Archiv der Kategorie: Filme

Youtube Premium in Deutschland gestartet – und Apple kassiert saftig mit

Lange Zeit ist es ruhig geworden, um die Veröffentlichung von Youtube Red in Deutschland, doch heute aus dem heiteren Nichts ist es plötzlich soweit.

Youtube Premium wurde nicht nur vorgestellt, sondern ist ab sofort auch für jeden, der dafür zu zahlen bereit ist, verfügbar.

Welche Vorteile bietet Youtube Premium?

Zunächst muss dazu einmal erwähnt werden, dass der bisherige Streaming Dienst Google Play Music zu Youtube Music transformiert wurde. Dieser kostet die obligatorischen 9,99 Euro pro Monat für werbefreies Musikstreaming, offline-Hören, eigene Musik synchronisieren usw. usw. wie wir es von Spotify, Apple Music, Deezer & Co. kennen. Hier gibt es also nur eine Namensänderung – wobei Play Music nicht so kostenfrei wie Spotify nutzbar war.

Youtube Premium ist ein Add-on, kostet etwas mehr als Youtube Music und bietet werbefreie Youtube Videos an, ermöglicht Downloads (vermutlich nur in der App, nicht als single MPEG-File) und ermöglicht den Zugang zu Youtube Originals.

Werbefrei Youtube Videos gucken ist für einige schon was wert. Einen Vlog von Felix von der Laden ohne dreimalige Unterbrechung zu schauen, ja könnte man sich was kosten lassen.

Die Sache hat allerdings einen kleinen Haken – nämlich den, wo man den Service bestellt.

Youtube ist eigentlich eine Google-Konten-Geschichte. Ja, es gibt da draußen Leute, die die Webseite von Youtube oder die App aufrufen und einfach Videos konsumieren. Ohne Playlists, ohne Abos, ohne Kommentarmöglichkeit. Wer die letzteren Sachen nutzen will, muss sich mit einem Google-Konto bei Youtube anmelden.

Und darüber läuft auch das Abo.

Youtube Premium kostet analog zum Dollarpreis EUR 11,99 Euro pro Monat – man kann den Service 3 Monate lang kostenlos testen und zahlt erst nach Ablauf der Testphase.

11,99 Euro wenn man Youtube über den Browser bucht oder über die Android App.

Dumm gelaufen für iOS-Nutzer. Ruft man in der iOS Youtube-App den Premium-Dienst auf, stehen dort plötzlich 15,99 Euro pro Monat und die Abrechnung läuft nicht über das Google-Konto, sondern über den iTunes- Store.

iOS-Nutzer haben hier das Nachsehen und tappen schnell in Kosten, wenn sie sich nicht vorher informieren. Natürlich kann der Dienst auch über ein iPad oder ein iPhone über den Browser gebucht werden.

Apple möchte hier mitverdienen und unterbindet ja ohnehin unter iOS den direkten Zahlungsverkehr mit Anbietern. Alles schön und hübsch über den Store, damit man in Cupertino auch ja jeden Cent einsacken kann.

Pfui, Herr Cook!

Also bitte, bitte, bitte tut euch selbst einen Gefallen und bucht NICHT über iOS, sondern regulär übers Web. Sobald ihr euch für die kostenlosen 3 Monate entschieden habt, taucht auch in der iOS-App das PREMIUM-Symbol auf.

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Der erste Schritt ist getan – Willkommen.

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Im Browser klickt man auf den Rubik’s Cube oben und erhält eine Auswahl der verfügbaren Dienste.

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Nach der Buchung von Youtube Premium erscheint auch das Premium-Symbol in der iOS App. No sweat.

 

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Meine MCU-Favoriten

Die Mid-Season von Phase 3 im Marvel Cinermatic Universe steht kurz bevor, wenn nächsten Monat die Avengers ein drittes Mal die Erde unsicher machen. Mid-Season jetzt nicht gerechnet an der Anzahl der Filme, die bereits in Phase 3 gelaufen sind (6) und die da noch kommen werden (4).

Es wird mal Zeit, meine persönliche Lieblingsreihenfolge niederzuschreiben. Sicherlich geht hier kaum jemand mit mir konform, aber gut, jedem nach seiner Fasson.

Prämisse: Wenn ich Superheldenfilme sehe, will ich Superhelden sehen – dazu gehören auch die schicken Kostüme. Und ich will Superheldenhaudraufaction sehen. Das sind zwei Gebote, die einfach dazu gehören.

