteilen.

Schon die Leaks hatten enttäuscht und dann mitansehen zu müssen, dass alles wahr ist – das ist schon bitter.

Google macht sich nicht mal mehr die Mühe die Innereien seiner Produkte an die große Glocke zu hängen. Während Apple dir noch erzählt, was für eine Bildschirmauflösung mit welchem Prozessor und was der alles viel schneller kann zu erzählen … da lässt Google einfach einen Präsentierteller hochfahren und zeigt drauf: Da, da sind sie, unsere neuen Produkte. Guckt schnell. Okay, reicht.

Das war schon peinlich. Den Skripter für so eine Präsentation sollte man keine Kammerstücke schreiben lassen. Eher Horrorromane in kürzester Form. Montag. Reicht.

Ich schweife ab …

Google präsentiert den Home Hub. Ein 7″ großen Bildschirm analog zu Amazons Echo Show (1. Generation) mit dem man nicht nur Verbal, sondern in Wort und Bild interagieren kann. Ich glaube das Wichtigste daran waren Google all die Hausfrauen, die Kochrezeptevideos in der Küche brauchen. Klingt etwas chauvinistisch, oder?

Ich hab einen Echo Show zu Hause und ganz ehrlich? Letztendlich braucht niemand sowas. Eigentlich sorgt er nur für Ablenkung, denn neben der Uhrzeit werden immer wieder Schlagzeilen eingeblendet und wenn man auf der Couch liegt wandert dann doch immer wieder der Blick dahin um bei einer interessanten Headline zu sagen „Alexa, erzähl mir mehr“.

Sicher kann man seine Hausgeräte mit dem Teil steuern. Genau wie mit dem Echo. Oder dem Home Pod von Apple. Man braucht dafür keinen Bildschirm. Schon keinen Mikroschirm von 7″ Größe, da kann man auch gleich sein Smartphone zur Hand nehmen und den Google Assistant bemühen.

Wofür nutze ich denn den Echo von Amazon? Morgens weckt mich ein Spot mit Radio. Im Bad frage ich einen anderen Spot nach dem Wetter – der Bildschirm ist hier schon vorteilhaft, da er nicht nur das aktuelle Wetter zeigt, das Alexa auch verbal vorplappert, sondern gleich eine Aussicht auf die nächsten 7 Tage einblendet. Anschließend lasse ich mir Nachrichtensendungen vorspielen. Das war es.

Und so ein Google Home? Ach ja, um das Licht ein und auszuschalten, weil die Philips Hue Dinger keinen Ein- und Ausschalter haben und es schneller geht „Hey Google, Licht an!“ zu sagen, als ein Tablet oder Smartphone zur Hand zu nehmen, zu entsperren, die Philips Hue App aufzurufen und dort  einen Button zu drücken.

Manchmal lasse ich Google auch rechnen. Genau wie Siri. Dumm nur, dass Division nicht geht. Aber egal. Google Home Hub – ich sehe den Anwendungszweck genauso wenig wie beim Echo Show. Finger davon. Braucht niemand.

Aber das Fiasko kommt ja noch. Die neuen Pixel-Geräte. Die Smartphones.

Blicken wir mal kurz zurück. Früher vergab Google Auftragsarbeiten an Firmen wie HTC, Samsung, LG um die Nexus-Smartphones zu fertigen.

Nexus, das bedeutete nacktes Android, kein Firlefanz. Anfangs eher als Entwickler, denn als Konsumentengeräte anzusehen und auch recht teuer. Bis Google dann beim Nexus 4 zurückruderte.

Das Nexus 4. Von LG produziert. Glasrückseite. Kabelloses Qi-Laden. Und unfassbar günstig für ein Smartphone von diesem Format. Das war 2012!

Der Kurs wurde fortgesetzt mit Nexus 5 und dem 7er Tablet, das Nexus 6 noch dazu, ehe die X- und P-Varianten dann doch wieder im Preis anzogen.

Und dann hieß es: Aus für Nexus. Offenbar waren die einstelligen Nummern ausgegangen. Und niemand mag ein Produkt HAMMERPHONE 2131 nennen. Nummern sind so eine Marketing-Sache. Wenn es zweistellig wird, wird es eng, das noch ins Bewusstsein der Konsumenten zu trichtern. Gib den Dingern dann lieber Namen und lass die Nummern intern weiterlaufen. Siehe macOS.

Die ersten Pixel-Smartphones sollten ja direkt von Google kommen. Hinterher stellte sich heraus, dass doch namhafte Hersteller dahinter steckten. So wurde das Pixel von HTC entwickelt und das Pixel XL von LG. Wer das Pixel C Tablet gemacht hat, weiß ich allerdings bis heute nicht.

Trotz neu designter Rückseitenoptik (Mischung aus Glas und Alu) wirkten die Pixel-Geräte von vorne wie iPhones der 6er-Reihe. Rundungen, Ränder. Nur der Homebutton auf der Front fehlte.

