Archiv der Kategorie: Computer und Internet

Armer Steve Jobs: Die Stiftfrage wird ihm wieder nachgetragen

Was war es für ein Aufschrei und welche Belustigung gab es aus dem Konkurrenzlager, als Apple das erste iPad Pro veröffentlichte und dazu den Apple Pencil rausbrachte.

Grund des vermeintlichen Gespött war eine aus dem Kontext gerissene Aussage von Steve Jobs bei der Präsentation des allerersten iPhones.

Seine legendäre Frage lautete 2007: „Who needs a pencil?“ – Wer braucht einen Stift?

In diesem Zusammenhang muss man sich vor Augen führen, welche Smartphone-Situation 2007 herrschte. Es gab Geräte mit Tastatur und/oder einem resistiven Touchscreen, vornehmlich mit dem Microsoft Betriebssystem Windows CE / Windows Mobile befüllt, das nicht anders reagierte, als die Desktop-Variante: Doppelklick, um eine App zu öffnen. Niedrige Auflösungen, kleine Bildschirme und lupenkleine Icons sorgten dafür, dass an ein Fingertipp seinerzeit nicht zu denken war. Dazu behalfen sich die Hersteller solcher Smartphones und der vorausgehenden Generation sämtlicher PDAs (wie Palm-Geräte oder CASIOs digitale Assistenten) der Stifteingabe.

2007 war die Bedienung eines Smartphones oder PDAs mit Stift üblich, wenn auch umständlich.

Und genau in diesem Kontext ist die Frage Steve Jobs‘ zu sehen: Wer braucht einen Stift, wenn man ein Gerät auch ohne bedienen kann?

Das erste iPhone mit kapazitiver Berührungserkennung war in der Hinsicht revolutionär, denn es ließ sich ohne Stift bedienen, intuitiv mit einem Fingertipp, statt einen Mausklick nachzuahmen.

Ich höre heute noch die Apple-Jünger, die über Samsung spotteten, als Samsung das erste Galaxy Note rausbrachte. Was soll denn der Stift?

Anders herum lachten die Android Fanboys, als Apple den Pencil vorstellte.

Doch bei beiden geht es um unterschiedliche Eingabekonzepte, das hat mit der reinen Bedienung und Usability wie sie seiner zeit bei Palm & Co. gegeben war nichts zu tun.

Im Gegenteil, der Stift als Add-on zu einem kapazitiven Multitouch-Display ermöglicht uns heute weitaus mehr Möglichkeiten, als ein stumpfer Doppelklick.

Druckstufen, Gesten, echtes Schreibgefühl. Papierloser Umgang in vielen Bereichen.

Seit es moderne Displays mit Stifteingaben gibt, probiere ich sie aus. Samsungs Note-Reihe, Microsofts Surface und Apple Pencil. Ich habe auch mit Bluetooth-Varianten gearbeitet, die jedoch keine wirkliche Option waren.

Ein aktuelles gutes Schreibgefühl bieten die drei Großen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Galaxy Note Pro 12.2 und dem Surface Pro 3 habe ich Samsung immer noch den Vorzug gegeben – das Nachziehen, der Versatz oder die Latenz beim Ziehen einer Linie war dort am natürlichsten, bzw am geringsten vorhanden.

Ich bin 2016 auf das iPad Pro umgestiegen, nachdem ich mich in einem Apple Store von dem guten Schreibgefühl des Pencils überzeugt hatte. Zwischendurch machte ich Ausflüge ins Microsoft-Lager (neue Stylus-Generation mit dem Surface Book 2) und zu Samsung (Galaxy Note 8 und Galaxy Tab S3) und muss hier ganz klar bekennen: Apple hat die Nase vorn.

Natürlich ist es auch eine Frage der Software, die man benutzt, aber mit dem Apple Pencil und der App Noteshelf 2 fahre ich bisher am besten.