Black Panther konnte ich bis dato leider nicht sehen, daher ist er noch ohne Wertung und fließt nicht mit in die Liste ein.

Legen wir los (letzter Platz, bis erster Platz:

  • Der unglaubliche Hulk
  • Iron Man
  • Iron Man 3
  • Iron Man 2
  • Captain America: The First Avenger
  • Thor
  • Thor: Ragnarök
  • Guardians of the Galaxy 2
  • Thor: Dark Kingdom
  • Spider-Man: Homecoming
  • Dr. Strange
  • Ant-Man
  • Captain America: The Winter Soldier
  • Guardians of the Galaxy
  • Captain America: Civil War
  • The Avengers
  • Avengers: Age of Ultron

Ich lass das mal kommentarlos stehen.

Apple hat ein Problem: Die Sache mit dem AppleTV und Framerates

Die Jugend von heute klebt mit den Augen ja an einem Bildschirm fest, der zwischen 4,7 und 6″ Größe hat. Da wird alles drauf geschaut, was statisch ist oder bewegt wird – auch Filme. So meine Erfahrung.

In meinem Alter mag ich es eher klassisch und gucke mir bewegte Bilder auf einem großen Bildschirm, vorzugsweise einem Fernseher an.

Sicherlich gibt es zahlreiche Anbieter, bei denen man digitale Medien kaufen kann. Der eine kauft, der andere wartet und konsumiert, bis es regulär im Stream läuft oder im Fernsehen ausgestrahlt wird. Oder man leiht aus. Jeder, wie er mag.

Sony Playstation, Microsoft XBox, Google Movie, Apples iTunes, Amazon Video … sind nur ein paar von den Anbietern, bei denen man digitale Inhalte kaufen kann.

Nachdem a) irgendwann nicht nur das DVD sondern auch das Blu-Ray-Regal überfüllt war und b) ich feststellen musste, dass gekaufte DVDs und Blu-Rays keine Medien für die Ewigkeit sind, da sie schlicht und einfach kaputt gehen und Lesefehler produzieren oder gar nicht mehr abgespielt werden können, bin ich dazu übergegangen, mir Filme und Serien, die ich mag und öfter ansehe, nicht mehr auf einer Silberscheibe zuzulegen, sondern sie als digitalen Inhalt zu kaufen.

Sicherlich will man hier auch alles an einem Ort haben. Zwar hab ich ein paar Filme bei Google in meiner Bibliothek, das liegt aber daran, dass sie entweder kostenlos zu haben waren oder kostenlose Dreingaben beim Kauf eines Google-Gerätes waren.

Meine Hauptbibliothek liegt bei Apple, da Apple für mich bisher die beste Streaming-Erfahrung geboten hat. Einige Filme und Serienstaffeln habe ich auch in meiner Amazon-Bibliothek, doch leider hinkt Amazon in Sachen Stream oft hinterher (30 Sekunden und mehr muss man warten, bis der Stream Fahrt aufgenommen hat) und stellenweise gibt es schlechte Qualität (gerade Artefakte in dunklen Szenen sind mir schon extrem oft bei Amazon untergekommen).

Knapp 200 Filme (wo hätte ich die alle hinstellen sollen) befinden sich in meiner iTunes-Bibliothek, plus Serienstaffeln.

Es gibt einige Möglichkeiten, diese zu konsumieren. Die klassische Variante, auf einem Minidisplay wie dem iPhone oder iPad Inhalte als Daumenkino anzusehen, ist nicht so meins. Auf dem iMac schaue ich nur in Notfällen, wenn der Fernseher belegt ist – 55″ sind eben doch eine andere Hausnummer, als ein 21,5″ Bildschirm.

Auf dem Fernseher könnte man die Inhalte zum Beispiel über einen angeschlossenen Rechner anschauen, was aber Quatsch ist, da ich gerade diesen im Wohnzimmer wegrationalisiert habe. Die zweite Variante wäre ein Stream via AirPlay. Da gibt es Leute, die schwören drauf, ich sage nur: Was soll der Mumpitz hier Bandbreite zum Glühen zu bringen. Man zapft mit einem iOS-Gerät das hauseigene WLAN an, um Inhalte kabellos auf ein iPhone oder iPad zu streamen, das ganze in Full-HD oder gar UHD-Qualität, um es dann vom iOS-Gerät wieder drahtlos an den Fernseher zu werfen. Da hat man dann schon knapp 30 Mbit/sec durchs heimische Netz. Muss nicht sein und verursacht gegebenenfalls Ruckler, Aussetzer oder Artefakte. Ist ja nicht so, als hätte ich es nicht ausprobiert.

