Apple Event: No more thing

Da verlässt Tim Cook die Bühne und kündigt kein One More Thing an. Sicherlich werden einige Propheten enttäuscht sein, denn Apple hat heute tatsächlich nur zwei Produktlinien vorgestellt:

 

  1. Apple Watch Series 4
  2. iPhone Update

 

Das war es. Alle Gerüchte über randlose iPads mit FaceID, ein Update für iMacs und den MacMini und einen MacBook Air -Ersatz oder sogar die AirPods 2 oder die kabellose Ladestation – man weiß es nicht oder wird es im Oktober wissen, wenn Apple sicherlich ein weiteres Event nachlegt.

Was die beiden Gerätekategorien anbelangt, haben sich alle Leaks und vor allen die der jüngsten Zeit, bestätigt.

Die AppleWatch mit 40 und 44 mm ist gewachsen, das Display größer und es reicht nahezu bis zum Rand, was ihr über 30% mehr Darstellungskapazität gibt, als die bisherigen Uhren von Apple. Durch neue Chipsätze und Sensoren ist es jetzt nicht nur möglich einen Sturz des Trägers zu erkennen und ein SOS vorzubereiten und im Notfall auch automatisch zu senden, nein, die AppleWatch ist jetzt auch das erste für einen Konsumenten erhältliche Produkt, das die Erstellung eines EKG ermöglicht.

Wow!

Die Sache mit dem EKG ist zwar von der amerikanischen FDA durchgewunken worden, wird aber vermutlich für den europäischen Raum noch von den entsprechenden Behörden genehmigt werden müssen.

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Aber ein Feature das auch vorhergesagt wurde. Dazu kommt noch ein Herzrhythmus-Tracking und die Möglichkeit einen zu niedrigen Puls zu erfassen und den Träger zu alarmieren.

Preislich bleibt die Series 4 unverändert und fängt mit 399 Dollar an. Wer sparen will und Größe sowie die neuen Features nicht braucht, kann die Series 3 zum günstigen Preis von 279 Dollar erwerben. Hierzulande startet die Series 4 mit 429 Euro.

Das iPhone. Auch hier treffen die Vorhersagen, was das Line-up anbelangt zu. Schon seit Monaten ist bekannt, dass Apple 3 neue Geräte vorstellen wird. Dass alles besser wird als vorher, war auch klar.

Wir haben also nun den direkten Nachfolger vom iPhone X (10) und damit ein Modellpflege-Setup. Deswegen gibt es keine neue Nummer, sondern das Kürzel s.

Sieht nur doof aus, wenn es geschrieben wird. Das iPhone Xs – wie in extra small. Aber gut, Apple beharrt ja auf der Aussprache ZEHN, auch wenn ich kaum ein Technik-Youtuber daran hält und es X ausspricht.

Es gibt auch eine größere Version, die diesmal allerdings nicht als Plus-Modell daher kommt. Warum? Beim Plus gab es immer eine Unterscheidung zum normalen iPhone. Mehr Akku, mehr Display, höhere Auflösung, bessere Kamera.

Diesmal haben wir nur mehr Display und mehr Akku – deswegen hat Apple sich für die Bezeichnung MAX entschieden. Das große Modell ist also das iPhone Xs Max mit 6,5″ Display, aber in einem Gehäuse das so groß ist wie die vorherigen Plus-Modelle. Coole Sache.

Der neue A12 Bionic Chipsatz mit neuralem Interface sorgt für eine Überraschung. Statt 600 Milliarden Rechenoperationen aus dem A11 Chip (iPhone X) schafft er nun 5 Billionen Rechenoperationen in der Sekunde.

Das scheint nahe dem Flux-Kompensator gebaut worden zu sein. Hoffentlich fliegt uns das nicht um die Ohren.

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Ansonsten bessere Kamera, bessere Akku-Laufzeit. Ein S-Modell eben.

Das dritte iPhone im Bunde ist das Low-Budget Phone und hört auf den Namen iPhone Xr. Wie ebenfalls vorhergesagt siedelt es sich in der Größe mit 6,1″ zwischen dem iPhone Xs (5,8″) und dem iPhone Xs Max (6,5″). Aber es gibt Abstriche, die den Preisunterschied rechtfertigen:

  • LCD Display statt OLED (Apple gibt dem LCD den Namen Liquid Retina Display)
  • Ein Kamera-System (das aber identisch mit der Weitwinkellinse des Xs-Modells ist, nur die zweite Telelinse fehlt)
  • Rahmen aus Alu statt Stahl
  • „nur“ IP67 Zertifizierung statt IP68 (iPhone Xs und Xs Max)