Und nochmal, hier geht es nicht darum, ein Gerät zu bedienen, sondern ein Gerät zu dem zu machen, das man im täglichen Doing benötigt – sowohl im Hauptberuf, als auch als Schriftsteller mache ich jede Menge Notizen. Nicht immer ist eine Tastatur zur Hand, nicht immer ist Platz genug für eine Tastatur, das Tippgeräusch stört vielleicht, man hat keine vernünftige Auflage oder man muss seine Notizen mit skizzierten Anmerkungen versehen.

Ein Block ist zum Mitschneiden von Gesprächsnotizen oft die bessere Wahl – auch den habe ich in diversen Formen ausprobiert. Seien es digitale Scanstifte wie der Livescribe Smartpen, die scanbare Versionen von Moleskine-Notizbüchern oder zuletzt Wacoms Bamboo.

Sie alle hatten gemein, dass man schlussendlich Papier verwendet und seine Notizen entweder von Hand digitalisieren musste oder die digitalen Notizen noch anderweitig zuordnen musste – und am Ende hat man das Papier mit den Notizen noch entsorgt, Unmengen Tinte verbraucht und da die meisten Lösungen mit Kugelschreiber-Minen arbeiten, noch ein unleserliches Schriftbild ob der eigenen Sauklaue hinterlassen.

Warum also nicht bei einem schönen Schriftbild, direkt auf dem Bildschirm schreiben. Direkt digital. Kein Papier. Keine Tinte. Keinen Müll. Direkt Teilen ohne Aufwand, anschließend bearbeiten, ergänzen, was auch immer.

Samsung hat es vorgemacht, andere sind nachgezogen. Warum auch nicht, denn für viele ist ein Stift eine sinnvolle Ergänzung. Und wer es nicht braucht, muss es nicht kaufen.

Dass Apple sich auch eine Stifteingabe für iPhones patentieren lassen hat oder (man korrigiere mich) bei der Zulassungsbehörde eingereicht hat, ist bereits seit letztem Jahr bekannt.

Angestachelt durch Leaks und die Gerüchteküche kommt jetzt wieder die Vermutung auf, dass einige der im September erscheinenden iPhones eine Stift-Unterstützung bieten und plötzlich ist der Spott und die Häme wieder da:

Who needs a stylus?

GIGA spricht in seiner Headline der GIGA-Tech-News sogar davon, dass Apple Steve Jobs verraten hätte.

Leute, geht es noch? Ihr wollt Techblogger sein, Journalisten? Dann reißt solche dummen Kommentare nicht aus dem Zusammenhang.

Natürlich kann auch ein iPhone eine Stiftunterstützung anbieten. Wenn ich Goodnotes oder Noteshelf nutze, synchronisiere ich meine Notizen über die Apps hinweg. Will ich wissen, was ich gestern auf dem iPad notiert habe, öffne ich die Notiz-App auf dem iPhone – will ich hier in meinem handschriftlichen Gekritzel schnell eine Anmerkung machen, habe aber nur das Telefon und kein Tablet zur Hand, warum sollte ich das nicht auf dem Telefon mit einem Stift machen können?

Der Stift schränkt die Usability des UI nicht ein, sondern unterstützt an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Steve Jobs‘ Worte von 2007 anders auszulegen und sie ihm zu Spottzwecken im Mund umzudrehen, ist alles andere als seriös, gerade für Techmagazine.

Schämt euch!

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Warum bin ich noch PRIME-Kunde?

Die Frage stelle ich mir immer wieder. Zweimal dieses Jahr bereits das Fiasko wegen des Zahlungsmittels gehabt und immer öfter gerade auch bei hochwertigen Produkten im Technikbereich auf andere Händler ausgewichen.

Saturn, Apple, Oculus und Teufel haben sich gefreut.