Die zweite Generation machte es nicht viel besser. Das Pixel 2, wieder von HTC, sah seinem Vorgänger sehr ähnlich. Beim Pixel 2 XL gab es einen Designschwung. LG stand erneut hinter dem Gerät und nahm eine Hybridmischung seines LG G6 und des V30 zum Vorbild. Das von Samsung nach vorn gepuschte 18:9-Format erhielt Einzug beim XL und man bekam schmalere Displayränder als sonst zu sehen – allerdings mit Abstrichen. Oben und unten immer noch recht dick gehalten und mit abgerundeten Bildschirminnenrändern, die bei Samsungs gekrümmten Displays noch Sinn ergaben, bei LGs Variante doch komplett fehl am Platze waren.

Kameratechnisch sind die Pixel 2-Geräte top. Immer noch. Performance-Technisch leiden sie aber nach einem Jahr auch am Android-Problem. Nicht nur MKBHD legte vor Ablauf der Jahresfrist sein Pixel 2 XL beiseite, um auf ein OnePlus 6 umzusteigen, weil das Pixel-Gerät trotz plain Android träge in der Performance geworden war. Nein, unabhängig vin Marques Brownlee hatte ich auch zum OnePlus 6 gegriffen und es als Ablöse meines Daily Drivers erkoren. Keine Ahnung, ob das Pixel 2 XL noch ein weiteres Jahr durchhält. Gerade das Aufwecken aus dem Standby verursacht starke Reaktionsverzögerungen.

Nun, es soll nicht um das Pixel 2 gehen, sondern um das Pixel 3. Diesmal ist offenbar noch nicht durchgesickert, wer Hersteller der Geräte ist. Jedenfalls hat sich designtechnisch nur marginal etwas getan. Die Rückseiten der beiden Geräte haben sich optisch nur in der Hinsicht verändert, dass wir jetzt eine Vollglasschicht haben, wo vorher noch Alu matt schimmerte. Dies ermöglich kabelloses Laden nach Qi-Standard. Hört, hört, so weit war Google schon 2012 mit dem Nexus 4.

Die Front beim Pixel 2 hat sich etwas gebessert, aber die Ränder oben und unten sind immer noch als absolut FETT zu bezeichnen. So gar nicht Stand 2018.

Der große Bruder, das Pixel 3 XL geht den Weg, den viele Hersteller dieser Tage wählen. Google präsentierte das XL als „Edge to Edge Display Smartphone“ – ja, da kann man schon kotzen, wenn man sieht, was die unter Ecke zu Ecke verstehen.

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Unten prangt ein extrem dicker Rand. Oben eine extrem fette Notch (Einkerbung) in der Sensoren und Frontkameras untergebracht sind.

Interessanterweise gibt das nackte Android nicht die Option her, die Notch auszublenden, wie es beispielsweise OnePlus oder Huawei offeriert.

Noch schlimmer: Google verzichtet auf On-Screen-Navigationsbuttons und setzt auf eine unspirierte Gestensteuerung, die mich in den Wahnsinn treibt. Ich hatte sie beim Pixel 2 XL aktiviert, um mich damit vertraut zu machen – während diese beim iPhone X und beim OnePlus sehr schnell in Fleisch und Blut übergeht, ist sie beim Pixel wenig intuitiv.

Der Clou kommt aber noch. Was nützt dir ein „Edge-to-Edge“-Display, das in Wahrheit keines ist, wenn noch weitere Beschränkungen direkt auf dem Display selbst zu finden sind?

Fakt 1: Die Gestensteuerung ist überflüssig da anstelle der Navigationsbuttons ein Navigationsstrich eingeblendet wird, der nahezu den gleichen Platz einnimmt, wie die Buttons zuvor.

Fakt 2: Die bemerkenswert große Suchleiste von Google, in die man gar nichts schreiben kann, sondern die bei Berührung einen neuen Bildschirm öffnet, nimmt noch mal den Platz weg den man getrost für App-Icons hätte nutzen können.

Fakt 3: Diese fette nichtsnutzende Suchleiste (man kann ja bequem über den Google Assistant suchen – selbst Microsoft bietet unter Windows 10 die Möglichkeit, das breite Cortana-Suchfenster auf einen Kreis zu minimieren an) war bei den Pixel 1 Geräte noch gar nicht vorhanden. Da hatte man ein kleines G-Widget links oben am Bildschirmrand, das man bei Suchbedarf antippen konnte.

Episch. Episch daneben.

Auch Leistungstechnisch fasst man sich bei den Pixel 3-Geräten an den Kopf. Klar, Google ist so dämlich seine Geräte zum Jahresende vorzustellen. Die neuen Prozessoren kommen aber zum Jahresanfang, sodass Samsung immer den neusten Snapdragon verbaut, während die zum Erscheinen der Pixel-Geräte dieser schon fast wieder gegen das neue Modell ausgemustert wird.