Aber:

  • Gleicher A12 Bionic Chip intus und nicht den A10 vom iPhone 7 wie vorhergesagt
  • Gleiche True Depth Camera für FaceID und Fotos wie das iPhone X
  • Bessere Batterielaufzeit als das iPhone 8 Plus
  • Günstiger (!) als das iPhone 8 Plus

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Und da sind wir auch direkt bei den Preisen. Als letzte Woche durchsickerte, dass die Preise eventuell günstiger sind, als letztes Jahr, wollte das niemand glauben. Letzten Endes sind die Preise aber stabil geblieben, nur dass man nun mit dem iPhone Xr günstiger an ein Top-iPhone kommt, als letztes Jahr.

Das iPhone Xs startet mit 999 Dollar (hierzulande mit 1.149 Euro, wie letztes Jahr).

Das Xs Max fängt bei 1.099 Dollar an (in Deutschland für 1.249 Euro)

Das iPhone Xr geht mit 749 Dollar los (das macht bei uns 849 Euro).

Die Speichergrößen beim r-Modell liegen wahlweise bei 64 GB, 128 GB und 256 GB.

Bei den s-Modellen gibt es einen Sprung nach vorn. 64 GB als kleinste Größe. Die mittlere Größe beträgt 256 GB (wie im letzten Jahr). Power-User und Speicherplatzfetischisten werden jetzt jedoch sogar mit 512 GB bedient.

Die bisherigen iPhones, beginnend mit dem 7er Modell, werden alle im Preis reduziert. Alle Preise und Specs gibt es bereits auf apple.de

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Battlefield V ein Flop? CoD Black Ops IIII wie Modern Talking?

Man braucht nur einen Blick auf die Multiplayer Videos der Beta von Black Ops IIII zu werfen um rasch zu erkennen: 20 Jahre die gleichen rotz Level, keine Änderungen, wie Modern Talking, alles sieht gleich aus, alles klingt gleich.

Natürlich gibt es neue Anstriche, aber ist müsst euch das so vorstellen, ihr geht jedes Jahr in dieselbe Wohnung oder dasselbe Haus und der Besitzer oder Eigentümer hat jedes Jahr einfach renoviert. Neue Tapeten, neue Möbel, aber das Grunddesign lässt euch sofort erkennen: Hier war ich doch schon mal.

Ich habe CoD mit Modern Warfare begonnen, den Nachfolger gespielt. Advance Warfare gezockt, Black Ops III, World War II. Alles wirk immer wieder aufs Neue gleich. Das beginnt bereits bei Menü und der Spielerlobby, in der man seinen Start ins Abenteuer wagt. In der Beta bin ich über die Spielerlobby nicht hinaus gekommen (danke, Activision, dass das so hervorragend mit der Beta geklappt hat!), hab mir über Let’s Plays dann aber einige Runden angeschaut – hier war ich doch schon. Die Karte sieht aus wie die und die aus Black Ops III.

Ich kann den Hype um den Nachfolger nicht nachvollziehen und angesichts der Spiele, die ich gespielt habe, kann man mir auch nicht vorwerfen, ich wäre ein CoD-Verweigerer.

So long, Blizzard/Activision, mein Feedback zur nicht spielbaren Beta bekommt ihr noch.

Nun haute PC Games gestern die Schlagzeile raus, dass Battlefield V als direkter Call of Duty Konkurrent ein Flop werden würde. Festgemacht wurde das an den eher mauen Vorbestellungen des Spiels.

Ganz ehrlich? Was glaubt ihr eigentlich alle immer mit den Vorbestellungen reißen zu können? Eine Vorbestellungen mag nach dem Fire & Forget-Prinzip ablaufen. Ich bestelle jetzt, wo ich davon erfahre, um später nicht dran denken zu müssen.

Aber letztendlich kaufe ich die Katze im Sack. Denn ich weiß ja noch gar nicht, wie das Produkt werden wird, das ich da vorab bestelle. Es gibt keine Bewertungen, keine Reviews, nichts.

Zudem gibt es verschiedene Arten der Vorbestellungen und lassen wir einmal Kickstarter-Projekte außen vor, die sich überhaupt erst über Vorbestellungen finanzieren.

Ich kann ganz bequem in den Online- oder Offline Shop meines Vertrauens gehen, sofern er Vorbestellungen annimmt. Nehmen wir hier ruhig mal die Großen wie Amazon, Media Markt und Saturn. Ich bestelle einen Datenträger vor, bekomme eventuell über einen Code zusätzliche Items freigeschaltet und darf vielleicht das Spiel 2 Tage vor dem eigentlichen Release spielen.