Aber es gibt immer wieder Dinge, die ich dann aus Bequemlichkeit bei Amazon ordere – und aus Kostengründen. Und wenn es nur ein Deo ist, das Amazon für 1,19 Euro verkauft, das in Läden wie DM, Rossmann oder einem Discounter für 1,55 Euro oder mehr zu haben ist.

Ja, Prime ist ja nicht nur die Geschichte mit dem Versand, werden jetzt viele sagen, aber ganz ehrlich, ich nutze weder Amazon Music Unlimited, noch leihe ich mir kostenlos Ebooks aus und das Prime Video Angebot ist für mich recht überschaubar. Ich gucke da entweder eher bei Netflix Serien oder habe Filme, die mich wirklich interessieren längst bei iTunes in 4K gekauft – zum Preis eines FHD-Films.

Sicherlich hat hin und wieder auch Amazon was im Sortiment, das mein Interesse weckt. Die drei verrückten Briten mit The Grand Tour oder Fernsehserien wie aktuell SIX, aber Amazon Video wird bei mir relativ selten im Vergleich zu Netflix und iTunes angesteuert.

Zumal Amazon oft genug auch ein echtes Qualitätsproblem hatte. Streams begannen sofort ohne Daten zu puffern. So wurde aus einem HD-Film oft ein bis zwei Minuten lang ein „Less-Than-SD-Film“ mit verpixeltem Bild. Oder grauenhafte Artefakte zeichneten sich in dunklen Szenen bei Game of Thrones, The Blacklist und Underworld ab – ein Grund, warum ich aufgehört habe, bei Amazon Video Filme oder Serien zu kaufen, auch wenn sie manchmal erheblich günstiger sind, als bei iTunes von Apple.

Nun, vergessen wir all die Nebenprodukte und konzentrieren uns auf das ursprüngliche Prime. Ich bin PRIME-Kunde geworden, um Produkte unter 20 Euro ohne Versandkosten zu bekommen und diese innerhalb von einem Tag.

„Gratis same Day“ ist oft ein Mythos, obwohl ich ein Amazon-Lager direkt vor der Haustür habe. Zwei sogar, eines in Werne und eines in Dortmund. Amazon schafft es oft ja nicht mal, Prime-Lieferungen fristgerecht am nächsten Tag auszuliefern.

Schlimm wird es jedoch bei dem auch immer öfter eintretenden Szenario:

Ware ist als PRIME gekennzeichnet.
Ware ist als AUF LAGER gekennzeichnet.

Ich bestelle heute um 20:30 Uhr. Da Same-Day nicht angeboten wird und ich einsehe, dass eine Lieferung für morgen utopisch ist, sollte man aber meinen, als Prime-Kunde bekomme ich meine Ware spätestens übermorgen geliefert.

Nein. Das Lieferdatum ist der 14.08. – sage und schreibe eine ganze Woche nach Bestelldatum.

So macht Prime nicht mal ansatzweise Spaß.

Welcome back, Instapaper!

Noch Ende Juni verabschiedete ich mich von Instapaper, weil ich nach über einem Monat Inaktivität keine Hoffnung mehr hatte, dass der Dienst nochmals für den Europäischen Markt aufgenommen wird.

Die App selbst und den Bookmark in meiner Chrome-Lesezeichenleiste habe ich nie entfernt, denn Totgesagte leben länger.

Instapaper hat heute den EU-Dienst wieder aufgenommen. Damit gibt’s wieder ein fröhliches Clippen und Speichern von Internettexten. Wunderbar.

 

Ausgepixelt? Erfahrungsbericht 8 Monate Google Pixel

Das erste Google Pixel hatte ich 6 Monate im Einsatz und war von der Performance und der Kameraleistung bis zum Ende sehr zufrieden.

Das Gerät hatte seine Einsatzzeit für mich damals jedoch rum und war mir generell zu klein, sodass ich es nach sechs Monaten verkaufte.

Klar war für mich, dass ich bei einem Pixel 2 die größere Version wählen würde.