Dennoch: Auch wenn viele den Kopf schütteln, hat sich bei einigen Geräten letztes und auch dieses Jahr gezeigt, dass mehr RAM durchaus mehr Performance bieten kann. Eine Tatsache, die das Galaxy Note 8 beispielsweise nicht so schnell die Grätsche machen ließ, wie das S 8.

Man mag OnePlus belächeln, aber die wissen schon, warum sie 8 GB RAM in ein Smartphone knallen. Und ich als Anwender weiß, warum ich das haben will. Nicht nur, weil es auf dem Papier steht, sondern weil es echten Leistungsschub bringt und Programme länger im Speicher bleiben, ohne beim erneuten Aufrufen neu gestartet werden zu müssen. App-Wechsel leicht(er) gemacht.

4 GB RAM bei den Pixel 3 Geräten erscheinen hier also unterdimensioniert. Zumal die KI für die Kamera noch mehr berechnen muss als zuvor.

Machen wir den Rest kurz: Nur für eine bessere Kamera mit einer hässlicheren Optik als im Vorjahr muss niemand erneut 949 Euro ausgeben. Peng.

Aber dann präsentierte Google doch noch etwas, das mein Interesse weckte. Letztes Jahr war es das Pixelbook, das leider nie nach Deutschland kam. Ein Import lohnt sich für mich nicht, ich brauche ein QWERTZ-Layout, um schnell tippen zu können.

Diesmal gibt es das Pixel Slate zu sehen, ein neues Tablet, Made … nun ja, Made by Google.

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12,3 Zoll bei 3000 x 2000 Pixeln Auflösung, damit ein beliebtes 3:2 Format. Leider mit dicken Displayrändern, also schon fast geschenkt, wäre da nicht diese … diese Sache … mit dem Betriebssystem.

Ja, das 12,3″ Gerät mit anklickbarer Folio-Tastatur und Stiftunterstützung erinnert ganz klar an ein iPad Pro, aber es arbeitet nicht mit Android, sondern mit Chrome OS in einer angepassten Touch-Funktion.

Und genau das ist der Punkt. Im Gegensatz zu Android, das über den Nutzungszeitraum immer langsamer wird, ist ChromeOS ein Betriebssystem, das beim Boot quasi einen Browser neu starten lässt. Wesentlich weniger Datenleichen liegen in dem System – sofern man es nicht mit Android Apps zumüllt, denn das können Chrome-OS-Geräte mittlerweile auch.

Ja, der Haben-wollen-Faktor als Ablöse für meine HP Chromebook ist schon da. Preislich bei 599 Dollar deutlich unter den iPad Pro Preisen, auch wenn die Tastatur mit 199 Dollar teurer als das Smartkeyboard Apple ist. Der Stift wird mit 79 Dollar dann wieder günstiger als der der Nachbarn aus Cupertino.

Aber die Sache hat drei Haken:

  1. Das Gerät wird vermutlich wie das Pixelbook nie nach Deutschland kommen.
  2. Die 599 Dollar gelten für einen Celeron Prozessor mit 4 GB RAM. Danach geht es rapide preislich aufwärts zu einem i7 bei 1.599 Dollar
  3. Google gibt die Akku-Leistung mit pauschal 10 Stunden Nutzungszeit an – hallo? Bei einem i7? Glaubt ihr wohl selbst nicht, das Ding wird nach vier Stunden die Grätsche machen.

Chromebooks, hierzulande nicht so beliebt wie in den USA, waren mal günstig. Heute greift man in die gleiche tiefe Tasche wie bei Apple- oder Microsoft-Geräten.

Schade, Google. Schade.

Nächstes Jahr?

Evernote für Pfiffige: Der Screenshot-Trick

Ich bediene mich mal Herbert Hertramph Evernote-Slogan, er möge mir verzeihen, sollt es nicht in seinem Sinn sein. Am Ende des Textes verlinke ich selbstverständlich zu seinem Blog.

PDF. Ein Zauberwort. Erzeugt man ein sauberes Portable Document Format lassen sich darin Buchstaben so skalieren wie Vektorgrafiken, sprich es ist egal, wie groß ihr sie heranzoomt, sie bleiben gleich scharf und werden nicht ausgefranst. Tolle Sache.

Heute stand ich vor der Aufgabe für eine Intranetseite einen in Excel erzeugten Strukturbaum aus einem PDF als Bild zu extrahieren.

Sicherlich führen verschiedene Wege nach Rom. Der nahe liegendste für manch unbedarften Anwender ist sicherlich, einen Screenshot zu erstellen. Doch die Bildschirmfotografie ist oft unsauber und dann auch nicht sauber skalierbar.

Da ich ein Creative Cloud Abo habe gönne ich mir den Luxus, mir Adobes Acrobat einmal näher anzuschauen. Im Gegensatz zu meinem Standard-PDF-Werkzeug PDF-Expert unterstützt der Acrobat auch das Exportieren einer PDF als Bilddatei.