Bezahlt wird bei Abholung im Laden oder bei Lieferung. Nur muss man sich bewusst sein, dass gerade Spiele im Bereich Konsole mit 70 Euro und 60 Euro bei PCs liegen. Sicherlich bietet Amazon ein Preisschwankungssystem an. Fällt der Preis während der Vorbestellungsphase und steigt später wieder, bekommt man das Spiel zu dem bis zum Release günstigsten Preis. Aber eine Garantie, dass der Preis gerade im Vorbestellungszeitraum schwankt, gibt es nicht. Der kann sich auch hartnäckig bei 70 Euro halten. Wartet man dagegen zwei, drei Tage oder eine Woche, ist es durchaus möglich, dass der Preis nach Release mal unter die 60 Euro Marke im Konsolen Bereich schwappt. Der Geduldige kann hier schnell von einem günstigeren Preis profitieren.

Die andere Methodik der Vorbestellung ist kritisch (Kickstarter wie gesagt außen vorgelassen). Bestelle ich die digitale Version eines Spiels vor, sei es im Microsoft XBox Store, im PlayStore oder auf Steam und ähnlichen Plattformen, wird der Kaufbetrag SOFORT fällig.

Warum also sollte ich jetzt 70 Euro auf den Tisch legen, um in zwei Monaten spielen zu können? Rein theoretisch könnte ich auch noch ein paar Tage vor dem tatsächlichen Release-Datum vorbestellen und von den Vorteilen der Vorbestellung (zusätzliche Items, früherer Spielzugang, wie oben erwähnt) profitieren.

Es ist also absoluter Tinnef gerade in dieser Form eine Vorbestellung auszulösen, auch nicht im Blizzard-Store.

Warum die Kohle bei Spielen sofort fällig wird, ist mir ein Rätsel. Kaufe ich digitale Ware in Form eines Films bei Apple im iTunes Store ein, bezahle ich den Film auch erst, wenn er erscheint. Machbar ist das also alles systemtechnisch.

Aber ich will die Mädels und Jungs von Dice nicht heilig sprechen, die machen auch nicht immer alles richtig. An Battlefield V missfällt mir natürlich geschichtliche Setup. Ich bin kein Freund des 2. Weltkrieg-Szenarios und nachdem Activision letztes Jahr CoD WW II rausbrachte, sieht ein Battlefield V erst einmal wie nachgemacht und abgekupfert aus.

Zudem auch gleich beide Wettbewerber angekündigt haben, einen Battle Royale Modus ins Spiel zu integrieren.

Battle Royale? Kennt ihr nicht? Das ist die Geschichte von H1Z1 – King of the Kill, dem Nachahmer Player’s Unknown Battlegrounds und dem Obergrützenmeganachahmer Fortnite. 100 Spieler in ein Szenario geworfen, jeder gegen jeden. Last Man Standing. Gab’s schon in Titanfall 1, ist also nicht neu und gab es auch schon lange vor Titanfall, ist also auch nicht auf Respawns Mist gewachsen.

Was recht neu und erfolgreich ist, ist dass sich der Kartenabschnitt, indem sich die 100 Spieler befinden, aus unerfindlichen Gründen verkleinert und man gezwungen ist, immer näher zusammenzurücken. Verstecken und ausharren gildet also nicht.

Die Verkleinerung der Karte wird in PUBG und Fortnite durch eine undurchdringliche farbige Mauer dargestellt, was ziemlich affig aussieht, denn plötzlich ist da eine energetische Leuchtbarriere im Spiel.

Als die Kunde kam, dass Battlefield und Black Ops IIII einen Royale-Modus enthalten sollen, habe ich sofort gesagt: DICE muss sich was Neues einfallen lassen. Ich kann da nicht eine leuchtende Energiemauer hinsetzen, mitten im zweiten Weltkrieg, wie doof wäre das denn?

Und tatsächlich, der aktuelle Gamescom-Gameplaytrailer zeigt gegen Ende, dass man sich was grandioses hat einfallen lassen. Die Map wird durch eine Flammenwand, die sich kreisförmig zusammenzieht verkleinert. Das passt. Das wird Spaß machen. Battle Royale ohne die ungelenken Bewegungen von PUBG, ohne die Kindergartenkötzchengrafik von Fortnite, im Battlefield Style – darauf freue ich mich.

Wer neugierig geworden ist, hier der Gamescom Gameplay Trailer:

Armer Steve Jobs: Die Stiftfrage wird ihm wieder nachgetragen

Was war es für ein Aufschrei und welche Belustigung gab es aus dem Konkurrenzlager, als Apple das erste iPad Pro veröffentlichte und dazu den Apple Pencil rausbrachte.