Das Pixel war jedoch nicht das einzige Pixel-Gerät in meinem damaligen Besitz. Seit Dezember 2017 besitze ich das Pixel C getaufte 10,5″ Android-Tablet von Google.

Ja, das sind bereits 2 Jahre und 7 Monate. Ungewöhnlich für mich, ich weiß.

Aber was zeichnet reines Android denn so aus? Es heißt immer: Die Performance. Das System rennt so, wie es laufen soll. Butterweich und flüssig.

Nach 2 Jahren und 7 Monaten kann ich das vom Google Pixel C allerdings nicht behaupten. Ich schätze mal so nach über einem Jahr fingen die Probleme so langsam an.

Performance-Einbußen beim Aufwecken aus dem Standby. Je länger der Tiefschlaf (und ein Standby sollte ja eigentlich nur ein Ruhen und kein Schlafen sein) dauert, desto länger braucht das Pixel C, um wieder daraus zu erwachen und fit zu sein.

In der Zeit, in der sich das System langsam aber sicher, mitunter bis zu fünf Minuten lang, stabilisiert, reagiert der Touch-Screen kaum auf Anfragen und vehement gedrückte Apps stürzen einfach ab.

Android fragt erstmal alle Nachrichten der Apps ab – und leider ist OS-Intelligenz nur was fürs Marketing und für das Blatt Papier. Intelligente Systeme würden erkennen, dass ich die App-Benachrichtigungen bereits auf einem Zweit- oder Drittgerät abgerufen habe und erneute Benachrichtigungen gar nicht erforderlich sind.

Erst auch die letzte App ihren Abruf getätigt, kann man halbwegs anfangen, mit dem Tablet zu arbeiten.

Der Standby-Akku leistet hierbei immer noch fabelhafte Dienste. Man kann das Gerät gut und gerne 8 Tage bei aktiviertem WLAN, NFC und Bluetooth herumliegen lassen, ehe die Batterie schwächelt.

Schauen wir uns nun den jüngeren Bruder an. Seit 8 Monaten besitze ich das Google Pixel 2 XL – gefertigt von LG im Auftrag von Google.

Designmängel? Ja, zwei. Der Blaustich des Displays ist bekannt, hat mich aber nie gestört. Die doch recht großen Ränder oben und unten sind zwar besser gelöst, als HTC es beim kleineren Bruder, dem Google Pixel 2 hinbekommen hat, aber da ist noch viel Luft nach oben. Irgendwo pendelt das Pixel 2 XL zwischen dem LG G6 und dem V30 – designtechnisch hat hier Samsung ganz klar die Nase vorn gehabt und mit dem S8 einen optischen Wow-Effekt geschaffen, den LG ein halbes Jahr später nicht hat aufholen können.

Ansonsten ist das Pixel 2 XL in den Anfangstagen genau so wie es sein soll. Leistungsstark mit purem Android und ohne Schnörkel. Dazu eine richtig geile Kamera, rasche Updates, unbegrenzter Fotospeicherplatz für 3 Jahre – was will man mehr?

8 Monate später merke ich dann aber, dass die Vorteile, die gerne in der Technikszene genannt werden, so gar nicht mehr vorhanden sind. Okay, die Kamera ist immer noch gut, zumindest beim Foto-Schießen – doch was hilft es, wenn sie mehr als 5 Sekunden braucht, bis sie startklar ist? Eine Schnappschuss-Situation ist dann längst vorbei, rechnet man noch die Zeit drauf, die man braucht, zu realisieren, dass man jetzt ein Foto machen will, den Implus, das Handy zu zücken und schussbereit zu machen und dann wirklich den Auslöser drückt.