Hierbei habe ich die höchsten Qualitätseinstellmöglichkeiten gewählt und für die Auflösung auf meinem Bildschirm (1440p) und der Darstellung auf der Webseite (in etwa 900p) reicht das dicke aus. Doch je nachdem welche Auflösung andere Nutzer haben und wie nah sich gegebenenfalls dieses Bild noch über die Browser-Zoom-Funktion vergrößern, um Namen innerhalb des Baumes genauer zu erkennen, passiert es rasch, dass gerade die Schrift pixelig wirkt.

Adobe gab da nicht viel her und hochauflösender als die 900p ließ sich das Dokument auch nicht als Bild abspeichern.

Also doch mal den Screenshot-Trick angewandt. Sicherlich kann man hier auch andere Methoden anwenden, bei mir ist Evernote jedoch immer geöffnet und ich kann rasch einen sauberen Rahmen um ein Screenshotobjekt ziehen, um es in Evernote zu speichern.

Das Dokument habe ich im Vollbild aufgerufen und so weit vergrößert, dass so gerade eben noch alles auf den Bildschirm passt. Dann mit dem Evernote Ausschneidewerkzeug einen Screenshot gefertigt und anschließend das in der Evernote-Notiz befindliche Bild als JPEG abgespeichert. Das Ergebnis: Ein sauberes Bild in 1440p das sich sogar noch mehrfach reinzoomen ließ, ehe die Schrift begann auszufransen.

Und hier der versprochene Link zu Herbert Hetramphs Evernote für Pfiffige.

Google Pay – so klappt der Workaround mit PayPal

Seit einigen Monaten ist das kontaktlose Bezahlen Google Pay mittels Smartphone am Start.

Der Charme bei dieser Bezahlform liegt freilich in der Bequemlichkeit. Das Smartphone hat man meist griffbereit zur Hand. Manche (ich auch) nutzen es als Einkaufsliste. Statt erst eine Geldbörse oder einen iClip herauszukramen, die EC- oder Kreditkarte in einen Schlitz zu stecken oder an einen Scanner zu halten, eine PIN einzugeben, die Karte wieder zu verstauen, hält man einfach sein Smartphone auf die dafür vorgesehene Fläche für kontaktloses Zahlen per NFC.

Wenn sich sowas einspielt, schleppt man zukünftig halt weniger mit sich rum und muss auf weniger Dinge aufpassen, die einem wichtig sind.

Der Haken dabei ist, wenn die Hausbank nicht mitspielt, weil sie entweder zurückhaltend agiert oder gerne etwas eignes entwickelt. Wer also sein Konto bei der Sparkasse, der Volksbank oder anderen gängigen Banken hat, schaut in die Röhre und kann Google Pay bisher nicht nutzen.

Zwar ließ sich bereits das Google-Konto mit PayPal verknüpfen, um beispielsweise im Google Store darüber zu bezahlen, doch PayPal ließ sich bisher nicht als Methode für das kontaktlose Zahlen in der Google Pay App einrichten.

Bis jetzt.

Wer ohnehin PayPal nutzt und Zahlen darüber beispielsweise von seinem Girokonto, ganz gleich bei welcher Bank, abbuchen lässt, kann nun mit dem Workaround über PayPal mit Google Pay zahlen.

Aber Achtung! Wenn Giga.Tech vollmundig erklärt, dass es ab SOFORT geht, rudert die zitierte Quelle Stadt-Bremerhaven.de zurück und weist darauf hin, dass die Funktion vermutlich wie so vieles phasenweise an die Nutzer ausgerollt wird und nicht allen gleichzeitig und SOFORT zur Verfügung steht.

Die Geschichte ist zwei Tage alt. Heute veröffentlichte Google auf der Youtube-Plattform ein Video, wie man seine Google Pay App mit PayPal verknüpft, das ich euch an dieser Stelle nicht  vorenthalten will:

Das Problem dabei ist, dass die Funktion dennoch nicht für alle schon freigeschaltet ist. Ich probierte es nach der Anleitung. Beim Hinzufügen einer Zahlungsmethode wurde mir jedoch nur die Möglichkeit angeboten eine Kredit- oder Debitkarte hinzuzufügen, nicht aber PayPal.

Möglich, dass es daran liegt, dass ich bereits PayPal mit meinem Google-Konto verknüpft habe, allerdings lässt es sich nicht zum kontaktlosen Bezahlen einrichten.

Geholfen hat mir dann ein Youtube-Nutzer mit dem Hinweis, dass man in der PayPal-App auch eine Verknüpfung zu Google Pay durchführen kann.

Wer also Interesse an Google Pay hat und ebenfalls scheitert, kann es einmal über diesen Weg versuchen. In der Android PayPal-App anmelden, in Einstellungen gehen und den Punkt suchen PayPal mit Google Pay verknüpfen. Anschließend die erläuterten Schritte durchführen und am Ende solltet ihr diese Meldung auf eurem Display sehen:

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Aber auch hier sei der Hinweis gestattet, dass es nicht bei jedem sofort funktioniert. Einige Nutzer auf Youtube hatten es auf diesem Wege versucht, die Option allerdings in der PayPal-App nicht angeboten bekommen.