Grund des vermeintlichen Gespött war eine aus dem Kontext gerissene Aussage von Steve Jobs bei der Präsentation des allerersten iPhones.

Seine legendäre Frage lautete 2007: „Who needs a pencil?“ – Wer braucht einen Stift?

In diesem Zusammenhang muss man sich vor Augen führen, welche Smartphone-Situation 2007 herrschte. Es gab Geräte mit Tastatur und/oder einem resistiven Touchscreen, vornehmlich mit dem Microsoft Betriebssystem Windows CE / Windows Mobile befüllt, das nicht anders reagierte, als die Desktop-Variante: Doppelklick, um eine App zu öffnen. Niedrige Auflösungen, kleine Bildschirme und lupenkleine Icons sorgten dafür, dass an ein Fingertipp seinerzeit nicht zu denken war. Dazu behalfen sich die Hersteller solcher Smartphones und der vorausgehenden Generation sämtlicher PDAs (wie Palm-Geräte oder CASIOs digitale Assistenten) der Stifteingabe.

2007 war die Bedienung eines Smartphones oder PDAs mit Stift üblich, wenn auch umständlich.

Und genau in diesem Kontext ist die Frage Steve Jobs‘ zu sehen: Wer braucht einen Stift, wenn man ein Gerät auch ohne bedienen kann?

Das erste iPhone mit kapazitiver Berührungserkennung war in der Hinsicht revolutionär, denn es ließ sich ohne Stift bedienen, intuitiv mit einem Fingertipp, statt einen Mausklick nachzuahmen.

Ich höre heute noch die Apple-Jünger, die über Samsung spotteten, als Samsung das erste Galaxy Note rausbrachte. Was soll denn der Stift?

Anders herum lachten die Android Fanboys, als Apple den Pencil vorstellte.

Doch bei beiden geht es um unterschiedliche Eingabekonzepte, das hat mit der reinen Bedienung und Usability wie sie seiner zeit bei Palm & Co. gegeben war nichts zu tun.

Im Gegenteil, der Stift als Add-on zu einem kapazitiven Multitouch-Display ermöglicht uns heute weitaus mehr Möglichkeiten, als ein stumpfer Doppelklick.

Druckstufen, Gesten, echtes Schreibgefühl. Papierloser Umgang in vielen Bereichen.

Seit es moderne Displays mit Stifteingaben gibt, probiere ich sie aus. Samsungs Note-Reihe, Microsofts Surface und Apple Pencil. Ich habe auch mit Bluetooth-Varianten gearbeitet, die jedoch keine wirkliche Option waren.

Ein aktuelles gutes Schreibgefühl bieten die drei Großen. Beim direkten Vergleich zwischen dem Galaxy Note Pro 12.2 und dem Surface Pro 3 habe ich Samsung immer noch den Vorzug gegeben – das Nachziehen, der Versatz oder die Latenz beim Ziehen einer Linie war dort am natürlichsten, bzw am geringsten vorhanden.

Ich bin 2016 auf das iPad Pro umgestiegen, nachdem ich mich in einem Apple Store von dem guten Schreibgefühl des Pencils überzeugt hatte. Zwischendurch machte ich Ausflüge ins Microsoft-Lager (neue Stylus-Generation mit dem Surface Book 2) und zu Samsung (Galaxy Note 8 und Galaxy Tab S3) und muss hier ganz klar bekennen: Apple hat die Nase vorn.

Natürlich ist es auch eine Frage der Software, die man benutzt, aber mit dem Apple Pencil und der App Noteshelf 2 fahre ich bisher am besten.

Und nochmal, hier geht es nicht darum, ein Gerät zu bedienen, sondern ein Gerät zu dem zu machen, das man im täglichen Doing benötigt – sowohl im Hauptberuf, als auch als Schriftsteller mache ich jede Menge Notizen. Nicht immer ist eine Tastatur zur Hand, nicht immer ist Platz genug für eine Tastatur, das Tippgeräusch stört vielleicht, man hat keine vernünftige Auflage oder man muss seine Notizen mit skizzierten Anmerkungen versehen.

Ein Block ist zum Mitschneiden von Gesprächsnotizen oft die bessere Wahl – auch den habe ich in diversen Formen ausprobiert. Seien es digitale Scanstifte wie der Livescribe Smartpen, die scanbare Versionen von Moleskine-Notizbüchern oder zuletzt Wacoms Bamboo.