Und auch hier scheint sich das gleiche Problem zu zeigen, wie beim Pixel C: Andauernder Standby verlangsamt das gesamte System. Dabei lasse ich das Pixel 2 XL nie so lange aus, wie beispielsweise das Tablet. Eigentlich schaue ich immer täglich drauf, auch wenn ich es aktuell nicht. als Daily Driver nutze, sondern dem OnePlus 6 den Vorzug gebe.

Der Fingerabdrucksensor des Pixel 2 XL war nie der Schnellste. Im direkten Vergleich mit Huawei-Geräten oder auch dem OnePlus 5T und dem 6er hinkt er jedoch mächtig hinterher. Mehr als eine Sekunde benötigt der Sensor, um das Display zu entsperren.

Und dann kann das Kunststück passieren, dass Apps einfach nicht reagieren und selbst das Wischen über den Bildschirm nichts bringt. Hat man das Gerät eine Weile wieder benutzt, scheint sich die Lage wieder zu normalisieren und man kann wieder normal damit arbeiten.

Schön ist das nicht. Und ja, ich habe das auch beim iPhone 6 Plus nach 8 Monaten gehabt, jedoch nie so stark. Dort waren es mal Einzefälle, dass die Kamerabewegung nicht nachkam oder man direkt nach dem Aufwecken eine App nicht sofort reagierte und sich selbst beendete.

Ist es wirklich der Fluch von Android, dass auch in der Version 8 des Betriebssystems die Geräte nach Monaten langsam werden?

Das OnePlus 5T mit einem angepassten Android, dem Oxygen OS war nach 6 Monaten noch immer so schnell wie am ersten Tag. Hier konnte ich keine Performance-Einbußen feststellen. Fingerabdrucksensor doppelt so schnell wie beim Pixel 2 XL und die Gesichtserkennung war einfach nur rasant. Wischen, Kamera, alles reagierte auch nach einem halben Jahr noch flüssig.

Beide Geräte besitzen den gleichen Prozessor, allerdings besitzt das OnePlus 5T 6 GB RAM gegenüber den 4 GB aus dem Pixel 2 XL. Ob das ein entscheidender Punkt ist? Immerhin fing das Galaxy Note 8 mit seinen 6 GB RAM nach ebenfalls 8 Monaten Einsatzzeit nicht an zu ruckeln und stottern. Das S8 dagegen hatte bereits nach vier Monaten die ersten Stotterer, gerade beim Öffnen der Kamera-App.

Was passiert jetzt? Das Pixel C habe ich so gut wie in Rente geschickt. Es ist voll geladen, aber aus. Wirklich aus. Nicht im Ruhezustand. Für den schnellen Blick in die IMDB auf der Couch oder zum Abrufen von RSS Feeds via Innoreader habe ich ein Huawei Mediapad M3 mit 8″ – optimale Couchgröße, bisher keine Hakler und Ruckler. Alle anderen Sachen mache ich mit dem iPad Pro 12,9″.

Ob ich mich durchringen kann mein Pixel 2 XL gegen ein Pixel 3 XL einzutauschen? Mal ganz ehrlich, den einzigen Vorteil den das Pixel seinerzeit hatte, war die beste Smartphone-Kamera. Inzwischen ist es überholt worden und wenn es im November 2018 wieder nur die beste Kamera hat, wird es danach Geräte geben, die es wieder einholen.

Schauen wir mal, was der iPhone-Markt im September in puncto Kamera hergibt.

Ausprobiert: Skype for Business

Skype hat ja nun schon eine längere Geschichte, bevor es von Microsoft gekauft wurde.

Wenn man jemanden nach Skype fragt, verbindet er es in erster Linie mit dem Begriff „skypen“ und meint damit Videoanrufe.

Skype kann aber noch mehr. Man kann darüber auch nur per Audio chatten, was manchmal als Teamspeak gar nicht so verkehrt ist. Habe ich beim Coop-Spielen via Steam Games verwendet, um mich mit meinem Spielpartner verbal austzutauschen und klappt auch ganz gut.