Wichtig, updated auf die neuste Version von PayPal.

Und? Klappt es bei euch?

Amazon unattraktiv – Als Verkäufer verliert der Versandhändler zunehmend an Bedeutung (für mich)

Sie sprießen wie die Pilze aus dem Boden. Amazons Logistik-Lager. Das Geschäft boomt anscheinend.

Doch habt ihr euch mal angeschaut, welche Artikel und Produkte wie lange und ob überhaupt von Amazon selbst verkauft werden.

Mir scheint, es wird immer weniger und Amazon mutiert zunehmend zu einem reinen Verkaufsvermittler mit logistischem Service, denn wirklich ein Versandhändler zu sein.

Kaufen bei Amazon hieß für mich immer eine reibungslose Abwicklung bei Beanstandungen zu genießen. Ja, kann wirklich mal sein, dass man sich etwas gekauft hat und es entspricht absolut nicht den Erwartungen. Oder etwas ist wirklich bei Anlieferung oder später defekt und fällt in die Gewährleistung oder Garantie.

Der Retourenversand bei Amazon klappt reibungslos.

Immer öfter drängten sich dann jedoch sogenannte Marketplace-Händler in den Vordergrund beim Aufruf eines Artikels. Dann kam das Nachrücken des PRIME-Vorteils. Verkauf durch XY, aber Versand durch Amazon.

Für eine schnelle Lieferung okay, aber Vorsicht beim Wert der Waren. Mal eben günstige HDMI-Kabel kaufen? Kein Problem. Duschgel, weil es tatsächlich günstiger ist als im DM oder bei Rossmann? Kein Problem. Aber einen Computer, einen Fernseher, eine HiFi-Anlage, Kamera, Smartphone, Festplatten … hochpreisiges Equipment bei Firma Müllermeyerschulze kaufen, die bei Amazon anbieten und von Amazon versenden lassen?

Extrem ungerne. Weiß ich, ob eine Beanstandung so reibungslos abgewickelt wird, dass ich keine Bauchschmerzen beim Kauf haben muss?

Sicherlich stehen auch einige namhafte Anbieter im Marketplace, aber es gibt auch viele und wesentlich mehr, die ich gar nicht kenne.

Wenn ich nach einem Produkt Ausschau gehalten habe, das vielleicht schon etwas älter ist und dann nur über Drittanbieter angeboten wurde – ja, sehe ich ein. Dann ist der Zug eben abgefahren und ich verstehe, dass Amazon seine Lager auch mal leer machen und Platz für Neuware schaffen will.

Aber Geräte, die frisch auf dem Markt sind, die sich dann nur noch Wochen halten, das macht mich dann schon sehr, sehr stutzig.

Das OnePlus 6 ist so ein Beispiel. Vollmundig wurde es verkündet, OnePlus hat Amazon als Partner gewinnen können. Und tatsächlich habe ich mein OnePlus 6 bei Amazon gekauft, eben weil es schneller geliefert wurde als bei OnePlus direkt und eben weil ich den Rückgabe-Service von Amazon schätze für den Fall der Fälle.

Das OnePlus 6 ist am 22.05. dieses Jahr erschienen. Aktuell erhält man bei Amazon (als Direktverkäufer) nur die schwarze und weiße Version mit 128 GB Speicher. Am 11.07. wurde jedoch die rote Edition ins Programm aufgenommen und seit diesem Tag hadere ich immer wieder mit einem Verkauf meine schwarzen Gerätes und Tausch gegen das rote. Aber die rote Version wird von Amazon nicht mehr verkauft, sondern nur noch über Drittanbieter zu überteuerten Preisen.

Nun, vielleicht liegt es in diesem Fall auch an OnePlus, denn auf der Webseite des chinesischen Smartphone-Herstellers steht die rote Version auch nicht mehr zum Kauf.

Da OnePlus als recht kleines Unternehmen kein Backlock seiner Produkte unterhält und immer nur die neuste Variante verkaufsbereit hält, ist das nicht ganz so verwunderlich. Wir haben fast Oktober und sicherlich wird in den nächsten zwei Monaten das OnePlus 6T vorgestellt. Also sieht man zu, die produzierten Geräte noch an die Frau und den Mann zu bringen und lässt keine neuen mehr herstellen.

Diesen Artikel hätte ich mir in diesem Fall sparen können, wäre ich dann nicht spaßeshalber mal zu Samsung gewechselt, eildieweil ich gerade noch eine Samsung-Diskussion mit einem Bekannten hatte. Nur kurz die Preise vom S9 und Note 9 checken – was sehe ich da?

Das Samsung Galaxy Note 9, egal in welcher Farbe, erschienen am 24.08.2018 (!) wird gar nicht mehr von Amazon direkt angeboten. Nur Marketplace-Händler.

Das ist schon eine Sache, die mich erschüttert. Ich habe zwar schon oft über Amazon gemeckert und bin immer noch sehr enttäuscht und sauer über die Geschichte mit dem nicht möglichen Bankeinzug, doch ich habe Amazon nicht den Rücken gekehrt. Zumindest nicht ganz.