Sie alle hatten gemein, dass man schlussendlich Papier verwendet und seine Notizen entweder von Hand digitalisieren musste oder die digitalen Notizen noch anderweitig zuordnen musste – und am Ende hat man das Papier mit den Notizen noch entsorgt, Unmengen Tinte verbraucht und da die meisten Lösungen mit Kugelschreiber-Minen arbeiten, noch ein unleserliches Schriftbild ob der eigenen Sauklaue hinterlassen.

Warum also nicht bei einem schönen Schriftbild, direkt auf dem Bildschirm schreiben. Direkt digital. Kein Papier. Keine Tinte. Keinen Müll. Direkt Teilen ohne Aufwand, anschließend bearbeiten, ergänzen, was auch immer.

Samsung hat es vorgemacht, andere sind nachgezogen. Warum auch nicht, denn für viele ist ein Stift eine sinnvolle Ergänzung. Und wer es nicht braucht, muss es nicht kaufen.

Dass Apple sich auch eine Stifteingabe für iPhones patentieren lassen hat oder (man korrigiere mich) bei der Zulassungsbehörde eingereicht hat, ist bereits seit letztem Jahr bekannt.

Angestachelt durch Leaks und die Gerüchteküche kommt jetzt wieder die Vermutung auf, dass einige der im September erscheinenden iPhones eine Stift-Unterstützung bieten und plötzlich ist der Spott und die Häme wieder da:

Who needs a stylus?

GIGA spricht in seiner Headline der GIGA-Tech-News sogar davon, dass Apple Steve Jobs verraten hätte.

Leute, geht es noch? Ihr wollt Techblogger sein, Journalisten? Dann reißt solche dummen Kommentare nicht aus dem Zusammenhang.

Natürlich kann auch ein iPhone eine Stiftunterstützung anbieten. Wenn ich Goodnotes oder Noteshelf nutze, synchronisiere ich meine Notizen über die Apps hinweg. Will ich wissen, was ich gestern auf dem iPad notiert habe, öffne ich die Notiz-App auf dem iPhone – will ich hier in meinem handschriftlichen Gekritzel schnell eine Anmerkung machen, habe aber nur das Telefon und kein Tablet zur Hand, warum sollte ich das nicht auf dem Telefon mit einem Stift machen können?

Der Stift schränkt die Usability des UI nicht ein, sondern unterstützt an den Stellen, wo es sinnvoll ist.

Steve Jobs‘ Worte von 2007 anders auszulegen und sie ihm zu Spottzwecken im Mund umzudrehen, ist alles andere als seriös, gerade für Techmagazine.

Schämt euch!

Warum bin ich noch PRIME-Kunde?

Die Frage stelle ich mir immer wieder. Zweimal dieses Jahr bereits das Fiasko wegen des Zahlungsmittels gehabt und immer öfter gerade auch bei hochwertigen Produkten im Technikbereich auf andere Händler ausgewichen.

Saturn, Apple, Oculus und Teufel haben sich gefreut.

Aber es gibt immer wieder Dinge, die ich dann aus Bequemlichkeit bei Amazon ordere – und aus Kostengründen. Und wenn es nur ein Deo ist, das Amazon für 1,19 Euro verkauft, das in Läden wie DM, Rossmann oder einem Discounter für 1,55 Euro oder mehr zu haben ist.

Ja, Prime ist ja nicht nur die Geschichte mit dem Versand, werden jetzt viele sagen, aber ganz ehrlich, ich nutze weder Amazon Music Unlimited, noch leihe ich mir kostenlos Ebooks aus und das Prime Video Angebot ist für mich recht überschaubar. Ich gucke da entweder eher bei Netflix Serien oder habe Filme, die mich wirklich interessieren längst bei iTunes in 4K gekauft – zum Preis eines FHD-Films.

Sicherlich hat hin und wieder auch Amazon was im Sortiment, das mein Interesse weckt. Die drei verrückten Briten mit The Grand Tour oder Fernsehserien wie aktuell SIX, aber Amazon Video wird bei mir relativ selten im Vergleich zu Netflix und iTunes angesteuert.

Zumal Amazon oft genug auch ein echtes Qualitätsproblem hatte. Streams begannen sofort ohne Daten zu puffern. So wurde aus einem HD-Film oft ein bis zwei Minuten lang ein „Less-Than-SD-Film“ mit verpixeltem Bild. Oder grauenhafte Artefakte zeichneten sich in dunklen Szenen bei Game of Thrones, The Blacklist und Underworld ab – ein Grund, warum ich aufgehört habe, bei Amazon Video Filme oder Serien zu kaufen, auch wenn sie manchmal erheblich günstiger sind, als bei iTunes von Apple.