Die charmanteste Variante ist, eine Streaming-Box an den Fernseher zu hängen. Im iTunes-Fall natürlich ein AppleTV.

Das funktionierte auch hervorragend und absolut super, solange ich in Full-HD unterwegs war. Einziges Manko: Während man via iTunes Inhalte auch lokal auf einem iOS- oder macOS-Gerät speichern kann, um sie ggf. offline zu genießen, erlaubt das AppleTV keine Speicherung von Inhalten (vom Buffern mal abgesehen). Eine bestehende Internetverbindung ist hier also Voraussetzung (wie bei anderen Streaming-Boxen auch).

Letztes Jahr wagte ich schließlich den Sprung zu UHD. Dafür gab es mehrere Gründe:

  • ein günstiges UHD-Fernseher-Angebot
  • die Playstation Pro mit UHD-skalierten Inhalten
  • die kommende XBox One X mit UHD-skalierten und echten UHD-Inhalten
  • AppleTV 4K
  • Das Apple Versprechen, bereits gekaufte Titel kostenlos in 4K-Inhalte umzuwandeln, sobald sie als solche verfügbar sind und 4K-Inhalte zum gleichen Preis anzubieten, wie FHD-Inhalte (zum Vergleich: Amazon verlangte zu dem Zeitpunkt knapp 30 Euro für einen UHD-Film, der als FHD-Variante zwischen 13,99 – 16,99 Euro kostete!)

Was bei Full-HD bisher kein Problem war, äußert sich jetzt bei UHD umso schlimmer. Michael Müller hat das Problem mit Framrates in einem Blogartikel ausführlich beschrieben, sodass ich das nicht an dieser Stelle wiederhole, sondern einfach verlinke.

Die mittlerweile fehlende Automatik-Einstellung im aktuellen WatchOS sorgt dafür, dass ich keine allgemein gültige Einstellung für 4K-Inhalte finde. Schaue ich mir Riddick von iTunes mit 60fps und 4K an, habe ich nur einen Ruckelfilm, setze ich die Frames auf 50 Hz runter, läuft alles flüssig und butterweich. Wechsle ich danach zu Netflix und schaue mir The Punischer an, habe ich erneut ein Ruckelgewitter bei Kamerafahrten, muss wieder in die Einstellungen wechseln und auf 60 Hz hochjubeln, um ein ruckelfreies Bild zu bekommen.

Mit Einzug von Amazons Prime Video auf dem AppleTV sollte jener eigentlich als Multimedia-Komplettpaket herhalten: iTunes-Filme, Amazon Prime Video und Amazon Video, Netflix und Youtube. Am Ende bin ich dadurch nun jedoch Opfer eines Ruckeltheaters geworden und mache die Einstellungswechselorgie nicht mehr mit.

Ganz gleich, was die Sicherheitsexperten dazu sagen, habe ich nun meinen UHD-Fernseher als Multimedia-Basis eingerichtet und schaue Amazon Video, Netflix und YouTube direkt über die entsprechenden Apps des Smart-TVs.

Im Gegensatz zu meinem vorherigen Fernseher starten die Apps schnell und sind sofort einsatzbereit. Der Stream läuft reibungslos, auch in 4K. Da die AppleTV-Youtube-App inzwischen so unkomfortabel wie auf allen anderen Geräten geworden ist, kann ich auch gleich die App des Fernsehers nutzen, die nun mit der auf WatchOS identisch ist und 4K-Inhalte wiedergibt.

Der AppleTV wird nun nur noch eingeschaltet, wenn ich tatsächlich gekaufte Filme oder Serien von iTunes gucke.

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AppleTV 4K – doch nicht so schön, wie anfangs erwartet.