Seit der Kauf des Surface Book 2 im Februar bei Amazon scheiterte, weil der Kaufbetrag nicht per Bankeinzug eingezogen werden wollte/konnte, habe ich meine Technikkäufe bei Amazon doch sichtlich herunter gefahren. Es ist noch ein Monitor, ein Turmventilator, ein Kopfhörer und eben das OnePlus 6 in den letzten 6 Monaten dazu gekommen. Überschaubar.

Ein anderer Monitor, eine Soundbar, ein Staubsauger, zwei Smartwatches, ein Laptop und noch ein Smartphone sowie eine VR-Einrichtung gingen dann allerdings über ganz andere Ladentheken.

Ich weiß nicht, wie es euch ergeht, aber wenn ich http://www.amazon.de aufrufe, dann will ich verdammt auch nochmal bei Amazon kaufen und nicht von Meyermüllerschulze. Das kann ich auch bei Ebay haben.

Bestelle ich etwas bei Otto Versand, erwarte ich auch nicht, von Bader Moden beliefert zu werden, die Otto als Portal mit nutzen. Und wenn ich in den REWE gehe, dann will ich verdammt noch mal nicht eine Regalreihe von LIDL-Produkten dort sehen.

Wenn ich in die Zukunft blicke sehe ich Konversationen entgegen die anfangen könnten mit „Weißt du noch, als Amazon noch selbst verkauft hat“ – „Ah, das ist ja schon ewig her, heute sind die ja nur noch Versandstation für andere.“

Vielleicht ist das ja das Endziel von Herrn Bezos? Man steckt nicht drin.

 

Apple Event: No more thing

Da verlässt Tim Cook die Bühne und kündigt kein One More Thing an. Sicherlich werden einige Propheten enttäuscht sein, denn Apple hat heute tatsächlich nur zwei Produktlinien vorgestellt:

 

  1. Apple Watch Series 4
  2. iPhone Update

 

Das war es. Alle Gerüchte über randlose iPads mit FaceID, ein Update für iMacs und den MacMini und einen MacBook Air -Ersatz oder sogar die AirPods 2 oder die kabellose Ladestation – man weiß es nicht oder wird es im Oktober wissen, wenn Apple sicherlich ein weiteres Event nachlegt.

Was die beiden Gerätekategorien anbelangt, haben sich alle Leaks und vor allen die der jüngsten Zeit, bestätigt.

Die AppleWatch mit 40 und 44 mm ist gewachsen, das Display größer und es reicht nahezu bis zum Rand, was ihr über 30% mehr Darstellungskapazität gibt, als die bisherigen Uhren von Apple. Durch neue Chipsätze und Sensoren ist es jetzt nicht nur möglich einen Sturz des Trägers zu erkennen und ein SOS vorzubereiten und im Notfall auch automatisch zu senden, nein, die AppleWatch ist jetzt auch das erste für einen Konsumenten erhältliche Produkt, das die Erstellung eines EKG ermöglicht.

Wow!

Die Sache mit dem EKG ist zwar von der amerikanischen FDA durchgewunken worden, wird aber vermutlich für den europäischen Raum noch von den entsprechenden Behörden genehmigt werden müssen.

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Aber ein Feature das auch vorhergesagt wurde. Dazu kommt noch ein Herzrhythmus-Tracking und die Möglichkeit einen zu niedrigen Puls zu erfassen und den Träger zu alarmieren.

Preislich bleibt die Series 4 unverändert und fängt mit 399 Dollar an. Wer sparen will und Größe sowie die neuen Features nicht braucht, kann die Series 3 zum günstigen Preis von 279 Dollar erwerben. Hierzulande startet die Series 4 mit 429 Euro.

Das iPhone. Auch hier treffen die Vorhersagen, was das Line-up anbelangt zu. Schon seit Monaten ist bekannt, dass Apple 3 neue Geräte vorstellen wird. Dass alles besser wird als vorher, war auch klar.

Wir haben also nun den direkten Nachfolger vom iPhone X (10) und damit ein Modellpflege-Setup. Deswegen gibt es keine neue Nummer, sondern das Kürzel s.

Sieht nur doof aus, wenn es geschrieben wird. Das iPhone Xs – wie in extra small. Aber gut, Apple beharrt ja auf der Aussprache ZEHN, auch wenn ich kaum ein Technik-Youtuber daran hält und es X ausspricht.

Es gibt auch eine größere Version, die diesmal allerdings nicht als Plus-Modell daher kommt. Warum? Beim Plus gab es immer eine Unterscheidung zum normalen iPhone. Mehr Akku, mehr Display, höhere Auflösung, bessere Kamera.

Diesmal haben wir nur mehr Display und mehr Akku – deswegen hat Apple sich für die Bezeichnung MAX entschieden. Das große Modell ist also das iPhone Xs Max mit 6,5″ Display, aber in einem Gehäuse das so groß ist wie die vorherigen Plus-Modelle. Coole Sache.