Skype eignet sich auch zum Chatten. Hat gegenüber derzeitigen Messenger-Programmen den Vorteil, dass man ein Skype-Konto hat und dieses nicht an eine Mobilfunknummer gebunden ist.

Nutzt man mehrere Geräte oder neben dem Telefon auch noch PC und Tablet, dann reicht es, sich mit Benutzernamen einzuloggen und man startet den Chat dort, wo man aufgehört hat.

Allerdings ist der Chat in Skype alles andere als bequem. Ruft man Skype auf, dauert es eine Weile, bis die Inhalte eines Chats geladen werden, gerade Dateien wie Bilder, Audiofiles oder Videos. Offenbar wird hier nicht lokal gespeichert, sondern in der Cloud.

Das Hauptchatfenster ist auch sehr gewöhnungsbedürftig und sieht alles andere als benutzerfreundlich aus. Sicherlich, die letzten Chats werden angezeigt, darunter dann irgendwelche Altlasten mit einem Baidulink, den ich nicht zuordnen kann. Insgesamt wirkt das Fenster unaufgeräumt.

Skype ist jedoch nicht das einzige Kommunikationsprodukt aus dem Hause Microsoft. Für geschäftliche Zwecke gab es früher eine App namens Lync. Bevor wir in der Firma CISCO-WebEx eingeführt haben, sind erste Videokonferenzen, gerade in Fällen, in denen man etwas präsentieren wollte und dafür seinen Bildschirm freigegeben hat, über Lync gelaufen.

Aus Lync wurde dann Skype for Business.

In der Regel „skyped“ heute noch kaum jemand in unserem Unternehmen, allerdings wird Skype für den schnellen Chat genutzt. Seht es so, wenn man in einem Projekt unterwegs ist und sich auf seine Arbeit konzentriert, schaut man nicht jede Nase lang in seine E-Mails. Zumal diese in die Hunderte am Tag gehen.

Einfacher ist es da für eine direkte Kommunikation, mit einem Gesprächspartner, der am selben Projekt arbeitet, in Kontakt zu stehen.

In meinem Fall empfand ich dieses Vorgehen allerdings als wenig zielführend, da Skype hier total unlogisch reagiert.

Möglicherweise sind das auch irgendwelche Einstellungsthemen, die man in der Tiefe angehen muss, aber wenn sich mir sowas nicht sofort intuitiv erschließt, kippe ich die Sache rasch wieder.

Ein Chat ist ein Chat. Ein zweiter ist eben ein zweiter. Obwohl ich mit ein und derselben Person chatte, werden meine Dialoge nicht in einem einzigen Chatfenster angezeigt, sondern es werden quasi mehrere eröffnet. An dieser Stelle sei ein WTF erlaubt, denn so etwas Unordentliches habe ich noch nicht erlebt.

Aber es kommt noch besser. Nutzt man mehrere Geräte, kommen nicht alle Antworten auf allen Geräten an. Beispielsweise ist mir eine halbe Unterhaltung entgangen, die in Skype for Business startete und die ich dann im Browser fortführen wollte. Der neue Text meine Gesprächspartners war zu sehen, der gesamte Chatverlauf jedoch nicht. Schaute ich in die mobile Skype-App stand dort noch wesentlich mehr Text.

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer aktiven Chat-App, die ich geräteunabhängig, wie es sich für einen Messenger gehören sollte, nutzen und zu denen ich meine Freunde rüberziehen, bzw. von der ich sie überzeugen kann. Auch wenn wir den Teufel nicht an die Wand malen wollen, irgendwann wird Werbung in What’s App erscheinen und das wird definitiv der Tag sein, an dem sich die Wege von What’s App und mir trennen.

Microsoft bietet jedoch keine dieser Alternativen, trotz des Konto-Messengers.

Wie heißen die neuen iPhones 2018?