Was lange währt: Amazon Video auf AppleTV

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Zwei kurze Ergänzungen: Bei dem gestrigen Aufruf der zweiten Staffel von The Grand Tour lief der Stream ab der ersten Sekunde einwandfrei in Full-HD. Keine Ruckler, keine Aussetzer, gestochen scharfes Bild. Ich wollte erst meckern und schreiben, die Behauptung, in UHD zu senden, stimme nach wie vor nicht, aber Amazon löst die UHD-Geschichte anders als Apple oder Netflix. Statt das Material automatisch in UHD anzubieten, liegen verschiedene Versionen vor, die manuell ausgewählt werden müssen. Spielt man also bei Apple oder Netflix Content ab, der in UHD verfügbar ist, wird er automatisch in UHD abgespielt, sofern Endgeräte dies unterstützen. In der Prime Video App hingegen, muss man zunächst ins UHD-Menü und kann von dort aus dann UHD-Inhalte auswählen und abspielen.

+++

 

Zur WWDC im Frühjahr angekündigt und erst zum Nikolaus dann verfügbar. Kann doch nicht so schwer gewesen sein, aber nun ist sie endlich da, die Amazon Video App und macht damit den FireTV obsolet.

Amazon Video App? Nun ja, nicht ganz.

Wie Apple-Nutzer wissen, ist das Unternehmen zwar bereit, Apps aller Art auf seinen geschlossenen Systemen zuzulassen, solange keine in-App-Käufe getätigt werden können oder diese zumindest über den iTunes-Store oder den App-Store laufen.

In der Amazon Video App auf einem iOS-Gerät kann man beispielsweise keine Filme oder Serieninhalte kaufen. Genauso wenig kann man über die Kindle App unter iOS keine direkte Käufe tätigen, diese funktionieren über Umwege durch den Aufruf der Webseiten. Was natürlich totaler Quatsch ist: Rufe ich Safari auf und dort die Amazon-Webseite, kann ich blitzschnell einen Film oder ein Ebook kaufen und habe es ebenso. Dieser Workaround ist einfach nur nervig und nicht zielfördernd.

Auch beim AppleTV bleibt Apple konsequent: Die neue Video App von Amazon lässt keine In-App-Käufe zu. Wer glaubt, man könnte jetzt bequem von der Couch aus schnell am großen 55″-Fernseher mal eben Filmpreise bei Apple und Amazon vergleichen und sich dann mit Klick auf die Fernbedienung für einen Anbieter entscheiden, der hat sich geschnitten.

Die Kaufinhalte werden auf der tvOS-Video App nicht angezeigt. Wohl aber die Käufe, die man bereits getätigt hat und die sich in der persönlichen Videobibliothek befinden.

Um es noch etwas krasser zu machen: Während auf iOS die App noch unter Amazons Namen und Branding läuft, gibt es das Amazon Logo zunächst einmal auf tvOS gar nicht.

Die App heißt offiziell: Prime Video.

Der Name Amazon taucht nur unter ferner liefen in der Beschreibung auf.

Aber es kommt noch schlimmer: Dem Dilettantismus sind keine Grenzen gesetzt. Amazon versteht sich von jeher nicht auf die Technik des Streamens. Das Wort „Buffer“ scheint den Mädels und Jungs im Entwicklerteam in Seattle völlig fremd zu sein.

Wie bereits auf zahlreichen Amazon Video Apps läuft es auch hier bei Prime Video: Trotz eines „Ladekreises“ scheinen hier nicht genug Daten in den Cache zu wandern, um von Anfang an ein klares und bestes Videobild zu bieten.

Wir starten in vollverpixelten SD und wenn man Glück hat, verbessert sich das abgerufene Video nach 30 – 40 Sekunden zu einem HD-Bild. HD, wohlgemerkt. Das sind 720p, noch nicht mal die vollen 1080p.

Leute, ich sage euch, wenn hier jemand in Deutschland Bandbreite hat, dann ich. Bis zu 400 Mbit/sec gehen durch meine Leitung und AppleTV UHD Inhalte werden genauso butterweich und rucklerfrei und gestochen scharf gestreamt wie Netflix-UHD-Inhalte. Youtube ebenso, wenn ich die App meines SmartTVs nutze (FireTV ist abgenabelt, AppleTV bietet leider derzeit keine 4K-Inhalte von Youtube).

Nur Amazon schafft es nicht, von vornherein ein klares Full-HD-Bild zu bieten. Vielleicht sollte Schuster doch bei seinen Leisten bleiben und lieber Bücher verkaufen, so wie man in Seattle gestartet ist? Technisch gesehen ist die Amazon Video App eine totale Katastrophe und macht auch als Prime Video App auf dem AppleTV keine gute Figur.