Der neue A12 Bionic Chipsatz mit neuralem Interface sorgt für eine Überraschung. Statt 600 Milliarden Rechenoperationen aus dem A11 Chip (iPhone X) schafft er nun 5 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde.

Das scheint nahe dem Flux-Kompensator gebaut worden zu sein. Hoffentlich fliegt uns das nicht um die Ohren.

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Ansonsten bessere Kamera, bessere Akku-Laufzeit. Ein S-Modell eben.

Das dritte iPhone im Bunde ist das Low-Budget Phone und hört auf den Namen iPhone Xr. Wie ebenfalls vorhergesagt siedelt es sich in der Größe mit 6,1″ zwischen dem iPhone Xs (5,8″) und dem iPhone Xs Max (6,5″). Aber es gibt Abstriche, die den Preisunterschied rechtfertigen:

  • LCD Display statt OLED (Apple gibt dem LCD den Namen Liquid Retina Display)
  • Ein Kamera-System (das aber identisch mit der Weitwinkellinse des Xs-Modells ist, nur die zweite Telelinse fehlt)
  • Rahmen aus Alu statt Stahl
  • „nur“ IP67 Zertifizierung statt IP68 (iPhone Xs und Xs Max)

Aber:

  • Gleicher A12 Bionic Chip intus und nicht den A10 vom iPhone 7 wie vorhergesagt
  • Gleiche True Depth Camera für FaceID und Fotos wie das iPhone X
  • Bessere Batterielaufzeit als das iPhone 8 Plus
  • Günstiger (!) als das iPhone 8 Plus

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Und da sind wir auch direkt bei den Preisen. Als letzte Woche durchsickerte, dass die Preise eventuell günstiger sind, als letztes Jahr, wollte das niemand glauben. Letzten Endes sind die Preise aber stabil geblieben, nur dass man nun mit dem iPhone Xr günstiger an ein Top-iPhone kommt, als letztes Jahr.

Das iPhone Xs startet mit 999 Dollar (hierzulande mit 1.149 Euro, wie letztes Jahr).

Das Xs Max fängt bei 1.099 Dollar an (in Deutschland für 1.249 Euro)

Das iPhone Xr geht mit 749 Dollar los (das macht bei uns 849 Euro).

Die Speichergrößen beim r-Modell liegen wahlweise bei 64 GB, 128 GB und 256 GB.

Bei den s-Modellen gibt es einen Sprung nach vorn. 64 GB als kleinste Größe. Die mittlere Größe beträgt 256 GB (wie im letzten Jahr). Power-User und Speicherplatzfetischisten werden jetzt jedoch sogar mit 512 GB bedient.

Die bisherigen iPhones, beginnend mit dem 7er Modell, werden alle im Preis reduziert. Alle Preise und Specs gibt es bereits auf apple.de

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Armer Steve Jobs: Die Stiftfrage wird ihm wieder nachgetragen

Was war es für ein Aufschrei und welche Belustigung gab es aus dem Konkurrenzlager, als Apple das erste iPad Pro veröffentlichte und dazu den Apple Pencil rausbrachte.

Grund des vermeintlichen Gespött war eine aus dem Kontext gerissene Aussage von Steve Jobs bei der Präsentation des allerersten iPhones.

Seine legendäre Frage lautete 2007: „Who needs a pencil?“ – Wer braucht einen Stift?

In diesem Zusammenhang muss man sich vor Augen führen, welche Smartphone-Situation 2007 herrschte. Es gab Geräte mit Tastatur und/oder einem resistiven Touchscreen, vornehmlich mit dem Microsoft Betriebssystem Windows CE / Windows Mobile befüllt, das nicht anders reagierte, als die Desktop-Variante: Doppelklick, um eine App zu öffnen. Niedrige Auflösungen, kleine Bildschirme und lupenkleine Icons sorgten dafür, dass an ein Fingertipp seinerzeit nicht zu denken war. Dazu behalfen sich die Hersteller solcher Smartphones und der vorausgehenden Generation sämtlicher PDAs (wie Palm-Geräte oder CASIOs digitale Assistenten) der Stifteingabe.

2007 war die Bedienung eines Smartphones oder PDAs mit Stift üblich, wenn auch umständlich.

Und genau in diesem Kontext ist die Frage Steve Jobs‘ zu sehen: Wer braucht einen Stift, wenn man ein Gerät auch ohne bedienen kann?

Das erste iPhone mit kapazitiver Berührungserkennung war in der Hinsicht revolutionär, denn es ließ sich ohne Stift bedienen, intuitiv mit einem Fingertipp, statt einen Mausklick nachzuahmen.

Ich höre heute noch die Apple-Jünger, die über Samsung spotteten, als Samsung das erste Galaxy Note rausbrachte. Was soll denn der Stift?

Anders herum lachten die Android Fanboys, als Apple den Pencil vorstellte.

Doch bei beiden geht es um unterschiedliche Eingabekonzepte, das hat mit der reinen Bedienung und Usability wie sie seiner zeit bei Palm & Co. gegeben war nichts zu tun.