Nun, vergessen wir all die Nebenprodukte und konzentrieren uns auf das ursprüngliche Prime. Ich bin PRIME-Kunde geworden, um Produkte unter 20 Euro ohne Versandkosten zu bekommen und diese innerhalb von einem Tag.

„Gratis same Day“ ist oft ein Mythos, obwohl ich ein Amazon-Lager direkt vor der Haustür habe. Zwei sogar, eines in Werne und eines in Dortmund. Amazon schafft es oft ja nicht mal, Prime-Lieferungen fristgerecht am nächsten Tag auszuliefern.

Schlimm wird es jedoch bei dem auch immer öfter eintretenden Szenario:

Ware ist als PRIME gekennzeichnet.
Ware ist als AUF LAGER gekennzeichnet.

Ich bestelle heute um 20:30 Uhr. Da Same-Day nicht angeboten wird und ich einsehe, dass eine Lieferung für morgen utopisch ist, sollte man aber meinen, als Prime-Kunde bekomme ich meine Ware spätestens übermorgen geliefert.

Nein. Das Lieferdatum ist der 14.08. – sage und schreibe eine ganze Woche nach Bestelldatum.

So macht Prime nicht mal ansatzweise Spaß.

Welcome back, Instapaper!

Noch Ende Juni verabschiedete ich mich von Instapaper, weil ich nach über einem Monat Inaktivität keine Hoffnung mehr hatte, dass der Dienst nochmals für den Europäischen Markt aufgenommen wird.

Die App selbst und den Bookmark in meiner Chrome-Lesezeichenleiste habe ich nie entfernt, denn Totgesagte leben länger.

Instapaper hat heute den EU-Dienst wieder aufgenommen. Damit gibt’s wieder ein fröhliches Clippen und Speichern von Internettexten. Wunderbar.

 

Ausgepixelt? Erfahrungsbericht 8 Monate Google Pixel

Das erste Google Pixel hatte ich 6 Monate im Einsatz und war von der Performance und der Kameraleistung bis zum Ende sehr zufrieden.

Das Gerät hatte seine Einsatzzeit für mich damals jedoch rum und war mir generell zu klein, sodass ich es nach sechs Monaten verkaufte.

Klar war für mich, dass ich bei einem Pixel 2 die größere Version wählen würde.

Das Pixel war jedoch nicht das einzige Pixel-Gerät in meinem damaligen Besitz. Seit Dezember 2017 besitze ich das Pixel C getaufte 10,5″ Android-Tablet von Google.

Ja, das sind bereits 2 Jahre und 7 Monate. Ungewöhnlich für mich, ich weiß.

Aber was zeichnet reines Android denn so aus? Es heißt immer: Die Performance. Das System rennt so, wie es laufen soll. Butterweich und flüssig.

Nach 2 Jahren und 7 Monaten kann ich das vom Google Pixel C allerdings nicht behaupten. Ich schätze mal so nach über einem Jahr fingen die Probleme so langsam an.

Performance-Einbußen beim Aufwecken aus dem Standby. Je länger der Tiefschlaf (und ein Standby sollte ja eigentlich nur ein Ruhen und kein Schlafen sein) dauert, desto länger braucht das Pixel C, um wieder daraus zu erwachen und fit zu sein.

In der Zeit, in der sich das System langsam aber sicher, mitunter bis zu fünf Minuten lang, stabilisiert, reagiert der Touch-Screen kaum auf Anfragen und vehement gedrückte Apps stürzen einfach ab.

Android fragt erstmal alle Nachrichten der Apps ab – und leider ist OS-Intelligenz nur was fürs Marketing und für das Blatt Papier. Intelligente Systeme würden erkennen, dass ich die App-Benachrichtigungen bereits auf einem Zweit- oder Drittgerät abgerufen habe und erneute Benachrichtigungen gar nicht erforderlich sind.

Erst auch die letzte App ihren Abruf getätigt, kann man halbwegs anfangen, mit dem Tablet zu arbeiten.

Der Standby-Akku leistet hierbei immer noch fabelhafte Dienste. Man kann das Gerät gut und gerne 8 Tage bei aktiviertem WLAN, NFC und Bluetooth herumliegen lassen, ehe die Batterie schwächelt.

Schauen wir uns nun den jüngeren Bruder an. Seit 8 Monaten besitze ich das Google Pixel 2 XL – gefertigt von LG im Auftrag von Google.