Hinzu kommt wie bei Youtube, dass 4K-Inhalte erst einmal außen vorgelassen werden. Maximal Full-HD ist am Start. Ich habe meine The Grand Tour Testfolge Nr. 13 übrigens nach 60 Sekunden abgebrochen, als ich immer noch nur 720p-Bild bekam und nicht mal Full-HD zu erahnen war.

Amazon, das ist gewaltige Rotze! Erst der Youtube-Skandal, jetzt dieses absolute Armutszeugnis – von eurer löchernen Logistik will ich jetzt nicht mal sprechen. Hier besteht jedenfalls Handlungsbedarf. Qualität geht ganz anders.

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Prime Video im AppleTV AppStore. Amazon nur im Titel, das Logo lässt das bisherige Amazon Video Logo außen vor.

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Gesellt sich erst einmal schön zu Youtube und Netflix: Prime Video.

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Prime Video. Amazon taucht namentlich irgendwo im Text auf.

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Nein, die schlechte Bildqualität liegt nicht an der Kamera des Pixel 2 XL, sondern an der Prime Video App. Auch nach 30 Sekunden begonnenem Streaming (die 2 Minuten waren bereits im Vorfeld angelaufen, da ich diese Episode gerne zu Testzwecken mit 4K Bildinhalten nutze) läuft die Grand Tour Episode noch in SD.

Fuck you, Amazon!

+++ Update vom 09.12.2017 +++

Kurz zur Richtigstellung: Nicht Amazon hat die Youtube.com-App aus dem Portfolio des FireTV verbannt, sondern Google hat sie zurückgezogen. Quasi als Maßnahme, dass Amazon sich vehement weigert, Google Produkte auf seiner Verkaufsplattform zu vertreiben. Nach wie vor liegt in meinen Augen der Ball bei Amazon. Mit Apple hat man sich ja auch geeinigt und vertreibt deren AppleTV wieder auf Amazon.

++++

 

Lieber Jeff Bezos,

tut mir Leid, dass ich mit solch harten Worten beginnen muss, aber das, was Sie und Ihre Firma da mit den Kunden abziehen, geht absolut nicht in Ordnung.

Dass sich ein Konsument für den Kauf eines FireTV entschieden hat, hat sicherlich mehrere Gründe. Zum Einen natürlich die Möglichkeit, Prime Videos, die in einer eventuellen Prime Mitgliedschaft enthalten sind, an einem großen Fernseher zu sehen – sei es, weil man keinen Smart TV besitzt oder weil man Fernsehern mit Netzwerkzugang nicht über den Weg traut.

Natürlich muss man auch Add ons bieten, dafür existieren zahlreiche Apps, um noch mehr Videokonsum zu generieren. TV-Apps. ZDF- und ARD Mediathek und nicht zuletzt Mehrwerte wie Netflix und Youtube.

Mit letzterem hat sich Amazon angelegt, wie schon zuvor mit Apple. In einem Kindergartentheater weigert man sich, Partnerschaften zum Wohle der Kunden zu bilden und sieht in Firmen wie Google und Apple die Konkurrenz.

Tatsächlich war das AppleTV eine Zeitlang nicht auf Amazon käuflich erhältlich. Amazon wollte natürlich seine eigene Streamingbox, den FireTV verkaufen.

Die Plattformbasis ist aber eine ganz andere. Kunden, die einen AppleTV kaufen, tun das nicht, weil sie eine Streamingbox benötigen, sondern weil sie Content von Apple kaufen. Apple bietet derzeit kein All-inclusive-Streamingangebot. Wer iTunes Inhalte konsumieren will, muss zum Geldbeutel greifen und Filme und Serien entweder käuflich erwerben (oder zumindest die Lizenz zum Gucken) oder eine Leihgebühr für befristetes Schauen entrichten.

Wer AppleTV kauft hat als Prime-Kunde von Amazon keinen Vorteil.

Umgekehrt ebensowenig. Wer iTunes-Inhalte konsumieren will, kann mit einem FireTV nichts anfangen. Damit war dieses Kindergartentheater bloßer Mumpitz.

Inzwischen hat man den Streit beigelegt. AppleTV ist wieder auf Amazon zu kaufen und zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrags ist auch die Prime Video App für den AppleTV erhältlich.