Im Gegenteil, der Stift als Add-on zu einem kapazitiven Multitouch-Display ermöglicht uns heute weitaus mehr Möglichkeiten, als ein stumpfer Doppelklick.

Druckstufen, Gesten, echtes Schreibgefühl. Papierloser Umgang in vielen Bereichen.

Seit es moderne Displays mit Stifteingaben gibt, probiere ich sie aus. Samsungs Note-Reihe, Microsofts Surface und Apple Pencil. Ich habe auch mit Bluetooth-Varianten gearbeitet, die jedoch keine wirkliche Option waren.

Ein aktuelles gutes Schreibgefühl bieten die drei Großen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Galaxy Note Pro 12.2 und dem Surface Pro 3 habe ich Samsung immer noch den Vorzug gegeben – das Nachziehen, der Versatz oder die Latenz beim Ziehen einer Linie war dort am natürlichsten, bzw am geringsten vorhanden.

Ich bin 2016 auf das iPad Pro umgestiegen, nachdem ich mich in einem Apple Store von dem guten Schreibgefühl des Pencils überzeugt hatte. Zwischendurch machte ich Ausflüge ins Microsoft-Lager (neue Stylus-Generation mit dem Surface Book 2) und zu Samsung (Galaxy Note 8 und Galaxy Tab S3) und muss hier ganz klar bekennen: Apple hat die Nase vorn.

Natürlich ist es auch eine Frage der Software, die man benutzt, aber mit dem Apple Pencil und der App Noteshelf 2 fahre ich bisher am besten.

Und nochmal, hier geht es nicht darum, ein Gerät zu bedienen, sondern ein Gerät zu dem zu machen, das man im täglichen Doing benötigt – sowohl im Hauptberuf, als auch als Schriftsteller mache ich jede Menge Notizen. Nicht immer ist eine Tastatur zur Hand, nicht immer ist Platz genug für eine Tastatur, das Tippgeräusch stört vielleicht, man hat keine vernünftige Auflage oder man muss seine Notizen mit skizzierten Anmerkungen versehen.

Ein Block ist zum Mitschneiden von Gesprächsnotizen oft die bessere Wahl – auch den habe ich in diversen Formen ausprobiert. Seien es digitale Scanstifte wie der Livescribe Smartpen, die scanbare Versionen von Moleskine-Notizbüchern oder zuletzt Wacoms Bamboo.

Sie alle hatten gemein, dass man schlussendlich Papier verwendet und seine Notizen entweder von Hand digitalisieren musste oder die digitalen Notizen noch anderweitig zuordnen musste – und am Ende hat man das Papier mit den Notizen noch entsorgt, Unmengen Tinte verbraucht und da die meisten Lösungen mit Kugelschreiber-Minen arbeiten, noch ein unleserliches Schriftbild ob der eigenen Sauklaue hinterlassen.

Warum also nicht bei einem schönen Schriftbild, direkt auf dem Bildschirm schreiben. Direkt digital. Kein Papier. Keine Tinte. Keinen Müll. Direkt Teilen ohne Aufwand, anschließend bearbeiten, ergänzen, was auch immer.

Samsung hat es vorgemacht, andere sind nachgezogen. Warum auch nicht, denn für viele ist ein Stift eine sinnvolle Ergänzung. Und wer es nicht braucht, muss es nicht kaufen.

Dass Apple sich auch eine Stifteingabe für iPhones patentieren lassen hat oder (man korrigiere mich) bei der Zulassungsbehörde eingereicht hat, ist bereits seit letztem Jahr bekannt.

Angestachelt durch Leaks und die Gerüchteküche kommt jetzt wieder die Vermutung auf, dass einige der im September erscheinenden iPhones eine Stift-Unterstützung bieten und plötzlich ist der Spott und die Häme wieder da:

Who needs a stylus?

GIGA spricht in seiner Headline der GIGA-Tech-News sogar davon, dass Apple Steve Jobs verraten hätte.

Leute, geht es noch? Ihr wollt Techblogger sein, Journalisten? Dann reißt solche dummen Kommentare nicht aus dem Zusammenhang.

Natürlich kann auch ein iPhone eine Stiftunterstützung anbieten. Wenn ich Goodnotes oder Noteshelf nutze, synchronisiere ich meine Notizen über die Apps hinweg. Will ich wissen, was ich gestern auf dem iPad notiert habe, öffne ich die Notiz-App auf dem iPhone – will ich hier in meinem handschriftlichen Gekritzel schnell eine Anmerkung machen, habe aber nur das Telefon und kein Tablet zur Hand, warum sollte ich das nicht auf dem Telefon mit einem Stift machen können?

Der Stift schränkt die Usability des UI nicht ein, sondern unterstützt an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Steve Jobs‘ Worte von 2007 anders auszulegen und sie ihm zu Spottzwecken im Mund umzudrehen, ist alles andere als seriös, gerade für Techmagazine.

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