Es rumort kräftig in der Gerüchteküche und eigentlich sind sich alle einig, was uns im September auf der Apple Keynote an neuen Telefonen erwartet. Leaks her, Leaks dort.

Aber eine Sache wissen wir nicht und werden sie wohl erst auf der Keynote selbst erfahren.

Unter die Geräte kann man wohl, ohne ins Detail zu gehen, einen Strich machen.

Ein iPhone X-Nachfolger soll es in zwei Größen geben. Einmal mit einer 5,8″ Diagonale, wie das letztjährige iPhone X. Dann eine größere Variante mit einem riesigen 6,5″ Display. Das schlägt sogar die Note-Reihe von Samsung, was aber nicht weiter schlimm ist, denn hochgerechnet auf den Formfaktor des iPhone X dürfte das größere Modell trotz des gewaltigen Displays nicht größer sein als ein bisheriges-Plusmodell der Reihen 6, 7 und 8.

Drittes Handset im Bunde soll die Einsteiger-Variante sein. Zwar in Form ähnlich wie die anderen beiden und sogar mit einem 5,1″ Display größer als das ursprüngliche iPhone X, soll das Einsteiger-Modell jedoch abgespeckt sein. LCD statt OLED-Technologie im Display, ob der Prozessor schwächer ist, ob man auf FaceID verzichtet (wobei fraglich ist, wie dann entsperrt werden soll, wenn kein Home-Button eingebaut ist), ob die Kamera geringer auflöst, all das wird noch zu gegebener Zeit rauskommen. Ebenso, ob es noch ein viertes Handset als iPhone SE-Nachfolger geben wird.

Aber wie werden denn nun diese Geräte heißen?

Vieles spricht für ein iPhone 9, ein iPhone X 2 und ein iPhone X 2 Plus oder gar ein iPhone 11.

Von Konsequenz kann man bei Apple ja kaum sprechen, denn eine fortlaufende Nummerierung wurde schon früh unterbrochen. Oder erinnert sich jemand an ein iPhone 2? Oder ein iPad 4? Oder an ein iPhone 9? Nein, hier gab es, sicherlich aus Jubiläumsgründen, gleich das Modell 10.

Zehn ist eine magische Zahl in Produktlinien. Was darüber liegt, wirkt kritisch. Man kann einem Browser die Nummer 65 in der Update-Reihenfolge geben, klar. Aber niemand redet darüber, welche Version von Chrome man gerade nutzt.

Niemand möchte aber sagen, er arbeitet mit einem iPhone 17. Oder 23. Oder 47.

Bei zehn ist magisch Schluss. Im Normalfall. Sicherlich auch ein Grund, warum sowohl Apple als auch Microsoft bei ihren Betriebssystemen mit der Ziffer 10 Schluss gemacht haben … so ganz plausibel ist dann ein iOS 11 natürlich nicht.

Was wäre denn aus Apples Sicht konsequent und „charming“ fürs Marketing. Das iPhone X 2 (iPhone Ten Two)? Das iPhone XI (Eleven). Das iPhone 11. Und 11 Plus?

Oder besinnt man sich auf die Reihe des größeren Bruders und geht gänzlich andere Wege?

Das iPad 3 existierte nur kurz im Pressejargon. Apple stellte es als „das neue iPad“ vor. Danach fiel die Nummerierung erst einmal aus. Wir bekamen als Nachfolger wieder ein iPad (der vierten Generation). Danach das iPad Air. Erst bei dessen Nachfolger gab es wieder eine Nummer, doch danach war schon wieder Schluss.

Wir haben aktuell drei Produkte im iPad-Bereich (das Mini nicht mitgerechnet, das wurde schon seit geraumer Zeit nicht mehr aktualisiert).

Das iPad (die normale Consumer-Variante).

Das iPad Pro – 10,5 und 12,3.

Ich sehe Tim Cook auf der Bühne, höre ihn sagen: That is the new iPhone.