Offenbar brauchte Amazon nun ein neues Feindbild. Die Wahl fiel auf Google. Google bietet ein Streaming-Gerät namens Chromecast. Auf diesem ist, höre und staune, die Amazon Video App nicht verfügbar. Chromecast-Geräte werden nicht über Amazon vertrieben. Wo da Huhn und Ei stecken, weiß ich nicht, jedenfalls kommen sich die beiden da nicht in die Quere. Wer sich Chromecast zulegt, kann es eben nicht bei Amazon kaufen und kann auch keine Amazon-Inhalte abrufen.

So weit, so schlecht.

Nun schlägt das Bezos-Imperium zurück – und zwar in einer Art und Weise, die viele hart trifft: Die Youtube-App fliegt vom FireTV.

Nun muss man dazu sagen, dass die Youtube-App auf dem FireTV nie so einen richtig offiziellen Charakter hatte. Das sieht man schon am App-Icon, das völlig Youtube-untypisch aussieht und eher nach einem Sideload und Workaround aussieht, als wie etwas Offizielles, das tatsächlich von Google bzw. Youtube programmiert wurde.

Entsprechend dürftig ist bzw. war auch die App-Usability und der Komfort.

Nichtsdestotrotz: Die App vom FireTV zu streichen ist ein glatter Schlag ins Gesicht für die Kunden, für die Produzenten und natürlich auch für Google.

Was, wenn Herr Bezos auf die Idee kommt, dass Netflix schädlich für seinen Amazon Video Content ist und er mehr Filme und Serien verkaufen kann, wenn Netflix nicht mehr auf dem FireTV läuft?

Und wenn Apple dann auch die Gefahr sieht, dass Amazon-Content dem eigenen iTunes-Geschäft schadet? Und wenn Microsoft dann reagiert und sagt: XBox-Nutzer sollen Filme und Serien aus dem Microsoft-Store kaufen und kurzerhand Amazon und Netflix und auch Youtube von der XBox wirft und Sony mit der Playstation dann ebenso nachzieht.

Alle, wirklich ALLE diese Firmen sind im Streaming-Geschäft tätig. Filme kaufen bei Amazon, Apple, Microsoft, Sony oder Google. Und Netflix mit einer monatlichen Pauschale.

Soll ich mir zukünfigt einen Chromecast für Youtube und Google Filme an den Fernseher hängen, eine XBox für Microsoft, eine Playstation für Sony, ein AppleTV für iTunes, einen FireTV für Amazon Video und wohlmöglich noch eine Netflix-Streambox, um deren Inhalte zu genießen?

Ach, und dann kommen Samsung und LG um die Ecke und kicken auch noch alle Apps aus ihren Smart TVs, weil sie ihr Streaming-Angebot pushen wollen.

Es reicht, Herr Bezos! Lassen Sie diesen Kinderkram. Sie schaden nicht Ihrem Konkurrenten, sondern vornehmlich Ihren Kunden! Aufwachen. Nachdenken!

Apple: Wann bekommt ihr iCloud-Sync in den Griff?

Gestern war es wieder so weit: Ein Problem, mit dem ich seit Jahren zu kämpfen habe.

Ich bestelle einen Film bei iTunes vor, direkt auf dem AppleTV. Warum bestellt man vor? Na, weil es manchmal günstig ist und man nicht weiß, wie sich der Preis noch entwickelt.

Bestes Beispiel: Dirty Office Party (orig. Christmas Office Party) war zum Start für 13,99 Euro zu haben, kletterte dann auf unglaubliche 16,99 hoch und hielt sich lange Zeit bei 15,99. Die Filmpreise schwanken bei iTunes extrem.

Blockbuster Neuheiten werden oft für 16,99 gehandelt. Wenn man dann einen günstigen Moment erwischt, heißt es zuschlagen.

xXx The Return of Xander Cage. 13,99 Euro. Am Wochenende vor dem Release gab es jedoch eine Aktion: Bestellen Sie jetzt für 9,99 Euro vor. Drei Tage später bei der Veröffentlichung kostet er wieder 13,99.

Ebenso verhielt es sich jetzt mit dem Film Baby Driver. 13,99 Euro hat Apple aufgerufen. Letztes Wochenende die Vorbestellankündigung für 9,99 Euro. Nun kostet er wieder 13,99.