Designmängel? Ja, zwei. Der Blaustich des Displays ist bekannt, hat mich aber nie gestört. Die doch recht großen Ränder oben und unten sind zwar besser gelöst, als HTC es beim kleineren Bruder, dem Google Pixel 2 hinbekommen hat, aber da ist noch viel Luft nach oben. Irgendwo pendelt das Pixel 2 XL zwischen dem LG G6 und dem V30 – designtechnisch hat hier Samsung ganz klar die Nase vorn gehabt und mit dem S8 einen optischen Wow-Effekt geschaffen, den LG ein halbes Jahr später nicht hat aufholen können.

Ansonsten ist das Pixel 2 XL in den Anfangstagen genau so wie es sein soll. Leistungsstark mit purem Android und ohne Schnörkel. Dazu eine richtig geile Kamera, rasche Updates, unbegrenzter Fotospeicherplatz für 3 Jahre – was will man mehr?

8 Monate später merke ich dann aber, dass die Vorteile, die gerne in der Technikszene genannt werden, so gar nicht mehr vorhanden sind. Okay, die Kamera ist immer noch gut, zumindest beim Foto-Schießen – doch was hilft es, wenn sie mehr als 5 Sekunden braucht, bis sie startklar ist? Eine Schnappschuss-Situation ist dann längst vorbei, rechnet man noch die Zeit drauf, die man braucht, zu realisieren, dass man jetzt ein Foto machen will, den Implus, das Handy zu zücken und schussbereit zu machen und dann wirklich den Auslöser drückt.

Und auch hier scheint sich das gleiche Problem zu zeigen, wie beim Pixel C: Andauernder Standby verlangsamt das gesamte System. Dabei lasse ich das Pixel 2 XL nie so lange aus, wie beispielsweise das Tablet. Eigentlich schaue ich immer täglich drauf, auch wenn ich es aktuell nicht. als Daily Driver nutze, sondern dem OnePlus 6 den Vorzug gebe.

Der Fingerabdrucksensor des Pixel 2 XL war nie der Schnellste. Im direkten Vergleich mit Huawei-Geräten oder auch dem OnePlus 5T und dem 6er hinkt er jedoch mächtig hinterher. Mehr als eine Sekunde benötigt der Sensor, um das Display zu entsperren.

Und dann kann das Kunststück passieren, dass Apps einfach nicht reagieren und selbst das Wischen über den Bildschirm nichts bringt. Hat man das Gerät eine Weile wieder benutzt, scheint sich die Lage wieder zu normalisieren und man kann wieder normal damit arbeiten.

Schön ist das nicht. Und ja, ich habe das auch beim iPhone 6 Plus nach 8 Monaten gehabt, jedoch nie so stark. Dort waren es mal Einzefälle, dass die Kamerabewegung nicht nachkam oder man direkt nach dem Aufwecken eine App nicht sofort reagierte und sich selbst beendete.

Ist es wirklich der Fluch von Android, dass auch in der Version 8 des Betriebssystems die Geräte nach Monaten langsam werden?

Das OnePlus 5T mit einem angepassten Android, dem Oxygen OS war nach 6 Monaten noch immer so schnell wie am ersten Tag. Hier konnte ich keine Performance-Einbußen feststellen. Fingerabdrucksensor doppelt so schnell wie beim Pixel 2 XL und die Gesichtserkennung war einfach nur rasant. Wischen, Kamera, alles reagierte auch nach einem halben Jahr noch flüssig.

Beide Geräte besitzen den gleichen Prozessor, allerdings besitzt das OnePlus 5T 6 GB RAM gegenüber den 4 GB aus dem Pixel 2 XL. Ob das ein entscheidender Punkt ist? Immerhin fing das Galaxy Note 8 mit seinen 6 GB RAM nach ebenfalls 8 Monaten Einsatzzeit nicht an zu ruckeln und stottern. Das S8 dagegen hatte bereits nach vier Monaten die ersten Stotterer, gerade beim Öffnen der Kamera-App.

Was passiert jetzt? Das Pixel C habe ich so gut wie in Rente geschickt. Es ist voll geladen, aber aus. Wirklich aus. Nicht im Ruhezustand. Für den schnellen Blick in die IMDB auf der Couch oder zum Abrufen von RSS Feeds via Innoreader habe ich ein Huawei Mediapad M3 mit 8″ – optimale Couchgröße, bisher keine Hakler und Ruckler. Alle anderen Sachen mache ich mit dem iPad Pro 12,9″.

Ob ich mich durchringen kann mein Pixel 2 XL gegen ein Pixel 3 XL einzutauschen? Mal ganz ehrlich, den einzigen Vorteil den das Pixel seinerzeit hatte, war die beste Smartphone-Kamera. Inzwischen ist es überholt worden und wenn es im November 2018 wieder nur die beste Kamera hat, wird es danach Geräte geben, die es wieder einholen.