Und damit meint er das LCD-6,1″ Modell für den nicht ganz so großen Geldbeutel.

Nachdem die Specs durch sind, geht der Schwenk rüber zu den teureren Modellen, den Nachfolgern des X.

Und hier haben wir iPhone Pro und Pro Plus.

Oder sie belassen es wie beim iPad und definieren den Unterschied nur anhand der Displaygröße?

iPhone Pro. Wählen Sie Ihr Modell: 5,8″   6,5″

Wir werden sehen.

Good-bye Instapaper

Ich nutze Evernote Premium seit 8 Jahren und man sollte meinen, dass man gut all seine Notizen an einem Ort halten kann. Natürlich bietet Evernote auch die Möglichkeit, Webseiten zu clippen und zu speichern. Das klappt im Browser mit entsprechendem Add-on ganz gut, ist man jedoch unterwegs, wird es wieder kniffelig.

Man teilt, wartet bis die Seite analysiert ist, der automatische Notiztitel vergeben wurde, man das Notizbuch auswählt, entsprechende Tags hinterlegt und am Ende kann es passieren, dass Platzhalter im Artikel platziert werden, wo vorher eventuell eine Werbeeinblendung zu sehen war.

Außerdem möchte ich meine über 4.600 Notizen nicht noch um Webseiten-Artikel ergänzen, die ich entweder tatsächlich „später lesen“ möchte oder mit denen ich eine zweite Wissensdatenbank aufbaue, um nachschlagen zu können.

Vortrefflich war da der Dienst Read it later, der sich später in Pocket umbenannte. Pocket speichert Artikel in einer lesefreundliche Ansicht und innerhalb der App hat man die Möglichkeit beispielsweise die Textgröße anzupassen.

download

Was Pocket nicht bietet ist Übersichtlichkeit. Alle gespeicherten Artikel werden in eine Übersicht importiert, die man nur durch Tags strukturieren kann. Eine Ordnerstruktur fehlt hier völlig.

Diese hingegen bietet der sehr ähnliche Dienst Instapaper. Nachdem Instapaper endlich nach Deutschland kam (nach der Übernahme von Pinterest) und die App kostenlos verfügbar wurde, war ich hellauf begeistert. Übersicht wo nur geht, Ordnerstruktur, Tagging, extrem gute Usability und die Möglichkeit, gespeicherte Artikel auf auf dem Kindle zu lesen.

Hervorragend! Ich transferierte meine wichtigsten Artikel von Pocket zu Instapaper. Nach zwei parallel laufenden Monaten, deinstallierte ich Pocket auf all meinen Geräten und nutzte ausschließlich Instapaper.

Nun hat die Frist für die EU-Datenschutzverordnung dem Lesevergnügen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Instapaper war nicht in der Lage, seinen Service den Richtlinien anzupassen und stellte den Betrieb für Europa einfach ein.

Die bisher gespeicherten Artikel sind in den Apps noch verfügbar, aber es ist nicht möglich, neue Artikel hinzuzufügen.

Das ist natürlich unangenehm, wenn man es mal freundlich ausdrücken will. In der Hoffnung, dass Instapaper es dennoch schafft, den EU-Betrieb wieder aufzunehmen, wartete ich noch geduldig zwei Wochen ab. Zumindest ist der Dienst über die Webseite, die zuvor nur mit einem Hinweis glänzte, dass man den Dienst in der EU derzeit nicht nutzen könne, wieder erreichbar, um wenigstens gespeicherte Artikel abzurufen.

Ich darf nun, wie viele andere auch, das Rad nun zurückdrehen und mich wieder Pocket zuwenden.

Pocket bietet noch einen Premium Dienst an, der aber sein Geld nicht wert ist. Die Features, die dort angeboten werden beschränken sich auf das Speichern von Artikeln, auch wenn diese offline genommen werden – sicherlich kann dies passieren, doch Premium Content stays.

 

 

 

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