Zurück zum eigentlichen Problem: Noch zur Zeit des  AppleTV der 3. Generation zeigte die Benutzeroberfläche von tvOS nicht an, dass man einen Film bereits gekauft hatte. Das konnte man nur am Rechner in iTunes under Vorbestellungen sehen. Insofern hat sich das bereits gebessert, aber der Punkt ist, dass oft genug beim Erscheinen bereits vorbestellte Artikel im AppleTV nicht als gekaufte Artikel hinterlegt sind. Man sucht sie in seiner Bibliothek vergeblich – und oft auch unter iTunes.

Das Einzige, was mir in diesem Fall bisher geholfen hat, war, dem Link aus der Benachrichtigungs-E-Mail „Ihr vorbestellter Artikel XY ist jetzt verfügbar und kann geladen werden …“zu folgen, mich dann zum iTunes Link leiten zu lassen. Dann wird der Film oder die Serienstaffel in die Bibliothek übernommen und erscheint auch als gekaufter Artikel auf dem AppleTV.

Das ist extrem doof und aufwändig.

Amazon Video auf AppleTV: Was nun, Herr Bezos, Herr Cook?

Im Juni kündigte Tim Cook an, dass Amazon Video auf AppleTV erscheinen wird. Ich verkneife mir an dieser Stelle ein „bald“ oder „demnächst“, vielleicht hat er auch nur ein „irgendwann mal“ gemeint.

Fünf Monate später ist von Amazon Video auf AppleTV noch lange nichts in Sicht. Um das Thema am Leben zu erhalten, griffen einzelne News-Seiten die Sache immer wieder auf. Da hieß es, am 28. September kommt Amazon Video endlich auf den AppleTV.

Auch Computerbild und Curved schauten in die Kristallkugel und prophezeiten Ende Oktober als Startdatum für Amazon Video. Spekulationsansatz war hier das Erscheinen eines neuen Amazon FireTV, der nicht nur UHD-Inhalte auf den Bildschirm zaubert, sondern diese auch noch im hochdynamischen Farbraum (HDR) darstellt, eben wie die  aktuelle Generation von AppleTV.

Der FireTV ist seit knapp einem Monat erhältlich, dennoch fehlt jede Spur der Amazon Video App auf dem AppleTV. Eine Programmiersache kann nicht die Ursache der Verzögerung sein. AppleTV OS basiert auf iOS und für dieses gibt es die Video App von Amazon längst.

Der Knackpunkt könnte hier jedoch die Kaufoption von Filmen und Serien sein. Apple hat sicherlich ein Interesse Amazon Video für seine Streaming Box zu bringen, um bisherige und potenzielle Kunden nicht nach links und rechts zu Alternativen schielen zu lassen. Aber Konkurrenz auf der eigenen Box, nämlich den Kauf von Filmen und Serien zu gestatten, ist sicherlich nicht im Interesse der Leute aus Cupertino.

Alles also eine Frage der Kompromissbereitschaft von Amazon. Und die gibt es: Die iOS App für Amazon Video erlaubt keine Käufe von Material direkt aus der App heraus. Wer auf dem iPad schauen will, kann seine Prime-Inhalte mühelos gucken. Will man einen Film kaufen, muss man dafür zum Browser wechseln und Filme und Serien auf der Webseite von Amazon in den Warenkorb legen.

iOS ist hier kein Einzelfall. Die Amazon Video App für meinen Fernseher erlaubt „In-App-Käufe“, die von Microsofts XBox jedoch nicht. Auch verständlich, denn Microsoft bietet in seinem Store selbst Film- und Videoinhalte an. Ebenso läuft es bei Sonys Playstation. Die gleiche Kompromissbereitschaft wird Amazon sicherlich auch Apple gegenüber bringen, alles andere wäre sinn- und verstandlos.

Doch bleibt die Frage im Raum: Wo bleibt die App?

Nachdem sowohl Playstation 4 Pro als auch XBox One X nicht nur 4k-Streaming-Inhalte wiedergeben können, sondern diese auch im HDR-Farbspektrum auf den HDR-fähigen Bildschirm zaubern und beide mit Amazon Video App ausgestattet sind, ist es mittlerweile nur noch lächerlich, dass die Video App nicht auf dem Apple TV zu haben ist.

Herr Bezos, Herr Cook, was nun?

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