Schauen wir mal, was der iPhone-Markt im September in puncto Kamera hergibt.

Ausprobiert: Skype for Business

Skype hat ja nun schon eine längere Geschichte, bevor es von Microsoft gekauft wurde.

Wenn man jemanden nach Skype fragt, verbindet er es in erster Linie mit dem Begriff „skypen“ und meint damit Videoanrufe.

Skype kann aber noch mehr. Man kann darüber auch nur per Audio chatten, was manchmal als Teamspeak gar nicht so verkehrt ist. Habe ich beim Coop-Spielen via Steam Games verwendet, um mich mit meinem Spielpartner verbal austzutauschen und klappt auch ganz gut.

Skype eignet sich auch zum Chatten. Hat gegenüber derzeitigen Messenger-Programmen den Vorteil, dass man ein Skype-Konto hat und dieses nicht an eine Mobilfunknummer gebunden ist.

Nutzt man mehrere Geräte oder neben dem Telefon auch noch PC und Tablet, dann reicht es, sich mit Benutzernamen einzuloggen und man startet den Chat dort, wo man aufgehört hat.

Allerdings ist der Chat in Skype alles andere als bequem. Ruft man Skype auf, dauert es eine Weile, bis die Inhalte eines Chats geladen werden, gerade Dateien wie Bilder, Audiofiles oder Videos. Offenbar wird hier nicht lokal gespeichert, sondern in der Cloud.

Das Hauptchatfenster ist auch sehr gewöhnungsbedürftig und sieht alles andere als benutzerfreundlich aus. Sicherlich, die letzten Chats werden angezeigt, darunter dann irgendwelche Altlasten mit einem Baidulink, den ich nicht zuordnen kann. Insgesamt wirkt das Fenster unaufgeräumt.

Skype ist jedoch nicht das einzige Kommunikationsprodukt aus dem Hause Microsoft. Für geschäftliche Zwecke gab es früher eine App namens Lync. Bevor wir in der Firma CISCO-WebEx eingeführt haben, sind erste Videokonferenzen, gerade in Fällen, in denen man etwas präsentieren wollte und dafür seinen Bildschirm freigegeben hat, über Lync gelaufen.

Aus Lync wurde dann Skype for Business.

In der Regel „skyped“ heute noch kaum jemand in unserem Unternehmen, allerdings wird Skype für den schnellen Chat genutzt. Seht es so, wenn man in einem Projekt unterwegs ist und sich auf seine Arbeit konzentriert, schaut man nicht jede Nase lang in seine E-Mails. Zumal diese in die Hunderte am Tag gehen.

Einfacher ist es da für eine direkte Kommunikation, mit einem Gesprächspartner, der am selben Projekt arbeitet, in Kontakt zu stehen.

In meinem Fall empfand ich dieses Vorgehen allerdings als wenig zielführend, da Skype hier total unlogisch reagiert.

Möglicherweise sind das auch irgendwelche Einstellungsthemen, die man in der Tiefe angehen muss, aber wenn sich mir sowas nicht sofort intuitiv erschließt, kippe ich die Sache rasch wieder.

Ein Chat ist ein Chat. Ein zweiter ist eben ein zweiter. Obwohl ich mit ein und derselben Person chatte, werden meine Dialoge nicht in einem einzigen Chatfenster angezeigt, sondern es werden quasi mehrere eröffnet. An dieser Stelle sei ein WTF erlaubt, denn so etwas Unordentliches habe ich noch nicht erlebt.

Aber es kommt noch besser. Nutzt man mehrere Geräte, kommen nicht alle Antworten auf allen Geräten an. Beispielsweise ist mir eine halbe Unterhaltung entgangen, die in Skype for Business startete und die ich dann im Browser fortführen wollte. Der neue Text meine Gesprächspartners war zu sehen, der gesamte Chatverlauf jedoch nicht. Schaute ich in die mobile Skype-App stand dort noch wesentlich mehr Text.

Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einer aktiven Chat-App, die ich geräteunabhängig, wie es sich für einen Messenger gehören sollte, nutzen und zu denen ich meine Freunde rüberziehen, bzw. von der ich sie überzeugen kann. Auch wenn wir den Teufel nicht an die Wand malen wollen, irgendwann wird Werbung in What’s App erscheinen und das wird definitiv der Tag sein, an dem sich die Wege von What’s App und mir trennen.

Microsoft bietet jedoch keine dieser Alternativen, trotz des Konto-Messengers.

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